[0001] Die Erfindung betrifft eine Prägefolie, insbesondere Heissprägefolie, welche einen
Trägerfilm aufweist, auf dem eine mittels Wärme und/oder Druck auf ein Substrat übertragbare,
an dem Substrat klebend haftende Dekorlage lösbar angeordnet ist. Ausserdem befasst
sie sich mit Herstellungsverfahren für derartige Prägefolien.
[0002] Derartige Prägefolien werden zur Dekoration der unterschiedlichsten Substrate verwendet,
wobei die Dekorlage in verschiedener Art und Weise gestaltet sein kann. Üblicherweise
besteht die Dekorlage von Prägefolien aber aus zumindest einer nach der Aufbringung
der Dekorlage auf das Substrat die freie Aussenseite bildenden Schutzlackschicht sowie
weiteren, die eigentlichen Dekorationselemente bildenden Schichten. Meist ist die
dem Trägerfilm entfernteste Schicht der Dekorlage eine Kleberschicht, mittels derer
die Dekorlage dann am Substrat haftet. Prägefolien ganz spezieller Dekoration werden
seit einigen Jahren in ganz erheblichem Umfange auch benutzt, um Wertgegenstände oder
Wertdokumente, z.B. Banknoten, Schecks, Wertpapiere, Kreditkarten etc., mit einem
zusätzlichen Sicherheitsmerkmal zu versehen, das nur schwer gefälscht werden kann.
Für Sicherheitszwecke verwendet man in ganz erheblichem Umfange Heissprägefolien,
die mit sog. "OVDs" (Optically Variable Devices) versehen sind, wozu die Dekorlage
der Prägefolie üblicherweise eine meist thermoplastisch verformbare Schicht aufweist,
in welche dann eine beugungsoptisch wirksame Struktur, beispielsweise eine entsprechende
Gitterstruktur, im Verlauf der Herstellung der Prägefolie repliziert wird. Um eine
derartige, beugungsoptisch wirksame Struktur möglichst gut sichtbar zu machen, ist
es in einer Vielzahl von Fällen üblich, die entsprechend strukturierte Oberfläche
der verformbaren Schicht mit einer Reflexionsschicht zu versehen, die sich dadurch
auszeichnet, dass ihr Brechungsindex gegenüber dem der anliegenden Schicht der Dekorlage
sich wesentlich unterscheidet. Meist wird als Reflexionsschicht eine im allgemeinen
aufgedampfte Metallschicht eingesetzt.
[0003] Derartige Prägefolien sind beispielsweise in der DE 44 23 291 A1 als Stand der Technik
beschrieben.
[0004] Vor allem für Sicherheits-Anwendungen kann es nun wünschenswert sein, ein von der
Dekorlage einer Prägefolie gebildetes Sicherheitselement nach dem Aufbringen auf das
Substrat, z.B. eine Banknote, noch zu überdrucken, um auf diese Weise die Fälschung
weiter zu erschweren. Für die Übertragung der Dekorlage vom Trägerfilm der Prägefolie
auf das Substrat gibt es nun grundsätzlich zwei Möglichkeiten, nämlich entweder eine
streifenförmige Übertragung der Dekorlage mittels einer entsprechenden Rolle od.dgl.
oder eine patchweise Aufbringung entsprechender Bereiche der Dekorlage auf das Substrat.
Bisher ist man im allgemeinen davon ausgegangen, dass wenigstens eine Schicht der
Dekorlage der Prägefolie grossflächig vorhanden ist, wobei dann der entsprechende
Fleck bzw. Patch auf dem Substrat dadurch erzeugt wird, dass die Aufprägung der Dekorlage
auf das Substrat mittels eines entsprechend geformten Prägestempels erfolgt. Bei dieser
Art der Prägung bzw. Übertragung der Dekorlage vom Trägerfilm der Prägefolie auf das
Substrat wird aber im allgemeinen die Dekorlage der Prägefolie entlang des Randes
des zu übertragenden Patches von den Bereichen der Dekorlage, die auf dem Trägerfilm
verbleiben und zusammen mit diesem nach dem Prägen vom Substrat abgezogen werden,
abgerissen. Entsprechendes gilt für den Fall, dass bei Übertragung mittels einer Rolle
die von der Rolle erzeugte Spur geringere Breite aufweist als der auf dem Trägerfilm
vorhandene Dekorlagen-Streifen. Bei diesem Abreissen bzw. Herausreissen von Bereichen
der Dekorlage während der Präge-Übertragung entstehen sehr häufig kleine, abgesplitterte
Partikel, sog. Flakes, die beim anschliessenden Druckvorgang unter Umständen ganz
erheblich stören können, wobei zu berücksichtigen ist, dass gerade bei Sicherheitselementen
die Dekorlage zumindest bereichsweise metallisiert ist. Die Flakes stören vor allem
deswegen, weil sie zu einer Verschmutzung der Druckmaschine und damit zu unsauberem
Druck führen. Auch der auf ein Sicherheitselement nachträglich aufgebrachte Druck
ist ja häufig sehr fein strukuriert. Eine entsprechende Reinigung der Maschine, in
der unter Umständen aufeinanderfolgend der Prägevorgang einerseits sowie das Überdrucken
andererseits ausgeführt werden, zwischen dem Prägen und dem Drucken ist zumindest
mit vertretbarem Aufwand nicht möglich.
[0005] Ziel der Erfindung ist es daher, eine Prägefolie und Herstellungsverfahren vorzuschlagen,
die es gestatten, auf ein Substrat eine entsprechende Dekorlage in Form von einzelnen
Patches aufzubringen, ohne dass befürchtet werden muss, dass es zu einer störenden
Flake-Bildung kommt. Gleichzeitig soll sich eine entsprechende Prägefolie mit einer
sehr guten Genauigkeit und Passerhaltigkeit der möglicherweise vorhandenen, verschiedenen
Schichten der Dekorlage herstellen lassen.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird nach der Erfindung eine Prägefolie der eingangs genannten
Art vorgeschlagen, bei der die Dekorlage in einzelne, voneinander vollständig getrennte
und einzeln auf ein Substrat übertragbare Patches aufgeteilt ist, wobei um die einzelnen
Patches auf dem Trägerfilm jeweils ein Freiraum, in besonders einfacher Weise in Form
einer Umrandung, einer Breite von wenigstens 1 mm, vorzugsweise wenigstens 2 mm vorhanden
ist, in dem das in den Zwischenräumen ursprünglich vorhandene Dekorlagen-Material
nachträglich abgetragen ist, so dass dort der Trägerfilm freiliegt.
[0007] Eine derartige Prägefolie wird erfindungsgemäss zweckmässig so hergestellt, dass
auf den Trägerfilm die die Dekorlage bildenden Materialien in an sich von der Prägefolien-Herstellung
bekannter Weise derart aufgebracht werden, dass die Dekorlage überall über den Rand
der zu bildenden, übertragbaren Patches vorsteht, und dass zur Bildung der Freiräume
Dekorlagen-Material entlang des gesamten Randes jedes einzelnen Patches nachträglich
abgetragen wird.
[0008] Die erfindungsgemässe bzw. nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Prägefolie
zeichnet sich also dadurch aus, dass die genaue Begrenzung der auf das Substrat zu
übertragenden Patches durch eine nachträgliche Abtragung der über den gewünschten
Patch-Bereich hinausgehenden Bereiche der Dekorlage erzeugt ist. Dies hat insbesondere
den Vorteil, dass die Prägefolie, wie sie zur Übertragung der Dekorlagen-Patches auf
das Substrat verwendet wird, lediglich dort noch entsprechende Dekorlage-Schichten
aufweist, wo tatsächlich eine Übertragung erfolgen soll. Es muss also beim Übertragen
der entsprechenden Patches der Dekorlage auf das Substrat keine Trennung der Dekorlage
aus einer grösseren Fläche heraus mehr erfolgen. Infolgedessen ist es auch ausgeschlossen,
dass es zu der störenden Flake-Bildung kommt. Selbst wenn bei dem nachträglichen Abtragen
der Dekorlage im Bereich der Freiräume Flakes entstehen sollten, ist es ohne weiteres,
z.B. mittels einer an sich für Anlagen zur Bearbeitung mittels Laserstrahlung bekannten
Absaugeinrichtung, möglich, diese Flakes von der Prägefolie zu entfernen, bevor die
Prägefolie konfektioniert und an die Anwender ausgeliefert wird. Eine Verschmutzung
der Druckmaschine durch entsprechende Flakes ist ausgeschlossen.
