Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftstoffversorgungssystems
für eine Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem Kraftstoff
von einer Pumpe in einen Druckspeicher gepumpt wird, und bei dem der Druck in dem
Druckspeicher mittels eines Drucksteuerventils steuer- und/oder regelbar ist. Des
Weiteren betrifft die Erfindung ein entsprechendes Programm, ein entsprechendes Speichermedium
sowie ein entsprechendes Steuergerät für eine Brennkraftmaschine.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der DE 195 39 885 A1 bekannt.
Gemäß der DE-A- 3 304 605 wird ein Kraftstoff- Druckspeicher von dem Anlossen aufgeladen.
[0003] An eine Brennkraftmaschine beispielsweise eines Kraftfahrzeugs werden immer höhere
Anforderungen im Hinblick auf eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der erzeugten
Abgase bei einer gleichzeitig erwünschten erhöhten Leistung gestellt. Zu diesem Zweck
sind moderne Brennkraftmaschinen mit einem Kraftstoffversorgungssystem versehen, bei
dem die Zuführung von Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine elektronisch,
insbesondere mit einem rechnergestützten Steuergerät, gesteuert und/oder geregelt
wird. Dabei ist es möglich, den Kraftstoff in ein Luftansaugrohr der Brennkraftmaschine
oder direkt in den Brennraum der Brennkraftmaschine einzuspritzen.
[0004] Insbesondere bei der zuletzt genannten Art, der sogenannten Direkteinspritzung, ist
es erforderlich, dass der Kraftstoff unter Druck in den Brennraum eingespritzt wird.
Zu diesem Zweck ist ein Druckspeicher vorgesehen, in den der Kraftstoff mittels einer
Pumpe gepumpt und unter einen hohen Druck gesetzt wird. Von dort wird der Kraftstoff
dann über Einspritzventile in die Brennräume der Brennkraftmaschine eingespritzt.
[0005] Beim Starten der Brennkraftmaschine ist der vorgenannte hohe Druck zumeist nicht
oder zumindest nicht sofort vorhanden. Das Starten der Brennkraftmaschine muss deshalb
gesondert gesteuert und/oder geregelt werden. Dabei sind die bereits erwähnten Randbedingungen
wie z. B. geringer Schadstoffausstoß zu erfüllen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftstoffversorgungssystems
für eine Brennkraftmaschine zu schaffen, mit dem ein möglichst optimales Starten der
Brennkraftmaschine durchführbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren bzw. einem Kraftstoffversorgungssystem der
eingangs genannten Art erfindungsgemäß gelöst, mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1.
[0008] Durch das Schließen des Drucksteuerventils wird ein definierter Zustand der Brennkraftmaschine
für den bevorstehenden Startvorgang geschaffen. Ebenfalls wird dadurch erreicht, dass
der Druck in dem Druckspeicher nicht mehr weiter abfällt.
[0009] Wird das Drucksteuerventil durch das Einschalten der Zündung geschlossen, und wird
durch dieses Einschalten der Zündung auch die Pumpe zum Fördern von Kraftstoff in
den Druckspeicher eingeschaltet, so hat dies zur Folge, dass der Druck in dem Druckspeicher
abhängig ist von der Förderleistung der Pumpe und gegebenenfalls entsprechend ansteigt.
Dies ist für das vorgesehene Starten der Brennkraftmaschine besonders vorteilhaft.
[0010] Durch die Steuerung und/oder Regelung im Normalbetrieb nach Überschreiten der vorgegebenen
Drehzahlgrenze wird auf einfache Weise der Übergang der Steuerung und/oder Regelung
der Brennkraftmaschine von dem Startvorgang in den Normalbetrieb erreicht.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Drucksteuerventil zumindest
teilweise geöffnet, wenn die Brennkraftmaschine gestartet wird und die ersten Drehbewegungen
vorhanden sind. Damit ist es möglich, den Druck in dem Druckspeicher mit Hilfe des
Drucksteuerventils zu steuern und/oder zu regeln.
