[0001] Die Erfindung betrifft einen elektr. Steckverbinder, bestehend aus einem Steckerteil
mit Isolierstoffgehäuse und einem Buchsenteil mit Isolierstoffgehäuse, die beide jeweils
pro Pol eine angeformte Berührungsschutzhülse aufweisen derart, daß beim Schließen
des Steckverbinders die Berührungsschutzhülsen, die die Buchsenkontakte des Buchsenteils
umschließen, in die Aufnahmekammern der Berührungsschutzhülsen, die die Steckerstifte
des Steckerteils umgeben, einschiebbar sind, wobei die Querschnittsprofile der Aufnahmekammern
der Berührungsschutzhülsen des Steckerteils jeweils form- und weitgehend paßgenau
dem äußeren Querschnittsprofil der jeweils zugeordneten Berührungsschutzhülsen der
Buchsenkontakte entsprechen (= feste Codierung).
[0002] Steckverbinder dieser Art sind aus der EP 0 471 943 B1 bekannt. Sie werden in der
Geräte- und Installationstechnik vielfach eingesetzt und haben den systembedingten
Nachteil, daß die zu Codierungszwecken formgleich ineinanderschiebbaren Berührungsschutzhülsen
doch in ihrer Passungsgenauigkeit ein ausreichend großes Spiel aufweisen müssen, damit
in der Praxis die Berührungsschutzhülsen mit möglichst geringen Steckkräften ineinandergeschoben
und wieder auseinandergezogen werden können.
[0003] Das vorgenannte Spiel in der Passungsgenauigkeit der Berührungsschutzhülsen eines
Steckverbinders bedingt, daß die Steckverbinder im geschlossenen Zustand nicht sehr
stabil sind, zumal da die relativ lang ausgeführten Berührungsschutzhülsen des Steckerteils,
die in einem Abstand den jeweiligen Steckerstift umgeben (= Querschnitt der Aufnahmekammern)
wegen ihres rohrförmigen Querschnittprofils und wegen ihrer meist geringen Wandstärken
relativ instabil sind. Im robusten Einsatz solcher Steckverbinder, z.B. im Heizungsbau,
kann die Instabilität zu Kontaktproblemen führen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine stabilere Ausführungsform solcher Steckverbinder
zu entwickeln, ohne daß zu diesem Zweck die Steckkräfte beim Schließen und Öffnen
des Steckverbinders größer werden oder die Codierungsmöglichkeiten der ineinanderzuschiebenden
Berührungsschutzhülsen eingeschränkt werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Berührungsschutzhülsen
des Steckerteils jeweils ein Mehrkammer-Querschnittsprofil, vorzugsweise ein 2-Kammer-Querschnittsprofil
aufweisen, das aus der ersten Aufnahmekammer, die den Steckerstift umgibt und einer
zweiten Aufnahmekammer gebildet ist derart, daß die zweite Aufnahmekammer zu der ersten
Aufnahmekammer parallel verläuft und mit dieser einstückig ausgeformt ist und von
der ersten Aufnahmekammer durch eine Isolierstoff-Zwischenwand getrennt ist.
[0006] Das vorgeschlagene 2-Kammer-Querschnittsprofil der Berührungschutzhülsen des Steckerteils
verbessert die Formstabilität (Steifigkeit) der relativ langen Berührungsschutzhülsen
sehr wesentlich, wobei der Materialeinsatz für die Isolierstoffwandungen der zweiten
Aufnahmekammer nur geringfügig steigt, denn die neuen 2-Kammer-Berührungsschutzhülsen
gewinnen ihre verbesserte Formstabilität in erster Linie aus dem Mehrkammer-Querschnittsprofil
und nicht aus einer Erhöhung der Wandstärken der Aufnahmekammern.
[0007] Durch das Einschieben der Berührungsschutzhülsen der Buchsenkontakte (die von Haus
aus stabiler sind, da sie die Buchsenkontakte enger und mit dickeren Wandstärken umschließen,
siehe EP 0 471 943 B1) in die Berührungsschutzhülsen der Steckerstifte ( die nach
der Lehre der Erfindung als 2-Kammer-Berührungsschutzhülsen ausgebildet sind ) erreicht
der Steckverbinder insgesamt im geschlossenen Zustand eine hohe Gebrauchsstabilität,
und zwar auch dann, wenn zunächst die zweite Aufnahmekammer der Berührungsschutzhülsen
des Steckerteils ungenutzt bleibt.
