[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Drehband für Türen, Fenster od. dergl., mit einem
an einem Flügelrahmen befestigbaren Flügelband, mit einem an einem feststehenden Blendrahmen
befestigbaren Rahmenband , mit einem die Bänder drehgelenkig miteinander verbindenden
Gelenkbolzen, der in einer Rahmenbandbuchse gelagert ist und einen das Flügelband
oder eine Flügelbandbuchse abstützenden Ringkragen hat und sich parallel zu einem
Befestigungsschenkel des Rahmenbands erstreckt, mit einer die Vertikalstellung des
Flügelbands über den Gelenkbolzen beeinflussenden Verstelleinrichtung, und mit einem
außen am Rahmenband anliegenden Abdeckkragen, der einen Spalt zwischen dem Rahmen-
und dem Flügelband bei allen möglichen Vertikalstellungen des letzteren abdeckt.
[0002] Ein Drehband mit den eingangs genannten Merkmalen ist aus EP 0 612 905 A2 bekannt.
Bei diesem Band ist der Abdeckkragen einstückiger Bestandteil der Rahmenbandbuchse
oder mit dieser Buchse unverrückbar zusammengebaut. Auf dieser Rahmenbandbuchse stützt
sich das Flügelbandteil ab, welches eine Exzenterbuchse aufweist, um dem Flügelband
eine Seiteneinstellung vermitteln zu können. Die dabei auftretenden radialen Verstellungen
des Flügelbands beeinträchtigen die radiale Positionierung des Abdeckkragens nicht.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Drehband mit den eingangs
genannten Merkmalen so zu verbessern, daß eine radiale Verstellung des Flügelbands
auch mittels einer Rahmenbandbuchse durchgeführt werden kann, die als Exzenterbuchse
ausgebildet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Abdeckkragen von einer separaten, axial
vor der Rahmenbandbuchse angeordneten Mitnehmerplatte gehalten ist, über die sich
das Flügelband auf dem Ringkragen des Gelenkbolzens stützt, und daß die Mitnehmerplatte
den Gelenkbolzen mit einem dessen Radialverstellungen unbeaufschlagt ermöglichenden
Abstand umgibt.
[0005] Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß der Abdeckkragen an einem von der Rahmenbandbuchse
losen Teil vorhanden ist. Infolgedessen kann das abdeckende Element, also der Abdeckkragen
mit einer Mitnehmerplatte unabhängig von der Rahmenbandbuchse ausgebildet werden.
Die Ausbildung kann dann vorteilhafterweise derart erfolgen, daß eine verbesserte
Abstützung der Mitnehmerplatte rahmenbandbuchsenseitig erfolgt, wie auch eine verbesserte
Abstützung der Flügelbandbuchse über die Mitnehmerplatte. Insbesondere kann jedoch
die Rahmenbandbuchse auch so ausgebildet werden, daß sie trotz der Festlegung des
Abdeckkragens außen am Rahmenband radiale Verstellungen des Gelenkbolzens ermöglicht,
also entsprechende radiale Verstellungen des Flügelbandes, um z.B. eine gewünschte
Seitenverstellung des Drehbandes zu ermöglichen.
[0006] Um das Drehband im vorbeschriebenen Sinne weiterzubilden, also insbesondere im Hinblick
auf mögliche Radialverstellungen des Flügelbands, wird das Drehband so ausgebildet,
daß der Gelenkbolzen in eine exzentrische Aufnahmeausnehmung der um ihre Längsachse
verstellbaren Rahmenbandbuchse und/oder Flügelbandbuchse eingreift. Die um ihre Längsachse
verstellbare Rahmenbandbuchse ermöglicht die gewünschten radialen Verstellungen des
Gelenkbolzens infolge ihrer exzentrischen Aufnahmeausnehmung für diesen Gelenkbolzen.
