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EP 1 066 933 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.09.2006 Patentblatt 2006/38 |
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Anmeldetag: 23.05.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Motorkettesäge mit einer Kettenbremseinrichtung
Chain saw with saw chain brake
Scie à chaîne à dispositif pour freiner la chaîne coupante
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
07.07.1999 DE 19931251
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.01.2001 Patentblatt 2001/02 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Steinbrueck, Egbert
01855 Sebnitz (DE)
- Dolata, Juergen
01855 Sebnitz (DE)
- Hermes, Christian
01855 Sebnitz (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 614 212
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DE-C- 363 419
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Motorkettensäge mit einer Kettenbremseinrichtung der
im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
[0002] Bei einer bekannten Motorkettensäge mit Kettenbremseinrichtung (DE 196 18 640 A1)
weist die Rückschlagbremse (Kickback) für den Schnellstopp der Sägekette einen von
einer starken Rückschlagbremsfeder beaufschlagten Stellhebel auf, der bei Überführen
der Rückschlagbremse von ihrer Bereitschaftsstellung in ihre das Bremsband auf die
Bremstrommel ziehende Betätigungsstellung einen Bremsbandhebel, an dem das eine Ende
des die Bremstrommel umschlingenden Bremsbands festgelegt ist, um dessen gehäusefeste
Drehachse verschwenkt. Die Auslaufbremse dagegen besteht aus einem zwischen dem Betätigungselement
zur Inbetriebnahme der Motorkettensäge, z.B. dem Gashebel bei einer mit einem Verbrennungsmotor
betriebenen Kettensäge oder dem elektrischen Ein-/Ausschalter bei einer elektromotorischen
Kettensäge, und dem Bremsbandhebel angeordnete Übertragungsglied sowie einer das Bremsband
in Bremsstellung beaufschlagenden, schwächeren Auslauffeder. Der Bremsbandhebel besitzt
eine parallel zu seiner ersten Drehachse angeordnete zweite Drehachse, um die er bei
Betätigung der Auslaufbremse verschwenkbar ist, so daß beim Auslösen der Rückschlagbremse
das Betätigungselement zur Inbetriebnahme der Kettensäge im wesentlichen frei von
Reaktionskräften bleibt. Der technische Aufwand für den hier zu realisierenden Hebelmechanismus
ist relativ groß. Der Hebelmechanismus ist zudem im vorderen Bereich der Kettensäge
angeordnet, so daß ein unvorteilhaft langer Übertragungsweg vom Betätigungselement
zur Inbetriebnahme der Kettensäge bis zum Hebelmechanismus besteht.
[0003] Bei einer bekannten elektromotorischen Kettensäge mit Kettenbremseinrichtung (DE
196 14 212 A1) wird im Falle der Rückschlagbremse ebenfalls das die Bremstrommel umschlingende
Bremsband durch Betätigen des Handschutzes und das damit verbundene Ziehen am vorderen
Ende des Bremsbandes um die Bremstrommel festgezogen. Die Auslaufbremse umfaßt eine
gebogene Stange, an der das andere Ende des Bremsbands befestigt ist und die durch
eine Ringfeder vorgespannt ist. Die Stange ist endseitig mit dem Betätigungselement
zur Inbetriebnahme der Kettensäge verbunden, mit dem bei dessen Betätigen ein im Stromkreis
des Elektromotors angeordneter Ein-/Ausschalter geschlossen wird. Wird das Betätigungselement
losgelassen, so zieht die Stange infolge einer Federrückstellkraft an dem Ende des
Bremsbands und zieht letzteres auf der Bremstrommel fest. Dabei wird das Bremsband
gegen die Drehrichtung der Bremstrommel gezogen, so daß es nicht zu einem selbsttätigen
Umschlingungseffekt des Bremsbands wie im Falle der Rückschlagbremse kommt. Die Bremskraft
muß entsprechend höher bemessen werden, da eine von der Reibkraft zwischen Bremsband
und Bremstrommel hervorgerufene Kraftkomponente der Bremskraft entgegenwirkt. Entsprechend
hoch ist der technische Aufwand für die Auslaufbremse.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Motorkettensäge mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil,
daß ein einfacher und billiger Hebelmechanismus für die Kettenbremseinrichtung die
Herstellkosten für die Kettensäge deutlich senkt. Die Anordnung des Übertragungshebels
in der Auslaufbremse ist nahe und damit günstig am Betätigungsglied für die Inbetriebnahme
der Kettensäge angeordnet. Für die Bremswirkung ist eine nur geringe Kraft erforderlich,
da auch im Falle der Auslaufbremse die eigentliche Bremswirkung durch den Selbstumschlingungseffekt
des Bremsbands ausgelöst wird. Die auf das Bremselement aufgebrachte Federkraft dient
nur der Auslösung des Selbstumschlingungseffekts des Bremsbands und bildet nicht die
eigentliche Bremskraft.
[0005] Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Motorkettensäge möglich.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Bremsauslöseglied ein
im Gehäuse schwenkbar gehaltener zweiarmiger Übertragungshebel, dessen von einer Feder
belastete eine Federarm einen auf dem Bremsband aufliegenden Bremsabschnitt aufweist
und dessen andere Hebelarm mit dem Betätigungsglied gekoppelt ist. Dabei ist bevorzugt
das Betätigungsglied einstückig mit dem anderen Hebelarm ausgebildet, der im Falle
einer elektromotorisch angetriebenen Kettensäge das Schaltelement eines im Stromkreis
des Elektromotors liegenden elektrischen Ein-/Ausschalters beaufschlagt.
[0007] Für eine optimale Auslegung der Auslaufbremse ist es wichtig, daß gemäß einer vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung die Reibung zwischen Bremsauslöseelement, also dem Bremsabschnitt
an dem einen Hebelarm, und dem Bremsband kleiner ist als die Reibung zwischen Bremsband
und Bremstrommel. Das kann durch eine geeignete konstruktive Auslegung des Übertragungshebels
und/oder dessen Bremsabschnitts erreicht werden.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Bremsabschnitt von
einem am Hebelarm festgelegten oder mit diesem einstückig ausgebildeten Bremsschuh
gebildet, der mit einer entsprechend dem Bremstrommelumfang zylinderförmig gewölbten
Bremsfläche auf dem Bremsband aufliegt. Dadurch wird eine flächige Anlage des federbelasteten
Hebelarms an dem Bremsband erreicht, mit deren Größe die Reibung eingestellt werden
kann. Falls erforderlich, kann die Bremsfläche beschichtet oder gehärtet und damit
der Reibungskoeffizient beeinflußt werden.
