(19)
(11) EP 1 067 348 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.08.2003  Patentblatt  2003/34

(21) Anmeldenummer: 00112648.1

(22) Anmeldetag:  15.06.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F26B 21/06

(54)

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Granulat

Process and apparatus for drying granulate

Procédé et dispositif de séchage de granulat


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 07.07.1999 DE 19931357

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.01.2001  Patentblatt  2001/02

(73) Patentinhaber: Colortronic GmbH
D-61381 Friedrichsdorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Vierling, Andreas
    65468 Trebur (DE)
  • Richter, Gerd Adolf
    65779 Kelkheim (DE)

(74) Vertreter: Schieferdecker, Lutz, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt Herrnstrasse 37
63065 Offenbach
63065 Offenbach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 061 161
DE-A- 4 321 895
GB-A- 2 122 384
DE-A- 4 234 696
DE-U- 29 621 313
US-A- 5 182 871
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trocknen von Granulat in mindestens zwei Trocknungsbehältern mittels erwärmter Trocknungsluft, die durch die parallel geschalteten Trocknungsbehälter und durch einen Trocknungslufttrockner umgewälzt wird, wobei jeder einem Trocknungsbehälter zugeführte Trocknungsluftstrom mit einer diesem Trocknungbehälter zugeordneten Einzelheizeinrichtung erwärmt wird und der dem einzelnen Trocknungsbehälter zugeführte Trocknungsluftstrom jeweils in Abhängigkeit von einer die momentanen Verhältnisse im betreffenden Trocknungsbehälter widerspiegelnden Temperatur mehr oder minder gedrosselt wird.

    [0002] Ein derartiges Verfahren ist aus EP 61 161 A bekannt. Dort sind drei parallel geschaltete Trocknungsbehälter vorgesehen, in deren Zweigleitungszulauf jeweils eine Drosselklappe vor dem Trocknungsbehälter eingebaut ist, die über einen Stellmotor in Abhängigkeit vom Signal eines Temperaturfühlers betätigt wird, der im Zweigleitungsablauf hinter dem Trocknungsbehälter angeordnet ist. Der Trocknungslufttrockner weist Adsorbtionszellen auf, durch die im Wechsel die umgewälzte Trocknungsluft und ein Regenerationsmittel (Heißluft) durchgeleitet werden. Allerdings ist nur eine einzige gemeinsame Heizeinrichtung vorgesehen und am Ausgang des Trocknungslufttrockners wird die Trocknungsluft durch die einzige Heizeinrichtung geleitet, bevor sie in die Vorlaufleitung zu den Trocknungsbehältern eintritt.

    [0003] Aus DE 42 34 696 A ist es bereits bekannt, bei einer Anlage mit zwei parallel geschalteten Trocknungsbehältern zusätzlich zur gemeinsamen Heizeinrichtung Zusatzheizungen vorzusehen, die jeweils nur einem Trocknungsbehälter zugeordnet und in dessen Zulaufleitung eingebaut sind. Diese Zusatzheizungen werden jeweils in Abhängigkeit von der Temperatur des zu trocknenden Gutes am unteren Ausgang des Trocknungsbehälters zugeschaltet bzw. abgeschaltet. Ferner läßt sich der Trocknungsluftdurchsatz durch die Zuleitungen zu den Trocknungsbehältern nicht drosseln sondern nur ganz absperren bzw. freigeben, und zwar in Abhängigkeit von der Temperatur des zu trocknenden Gutes am oberen Ende des betreffenden Trocknungsbehälters. Hier führt das Nebeneinander von Gesamtheizeinrichtung und Zusatzheizungen zu einem unerwünschten Mehraufwand. Ferner ist es nachteilig, daß sich der Trocknungsluftdurchsatz zu den einzelnen Trocknungsbehältern nicht den jeweiligen Gegebenheiten anpassen läßt.

