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(11) |
EP 1 068 445 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.2004 Patentblatt 2004/14 |
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Anmeldetag: 24.11.1999 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE1999/003721 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2000/039451 (06.07.2000 Gazette 2000/27) |
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| (54) |
KRAFTSTOFFEINSPRITZVORRICHTUNG FÜR BRENNKRAFTMASCHINEN
FUEL INJECTION DEVICE FOR INTERNAL COMBUSTION ENGINES
DISPOSITIF D'INJECTION DE CARBURANT POUR MOTEURS A COMBUSTION INTERNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
29.12.1998 DE 19860678
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.01.2001 Patentblatt 2001/03 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- BOECKING, Friedrich
D-70499 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 624 001 US-A- 3 802 626
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DE-A- 19 742 073
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einer Kraftstoffeinspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen
nach der Gattung des Patentanspruchs 1 aus. Bei einer solchen, durch die DE 196 24
001 A1 bekannten Kraftstoffeinspritzeinrichtung wird das von einer Kraftstoffhochdruckquelle
versorgte Kraftstoffeinspritzventilglied durch verschiedene an diesem in Öffnungs-
und Schließrichtung angreifende hydraulischen Kräfte gesteuert. Es weist ein Einspritzventilglied
zur Steuerung einer Einspritzöffnung auf und schließt auf seiner der Einspritzöffnung
abgewandten Seite einen Steuerraum ein, der über einen gedrosselten Zuflußkanal von
einer Kraftstoffhochdruckquelle mit hohem Kraftstoffdruck versorgt wird und der über
das Steuerventil, das von einem Piezoaktor betätigt wird, entlastet werden kann, so
daß in diesem Fall durch den an der Druckschulter des Einspritzventilglieds angreifenden
hydraulischen Druck und bei dem im Steuerraum fehlenden hydraulischen Hochdruck das
Einspritzventilglied geöffnet wird. Umgekehrt wird beim Verschluß des Steuerraums
der hohe Kraftstoffdruck im Steuerraum wieder aufgebaut und das Einspritzventilglied
wieder in Schließstellung gebracht. Bei der bekannten Kraftstoffeinspritzeinrichtung
ist das Steuerventil in einem Abflußkanal des Steuerraums angeordnet. Zusätzlich zu
der Verbindung vom Hochdruckspeicher zum Steuerraum muß bei der bekannten Kraftstoffeinspritzvorrichtung
noch eine Verbindung zu dem von der Druckschulter des Einspritzventilglieds begrenzten
Druckraum bereitgestellt werden, der ständig unter Hochdruck gehalten wird. Diese
bekannte Einrichtung ist aus dem geschilderten Grund aufwendig, da neben der mehrfachen
Verbindung zwischen der Kraftstoffhochdruckquelle zum Steuerraum einerseits und zum
Druckraum andererseits auch die Zu- und Ablaufquerschnitte zum Steuerraum und die
druckausgesetzten Flächen am Einspritzventilglied exakt aufeinander abgestimmt werden
müssen.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzvorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 hat den Vorteil, daß mit einfachen Mitteln das Einspritzventilglied
des Kraftstoffeinspritzventils schnell und exakt über dem Piezoantrieb für eine Voreinspritzung
geöffnet werden kann, danach wieder geschlossen wird, um anschließend für die nachfolgende
Haupteinspritzung geöffnet zu werden. Dabei ist es von wesentlichem Vorteil, daß das
Steuerventilglied für den gesamten Vorgang nur einmal hin- und herbewegt werden muß.
Insbesondere lassen sich über die kurze Phase der Öffnung beider Ventilsitze am Steuerventil
bei durchgehender gleichgerichteten Bewegung des Steuerventilgliedes sehr kurze Hochdruckzufuhrzeiten
zur Erzielung der Voreinspritzung erreichen.
[0003] In besonders vorteilhafter Weise können gemäß Patentanspruch 2 trotz geringer Arbeitshübe
eines Piezoaktors mittels einer hydraulischen Übersetzung große Öffnungshübe des Steuerventilglieds
erzielt werden. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß gemäß Patentanspruch 3 der bei geschlossenem Steuerventilglied an diesem anstehende
hohe, von der Kraftstoffhochdruckquelle kommende Kraftstoffdruck ein Kräfteausgleich
am Steuerventilglied bewirkt, da gleiche Flächen in beiden Bewegungsrichtungen des
Steuerventilglieds gleich groß sind. Gemäß Patentanspruch 4 kann dabei das Flächenverhältnis
der am Steuerventilglied wirkenden Druck ausgesetzten Flächen so gewählt werden, daß
das Steuerventilglied vom in der Ausnehmung herrschenden Hochdruck der Kraftstoffhochdruckquelle
in Öffnungsrichtung geringfügig mehr belastet wird als in Schließrichtung. Das Schließen
erfolgt dabei durch rückstellende Federkräfte am Steuerventilglied.