[0009] Zur Verhinderung eines solch extremen Verschleisses des Bremsbandes, daß dieses bei
Auslösen der Rückschlagbremse (Kickback) reißt, ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung ein mit dem Bremsauslöseelement zusammenwirkender Anschlag vorgesehen,
der so angeordnet ist, daß bei Erreichen einer noch zugelassenen minimalen Dicke des
Bremsbandes das Bremsauslöseelement bzw. der Übertragungshebel keine Anpreßkraft mehr
über den Bremsschuh auf das Bremsband aufzubringen vermag. Der Anschlag kann dabei
gehäuseseitig festgelegt werden und mit dem Übertragungshebel oder mit dem Bremsschuh
zusammenwirken oder an der Bremstrommel ausgebildet sein und mit dem über das Bremsband
seitlich überstehenden Bremsschuh zusammenwirken.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Übertragungshebel als Blechbiegeteil
ausgeführt und der Bremsabschnitt kreisbogenförmig in Anpassung an den Trommelumfang
ausgebildet.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können am Bremshebel im Bereich des
Bremsabschnitts auch Andruckrollen befestigt sein, die mit geringerer Reibung auf
dem Bremsband aufliegen.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Bremsabschnitt als Wulst
aus dem als Blechteil gefertigten Übertragungshebel herausgedrückt sein, der linienförmig
auf das Bremsband drückt.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Bremsschuh in einer
am Gehäuse festgelegten Bremsschuhführung in Umfangsrichtung der Bremstrommel begrenzt
verschieblich aufgenommen und über den Hebelarm des Übertragungshebels in Radialrichtung
der Bremstrommel mit Federkraft beaufschlagbar. Der Bremsschuh und die Bremsschuhführung
weisen an ihrem in Drehrichtung der Bremstrommel vorderen Ende jeweils eine Abschrägung
auf. Die beiden Abschrägungen sind so aufeinander abgestimmt, daß der Bremsschuh bei
einer Verschiebung in Drehrichtung der Bremstrommel sich mit seiner Abschrägung zwischen
der Abschrägung des Bremsschuhs und dem Bremsband verkeilt, wodurch ein starker radialer
Druck auf Bremsband und Bremstrommel ausgeübt und die Bremswirkung wesentlich erhöht
wird.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Rückschlagbremse
einen am Gehäuse schwenkbar gelagerten, zweiarmigen Bremshebel auf, an dessen einem
Hebelarm der Handschutz angreift und dessen anderer Hebelarm mit einem Abschaltglied
zum Abschalten des am Kettenrad angreifenden Antriebsdrehmoments gekoppelt ist. Das
hintere Ende des Bremsbands ist am Gehäuse und das vordere Ende des Bremsbands nach
Umschlingen der Bremstrommel in Umlaufrichtung der Bremstrommel an dem mit dem Handschutz
verbundenen Hebelarm so festgelegt, daß das Bremsband einerseits mit durch Vorverlegen
des Handschutzes ausgelöstem und durch Freigeben einer vorgespannten Feder bewirktem
Schwenken des Bremshebels auf der Bremstrommel festgezogen wird und sich andererseits
unabhängig vom Bremshebel in Zugrichtung verschieben kann. Diese Festlegung des Bremsbands
am Bremshebel stellt sicher, daß das Bremsband im Falle der Aktivierung der Auslaufbremse
sich relativ zum Bremshebel nach vorn bewegen und sich damit auf der Bremstrommel
festziehen kann.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist hierzu das Bremsband
mit seinem vorderen Ende an einem einarmigen Hebel befestigt, der schwenkbar auf dem
mit dem Handschutz gekoppelten Hebelarm des Bremshebels sitzt und sich bei inaktiver
Auslaufbremse mit einem Anschlag an dem Hebelarm auf dessen vom Bremsbandende abgekehrten
Vorderkante abstützt.
[0016] Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann das Bremsband mit seinem
vorderen Ende über eine Stift-Langloch-Verbindung in dem mit dem Handschutz gekoppelten
Hebelarm des Bremshebels so festgelegt sein, daß der Stift bei inaktiver Auslaufbremse
an dem dem Bremsband zugekehrten Ende des Langlochs anliegt. Das Langloch kann dabei
im Hebelarm des Bremshebels oder im Bremsband selbst angeordnet sein. Entsprechend
ist der Stift am Bremsband oder am Hebelarm festgelegt. Im letzteren Fall wird der
Stift vorzugsweise von der von der Bremstrommel wegweisenden Kante des durch das Langloch
im Bremsband hindurchgehenden Bremshebels gebildet.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung greift in beiden Fällen der
Bremsbandbefestigung am Bremshebel an dem zwischen Bremshebel und Bremstrommel sich
befindlichen Bremsbandabschnitt eine Federkraft an, die weg vom Bremshebel hin zur
Bremstrommel gerichtet ist. Diese Federkraft sorgt für eine sichere Rückstellung des
Bremsbandes in seine Ausgangslage bei inaktiver Kettenbremseinrichtung. Vorzugsweise
wird die Federkraft durch eine Zugfeder realisiert, die einerseits am Bremsband und
andererseits am Gehäuse festgelegt ist.
Zeichnung
[0018] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ausschnittweise einen Längsschnitt einer Kettensäge mit einer Kettenbremseinrichtung
mit Rückschlagbremse und Auslaufbremse,
- Fig. 2 bis 4
- jeweils eine vergrößerte Darstellung der Seitenansicht des Bremshebels der Kettenbremseinrichtung
in Fig. 1 bei inaktiver Kettenbremseinrichtung (Fig. 2), bei wirksamer Auslaufbremse
(Fig. 3) und bei wirksamer Rückschlagbremse (Fig. 4),
- Fig. 5 bis 7
- jeweils eine gleiche Darstellung wie in Fig. 2, 3 und 4 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel,
- Fig. 8 und 9
- jeweils eine gleiche Darstellung wie in Fig. 2 und und 3 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig.10
- ausschnittweise eine vergrößerte Darstellung des Schnitts X-X in Fig. 1,
- Fig.11 und 12
- jeweils eine gleiche Darstellung wie in Fig. 10 mit modifizierter Bremsschuh- bzw.
