[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wirkstoffzusammensetzung, die aufgrund ihrer
haut- und haarpflegenden Eigenschaften insbesondere zur Anwendung in kosmetischen
Mitteln geeignet ist, und ein Verfahren zu deren Herstellung.
[0002] Es ist seit langem bekannt, in Haut- und insbesondere Haarpflegemitteln, vorzugsweise
in Form wäßriger Emulsionen, quaternäre Ammoniumverbindungen, die mindestens eine
langkettige Alkylgruppe enthalten, im Gemisch mit öl- und fettartigen pflegenden Substanzen
wie Fettalkoholen einzusetzen.
[0003] Diese Emulsionen wirken auf Haut und Haar strukturverbessernd und sind besonders
zur Behandlung und Regenerierung von strukturgeschädigtem Haar geeignet.
[0004] Sie konditionieren das Haar und verbessern dessen Elastizität, die Naß- und Trokkenkämmbarkeit
und verleihen ihm erhöhten Glanz und Volumen.
[0005] Es wurde jedoch festgestellt, daß diese Emulsionen nicht in allen Zubereitungsformen
über längere Zeit stabil bleiben und es auch, je nach Anwendungsform und -art und
erstrebter Wirkung, nicht immer möglich ist, die geeignete Dosierung zu wählen, was
unnötige Kosten bei einer Überdosierung verursacht, andererseits aber bei erwünschten
Höherdosierungen Einarbeitungsprobleme hervorrufen kann. Die Erfindung hat sich die
Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermeiden.
[0006] JP 06 279 233 A offenbart pulverformige Kosmetikzusammensetzungen die zur Haarkonditionierung
geeignet sind. In der FR 2 326 177 A wird eine pulverformige Haarpflegezusammensetzung
beschrieben, die Polymere enthält. Keinem der beiden Dokumente ist eine Zusammensetzung
zu entnehmen, die Ester oder Amido Quat enthält.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, eine wasserlösliche oder wasserdispergierbare
pulverförmige Wirkstoffzusammensetzung, deren Partikel zu mindestens 90 Gew.-% einen
mittleren Teilchendurchmesser zwischen 10 und 500 µm aufweisen, zu verwenden, die
(i) 5 bis 90 Gew.-% einer Kombination aus
a) mindestens einer haarkonditionierenden quaternären Ammoniumverbindug ausgewählt
aus einer der beiden formel I oder II


in der R1 und R2 jeweils für eine gegebenenfalls hydroxysubstituierte C8-C22-Alkyl oder Alkenylgruppe, R3 und R4 für eine C1-C3-Alkylgruppe oder eine Gruppe -CH2-CH2-O-[EO]x-H, sowie x und y für 0 bis 5, und Y für ein Anion stehen, vorzugsweise in einer Menge
von 1 bis 35 Gew.-%, und
b) mindestens einem C8-C24-Fettalkohol und/oder eine fett- oder ölartige Substanz, vorzugsweise in einer Menge
von 1 bis 35 Gew.-%; und
(ii) 10 bis 95 Gew.% mindestens eines wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Bindemittels
enthält.
[0008] Aus der älteren DE-A 199 11 106 sind bereits pulverförmige Wirkstoffzusammensetzungen
bekannt, die mindestens ein Ceramid enthalten.
Derartige Zusammensetzungen sind von der vorliegenden Erfindung nicht umfaßt.
[0009] Das erfindungsgemäße pulverförmige Produkt als auch die in diesem enthaltene Wirkstoffkombination
können selbstverständlich weitere an sich bekannte Zusatzund Wirkstoffe für kosmetische
Mittel enthalten.
[0010] Eine besonders bevorzugte Verbindung der Formel I ist im Rahmen der Erfindung eine
solche, in der die Reste R
1 und R
2 jeweils eine Oleylgruppe oder eine C
12-C
18-Alkylgruppe, der Rest R
3 eine Methylgruppe und der Rest R
4 eine Gruppe -CH
2-CH
2-O-[EO]
z-H bedeuten.