[0009] Ein weiterer Vorteil des Vorgehens nach der Erfindung ist der, dass unter Umständen
Passerungsprobleme beseitigt werden können. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass
eine beugungsoptisch wirksame oder sonstige Struktur in eine Schicht der Dekorlage
repliziert werden soll. Man kann zwar recht genau drucken, also beispielsweise die
üblicherweise die Dekorlage bildenden Lackschichten exakt so aufbringen, dass sie
nur dort vorhanden sind, wo ein entsprechender, auf das Substrat zu übertragender
Patch gewünscht wird. Wenn dann aber in eine der Lackschichten eine entsprechende
Struktur repliziert werden soll, ist es erforderlich, mit vergleichsweise hoher Temperatur
zu arbeiten, wodurch meist der Trägerfilm stark gedehnt wird, was zu Ungenauigkeiten
in der Positionierung der Dekorlage-Flächen führt. Man erhält dann beispielsweise
eine Längsoder seitliche Verschiebung des replizierten Musters gegenüber der Lackschicht
der Dekorlage, was durchaus dazu führen kann, dass die Replikation nicht die gesamte
Schicht der Dekorlage, wo sie vorhanden sein sollte, erfasst, weil eine Versetzung
zwischen Replikation einerseits und Lackschicht andererseits erfolgt. Selbst wenn
man aber in einem derartigen Fall grossflächig oder ganzflächig eine entsprechende
Struktur einprägt, muss damit gerechnet werden, dass wegen der Temperaturerhöhung
entweder die Patches gegenseitig ihre Position verändern oder aber insbesondere die
Form und Grösse des Dekorlage-Patches sich unerwünscht ändert. Diese Einflüsse können
jedoch unberücksichtigt bleiben, wenn die bereits entsprechend ausgestaltete, d.h.
die diversen Schichten sowie ggf. eine replizierte Struktur aufweisende Dekorlage
in Patches aufgebracht wird, deren Abmessungen grösser sind als die der endgültig
gewünschten Patches, und die endgültige Form und Grösse der Dekorlage-Patches dann
durch vollständigen Abtrag der Dekorlage-Materialien in Freiräumen, zumindest in Umrandungen
des Patches, ausserhalb des gewünschten Bereichs hergestellt werden.
[0010] Erfindungsgemäss lässt sich somit nicht nur das Problem der Flake-Bildung beim Ausprägen
aus einer grossflächigen Dekorlage vermeiden. Zusätzlich kann auch die Genauigkeit
hinsichtlich Grösse, Gestalt und Positionierung der Dekorlage-Patches verbessert werden,
was eine Qualitätssteigerung der mit entsprechenden Patches versehenen Gegenstände,
beispielsweise Geldnoten etc., ermöglicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der
nachträgliche Abtrag des Dekorlage-Materials hinsichtlich der genauen Position sehr
gut steuerbar ist, z.B. über entsprechende Marken auf dem Trägerfilm. Die vorgesehenen
Freiräume um die Patches gewährleisten dabei, dass tatsächlich jeweils nur ein Patch
auf das Substrat übertragen wird, selbst wenn das zum Aufprägen der Patches auf das
Substrat vorhandene Werkzeug etwas grösser sein sollte als die Patch-Abmessungen,
was günstig sein kann, um zu gewährleisten, dass die Patches entlang ihres Randes
sauber und gut an das Substrat angedrückt und mit diesem verbunden werden. Andernfalls
bestünde ja die Gefahr, dass während der Weiterbearbeitung des bereits mit entsprechenden
Dekorlage-Patches versehenen Gegenstandes nicht fest am Substrat haftende Bereiche
der Dekorlage abgelöst werden und dann erneut störende Flakes bilden.
[0011] Der Abtrag des Dekorlagen-Materials in den Freiräumen kann in verschiedener Weise
erfolgen, wobei jedoch einige Vorgehensweisen besonders zweckmässig sind.
[0012] Erfindungsgemäss ist dabei beispielsweise vorgesehen, dass nach Aufbringen der die
Dekorlage bildenden Materialschichten zur Ausbildung der Freiräume bzw. einer Umrandung
entlang des Randes der einzelnen Patches ein wenigstens 1 mm breiter Streifen der
Dekorlage mittels Laserstrahlung vollständig von dem Trägerfilm abgetragen wird. Die
Verwendung von Laserstrahlung zum Abtragen hat den Vorteil, dass es prinzipiell möglich
ist, die unterschiedlichsten geometrischen Formen zu erzeugen. Weiterhin ist der Abtrag
mittels Laserstrahlung sehr genau und rasch möglich. Schliesslich ergibt sich eine
sehr saubere, exakte Kante der Patches, wodurch Flake-Bildung sicher verhindert wird.
[0013] Abhängig von dem verwendeten Material können die unterschiedlichsten bekannten Laser
eingesetzt werden, wobei der jeweils verwendete Laser abhängig davon bestimmt wird,
welche Schichten vorhanden sind. Zur Energieeinkopplung ist es erforderlich, dass
die Laserstrahlung zumindest teilweise im verwendeten Material absorbiert wird. Bei
zu niedrigen Intensitäten der Laserstrahlung wird das Material nur erwärmt, bei höheren
Intensitäten wird das Material dagegen aufgeschmolzen, zersetzt bzw. verdampft. Besteht
die Prägefolie beispielsweise aus Lackschichten, die auf Polyesterfolien als Trägerfilm
angeordnet sind, welche im sichtbaren und nahen infraroten Spektralbereich transparent
sind, dann ist es zweckmässig, derartige Lackschichten mittels Excimerlaser-Strahlung
abzutragen, und zwar wegen der Eigenschaft der Lackschichten, UV-Strahlung zu absorbieren.
Sind dagegen stark absorbierende Schichten, insbesondere Metallschichten, vorhanden,
so lassen sich diese auch gut mittels Nd:YAG- oder Dioden-Lasern abtragen.
[0014] Selbstverständlich ist es möglich, den Aufbau der Prägefolie an die Laserstrahlung,
deren Einsatz vorgesehen ist, anzupassen. Hierzu kann beispielsweise eine Prägefolie
erfindungsgemäss derart aufgebaut sein, dass der Trägerfilm transparent ist, während
die Dekorlage wenigstens eine Schicht aus Laserlicht der zum Abtragen verwendeten
Wellenlänge absorbierendem Material, beispielsweise eine Metallschicht oder eine entsprechende
Lackschicht, aufweist.
[0015] Verwendet man bei einem derartigen Aufbau der Prägefolie zum Abtragen einen Nd:YAG-
oder Dioden-Laser, so wird im Bereich der Metallschicht bzw. der das Laserlicht absorbierenden
Materialien ein entsprechender Abtrag stattfinden, während in den Bereichen, wo keine
entsprechend absorbierenden Materialien vorhanden sind, das Laserlicht wenig Wirkung
entfaltet.
[0016] Eine günstige Vorgehensweise liegt in diesem Zusammenhang darin, in der Dekorlage
(nur) in den Bereichen, die später zur Bildung der Freiräume abgetragen werden sollen,
eine Schicht eines Materials vorzusehen, die die zum Abtragen verwendete Laserstrahlung
stärker absorbiert als die weiteren, für die Dekorlage verwendeten Materialien und
der Trägerfilm, wodurch bei Einwirkung von Laserstrahlung auf die Dekorlage nur die
Bereiche abgetragen werden, in denen die stärker absorbierende Schicht vorhanden ist,
wobei die Einwirkung der Laserstrahlung nach dem Abtragen der gewünschten Bereiche
beendet wird. Wenn die absorbierenden Materialien nur in den abzutragenden Bereichen
vorhanden sind, hat dies den Vorteil, dass der Laserstrahl nicht genau entsprechend
den Freiräumen bewegt bzw. auf die Freiräume fokussiert werden muss. Es ist vielmehr
möglich, mit einem Laserstrahl grösseren Durchmessers bzw. mit wesentlich geringeren
Anforderungen an die Positioniergenauigkeit des Laserstrahls zu arbeiten, wobei dann
die genaue Geometrie der Freiräume bereits durch die in die Dekorlage eingebauten,
absorbierenden Schichtbereiche bestimmt wird.
[0017] Die absorbierenden Materialien können in unterschiedlichster Weise vorgesehen werden.
Nach der Erfindung wird beispielsweise vorgeschlagen, dass der Trägerfilm und/oder
eine dem Trägerfilm benachbarte Schicht von einem Laserstrahlung absorbierenden Material
gebildet sind, wobei bei Verwendung einer besonderen, absorbierenden Schicht diese
nur im Bereich der zu erzeugenden Freiräume vorgesehen sein könnte. Wenn in diesem
Falle eine zusätzliche, Laserstrahlung absorbierende Schicht vorgesehen werden soll,
wird geschickterweise derart vorgegangen, dass der Trägerfilm eine die zum Abtragen
der Dekorlage verwendete Laserstrahlung absorbierende Lackschicht trägt, auf der die
Dekorlage lösbar angeordnet ist. Mit der Laserstrahlung wird in diesem Fall die die
Strahlung absorbierende Lackschicht zerstört, wodurch gleichzeitig auch die Dekorlage
in den entsprechenden Bereichen vom Trägerfilm abgetragen bzw. gelöst wird und dann
möglicherweise in einem weiteren Gang leicht entsprechend entfernt werden kann.