Bremstrommelausführung,
- Fig.13
- ausschnittweise einen Längsschnitt einer Kettensäge mit modifizierter Auslaufbremse
im gelösten Zustand der Auslaufbremse (laufende Kettensäge),
- Fig.14
- eine gleiche Darstellung wie in Fig. 13 im aktiven Zustand der Auslaufbremse (abgeschaltete
Kettensäge).
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0019] Die in Fig. 1 nur mit der im Rahmen der Erfindung interessierenden Kettenbremseinrichtung
dargestellte elektromotorische Kettensäge weist ein Gehäuse 10 auf, an dessen hinterem
Ende ein erster Handgriff 11 und auf dessen vorderer Stirnseite Stützzähne 12 zum
Ansetzen der Kettensäge an das zu sägende Werkstück ausgebildet sind. Nahe der Stirnseite
des Gehäuses 10 ist auf dessen Oberseite ein zweiter Handgriff 13 angeordnet, der
sich bügelartig quer zur Längsachse des Gehäuses 10 erstreckt, in Fig. 1 also senkrecht
zur Zeichenblattebene. Dem zweiten Handgriff 13 ist ein Handschutz 14 vorgelagert,
der - wie noch beschrieben wird - mit der Kettenbremseinrichtung verbunden ist und
in zwei Schwenkpositionen A und B geschwenkt werden kann.
[0020] Die Kettenbremseinrichtung umfaßt eine Bremstrommel 16 und ein die Bremstrommel 16
umschlingendes Bremsband 17, das aus einer Lösestellung, in der die Bremstrommel 16
ungebremst unter dem Bremsband 17 drehen kann, in eine die Bremstrommel 16 abbremsende
Bremsstellung überführbar ist. Die Bremstrommel 16 sitzt drehfest auf der Abtriebswelle
44 eines Antriebsmotors, die ebenfalls ein Antriebsritzel 45 drehfest aufnimmt, das
über ein Getriebe ein im Gehäuse 10 drehbar gelagertes Kettenrad 46 antreibt (Fig.
13 und 14). Das Kettenrad 46 steht in Eingriff mit einer Sägekette 47, die in bekannter
Weise auf einem aus dem Gehäuse 10 vorstehenden Schwert geführt ist.
[0021] Die Kettenbremseinrichtung wird von zwei Betätigungsvorrichtungen ausgelöst, von
denen eine als Rückschlagbremse 18 für den Schnellstopp der Sägekette (Kickback) und
die andere als Auslaufbremse 19 ausgebildet ist, die wirksam wird, sobald der hier
als Elektromotor ausgebildete Antriebsmotor mittels eines in dessen Stromkreis angeordneten
elektrischen Ein-/Ausschalters 20 abgeschaltet wird.
[0022] Die Rückschlagbremse 18 weist einen am Gehäuse 10 im Schwenkpunkt 29 schwenkbar gelagerten
zweiarmigen Bremshebel 21 auf, an dessen einem Hebelarm 211 der Handschutz 14 angreift
und dessen anderer Hebelarm 212 über einen Kniehebel 36 mit einem Abschaltglied 22
zum Abschalten des am Kettenrad 46 angreifenden Antriebsdrehmoments gekoppelt ist.
Im Falle des wie hier elektromotorischen Antriebs des Kettenrads 46 wirkt das Abschaltglied
22 auf einen im Stromkreis des Elektromotors angeordneten Unterbrecher und setzt den
Elektromotor still. Der Kniehebel 36 umfaßt einen unter der Vorspannkraft einer Druckfeder
37 axial verschieblichen, auf das Abschaltglied 22 wirkenden Schieber 361 und ein
einerseits an dem Schieber 361 und andererseits an dem Hebelarm 212 angelenktes Koppelglied
362. Bei in seiner Position A sich befindlichem Handschutz 14 ist der Kniehebel 36
gestreckt (in Fig. 1 ausgezogen dargestellt) und die Druckfeder 37 gespannt. Das Bremsband
17 ist mit seinem hinteren Ende 171 am Gehäuse 10 befestigt, über einen am Gehäuse
10 festgelegten Umlenkstift 23 geführt und nach Umschlingen der Bremstrommel 16 in
Umlaufrichtung der Bremstrommel 16 mit seinem vorderen Ende 172 an dem mit dem Handschutz
14 verbundenen Hebelarm 211 festgelegt. Die Festlegung des vorderen Endes 172 des
Bremsbands 17 erfolgt dabei in der Weise, daß das Bremsband 17 einerseits mit durch
Vorverlagerung des Handschutzes 14 in Richtung Pfeil 15 in Fig. 1 bewirktem Schwenken
des Bremshebels 21 auf der Bremstrommel 16 festgezogen wird und sich andererseits
unabhängig vom Bremshebel 21 in Zugrichtung verschieben kann.
[0023] Diese Festlegung des vorderen Endes 172 des Bremsbands 17 ist in dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 dadurch realisiert, daß das vordere Ende 172 des Bremsbandes 17 an einem
einarmigen Hebel 24 befestigt ist, der auf dem mit dem Handschutz 14 verbundenen Hebelarm
211 des Bremshebels 21 um eine Schwenkachse 25 schwenkbar festgelegt ist. Ist die
Auslaufbremse 19 inaktiv, befindet sie sich also während des Betriebs der Kettensäge
in ihrer Bereitschaftsstellung, so liegt der Hebel 24 mit einem Anschlag 26 an dem
Hebelarm 211, und zwar an dessen vom Bremsband 17 abgekehrten Vorderkante 211a an.
Ist die Auslaufbremse 19 aktiviert, so schiebt sich das vordere Ende 172 des Bremsbands
17 nach vorn und verschwenkt dabei den Hebel 24 in Fig. 1 im Uhrzeigersinn.
[0024] Hierzu wird auch auf die vergrößerten Darstellungen des Bremshebels 21 in Fig. 2
- 4 verwiesen. Fig. 2 zeigt dabei die Stellung des Bremshebels 21 während des Betriebs
der Kettensäge und bei nicht aktivierter Kettenbremseinrichtung. Fig. 3 zeigt die
Stellung des Bremshebels 21 bei ausgelöster Auslaufbremse 19 und Fig. 4 zeigt die
Stellung des Bremshebels 21 bei ausgelöster Rückschlagbremse 18. Eine Zugfeder 27
sorgt für die sichere Rückstellung des Bremsbands 17 in seine Ausgangslage bei inaktiver
Kettenbremseinrichtung und greift hierzu mit ihrem einen Federende an dem zwischen
Bremshebel 21 und Bremstrommel 16 liegenden Bremsbandabschnitt an und ist mit ihrem
anderen Federende gehäuseseitig festgelegt, so daß ihre Zugkraft in Richtung des Bremsbandes
17 hin zur Bremstrommel 16 gerichtet ist. Unter der Wirkung dieser Zugfeder 27 liegt
der Hebel 24 mit seinem Anschlag 26 in Bereitschaftsstellung der Kettenbremseinrichtung
(Fig. 2) an der Vorderkante 211a des Hebelarms 11 an.