[0008] Doch eine Weiterentwicklung der Erfindung sieht vor, daß die zweite Aufnahmekammer
der 2-Kammer-Berührungsschutzhülsen sinnvoll genutzt wird.
[0009] Nach Anspruch 2 kann die zweite Aufnahmekammer einen Steckzapfen aufnehmen, der an
dem Isolierstoffgehäuse des Buchsenteils angeformt ist und der beim Schließen des
Steckverbinders form- und weitgehend paßgenau in die jeweils zugeordnete zweite Aufnahmekammer
des 2-Kammer-Querschnittsprofils der Berührungsschutzhülsen des Steckerteils einfährt.
[0010] Steckzapfen dieser Art, die mit dem Isolierstoffgehäuse des Buchsenteils formsteif
ausgeformt sind, bewirken eine zusätzliche Stabilisierung des geschlossenen Steckverbinders,
so daß dieser für besonders robuste Praxiseinsätze geeignet ist.
[0011] Eine andere Möglichkeit der Nutzung der zweiten Aufnahmekammer der 2-Kammer-Berührungsschutzhülsen
sieht nach Anspruch 3 vor, daß wiederum Steckzapfen an dem Isolierstoffgehäuse des
Buchsenteils angeformt sind, diese jedoch nahe dem Isolierstoffgehäuse Sollbruchkerben
aufweisen, so daß sie zu Codierungszwecken wahlweise abgetrennt (z.B. abgebrochen)
werden können und in die jeweils zugeordnete Aufnahmekammer der 2-Kammer-Berührungsschutzhülsen
des Steckerteils einsetzbar sind. Dadurch besitzt ein Steckverbinder der erfindungsgemäßen
Art zusätzlich zu seiner festen Codierung ( die durch die jeweilige Formgleichheit
der ineinanderschiebbaren Berührungsschutzhülsen herstellerseitig fest vorgegeben
ist ) eine weitere variable Codierungsmöglichkeit.
[0012] Nach Anspruch 4 ist es sehr vorteilhaft, das 2-Kammer-Querschnittsprofil der Berührungsschutzhülsen
des Steckerteils zweistöckig auszubilden derart, daß sich alle zweiten Aufnahmekammern
in einem oberen Stockwerk befinden und daß alle ersten Aufnahmekammern in einem unteren
Stockwerk angeordnet sind, wobei die vorgenannte feste Codierung dadurch realisiert
ist, daß herstellerseitig in den Seitenwänden der ersten Aufnahmekammern Vor- und
Rücksprünge eingeformt sind, die sich ausschließlich in Richtung des unteren Stockwerks
erstrecken. Dadurch ist das untere Stockwerk optimal genutzt, und es wird trotz der
Anordnung der zweiten Aufnahmekammern in einem oberen Stockwerk insgesamt ein relativ
flacher Gesamtaufbau des Steckverbinders erreicht.
[0013] In dem oberen Stockwerk, in dem entsprechend der vorstehend beschriebenen Ausführungsform
der Erfindung die zweiten Aufnahmekammern der 2-Kammer-Berührungsschutzhülsen des
Steckerteils positioniert sind, ist eine optimale Raumnutzung gemäß Anspruch 5 dadurch
gekennzeichnet, daß die in Richtung des oberen Stockwerks sich erstreckende Breite
der zweiten Aufnahmekammern derart bemessen ist, daß in dem oberen Stockwerk zwischen
den zweiten Aufnahmekammern benachbarter Berührungsschutzhülsen ein Freiraum (= freier
Raum) entsteht, und daß in dem Freiraum die Bauelemente einer Verriegelungsvorrichtung
positioniert sind, die die Steckverbinderhälften (Steckerteil und Buchsenteil) im
geschlossenen Zustand miteinander verriegelt.
[0014] Diese Bauelemente einer Verriegelungsvorrichtung können nach Anspruch 6 nahezu vollständig
versenkt in dem Freiraum angeordnet sein derart, daß sie aus den äußeren Konturen
der Steckverbinderhälften des Steckverbinders nicht oder nur geringfügig vorstehen.
Hierdurch ist die Verriegelungsvorrichtung gegen ein unbeabsichtigtes Lösen weitestgehend
geschützt.
[0015] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 und 2
- Steckerteil und Buchsenteil eines Steckverbinders gemäß der Erfindung,
- Fig. 3
- diverse Codierungsmöglichkeiten des Steckverbinders,
- Fig. 4
- Bauelemente einer Verriegelungsvorrichtung,
- Fig. 5 und 6
- Steckerteil und Buchsenteil gemäß Fig. 1 und 2 mit der Verriegelungsvorrichtung gemäß
Fig. 4.