[0007] Eine weitere Ausbildung des Drehbandes kann dahingehend erfolgen, daß die Verstelleinrichtung
ein im Rahmenband vertikal verstellbares Schraubteil ist, auf dem die Rahmenbandbuchse
und/oder der Gelenkbolzen abgestützt ist bzw. sind. Eine solche Ausbildung ermöglicht
den Einsatz einer bewährten Verstelleinrichtung in Verbindung mit der vorbeschriebenen
Ausbildung des Drebbands.
[0008] Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Drehband für Türen, Fenster od. dergl., mit
einem an einem Flügelrahmen befestigbaren Flügelband, mit einem an einem feststehenden
Blendrahmen befestigbaren Rahmenband, mit einem die Bänder drehgelenkig miteinander
verbindenden Gelenkbolzen, der sich parallel zu einem Befestigungsschenkel des Rahmenbands
erstreckt, und mit einer die Vertikalstellung des Flügelbands über den Gelenkbolzen
beeinflussenden Verstelleinrichtung.
[0009] Bei zweiteiligen Drehbändern, also bei im wesentlichen aus einem Flügelband und einem
Rahmenband bestehenden Drehbändern, führt eine Betätigung der die Vertikalstellung
des Flügelbands beeinflussenden Verstelleinrichtung dazu, daß das obere Niveau des
Flügelbands und das obere Niveau des Rahmenbands bzw. des Befestigungsschenkels des
Rahmenbands unterschiedlich sind.
[0010] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Drehband mit den vorgenannten
Merkmalen so zu verbessern, daß das Außenabdeckelement benutzt wird, um stets dasselbe
Niveau bzw. denselben Niveauunterschied zwischen dem oberen Niveau des Flügelbandes
und dem oberen Niveau des Rahmenbandes bzw. dem oberen Niveau des Abdeckelements zu
erreichen.
[0011] Die vorgenannte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Abdeckelement den oberen Abschluß
des Befestigungsschenkels bildet.
[0012] Da das Abdeckelement den oberen Abschluß des Befestigungsschenkels bildet, andererseits
aber in Abhängigkeit von der die Vertikalstellung des Flügelbandes beeinflussenden
Verstelleinrichtung steht, wird das Abdeckelement je nach Betätigung der Verstelleinrichtung
angehoben und abgesenkt, und zwar ebensoviel, wie das Flügelband. Wenn also das Flügelband
oben und das obere Ende des Befestigungsschenkels des Rahmenbands dasselbe Höhenniveau
haben, wird immer der Eindruck entstehen, daß das Höhenniveau ungeändert ist. Bei
einer Höhendifferenz bleibt diese Höhendifferenz trotz unterschiedlicher Vertikalstellung
des Flügelbandes ungeändert. Es ergibt sich stets derselbe ansprechende optische Eindruck
des Drehbands.
[0013] Eine bevorzugte Ausgestaltung des vorgeschriebenen Abdeckelements wird dadurch erreicht,
daß das Abdeckelement eine ein Ende des Befestigungsschenkels außen umgreifende Kappe
ist. Infolge der axial relativ kurzen Kappe ist nicht zu erkennen, ob sich die Gesamtlänge
des Rahmenbands geändert hat. Es entsteht der Eindruck, daß die Einstellung des Drehbands
insgesamt ungeändert ist.
[0014] Um die vertikale Verstellung des Abdeckelements zu erreichen, kann das Drehband so
ausgebildet werden, daß das Abdeckelement einen Verbindungssteg aufweist, der an einem
von der Verstelleinrichtung beeinflußten Bauteil des Drehbandes angreift. Damit wird
ein konstruktiver Weg eröffnet, die Verstelleinrichtung auf das Abdeckelement wirken
zu lassen. Es erfolgt keine direkte mechanische Verbindung zwischen der Verstelleinrichtung
und dem Abdeckelement, sondern eine mittelbare Verbindung über ein Drehband-Bauteil,
das seinerseits von der Verstelleinrichtung beeinflußt ist. Das ergibt eine entsprechende
Freizügigkeit bei der konstruktiven Ausgestaltung des Drehbands.