[0025] Die Rückschlagbremse 18 wird dadurch ausgelöst, daß der Handschutz 14 infolge einer
nach oben gerichteten Rückschlagbewegung des Gehäuses 10 an die den zweiten Handgriff
13 umfassende Hand des Benutzers anschlägt und dadurch in Richtung Pfeil 15 aus seiner
in Fig. 1 dargestellten Position A in die strichliniert dargestellte Position B geschwenkt
wird. Damit wird der Bremshebel 21 in Fig. 1 im Uhrzeigersinn in die strichliniert
dargestellte Position, wie sie auch Fig. 4 zeigt, geschwenkt. Durch diese Schwenkbewegung
wird der überdrückte Kniehebel 36 entriegelt und die vorgespannte Druckfeder 37 drückt
den Bremshebel 21 nach vorn. Über das Abschaltglied 22 wird der Elektromotor abgeschaltet.
Der von der Druckfeder 37 beaufschlagte Bremshebel 21 zieht das Bremsband 17 nach
vorn und legt es auf der Bremstrommel 16 fest, so daß durch die Druckfeder 37 und
den Selbstumschlingungseffekt des Bremsbands 17 nunmehr die Bremswirkung einsetzt
und die Bremstrommel 16 schlagartig abgebremst wird.
[0026] Die Auslaufbremse 19 weist ein Bremsauslöseelement 30 auf, das im Bereich der Bremstrommel
16 mit Federkaft an das Bremsband 17 angedrückt wird und mit manueller Betätigung
eines Betätigungsglieds 28 zur Inbetriebnahme der Kettensäge gegen die Federkraft
des Bremsbands 17 abgehoben wird. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist das Bremsauslöseelement
30 als ein im Gehäuse 10 schwenkbar gehaltener, zweiarmiger Übertragungshebel 31 ausgeführt,
dessen von einer am Gehäuse 10 sich abstützenden Druckfeder 32 belasteter einer Hebelarm
311 einen auf dem Bremsband 17 aufliegenden Bremsabschnitt 311a aufweist, und dessen
anderer Hebelarm 312 mit dem Betätigungsglied 28 gekoppelt, hier einstückig mit diesem
verbunden, ist. Unter der Wirkung der Druckfeder 32 nimmt der Übertragungshebel 31
die in Fig. 1 strichliniert dargestellte Position ein, in der sein Bremsabschnitt
311a das Bremsband 17 radial auf die Bremstrommel 16 aufdrückt und der Elektromotor
abgeschaltet ist. Wird der Übertragungshebel 31 durch Einschieben des Betätigungsglieds
28 in den ersten Handgriff 11 in seine in Fig. 1 ausgezogen dargestellte Position
überführt, so hebt der Bremsabschnitt 311a vom Bremsband 17 ab, so daß sich die Bremstrommel
16 unter dem Bremsband 17 drehen kann, und der Hebelarm 312 beaufschlagt das Schaltelement
201 des Ein-/Ausschalters 20 das seinerseits den Schaltkontakt des Ein-/Ausschalters
20 schließt. Damit ist die Kettensäge in Betrieb genommen und die Sägekette wird solange
von dem Kettenrad angetrieben, bis das manuell in dieser Position gehaltene Betätigungsglied
28 wieder freigegeben wird. In diesem Fall schwenkt der Übertragungshebel 31 infolge
der Federkraft der Druckfeder 32 wieder in seine in Fig. 1 strichlinierte Position
zurück, der Hebelarm 312 gibt das Schaltelement 201 des Ein-/Ausschalters 20 frei,
so daß dieser öffnet und den Elektromotor abschaltet. Gleichzeitig wird der Bremsabschnitt
311a durch die Druckfeder 32 auf das Bremsband 17 aufgedrückt. Dadurch verschiebt
sich das Bremsband 17 radial zur Bremstrommel 16. Sobald das Bremsband 17 die rotierende
Bremstrommel 16 berührt, kommt es durch Reibung zu einer zur Bremstrommel 16 tangentialen
Kraftkomponente, welche das Bremsband 17 weiter um die Bremstrommel 16 legt und die
Umschlingung verstärkt (Selbstumschlingungseffekt) und so die Bremstrommel 16 abbremst.
Dabei verschiebt sich das vordere Ende 172 des Bremsbands 17 gegen die Kraft der Zugfeder
27 nach vorn, so daß der am Bremshebel 21 schwenkbar gehaltene Hebel 24, die in Fig.
3 dargestellte Position einnimmt.
[0027] Zu Erzielung des beschriebenen Bremseffekts im Falle der Auslösung der Auslaufbremse
19 ist es wichtig, daß die Reibung zwischen dem Bremsabschnitt 311a am Übertragungshebel
31 und dem Bremsband 17 kleiner ist als die Reibung zwischen Bremsband 17 und Bremstrommel
16. Das kann durch eine geeignete konstruktive Auslegung des Übertragungshebels 31
und/oder des Bremsabschnitts 311a erreicht werden.
[0028] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist der Bremsabschnitt 311a als ein an dem Hebelarm
311 festgelegter Bremsschuh 33 ausgebildet. Der Bremsschuh 33 liegt mit einer zylinderförmig
gekrümmten Bremsfläche auf dem Bremsband 17 auf, die dem Trommelmantel der Bremstrommel
16 angepaßt ist, so daß eine flächige Anlage des Bremsschuhs 33 am Bremsband 17 erreicht
wird. Die Gestaltung der Brems- oder Anlagefläche bestimmt die Reibung zwischen Bremsschuh
33 und Bremsband 17, die durch Beschichtung oder durch Härtung der Bremsfläche zusätzlich
beeinflußt werden kann.
