[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Zylinderschloss mit Flachschlüssel. Das Zylinderschloss
weist ein Gehäuse, einen in diesem im verdrehbaren Zylinderkern und zumindest zwei
schlüsselgesteuerte Stiftzuhaltungen auf. Der Flachschlüssel besitzt einen an beiden
Flachseiten ein Längsprofil mit Längsnuten und/oder Längsrippen aufweisenden Schaft,
bei dem zumindest eine der für die Steuerung eines Zuhaltungsstiftes vorgesehenen
Schlüsselkerben des Schlüsselbartes in einem gegenüber dem Schaft schlanker ausgebildeten
Spitzenabschnitt angeordnet ist, bei dem ein Spitzenprofil dem Schaftprofil übergeordnet
ist und die Kontur des Spitzenprofils innerhalb der Kontur des Schaftprofils liegt.
[0002] Aus der US 5 088 306 A ist ein solches Zylinderschloss bekannt, bei dem der Schlüsselkanal
auf verschiedene Flachschlüssel einstellbar ist, die sich nur hinsichtlich der seitlichen
Profilierung ihrer, dem Schlüsselrücken benachbarten, oberen Schafthälfte von einander
unterscheiden. Am Rand des verdrehbaren Zylinderkerns sind zu beiden Seiten des Schlüsselkanals
langgestreckte Profilleisten eingelassen, deren Profil der oberen Schafthälfte eines
bestimmten Flachschlüssels entspricht. Zum Umstellen des Zylinderschlosses auf einen
anderen Flachschlüssel werden diese Profilleisten ausgetauscht. Zum Anpassen des Zylinderschlosses
an einen Flachschlüssel, bei dem die obere Schafthälfte einen vorderen, schlankeren
Spitzenabschnitt besitzt, sind zweiteilige Profilleisten vorgesehen, bei denen der
hintere Abschnitt an das Schaftprofil und der vordere Abschnitt an das innerhalb der
Kontur des Schaftprofils liegende Spitzenprofil angepasst sind.
[0003] Das Dokument DE-A-31 29 577 offenbart ein Zylinderschloss und Flachschlüssel wobei
das Zylinderschloss ein Gehäuse, einen in diesem verdrehbaren Zylinderkern und zumindest
zwei schlüsselgesteuerte Stiftzuhaltungen aufweist und bei dem Flachschlüssel ein
gegenüber dem Schaft schlanker ausgebildeten Spitzenabschnitt angeordnet ist, wobei
im Gehäuse eine in einem Schlitz quer zum Schlüsselkanal ausgerichtete Abtastkulisse
vorgesehen ist, die ein gegenüber dem Profil des Schaftabschnittes des Schlüsselkanals
schlanker ausgebildetes Kulissenprofil zum Abtasten des Spitzenabschnittes eines Flachschlüssels
besitzt, dessen Spitzenabschnitt gegenüber seinem Schaft durch die Wegnahme von Schlüsselmaterial
unter Bildung von zusätzlichen Nuten im Profil schlanker ausgebildet ist.
[0004] Die Druckschrift DE-A-31 29 577 bezieht sich insbesondere auf einen Flachschlüssel
mit Magnetkörpern, wobei die Anordnung von Längsprofilelementen über die gesamte Länge
des Schaftes Schwierigkeiten mit sich bringt.
[0005] Eine bekannte Nachsperrmethode für Zylinderschlösser ist das sogenannte Picking.
Es existieren für diese Methode vielerlei Werkzeuge, wobei üblicherweise ein dünnes
Plättchen in den Schlüsselkanal eingefügt und durch Vibration die Zuhaltungsstifte
in Freigabestellung gebracht werden. Dieses Picking ist insbesondere bei "offenen"
Schlüsselkanälen leichter möglich, da derartige Schlüsselkanäle viel Platz für das
Einführen des Pickingwerkzeuges und dessen vertikale Bewegung zur Verfügung stellen.
Solche offenen Schlüssel kanäle sind entweder systembedingt oder entstehen bei großen
Schließanlagen durch Profilvariationen, bei denen viele Rippen des Schlüsselkanals
wegfallen.
[0006] Die Praxis zeigt jedoch, dass das Picking erheblich erschwert oder sogar unmöglich
gemacht wird, wenn der Schlüsselkanal derart eng (schlank) und überlappend gemacht
wird, dass das Einführen oder die Betätigung des Pickingwerkzeuges nicht möglich ist.