[0015] Bei der vorbeschriebenen mittelbaren Verbindung zwischen dem Abdeckelement und der
Verstelleinrichtung ist zu bevorzugen, wenn der Verbindungssteg an der den Abdeckkragen
des Spalts haltenden Mitnehmerplatte befestigt ist. Bei dieser Ausgestaltung wird
insbesondere die eingangs beschriebene Ausgestaltung des Drehbands herangezogen, bei
der der Abdeckkragen von einer separaten Mitnehmerplatte gehalten ist. Infolge der
mechanischen Anbindung des Verbindungsstegs an die Mitnehmerplatte ergibt sich eine
Unabhängigkeit des Verbindungsstegs von diversen radialen Einstellungen einer Rahmenbandbuchse.
Andererseits führt jede axiale Verstellung des Abdeckkragens zu einer entsprechenden
axialen Verstellung des Abdeckelements, so daß der Abstand zwischen dem Abdeckelement
und dem Abdeckkragen stets gleich bleibt, unabhängig von der vertikalen Verstellung
des Flügelbandes.
[0016] Das Drehband kann dahin ausgebildet werden, daß der Verbindungssteg an Führungsmitteln
des Befestigungsschenkels geführt ist. Die Führung des Verbindungsstegs ergibt eine
Stabilisierung. Von der Angriffsstelle des Verbindungsstegs am durch die Verstelleinrichtung
beeinflußten Bauteil des Drehbands bis zum Abdeckelement selbst brauchen keine freien
Längen überwunden zu werden, so daß die unterschiedlichen Stellungen des Abdeckelements
stabilisiert werden. Darüberhinaus kann diese Stabilisierung auch zu einer Stabilisierung
desjenigen Bauteils beitragen, an dem der Verbindungssteg befestigt ist, insbesondere
wenn dies der Abdeckkragen des Spalts ist.
[0017] Der Verbindungssteg kann in die Konstruktion des Drehbands dahingehend eingebunden
werden, daß der Verbindungssteg den Befestigungsschenkel gelenkbolzenseitig abdeckt.
In diesem Sinne ist eine weitere spezielle Ausgestaltung des Drehbands dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbindungssteg Verschraubungen des Befestigungsschenkels abdeckt. Die Abdeckung
dient jeweils zum einen dazu, den Befestigungsschenkel ansehnlicher zu gestalten.
Das ist insbesondere der Fall, wenn der Verbindungssteg Verschraubungen abdeckt, die
sonst optisch stören würden. Darüberhinaus ist aber insbesondere die Abdeckung von
Verschraubungen auch ein Sicherheitsmerkmal, um gewaltsamen Eindringversuchen besser
widerstehen zu können, weil die Art der Befestigung nicht erkennbar ist.
[0018] Eine spezielle konstruktive Ausbildung des Drehbands im Sinne der vorgeschriebenen
Merkmale kann dadurch gekennzeichnet sein, daß der Verbindungssteg eine am Befestigungsschenkel
geführte Platte ist. Eine solche Platte dient der erforderlichen Verstellfunktion
des Abdeckelements ebenso, wie der optischen Verkleidung des Befestigungsschenkels
bzw. der Verschraubungen des Befestigungsschenkels.
[0019] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt:
- Fig.1
- einen Vertikalschnitt durch eine Schwenkachse eines Drehbands quer zur Rahmenebene,
- Fig.2
- eine der Fig.1 ähnliche Darstellung mit einem Flügelband, das von der die Vertikalstellung
beeinflussenden Verstelleinrichtung angehoben wurde,
- Fig.3
- eine perspektivische Darstellung eines schematisierten Rahmenbandes,
- Fig.4
- eine Explosionszeichnung des Rahmenbandes der Fig.3 und seiner Abdeckteile.