[0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird das Drucksteuerventil in
Abhängigkeit von der Temperatur der Brennkraftmaschine geöffnet. Damit kann der Druck
in dem Druckspeicher an die Temperatur der Brennkraftmaschine angepasst werden.
[0013] Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird das Drucksteuerventil
in Abhängigkeit von der Anzahl der bereits ausgeführten Einspritzungen in die Brennkraftmaschine
geöffnet. Damit kann die Brennkraftmaschine in einfacher Weise an den Verlauf des
Startvorgangs angepasst werden.
[0014] Von besonderer Bedeutung ist die Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens in
der Form eines Steuerelements, das für ein Steuergerät einer Brennkraftmaschine, insbesondere
eines Kraftfahrzeugs, vorgesehen ist. Dabei ist auf dem Steuerelement ein Programm
abgespeichert, das auf einem Rechengerät, insbesondere auf einem Mikroprozessor, ablauffähig
und zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist. Als Steuerelement
kann insbesondere ein elektrisches Speichermedium zur Anwendung kommen, beispielsweise
ein Read-Only-Memory.
[0015] Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in
den Figuren der Zeichnung dargestellt sind.
- Figur 1
- zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Kraftstoffversorgungssystems,
- Figur 2
- zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Betreiben des Kraftstoffversorgungssystems der Figur 1, und
- Figur 3
- zeigt ein schematisches Zeitdiagramm zu dem Verfahren nach der Figur 2.
[0016] In der Figur 1 ist ein Kraftstoffversorgungssystem 1 dargestellt, das zur Verwendung
in einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs vorgesehen ist. Bei dem Kraftstoffversorgungssystem
1 handelt es sich um ein sogenanntes Common-Rail-System, das insbesondere bei einer
Brennkraftmaschine mit Benzin-Direkteinspritzung zur Anwendung kommt.
[0017] Das Kraftstoffversorgungssystem 1 weist einen Druckspeicher 2 auf, der mit einem
Drucksensor 3 und einem Drucksteuerventil (DSV) 4 versehen ist. Der Druckspeicher
2 ist über eine Druckleitung 5 mit einer Hochdruckpumpe 6 verbunden. Die Hochdruckpumpe
6 ist mit der Brennkraftmaschine gekoppelt und erzeugt einen Hochdruck bei sich drehender
Brennkraftmaschine. Die Hochdruckpumpe 6 ist über eine Druckleitung 8 an das Drucksteuerventil
4 angeschlossen ist. Über eine Druckleitung 9 und ein Filter ist das Drucksteuerventil
4 und damit auch die Hochdruckpumpe 6 mit einer elektrischen Kraftstoffpumpe 10 verbunden,
die dazu geeignet ist, Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter 11 anzusaugen. Die
elektrische Kraftstoffpumpe 10 erzeugt einen Druck, sobald eine Spannung an ihr anliegt.
Dies ist zumindest kurzzeitig der Fall, wenn die Zündung des Kraftfahrzeugs eingeschaltet
ist.
[0018] Das Kraftstoffversorgungssystem 1 weist vier Einspritzventile 13 auf, die über Druckleitungen
14 mit dem Druckspeicher 2 verbunden sind. Die Einspritzventile 13 sind dazu geeignet,
Kraftstoff in entsprechende Brennräume der Brennkraftmaschine einzuspritzen.
[0019] Mittels einer Signalleitung 15 ist der Drucksensor 3 mit einem Steuergerät 16 verbunden,
an das des weiteren eine Mehrzahl anderer Signalleitungen als Eingangsleitungen angeschlossen
sind. Mittels einer Signalleitung 17 ist die Kraftstoffpumpe 10 und über eine Signalleitung
18 ist das Drucksteuerventil 4 mit dem Steuergerät 16 verbunden. Des weiteren sind
die Einspritzventile 13 mittels Signalleitungen 19 an das Steuergerät 16 angeschlossen.