    [0004] Aus DE 296 21 313 U ist das eingangs beschriebene Verfahren bekannt. Die dort beschriebene Trocknungsanlage weist drei parallel geschaltete Trocknungsbehälter auf, denen jeweils eine Einzelheizeinrichtung und eine Drosseleinrichtung für die dem betreffenden Trocknungsbehälter zugeführte Trocknungsluft zugeordnet sind. Somit ist es möglich, die Trocknungsbehälter mit Trocknungsluft von unterschiedlicher Temperatur zu beschicken, was beispielsweise dann zweckmäßig ist, wenn in den einzelnen Trocknungsbehältern verschiedene Materialien getrocknet werden sollen, die wegen abweichender Temperaturempfindlichkeit bei unterschiedlichen Temperaturen getrocknet werden sollten. Da jedoch die Luftmengenverteilung auf die einzelnen Trocknungsbehälter durch das Ausmaß der Drosselung der den einzelnen Trocknungsbehältern zugeführten Trocknungsluftströme bestimmt wird, kann sich die Situation ergeben, daß eine der Einzelheizeinrichtungen übermäßig stark mit einem hohen Trocknungsluftdurchsatz beansprucht wird, so daß die vorgesehene Aufheiztemperatur der Trocknungsluft eventuell nicht mehr erreicht wird. Um die Sollwerttemperatur bei allen Betriebszuständen einhalten zu können, müssen daher in nachteiliger Weise übermäßig leistungsstarke und somit aufwändige Einzelheizeinrichtungen eingesetzt werden.

    [0005] Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde das bekannte Verfahren so zu verbessern, daß für die einzelnen Trocknungsbehälter Trocknungsluft unterschiedlich hoher Temperatur zur Verfügung gestellt werden kann und die Solltemperaturen der verschiedenen Trocknungsluftströme unter allen Betriebsbedingungen erreicht werden, ohne daß dazu übermäßig leistungsstarke Heizeinrichtungen verwendet werden müssen.

    [0006] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Trocknungsluftströme nicht nur temperaturabhängig sondern auch in Abhängigkeit von der jeweiligen Heizleistung der betreffenden Einzelheizeinrichtung derart gesteuert werden, daß bei Erreichen einer vorbestimmten Heizleistung der Einzelheizeinrichtung der betreffende Trocknungsluftstrom zusätzlich gedrosselt wird, so daß seine Aufheizung auf eine vorgewählte Solltemperatur unabhängig von der Trocknungsluftmengenverteilung auf die einzelnen Trocknungsluftströme gewährleistet ist.

    [0007] Das Vorsehen der Einzelheizeinrichtungen schafft die Möglichkeit, die verschiedenen Trocknungsbehältern zugeleiteten Trocknungsluftströme den jeweiligen Anforderungen entsprechend auf unterschiedliche Temperaturen zu erwärmen. Wird die Kapazität einer Einzelheizeinrichtung überschritten, weil der betreffende Trocknungsluftstrom infolge einer starken Drosselung der anderen Trocknungsluftströme stark ansteigt und/oder für den betreffenden Trocknungsluftstrom eine vergleichsweise hohe Solltemperatur vorgegeben ist, so erfährt der betreffende Trocknungsluftstrom eine Drosselung, bis das Verhältnis des Trocknungsluftdurchsatzes zur verfügbaren Heizleistung wieder ausreicht, um die Solltemperatur zu erzielen. Daher kann auf überdimensionierte Einzelheizeinrichtungen verzichtet werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß unter extremen Betriebsbedingungen an einem der Trocknungsbehälter die Solltemperatur der Trocknungsluft nicht erreicht wird.

    [0008] Das erfindungsgemäße Verfahren wird bei Verwendung von bedarfsabhängig selbsttätig an- und abschaltbaren Einzelheizeinrichtungen zweckmäßigerweise so durchgeführt, daß die heizleistungsabhängige Zusatzdrosselung eines Trocknungsluftstroms dann ausgelöst wird, wenn die betreffende Einzelheizeinrichtung innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne nicht abschaltet. Der während der Zeitspanne festgestellte Dauerbetrieb der Einzelheizeinrichtung wird dabei in dem Sinne gewertet, daß die Heizleistung nicht ausreicht, um beim momentanen Trocknungsluftdurchsatz die Solltemperatur zu erreichen.

    [0009] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit mindestens zwei Trocknungsbehältern und einem Trocknungslufttrockner, die in einen ein Gebläse aufweisenden Trocknungskreislauf für Trocknungsluft eingebaut sind, der eine Vorlaufleitung und eine Rücklaufleitung und diese verbindende Zweigleitungen für die parallele Anordnung der Trocknungsbehälter aufweist, wobei in jedem Zweigleitungszulauf zum Trocknungsbehälter eine Drosselklappe und eine jeweils diesem Trocknungsbehälter zugeordnete Einzelheizeinrichtung eingebaut sind und jedem Trocknungsbehälter ein Temperaturfühler zugeordnet ist, der über eine Signalleitung mit einem Steuergerät zur Verstellung der Drosselklappe verbunden ist.