[0004] In einer letzten Ausgestaltung schließlich ist die Druckbeaufschlagung des Steuerventilglieds
gemäß Patentanspruch 5 so gewählt, daß der Zulauf der Druckleitung zum Ventilraum
koaxial zum Ventilstößel erfolgt, so daß bei an seinem zweiten Ventilsitz anliegenden
Ventilkopf die Verbindung zwischen Kraftstoffhochdruckquelle und Ventilraum bzw. zum
Druckraum des Kraftstoffeinspritzventils geschlossen ist. Dabei wird zwar das Steuerventilglied
von relativ großen Öffnungskräften beaufschlagt, doch wird die Ventilstößelbohrung
nur vom niedrigen Kraftstoff beaufschlagt, so daß die Leckverluste des Steuerventils
gering sind. Die Druckbeaufschlagung auf den Ventilstößel bzw. die diesen führenden
Ventilstößelbohrung erfolgt dabei lediglich während der Verbindung der Druckleitung
zum Druckraum, das heißt während der Einspritzphase der Kraftstoffeinspritzvorrichtung.
Zeichnung
[0005] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine schematische
Darstellung einer Kraftstoffeinspritzvorrichtung mit Kraftstoffversorgung aus einem
Kraftstoffhochdruckspeicher und einem Kraftstoffeinspritzventil eines ersten Ausführungsbeispiels,
Figur 2 eine Darstellung der Hubverläufe von Kraftstoffeinspritzventil und Steuerventilglied
des Ausführungsbeispiels nach Figur 1 und Figur 3 eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels
nach Figur 1 mit vertauschten Anschlüssen von der Druckleitung, die vom Kraftstoffhochdruckspeicher
zum Kraftstoffeinspritzventil führt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0006] Eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung, mit der bei hohen Einspritzdrücken aber mit
geringem Aufwand eine große Variation der Kraftstoffeinspritzung bezüglich Einspritzmenge
und Einspritzzeitpunkt möglich ist, wird durch ein sogenanntes Common Rail System
verwirklicht. Dies stellt eine andere Art von Kraftstoffhochdruckquelle zur Verfügung,
aus der eine Kraftstoffeinspritzung erfolgen kann als dies bei den üblichen Kraftstoffhochdruckeinspritzpumpen
vorgegeben ist.
[0007] Bei dem in Figur 1 dargestellten Common Rail Einspritzsystem ist als Kraftstoffhochdruckquelle
ein Kraftstoffhochdruckspeicher 1 vorgesehen, der von einer Kraftstoffhochdruckförderpumpe
2 aus einem Kraftstoffvorratsbehälter 4 mit Kraftstoff versorgt wird, der auf Einspritzdruck
gebracht ist. Der Druck im Kraftstoffhochdruckspeicher wird von einem Drucksensor
6 erfaßt und als Signal einer elektrischen Steuereinrichtung 8 zugeführt, die über
ein Drucksteuerventil 5 dem Druck im Kraftstoffhochdruckspeicher steuert. Die Steuereinrichtung
steuert ferner auch das Öffnen und Schließen von Kraftstoffeinspritzventilen 9, die
zur Einspritzung von Kraftstoff aus dem Kraftstoffhochdruckspeicher versorgt werden.
[0008] Dazu führt vom Kraftstoffhochdruckspeicher 1 eine Druckleitung mit den Teilzweigen
10a, 10b zu einem Druckraum 11 im Kraftstoffeinspritzventil, welcher Druckraum 11
das Ende des Kraftstoffeinspritzventilgliedes 12 ringförmig umgibt und bis zu einem
Ventilsitz 13 vordringt. Das Einspritzventilglied hat dabei im Bereich des Druckraumes
11 eine Druckschulter 14, die durch den Druck des Druckraumes 11 in Öffnungsrichtung
des Einspritzventilgliedes 12 entgegen einer auf der Rückseite des Einspritzventilgliedes
angreifenden Schließfeder 15 belastet wird. Übersteigen die hydraulischen Kräfte an
der Druckschulter 14 die Schließkräfte der Schließfeder 15, so hebt das Ventilglied
mit seiner Dichtfläche 16 vom Ventilsitz 13 ab und stellt die Verbindung zwischen
Druckraum 11 und Einspritzöffnungen 17 her, so daß die Kraftstoffeinspritzung erfolgen
kann.