[0020] Im Normalbetrieb der Brennkraftmaschine wird der Kraftstoff von der Kraftstoffpumpe
10 aus dem Kraftstoffbehälter 11 zu der Hochdruckpumpe 6 gepumpt. Mit Hilfe der Hochdruckpumpe
6 wird in dem Druckspeicher 2 ein Druck erzeugt, der von dem Drucksensor 3 gemessen
wird und durch eine entsprechende Betätigung des Drucksteuerventils 4 und/oder Steuerung
der Kraftstoffpumpe 10 auf einen gewünschten Wert gesteuert und/oder geregelt werden
kann. Über die Einspritzventile 13 wird dann der Kraftstoff in die Brennräume der
Brennkraftmaschine eingespritzt.
[0021] Für die Bemessung der in den jeweiligen Brennraum einzuspritzenden Kraftstoffmenge
ist unter anderem der Druck in dem Druckspeicher 2 wesentlich. Je größer der Druck
in dem Druckspeicher 2 ist, desto mehr Kraftstoff wird während derselben Einspritzzeit
in den Brennraum eingespritzt. Dieser Druck in dem Druckspeicher 2 kann von dem Steuergerät
16 gesteuert und/oder geregelt werden.
[0022] Hierzu steuert das Steuergerät 16 beispielsweise das Drucksteuerventil 4 in seinen
geschlossenen Zustand, so daß die Hochdruckpumpe 6 und Kraftstoffpumpe 10 einen immer
weiter ansteigenden Druck in dem Druckspeicher 2 erzeugen. Diese= ansteigende Druck
kann von dem Drucksensor 3 gemessen werden.
[0023] Ebenfalls ist es möglich, daß das Steuergerät 16 die Drehzahl der Kraftstoffpumpe
10 erhöht, was zu einer erhöhten Förderleistung der Kraftstoffpumpe 10 führt und einen
erhöhten Druck in dem Druckspeicher 2 zur Folge hat. Das Ansteigen dieses Drucks und
damit das Ansteigen der Drehzahl bzw. der Förderleistung der Kraftstoffpumpe 10 kann
ebenfalls über der Drucksensor 3 ermittelt werden.
[0024] Zum Starten der Brennkraftmaschine müssen eine Mehrzahl von besonderen Randbedingungen
berücksichtigt werden. Dies wird durch das folgende, anhand der Figuren 2 und 3 dargestellte
Verfahren von dem Steuergerät 16 durchgeführt. Dabei können die einzelnen Blöcke des
Verfahrens z.B. als Module eines Programms oder dergleichen in dem Steuergerät 16
realisiert sein.
[0025] Vor einem in der Figur 3 gezeigten Zeitpunkt t1 ist die Zündung der Brennkraftmaschine
noch nicht eingeschaltet und der Anlasser der Brennkraftmaschine noch nicht betätigt.
Die beiden in der Figur 3 dargestellten Binärsignale Bst und Bstend haben einen Zustand,
der zumindest für die vorliegende Beschreibung nicht relevant ist.
[0026] Nach dem Zeitpunkt t1 haben die Binärsignale Bst und Bstend folgende Eigenschaften.
Das Binärsignal Bst ist nur dann "1", wenn die Zündung eingeschaltet ist, der Anlasser
die Brennkraftmaschine in eine Drehbewegung versetzt, die Brennkraftmaschine aber
eine vorgegebene Drehzahlgrenze NG noch nicht überschritten hat. Das Binärsignal Bstend
ist dann "1", wenn das Starten der Brennkraftmaschine beendet ist, die Brennkraftmaschine
die vorgegebene Drehzahlgrenze NG also überschritten hat.