    [0010] Eine solche Vorrichtung ist gleichfalls aus EP 61 161 A bekannt. Ihr haften in entsprechender Weise die vorgenannten Nachteile an.

    [0011] Um diesen Nachteilen zu begegnen, ist die bekannte Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch verbessert, daß jede Einzelheizeinrichtung über eine Heizleistungs-Signalleitung mit dem Steuergerät für die demselben Trocknungsbehälter zugeordnete Drosselklappe verbunden ist.

    [0012] Mit der in dieser Weise ausgebildeten Vorrichtung lassen sich das vorbeschriebene erfindungsgemäße Verfahren betreiben und somit auch die entsprechenden Vorteile erzielen.

    [0013] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung ist in jeder Zulaufzweigleitung die Einzelheizeinrichtung hinter der Drosselklappe angeordnet. Dadurch läßt sich die Einzelheizeinrichtung nahe beim zugehörigen Trocknungsbehälter anordnen, was die Wärmeverluste vermindert bzw. den Aufwand für Isolierungsmaßnahmen herabsetzt. Zugleich ist die Drosselklappe weniger wärmebelastet. Bei einer anderen zweckmäßigen Ausgestaltung sind die Temperaturfühler jeweils in den betreffenden Trocknungsbehälter eingebaut. Auf diese Weise lassen sich zuverlässige Temperaturwerte für die Steuerung der Vorrichtung erzielen.

    [0014] Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt im wesentlichen in einer Draufsicht eine Vorrichtung mit zwei in Seitenansicht dargestellten Trocknungsbehältern und mit einem Trocknungslufttrockner.

    [0015] In der Zeichnung sind ein Regenerationskreislauf 8 und ein Trocknungskreislauf 9 dargestellt, die innerhalb eines Trocknungslufttrockners 10 zusammengeführt sind.

    [0016] In den Regenerationskreislauf 8 sind in Strömungsrichtung hintereinander ein Ansaugfilter 1, ein Regeneriergebläse 2, eine Regenerierheizung 3 und die beiden Umsteuerventile 4a, 4b eingebaut, zwischen denen zwei Adsorbtionszellen 5a, 5b angeordnet sind.

    [0017] Die beiden Umsteuerventile 4a, 4b und die beiden Adsorptionszellen 5a, 5b sind in gleicher Weise auch dem Trocknungskreislauf 9 zugeordnet, sodaß durch Umsteuerung der Umsteuerventile 4a, 4b die beiden Adsorbtionszellen 5a, 5b im Wechsel in den Regenerationskreislauf 8 bzw. in den Trocknungskreislauf 9 eingeschaltet sind.

    [0018] Der Trocknungskreislauf 9 ist mit einem Gebläse 6 für die Trocknungsluft und mit einem Filter 7 für die Rücklauf luft versehen.

    [0019] Zum Trocknungskreislauf 9 gehören eine Vorlaufleitung 11 und eine Rücklaufleitung 12 für die umgewälzte Trocknungsluft sowie eine erste Zweigleitung mit einem Zweigleitungszulauf 21 und einem Zweigleitungsablauf 28 und eine zweite Zweigleitung mit einem Zweigleitungszulauf 31 und einem Zweigleitungsablauf 38, die jeweils an die Vorlaufleitung 11 bzw. an die Rücklaufleitung 12 angeschlossen und durch einen ersten Trocknungsbehälter 20 bzw. einen zweiten Trocknungsbehälter 30 hindurch miteinander verbunden sind. Die beiden Trocknungsbehälter 20 und 30 dienen der Trocknung von Granulat, das in bekannter Weise zuund abgeführt wird, so daß nähere Erläuterungen dazu nicht erforderlich sind.

    [0020] Die beiden Trocknungsbehälter 20, 30 sind - wie die Zeichnung deutlich macht - in gleicher Weise ausgebildet, und die ihnen zugeordneten Vorrichtungsteile sind ebenfalls in gleicher Weise ausgebildet. so enthält jeder Zweigleitungszulauf 21, 31 eine Drosselklappe 22a, 32a und eine Einzelheizeinrichtung 23a, 33a. Die Heizleistung wird so geregelt, daß die dem Trocknungsbehälter 20, 30 zugeführte Trocknungsluft eine gegebenenfalls auf das zu trocknende Granulat abgestimmte Solltemperatur aufweist. Dazu ist im Zweigleitungszulauf 21, 31 zwischen der Einzelheizeinrichtung 23a, 33a und dem Trocknungsbehälter 20, 30 ein Temperaturfühler 23e, 33e angeordnet, der über eine Signalleitung 23d, 33d mit einem Steuergerät 23c, 33c verbunden ist, das die Wärmezufuhr durch die Heizleitung 23b, 33b zur Einzelheizeinrichtung 23a, 33a steuert.