[0009] Gesteuert wird diese Kraftstoffeinspritzung durch die Zufuhr von Kraftstoffhochdruck
über die Druckleitung 10a, 10b zum Druckraum 11. Zu deren Steuerung ist in dieser
Druckleitung ein Steuerventil 18 vorgesehen. Dieses weist ein Steuerventilglied 20
auf, mit einem Ventilstößel 21, der in einer Ventilstößelbohrung 22 geführt ist und
an seinem Ende einen Ventilkopf 23 aufweist, der innerhalb eines Veritilraumes 24
bewegbar ist. An dem dem Ventilkopf 23 gegenüberliegenden Ende des Stößel 24 trägt
dieser einen Federteller 26, zwischen dem und dem Gehäuse eine Schließfeder 27 eingespannt
ist, die bestrebt ist, den Ventilkopf mit einer auf der einen Seite desselben befindlichen
Ventilkopfdichtfläche 29 an einen entsprechend konisch ausgestalteten ersten Ventilsitz
30 zu bringen. Der erste Ventilsitz 30 befindet sich am Übergang zwischen dem im Durchmesser
weiteren Ventilraum 24 zur Stößelbohrung 22.
[0010] Auf der dem ersten Ventilsitz 30 gegenüberliegenden Seite des Ventilraums 24 befindet
sich ein zweiter, ebenfalls kegelförmiger Ventilsitz 31 am Austritt des Teils 10b
der Druckleitung aus dem Ventilraum 24, welcher Druckleitungsteil 10b zum Druckraum
11 führt. Mit diesem zweiten Ventilsitz 31 wirkt eine zweite Ventilkopfdichtfläche
32 am Ventilkopf 37 zusammen, so daß die Verbindung zwischen dem Ventilraum 24 und
der Druckleitung 10b geschlossen ist, wenn das Steuerventilglied 20 vom ersten Ventilsitz
entgegen der Kraft der Schließfeder 27 zum zweiten Ventilsitz 31 bewegt wird.
[0011] Anschließend an die erste Ventilkopfdichtfläche 29 weist der Stößel 21 eine ringförmige
Ausnehmung 33 auf, die bei am ersten Ventilsitz 30 anliegendem Ventilkopf 23 zusammen
mit der Stößelbohrung 22 einen Ringraum 34 einschließt. In diesen mündet der Druckleitungsteil
10a, der vom Kraftstoffhochdruckspeicher 1 herführt. Ist das Steuerventilglied 20
in der in Figur 1 gezeigten geschlossenen Stellung, so ist die Verbindung zwischen
Kraftstoffhochdruckspeicher 1 und Druckraum 11 verschlossen. Die aufgrund der Hochdruckbeaufschlagung
des Ringraumes 34 auf das Steuerventilglied 20 wirkenden Kräfte sind in Achsrichtung
des Steuerventilglieds im wesentlichen ausgeglichen. Durch entsprechende Gestaltung
von erstem Ventilsitz 30 und erster Ventilkopfdichtfläche 29 kann die druckbeaufschlagte
Fläche am Steuerventilglied 20, die in Richtung Ventilraum 24 weist, geringfügig größer
sein, als die in Richtung Federteller 24 wirkende Fläche am Stößel. Die Schließfeder
27 bringt die zum sicheren Verschließen des Steuerventils 18 notwendige Schließkraft
auf, die größer ist als die in Öffnungsrichtung wirkende resultierende hydraulische
Kraft. Dies hat den Vorteil, daß geringe Betätigungskräfte für das Steuerventilglied
20 notwendig sind.