Andererseits sind jedoch systembedingt oder zufolge der Profilvariationen die Schlüsselkanäle
und zugehörige Schlüsselprofile nicht immer in der gewünschten Schlankheit herstellbar
bzw. die überlappenden Kernrippen durch Variation teilweise wegfallen.
[0007] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, das Schlüsselprofil
und das zugehörige Zylinderschloss derart auszubilden, dass das Picking erschwert
wird. Weiters soll die Möglichkeit der Ausbildung von Variationen erhöht werden, um
auch große Schließanlagen ausarbeiten zu können.
[0008] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass im Gehäuse zumindest eine, in einem
Schlitz zwischen zwei Stiftzuhaltungen angeordnete, quer zum Schlüsselkanal ausgerichtete
Abtastkulisse vorgesehen ist, die ein gegenüber dem Profil des Schaft-abschnittes
des Schlüsselkanals schlanker ausgebildetes Kulissenprofil zum Abtasten des Spitzenabschnittes
eines Flachschlüssels besitzt, dessen Spitzenabschnitt gegenüber seinem Schaft durch
die Wegnahme von Schlüsselmaterial unter der Bildung von zusätzlichen Nuten oder der
Erweiterung von bestehenden Nuten im Profil schlanker und zumindest im Bartbereich
als überlappendes Profil ausgebildet ist.
[0009] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das Schaftprofil des Flachschlüssels
als Grundprofil ein Zick-Zack-Profil aufweisen, dessen Querschnitt aus zick-zack-förmig,
unmittelbar aneinander anschließenden Rhomben gebildet ist, an die Profilvariationen
bildende und sich jeweils über die Gesamthöhe eines Rhombus erstreckende Variationsprofilelemente
seitlich anschließen, die in Spalten und quer zu diesen liegenden Zeilen angeordnet
sind, und dass das Spitzenprofil des Flachschlüssels unter Weglassen der Variationsprofilelemente
gebildet ist.
[0010] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Flachschlüssels; Fig. 2 zeigt die Aufsicht auf
einen abgebrochenen Zylinderkern und die Fig. 3 und 4 zeigen zwei Alternativen für
eine Abtastkulisse; Fig. 5 zeigt eine Ausführungsvariante eines Schlüsselkanalquerschnitts
des Zylinderschlosses; Fig. 6 ist ein Querschnitt durch eine weitere Ausführungsvariante
des Schlüsselkanals und Fig. 7 zeigt den zugehörigen Schlüssel in Querschnitt; Fig.
8 ist ein Querschnitt durch Schloss und Schlüssel einer anderen Type; Fig. 9 ist ein
Schnitt durch eine weitere Type eines Schlüssel.
[0011] Gemäß Fig. 1 weist der Schlüssel 1 an seinem Schaft 2 zwei Bereiche auf, nämlich
den Schaftabschnitt 3 und den Spitzenabschnitt 4. Der Schlüsselbart ist durch Schlüsselkerben
5 gebildet, die in bekannter Weise verschieden tief sein können und mit ihren Steuerflächen
an den Steuerpunkten 13 den zugeordneten Zuhaltungsstift steuern.
[0012] Der Schaftabschnitt 3 trägt jenes Schlüssellängsprofil, wie es für die Systematik
und die jeweilige Schließvariation notwendig ist. Dieser Abschnitt kann Profilelemente
mit relativ großen Profilrippen 14 aufweisen, denen im zugehörigen Schlüsselkanal
entsprechend große Profilnuten zugeordnet sind. Schlüsselprofilnuten sind mit 15 bezeichnet.
[0013] Im Spitzenabschnitt 4 ist das Profil schlanker ausgebildet und bevorzugt mit überlapptem
Profil vorgesehen. Der Spitzenabschnitt reicht von der Schlüsselspitze 6 bis wenigstens
hinter den Bereich der ersten Schlüsselkerbe 5'. Als Trennlinie zwischen beiden Abschnitten
ist die Linie 16 eingezeichnet. Die strichliert eingezeichnete Absenkung 23 des Schlüsselrückens
im Spitzenabschnitt kann wahlweise ausgebildet sein, wenn eine Abtastkulisse nach
Fig. 4 verwendet wird. Diese Absenkung stellt ein weiteres Sicherheitsmerkmal des
Schlüssels dar.
[0014] Anordnungen und das Verhältnis der verschiedenen Profilabschnitte zueinander werden
später erläutert.