    [0021] Die Drosselklappe 22a, 32a ermöglicht eine Anpassung des Luftdurchsatzes an den Granulatdurchsatz durch den Trocknungsbehälter 20, 30, um in diesem optimale Trocknungsbedingungen (Trocknungstemperaturen) aufrecht zu erhalten. Dazu ist in den Trocknungsbehälter 20, 30 ein Temperaturfühler 22e, 32e einge-baut, der über eine Signalleitung 22d, 32d die Behältertemperatur an ein Steuergerät 22c, 32c meldet. Dieses erzeugt ein Stellsignal für die Drosselklappe 22a, 32a, das zu dieser über eine Steuerleitung 22b, 32b übertragen wird.

    [0022] Das Steuergerät 23c, 33c für die Heizleistung ist über eine Signalleitung 24, 34 mit dem Steuergerät 22c, 32c für die Drosselklappe 22a, 32a verbunden und liefert diesem die Heizleistung betreffende Daten.

    [0023] Die dargestellte und beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt:

    [0024] Das in die Trocknungsbehälter 20, 30 eingefüllte Granulat, bei dem es sich jeweils um verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften handeln kann, wird mit der durch den Trocknungskreislauf 9 mittels des Gebläses 6 umgewälzten Trocknungsluft getrocknet, die beispielsweise mittels der Adsorbtionszelle 5b laufend entfeuchtet wird. Während dieser Betriebsphase ist die Adsorptionszelle 5a im Regenerationskreislauf 8 angeordnet und wird dementsprechend regeneriert. Nach einer vorbestimmten Betriebsdauer und insbesondere rechtzeitig vor einer vollständigen Erschöpfung der Adsorbtionszelle 5b werden die Umsteuerventile 4a, 4b umgeschaltet, so daß jetzt die frisch regenerierte Adsorbtionszelle 5a im Trocknungskreislauf 9 und die mehr oder minder erschöpfte Adsorbtionszelle 5b im Regenerationskreislauf 8 liegt und nun regeneriert wird. Diese Umschaltung zwischen den Adsorbtionszellen 5a und 5b setzt sich entsprechend fort.

    [0025] Während des Trocknungsbetriebs wird die den Trocknungsbehältern 20, 30 zugeführte Trocknungsluft individuell in den Einzelheizeinrichtungen 23b, 33b bis auf die jeweils vorgesehene Solltemperatur aufgeheizt. In Abhängigkeit vom durch den Temperaturfühler 22e, 32e festgestellten Temperaturwert wird über das Steuergerät 22c, 32c die Drosselklappe 22a, 32a auf einen optimalen Trocknungsluftdurchsatz im betreffenden Trocknungsbehälter 20, 30 eingestellt.

    [0026] Da jedoch das Schließen einer Drosselklappe 22a oder 32a nicht nur den Trocknungsluftdurchsatz durch den zugeordneten Trocknungsbehälter 20 oder 30 herabsetzt sondern auch zu einer Erhöhung des Trocknungsluftdurchsatzes durch die andere Zweigleitung mit der Drosselklappe 32a bzw. 22a und durch den betreffenden Trocknungsbehälter 30 bzw. 20 führt, kann es dort zu einem übermäßigen Trocknungsluftdurchsatz kommen, bei dem die zugeordnete Einzelheizeinrichtung 33a bzw. 23a wegen begrenzter Heizkapazität nicht mehr in der Lage ist, eine Aufheizung bis auf die Solltemperatur zu erreichen. Ein solcher Zustand, der durch den Dauerbetrieb (Volllast) der Einzelheizeinrichtung 23a, 33a gekennzeichnet ist, wird dem Steuergerät 22c, 32c über die Heizleistungs-Signalleitung 24, 34 mitgeteilt, was eine zusätzliche Drosselung der Trocknungsluft in der überlasteten Zweigleitung auslöst, so daß die Temperatur der Trocknungsluft wieder bis auf den Sollwert ansteigt.

