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EP 1 066 963 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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10.01.2001 Patentblatt 2001/02 |
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Anmeldetag: 09.07.1999 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Anmelder: GALLUS FERD. RÜESCH AG |
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9016 St. Gallen (CH) |
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Erfinder: |
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- Kuhn, Federico
9000 St. Gallen (CH)
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Vertreter: Troesch Scheidegger Werner AG |
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Patentanwälte,
Siewerdtstrasse 95,
Postfach 8050 Zürich 8050 Zürich (CH) |
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Abstandeinstelleinrichtung für die Werkzeuge von Druckwerken |
(57) Die Abstandeinstelleinrichtung weist an der Werkzeughalterung (2') des einen bzw.
mittleren Werkzeuges in Führungen ohne Beeinträchtigung der Werkzeuge verschiebbare
Gleitelemente (4, 5) auf, deren eine Enden als Gegenanschlagflächen zu Anschlagflächen
(1", 3") an den benachbarten Werkzeughalterungen ausgebildet sind, während ein Verstellantrieb
(13) auf deren andere Enden einwirkt. Der Abstand zwischen benachbarten Werkzeugen
lässt sich damit auf optimale Werte einstellen.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Einstellen des Abstandes
zwischen an einem gemeinsamen Grundgestell einer Druckeinheit angeordneten, benachbarten
Werkzeugen, deren Achsen parallel verlaufen, insbesondere des Abstandes zwischen einem
Formzylinder und einem Gegendruckzylinder und/oder einem Farbwerk, bei welcher die
Werkzeuge über eine Gleitführung relativ zueinander verschiebbar sind.
[0002] Bei Druckwerken der neuesten Generation werden die rotierenden Werkzeuge individuell
mittels Servomotoren angetrieben, was ein im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich
schnelleres Auswechseln der Werkzeuge (z.B. Formzylinder, Gegendruckzylinder, Farbwerke)
an wechselnde Aufgaben ermöglicht.
[0003] Insbesondere bei Etikettendruckwerken werden höchste Anforderungen an die Einstellgenauigkeit
der einzelnen Komponenten gestellt.
[0004] Eine der erforderlichen Einstellungen ist der Abstand zwischen den Werkzeugen einer
Druckeinheit. Bei Werkzeugantrieben mittels Servomotoren kann dies nicht mehr über
die üblichen Distanzringe erfolgen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war somit die Schaffung einer Abstandeinstelleinrichtung,
welche sich insbesondere für servomotorgetriebene Werkzeuge bei Druckeinheiten eignet.
[0006] Diese Aufgabe wurde bei einer Einrichtung der eingangs definierten Art erfindungsgemäss
durch die Merkmale gemäss dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 gelöst.
[0007] Besondere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung noch
etwas näher beschrieben.
[0009] Es zeigt die einzige Figur:
- rein schematisch eine Druckeinheit, welche mit einer erfindungsgemässen Abstandeinstelleinrichtung
ausgerüstet ist.
[0010] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt rein schematisch ein Grundgestell G einer Druckeinheit,
z.B. für ein Etikettendruckwerk, auf welchem drei Werkzeuge, z.B. ein Farbwerk A,
ein Formzylinder B und ein Gegendruckzylinder C, mit vorbestimmten gegenseitigen Abständen
angeordnet werden können. Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit sind die Werkzeuge
selbst nicht gezeigt, sondern nur deren seitliche Halterungen (motorseitig) mit dahinterliegenden,
zugehörigen Servomotoren (nicht dargestellt), nämlich ein Motor für das Farbwerk,
ein Motor für den Formzylinder und ein Motor für den Gegendruckzylinder.
[0011] Die Werkzeuggestelle mit den Werkzeughalterungen des Farbwerkes und des Formzylinders
sind relativ zueinander und bezüglich der Halterung für den Gegendruckzylinder verschiebbar,
um die gegenseitigen Abstände auf die genauen Werte einzustellen.