[0018] Abhängig von dem verwendeten Laser, insbesondere der zur Verfügung stehenden Leistung,
Intensitätsverteilung und Betriebsart, wird man auch entscheiden müssen, wie der Laser
auf die Prägefolie einwirkt, um das Dekorlagen-Material in den Freiräumen abzutragen.
[0019] Eine Möglichkeit ist dabei, dass zum Abtragen der Dekorlage ein sich über die abzutragenden
Bereiche bewegender Laserstrahl verwendet wird. Diesen Weg wird man gehen, wenn ein
Laser vergleichsweise geringer Leistung eingesetzt wird, um zum Erzielen der erforderlichen
Intensität mit vergleichsweise kleinen Strahldurchmessern arbeiten zu können. Die
Bewegung des Laserstrahls erscheint auch dann angebracht, wenn das die Laserstrahlung
absorbierende Material in der Prägefolie nicht nur in den Bereichen vorhanden ist,
wo Freiräume durch Abtragen von Material erzeugt werden sollen, sondern auch in weiteren
Bereichen.
[0020] Ist dagegen die Geometrie der Patches durch entsprechende geometrische Anordnung
von absorbierenden Materialschichten in der Prägefolie vorgegeben, können Laserstrahlen
grösseren Durchmessers - sofern die erforderliche Intensität noch erreicht wird -
verwendet werden, wobei diese Laserstrahlen auch bewegt werden können, jedoch durchaus
auch eine Vorgehensweise möglich ist, bei der die Prägefolie mit Laserstrahlen vergleichsweise
grossen Durchmessers, die im wesentlichen stationär sind, bestrahlt wird.
[0021] Eine weitere, ebenfalls nur bei Lasern vergleichsweise hoher Leistung anwendbare
Möglichkeit wäre die, dass zum Abtragen der Dekorlage ein Laserstrahl verwendet wird,
dessen Form der Form des jeweils um einen Patch abzutragenden Freiraums entspricht.
Diese Vorgehensweise bietet sich vor allem dann an, wenn die Patches eine regelmässige
Form haben, beispielsweise die Form eines Ovals, Kreises oder Vielecks. In diesem
Fall erzeugt man mit einer geeigneten Optik einen entsprechenden Laserstrahl-Ring,
der dann nur im Bereich einer Umrandung der entsprechenden Patches auf die Prägefolie
einwirkt und das Material abträgt.
[0022] Grundsätzlich ist im Zusammenhang mit der möglichen Abtragung von Lackschichten -
und darum handelt es sich meistens bei den Dekorlagen einer Prägefolie - bekannt,
dass organische Lacke durch Excimerlaser-Strahlung sehr gut von Substraten, z.B. Metallen,
abgetragen werden können. Dies ist möglich, weil Polymere in der Regel im UV-Bereich
sehr gut absorbieren und mit Excimerlasern sehr hohe Intensitäten erreicht werden.
Die Verwendung von Excimerlasern ist deswegen günstig, weil solche Laser sehr hohe
Pulsleistungen und entsprechend kurze Pulsdauer besitzen.
[0023] In Versuchen wurde festgestellt, dass Lackschichten sowie Metallschichten von Prägefolien
mittels KrF-Excimerlaser-Strahlung ( λ = 248 nm) von einem Trägerfilm, insbesondere
den hierfür üblicherweise verwendeten Polyesterfolien, entfernt werden können. Dabei
ist es sowohl möglich, grossflächig abzutragen, als auch nur den Abtrag von Teilflächen
vorzunehmen, wozu entsprechende Strahlformen auf das Substrat projiziert werden, wobei
die entsprechenden Strahlformen z.B. mittels geeigneter Optiken oder durch Maskenabbildung
erzeugt werden.
[0024] Wie bereits erwähnt, wäre es möglich, mittels eines optischen Systems den Laserstrahl
in Ringform auf die Prägefolie abzubilden und lediglich eine entsprechende Umrandung
um den jeweiligen Patch herum abzutragen. Dabei ist keine Relativbewegung zwischen
Laserstrahl und Folie erforderlich bzw. erlaubt. Dies macht allerdings eine Nachführung
des Laserstrahls erforderlich, falls zur Abtragung mehrere Laserpulse nötig sind.
Verwendet man in diesem Fall zur Erzeugung der Umrandung bzw. des Rings eine Maske,
die mittels einer Linse auf die Prägefolie abgebildet wird, so ergibt sich der Nachteil,
dass ein grosser Teil der Energie des Laserstrahls nicht für den Abtrag des Dekorlagen-Materials
genutzt sondern von dem nichtransparenten Bereich der Maske absorbiert bzw. reflektiert
wird. Alternativ sollte man daher in Betracht ziehen, den Excimerlaser-Strahl mittels
einer speziellen, diffraktiven Optik in einen Ring überzuführen, wodurch die Prozesseffizienz
wesentlich gesteigert und grössere Flächen bearbeitet werden können.
[0025] Durch die Absorption der Laserstrahlung bzw. die absorbierte Energie wird das die
Strahlung absorbierende Material erwärmt und bei höheren Intensitäten verdampft. Dabei
ist davon auszugehen, dass für Lackschichten auf Polyesterträgern Energiedichten von
> 0,3 J/cm
2 und mehrere Laserpulse erforderlich sind. Je höher allerdings die Energiedichte (und
damit je kleiner die bearbeitete Fläche), desto geringer ist die Zahl der Laserpulse,
die für die vollständige Entfernung einer entsprechenden Materialschicht erforderlich
sind. Beispielsweise kann mittels fünf Laserpulsen eines KrF- Excimerlasers und bei
Verwendung geeigneter Materialien für die Dekorlage eine Fläche von 10 x 10 mm
2 abgetragen werden, möglicherweise auch mehr. Mittels eines einzigen Laserpulses ist
es unter den vorstehenden geschilderten Umständen möglich, eine Fläche von 3 x 3 mm
2 abzutragen.
[0026] Zu beachten ist allerdings, dass Excimerlaser-Strahlung auch auf die Polyesterfolie,
die ja UV-Strahlung absorbiert, einwirkt und diese zerstört, so dass in diesem Fall
die Bestrahlung nur von der Dekorlagen-Seite her erfolgen darf und beendet werden
muss, sobald die die Dekorlagen bildenden Materialschichten abgetragen sind.
[0027] In Versuchen wurde weiterhin festgestellt, dass die Dekorlage von eine Metallschicht
aufweisenden Prägefolien, wobei die Metallschicht zwischen entsprechenden Lackschichten
angeordnet ist, sowohl mittels Nd:YAG- als auch mittels Dioden-Laser abgetragen werden
kann. Im Gegensatz zur Excimerlaser-Strahlbearbeitung wird dabei allerdings der Laserstrahl
im allgemeinen relativ zur Prägefolie bewegt werden, wozu nahezu trägheitslos arbeitende
Galvanometerspiegel eingesetzt werden können. Hierdurch werden sehr hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten
erreicht. Diese Vorgehensweise hat zudem den Vorteil, dass durch entsprechende Programmierung
des Spiegelantriebs die Abtragsgeometrie sehr flexibel eingestellt werden kann, wobei
die für die Steuerung der Spiegelbewegung verwendete Software ausserdem auch die Bewegung
der Prägefolienbahn beim Durchlauf durch eine entsprechende Herstellungsmaschine zusätzlich
berücksichtigen kann.
[0028] Grundsätzlich werden folgende Laser für die Abtragung von Materialien eingesetzt:
| Laser |
Wellenlänge |
Betriebsart |
Einsatz |
| CO2-Laser |
10,6 µm |
cw, Puls |
Industrie |
| TEA-CO2-Laser |
10,6 µm |
Puls |
Industrie |
| Nd:YAG-Laser |
10,6 µm |
cw, Puls |
Industrie |
| Diodenlaser |
650 - 900 nm |
cw, Puls |
Labor |
| OPO-Systeme |
400 - 700 nm (variabel) |
Puls |
Labor |
| Excimerlaser |
193, 248, 308 nm |
Puls |
Industrie |
[0029] Aufgrund der grossen Wellenlänge und der vergleichsweise grossen thermischen Schädigung
sind CO
2- und TEA-CO
2-Laser für den Abtrag von Dekorlagen nur bedingt geeignet.