[0012] Die Betätigung des Steuerventilglieds 20 erfolgt mittels eines Piezoaktors, dessen
Stellglied 36 teilweise in Figur 1 dargestellt ist. Das Stellglied 36 begrenzt mit
seiner Stirnseite 37 einen Teil eines geschlossenen Übertragungsraumes 38, an den
ferner eine Stirnseite 39 eines Stößelbetätigungskolbens 40 angrenzt, der dicht in
einer Führungsbohrung 41 geführt ist, die sich koaxial an die Ventilstößelbohrung
22 anschließt. Die Stirnfläche 37 des Stellglieds 36 ist dabei wesentlich größer als
die Stirnseite 39 des Stößelbetätigungskolbens 40. Wird der Piezoaktor durch die Steuereinrichtung
8 erregt und das Stellglied 36 in den Übertragungsraum 38 hineinbewegt, so wird der
kleine Hub des Stellglieds 36 um das Flächenverhältnis der Stirnseiten 37 und 39 in
einen größeren Hub des Stößelbetätigungskolbens 40 vergrößert, der entsprechend am
Ende des Ventilstößels 21 anliegend das Steuerventilglied 20 zu einem relativ großen
Öffnungshub bewegt.
[0013] In der Figur 2a und Figur 2b sind die Bewegungen des Steuerventilglieds 20 und des
Einspritzventilglieds 12 übereinander dargestellt. Zur Durchführung einer Voreinspritzung
wird der Piezo so erregt, daß der Ventilkopf von seiner Anlage am ersten Ventilsitz
30 abhebt, bis er zur Anlage am zweiten Ventilsitz 31 kommt. Über diese Bewegung hinweg
sind die beiden Teilleitungen 10a und 10b der Druckleitung über den Ventilraum 24
miteinander verbunden, so daß Kraftstoffhochdruck in den Druckraum 11 gelangen kann
und dort eine Erhebung des Einspritzventilglieds 12 bewirkt. Dies ist in der Figur
2a mit dem Hub V dargestellt. Der entsprechende Hub des Steuerventilglieds ist in
Figur 2b über dem Bereich V
s dargestellt. Am Ende dieses Hubes, das in dem Diagramm mit h
vs bezeichnet ist, ist die Verbindung der Druckleitungsteilen 10a und 10b der Druckleitung
wieder unterbrochen, was zum Abfall der Einspritzung V gemäß Figur 2a führt. Nach
einer Spritzpause P wird dann das Steuerventilglied 20 durch entsprechende Ansteuerung
des Piezoaktors derart zurückgeführt, daß der Ventilkopf 23 einen Hub h
Hs einnimmt, bei dem er sowohl vom ersten Ventilsitz 30 als auch vom zweiten Ventilsitz
31 beabstandet ist und somit die Verbindung der Teilleitungen 10a und 10b der Druckleitung
hergestellt hat. Über die Dauer des Verharrens des Steuerventilglieds in dieser Stellung
erfolgt dann die Haupteinspritzung H. Schließlich wird zur Beendigung der Haupteinspritzung
das Steuerventilglied 20 wieder ganz zurückgeführt, so daß die erste Ventilkopfdichtfläche
29 wiederum dicht am ersten Ventilsitz 30 zur Anlage kommt.
[0014] Bei dieser Ausgestaltung des Steuerventilglieds werden nur geringe Schaltkräfte für
das Steuerventilglied 20 erforderlich, da es bei Hochdruckbeaufschlagung in der in
Figur 1 gezeigten Ausgangsstellung zwischen den Einspritzungen im wesentlichen kraftausgeglichen
ist. Allerdings liegt der hohe Kraftstoffdruck am Ventilstößel 21 an, so daß es zu
Leckverlusten entlang der Ventilstößelbohrung 22 kommen kann. Es ist für einen entsprechenden
Ablauf Sorge zu tragen.