[0029] Wie aus der vergrößerten Darstellung in Fig. 10 hervorgeht, ist der Bremsschuh 33
in einer von dem Hebelarm 311 gebildeten U-förmigen Bremsschuhführung 38 aufgenommen
und stützt sich radial zur Bremstrommel 16 gesehen über einen Steg 39 am Grunde des
Bremsschuhs 33 ab. Um zu verhindern, daß sich das Bremsband 17 so extrem abnutzt,
daß es beim Ansprechen der Rückschlagbremse 18 (Kickback) reißt, wird die Zustellbewegung
des Bremsschuhs 33 durch einen Anschlag 40 (Fig. 11 und 12) begrenzt, der so festgelegt
ist, daß bei einer minimal zugelassenen Bremsbanddicke der Übertragungshebel 31 keine
Anpreßkraft mehr über den Bremsschuh 33 auf das Bremsband 17 aufzubringen vermag.
Damit ist die Auslaufbremse 19 funktionsunfähig, und der Benutzer wird auf die Notwendigkeit
des Auswechselns des Bremsbandes 17 aufmerksam gemacht.
[0030] Wie in Fig. 11 dargestellt ist, wird hierzu der Anschlag 40 am Gehäuse 10 so angeordnet,
daß der über das Bremsband 17 seitlich überstehende Bremsschuh 33 bei der zugelassenen
minimalen Dicke des Bremsbands 17 an dem Anschlag 40 anliegt. Alternativ kann aber
auch die vom Hebel 311 gebildete Bremsschuhführung 38 mit dem gehäusefesten Anschlag
zusammenwirken, der dann entsprechend am Gehäuse 10 anzuordnen ist.
[0031] Bei der in Fig. 12 dargestellten Variante ist der Anschlag 40 an der Bremstrommel
16 ausgebildet. Die Bremstrommel 16 ist dabei breiter ausgeführt als das auf ihr aufliegende
Bremsband 17 und nimmt dieses in einer mittig in die Bremstrommel 16 eingebrachten
Umfangsnut 41 auf. Die radiale Tiefe der Umfangsnut 41 ist so festgelegt, daß bei
Erreichen der zugelassenen minimalen Dicke des Bremsbands 17 der über das Bremsband
17 überstehende Bremsschuh 33 sich nunmehr auf den den Anschlag 40 bildenden Umfang
der Bremstrommel 16 aufsetzt, damit das Bremsband 17 nicht mehr an die Bremstrommel
16 anpreßt wird und die Auslaufbremse 19 funktionslos ist.
[0032] In einem alternativen Ausführungsbeispiel kann der Übertragungshebel 31 als Blechbiegeteil
ausgeführt werden, an das der als Kreisbogenabschnitt ausgeführte Bremsabschnitt 311a
direkt angeformt ist. Der Bremsschuh als separates Teil entfällt. Anstelle eines Bremsschuhs
können auch eine oder mehrere drehbare Andruckrollen am Hebelarm 311 vorgesehen werden,
wodurch sich die Reibkraft weiter reduzieren läßt. Weiterhin ist es möglich, aus dem
als Blechbiegeteil ausgebildeten Hebel den Bremsabschnitt 311a als Wulst herauszudrücken,
der dann linienförmig auf das Bremsband 17 drückt.
[0033] In dem in Fig. 13 und 14 ausschnittweise dargestellten Auführungsbeispiel der Kettensäge
ist die Auslaufbremse 19 dahingehend modifiziert, daß der Bremsschuh 33' nicht am
Übertragungshebel 31 festgelegt, sondern in einer gehäusefesten Bremsschuhführung
38' so aufgenommen ist, daß er in Umfangsrichtung der Bremstrommel 16 in Grenzen verschiebbar
ist. Der Bremsschuh 33' und die Bremsschuhführung 38' weisen an ihrem in Drehrichtung
der Bremstrommel 16 vorderen Ende jeweils eine Abschrägung 42 bzw. 43 auf. Die beiden
Abschrägungen 42, 43 sind so aufeinander abgestimmt, daß der Bremsschuh 33' bei einer
Verschiebung in Drehrichtung der Bremstrommel 16 sich mit seiner Abschrägung 42 zwischen
der Abschrägung 43 an der Bremsschuhführung 38' und dem Bremsband 17 verkeilt. Fig.
13 zeigt die Auslaufbremse 19 im gelösten Zustand, also bei laufender Kettensäge,
Fig. 14 zeigt die Auslaufbremse 19 im aktiven Zustand, als bei stehender Kettensäge.
Bauelemente, die mit denen in Fig. 1 übereinstimmen, sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0034] Bei laufender Kettensäge ist das Betätigungsglied 28 in den Handgriff 11 eingedrückt
und der Hebelarm 311 des Übertragungshebels 31 gegen die Kraft der Druckfeder 32 vom
Bremsschuh 33' abgehoben. Letzterer liegt lose auf dem Bremsband 17 auf, und die Bremstrommel
16 kann ungehindert unter dem Bremsband 17 drehen (Fig. 13). Wird das Betätigungsglied
28 losgelassen, so schwenkt der Übertragungshebel 31 unter der Kraft der Druckfeder
32 entgegen Uhrzeigersinn. Der elektromotorische Antrieb der Kettensäge wird abgeschaltet
und der Hebelarm 311 des Übertragungshebels 31 gegen den Bremsschuh 33' gedrückt.
Der auf das Bremsband 17 aufgedrückte Bremsschuh 33' wird durch die Bewegung des Bremsbandes
17 in Drehrichtung der Bremstrommel 16 verschoben und verkeilt sich mit seiner Abschrägung
42 unter der Abschrägung 43 der Bremsschuhführung 38. Damit erhöht sich der auf Bremsband
17 und Bremstrommel 16 wirkende Druck, was zu einer verstärkten Selbstumschlingung
des Bremsbandes 17 und damit zu einer erhöhten Bremswirkung führt.
[0035] In Fig. 5 - 7 ist eine alternative Befestigung des vorderen Endes 172 des Bremsbands
17 an dem Bremshebel 21 dargestellt, die in gleicher Weise wie der im Bremshebel 21
schwenkbar gelagerte Hebel 24 im Falle des Auslösens der Auslaufbremse 19 eine Bewegung
des Bremsbands 17 in dessen Zugrichtung zuläßt. Hier ist das vordere Ende 172 des
Bremsbands 17 an einem Stift 34 befestigt, der in einem in den mit dem Handschutz
14 verbundenen Hebelarm 211 eingebrachten Langloch 35 verschieblich aufgenommen ist.