[0030] Abhängig von den verwendeten Lasern sind folgende Besonderheiten zu erwarten:
| Verwendeter Laser: Excimerlaser |
| Wellenlänge |
248 bzw. 308 nm |
| Mittlere Laserleistung |
80 W |
| Pulsfrequenz |
200 Hz |
| Absorption in Lackschichten |
ja |
| Absorption in einer Metallisierung |
ja |
| Absorption im Polyester (üblicher Trägerfilm) |
ja |
| Bestrahlungsmöglichkeit durch den Polyester |
nein |
| Relativbewegung zwischen Laserstrahl und Folie erforderlich |
nein |
| Strahlnachführung erforderlich |
bei mehreren Pulsen |
| Strahllagekorrektur |
aufwendig |
| Bearbeitungszeit für 9 mm2 (1 Puls) |
5 ms |
| Bearbeitungszeit für 100 mm2 (5 Pulse) |
25 ms |
| Bearbeitungszeit für ein übliches OVD |
50 ms |
| Anpassbarkeit an variable Geometrien |
aufwendig, Austausch optischer Elemente |
| Mehrspuranordnung |
denkbar, jedoch aufwendig |
| Bearbeitungsqualität |
sehr saubere Kanten |
| Verwendeter Laser: Nd:YAG-Laser |
| Wellenlänge |
1064 nm |
| Mittlere Laserleistung |
50 W |
| Pulsfrequenz |
einige kHz |
| Absorption in den Lackschichten |
nein |
| Absorption in der Metallisierung |
ja |
| Absorption im Polyester (üblicher Trägerfilm) |
nein |
| Bestrahlungsmöglichkeit durch den Polyester |
ja |
| Relativbewegung zwischen Laserstrahl und Folie erforderlich |
ja |
| Strahlnachführung erforderlich |
ja |
| Strahllagekorrektur |
möglich |
| Typische Abtragsgeschwindigkeit |
800 mm/s |
| Bearbeitungszeit für ein Quadrat, Kantenlänge 3 mm |
15 ms |
| Bearbeitungszeit für ein Quadrat Kantenlänge 10 mm |
50 ms |
| Bearbeitungszeit für ein übliches OVD |
125 ms |
| Anpassbarkeit an variable Geometrien |
einfach |
| Mehrspuranordnung |
relativ einfach, z.B. mittels Glasfasern |
| Bearbeitungsqualität |
mittlere Kantenqualität |
| Verwendeter Laser: Diodenlaser |
| Wellenlänge |
650 bis 900 nm |
| Mittlere Laserleistung |
50 W |
| Pulsfrequenz |
einige kHz |
| Absorption in den Lackschichten |
nein |
| Absorption in der Metallisierung |
ja |
| Absorption im Polyester |
nein |
| Bestrahlungsmöglichkeit durch den Polyester |
ja |
| Relativbewegung zwischen Laserstrahl und Folie erforderlich |
ja |
| Strahlnachführung erforderlich |
ja |
| Strahllagekorrektur |
möglich |
| Typische Abtragsgeschwindigkeit |
800 mm/s |
| Bearbeitungszeit für ein Quadrat Kantenlänge 3 mm |
15 ms |
| Bearbeitungszeit für ein Quadrat Kantenlänge 10 mm |
50 ms |
| Bearbeitungszeit für ein übliches OVD |
125 ms |
| Anpassbarkeit an variable Geometrien |
einfach |
| Mehrspuranordnung |
relativ einfach, z.B. mittels Glasfasern oder mehrerer Laserköpfe |
| Bearbeitungsqualität |
mittlere Kantenqualität |
[0031] Beim Einsatz von OPO-Systemen sind ähnliche Ergebnisse wie bei Excimer- und Diodenlasern
zu erwarten.
[0032] In Abhängigkeit von der verwendeten Laserstrahlung und den vorstehend erläuterten
Wirkungen kann man durch gezielte Veränderung der Absorptionseigenschaften der Dekorlage-Materialien
und deren spezifische Anordnung besondere Effekte erreichen. Beispielsweise ist es
möglich, durch Beigabe von Absorbern (z.B. TiO
2) bzw. durch die Variation des Bindemittelsystems eine Absorption im Bereich der Wellenlängen
von Nd:YAG- bzw. Dioden-Lasern zu erreichen. Dabei ist es sinnvoll, wenn die absorbierende
oder absorbierend gemachte Schicht der Dekorlage möglichst nahe am Trägerfilm angeordnet
ist. Die absorbierte Laserstrahlung erwärmt nämlich diese Schicht, wobei dann durch
Verflüssigung, Gasbildung, Verdampfung etc. die darüberliegenden Schichten entsprechend
abgetragen werden.
[0033] Bei der Modifikation der Schichten sowie Laserbestrahlung muss allerdings berücksichtigt
werden, dass möglicherweise Farbänderungen erfolgen bzw. Trübungen sowohl der Dekorlage-Schichten
als auch des Trägerfilms eintreten können.
[0034] Das Abtragen der Dekorlage in dem die Freiräume bildenden Bereich ist selbstverständlich
nicht nur in der erläuterten Weise mit Laserstrahlung möglich. Beispielsweise wäre
es auch denkbar, dass die Dekorlage an ihrer dem Trägerfilm abgekehrten, freien Oberfläche
mit einer der Grösse des jeweiligen Patchs entsprechenden, lösungsmittelresistenten
Maske versehen ist, in welchem Falle erfindungsgemäss derart vorgegangen wird, dass
nach Abdecken der Dekorlage durch die Maske die die Dekorlage bildenden Materialien
in den nicht abgedeckten Bereichen durch Einwirkung entsprechender Lösungs- oder Ätzmittel
entfernt werden. Diese Vorgehensweise setzt allerdings voraus, dass entsprechende
Anlagen vorhanden sind, insbesondere wenn Ätzmittel eingesetzt werden sollen.
[0035] Weiterhin wäre es auch denkbar, den Abtrag des Dekorlagen-Materials auf andere Weise,
beispielsweise durch direkte mechanische Einwirkung (Bestrahlung mit kleinen Teilchen)
oder durch Einsatz auswaschbarer Lackschichten im Bereich der Freiräume zu bewerkstelligen.
Schliesslich könnte auch zum Abtragen der Dekorlage in den Freiräumen ein Nehmerelement,
beispielsweise eine Nehmerfolie, verwendet werden, das in einem den Freiräumen der
erfindungsgemässen Prägefolie entsprechenden Muster mit einer freiliegenden Kleberschicht
versehen ist, an der bei Andrücken des Nehmerelements gegen eine mit einer grossenflächigen
Dekorlage versehene Prägefolie das Dekorlagen-Material bzw. die Dekorlage in den Bereichen,
in denen das Nehmerelement angedrückt wird oder am Nehmerelement die entsprechende
Kleberschicht vorhanden ist, an dem Nehmerelement so fest haftet, dass bei einer anschliessenden
Trennung von Prägefolie und Nehmerelement in den Bereichen, in denen das Nehmerelement
haftet, die Dekorlage mitgenommen und dadurch in den die Freiräume bildenden Bereichen
von dem Trägerfilm der Prägefolie vollständig abgelöst wird.
[0036] Der Erfindungsgedanke findet besonders zweckmässig dann Anwendung, wenn Prägefolien
geschaffen werden sollen, bei denen die Dekorlage wenigstens eine thermisch verformbare
Schicht aufweist, in die eine beugungsoptisch wirksame, räumliche Struktur eingeprägt
ist, wobei in diesem Fall zweckmässig die Ausbildung derart ist, dass die thermisch
verformbare Schicht transparent und auf ihrer dem Trägerfilm abgekehrten, die räumliche
Struktur tragenden Oberfläche von einer die Erkennbarkeit der räumlichen Struktur
verbessernden Kontrastschicht wenigstens bereichsweise abgedeckt ist, wobei die Kontrastschicht
vorzugsweise von einer Metallschicht gebildet ist. Derartige Prägefolien sind insbesondere
als optisch veränderliche Sicherheitselemente (OVDs), beispielsweise zur Verbesserung
der Fälschungssicherheit von Banknoten, Wertpapieren, Kreditkarten oder Schecks, verwendbar,
wobei gerade wegen des Vorhandenseins einer Metallschicht besonders kritische Flakes
entstehen können, wenn in der bisher üblichen Weise das einzelne OVD aus einer grösseren
Dekorlage herausgeprägt wird.
[0037] Zur Herstellung derartiger OVD-Prägefolien wird erfindungsgemäss so vorgegangen,
dass die thermisch verformbare Schicht in überall über den Patchrand (Umfang eines
gewünschten OVD) hinausreichenden Bereichen aufgebracht und die räumliche Struktur
entsprechend grossflächig, d.h. über die gesamte thermisch verformbare Schicht, eingeprägt
wird, bevor dann der Materialabtrag entlang der Patchränder zur Erzeugung der einzelnen
Patches erfolgt. Vorteilhafterweise geht man derart vor, dass zumindest einzelne Schichten
der Dekorlage auf den Trägerfilm derart grossflächig aufgebracht werden, dass die
Bereiche mehrerer Patches abgedeckt sind, worauf dann die Freiräume durch nachträgliches
Abtragen erzeugt werden, wobei es sogar möglich ist, dass zumindest einzelne Schichten
der Dekorlage vollflächig auf dem Trägerfilm aufgebracht sind.