[0012] An den beiden äusseren Halterungen 1' und 3' sind beiseitig seitliche Anschlagflächen
1" und 3" vorgesehen. Diese Anschlagflächen 1" und 3" weisen einen vorbestimmten Abstand
zur zugehörigen Werkzeugachse auf. Die Halterungen 1' und 3' sind feinverstellbar,
um z.B. auch im Betrieb Korrektureinstellungen vorzunehmen.
[0013] An der Halterung 2' des mittleren Werkzeuges ist eine Einrichtung zum Einstellen
beliebiger gegenseitiger Abstände zum benachbarten Werkzeug vorgesehen.
[0014] Diese Einrichtung besteht aus Gleitelementen 4, 5, welche in Führungen (Ausnehmungen)
der Halterung 2' verschiebbar geführt sind, wobei Abdeckscheiben 6 - 10 ein seitliches
Herausfallen der Gleitelemente verhindern.
[0015] Die oberen Enden der Gleitelemente weisen Gegenanschlagflächen 1"' bzw. 3"' zu den
Anschlagflächen 1" und 3" auf und bestimmen den wirksamen Abstand. Die Gleitelemente
4, 5 werden gemeinsam oder individuell durch jeweils einen Antriebsstössel 13 in die
gewünschte Lage gebracht. Bei eingestellten gewünschten Abständen müssen nur noch
die Untergestelle der beiden linksseitigen Werkzeuge gegeneinander und gegen jenes
des Werkzeuges ganz rechts geschoben und arretiert werden.
[0016] Die Abstandeinstelleinrichtung mit den Schiebern bzw. Gleitelementen ist vorzugsweise
beidseitig (paarweise) an beiden Wangen angeordnet, wobei der Verstellantrieb jedes
Paares synchron erfolgt.
[0017] Mit der erfindungsgemässen Abstandeinstelleinrichtung lässt sich jeder Abstand einstellen,
wobei die Verstellung automatisch durch eine passende Elektronik erfolgen kann.
1. Einrichtung zum Einstellen des Abstandes zwischen an einem gemeinsamen Grundgestell
einer Druckeinheit angeordneten, benachbarten Werkzeugen, deren Achsen parallel verlaufen,
insbesondere des Abstandes zwischen einem Formzylinder und einem Gegendruckzylinder
und/oder einem Farbwerk, bei welcher die Werkzeuge über eine Gleitführung relativ
zueinander verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass an der Halterung des einen
Werkzeuges auf wenigstens einer Seite eine seitliche Anschlagfläche mit zur Werkzeugachse
vorbestimmtem, ggf. feineinstellbarem Abstand vorgesehen ist, während an der entsprechenden
Halterung des benachbarten Werkzeuges ein ohne Beeinträchtigung des Werkzeuges in
einer Führung der Halterung verstellbares Gleitelement vorgesehen ist, an dessen einem
Ende eine Gegenanschlagfläche vorgesehen ist, deren Abstand zur Werkzeugachse auf
beliebige Werte einstellbar ist, wobei die Einstellung bzw. Verstellung durch einen
auf das andere Ende des Gleitelementes wirkenden Verstellantrieb erfolgt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden seitlichen Werkzeughalterungen
eine Einstelleinrichtung vorgesehen ist, wobei beide synchron miteinander verstellt
werden.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung
für drei nebeneinander angeordnete Werkzeuge vorgesehen ist, wobei die beliebig verstellbaren
Gleitelemente an beiden Seiten der Halterung des mittleren Werkzeuges vorgesehen sind
und jedes Gleitelement zum benachbarten Werkzeug hin verstellbar ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente zum Einstellen
eines beliebigen Abstandes zum benachbarten Werkzeug auf jeder Seite individuell verstellbar
sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente
an jeder Werkzeughalterung V-förmig angeordnet sind und der Verstellantrieb auf die
unteren Enden der Gleitelemente wirkt.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente
in Ausnehmungen der Werkzeughalterung geführt sind.