[0015] In Figur 3 findet das Steuerventil in der im wesentlichen gleichartigen Ausgestaltung
wie bei Figur 1 Anwendung. Unterschiedlich ist hier lediglich, daß die Druckleitung
mit ihrem Druckleitungsteil 10a nicht in den Ringraum 34 mündet, sondern am zweiten
Ventilsitz in den Ventilraum 24 einmündet. Der Druckleitungsteil 10b der Druckleitung
zeigt dann vom Ringraum 34 ab. Die Steuerung des Steuerventils kann dabei in der gleichen
Art und Weise erfolgen, wie beim ersten Ausführungsbeispiel. In der Ausgangsstellung
liegt der Ventilkopf 23 mit seiner ersten Ventilkopfdichtfläche 29 am ersten Ventilsitz
30 an, so daß der Ventilraum 24 dem von der Druckleitung 10a zugeführten hohen Druck
ausgesetzt ist. Dieser Druck hält das Ventilschließglied 20 in Schließstellung. Soll
eine Voreinspritzung erfolgen, so wird das Steuerventilglied 20 wie zuvor vom ersten
Ventilsitz 30 weg, zum zweiten Ventilsitz 31 hinbewegt und es wird dabei die Verbindung
zwischen den Druckleitungsteilen 10a und 10b kurzzeitig hergestellt, über eine Zeit,
die ausreicht, eine Voreinspritzung V gemäß Figur 2a auszulösen. Bei Wiederanlage
des Ventilkopfes 23 am zweiten Ventilsitz 31 ist dies Voreinspritzung dann beendet
und nach einer Pause P wird das Steuerventilglied 20 wie zuvor in eine Zwischenstellung
zwischen den beiden Ventilsitzen 30 und 31 gebracht zur Durchführung der Haupteinspritzung
H. Anschließend wird diese Rückbewegung weitergeführt, bis der Ventilkopf 23 wieder
am ersten Ventilsitz 30 anliegt und die Haupteinspritzung beendet.
[0016] Bei dieser Ausgestaltung ist die Leckmenge entlang des Ventilstößels 21 reduziert,
da dieser nur während der Einspritzphasen vom hohen Kraftstoffdruck beaufschlagt wird.
Allerdings sind größere Betätigungskräfte des Steuerventilglieds erforderlich, was
jedoch einfach durch einen Piezoaktor mit Hydraulikübersetzung erzielt werden kann.
Die Hydraulikübersetzung ermöglicht dabei vorteilhaft die großen Öffnungshübe h
vs.
1. Kraftstoffeinspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen mit einer Kraftstoffhochdruckquelle
(1), aus der über eine Druckleitung (10a, 10b) ein Kraftstoffeinspritzventil (9) mit
Kraftstoff versorgt wird, das zur Steuerung einer Einspritzöffnung (17) ein Einspritzventilglied
(12) aufweist mit einer einen Druckraum begrenzenden Druckschulter (14), die vom Druck
des über die Druckleitung (10a, 10b) zugeführten Kraftstoffs belastet ist, durch den
das Einspritzventilglied (12) entgegen eine Rückstellkraft (15) zur Öffnung der Einspritzöffnung
(17) von einem Einspritzventilsitz (13) abhebbar ist und mit einem die Bewegung des
Einspritzventilgliedes (12) steuernden Steuerventil (18), das ein von einem Piezoaktor
(36) betätigtes Steuerventilglied (20) hat, mit einem in einem Gehäuse geführten Ventilstößel
(21), an dessen Ende ein in einen Ventilraum (24) ragender mit zwei einander gegenüberliegenden
Ventilkopfdichtflächen (29, 32) versehener Ventilkopf (23) vorgesehen ist, der mit
den Ventilkopfdichtflächen (29, 32) jeweils mit einem von zwei Ventilsitzen (30, 31)
des Steuerventils zusammenwirkt und dabei den Durchtritt einer über den ersten Ventilsitz
(30) dieser Ventilsitze in den Ventilraum (24) mündenden und den Ventilraum (24) über
den zweiten Ventilsitz (31) dieser Ventilsitze verlassenden von der Kraftstoffhochdruckquelle
herführenden Leitung (10a, 10b) steuert, wobei das Steuerventilglied (20) durch den
Piezoaktor (36) so betätigbar ist, daß es mit seinem Ventilkopf (23) vom einem zum
anderen der Ventilsitze bewegt wird oder in einer Zwischenstellung zwischen den beiden
Ventilsitzen verharrt, in der beide Leitungsteile der von der Kraftstoffhochdruckquelle
herführenden Leitung (10a, 10b) über den Ventilraum (24) miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (20) zur Steuerung der Bewegung des Einspritzventilgliedes (12)
in der zum von der Druckschulter (14) begrenzten Druckraum (11) führenden Druckleitung
(10a, 10b) angeordnet ist.
2. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventilglied (20) über eine hydraulische Übersetzung (37, 38, 39) vom Piezoaktor
(36) betätigt wird.
3. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkopf (23) zwei konisch ausgebildete Ventilkopfdichtflächen (29, 32) aufweist,
die mit kegelförmigen Ventilsitzen (30, 31) zusammenwirken und der Ventilstößel (21)
anschließend an die Ventilkopfdichtfläche (29) eine Ausnehmung (33) aufweist, die
mit einer am ersten Ventilsitz endenden Ventilstößelbohrung (22) einen Ringraum (34)
bildet, der mit der zur Kraftstoffhochdruckquelle (1) führenden Druckleitung (10a)
ständig verbunden ist, welche Druckleitung (10b) vom zweiten Ventilsitz (31) aus weiter
zum Druckraum (11) führt.
4. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine in Richtung Ventilraum weisende druckbeaufschlagte Fläche des Steuerventilglieds
größer ist als eine entgegengesetzte zum Stößel weisende druckbeaufschlagte Fläche
.
5. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkopf (23) zwei konisch ausgebildete Ventilkopfdichtflächen (29, 32) aufweist,
die mit kegelförmigen Ventilsitzen (30, 31) zusammenwirken und der Ventilstößel (21)
anschließend an die Ventilkopfdichtfläche (29) eine Ausnehmung (33) aufweist, die
mit einer am ersten Ventilsitz (30) endenden Ventilstößelbohrung (22) einen Ringraum
(34) bildet, der mit der zum Druckraum (11) führenden Druckleitung (10b) ständig verbunden
ist und die von der Kraftstoffhochdruckquelle (1) herführende Druckleitung (10a) über
den zweiten Ventilsitz (31) in den Ventilraum (24) mündet.
1. Fuel injection device for internal combustion engines, with a fuel high-pressure source
(1), from which fuel is supplied via a pressure line (10a, 10b) to a fuel injection
valve (9) which has an injection-valve member (12) for controlling an injection orifice
(17), with a pressure shoulder (14) which delimits the pressure space and is loaded
by the pressure of the fuel supplied by the via pressure line (10a, 10b), by means
of which pressure the injection-valve member (12) can be lifted off from an injection-valve
seat (13) counter to a return force (15), in order to open the injection orifice (17),
and with a control valve (18) which controls the movement of the injection-valve member
(12) and has a control-valve member (20) actuated by a piezoelectric actuator (36),
and also with a valve tappet (21) which is guided in a housing and at the end of which
is provided a valve head (23) which projects into a valve space (24) and is provided
with two valve-head sealing surfaces (29, 32) located opposite one another and which
cooperates by means of the valve-head sealing surfaces (29, 32) with one of two valve
seats (30, 31) of the control valve in each case and at the same time controls the
passage through a line (10a, 10b) which issues into the valve space (24) via the first
valve seat (30) of these valve seats and leaves the valve space (24) via the second
valve seat (31) of these valve seats and which leads from the fuel high-pressure source,
the control-valve member (20) being capable of being actuated by the piezoelectric
actuator (36) in such a way that it is moved with its valve head (23) from one of
the valve seats to the other or remains in an intermediate position between the two
valve seats, in which the two line parts of the line (10a, 10b) leading from the fuel
high-pressure source are connected to one another via the valve space (24), characterized in that the control valve (20) for controlling the movement of the injection-valve member
(12) is arranged in the pressure line (10a, 10b) leading to the pressure space (11)
delimited by the pressure shoulder (14).
2. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that the control-valve member (20) is actuated by the piezoelectric actuator (36) via
a hydraulic step-up (37, 38, 39).
3. Fuel injection device according to Claim 1 or 2, characterized in that the valve head (23) has two conically designed valve-head sealing surfaces (29, 32)
which cooperate with conical valve seats (30, 31), and the valve tappet (21) has,
adjacent to the valve-head sealing surface (29), a recess (33) which, with a valve-tappet
bore (22) terminating at the first valve seat, forms an annular space (34) which is
constantly connected to the pressure line (10a) leading to the fuel high-pressure
source (1), the said pressure line (10a) leading from the second valve seat (31) further
on to the pressure space (11).
4. Fuel injection device according to Claim 3, characterized in that a pressure-loaded surface, pointing in the direction of the valve space, of the control-valve
member is larger than an opposite pressure-loaded surface pointing towards the tappet.
5. Fuel injection device according to Claims 1 to 3, characterized in that the valve head (23) has two conically designed valve-head sealing surfaces (29, 32)
which cooperate with conical valve seats (30, 31), and the valve tappet (21) has,
adjacent to the valve-head sealing surface (29), a recess (33) which, with a valve-tappet
bore (22) terminating at the first valve seat (30), forms an annular space (34) which
is constantly connected to the pressure line (10b) leading to the pressure space (11),
and the pressure line (10a) leading from the fuel high-pressure source (1) issues
into the valve space (24) via the second valve seat (31).