[0027] In dem Zeitpunkt t1 wird die Zündung der Brennkraftmaschine eingeschaltet, der Anlasser
führt jedoch noch keine Drehbewegung aus. Dies ist gleichbedeutend damit, daß ein
Benutzer des Kraftfahrzeugs die Brennkraftmaschine starten will, die Brennkraftmaschine
aber noch keine Drehbewegung ausführt. Die Binärsignale Bst und Bstend sind im Zeitpunkt
t1 auf "0". Ab dem Zeitpunkt t1 bis zum Zeitpunkt t2 bleibt die Zündung eingeschaltet
und der Anlasser noch nicht betätigt. Die Binärsignale Bst und Bstend verbleiben auf
"0".
[0028] In dem Zeitraum zwischen den Zeitpunkten t1 und t2 wird das Drucksteuerventil 4 geschlossen.
Hierzu wird gemäß der Figur 2 ein vorgegebenes, vorzugsweise konstantes Taktverhältnis
K über zwei Schalter 20, 21 an das Drucksteuerventil 4 weitergegeben. Mit dem Taktverhältnis
K wird das Drucksteuerventil 4 in seinen geschlossenen Zustand überführt, sofern das
Drucksteuerventil 4 nicht geschlossen ist, oder es wird der geschlossene Zustand des
Drucksteuerventils 4 aufrechterhalten.
[0029] Zu diesem Zweck werden die beiden Binärsignale Bst und Bstend von zwei Invertern
22, 23 invertiert und einem UND-Glied 24 zugeführt. Von dem UND-Glied 24 wird eine
binäre "1" erzeugt, die den Schalter 20 in denjenigen Zustand überführt, der in der
Figur 2 nicht dargestellt ist.
[0030] Des weiteren wird das invertierte Binärsignal Bstend, also eine binäre "1", dem Schalter
21 zugeführt, das diesen in denjenigen Zustand überführt, der in der Figur 2 nicht
dargestellt ist.
[0031] Dies bewirkt insgesamt, daß - wie bereits erwähnt - das Taktverhältnis K über die
Schalter 20, 21 an das Drucksteuerventil 7 weitergegeben wird.
[0032] Im Zeitpunkt t2 der Figur 3 versetzt der Anlasser die Brennkraftmaschine in eine
Drehbewegung. Damit wird das Binärsignal Bst zu "1". Ebenfalls wird die Drehzahl N
der Brennkraftmaschine ungleich Null und steigt an. Sobald die Brennkraftmaschine
aufgrund der ausgeführten Einspritzungen von Kraftstoff in die Brennräume derselben
aus eigener Kraft eine Drehbewegung ausführt, steigt die Drehzahl N der Brennkraftmaschine
weiter an. Die Brennkraftmaschine ist gestartet.
[0033] Sobald die Drehzahl N der Brennkraftmaschine die Drehzahlgrenze NG, beispielsweise
800 Umdrehungen pro Minute, überschreitet, wird das Binärsignal Bst wieder zu "0"
und das Binärsignal Bstend wird zu "1". Dies erfolgt in der Figur 3 im Zeitpunkt t3.
[0034] In dem Zeitraum zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 wird das Drucksteuerventil 4 zumindest
teilweise geöffnet. Dies wird dadurch erreicht, daß ein veränderliches Taktverhältnis
V aus einem Kennfeld 25 ausgelesen und über die Schalter 20, 21 an das Drucksteuerventil
4 weitergegeben wird. Aufgrund des veränderten Binärsignals Bst fällt der Schalter
20 in denjenigen Zustand, der in der Figur 3 dargestellt ist. Da das Binärsignal Bstend
in dem Zeitraum zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 noch "0" ist, verbleibt der Schalter
21 in dem in der Figur 3 nicht dargestellten Zustand. Damit gelangt das Tastverhältnis
V aus dem Kennfeld 25 über die Schalter 20, 21 zu dem Drucksteuerventil 4.