Das Langloch 35 erstreckt sich dabei in Verlängerung des Bremsbands 17 über die gesamte
Breite des Hebelarms 211. In der in Fig. 5 dargestellten Bereitschaftsstellung der
Kettenbremseinrichtung, in welcher sowohl die Rückschlagbremse 18 als auch die Auslaufbremse
19 inaktiv und die Kettensäge in Betrieb ist, wird der Stift 34 durch die Zugkraft
der Zugfeder 27 an das dem Bremsband 17 zugekehrte Ende des Langlochs 35 angelegt,
so daß das Bremsband 17 immer zuverlässig zurückgestellt ist und die Bremstrommel
16 sich frei unter dem Bremsband 17 drehen kann.
[0036] In Fig. 8 und 9 ist eine weitere Befestigungsmöglichkeit des vorderen Endes 172 des
Bremsbands 17 am Bremshebel 21 dargestellt. Hier ist im vorderen Endbereich des Bremsbands
17 ein Langloch 48 vorgesehen, durch das der Hebelarm 211 hindurchragt. In der in
Fig. 8 dargestellten Bereitschaftsstellung der Kettenbremseinrichtung liegt die von
der Bremstrommel 16 abgekehrte vordere Kante 491 einer in den Bremshebel 21 eingebrachten
Einbuchtung 49 am vorderen Ende des Langlochs 48 unter der Kraft der Zugfeder 27 an.
Bei wirksamer Auslaufbremse 19 schiebt sich das Bremsband 17 aufgrund der Größe des
Langlochs 48 bei unveränderter Stellung des Bremshebels 21 nach vorn (Fig. 9).
1. Motorkettensäge mit einer von einem Gehäuses (10) getragenen und einem darin drehbar
gelagerten Kettenrad (46) antreibbaren Sägekette (47) und einer darin angeordneten
Kettenbremseinrichtung, die eine Rückschlagbremse (18) für den Schnellstop der Sägekette
(Kickback) und eine Auslaufbremse (19) aufweist, wobei die Rückschlagbremse (18) mittels
eines als Auslösevorrichtung dienenden Handschutzbügels (14) betätigbar ist, indem
dieser bei auslösender Betätigung ein Bremsband (17) anzieht, welches eine im Antriebsfluß
des Kettenrades (46) angeordnete Bremstrommel (16), insbesondere mit Selbstumschlingungseffekt,
umschlingt, und welches dabei in eine abbremsende Bremsstellung überführbar ist, wobei
bei nicht auslösend betätigtem Handschützbügel (14) die Bremstrommel (16) ungebremst
unter dem ungestrafften Bremsband (17) drehen kann, und wobei die Auslaufbremse (19)
bei Loslassen eines als Auslösevorrichtung dienenden manuellen, insbesondere als Drucktaste
ausgestalteten, Betätigungsgliedes (28) zur Inbetriebnahme der Kettensäge aktivierbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslaufbremse (19) ein im Bereich der Bremstrommel (16) mit Federkraft an das
Bremsband (17) angedrücktes Bremsauslöseelement (30) aufweist, das mit manueller Betätigung
des Betätigungsglieds (28) gegen die Federkraft vom Bremsband (17) abhebt und damit
die Auslaufbremse (19) löst.
2. Motorkettensäge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaufbremse (19) so ausgelegt ist, daß die Reibung zwischen Bremsauslöseelement
(30) und Bremsband (17) kleiner ist als die Reibung zwischen Bremsband (17) und Bremstrommel
(16).
3. Motorkettensäge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsauslöseelement (30) einen im Gehäuse (10) schwenkbar gehaltenen, zweiarmigen
Übertragungshebel (31) aufweist, dessen von einer Feder (32) belasteter einer Hebelarm
(311) einen auf dem Bremsband (17) aufliegenden Bremsabschnitt (311a) aufweist und
dessen anderer Hebelarm (312) mit dem Betätigungsglied (28) gekoppelt ist.
4. Motorkettensäge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsabschnitt (311a) von einem am Hebelarm (311) befestigten oder mit diesem
einstückig ausgebildeten Bremsschuh (33) gebildet ist, der mit einer ggf. beschichteten
oder gehärteten Bremsfläche auf dem Bremsband (17) aufliegt, und daß die Bremsfläche
in Anpassung an den Mantel der Bremstrommel (16) zylinderförmig gewölbt ist.
5. Motorkettensäge nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückschlagbremse (18) einen am Gehäuse (10) schwenkbar gelagerten zweiarmigen
Bremshebel (21) aufweist, an dessen einem Hebelarm (211) der Handschutz (14) angreift
und dessen anderer Hebelarm (212) mit einem Abschaltglied (22) zum Abschalten des
am Kettenrad angreifenden Antriebsdrehmoments gekoppelt ist, und daß das hintere Ende
(171) des Bremsbands (17) am Gehäuse (10) und das vordere Ende (172) des Bremsbands
(17) nach Umschlingen der Bremstrommel (16) in Umlaufrichtung der Bremstrommel (16)
an dem mit dem Handschutz (14) verbundenen Hebelarm (211) so festgesetzt ist, daß
das Bremsband (17) einerseits mit durch Vorverlagerung des Handschutzes (14) ausgelöstem
und durch Freigeben einer vorgespannten Feder (37) bewirktem Schwenken des Bremshebels
(21) auf der Bremstrommel (16) festgezogen wird und sich andererseits unabhängig vom
Bremshebel (21) in Zugrichtung verschieben kann, indem das Bremsband (17) mit seinem
vorderen Ende (172) an einem einarmigen Hebel (24) befestigt ist, der schwenkbar auf
dem mit dem Handschutz (14) gekoppelten Hebelarm (211) des Bremshebels (21) sitzt
und sich bei inaktiver Auslaufbremse (19) mit einem Anschlag (26) an dem Hebelarm
(211) auf dessen vom Bremsband (17) abgekehrten Vorderkante (211a) abstützt.
6. Motorkettensäge nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückschlagbremse (18) einen am Gehäuse (10) schwenkbar gelagerten zweiarmigen
Bremshebel (21) aufweist, an dessen einem Hebelarm (211) der Handschutz (14) angreift
und dessen anderer Hebelarm (212) mit einem Abschaltglied (22) zum Abschalten des
am Kettenrad angreifenden Antriebsdrehmoments gekoppelt ist, und daß das hintere Ende
(171) des Bremsbands (17) am Gehäuse (10) und das vordere Ende (172) des Bremsbands
(17) nach Umschlingen der Bremstrommel (16) in Umlaufrichtung der Bremstrommel (16)
an dem mit dem Handschutz (14) verbundenen Hebelarm (211) so festgesetzt ist, daß
das Bremsband (17) einerseits mit durch Vorverlagerung des Handschutzes (14) ausgelöstem
und durch Freigeben einer vorgespannten Feder (37) bewirktem Schwenken des Bremshebels
(21) auf der Bremstrommel (16) festgezogen wird und sich andererseits unabhängig vom
Bremshebel (21) in Zugrichtung verschieben kann, indem die Festsetzung des vorderen
Endes des Bremsbands (16) an dem mit dem Handschutz (14) gekoppelten Hebelarm (211)
des Bremshebels (21) mittels einer Stift-LanglochVerbindung (34, 35) so vorgenommen
ist, daß der Stift (34) bei inaktiver Auslaufbremse (19) an dem dem Bremsband (17)
zugekehrten Ende des Langlochs (35) anliegt.