[0016] In Fig. 1 und 2 ist der Steckerteil mit dem Isolierstoffgehäuse 10 (siehe Fig. 1)
und der Buchsenteil mit dem Isolierstoffgehäuse 11 (siehe Fig. 2) dargestellt. An
die Isolierstoffgehäuse sind pro Pol jeweils eine Berührungsschutzhülse 12 für den
Steckerstift 14 und eine Berührungsschutzhülse 13 für den Buchsenkontakt 15 angeformt.
[0017] Die Berührungsschutzhülse 12 des Steckerteils ist gemäß der Lehre der Erfindung als
2-Kammer-Berührungsschutzhülse ausgebildet mit einem 2-Kammer-Querschnittsprofil,
das aus der ersten Aufnahmekammer 20, die den Steckerstift 14 in einem Abstand umgibt,
und einer zweiten Aufnahmekammer 21 gebildet ist derart, daß die zweite
[0018] Aufnahmekammer 21 zu der ersten Aufnahmekammer 20 parallel verläuft und mit dieser
einstückig ausgeformt ist und von der ersten Aufnahmekammer durch eine Isolierstoff-Zwischenwand
23 getrennt ist.
[0019] Der in Fig. 2 dargestellte Buchsenteil des Steckverbinders besitzt pro Pol eine Berührungsschutzhülse
13, die in bekannter Weise den Buchsenkontakt 15 relativ eng umschließt und an ihrem
vorderen Ende eine Durchgangsöffnung 24 aufweist, über die der Steckerstift 14 in
den Buchsenkontakt 15 einsteckbar ist, sobald die Berührungsschutzhülse 13 des Buchsenkontaktes
in die erste Aufnahemkammer 20 der Berührungsschutzhülsen des Steckerteils eingeschoben
wird.
[0020] Herstellerseitig ist für das Ineinanderschieben der vorgenannten Berührungsschutzhülsen
beim Schließen des Steckverbinders eine feste Codierung in der Weise vorgegeben, daß
das Querschnittsprofil der ersten Aufnahmekammer 20 des Steckerteils form- und weitgehend
paßgenau dem äußeren Querschnittsprofil der jeweils zugeordneten Berührungsschutzhülsen
13 des Buchsenteils entsprechen muß. Fig. 3 verdeutlicht (jeweils in der Draufsicht
auf das vordere Ende der Berührungsschutzhülsen des Steckerteils) verschiedene Möglichkeiten
der Codierung eines 3-poligen Steckverbinders, wie er in den Fig. 1 und 2 als Beispiel
dargesteltl ist.
[0021] Oberhalb der Berührungsschutzhülsen 13 des in Fig. 2 dargestellten Buchsenteils sind
an dessen Isolierstoffgehäuse 11 Steckzapfen 22 angeformt, die beim Schließen des
Steckverbinders form- und weitgehend paßgenau in die jeweils zugeordnete zweite Aufnahmekammer
21 des 2-Kammer-Querschnittsprofils der Berührungsschutzhülsen des in Fig. 1 dargestellten
Steckerteils einfahren.
[0022] Diese Steckzapfen haben Solibruchkerben 24 und können von dem Isolierstoffgehäuse
des Buchsenteils abgetrennt werden. Im nicht-abgetrennten Zustand sind sie formsteif
mit dem Buchsenteil verbunden und geben dem geschlossenen Steckverbinder eine zusätzliche
Stabilität, da sie, wie vorstehend bereits erwähnt, in das 2-Kammer-Querschnittsprofil
des Steckerteils einfahren. Werden jedoch die Steckzapfen nach Wahl des Anwenders
an ihrer Sollbruchkerbe 24 von dem Buchsenteil abgetrennt und in die zweite Aufnahemkammer
21 des 2-Kammer-Querschnittsprofils der Berührungsschutzhülsen des Steckerteils eingesteckt
und verrastet, dann entsteht dadurch eine variable Codiermöglichkeit, die wahlweise
vom Anwender zusätzlich zu der vom Hersteller fest vorgegebenen Codierung durchzuführen
ist.