[0035] Das Kennfeld 25 ist abhängig von der Temperatur TM der Brennkraftmaschine und der
Anzahl ATI von Einspritzungen, die bei dem jeweils vorliegenden Starten der Brennkraftmaschine
bereits ausgeführt worden sind. Es ist möglich, daß das Kennfeld 25 alternativ und/oder
zusätzlich auch von anderen Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine abhängig ist. Das
von dem Kennfeld erzeugte Taktverhältnis V steuert das Drucksteuerventil 4 in einen
zumeist geöffneten, zumindest in keinen geschlossenen Zustand. Zwischenzustände sind
ebenfalls möglich.
[0036] Im Zeitpunkt t3 erreicht die Brennkraftmaschine die bereits erwähnte Drehzahlgrenze
NG. Dies hat zur Folge, daß das Starten der Brennkraftmaschine abgeschlossen ist und
das Binärsignal Bstend zu "1" wird. Das invertierte Binärsignal Bstend, also eine
binäre "0", bewirkt, daß der Schalter 21 in dem in der Figur 3 dargestellten Zustand
verbleibt. Damit wird weder das Tastverhältnis K, noch das Tastverhältnis V an das
Drucksteuerventil 4 weitergegeben.
[0037] Stattdessen wird ein Tastverhältnis N an das Drucksteuerventil 4 weitergegeben, das
in einem Normalbetrieb der Brennkraftmaschine erzeugt wird. Dieser Normalbetrieb wurde
bereits erläutert und ist in der Figur 2 mittels eines Blocks 26 dargestellt.
[0038] Insgesamt ergibt sich damit der folgende Startvorgang der Brennkraftmaschine:
[0039] Vor dem Zeitpunkt t1, also vor dem Einschalten der Zündung und vor dem Starten des
Anlassers, kann das Drucksteuerventil 4 in irgendeinem Zustand geöffnet oder geschlossen
sein.
[0040] Im Zeitpunkt t1, also sobald die Zündung des Kraftfahrzeugs eingeschaltet wird, wird
das Drucksteuerventil 4 geschlossen. Dieser Zustand wird bis zum Zeitpunkt t2 beibehalten,
also bis der Anlasser betätigt wird. Damit ist der Druck in dem Druckspeicher 2 in
diesem Zeitraum abhängig von dem vor dem Zeitpunkt t1 vorhandenen Druck sowie von
dem von der elektrischen Kraftstoffpumpe 10 erzeugten Druck.
[0041] Im Zeitpunkt t2, also bei eingeschalteter Zündung und sich drehendem Anlasser, wird
das Drucksteuerventil 4 zumindest teilweise geöffnet. Dieser Zustand wird bis zum
Zeitpunkt t3 beibehalten, also bis der Startvorgang der Brennkraftmaschine beendet
und die Drehzahlgrenze NG erreicht ist. Aufgrund der von dem Anlasser erzeugten niedrigen
Drehzahl kommt die mit der Brennkraftmaschine gekoppelte Hochdruckpumpe 6 noch nicht
zur Wirkung. Der Druck in dem Druckspeicher 2 ist deshalb in diesem Zeitraum weitgehend
abhängig von der elektrischen Kraftstoffpumpe 10.
[0042] Ab dem Zeitpunkt t3 kommt die Hochdruckpumpe 6 im wesentlichen voll zur wirkung.
Damit ist der Druck in dem Druckspeicher ab dem Zeitpunkt t3 weitgehend von der Hochdruckpumpe
6 abhängig.
1. Verfahren zum Betreiben eines Kraftstoffversorgungssystems (1) für eine Brennkraftmaschine
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem Kraftstoff von einer Pumpe (6, 10) in einen
Druckspeicher (2) gepumpt wird, und bei dem der Druck in dem Druckspeicher (2) mittels
eines Drucksteuerventils (4) steuer- und/oder regelbar ist, wobei das Drucksteuerventil
(4) geschlossen wird, wenn die Brennkraftmaschine gestartet werden soll, aber noch
keine Drehbewegung vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Drucksteuerventil (4) entsprechend einem Normalbetrieb gesteuert und/oder geregelt
wird, wenn eine vorgegebene Drehzahlgrenze (NG) überschritten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drucksteuerventil (4) zumindest teilweise geöffnet wird, wenn die Brennkraftmaschine
gestartet wird und die ersten Drehbewegungen ausführt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drucksteuerventil (4) in Abhängigkeit von der Temperatur (TM) der Brennkraftmaschine
geöffnet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Drucksteuerventil (4) in Abhängigkeit von der Anzahl (ATI) der bereits ausgeführten
Einspritzungen in die Brennkraftmaschine geöffnet wird.