    [0027] Vorstehend ist ausgeführt, daß durch den Trocknungskreislauf 9 Luft umgewälzt wird. Das ist nicht einschränkend zu verstehen, denn anstelle von Luft können auch andere Gase wie beispielsweise Stickstoff im Trocknungskreislauf 9 eingesetzt und durch die Trocknungsbehälter umgewälzt werden.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Trocknen von Granulat in mindestens zwei Trocknungsbehältern (20, 30) mittels erwärmter Trocknungsluft, die durch die parallel geschalteten Trocknungsbehälter (20, 30) und durch einen Trocknungslufttrockner (10) umgewälzt wird, wobei jeder einem Trocknungsbehälter (20, 30) zugeführte Trocknungsluftstrom mit einer diesem Trocknungsbehälter (20 bzw. 30) zugeordneten Einzelheizeinrichtung (23a, 33a) erwärmt wird und der dem einzelnen Trocknungsbehälter (20, 30) zugeführte Trocknungsluftstrom jeweils in Abhängigkeit von einer die momentanen Verhältnisse im betreffenden Trocknungsbehälter (20, 30) widerspiegelnden Temperatur mehr oder minder gedrosselt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknungsluftströme nicht nur temperaturabhängig sondern auch in Abhängigkeit von der jeweiligen Heizleistung der betreffenden Einzelheizeinrichtung (23a, 33a) derart gesteuert werden, daß bei Erreichen einer vorbestimmten Heizleistung der Einzelheizeinrichtung (23a, 33a) der betreffende Trocknungsluftstrom zusätzlich gedrosselt wird, so daß seine Aufheisung auf eine vorgewählte Solltemperatur unabhängig von der Trocknungsluftmengenverteilung auf die einzelnen Trocknungsluftströme gewährleistet ist.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1 mit bedarfsabhängig selbsttätig an- und abschaltbaren Einzelheizeinrichtungen (23a, 33a), dadurch gekennzeichnet, daß die heizleistungsabhängige Zusatzdrosselung eines Trocknungsluftstroms dann ausgelöst wird, wenn die betreffende Einzelheizeinrichtung (23a, 33a) innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne nicht abschltet.
     
    3. Vorritchung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 mit mindestens zwei Trocknungsbehältern (20, 30) und einem Trocknungslufttrochner (10), die in einen ein Gebläse (6) aufweisenden Trocknungskreislauf (9) für Trocknungslüft eingebaut sind, der eine Vorlaufleitung (11) und eine Rücklaufleitung (12) und diese verbindende Zweigleitungen (21, 28; 31, 38) für die parallele Anordnung der Trocknungsbehälter (20, 30) aufweist, wobei in jeden Zweigleitungszulauf (21, 31) zum Trocknungsbehälter (20, 30) eine Drosselklappe (22a, 32a) und eine jeweils diesem Trocknungsbehälter (20, 30) zugeordnete Einzelheizeinrichtung (23a, 33a) eingebaut sind und jedem Trocknungsbehälter (20, 30) ein Temperaturfühler (22e, 32e) zugeordnet ist, der über eine Signalleitung (22d, 32d) mit einem Steuergerät (22c, 32c) zur Verstellung der Drosselklappe (22a, 32a) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einzelheizeinrichtung (23a, 33a) über eine Heizleistungs-Signalleitung (24, 34) mit dem Steuergerät (22c, 32c) für die demselben Trocknungsbehälter (20, 30) zugeordnete Drosselklappe (22a, 32a) verbunden ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Zulaufzweigleitung (21, 31) die Einzelheizeinrichtung (23a, 33a) hinter der Drosselklappe (22a, 32a) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Method of drying granulate in at least two drying containers (20, 30) by means of heated drying air, which is circulated through the drying containers, which are connected in parallel, (20, 30) and through a drying air drier (10), wherein each drying air flow fed to a drying container (20, 30) is heated by an individual heating device (23a, 33a), which is associated with this drying container (20 or 30), and the drying air flow fed to the individual drying containers (20, 30) is throttled in each instance to greater or lesser extent in dependence on a temperature reflecting the instantaneous conditions in the relevant drying container (20, 30), characterised in that the drying air flows are controlled not only temperature-dependently, but also in dependence on the respective heat output of the relevant individual heating device (23a, 33a) in such a manner that on attainment of a predetermined heat output of the individual heating device (23a, 33a) the respective drying air flow is additionally throttled so that the heating up thereof to a preselected target temperature is guaranteed independently of the drying air quantity distribution to the individual drying air flows.
     
    2. Method according to claim 1 with individual heating devices (23a, 33a) able to be automatically switched on and off depending on need, characterised in that the additional throttling of a drying air flow in dependence on heat output is triggered when the respective individual heating device (23a, 33a) is not switched off within a predetermined time period.
     