[0023] Damit die abgetrennten Steckzapfen in der jeweiligen zweiten Aufnahmekammer des 2-Kammer-Querschnittsprofils
der Berührungsschutzhülsen des Steckerteils unverlierbar verrasten können, ist vorgesehen,
daß die Steckzapfen 22 seitliche Quermulden 25 aufweisen (siehe Fig. 2) und nach ihrer
Abtrennung vom Buchsenteil mit ihrem Fußende voran in die zweiten Aufnahmekammern
eingesteckt werden, woraufhin ihre Quermulden 25 mit seitlichen Querwölbungen 26 verrasten,
die in der jeweils zweiten Aufnahmekammer ausgeformt sind (siehe Fig. 1).
[0024] Die am Kopfende der Steckzapfen jeweils vorhandene Vertiefung 27 für den Eingriff
einer Schraubendreherklinge (siehe Fig. 2) liegt im eingesteckten und verrasteten
Zustand des Steckzapfens direkt unterhalb des Arbeitsschlitzes 28 der zweiten Aufnahmekammer
(siehe Fig. 1), so daß der Steckzapfen auch wieder mittels einer Schraubendreherklinge
aus der zweiten Aufnahmekammer herausgearbeitet werden kann, wenn sich dies als notwendig
oder als wünschenswert erweisen sollte.
[0025] Fig. 1 läßt gut erkennen, daß bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das 2-Kammer-Querschnittsprofil
der Berührungsschutzhülsen zweistöckig aufgebaut ist. Im oberen Stockwerk liegen alle
zweiten Aufnahmekammern 21, und im unteren Stockwerk liegen alle ersten Aufnahmekammern
20, wobei sich die festen Codierungen im Querschnittsprofil der ersten Aufnahmekammern
grundsätzlich in den Seitenwänden der ersten
[0026] Aufnahmekammern befinden und sich in Richtung des unteren Stockwerks erstrecken,
so daß das obere Stockwerk von diesen Codierungen frei bleibt (vergl. hierzu Fig.
3 und Fig. 1).
[0027] Hieraus resultiert die Möglichkeit, in dem oberen Stockwerk zwischen den jeweiligen
zweiten Aufnahmekammern 21 benachbarter Berührungsschutzhülsen Freiräume zu schaffen,
in die die Bauelemente einer Verriegelungsvorrichtung positionierbar sind, die die
Steckverbinderhälften (Steckerteil und Buchsenteil) im geschlossenen Zustand miteinander
verriegelt. Die Fig. 4 zeigt eine solche Verriegelungsvorrichtung.
[0028] Die Verriegelungsvorrichtung gemäß Fig. 4 zeigt an jeder Steckverbinderhälfte jeweils
zwei angeformte Rasthakenaufnahmen 30, die alle baugleich ausgeführt sind und mit
einem Rasthaken-Verbindungsstück 31 zusammenarbeiten. Das Rasthaken-Verbindungsstück
besitzt auf jeder Seite zwei Haltezapfen 32, die in die Längsschächte 33 der Rasthakenaufnahmen
einsteckbar sind. Beim Einstecken gleitet der jeweilige Rasthaken 34 über die Anlaufschräge
35 in die Rastvertiefung 36.
[0029] Zum Lösen der Rasthaken 34 aus der Rastvertiefung 36 wird die Brücke 37 zwischen
den beiden benachbarten Rasthaken mittels einer Schraubendreherklinge unterfahren.
Zu diesem Zweck wird die Schraubendreherklinge über die Schräge 38 unter die Brücke
37 geschoben. Diese Art des Lösens der Rasthaken aus ihrer jeweiligen Rastvertiefung
kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite des dargestellten Rasthaken-Verbindungsstücks
ausgeführt werden.
[0030] Eine zweite Art des Lösens der in Fig. 4 auf der linken Seite dargestellten Rasthaken
ist mittels des Wipphebels 39 möglich, dessen rechtes Ende mit einem Werkzeug o.dergl.
niedergedrückt werden kann, so daß sein linkes Ende die Brücke 37 zwischen den auf
der linken Seite benachbarten Rasthaken anhebt.
[0031] Das Rasthaken-Verbindungsstück 31 kann vor dem Schließen des Steckverbinders zunächst
mit den Rasthakenaufnahmen der linken Steckverbinderhälfte oder mit den Rasthakenaufnahmen
der rechten Steckverbinderhälfte verrastet werden, so daß es mit der jeweiligen Steckverbinderhälfte
eine leicht zu handhabende Montageeinheit bildet.