Das Anion Y
- ist vorzugsweise ein Halogenid wie Cl
- oder Br
-, ein niederes Alkylsulfat, z.B. Methosulfat und Ethosulfat, oder ein Alkylphosphat,
jedoch können selbstverständlich auch andere Reste eingesetzt werden.
Diese Verbindungen sind an sich bekannt und beispielsweise unter den Handelsnamen
"Schercoquat®", "Dehyquart® F30" und "Tetranyl®" im Handel.
Der Einsatz dieser Verbindungen, sogenannter "Esterquats", in Haarpflegemitteln ist
ebenfalls bereits bekannt und beispielsweise in der WO-A 93/10748, der WO-A 92/06899
und der WO-A 94/16677 beschrieben.
[0011] Bevorzugte Reste R
1 und R
2 sind hierbei C
12-C
18-Alkyl- und Alkenylreste, der Rest R
3 eine Methyl- oder Ethylgruppe, und der Rest R
4 eine Gruppe -CH
2-CH
2-O-[EO]
x-H, worin x 0 bis 3 ist; Y
- ist vorzugsweise ein Methylsulfat-, Ethylsulfat-, Chlorid- oder Phosphatanion.
Entsprechende Handelsprodukte sind unter der Bezeichnung "INCROQUAT® HO" oder "OCS"
bekannt
Die Einsatzkonzentration der quaternären Ammoniumverbindungen in Kombination (i) liegt
vorzugsweise bei 2,5 bis 25 Gew.-%.
[0012] Geeignete fett- und ölartige Substanzen, zu denen auch Wachse zählen, sind insbesondere
natürliche Öle wie Avocadoöl, Cocosöl, Palmöl, Sesamöl, Erdnußöl, Spermöl, Sonnenblumenöl,
Mandelöl, Pfirsichkernöl, Weizenkeimöl, Macadamianußöl, Nachtkerzenöl, Jojobaöl, Ricinusöl,
oder auch Oliven- bzw. Sojaöl, Lanolin und dessen Derivate, ebenso Mineralöle wie
Paraffinöl und Vaseline.
Synthetische Öle und Wachse sind beispielsweise Silikonöle, Polyethylengykole, etc.
Weitere geeignete hydrophobe Komponenten sind insbesondere Fettalkohole mit 8 bis
24 Kohlenstoffatomen im Molekül wie Lauryl-, Cocoyl-, Myristyl-, Cetyl-, Plamityl-,
Oleyl-, Behenyl- und Stearylalkohol, Wachsalkohole und Fettsäureester wie Isopropylmyristat,
-palmitat, -stearat und -isostearat, Oleyloleat, tsocetylstearat, Hexyllaurat, Dibutyladipat,
Dioctyladipat, Myristylmyristat, Oleylerucat, Polyethylenglykol- und Polyglycerylfettsäureester
wie PEG-7-glycerylcocoat, Cetylpalmitat, etc.
[0013] Diese hydrophoben Komponenten sind in der erfindungsgemäß verwendeten Zusammensetzung
(i) vorzugsweise in einer Gesamtmenge von etwa 1 bis etwa 35, insbesondere etwa 2
bis 25, vor allem etwa 2,5 bis 20 Gew.-% enthalten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die erfindungsgemäße
pulverförmige Zusammensetzung noch Harnstoff und/oder ein wasserlösliches Erdalkalisalz,
vorzugsweise in einer Menge von etwa 1 bis 35, insbesondere etwa 5 bis 25 Gew.-% des
Pulvers.
Geeignete Erdalkalisalze sind insbesondere Calciumchlorid und Magnesiumchlorid sowie
Magnesiumsulfat. Diese Stoffe sind bekannte Wirkstoffe für Haut- und Haarpflegemittel.
[0014] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch Tenside, vorzugsweise nichtionische
Emulgatoren enthalten, beispielsweise in einer Menge von etwa 1 bis etwa 30 Gew.-%
des Pulvers.