[0015] Bei der Schliasselherstellung wird bevorzugt der Schlüsselrohling über die gesamte
Schaftlänge mit dem Schaftprofil (Schlüsselprofilnuten 15) versehen, beispielsweise
mit einem Profilfräser. Dann wird im Spitzenabschnitt 4 durch Wegnahme von Schlüsselmaterial
unter Bildung zusätzlicher Nuten oder Erweiterung bestehender Nuten das Profil schlanker
gemacht, wie in Fig. 1 mit Bezugszeichen 24 deutlich gemacht ist. Das "schlanker machen"
kann bis an die Grenze der Materialfestikeit gehen, da nur ein kleiner Abschnitt des
Schlüssels betroffen ist und keine Bruchgefahr vorliegt. Bevorzugt ist das spitzenprofil
ein dem Schaftprofil übergeordnetes Profil.
[0016] Das Schlüsselprofil wird von einem analog ausgebildeten Schlüsselkanalprofil des
Schlosses abgetastet. Somit muß das Schlüsselkanalprofil grundsätzlich ein Einschieben
des gesamten Schlüsselschaftes erlauben, also der Profilierung des Schaftabschnittes
3 entsprechen und das Einschieben des Spitzenprofils erlauben.
[0017] Gemäß Fig. 2 ist für das zusätzliche Abtasten der schlankeren (engeren) Profilierung
des Spitzenabschnitts 4 im Zylinderkern 7 ein Schlitz 8 vorgesehen, in den eine Abtastkulisse
9 eingesetzt ist, wie sie in zwei anderen Ausführungsbeispielen in Ansicht in den
Figuren 3 und 4 dargestellt ist. Das Kulissenprofil 10 definiert die Spitzenprofilkontur
und bedingt eine analoge Profilierung des Spitzenabschnitts 4 des Flachschlüssels.
[0018] Der Schlüsselkanal 11 ist vom Schlitz 8 zwischen zwei Stiftbohrungen 21 und 21' durchbrochen.
Der Schaftabschnitt 3 des Schlüsselschaftes reicht nach dem Einstecken vom Bund 22
des Zylinderkernes 20 bis an die Abtastkulisse 9 im Schlitz 8. Der Spitzenabschnitt
4 durchragt die Abtastkulisse und steuert mit der Schlüsselkerbe 5' den dahinterliegenden
Zuhaltungsstift, der in der Stiftbohrung 21' sitzt.
[0019] Die Variante Fig. 3 der Abtastkulisse ist für nach oben offene Schlüsselkanäle mit
durchgehendem Schlüsselrücken. Die Variante Fig. 4 mit geschlossener Abtastkulisse
erfordert an der Schlüsselspitze eine Absenkung 23, wie in Fig. 1 strichliert eingezeichnet.
[0020] Die Figuren 5 bis 7 zeigen Ausführungsbeispiele für Schnitte durch den Schlüsselkanal
bzw. den eingeschobenen Schlüssel mit einer Schnittlinie nach der Linie V-V in Fig.
2, also etwas hinter der Grenze 16 zwischen dem Schaftabschnitt und dem Spitzenabschnitt
(Fig. 1).
[0021] In Fig. 5 ist schraffiert der Schlüsselkanal 11 eingezeichnet, der eine bestimmte
dargestellt Profilkontur zeigt. Es ist dies die Schaftprofilkontur des Profiles des
Schaftabschnittes 3. Wie man erkennen kann, ist der so ausgebildete Schlüsselkanal
relativ offen, sodaß ein Picking möglich wäre.
[0022] Durch das Kulissenprofil 10 bzw. durch dessen in den Schlüsselkanal 11 vorstehende
Profilteile 17 wird eine engere Profilkontur gebildet, die innerhalb der Profilkontur
des Schlüsselkanals und Schaftabschnittes liegt. Der Spitzenabschnitt des einzuschiebenden
Schlüssels hat somit ein Profil zu erhalten, welches dieser schlankeren Spitzenprofilkontur
enspricht, wenn der Schlüssel zur Gänze eingeschoben werden soll.