[0038] Gerade bei OVDs ist es sehr wichtig, dass die räumliche, im allgemeinen beugungsoptisch
wirksame Struktur in ihrer Grösse und Ausrichtung genau mit dem das OVD bildenden
Patch übereinstimmt. Versucht man dies zu erreichen, indem man entsprechende Patches
von die Dekorlage bildendem Lack auf den Trägerfilm aufbringt, muss befürchtet werden,
dass bei anschliessendem Replizieren, wozu der verformbare, die Struktur aufnehmende
Lack und damit der Trägerfilm entsprechend stark erhitzt werden müssen, eine unter
Umständen nicht unerhebliche Verschiebung des Trägerfilms gegenüber der gewünschten
Position eintritt, beispielsweise weil der Trägerfilm schrumpft oder sich verzieht.
Dies macht die genaue Ausrichtung der Repliziermatrize gegenüber dem Patch aus thermoplastischem
Lack schwierig und es müssen vergleichsweise grosse Toleranzen in Kauf genommen werden.
Wenn man aber erfindungsgemäss mit einer vergleichsweise grossen Matrize repliziert,
lässt sich später die genaue Ausrichtung des Strukturmusters gegenüber dem Rand des
OVD vergleichsweise gut realisieren, indem der zum Abtragen verwendete Laserstrahl
oder ein sonstiges Abtragelement entsprechend genau gegenüber der Struktur positioniert
wird, was z.B. dadurch möglich ist, dass gewisse Strukturelemente abgefühlt und als
Passermarken für die saubere Positionierung des Laserstrahls od.dgl. eingesetzt werden.
[0039] Weitere Einzelheiten der Prägefolien gemäss der Erfindung sowie geeignete Herstellungsverfahren
werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen -:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf einen Teilbereich einer Prägefolie mit beispielsweise als OVDs
dienenden Patches;
- Figur 2
- eine Draufsicht ähnlich Figur 1 auf eine andere Ausführungsform,
- Figur 3
- einen Schnitt nach Linie III-III in Figur 1;
- Figur 4
- in vergrössertem Massstab eine Draufsicht auf einen kleinen Prägefolien-Bereich gemäss
Figur 1, in dem vier Patches aneinanderstossen;
- Figur 5a, b
- einen Schnitt nach Linie V-V in Figur 4 durch eine erste Ausführungsform einer Prägefolie,
wobei in
Figur 5a der Zustand vor dem Abtragen des Dekorlage-Materials zur Erzeugung der Freiräume
und in
Figur 5b der Zustand nach dem Abtragen des Dekorlagen-Materials zur Bildung der Freiräume
durch Laserstrahlung gezeigt ist;
- Figur 6
- einen Schnitt nach Linie V-V in Figur 4 bei einer weiteren Ausführungsform einer Prägefolie
vor Erzeugung der Freiräume, und
- Figur 7
- einen Schnitt nach Linie V-V in Figur 4 bei einer dritten Ausführungsform, bei der
die Freiräume durch ein Ätz- bzw. Löseverfahren erzeugt sind.
[0040] In den Figuren 1 und 3 ist eine Prägefolie gemäss der Erfindung gezeigt. Diese umfasst
einen Trägerfilm 1, beispielsweise einen üblichen, ca. 20 µm dicken Polyesterfilm.
Auf dem Trägerfilm 1 sind, wie Figur 1 zeigt, eine Vielzahl von Patches 2 einer insgesamt
mit 3 bezeichneten Dekorlage, die in ihrem Aufbau (Schichtfolge, Materialien) an sich
bekannten Prägefolien-Dekorlagen entspricht, angeordnet, wobei bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
die Patches 2 sehr vereinfacht als Rechtecke dargestellt sind. Derartige Patches 2
können z.B. als OVDs zur Sicherung von Wertpapieren, insbesondere Banknoten, verwendet
werden, wozu die OVDs bzw. Patches 2 dann jeweils einzeln von dem Trägerfim 1 unter
Wärme und/oder Druck auf das Banknoten-Papier od.dgl. übertragen werden. Insoweit
entsprechen Aufbau und Verwendung der Prägefolie gemäss der Erfindung an sich bekannten
Prägefolien, weshalb auf nähere Erläuterung verzichtet werden kann.
[0041] Die einzelnen Patches 2 der Prägefolie sind bei dem Ausführungsbeispiel der Figur
1 voneinander durch Freiräume bildende Zwischenräume 4 getrennt, deren Breite a typischerweise
5 bis 10 mm beträgt. Ausserdem können die Patches natürlich jede gewünschte Form aufweisen,
beispielsweise auch unregelmässig berandet sein oder die Form eines Ovals bzw. Kreises
haben, in welchem Falle auch die Zwischenräume 4 entsprechend unregelmässig gestaltet
sein werden.
[0042] In Figur 3 ist im Schnitt beispielsweise der Aufbau einer Dekorlage 3 dargestellt.
Die Dekorlage 3 des Ausführungsbeispiels der Figur 3 umfasst im wesentlichen vier
Schichten, nämlich zum einen eine Ablöseschicht 5, die dazu dient, ein leichtes und
sauberes Ablösen der von der Dekorlage 3 gebildeten Patches 2 von dem Trägerfilm 1
beim Übertragen auf ein - nicht gezeigtes - Substrat zu gewährleisten. An die Ablöseschicht
5 schliesst sich eine transparente, thermisch verformbare Schutzlackschicht 6 an,
die an ihrer dem Trägerfilm 1 abgekehrten Oberfläche mit einer räumlichen Struktur
7, beispielsweise in Form eines Beugungsgitters, eines Hologramms od.dgl., versehen
ist. Derartige räumliche Strukturen 7 bewirken, dass ein entsprechend ausgebildetes
OVD ein sich abhängig vom Betrachtungswinkel bzw. Beleuchtungswinkel veränderndes
Erscheinungsbild besitzt.
[0043] Um die Sichtbarkeit der räumlichen Struktur bzw. den durch diese erzeugten Effekt
zu verbessern, ist die die räumliche Struktur 7 tragende Oberfläche der Schutzlackschicht
6 mit einer Kontrastschicht 8 abgedeckt, die einen Brechungsindex besitzt, der sich
erheblich von dem Brechungsindex der Schutzlackschicht 6 unterscheidet. Meistens handelt
es sich bei der Kontrastschicht 8 um eine reflektierende Metallschicht, die beispielsweise
durch Aufdampfen aufgebracht sein kann.
[0044] Als letzte Schicht umfasst die Dekorlage 3 eine Kleberschicht 9, mittels derer die
Patches 2 an dem Substrat in der von Prägefolien her bekannten Weise befestigt werden.
Im allgemeinen handelt es sich bei der Kleberschicht um einen wärmeaktivierbaren Kleber.
Es ist jedoch auch denkbar, stattdessen einen durch sonstige Strahlung, insbesondere
UV-Strahlung aktivierbaren oder durch diese Strahlung vernetzenden Kleber vorzusehen,
wodurch möglicherweise die Haftung der Patches 2 an dem Substrat verbessert werden
kann.
[0045] Es wäre auch denkbar, auf eine Kleberschicht 9 zu verzichten und stattdessen das
Substrat, auf das die Patches 2 aufgebracht werden sollen, entsprechend mit einem
Klebstoffauftrag in den jeweiligen Bereichen zu versehen.
[0046] Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Schichtaufbau gemäss Figur 3 nur um
ein Beispiel. Die Dekorlage 3 kann generell in der von Prägefolien, insbesondere für
Sicherheitszwecke, her bekannten Weise variiert werden, z.B. durch Verwendung zusätzlicher,
gefärbter, undurchsichtiger oder transparenter Lackschichten sowie vor allem dadurch,
dass die Reflexionsschicht 8 nur bereichsweise vorgesehen ist.
[0047] Während bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 jeweils die Zwischenräume 4 zwischen
den einzelnen Patches 2 insgesamt von dem Dekorlagenmaterial 3 befreit sind, sind
bei dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel um die einzelnen Patches 2 herum
lediglich Freiräume in Form von Umrandungen 4' vorhanden, in denen die Dekorlage 3
entfernt ist. Die Umrandungen 4' haben dabei eine Breite b von wenigstens 1 mm, vorzugsweise
von mindestens 2 mm.
[0048] Die um die einzelnen Patches 2 vorhandenen Freiräume 4, 4' können in unterschiedlicher
Weise erzeugt werden. Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 3 sind sie durch
Einwirkung von Laserstrahlung (schematisch durch die Pfeile 10 und gestrichelten Linien
11 angedeutet) erzeugt. Nachdem bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 eine durchgehende
Metallschicht 8 vorhanden ist, die Laserstrahlung der unterschiedlichsten Art absorbiert
bzw. im Fall des Einsatzes von Excimerlaserstrahlung diese Strahlung auch in den Lackschichten
absorbiert wird, müssen die Laserstrahlen 10, 11 so geformt sein oder so über die
Fläche des Trägerfilms 1 bewegt werden, dass nur die die Freiräume 4 bildenden Bereiche
entsprechend bestrahlt und damit erhitzt werden, so dass nur in den Freiräumen 4,
4' die die Dekorlage 3 bildenden Materialien abgetragen werden.