7. Motorkettensäge nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem zwischen Bremstrommel (16) und Bremshebel (21) sich befindlichen Bremsbandabschnitt
eine von dem Bremshebel (21) weggerichtete Federkraft angreift, die vorzugsweise mittels
einer Zugfeder (27) aufgebracht wird, die einerseits am Bremsband (17) und andererseits
am Gehäuse (10) festgelegt ist.
8. Motorkettensäge nach einem der Ansprüche 3 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei elektromotorisch angetriebenem Kettenrad (46) der das Betätigungsglied (28) tragende
Hebelarm (312) des Übertragungshebels (31) das Schaltelement (201) eines im Stromkreis
des Elektromotors liegenden elektrischen Ein-/Ausschalters (20) beaufschlagt.
9. Motorkettensäge nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschaltglied (22) zum Abschalten des am Kettenrad (46) angreifenden Antriebsdrehmoments
einen im Stromkreis des Elektromotors liegenden elektrischen Unterbrecher beaufschlagt.
1. Chain saw having a saw chain (47), which is carried by a housing (10) and can be driven
by a sprocket (46) rotatably mounted therein, and a chain brake arrangement which
is arranged therein and has a kick-back brake (18) for the rapid stopping of the saw
chain and a run-down brake (19), it being possible for the kick-back brake (18) to
be actuated by means of a hand guard (14), serving as tripping device, by said hand
guard (14) tightening a brake band (17) during tripping actuation, which brake band
(17) loops around a brake drum (16), arranged in the drive flow of the sprocket (46),
in particular with a self-looping effect and which in the process can be shifted into
a braking position, it being possible for the brake drum (16) to rotate under the
slack brake band (17) in an unbraked manner when the hand guard (14) is not actuated
in tripping manner, and it being possible for the run-down brake (19) to be activated
for starting the chain saw when a manual actuating member (28) serving as tripping
device and designed in particular as a pushbutton is released, characterized in that the run-down brake (19) has a brake tripping element (30) which in the region of
the brake drum (16) is pressed with spring force against the brake band (17) and which
lifts from the brake band (17) against the spring force upon manual actuation of the
actuating member (28) and thus releases the run-down brake (19).
2. Chain saw according to Claim 1, characterized in that the run-down brake (19) is designed in such a way that the friction between brake
tripping element (30) and brake band (17) is less than the friction between brake
band (17) and brake drum (16).
3. Chain saw according to Claim 1 or 2, characterized in that the brake tripping element (30) has a two-armed transmission lever (31) which is
pivotably held in the housing (10) and whose one lever arm (311), loaded by a spring
(32), has a brake section (311a) resting on the brake band (17) and whose other lever
arm (312) is coupled to the actuating member (28).
4. Chain saw according to Claim 3, characterized in that the brake section (311a) is formed by a brake shoe (33) which is fastened to the
lever arm (311) or is designed in one piece with the latter and which rests with an,
if need be coated or hardened, braking surface on the brake band (17), and in that the braking surface is cylindrically arched in adaptation to the lateral surface
of the brake drum (16).
5. Chain saw according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the kick-back brake (18) has a two-armed brake lever (21) which is pivotably mounted
on the housing (10) and on whose one lever arm (211) the hand guard (14) acts and
whose other lever arm (212) is coupled to a cut-off member (22) for cutting off the
drive torque acting on the sprocket, and in that the rear end (171) of the brake band (17) is secured to the housing (10) and the
front end (172) of the brake band (17), after looping around the brake drum (16) in
the revolving direction of the brake drum (16), is secured to the lever arm (211)
connected to the hand guard (14) in such a way that the brake band (17), firstly,
is tightened on the brake drum (16) by the brake lever (21) being pivoted by shifting
the hand guard (14) forward and by a preloaded spring (37) being released and, secondly,
can be displaced in the tension direction independently of the brake lever (21) by
the brake band (17) being fastened with its front end (172) to a one-armed lever (24)
which sits in a pivotable manner on the lever arm (211), coupled to the hand guard
(14), of the brake lever (21) and, when the run-down brake (19) is inactive, is supported
with a stop (26) on the lever arm (211) on its front edge (211a) facing away from
the brake band (17).
6. Chain saw according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the kick-back brake (18) has a two-armed brake lever (21) which is pivotably mounted
on the housing (10) and on whose one lever arm (211) the hand guard (14) acts and
whose other lever arm (212) is coupled to a cut-off member (22) for cutting off the
drive torque acting on the sprocket, and in that the rear end (171) of the brake band (17) is secured to the housing (10) and the
front end (172) of the brake band (17), after looping around the brake drum (16) in
the revolving direction of the brake drum (16), is secured to the lever arm (211)
connected to the hand guard (14) in such a way that the brake band (17), firstly,
is tightened on the brake drum (16) by the brake lever (21) being pivoted by shifting
the hand guard (14) forward and by a preloaded spring (37) being released and, secondly,
can be displaced in the tension direction independently of the brake lever (21) by
the front end of the brake band (16) being secured to the lever arm (211), coupled
to the hand guard (14), of the brake lever (21) by means of a pin/elongated-hole connection
(34, 35) in such a way that the pin (34), when the run-down brake (19) is inactive,
bears against that end of the elongated hole (35) which faces the brake band (17).
7. Chain saw according to Claim 6 or 7, characterized in that a spring force directed away from the brake lever (21) acts on the brake band section
located between brake drum (16) and brake lever (21), this spring force preferably
being applied by means of a tension spring (27) which is fixed to the brake band (17)
on the one hand and to the housing (10) on the other hand.
8. Chain saw according to one of Claims 3 to 8, characterized in that, in the case of a sprocket (46) driven by electric motor, the lever arm (312), carrying
the actuating member (28), of the transmission lever (31) acts upon the switch element
(201) of an electrical on/off switch (20) lying in the electric circuit of the electric
motor.