[0023] Somit ergibt sich für den Schaftabschnitt ein relativ offenes Profil, wie es für
das Ausbilden von Variationen notwendig sein kann. Ab der Abtastkulisse 9 mit dem
engen Kulissenprofil 10 ist der Spitzenabschnitt schlanker profiliert, wie es dem
Kulissenprofil entspricht. Die Profilkontur des Spitzenabschnittes liegt innerhalb
der Profilkontur des Schaftabschnittes. Das gesamte Profil ist über die Schlüsselhöhe
überlappt, d.h., die von beiden Seiten in den Schlüsselkanal vorstehenden Rippen reichen
zumindest bis zur Mittellängsebene 12 oder überragen diese. Das Einführen eines auch
sehr dünnen Plättchens für das Picking ist höchstens bis zur Abtastkulisse 9 möglich,
nicht aber durch diese hindurch. Damit ist das Picking des dahinterliegenden Zuhaltungsstiftes
unmöglich.
[0024] Die Fig. 6 zeigt im Querschnitt den Schlüsselkanal 11 einer anderen Ausführungsart
eines Schlüssels mit Schnitt durch den Schaftabschnitt. Strichliert sind jene zusätzlichen
Profilteile 17 eingezeichnet, die durch die Abtastkulisse 9 vorgesehen werden und
das Profil des Spitzenabschnittes schlanker machen.
[0025] Fig. 7 zeigt einen zugehörigen Schlüssel im Schnitt durch den Spitzenabschnitt, wodurch
ein enges Profil im Spitzenabschnitt gegeben ist. Strichliert sind jene zusätzlichen
Nuten eingezeichnet, die der gleiche Schlüssel im Schaftabschnitt aufweist, und wodurch
die notwendige Schlüsseivariation gegeben ist.
[0026] Die Fig. 8 zeigt einen Querschnitt durch ein Schloß mit eingeschobenem Schlüssel
einer anderen Profil- und Zuhaltungsvariante. Die Schnittebene liegt an der Abtastkulisse
9. Die Abtastkulisse dient hier zur Abdeckung einer der beiden Hälften, nämlich der
rechten Hälfte, der stufenförmigen ausgebildeten Stiftzuhaltung 18. Eine Variation
kann nur in der hier dargestellten linken Hälfte erfolgen, während die rechte Hälfte
der Stiftzuhaltung weder vom Schlüssel noch durch ein Abtastwerkzeug erreicht werden
kann. Somit wird auch bei dieser Ausführungsvariante eines Zylinderschlosses der Schlüsselkanal
ab der Abtastkulisse 9 eng gehalten. Wenn in den davor liegenden Bereichen der Stiftzuhaltungen
jeweils die andere rechte Hälfte der Zuhaltungsstifte für die Variationen herangezogen
werden, müßte durch ein Einbruchswerkzeug sowohl die rechte Hälfte aller vorneliegender
Zuhaltungsstifte als auch die linke Hälfte des Zuhaltungsstiftes nach der Abtastkulisse
9 abgetastet werden. Dies ist aber grundsätzlich unmöglich. In Fig. 8 sind mit 19
das Gehäuse, mit 20 der Zylinderkern und mit 1 der Schlüssel bezeichnet.
[0027] Bei Verwendung von abgestuften Kernstiften in Verbindung mit beidseitig des Schlüsselschaftes
angebrachten Codierungen, ist es vorteilhaft, die vorderen Kernstifte z.B. mit einer
"rechten" Codierung und den innersten Kernstift mit einer "linken" Codierung zu versehen.
Bei den vorderen Kernstiften ist dann die linke Codierung freigefräst (nicht vorhanden)
und beim innersten Kernstift die rechte Codierung freigefräst. Somit sind die vorderen
linken Schlüsselcodierungen und die letzte rechte Schlüsseloodierung nicht wirksam.
Die Abtastkulisse vor dem innersten Stift gibt nur die linke Profilhälfte frei. Die
Schlüsselschaftspitze besitzt nur den linken Profilteil. Der Schlüsselschaft und der
vordere Schlüsselkanal können auch linke und rechte Profilteile aufweisen. Beim Picken
müßten dann gleichzeitig die vorderen Stifte auf der linken Seite und der innerste
Stift auf der rechten Seite angegriffen werden. Dies ist in der Praxis nicht möglich.
[0028] Das in Fig. 8 dargestellte Schlüssel-Schloß-System ist detailliert in der österreichischen
Patentanmsidung A 1847/97 und Gebrauchsmusteranmeldung GM 681/97 beschrieben.
[0029] Die Ausbildung des Schlüsselprofiles kann für alle Profilsysteme mit Längsnuten und
Längsrippen angewendet werden und ist auf die dargestellten Profilbeispiele nicht
beschränkt.
[0030] Die Fig. 9 zeigt den Profilquerschnitt durch ein weiteres bevorzugtes Schlüsselprofil.