[0049] Dabei ist es günstig, wenn man einen Trägerfilm 1 verwendet, der transparent ist,
und gleichzeitig mit einem Laser arbeitet, dessen Strahlung ohne bzw. wenigstens praktisch
ohne Absorption den Trägerfilm 1 durchsetzt. In diesem Fall besteht nämlich nicht
die Gefahr, dass die Laserstrahlung auch den Trägerfilm 1 beschädigt oder gar durchtrennt.
Es lässt sich auf diese Weise eine besonders saubere Ausbildung der Freiräume 4, 4'
und insbesondere ein vollständiger Abtrag der Dekorlage 3 erreichen.
[0050] Die in den Figuren 5a und 5b gezeigte Prägefolie umfasst ebenfalls einen Trägerfilm
1. Ursprünglich (sh. Figur 5a) befindet sich auf dem Trägerfilm 1 ganzflächig eine
Dekorlackschicht 16 sowie eine Kleberschicht 19, die gemeinsamen die Dekorlage 13
bilden. Als Besonderheit ist bei der ursprünglichen Anordnung der Prägefolie gemäss
Figur 5a in dem Bereich, in dem sich später die Freiräume 4 befinden sollen, eine
zusätzliche Lackschicht 12 vorhanden, die so zusammengesetzt bzw. aufgebaut ist (z.B.
durch entsprechende Pigmentierung), dass sie einfallendes Laserlicht (angedeutet durch
die Pfeile 10) auf jeden Fall absorbiert, während das Laserlicht die Lackschicht 16
sowie die Kleberschicht 19, eventuell auch nur eine der beiden Schichten, unter vergleichsweise
geringer Absorption durchsetzen kann.
[0051] Die zusätzliche, absorbierende Lackschicht 12 wird bei Laserbestrahlung stark erhitzt
und führt dazu, dass die über ihr angeordneten Bereiche der Dekorlackschicht 16 bzw.
Kleberschicht 19 von dem Trägerfilm 1 entfernt werden. Dies kann dadurch geschehen,
dass die Schicht 12 beispielsweise verdampft. Man erhält dann die Anordnung gemäss
Figur 5b.
[0052] Wenn die ursprüngliche Prägefolie gemäss Figur 5a aufgebaut und der Trägerfilm 1
für die Laserstrahlung durchlässig ist, ist es nicht erforderlich, die Bestrahlung
durch die Kleberschicht 19 bzw. Dekorlackschicht 16 hindurch vorzunehmen. Es wäre
vielmehr auch denkbar, die Bestrahlung mit Laserlicht von der gegenüberliegenden Seite
her, d.h. von der freien Oberfläche 14 des Trägerfilms her, vorzunehmen. Auf jeden
Fall wird nur in dem Bereich, in dem die zusätzliche, absorbierende Lackschicht 12
vorhanden ist, eine entsprechende Einwirkung auf die Dekorlage 13 erfolgen, so dass
diese zur Bildung der Freiräume 4 entfernt wird.
[0053] In Figur 6 ist eine weitere Möglichkeit skizziert, wie mittels Laserlicht entsprechende
Freiräume 4 erzeugt werden können, wobei der entstehende Freiraum nur durch die gestrichelte
Randlinie 24 angedeutet ist.
[0054] Die Prägefolie gemäss Figur 6 entspricht weitgehend der Prägefolie gemäss Figur 3,
allerdings mit dem Unterschied, dass eine Metallisierung 28 nicht über die gesamte
Oberfläche der transparenten Schutzlackschicht 26 vorgesehen ist, sondern nur in einzelnen
Bereichen, wobei aber in den Bereichen, wo später ein Freiraum 4, 4' vorhanden sein
soll, eine Metallisierung vorgesehen ist, an die sich allerdings dann ein Bereich
27 anschliesst, in welchem keine Metallisierung vorhanden ist.
[0055] Wenn man nun bei dieser Ausführungsform Laserlicht (Pfeile 10), das den Trägerfilm
1 und die Schichten 26 und 29 nicht schädigt, in einer durch die gestrichelten Linien
11 angedeuteten Strahlbreite derart auffallen lässt, dass der Laserstrahl im Bereich
der zu erzeugenden Freiräume 4, 4' auf die Metallisierung 28 einwirkt, jedoch mit
seiner seitlichen Begrenzung 11 nicht über die nichtmetallisierten Bereiche 27 hinausreicht,
kann erzielt werden, dass nur im Bereich des zu erzeugenden Zwischenraumes, d.h. dort,
wo die Metallisierung zwischen den gestrichelten Linien 24 vorhanden ist, die Dekorlage
23 zerstört und infolgedessen vom Trägerfilm 1 abgetragen wird. In den übrigen Bereichen
der Metallschicht 28, auf die das Laserlicht nicht einwirkt, bleibt die Dekorlage
23 dagegen erhalten. Der Vorteil der Vorgehensweise, wie sie anhand Figur 6 erläutert
wird, besteht darin, dass die Führung bzw. Fokussierung des Laserstrahls nicht so
genau erfolgen muss, wie dies erforderlich ist, wenn entsprechend Figur 3 die Geometrie
der Freiräume 4, 4' nur von der Geometrie und Bewegung des Laserstrahls abhängig ist.
Trotzdem bietet die Ausführungsform der Figur 6 die Möglichkeit, zumindest in gewissen
Bereichen die räumliche Struktur 7 zu metallisieren, um sie in diesen Bereichen besonders
gut sichtbar zu machen.
[0056] Figur 7 dient schliesslich zur Veranschaulichung einer Möglichkeit der Herstellung
von Prägefolien gemäss der Erfindung ohne Verwendung von Laserstrahlung.
[0057] Die in Figur 7 gezeigte Prägefolie umfasst ebenfalls einen üblichen Trägerfilm 1,
an dem über eine Ablöseschicht 5 ein insgesamt mit 33 bezeichnete Dekorlage festgelegt
ist.
[0058] Die Dekorlage 33 besteht einerseits aus einer Dekorlackschicht 36, die ihrerseits
wiederum aus mehreren Schichten besteht sowie geeignet gemustert sein kann. Auch wäre
es denkbar, in der Dekorlackschicht 35 oder insbesondere an deren Grenzfläche 37 eine
räumliche Struktur entsprechend der räumlichen Strukur 7 der anderen Ausführungsbeispiele
vorzusehen, die ggf. auch mit einer Reflexionsschicht versehen sein könnte.
[0059] Der wesentliche Unterschied der Prägefolie gemäss Figur 7 ist nun darin zu sehen,
dass die Dekorlage 33 als äussere, d.h. dem Trägerfilm 1 entferntliegende Schicht
eine als Maske wirkende Schicht 38 besitzt, wobei die Maske 38 aus einem Material,
beispielsweise einem Lack, besteht, der gegen Lösungsmittel und/oder Ätzmittel resistent
ist. Diese Maske 38 wird bei Herstellung der Prägefolie, beispielsweise in einem geeigneten
Druckvorgang, nur in den Bereichen angebracht, die später die Patches 2 bilden sollen.
Wenn die Maske dann ausgehärtet ist, was beispielsweise auch unter Einsatz von UV-Strahlung
erfolgen kann, wird die der Maske entsprechende Oberfläche 39 der Prägefolie der Einwirkung
eines geeigneten Lösungs- bzw. Ätzmittels ausgesetzt, welches zwar nicht die Maske
38, jedoch die Dekorlackschicht 36 angreift. Dadurch wird in den von der Maske 38
freigelassenen Freiräumen 34 das Material der Dekorlackschicht 36 entfernt und entsprechend
auch nachträglich, d.h. nach dem Aufbringen einer grösserflächigen Dekorlackschicht
36, das Material der Dekorlage vollständig von dem Trägerfilm 1 entfernt, so dass
auch bei einer derartigen Ausbildung der Prägefolie die einzelnen Patches 2 vollständig
und ohne Flakebildung in einem entsprechendne Transferverfahren auf ein Substat übertragen
werden können.
[0060] Es sei abschliessend nochmals wiederholt, dass der Aufbau der Prägefolien gemäss
der Erfindung grundsätzlich dem Aufbau an sich bekannter Prägefolien entspricht, weshalb
hier davon abgesehen wird, Beispiele für die Zusammensetzung der die einzelnen Lagen
bildenden Schichten detailliert zu erläutern. In diesem Zusammenhang kann beispielweise
Bezug genommen werden auf die in der DE 44 23 291 A1 beschriebene Zusammensetzung
sowie Aufbringung der diversen Schichten.