[0032] Das Rasthaken-Verbindungsstück kann in der in Fig. 4 dargestellten Anordnung mit
den Rastaufnahmen 30 der Steckverbinderhälften verrastet werden, aber es kann auch
um 180° gedreht mit den Rastaufnahmen der Steckverbinderhälften verrastet werden,
je nachdem, welche Handhabungsvorteile der Anwender darin sieht, daß der Wipphebel
39 nahe der einen oder nahe der anderen Steckverbinderhälfte zu betätigen ist.
[0033] Die Fig. 5 und 6 zeigen, in welcher Weise die Rasthakenaufnahmen 30 in die Freiräume
der Steckverbinderhälften zu integrieren sind. Die Steckverbinderhälften selbst sind
bereits anhand der Fig. 1 und 2 im Detail erklärt, so daß darauf Bezug genommen werden
kann.
1. Elektr. Steckverbinder,
- bestehend aus einem Steckerteil mit Isolierstoffgehäuse und einem Buchsenteil mit
Isolierstoffgehäuse, die beide jeweils pro Pol eine angeformte Berührungsschutzhülse
aufweisen
- derart, daß beim Schließen des Steckverbinders die Berührungsschutzhülsen, die die
Buchsenkontakte des Buchsenteils umschließen, in die Aufnahmekammern der Berührungsschutzhülsen,
die die Steckerstifte des Steckerteils umgeben, einschiebbar sind,
- wobei die Querschnittsprofile der Aufnahmekammern der Berührungsschutzhülsen des
Steckerteils jeweils form- und weitgehend paßgenau dem äußeren Querschnittsprofil
der jeweils zugeordneten Berührungsschutzhülsen des Buchsenteils entsprechen (= feste
Codierung),
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Berührungsschutzhülsen (12) des Steckerteils jeweils ein Mehrkammer-Querschnittsprofil,
vorzugsweise ein 2-Kammer-Querschnittsprofil aufweisen, das aus der ersten Aufnahmekammer
(20), die den Steckerstift (14) umgibt, und einer zweiten Aufnahmekammer (21) gebildet
ist
- derart, daß die zweite Aufnahmekammer (21) zu der ersten Aufnahmekammer (20) parallel
verläuft und mit dieser einstückig ausgeformt ist und von der ersten Aufnahmekammer
durch eine Isolierstoff-Zwischenwand (23) getrennt ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- daß an dem Isolierstoffgehäuse des Buchsenteils Steckzapfen (22) angeformt sind,
die beim Schließen des Steckverbinders form- und weitgehend paßgenau in die jeweils
zugeordneten zweiten Aufnahmekammern (21) des 2-Kammer-Querschnittsprofils der Berührungsschutzhülsen
des Steckerteils einfahren.
3. Steckverbinder nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Steckzapfen (22) nahe dem Isolierstoffgehäuse des Buchsenteils Solibruchkerben
(24) aufweisen
- und daß in der Umfangsfläche der Steckzapfen vor- oder zurückspringende Formgebungen
(25) vorhanden sind mittels der die an der Solibruchkerbe abgetrennten Steckzapfen
in die zweite Aufnahmekammer (21) des 2-Kammer-Querschnittsprofils der Berührungsschutzhülsen
des Steckerteils verrastbar sind (= variable Codierung).
4. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die 2-Kammer-Querschnittsprofile der Berührungsschutzhülsen des Steckerteils
zweistöckig aufgebaut sind derart,
- daß sich alle zweiten Aufnahmekammern (21) in einem oberen Stockwerk befinden
- und daß alle ersten Aufnahmekammern (20) in einem unteren Stockwerk angeordnet sind,
- wobei in den Seitenwänden der ersten Aufnahmekammern zu Codierungszwecken Vor- und
Rücksprünge vorhanden sind, die sich ausschließlich in Richtung des unteren Stockwerks
erstrecken.
5. Steckverbinder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die in Richtung des oberen Stockwerks sich erstreckende Breite der zweiten Aufnahmekammern
(21) derart bemessen ist, daß in dem oberen Stockwerk zwischen den zweiten Aufnahmekammern
benachbarter Berührungsschutzhülsen ein Freiraum (= freier Raum) gebildet ist
- und daß in dem Freiraum die Bauelemente einer Verriegelungsvorrichtung positioniert
sind, die die Steckverbinderhälften (Steckerteil und Buchsenteil) im geschlossenen
Zustand miteinander verriegelt.
6. Steckverbinder nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Bauelemente der Verriegelungsvorrichtung weitgehend versenkt in dem Freiraum
positioniert sind derart, daß sie aus den äußeren Konturen der Steckverbinderhälften
des Steckverbinders nicht oder nur geringfügig vorstehen.