Die Schnittebene verläuft durch das Spitzenprofil mit Blickrichtung zum Schaftprofil.
Mit starken Außenkonturen ist eine Variante des Schaftprofils dargestellt, mit dünnen
Strichen ist die Profilsystematik eingezeichnet. Das Schaftprofil entspricht einem
von der Anmelderin weit verbreiteten Profil, wobei als theoretisches Grundprofil ein
zick-zack-förmiges Profil angewendet wird. Dieses Profil setzt sich im Querschnitt
aus zick-zack-förmig unmittelbar aneinander anschließenden Rhomben oder rhombenähnlichen
Körpern zusammen. Ausgehend von diesem zick-zack-förmigen Grundprofil werden im Schaftprofil
die Profilvariationen dadurch gebildet, daß in den eingezeichneten Zeilen 25 jeweils
über die gesamte Höhe eines Rhombus ein Profilelement angeordnet sein kann. Im vorliegenden
Fall sind dies drei Profilelemente a, b und c. Die Zahl und Anordnung solcher Profilelemente
sind frei wählbar. Das Schaftprofil ist bei dieser Ausführungsvariante nicht überlappt,
d.h. daß die Nutengründe 29 nicht bis zur Längsmittelebene 26 heranreichen oder diese
überragen. Die Profilelemente (a, b und c) liegen übereinander in den Spalten 27,
28 der Pirofilsystematik.
[0031] Das geschnitten dargestellte Spitzenprofil 30 ist ebenso wie das Schaftprofil durch
aneinandergereihte Rhomben zick-zack-förmig ausgebildet, wobei das Spitzenprofil aber
unter Weglassen der Variationsprofilelemente analog den Profilelementen a, b und c
gebildet ist. Weiters ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das Spitzenprofil
über die gesamte Höhe des Schlüsselschaftes mit einer geringeren Wandstärke ausgebildet,
sodaß es schlanker ist. Überdies ist das Spitzenprofil überlappt ausgebildet, was
bedeutet, daß die Nutengründe 29 zumindest bis zur Mittellängsebene 26 heranreichen
oder diese überragen.
[0032] An diesem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 ist ebenfalls gut ersichtlich, dass es
mit der erfindungsgemäßen Ausbildung eines Zylinderschlosses und Flachschlüssels leicht
möglich ist, bereits vorhandene Schließanlagen, die mit dem Schaftprofil gebildet
sind, dadurch zu erweitern, dass ein Spitzenprofil , wie oben beschrieben, vorgesehen
wird, wobei zusätzlich noch der Schutz gegen Picking gegeben ist.
[0033] Wenn hier der Flachschlüssel beschrieben ist, fallen darunter auch die Schlüsselrohlinge,
also jene Vorprodukte, die bereits die Schlüsselprofilierung, wie in Fig. 9 beschrieben,
aufweisen und die erst später mit den Schlüsselkerben am Schlüsselbart versehen werden.
Die in den Zeichnungen dargestellten technischen Merkmale können miteinander auch
anders kombiniert werden. So kann z.B. das Profil nach Fig. 9 auch konisch ausgebildet
sein und im Spitzenabschnitt die Absenkung 23 aufweisen, wodurch sich in diesem Abschnitt
die Schlüsselhöhe verringert.
1. Zylinderschloss und Flachschlüssel, wobei das Zylinderschloss ein Gehäuse, einen in
diesem verdrehbaren Zylinderkern und zumindest zwei schlüsselgesteuerte Stiftzuhaltungen
aufweist und der Flachschlüssel einen an beiden Flachseiten ein Längsprofil mit Längsnuten
und/oder Längsrippen aufweisenden Schaft besitzt, bei dem zumindest eine der für die
Steuerung eines Zuhaltungsstiftes vorgesehenen Schlüsselkerben des Schlüsselbartes
in einem gegenüber dem Schaft schlanker ausgebildeten Spitzenabschnitt angeordnet
ist, bei dem ein Spitzenprofil dem Schaftprofil übergeordnet ist und die Kontur des
Spitzenprofil innerhalb der Kontur des Schaftprofils liegt, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse zumindest eine in einem Schlitz zwischen zwei Stiftzuhaltungen (21, 21')
angeordnete, quer zum Schlüsselkanal ausgerichtete Abtastkulisse (9) vorgesehen ist,
die ein gegenüber dem Profil des Schaftabschnittes des Schlüsselkanals (11) schlanker
ausgebildetes Kulissenprofil (10) zum Abtasten des Spitzenabschnittes (4) eines Flachschlüssels
(1) besitzt, dessen Spitzenabschnitt (4) gegenüber seinem Schaft durch die Wegnahme
von Schlüsselmaterial unter der Bildung von zusätzlichen Nuten oder der Erweiterung
von bestehenden Nuten (24) im Profil schlanker und zumindest im Bartbereich als überlappendes
Profil ausgebildet ist.