[0020] Das in den Figuren dargestellte Drehband hat als Hauptbestandteile ein Flügelband
10 und ein Rahmenband 12. Das Flügelband 10 wird an einem nicht dargestellten Flügel
angeschlagen und das Rahmenband 12 an einem feststehenden Blendrahmen 11 einer Tür.
Die beiden Bänder 10,12 sind mittels eines Gelenkbolzens 13 horizontal formschlüssig
gekuppelt. Infolgedessen ist das Flügelband 10 mit dem nicht dargestellten Flügel
um eine Schwenkachse 13' eines Gelenkbolzens 13 verschwenkbar.
[0021] Wesentlicher Bestandteil des Flügelbandes 10 ist ein Flügelbandlappen 29, der sich
senkrecht zur Darstellungsebene erstreckt und auf einer nicht dargestellten Flügelrahmenfläche
aufliegt. Der Flügelbandlappen ist mit einer Flügelbandhülse 30 fest verbunden und
es ist eine in Fig.1 im Schnitt dargestellte Abdeckkappe 31 vorhanden, mit der in
Fig.1 nicht dargestellte Befestigungsstellen des Flügelbandlappens 29 am Flügelrahmen
abgedeckt werden.
[0022] Im Inneren der Flügelbandhülse 30 ist eine Flügelbandbuchse 15 vorhanden, die der
flügelbandseitigen Lagerung des Gelenkbolzens 13 dient. Eine Aufnahmebohrung 32 der
Flügelbandbuchse 31 für den Gelenkbolzen ist exzentrisch angeordnet. Das ergibt sich
aus der Positionierung der Achse 13' des Gelenkbolzens 13 in Bezug auf eine Längsachse
24 der Flügelbandbuchse 15. Diese Längsachse 24 ist zugleich die Längsachse einer
Abdeckkappe 33, die zum Verschluß einer Grundbohrung 34 der Flügelbandbuchse 15 in
deren oberes Ende eingesetzt ist. Die Flügelbandbuchse 15 ist in nicht näher dargestellter
Weise längsverstellbar, aber nicht um die Längsachse 24 verdrehbar mit der Hülse 30
verbunden. In der Hülse sind Nuten vorhanden, so daß die Flügelbandbuchse 15 in unterschiedliche
Drehwinkelstellungen relativ zur Hülse 30 gebracht werden kann. Infolgedessen wird
auch die Schwenkachse 13' entsprechend drehwinkelverstellt. Die Folge ist, daß der
Gelenkbolzen 13 parallel zu sich selbst und näher zum Rahmenband 12 oder von diesem
weg verstellt wird, was einer Andruckverstellung des Flügels am Blendrahmen gleichkommt.
Wird die Drehwinkelverstellung der Flügelbandbuchse 15 in der Hülse 30 jedoch so vorgenommen,
daß die Schwenkachse 13' senkrecht oberhalb oder unterhalb der Darstellungsebene der
Fig.1 eingestellt wird, so kommt dies einer Seitenverstellung des Flügels gleich.
Eine entsprechende Verstellmöglichkeit könnte am Drehband auch dadurch geschaffen
werden, daß das Rahmenband 12 mit einer entsprechend ausgebildeten Lagerbandbuchse
14 ausgerüstet wird, die Radialverstellungen des Gelenkbolzens 13 durchzuführen gestattet.
[0023] Das in Fig.1 dargestellte Rahmenband 12 ist mit einer Anlagefläche 35 an dem Blendrahmen
11 angeschlagen. Der Befestigung des Rahmenbands 12 dienen die dargestellten Befestigungsschrauben
bzw. Verschraubungen 28 in Verbindung mit Passbolzen 36. Das Rahmenband 12 hat einen
Rahmenbandteil 37, der der Aufnahme der Rahmenbandbuchse 14 dient. Von diesem Teil
37 aus erstreckt sich ein Befestigungsschenkel 17 parallel zum Gelenkbolzen 13. In
diesem Befestigungsschenkel befinden sich die Verschraubungen 28. Das Rahmenbandteil
37 ist unten mit einer Verstelleinrichtung 18 versehen. Die Verstelleinrichtung 18
ist als Schraubteil ausgebildet und dient der Rahmenbandbuchse 14 als Widerlager.