1. Prägefolie, insbesondere Heissprägefolie, welche einen Trägerfilm (1) aufweist, auf
dem eine mittels Wärme und/oder Druck auf ein Substrat übertragbare, an dem Substrat
klebend haftende Dekorlage (3, 13, 23) lösbar angeordnet ist, die in einzelne, voneinander
vollständig getrennte und einzeln auf ein Substrat übertragbare Patches (2) aufgeteilt
ist, wobei um die Patches (2) auf dem Trägerfilm (1) jeweils ein Freiraum (4, 4',
34) einer Breite (a, b) von wenigstens 1 mm, vorzugsweise wenigstens 2 mm, vorhanden
ist, in dem in den Freiräumen ursprünglich vorhandenes Dekorlagen-Material nachträglich
abgetragen ist, so dass dort der Trägerfilm (1) freiliegt.
2. Prägefolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Freiräume (4') von Umrandungen um die Patches (2) gebildet sind.
3. Prägefolie nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das Dekorlagen-Material (3, 13, 23) in den Freiräumen (4, 4') mittels Laserstrahlung
(10, 11) abgetragen ist.
4. Prägefolie nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Trägerfilm (1) transparent ist, während die Dekorlage (3, 13, 23) wenigstens
eine Schicht (8, 12, 28) eines Laserlicht der zum Abtragen verwendeten Wellenlänge
absorbierenden Materials aufweist.
5. Prägefolie nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Dekorlage (3, 23) eine Metallschicht (8, 28) aufweist.
6. Prägefolie nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Trägerfilm (1) und/oder eine dem Trägerfilm (1) benachbarte Schicht (12) von
einem Laserstrahlung (10, 11) absorbierenden Material gebildet ist.
7. Prägefolie nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet ,
dass der Trägerfilm (1) eine die zum Abtragen der Dekorlage (13) verwendete Laserstrahlung
absorbierende Lackschicht (12) trägt, auf der die Dekorlage (13) lösbar angeordnet
ist.
8. Prägefolie nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Dekorlage (33) an ihrer dem Trägerfilm (1) abgekehrten, freien Oberfläche (39)
mit einer der Grösse des jeweiligen Patches (2) entsprechenden, lösungsmittelresistenten
Maske (38) versehen ist.
9. Prägefolie nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Dekorlage (3, 23) wenigstens eine thermisch verformbare Schicht (6, 26) aufweist,
in die eine beugungsoptisch wirksame, räumliche Struktur (7) eingeprägt ist.
10. Prägefolie nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die thermisch verformbare Schicht (6, 26) transparent und auf ihrer dem Trägerfilm
(1) abgekehrten, die räumliche Struktur (7) tragenden Oberfläche von einer die Erkennbarkeit
der räumlichen Struktur (7) verbessernden Kontrastschicht (8) wenigstens bereichsweise
abgedeckt ist.
11. Prägefolie nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Kontrastschicht von einer reflektierenden Metallschicht (8, 28) gebildet ist.
12. Verfahren zur Herstellung einer Prägefolie nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet ,
dass auf den Trägerfilm (1) die die Dekorlage (3, 13, 23, 33) bildenden Materialien in
an sich von der Prägefolien-Herstellung bekannter Weise derart aufgebracht werden,
dass die Dekorlage (3, 13, 23, 33) überall über den Rand der zu bildenden, übertragbaren
Patches (2) hinausreicht, und dass zur Bildung der Freiräume (4, 4' 34) Dekorlagen-Material
entlang des gesamten Randes jedes einzelnen Patches (2) nachträglich abgetragen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12 zur Herstellung einer Prägefolie nach einem der Ansprüche
3 bis 11,
dadurch gekennzeichnet ,
dass nach Aufbringen der die Dekorlage (3, 13, 23) bildenden Materialschichten entlang
des Randes der einzelnen Patches (2) wenigstens ein 1 mm breiter Streifen der Dekorlage
(3, 13, 23) mittels Laserstrahlung (10, 11) vollständig von dem Trägerfilm (1) abgetragen
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet ,
dass zum Abtragen der Dekorlage (3) ein sich über die abzutragenden Bereiche (4, 4') bewegender
Laserstrahl verwendet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet ,
dass zum Abtragen der Dekorlage (3, 13, 23) ein Laserstrahl verwendet wird, dessen Form
der Form des jeweils um einen Patch abzutragenden Bereichs (4, 4') entspricht.
16. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet ,
dass in der Dekorlage (3, 13, 23) in den Bereichen (4, 4'), die später abgetragen werden
sollen, eine Schicht (8, 12, 28) eines Materials vorgesehen wird, die die zum Abtragen
verwendete Laserstrahlung stärker absorbiert als die weiteren, für die Dekorlage (3,
13, 23) verwendeten Materialien und der Trägerfilm (1), wodurch bei Einwirkung von
Laserstrahlung auf die Dekorlage (3, 13, 23) nur die Bereiche (4, 4') abgetragen werden,
in denen die stärker absorbierende Schicht (8, 12, 28) vorhanden ist, wobei die Einwirkung
der Laserstrahlung nach dem Abtragen der gewünschten Bereiche (4, 4') beendet wird.
17. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Dekorlage (33) auf ihrer dem Trägerfilm (1) abgekehrten Seite in den später die
Patches (2) bildenden Bereichen mit einer gegen Lösungsmittel und/oder Ätzmittel beständigen
Maske (38) abgedeckt und anschliessend die die Dekorlage (33) bildenden Materialien
in den nicht abgedeckten Bereichen (34) durch Einwirkung entsprechender Lösungs- oder
Ätzmittel entfernt werden.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17 zur Herstellung von Prägefolien nach
einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die thermisch verformbare Schicht (6, 26) in überall über den Patchrand hinausreichenden
Bereichen aufgebracht und die räumliche Struktur (7) entsprechend grossflächig eingeprägt
wird, bevor der Materialabtrag entlang der Patchränder zur Erzeugung der einzelnen
Patches (2) erfolgt.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18,
dadurch gekennzeichnet ,
dass zumindest einzelne Schichten der Dekorlage (3, 13, 23, 33) auf dem Trägerfilm (1)
derart grossflächig aufgebracht werden, dass die Bereiche mehrerer Patches (2) abgedeckt
sind, worauf dann die Freiräume (4, 4', 34) durch nachträgliches Abtragen erzeugt
werden.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet ,
dass zumindest einzelne Schichten der Dekorlage (3, 13, 23, 33) vollflächig auf den Trägerfilm
(1) aufgebracht werden, bevor die Freiräume (4, 4', 34) erzeugt werden.
1. Embossing foil, especially hot embossing foil, which has a carrier film (1) on which
a decorative layer (3, 13, 23) which can be transferred to a substrate by means of
heat and/or pressure and adheres to the substrate by adhesion is detachably arranged,
and is divided up into individual patches (2) which are completely separated from
one another and can be transferred individually to a substrate, there being a clearance
(4, 4', 34) of a width (a, b) of at least 1 mm, preferably at least 2 mm, in each
case around the patches (2) on the carrier film (1) in which clearance decorative
layer material originally present in the clearances is subsequently removed, so that
the carrier film (1) is exposed there.
2. Embossing foil according to Claim 1, characterized in that the clearances (4') are formed by borders around the patches (2).
3. Embossing foil according to Claim 1 or 2, characterized in that the decorative layer material (3, 13, 23) in the clearances (4, 4') is removed by
means of laser radiation (10, 11).
4. Embossing foil according to Claims 1 to 3, characterized in that the carrier film (1) is transparent, while the decorative layer (3, 13, 23) has at
least one layer (8, 12, 28) of a material that absorbs laser light at the wavelength
used for removal.
5. Embossing foil according to Claim 3 or 4, characterized in that the decorative layer (3, 23) has a metal layer (8, 28).
6. Embossing foil according to Claim 3, characterized in that the carrier film (1) and/or a layer (12) adjacent to the carrier film (1) is formed
from a material that absorbs laser radiation (10, 11).
7. Embossing foil according to Claim 6, characterized in that the carrier film (1) carries a varnish layer (12) that absorbs the laser radiation
used to remove the decorative layer (13), on which varnish layer (12) the decorative
layer (13) is detachably arranged.
8. Embossing foil according to Claim 1 or 2, characterized in that on its free surface (39) facing away from the carrier film (1), the decorative layer
(33) is provided with a solvent-resistant mask (38) that corresponds to the size of
the respective patch (2).
9. Embossing foil according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the decorative layer (3, 23) has at least one thermally deformable layer (6, 26),
into which a three-dimensional structure (7) having a diffractive effect is embossed.
10. Embossing film according to Claim 9, characterized in that the thermally deformable layer (6, 26) is transparent and, on its surface facing
away from the carrier film (1) and bearing the three-dimensional structure (7), is
covered, at least in some areas, by a contrast layer (8) that improves the visibility
of the three-dimensional structure (7).
11. Embossing foil according to Claim 10, characterized in that the contrast layer is formed by a reflective metal layer (8, 28).
12. Process for producing an embossing foil according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the materials forming the decorative layer (3, 13, 23, 33) are applied to the carrier
film (1) in a manner known per se from embossing-film production such that the decorative
layer (3, 13, 23, 33) reaches everywhere beyond the margin of the transferrable patch
(2) to be formed, and in that in order to form the clearances (4, 4' 34), decorative layer material is subsequently
removed along the entire margin of each individual patch (2).