9. Chain saw according to Claim 8, characterized in that the cut-off member (22) for cutting off the drive torque acting on the sprocket (46)
acts upon an electrical interrupter lying in the electric circuit of the electric
motor.
1. Scie à moteur comportant une chaîne-scie (37) entraînée par un pignon à chaîne (46)
porté par un boîtier (10) et logé en rotation dans celui-ci ainsi qu'une installation
de frein de chaîne logée dans le boîtier, cette installation comportant un frein anti-retour
(18) pour l'arrêt d'urgence de la chaîne-scie (Kickback) et un frein de fin de course
(19), le frein anti-retour (18) étant actionné par un organe de protection des mains
(14) servant de dispositif de déclenchement, qui déclenché, tire une bande de freinage
(17) entourant un tambour de frein (16), notamment par effet d'enveloppement direct,
ce tambour étant installé dans la ligne de transmission du pignon à chaîne (46),
et lorsque l'organe de protection (14) n'est pas déclenché, le tambour de frein (16)
peut tourner sans être freiné sous la bande de freinage (17) non tendue et
le frein de fin de course (19) est activé lors du relâchement d'un organe d'actionnement
(28) servant de dispositif de déclenchement manuel, notamment réalisé sous forme de
bouton-poussoir, pour la mise en marche de la chaîne-scie,
caractérisée en ce que
le frein de fin de course (19) comporte un élément de déclenchement de frein (30)
appliqué contre la bande de freinage (17) au niveau du tambour de frein (16) avec
la force d'un ressort, cet élément de déclenchement se soulevant de la bande de freinage
(17) contre la force du ressort lorsque l'organe d'actionnement (28) est commandé
manuellement, libérant ainsi le frein de fin de course (19).
2. Scie à moteur selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le frein de fin de course (19) est conçu pour que le frottement entre l'élément de
déclenchement de frein (30) et la bande de freinage (17) soit inférieur au frottement
entre la bande de freinage (17) et le tambour de frein (16).
3. Scie à moteur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
l'élément de déclenchement de frein (30) comporte un levier de transmission (31) à
deux bras, monté pivotant dans le boîtier (10), dont un bras (311), sollicité par
un ressort (32), comporte un segment de frein (311 a) appliqué contre la bande de
freinage (17) et dont l'autre bras (312) est couplé à l'organe d'actionnement (28).
4. Scie à moteur selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le segment de frein (311a) est formé par un patin de frein (33) fixé au bras (311)
ou faisant corps avec celui-ci, ce patin s'appliquant contre la bande de freinage
(17) par une surface de freinage, le cas échéant revêtue ou durcie, et la surface
de freinage est bombée suivant une forme cylindrique adaptée à l'enveloppe du tambour
de frein (16).
5. Scie à moteur selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
le frein anti-retour (18) comporte un levier de frein (21) à deux bras monté pivotant
dans le boîtier (10) dont un bras (211) coopère avec l'organe de protection des mains
(14) et dont l'autre bras (212) est couplé à un organe de coupure (22) pour couper
le couple moteur appliqué au pignon à chaîne,
l'extrémité arrière (171) de la bande de freinage (17) est fixée au boîtier (10) et
son extrémité avant (172) entoure le tambour de frein (16) dans le sens de rotation
en étant fixée au bras (211) relié à l'organe de protection (14) pour d'une part serrer
la bande de freinage (17) contre le tambour de frein (16) par le déplacement vers
l'avant de l'organe de protection (14) déclenché et le basculement du levier de frein
(21), produit par la libération d'un ressort précontraint (37) et d'autre part permettre
à la bande de freinage de coulisser dans la direction de traction, indépendamment
du levier de frein (21), l'extrémité avant (172) de la bande de freinage étant fixée
à un levier (24) à un bras monté pivotant sur le bras (211) du levier de frein (21)
couplé à l'organe de protection (14) et qui, lorsque le frein de fin de course (19)
est inactif, s'appuie par une butée (26) contre l'arête avant (211a) du bras (211)
à l'opposé de la bande de freinage (17).
6. Scie à moteur selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
le frein anti-retour (18) comporte un levier de frein (21) à deux bras montés pivotant
sur le boîtier (10) et dont un bras (211) coopère avec l'organe de protection (14)
et son autre bras (212) est couplé à un organe de coupure (22) pour couper le couple
moteur appliqué au pignon à chaîne et,
l'extrémité arrière (171) de la bande de freinage (17) est fixée au boîtier (10) alors
que son extrémité avant (172) enveloppe le tambour de frein (16) dans son sens de
rotation pour être fixée au bras (211) du levier relié à l'organe de protection (14),
la bande de freinage (17) est d'une part serrée par traction par déplacement vers
l'avant de l'organe de protection des mains (14) déclenché et par le basculement du
levier de frein (21) produit par la libération d'un ressort précontraint (37), pour
être serré contre le tambour de frein (16) et d'autre part la bande de freinage (17)
peut coulisser dans la direction de traction indépendamment du levier de frein (21),
l'extrémité avant de la bande de freinage (17) étant fixée au bras (211) du levier
de frein (21) couplé à l'organe de protection des mains (14) par une liaison à trou
oblong et broche (34, 35) de façon que lorsque le frein de fin de course (19) est
inactif, la broche (34) soit appliquée contre l'extrémité du trou oblong (35) tournée
vers la bande de freinage (17).
7. Scie à moteur selon les revendications 5 ou 6,
caractérisée en ce que
le segment de bande de freinage qui se trouve entre le tambour de frein (16) et le
levier de frein (21) est soumis à une force de ressort dirigée à l'opposé du levier
de frein (21), cette force étant de préférence appliquée par un ressort de traction
(27) dont une extrémité est fixée à la bande de freinage (17) et l'autre, au boîtier
(10).
8. Scie à moteur selon l'une des revendications 3 à 7,
caractérisée en ce que
dans le cas d'un pignon à chaîne (46) entraîné par un moteur électrique, le bras (312)
du levier de transmission (31) portant l'organe d'actionnement (28) sollicite l'élément
de commutation (201) d'un interrupteur marche/arrêt électrique (20) du circuit électrique
du moteur électrique.
9. Scie à moteur selon la revendication 8,
caractérisée en ce que
l'organe de coupure (22) agit sur un interrupteur électrique installé dans le circuit
électrique du moteur électrique pour couper le couple d'entraînement appliqué au pignon
à chaîne (46).