Je nach Einschraubtiefe der Verstelleinrichtung 18 in eine Gewindebohrung 40 des Rahmenbandteils
37 ist die Rahmenbandbuchse 14 höher oder tiefer angeordnet. Durch Einflußnahme auf
die vertikale Stellung der Verstelleinrichtung 18 wird jedoch nicht nur die vertikale
Stellung der Flügelbandbuchse 14 beeinflußt, sondern auch die vertikale Stellung des
Gelenkbolzens 13, der sich mit einem Ringkragen 16 auf dem oberen Ende 14' der Flügelbandbuchse
14 abstützt. Stattdessen wäre auch eine Ausbildung dahingehend möglich, daß sich der
Gelenkbolzen 13 selbst direkt statt der Flügelbandbuchse 14 oder zugleich mit dieser
auf der Verstelleinrichtung 18 abstützt. Je nach Ausgestaltung werden die Rahmenbandbuchse
14 und der Gelenkbolzen 13 gemeinsam verstellt, oder es erfolgt eine alleinige Verstellung
des Gelenkbolzens 13. Jedenfalls bewirkt der Ringkragen 16 des Gelenkbolzens 13, daß
eine vertikale Verstellung des Flügelbands 10 erfolgt. Hierbei stützt sich die Flügelbandbuchse
15 mit einem Buchsenkragen 15' vertikal ab.
[0024] Zur Gewährleistung der einwandfreien Funktion des Drehbands muß zwischen dem Rahmenband
12 und dem Flügelband 10 ein Abstand vorhanden sein. Dieser Abstand entsteht zumindest
dadurch, daß an wenigstens einer der Buchsen 14, 15 ein Buchsenkragen vorhanden sein
muß, z.B. 15'. Der Abstand bewirkt optisch einen Spalt 20. Dieser Spalt 20 ist je
nach Höhenstellung des Flügelbandes 10 unterschiedlich groß. Es kann so weit kommen,
daß die gelenkbolzennahe Ausbildung des Drehbands erkennbar wird. Um das zu vermeiden
ist eine Spaltabdeckung in Gestalt eines mitlaufenden Abdeckkragens 19 vorhanden.
Der Abdeckkragen 19 umschließt das Rahmenbandteil 37 auf drei Seiten formschlüssig
anliegend, wie Fig.4 zeigt, also bis auf den durch den Befestigungsschenkel 17 in
Anspruch genommenen Bereich.
[0025] Der Abdeckkragen 19 wird von einer Mitnehmerplatte 21 gehalten, die sich quer zum
Gelenkbolzen 13 bis in dessen Nähe erstreckt. Die Mitnehmerplatte 21 ist dabei von
den Buchsen 14,15 separat ausgebildet, liegt also axial vor diesen Buchsen und weist
keinen radialen Formschluß mit diesen Buchsen 14,15 auf. Da die Mitnehmerplatte 21
mit dem Abdeckkragen 19 einstückig ist und letztere am Außenumfang radial formschlüssig
gehalten ist, hat die Mitnehmerplatte 21 in Bezug auf den Gelenkbolzen 13 eine feste
Stellung. Hierauf nimmt eine Ausnehmung 41 der Mitnehmerplatte 21 Rücksicht, die so
ausgebildet ist, daß die bestimmungsgemäß vorgesehenen radialen Verstellungen des
Gelenkbolzens 13 nicht zu einer Verschiebung bzw. nicht zu einer Beaufschlagung der
Mitnehmerplatte 21 führen können. Infolgedessen bleibt deren radiale Stellung bzw.
die radiale Stellung des Abdeckkragens 19 unbeeinträchtigt, wenn der Gelenkbolzen
13 von einer radialen Verstelleinrichtung des Drehbandes beaufschlagt ist, sei es
von einer im Flügelband 10 oder von einer im Rahmenband 12 untergebrachten radialen
Verstelleinrichtung.