Als nichtionische Tenside sind C
8-C
20-Alkylglucoside bevorzugt, vor allem solche mit einem Kondensationsgrad (z) von etwa
1,1 bis etwa 5, vorzugsweise in einer Menge von etwa 1 bis 15 Gew.-% der Zusammensetzung.
Weitere bevorzugte nichtionische Tenside sind C
12-C
18-Fettalkohol-Ethylenoxid-Kondensate wie Laureth-6, Laureth-12, Coceth-8, Myristeth-6,
-9, -12, -15, -20, Ceteth-5, Steareth-8, -10, -20, -22, etc.
Es können auch weitere nichtionische Tenside, allein oder im Gemisch mit Alkylpolyglucosiden
und Fettalkoholethoxylaten, eingesetzt werden, beispielsweise Polyolfettsäureester,
Sorbitanester und/oder Aminoxide.
[0015] Die erfindungsgemäß verwendete Kombination kann auch Sterole enthalten.
Diese können tierischen Ursprungs sein (Zoosterine), z.B. Cholesterol und Lanosterol.
Besonders bevorzugt sind jedoch Phytosterole, d.h., Sterole pflanzlichen Ursprungs.
Als solche seinen beispielhaft Ergosterol, Sitosterol, Stigmasterol, Fucosterol, Brassicasterol,
Fungisterol, Campesterol, Zymosterol, Ascosterol, Cerevisterol, Episterol, Faecosterol,
Spinasterol oder auch Gemische von Phytosterolen, z.B. Sojasterol, genannt.
Ein im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugtes Phytosterol ist "Avocadin", d.h.,
die in der unverseifbaren Fraktion des Avocadoöls vorliegenden Phytosterole. Generell
ist festzustellen, daß alle in pflanzlichen Fetten, Ölen und Wachsen vorhandenen Phytosterine
bzw. Phytosteringemische zum erfindungsgemäßen Einsatz geeignet sind.
[0016] Deren Anteil in der Wirkstoffkombination (i) liegt, wenn vorhanden, bevorzugt bei
etwa 1 bis 35, insbesondere bei etwa 2,5 bis 25, insbesondere etwa 5 bis 15 Gew.-%
[0017] Geeignete Bindemittel zur Herstellung des erfindungsgemäßen Wirkstoffagglomerats
und zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind im Prinzip alle wasserlöslichen
bzw. wasserdispergierbaren, für diesen Zweck bekannten natürlichen und synthetischen
Polymeren.
[0018] Als solche sind insbesondere die verschiedenen Cellulose-Derivate, beispielsweise
Alkylcellulosen wie Methylcellulose und Ethylcellulose, Hydroxyalkylcellulosen wie
Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose sowie
auch Carboxymethylcellulose genannt; weiterhin Stärke und Stärkederivate;Gelatine,
natürliche Gummen wie Guar-Gum oder Xanthan-Gum oder auch Alkalialginate und Alginsäureester,
beispielsweise Propylenglykolalginat, sowie Polyethylenglykole mit einem Molgewicht
ab 10.000.
Geeignete synthetische Polymere sind beispielsweise Polyvinylpyrrolidon, Polyacrylamid,
Alkalisalze der Polyacrylsäure, etc.
Besonders geeignet als Bindemittel sind Dextrine und Dextrinderivate wie weißes und
gelbes Dextrin und Cyclodextrin sowie insbesondere Maltodextrin.
[0019] Die obengenannten Bindemittel können gleichzeitig eine verdickende Wirkung aufweisen.
Weitere geeignete Bindemittel sind beispielsweise Acrylestercopolymerisate mit Acrylsäure
und/oder Dialkylaminoalkyl(meth)acrylaten, beispielsweise Diethyl- und Dimethylaminoethylmethacrylat,
die gegebenenfalls auch quaternisiert sein können, neutralisierte Copolymerisate aus
Methacrylsäure und Methylmethacrylat sowie weitere bekannte wasserlösliche und wasserdispergierbare
Copolymere.