13. Process according to Claim 12 for producing an embossing foil according to one of
Claims 3 to 11, characterized in that following the application of the material layers forming the decorative layer (3,
13, 23) along the margin of individual patches (2), at least one 1-mm wide strip of
the decorative layer (3, 13, 23) is removed completely from the carrier film (1) by
means of laser radiation (10, 11).
14. Process according to Claim 13, characterized in that in order to remove the decorative layer (3), use is made of a laser beam which moves
over the areas (4, 4') to be removed.
15. Process according to Claim 13, characterized in that in order to remove the decorative layer (3, 13, 23), use is made of a laser beam
whose shape corresponds to the shape of the area (4, 4') in each case to be removed
around a patch.
16. Process according to Claim 13, characterized in that in the decorative layer (3, 13, 23), in the areas (4, 4') which are subsequently
to be removed, a layer (8, 12, 28) of a material is provided which absorbs the laser
radiation used for the removal more strongly than the further materials used for the
decorative layer (3, 13, 23) and the carrier film (1), as a result of which, under
the action of laser radiation on the decorative layer (3, 13, 23), only those areas
(4, 4') in which the more strongly absorbing layer (8, 12, 28) is present are removed,
the action of the laser radiation being terminated following the removal of the desired
areas (4, 4').
17. Process according to Claim 12, characterized in that on its side facing away from the carrier film (1), in the areas subsequently forming
the patches (2), the decorative layer (33) is covered with a mask (38) that is resistant
to solvent and/or etching agent, and the materials forming the decorative layer (33)
are then removed, in the uncovered areas (34), by the action of appropriate solvents
or etching agents.
18. Process according to one of Claims 12 to 17 for producing embossing foils according
to one of Claims 9 to 11, characterized in that the thermally deformable layer (6, 26) is applied everywhere over the areas reaching
beyond the patch margin, and the three-dimensional structure (7) is correspondingly
extensively embossed before the material removal along the patch margins is carried
out in order to produce the individual patches (2).
19. Process according to one of Claims 12 to 18, characterized in that at least individual layers of the decorative layer (3, 13, 23, 33) on the carrier
film (1) are applied extensively in such a way that the areas of a plurality of patches
(2) are covered, the clearances (4, 4', 34) then being produced thereon by means of
subsequent removal.
20. Process according to Claim 19, characterized in that at least individual layers of the decorative layer (3, 13, 23, 33) are applied to
the entire area of the carrier film (1) before the clearances (4, 4', 34) are produced.
1. Feuille gaufrée, en particulier feuille gaufrée à chaud, qui comprend un film porteur
(1), sur lequel est disposée de manière amovible une couche de décoration (3, 13,
23) pouvant être transférée sur un substrat au moyen de chaleur et/ou de pression,
adhérant par collage sur le substrat et qui est divisée en patchs individuels (2)
entièrement séparés entre eux et pouvant être transférés individuellement sur un substrat,
un espace libre (4, 4', 34) d'une largeur (a, b) d'au moins 1 mm, de préférence d'au
moins 2 mm, étant respectivement disponible entre les patchs (2) sur le film porteur
(1), dans lequel le matériau constituant la couche de décoration existant à l'origine
dans les espaces libres est enlevé ultérieurement de manière à ce qu'à ces endroits
le film porteur (1) est dégagé.
2. Feuille gaufrée selon la revendication 1, caractérisée en ce que les espaces libres (4') sont formés par des bordures autour des patchs (2).
3. Feuille gaufrée selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le matériau constituant la couche de décoration (3, 13, 23) est enlevé dans les espaces
libres (4, 4') à l'aide de rayons laser (10, 11).
4. Feuille gaufrée selon les revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le film porteur (1) est transparent tandis que la couche de décoration (3, 13, 23)
comprend au moins une couche (8, 12, 28) d'un matériau absorbant la lumière laser
ayant la longueur d'onde utilisée pour l'enlèvement.
5. Feuille gaufrée selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la couche de décoration (3, 23) comprend une couche métallique (8, 28).
6. Feuille gaufrée selon la revendication 3, caractérisée en ce que le film porteur (1) et/ou une couche (12) proche du film porteur (1) est constitué
par un matériau absorbant le rayonnement laser (10, 11).
7. Feuille gaufrée selon la revendication 6, caractérisée en ce que le film porteur (1) est muni d'une couche de vernis (12) absorbant le rayonnement
laser utilisé pour l'enlèvement de la couche de décoration (13) et sur laquelle la
couche de décoration (13) est disposée de manière amovible.
8. Feuille gaufrée selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la surface libre (39) détournée du film porteur (1) de la couche de décoration (33)
est munie d'un cache (38) résistant aux solvants, dont la taillé correspond au patch
respectif (2).
9. Feuille gaufrée selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la couche de décoration (3, 23) comprend au moins une couche thermodéformable (6,
26), dans laquelle est incrustée une structure solide active du point de vue de la
diffraction optique.
10. Feuille gaufrée selon la revendication 9, caractérisée en ce que la couche thermodéformable (6, 26) est transparente et en ce que sa surface détournée du film porteur (1) et portant la structure solide (7) est recouverte
au moins par zones d'une couche de contraste (8) améliorant la perceptibilité de la
structure solide (7).
11. Feuille gaufrée selon la revendication 10, caractérisée en ce que la couche de contraste est formée par une couche métallique réfléchissante (8, 28).
12. Procédé pour la réalisation d'une feuille gaufrée selon l'une des revendications 1
à 11, caractérisé en ce que les matériaux constituant la couche de décoration (3, 13, 23, 33) sont appliqués
sur le film porteur (1) d'une manière en soi connue par les procédés de fabrication
de feuilles gaufrées, et ceci de telle façon que la couche de décoration (3, 13, 23,
33) dépasse partout par dessus le rebord des patchs transférables à former et que,
pour la formation des espaces libres (4, 4', 34), du matériau de la couche de décoration
est enlevé ultérieurement le long de l'ensemble du rebord de chaque patch individuel
(2).
13. Procédé selon la revendication 12 pour la réalisation d'une feuille gaufrée selon
l'une des revendications 3 à 11, caractérisé en ce qu'après l'application des couches de matériau constituant la couche de décoration (3,
13, 23), au moins une bande de couche de décoration (3, 13, 23) d'une largeur d'au
moins 1 mm est enlevée entièrement du film porteur (1) à l'aide d'un rayonnement laser
(10, 11) le long du rebord des différents patchs (2).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'un rayon laser se déplaçant au-dessus des zones à enlever (4, 4') est utilisé pour
l'enlèvement de la couche de décoration (3).
15. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que pour l'enlèvement de la couche de décoration (3, 13, 23, 33) on utilise un rayon
laser, dont la forme correspond à la forme de la zone (4, 4') respectivement à enlever
autour d'un patch.
16. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que dans la couche de décoration (3, 13, 23) il est prévu, dans les zones (4, 4') qui
doivent être enlevées ultérieurement, une couche (8, 12, 28) d'un matériau qui absorbe
plus fortement le rayonnement laser utilisé pour l'enlèvement que les autres matériaux
utilisés pour la couche de décoration (3, 13, 23) et que le film porteur (1), seules
les zones (4, 4'), dans lesquelles la couche à plus forte absorption (8, 12, 28),
est présente, étant enlevées lorsque le rayonnement laser agit sur la couche de décoration
(3, 23, 23), l'action du rayonnement laser étant arrêtée après l'enlèvement des zones
souhaitées (4, 4').
17. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le côté détourné du film porteur .(1) de la couche de décoration (33) est munie dans
les zones formant ultérieurement les patchs (2) d'un cache (38) résistant aux solvants
et/ou aux produits d'attaque chimique et en ce que par la suite les matériaux formant la couche de décoration (33) sont éliminés dans
les zones non recouvertes (34) par l'action de produits dissolvants ou d'attaque chimique
correspondants.
18. Procédé selon l'une des revendications 12 à 17 pour la réalisation de feuilles gaufrées
selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que la couche thermodéformable (6, 26) est appliquée sur les zones dépassant partout
le rebord des patchs et en ce que la structure solide (7) est imprimée sur une surface importante correspondante avant
que l'enlèvement du matériau pour la réalisation des différents patchs (2) ait lieu
le long des rebords des patchs.
19. Procédé selon l'une des revendications 12 à 18, caractérisé en ce qu'au moins différentes parties de la couche de décoration (3, 13, 23, 33) sont appliquées
en surfaces suffisamment grandes sur le film porteur (1) pour que les zones de plusieurs
patchs (2) soient recouvertes, les espaces libres (4, 4', 34) étant ensuite réalisés
par un enlèvement ultérieur.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce qu'au moins différentes parties de la couche de décoration (3, 13, 23, 33) sont appliquées
sur toute la surface du film porteur (1) avant que les espaces libres (4, 4', 34)
ne soient réalisés.