1. Dispositif d'injection de carburant pour moteurs à combustion interne, doté d'une
source de carburant haute pression (1) qui alimente en carburant à l'aide d'une conduite
de refoulement (10a, 10b), un injecteur de carburant (9) qui présente un organe de
soupape d'injection (12) pour commander une ouverture d'injection (17), doté d'un
épaulement de pression (14) limitant une chambre de pression et contraint par la pression
du carburant amené par la conduite de refoulement (10a, 10b), grâce auquel l'organe
de soupape d'injection (12) peut être soulevé d'un siège de soupape d'injection (13)
contre une force de rappel (15) pour ouvrir l'ouverture d'injection (17), et doté
d'une soupape de commande (18) qui a un organe de soupape de commande (20) actionné
par un piézo-actionneur (36), commandant le mouvement de l'organe de soupape d'injection
(12), doté d'un poussoir de soupape (21) guidé dans un boîtier à l'extrémité duquel
est prévue une tête de soupape (23) saillant dans une chambre de soupape (24), munie
de deux surfaces d'étanchéité de tête de soupape (29, 32) opposées l'une à l'autre,
laquelle tête coopère avec les surfaces d'étanchéité de la tête de soupape (29, 32)
respectivement avec l'un des deux sièges de soupape (30, 31) de la soupape de commande,
et commande à cet effet le passage d'une conduite (10a, 10b) provenant de la source
de carburant haute pression , débouchant par le premier siège de soupape (30) de ces
sièges de soupape dans la chambre de soupape (24), et quittant la chambre de soupape
(24) par le deuxième siège de soupape (31) de ces sièges de soupapes, l'organe de
soupape de commande (20) pouvant être actionné par le piézo-actionneur (36) de telle
sorte qu'il est déplacé avec sa tête de soupape (23) de l'un à l'autre des sièges
de soupape ou qu'il reste entre les deux sièges de soupape, dans une position intermédiaire
dans laquelle les deux parties de conduite de la conduite (10a, 10b) provenant de
la source de carburant haute pression sont raccordées entre elles par la chambre de
soupape (24),
caractérisé en ce que
pour commander le mouvement de l'organe de soupape d'injection (12) la soupape de
commande (20) est disposée dans la conduite de refoulement (10a, 10b) menant à la
chambre de soupape (11) limitée par l'épaulement de pression (14).
2. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'organe de soupape de commande (20) est actionné par le piézo-actionneur (36) à l'aide
d'une transmission hydraulique (37, 38, 39).
3. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la tête de soupape (23) présente deux surfaces d'étanchéité de tête de soupape (29,
32) coniques, qui coopèrent avec des sièges de soupape (30, 31) coniques, et le poussoir
de soupape (21) présente un évidement (33) adjacent à la surface d'étanchéité de la
tête de soupape (29), lequel évidement forme avec un alésage (22) de poussoir de soupape
se terminant au premier siège de soupape, un espace annulaire (34) raccordé en permanence
avec la conduite de refoulement (10a) menant à la source de carburant haute pression
(1), laquelle conduite de refoulement (10b) mène du deuxième siège de soupape (31)
vers la chambre de pression (11).
4. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
une surface de l'organe de soupape de commande, contrainte en pression, tournée dans
la direction de la chambre de soupape, est plus grande qu'une surface contrainte en
pression tournée à l'opposé du poussoir.
5. Dispositif d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à
3,
caractérisé en ce que
la tête de soupape (23) présente deux surfaces d'étanchéité de tête de soupape (29,
32) coniques qui coopèrent avec des sièges de soupape (30, 31) coniques, et le poussoir
de soupape (21) présente un évidement (33) adjacent à la surface d'étanchéité de la
tête de soupape (29), lequel évidement forme avec un alésage (22) de poussoir de soupape
se terminant au premier siège de soupape (30), un espace annulaire (34) raccordé en
permanence avec la conduite de refoulement (10b) menant à la chambre de pression (11),
et la conduite de pression (10a) provenant de la source de carburant haute pression
(1) débouche dans la chambre de soupape (24) par le deuxième siège de soupape (31).