[0026] Fig.2 zeigt eine Verstellung des Gelenkbolzens 13 nach rechts, wie aus der Position
der Schwenkachse 13' in Bezug auf die Längsachse 24 zu erkennen ist. Es bleibt befestigungsschenkelseitig
ein Abstand 22, während der Gelenkbolzen 13 an seinem dem Abstand 22 gegenüberliegenden
Umfang der Mitnehmerplatte 21 dicht benachbart ist, diese aber unbeaufschlagt läßt.
[0027] Fig.2 zeigt auch die Einwirkung der Verstelleinrichtung 18 auf die Rahmenbandbuchse
14. Es entsteht ein vergleichsweise großer Abstand bzw. Spalt 20 zwischen der Flügelbandbuchse
15 und der Rahmenbandbuchse 14. Der Spalt 20 wird jedoch von dem Abdeckkragen 19 verkleidet,
wie deren Übergriff über den Rahmenbandteil 37 zeigt.
[0028] Während aller vertikalen Funktionsstellungen stützt sich das Flügelband 10 mit einem
Buchsenkragen 15' auf der Mitnehmerplatte 21 ab. Die Mitnehmerplatte 21 dient also
außer zur Betätigung des Abdeckkragens 19 auch zur Übertragung der aus dem Flügelband
10 herrührenden Kraft auf den Ringkragen 16 des Gelenkbolzens 13. Falls der Ringkragen
16 mit der oberen Stirnseite der Rahmenbandbuchse 14 gleichliegt, kann die Mitnehmerplatte
21 auch auf dieser Stirnseite der Rahmenbandbuchse 14 abgestützt werden, welche die
komplette Abstützung der Mitnehmerplatte 21 übernimmt, falls ein Ringkragen 16 am
Gelenkbolzen 13 nicht ausgebildet ist.
[0029] Die Figuren 3,4 zeigen schematische Darstellungen einer aus Abdeckkragen 19 und Mitnehmerplatte
21 bestehenden Abdeckkappe, deren Verschiebeweg 42 durch einen Doppelpfeil in Fig.3
veranschaulicht wurde. Die Kappe 19,21 besteht aus einem Kunststoff, der die erforderlichen
Anforderungen an die Abstützung des Flügelbands 10 auf dem Rahmenband 12 erfüllen
kann. Zusätzlich zu dieser Kappe ist ein weiteres Abdeckelement 25 vorhanden, welches
ebenfalls dieselbe Verschiebung 42 erfährt. Der Grund ist unmittelbar aus Fig.4 ersichtlich,
wo in der oberen Darstellung ein Verbindungssteg 26 ersichtlich ist, der die Kappe
19,21 mit dem Abdeckelement 25 mechanisch koppelt. Jede vertikale Verstellung der
Kappe 19,21 überträgt sich demgemäß auf das Abdeckelement 25. Die Vertikalverstellungen
des Flügelbands 10 sind damit ebenso groß, wie die Vertikalverstellungen des Abdeckelements
25. Das ist aus Fig.1,2 abzuleiten, wobei die maximale Höhendifferenz 43 höchstens
gleich dem maximalen vertikalen Versteliweg des Abdeckkragens 19 sein kann, so daß
sich bei allen vertikalen Stellungen des Flügelbands im oberen Bereich derselbe optische
Eindruck ergibt; denn die Abdeckkappe 33 liegt ebenso hoch, wie das Abdeckelement
25. Dabei ist das Abdeckelement 25 als der Kappe 19,21 gleiche Kappe ausgebildet,
die das Ende des Befestigungsschenkels 17 außen auf drei Seiten umgreift.
[0030] Der Verbindungssteg 26 ist an Führungsmitteln 27 des Befestigungsschenkels 17 vertikal
geführt. Die Führungsmittel sind beispielsweise die aus der Darstellung ersichtlichen
vertikalen Nuten, in die Führungsleisten 26' des Verbindungssteg 26 eingreifen. Infolgedessen
hintergreifen die Stegleisten 26' Führungsleisten 44 des Befestigungsschenkels 17.