    3. Device for carrying out the method according to claim 1 or 2 with at least two drying containers (20, 30) and a drying air drier (10), which are installed in a drying circuit (9), which has a fan (6), for drying air, the drying circuit having a forward duct (11) and a return duct (12) and branch ducts (21, 28; 31, 38) connecting these for the parallel arrangement of the drying containers (20, 30), wherein a throttle flap (22a, 32a) and an individual heating device (23a, 33a), which is associated with a respective one of these drying containers (20, 30), are incorporated in each branch duct feed (21, 31) to the drying container (20, 30) and each drying container (20, 30) is associated with a temperature sensor (22e, 32e) which is connected by way of a signal line (22d, 32d) with control apparatus (22c, 32c) for adjusting the throttle flap (22a, 32a), characterised in that each individual heating device (23a, 33a) is connected by way of a heat output signal line (24, 34) with the control apparatus (22c, 32c) for the throttle flap (22a, 32a) associated with the same drying container (20, 30).
     
    4. Device according to claim 3, characterised in that in each feed branch duct (21, 31) the individual heating device (23a, 33a) is arranged behind the throttle flap (22a, 32a).
     


    Revendications

    1. Procédé de séchage de granulat dans au moins deux récipients de séchage (20, 30) au moyen d'air de séchage échauffé que l'on fait circuler à travers les récipients de séchage (20, 30) montés en parallèle et à travers un sécheur (10) d'air de séchage, chaque flux d'air de séchage apporté à un récipient de séchage (20, 30) étant échauffé par un équipement individuel de chauffage (23a, 33a) associé à ce récipient de séchage (20 ou 30), et le flux d'air de séchage apporté au récipient individuel de séchage (20, 30) étant respectivement plus ou moins étranglé en fonction d'une température reflétant les conditions momentanées dans le récipient de séchage concerné (20, 30), caractérisé en ce que les flux d'air de séchage sont commandés non seulement en fonction de la température mais aussi en fonction de la puissance de chauffage respective de l'équipement individuel de chauffage (23a, 33a) concerné, de telle sorte qu'à l'atteinte d'une puissance prédéterminée de chauffage de l'équipement individuel de chauffage (23a, 33a), le flux concerné d'air de chauffage subit un étranglement supplémentaire, de sorte que son échauffement à une température de consigne présélectionnée est garanti indépendamment de la répartition quantitative de l'air de séchage sur les flux individuels d'air de séchage.
     
    2. Procédé selon la revendication 1 avec des équipements individuels de chauffage (23a, 33a) pouvant être automatiquement activés et désactivés en fonction des besoins, caractérisé en ce que l'étranglement supplémentaire d'un flux d'air de séchage en fonction de la puissance de chauffage est déclenché si l'équipement individuel de chauffage (23a, 33a) concerné ne se désactive pas à l'intérieur d'un intervalle de temps prédéterminé.
     
    3. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1 ou 2, avec au moins deux récipients de séchage (20, 30) et un sécheur (10) d'air de séchage qui sont incorporés dans un circuit de séchage (9) pour l'air de séchage qui comprend une soufflante (6) et qui présente une conduite aller (11), une conduite de retour (12) et des conduites dérivées (21, 28; 21, 38) reliant les conduites précitées pour la disposition en parallèle des récipients de séchage (20, 30), un clapet d'étranglement (22a, 32a) et un équipement individuel de chauffage (23a, 33a) respectivement associé à chaque récipient de séchage (20, 30) étant incorporés dans chaque conduite dérivée d'amenée (21, 31) menant à ce récipient de séchage (20, 30) et un capteur de température (22e, 32e) étant associé à chaque récipient de séchage (20, 30), capteur qui est relié par l'intermédiaire d'une ligne de signaux (22d, 32d) à un appareil de commande (22c, 32c) pour régler le clapet d'étranglement (22a, 32a), caractérisé en ce que chaque équipement individuel de chauffage (23a, 33a) est relié par l'intermédiaire d'une ligne (24, 34) de signaux de puissance de chauffage à l'appareil de commande (22c, 32c) pour le clapet d'étranglement (22a, 32a) associé au récipient de séchage correspondant (20, 30).
     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'équipement individuel de chauffage (23a, 33a) est disposé après le clapet d'étranglement (22a, 32a) dans chaque conduite dérivée d'amenée (21, 31).
     




    Zeichnung