[0020] Die Gesamtmenge des im Pulver vorhandenen Bindemittels liegt bei 10 bis 95 Gewichtsteilen,
insbesondere 20 bis 70 Gewichtsteilen, vorzugsweise 25 bis 50 Gewichtsteilen im Verhältnis
zu 5 bis 90 Gewichtsteilen, insbesondere 30 bis 80 Gewichtsteilen der Wirkstoffkombination
im sprühgetrockneten Wirkstoffpulver.
[0021] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Pulver erfolgt vorzugsweise durch homogenes
Vermischen wäßriger Emulsionen der Wirkstoffkombination und des Bindemittels, und
anschließendes Sprühtrocknen der homogenen Mischung bei erhöhter Temperatur, insbesondere
zwischen etwa 60°C (Ausgangstemperatur) und etwa 200 °C (Eingangstemperatur).
Geeignete Sprühtrockenverfahren und Vorrichtungen zu deren Durchführung sind aus dem
Stand der Technik hinreichend bekannt.
[0022] Die so erhaltenen wasserlöslichen bzw. wasserdispergierbaren Wirkstoffpulver enthalten
weniger als 10 Gew.-% Teilchen, deren mittlerer Teilchendurchmesser unter 10 oder
über 500 µm liegt.
[0023] Vorzugsweise liegen 90 Gew.-% der Teilchen im Bereich zwischen etwa 25 und 400 µm,
insbesondere etwa 50 bis 400 µm, so daß es sich um ein staubfreies Pulver handelt.
Die Teilchengröße ist abhängig von der Art der Sprühtrocknung und der dabei eingesetzten
Sprühdüse.
Die Bestimmung des durchschnittlichen Teilchendurchmessers kann auf übliche Weise
erfolgen, z.B. durch Siebanalyse oder im Laserverfahren.
Eine 10%-ige wäßrige Dispersion oder Lösung dieser Teilchen in Wasser weist vorzugsweise
einen pH-Wert im sauren bis neutralen Bereich, beispielsweise zwischen etwa 3 und
7, auf.
[0024] Die erfindungsgemäße pulverförmige Wirkstoffmischung, die auch noch weitere in kosmetischen
Mitteln übliche Wirk- und Zusatzstoffe enthalten kann, wird vorzugsweise in Haarpflegemitteln
eingesetzt.
[0025] Für den Einsatz der beschriebenen Kombination sind insbesondere Haarbehandlungsmittel
wie Dauerwellmittel einschließlich Vor- und Nachbehandlungsmitteln, Haarfärbemittel
auf Basis direktziehender und Oxidations-Farbstoffe, peroxidhaltige Fixiermittel für
Dauerwellen bzw. Entwickler für Oxidationshaarfarben, Haamachbehandlungsmittel, die
entweder im Haar verbleiben oder nach der Behandlung ausgespült werden, beispielsweise
Haarspülungen, die auch direktziehende Farbstoffe enthalten können, Haarkuren, Haarkonditioner,
die zusätzlich weitere bekannte konditionierende Wirkstoffe wie anionische, kationische,
amphotere und/oder nichtionische Polymere, etc. enthalten können, Haarwässer und Haarfestiger
geeignet.
[0026] Die Zusammensetzung der Haarpflegemittel, in denen die erfindungsgemäße Kombination
verwendet wird, ist grundsätzlich bekannt.
Es wird hierzu, zur Vermeidung von Wiederholungen, auf die umfassende Monographie
von K. Schrader, Grundlagen und Rezepturen der Kosmetika, 2. Aufl. (1989, Hüthig Buchverlag),
verwiesen.
[0027] Dort sind auch Hautkosmetika, deren Zusammensetzung und Herstellung auf S. 387 bis
620 detailliert beschrieben.
Haarkosmetische Präparate, deren Zusammensetzung und Herstellung sind auf S. 677 bis
848 geoffenbart.
Rasierhilfsmittel sind schließlich auf S. 867 bis 880 beschrieben.
[0028] Die bei Schrader beispielhaft beschriebenen sowie generell die aus dem Stand der
Technik bekannten Produkte sind grundsätzlich zur Aufnahme der erfindungsgemäß verwendeten
Wirkstoffkombination geeignet.