Zugleich deckt der Verbindungssteg die Verschraubungen 28 des Befestigungsschenkels
17 ab. Diese sind bei allen vertikalen Stellungen des Verbindungsstegs 26 unsichtbar
und somit vor unmittelbarem Erkennen und vor unerwünschtem Zugriff geschützt.
1. Drehband für Türen, Fenster od. dergl., mit einem an einem Flügelrahmen befestigbaren
Flügelband (10), mit einem an einem feststehenden Blendrahmen (11) befestigbaren Rahmenband
(12), mit einem die Bänder (10,12) drehgelenkig miteinander verbindenden Gelenkbolzen
(13), der in einer Rahmenbandbuchse (14) gelagert ist und einen das Flügelband (10)
oder eine Flügelbandbuchse (15) abstützenden Ringkragen (16) hat und sich parallel
zu einem Befestigungsschenkel (17) des Rahmenbands (12) erstreckt, mit einer die Vertikalstellung
des Flügelbands über den Gelenkbolzen (13) beeinflussenden Verstelleinrichtung (18),
und mit einem außen am Rahmenband (12) anliegenden Abdeckkragen (19), der einen Spalt
(20) zwischen dem Rahmen- und dem Flügelband (10,12) bei allen möglichen Vertikalstellungen
des letzteren abdeckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckkragen (19) von einer separaten, axial vor der Rahmenbandbuchse (14)
angeordneten Mitnehmerplatte (21) gehalten ist, über die sich das Flügelband (10)
auf dem Ringkragen (16) des Gelenkbolzens (13) abstützt, und daß die Mitnehmerplatte
(21) den Gelenkbolzen (13) mit einem dessen Radialverstellungen unbeaufschlagt ermöglichenden
Abstand (22) umgibt.
2. Drehband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbolzen (13) in eine exzentrische Aufnahmeausnehmung (23) der um ihre
Längsachse (24) verstellbaren Rahmenbandbuchse (14) und/oder Flügelbandbuchse (15)
eingreift.
3. Drehband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (18) ein im Rahmenband (12) vertikal verstellbares Schraubteil
ist, auf dem die Rahmenbandbuchse (14) und/oder der Gelenkbolzen (13) abgestützt ist
bzw. sind.
4. Drehband mit einem an einem Flügelrahmen befestigbaren Flügelband (10), mit einem
an einem feststehenden Blendrahmen (11) befestigbaren Rahmenband (12), mit einem die
Bänder (10,12) drehgelenkig miteinander verbindenden Gelenkbolzen (13), der sich parallel
zu einem Befestigungsschenkel (17) des Rahmenbands (12) erstreckt, und mit einer die
Vertikalstellung des Flügelbands über den Gelenkbolzen (13) beeinflussenden Verstelleinrichtung
(18), insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (25) den oberen Abschluß des Befestigungsschenkels (17) bildet.
5. Drehband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (25) eine ein Ende des Befestigungsschenkels (17) außen umgreifende
Kappe ist.
6. Drehband nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (25) einen Verbindungssteg (26) aufweist, der an einem von
der Verstelleinrichtung (18) beeinflußten Bauteil des Drehbandes angreift.
7. Drehband nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (26) an der den Abdeckkragen (19) des Spalts (20) haltenden
Mitnehmerplatte (21) befestigt ist.
8. Drehband nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (26) an Führungsmitteln (27) des Befestigungsschenkels (17)
geführt ist.
9. Drehband nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (26) den Befestigungsschenkel (17) gelenkbolzenseitig abdeckt.
10. Drehband nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (26) Verschraubungen (28) des Befestigungsschenkels (17)
abdeckt.
11. Drehband nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (26) eine am Befestigungsschenkel (17) geführte Platte ist.