2. Zylinderschloss und Flachschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaftprofil des Flachschlüssels (1) als Grundprofil ein ZickZack-Profil aufweist,
dessen Querschnitt aus zick-zack-förmig, unmittelbar aneinander anschließenden Rhomben
gebildet ist, an die Profilvariationen bildende und sich jeweils über die Gesamthöhe
eines Rhombus erstreckende Variationsprofilelemente (a, b, c) seitlich anschließen,
die in Spalten (27, 28) und quer zu diesen liegenden Zeilen (25) angeordnet sind,
und dass das Spitzenprofil (30) des Flachschlüssels (1) unter Weglassen der Variationsprofilelemente
(a, b, c) gebildet ist.
1. Cylinder lock with flat key, whereby the cylinder lock incorporates a housing, a cylinder
core rotatable within the same, and at least two key controlled pin closures, and
whereby the flat key incorporates a shaft equipped with a longitudinal profile with
longitudinal grooves and/or longitudinal ribs on both flat sides, where at least one
of the key notches of the key bit is located in a slimmer tip section formed opposite
the shaft and envisaged for the control of a closure pin, whereby a tip profile has
a higher priority than the shaft profile, and the contour of the tip profile lies
within the contour of the shaft profile, characterised in that at least one sensing surface (9) located within a slot between two pin closures (21,
21') and aligned transverse to the key channel is envisaged within the housing, which
incorporates a surface profile (10) that is slimmer than the profile of the shaft
section of the key channel (11), for sensing the tip section (4) of a flat key (1)
whose tip section (4) profile is formed slimmer than its shaft due to a removal of
key material whilst forming additional grooves or a widening of existing grooves (24)
at least within the bit area in form of an overlapping profile.
2. Cylinder lock with flat key according to Claim 1, characterised in that the shaft profile of the flat key (1) incorporates a zigzag profile as a base profile,
the cross-section of which consists of zigzag shaped rhombuses located directly adjacent
to one another, followed by variation profile elements (a, b, c) forming profile variations
at the side and each extending across the entire height of a rhombus, located within
cracks (27, 28) and positioned transverse to these lines (25), and in that the tip profile (30) of the flat key (1) is formed omitting the variation profile
element (a, b, c).
1. Serrure à barillet et à clé plate comprenant :
- un boîtier dans lequel peut tourner un noyau de barillet, et au moins deux gâchettes
à broche commandées par la clé qui possède une tige présentant sur ses deux côtés
plats un profil avec des rainures et/ou des nervures longitudinales,
- au moins une des encoches du paneton de la clé prévues pour commander une broche
de gâchette se trouve dans une partie en pointe effilée par rapport à la tige, avec
un profil situé au-dessus du profil de la tige et un contour de profil situé à l'intérieur
du contour du profil de la pointe,
caractérisée en ce que
dans une fente située entre deux gâchettes à broches (21, 21') est prévue une coulisse
de palpage (9) perpendiculaire au canal de la clé et qui possède un profil de coulisse
(10) plus effilé que le profil de la section de tige du canal de clé (11), cette coulisse
servant à palper la section de pointe (4) d'une clé plate (1) qui, par rapport à sa
tige est réalisée par enlèvement du matériau de la clé avec formation de rainures
supplémentaires ou extension de rainures existantes (24), en donnant un profil plus
élancé qui est chevauchant au moins dans la zone du paneton.
2. Serrure à barillet et à clé plate selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le profil de la tige de la clé plate (1) présente un profil de base en zig-zag dont
la section est constituée de losanges se raccordant directement en zig-zag auxquels
font suite latéralement des éléments de variation de profil (a, b, c) formant des
variations de profil et s'étendant chacun sur la hauteur totale d'un losange, ces
éléments étant disposés dans des colonnes (27, 28) et perpendiculairement aux lignes
(25) où ils se trouvent, le profil de pointe (30) de la clé plate (1) ne comportant
pas les éléments de variation de profil (a, b, c).