[0029] Die Anwendung erfolgt in der Weise, daß in eine wäßrige Zusammensetzung bekannter
Art vor der Anwendung die gewünschte Menge an Wirkstoffpulver eingebracht, durch Schütteln
oder Rühren eine intensive Mischung hergestellt und diese dann auf dem Substrat, z.B.
Haut oder Haar, angewendet wird.
Alternativ dazu können die Wirkstoffpulver auch in Wasser gelöst oder dispergiert
und direkt angewendet werden, beispielsweise auch als Vor- oder Nachbehandlungsmittel.
[0030] Die Menge der Wirkstoffkombination in den Endprodukten hängt von deren Zusammensetzung
und dem angestrebten Effekt ab.
Prinzipiell kommt ein Rahmen von etwa 0,01 bis etwa 25, vorzugsweise etwa 0,1 bis
20, insbesondere 0,5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Endprodukt und den Wirkstoffgehalt
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, in Betracht.
Der pH-Wert der Endprodukte liegt vorzugsweise im sauren bis leicht alkalischen Bereich
bei etwa 2,5 bis etwa 8, vorzugsweise zwischen 3 und 7.
[0031] Die folgenden Beispiele dienen der Illustration der Erfindung.
[0032] Es wurde eine erfindungsgemäße Wirkstoffkombination A-1 der folgenden Zusammensetzung
hergestellt:
Zusammensetzung A-1:
[0033] 70 g einer wäßrigen Emulsion aus einer Verbindung der Formel I
| (R1 = R2= Oleyl; R3 = CH3; R4 = CH2-CH2-OH; Y- = CH3SO4-) |
1,0 |
| Steartrimoniumchlorid |
6,0 |
| Cetylstearylalkohol |
3,0 |
| C12-C14-Alkylpolyglucosid (z ∼ 1,5) |
1,5 |
| Laureth-12 |
0,5 |
| Wasser |
15 |
wurden mit 30 g Maltodextrin (Maltrin®M040) in 50 g Wasser und einer Zusammensetzung
von 8 g Harnstoff und 8 g CaCl
2 in 16 g H
2O homogen vermischt und dann die erhaltene Mischung in einem üblichen Sprühtrockner
bei einer Eingangstemperatur von etwa 170 bis 200°C und einer Ausgangstemperatur von
etwa 70 bis 90°C sprühgetrocknet.
Es wurde ein wasserdispergierbares Pulver mit einem Teilchengrößenbereich von > 90
Gew.-% der Partikel zwischen 50 und 400 µm erhalten.
Anstelle des Maltodextrins kann mit gleichem Resultat als Bindemittel auch Hydroxyethylcellulose
eingesetzt werden.
Beispiel 1
[0034]
| Pulver |
| "Zusammensetzung A-3" |
55 (g) |
| Mikrokristalline Cellulose (Avicel® PH 100) |
11 |
| Citronensäure |
17 |
| Natriumbicarbonat |
17 |
[0035] Dieses Pulver dispergiert unter CO
2-Entwicklung in 200 g Wasser und kann als Haarbehandlungsmittel mit einer vorzüglichen
Konditionierwirkung eingesetzt werden.
Beispiel 2
[0036]
| Haar- und Kopfhautlotion |
| Acrylsäure/C10-C30-Alkylacrylat-Copolymer |
0,20 |
| Natriumhydroxid |
0,02 |
| Panthenol |
0,05 |
| Isostearoyllactylat |
0,05 |
| 1,2-Propandiol |
5,00 |
| Ethanol |
20,00 |
| PEG-160-hydriertes Ricinusöl |
0,30 |
| Parfum, Citronensäure |
q.s. |
| Wasser |
ad 100,0 |
[0037] 20 ml dieses Haarwassers wurden vor der Anwendung 5 g der "Zusammensetzung A-3" (hergestellt
mit Hydroxyethylcellulose als Bindemittel) intensiv zugemischt. Nach dem Aufbringen
dieser Mischung auf Haar und Kopfhaut zeigte das Haar Glanz, Volumen und Elastizität.