5. Programm, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 programmiert
ist.
6. Elektrisches Speichermedium für ein Steuergerät (16) einer Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass auf ihm ein Programm zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1
bis 4 abgespeichert ist.
7. Steuergerät (16) für eine Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Anwendung in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 hergerichtet
ist.
1. Method for operating a fuel supply system (1) for an internal combustion engine, in
particular of a motor vehicle, in which fuel is pumped by a pump (6, 10) into a pressure
accumulator (2), and in which the pressure in the pressure accumulator (2) can be
controlled and/or regulated by means of a pressure control valve (4), the pressure
control valve (4) being closed if the internal combustion engine is to be started
but there is not yet any rotational movement, characterized in that the pressure control valve (4) is controlled and/or regulated in accordance with
normal operation when a predetermined rotational-speed limit (NG) is exceeded.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the pressure control valve (4) is at least partially opened when the internal combustion
engine is started and executes the first rotational movements.
3. Method according to Claim 2, characterized in that the pressure control valve (4) is opened as a function of the temperature (TM) of
the internal combustion engine.
4. Method according to Claim 2 or 3, characterized in that the pressure control valve (4) is opened as a function of the number (ATI) of injections
into the internal combustion engine that have already been carried out.
5. Programme, characterized in that it is programmed for use in a method according to one of Claims 1 to 4.
6. Electric storage medium for a control unit (16) of an internal combustion engine,
characterized in that a programme is stored on it for use in a method according to one of Claims 1 to 4.
7. Control unit (16) for an internal combustion engine, characterized in that it is set up for use in a method according to one of Claims 1 to 4.
1. Procédé pour faire fonctionner un système d'alimentation en carburant (1) pour un
moteur à combustion interne, en particulier d'un véhicule automobile, selon lequel
du carburant est refoulé par une pompe (6, 10) dans un accumulateur de pression (2),
et la pression régnant dans l'accumulateur de pression peut être commandée et/ou réglée
au moyen d'une soupape de commande de pression, la soupape de commande de pression
(4) étant fermée lorsque le moteur à combustion interne doit être mis en marche mais
lorsqu'il n'y a pas encore de mouvement de rotation,
caractérisé en ce que
la soupape de commande de pression (4) est commandée et/ou réglée selon un fonctionnement
normal lorsqu'une limite prédéterminée de vitesse de rotation (NG) est dépassée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la soupape de commande de pression (4) est ouverte au moins partiellement lorsque
le moteur à combustion interne est mis en marche et exécute les premiers mouvements
de rotation.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la soupape de commande de pression (4) est ouverte en fonction de la température (TM)
du moteur à combustion interne.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que
la soupape de commande de pression (4) est ouverte en fonction d'un nombre (ATI) des
injections déjà exécutées dans le moteur à combustion interne.
5. Programme,
caractérisé en ce qu'
il est programmé pour être utilisé dans un procédé selon l'une des revendications
1 à 4.
6. Moyen de mémoire électrique pour un appareil de commande (16) d'un moteur à combustion
interne,
caractérisé en ce que
sur ce moyen est mémorisé un programme destiné à être appliqué dans un procédé selon
l'une des revendications 1 à 4,
7. Appareil de commande (16) pour un moteur à combustion interne,
caractérisé en ce qu'
il est conçu pour être utilisé dans un procédé selon l'une des revendications 1 à
4.