Beispiel 3
[0038] Eine Emulsion aus
| Coceth-10 |
2,0 |
| Avocadin |
2,0 |
| Steartrimoniumchlorid |
6,0 |
| Verbindung der Formel I |
5,0 |
| (R1 = R2 = Stearyl; R3= CH3; |
|
| R4= -CH2-CH2-OH; Y- = CH3SO4-) |
|
| Maltodextrin |
5,0 |
| Wasser |
ad 100 (Gew.-%) |
wurden in der in Beispiel A-1 beschriebenen Weise sprühgetrocknet
[0039] 10g des erhaltenen Pulvers wurden in 50 g Wasser eingerührt.
[0040] Es wurde eine Dispersion mit ausgezeichneten Haarkonditioniereigenschaften erhatten,
die als Nachbehandlungsrnirtel eingesetzt wurde.
Beispiel 4
[0041]
| Ceteth-20 |
2,0 |
| Behenyltrimoniumchlorid |
6,0 |
| Mandelöl |
2,5 |
| Verbindung der Formel II (R1 = R2 = Oleyl; R3 = CH3; R4= -CH2-CH2-OH; Y- = CH3SO4-) |
5,0 |
| Hydroxyethylcellulose |
25,0 |
| Wasser |
ad 100 (Gew.-%) |
wurde in der in Beispiel A-1 beschriebenen Weise sprühgetrocknet.
[0042] Dieses Pulver wurde im Gewichtsverhältnis 1 zu 5 in Wasser dispergiert.
[0043] Es wurde ein Produkt mit ausgezeichneten haarkonditionierenden Eigenschaften erhalten.
1. Pulverförmige Wirkstoffzusammensetzung, enthaltend
(i) 5 bis 90 Gew.-% einer Kombination aus
a) mindestens einer haarkonditionierenden quaternären Ammoniumverbindung, ausgewählt
aus einer der beiden Formeln I oder II


in der R1 und R2 jeweils für eine gegebenenfalls hydroxysubstituierte C8-C22-Alkyl oder Alkenylgruppe, R3 und R4 für eine C1-C3-Alkylgruppe oder eine Gruppe -CH2-CH2-O-[EO]x-H, sowie x and y für 0 bis 5, und Y- für ein Anion stehen, und
b) mindestens einem C8-C24-Fettalkohol und/oder einer fett- oder ölartigen Substanz; und
(ii) 10 bis 95 Gew.-% mindestens eines wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Bindemittels,
wobei mindestens 90% der Partikel einen mittleren Teilchendurchmesser von etwa 10
bis 500 µm aufweisen.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, enthaltend eine Kombination (i) aus
a) 1 bis 35 Gew.-% mindestens einer quaternären Ammoniumverbindung,
b) 1 bis 35 Gew.-% mindestens eines C8-C24-Fettalkohols und/oder Fetts oder Öls; und
c) 1 bis 30 Gew.-% mindestens eines nichtionischen Tensids,
jeweils berechnet auf die Zusammensetzung der Kombination.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie als wasserlösliches Bindemittel 15 bis 70 Gew.-% Maltodextrin enthält.
4. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich etwa 1 bis 35 Gew.-% Harnstoff enthält.
5. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich 1 bis 35 Gew.-% mindestens eines Erdalkalisalzes enthält.
6. Verfahren zur Herstellung einer pulverförmigen Zusammensetzung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige Zusammensetzung, die 5 bis 30 Gewichtsteile einer als wäßrige Emulsion
vorliegende Wirkstoffkombination (i) nach den Ansprüchen 1 bis 5 enthält, mit einer
wäßrigen Zusammensetzung, die 10 bis 95 Gewichtsteile mindestens eines wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Bindemittels enthält, vermischt, und diese Mischung bei
erhöhter Temperatur homogenisiert und anschließend sprühgetrocknet wird.
7. Verwendung einer pulverförmigen Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 5 in Haarpflege- und Haarbehandlungsmitteln.