[0001] Die Erfindung betrifft ein Zubehör für eine Warenreihe in einer Rutschauslage.
[0002] Aus der DE 299 00 372.8 U ist ein Kühlregal mit einer Rutschauslage bekannt. Solche
Verkaufsmöbel finden vor allem zum Präsentieren von Getränken in Form von Dosen oder
Flaschen Verwendung. Die Auslagen, genauer gesagt die Böden der Auslagen, sind dabei
leicht schräg angeordnet, und weisen normalerweise Fachteiler auf, die eine Art Kanäle
für die Warenreihen bilden. Die Waren rutschen von hinten nach vorne nach, wenn der
Kunde die vorderste Ware herausnimmt. Diese Präsentationsmöbel bieten also automatisch
die Ware immer vorne - direkt vor dem Kunden - an, auch wenn schon ein großer Teil
der Waren entnommen wurde. Der Kunde muß nicht nach hinten ins Regal langen, sondern
kann die Waren vorne ergreifen.
[0003] Ein Problem bei diesen Rutschauslagen ist, insbesondere bei der Verwendung relativ
neuer PET-Flaschen, daß diese durch ihre schlanke Bauform relativ kopflastig sind
und leicht umkippen können. Die Kippneigung wird dadurch verstärkt, daß diese Flaschen
einen Fünfnoppenboden haben, der relativ weit nach innen gezogen ist, so daß die Aufstandsfläche
relativ klein ist. Die ist insbesondere der Fall bei neuen 0,5 Liter-Limonadeflaschen.
Das seitliche Umkippen kann relativ einfach durch etwas höhere seitliche Fachteiler
verhindert werden, die zum Beispiel 90 mm hoch sind. Gegen das Umfallen nach vorne
sind solche Einbauten allerdings nicht geeignet, da sie ja das Nachrutschen verhindern
würden. Sie verhindern also nicht das Umfallen nach vorne.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Zubehör für Warenreihen in Rutschauslagen
vorzuschlagen, welche ein Umkippen der Waren nach vorne zuverlässig verhindert.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst von einem Schlitten oder von einem Laufwagen,
welcher eine Schubkraft auf die davor stehenden Waren oder die davor stehende Warenreihe
erzeugt. Beim Auflegen des erfindungsgemäßen Zubehörs hinter die entsprechende Warenreihe
wird so eine Schubkraft von hinten erzeugt, welche verhindert, daß die Flaschen umkippen.
[0006] In einer bevorzugten Ausführung ist das Zubehör so aufgebaut, daß es eine, zwei oder
mehrere der zu verkaufenden Waren aufnehmen kann. Auf diese Weise kann der Schlitten
oder Laufwagen sehr leicht und billig aufgebaut sein, da das für die Erzeugung der
Schubkraft nötige Gewicht von den aufgenommenen Waren selbst erzeugt wird.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform stehen die aufzunehmenden Waren hintereinander,
das heißt in Rutschrichtung auf dem Zubehör. Durch die Aufnahme von zwei oder mehr
Waren hintereinander rutscht der Schwerpunkt des beladenen Zubehörs relativ weit nach
hinten, wodurch ein Umkippen des Zubehörs selbst verhindert wird. Die Ware, an die
das Zubehör von hinten anstößt, wird so gleichmäßig nach vorne gedrückt und schiebt
die Reihe ausreichend kräftig nach vorne, so daß ein Umfallen der vordersten Ware
verhindert wird.
[0008] In einer weiteren Ausführung ist das Zubehör so ausgebildet, daß seine Unterfläche
einen geringeren Reibungskoeffizienten hat als die Unterflächen der Waren oder daß
das Zubehör mit Rädern oder Rollen versehen ist, so daß eine besonders geringe Reibung
des beladenen Zubehörs vorliegt. Gerade bei der Verwendung von Rädern oder Rollen
ist die Reibung ja extrem vermindert, wodurch die Schubkraft auf die davor stehende
Waren wesentlich erhöht wird.
[0009] In einer Ausführung ist das Zubehör durch einen Rahmen mit einer flachen Aufstandsfläche
für die Aufnahme der Waren und durch einen frontseitigen hochgezogenen Bügel zum Abstützen
der vorderen aufgenommenen Ware gekennzeichnet. Bei dieser Ausführung stehen die Waren
nur einen geringen Betrag höher, zum Beispiel 3 -4 mm, was dem Kunden kaum auffällt.
Die auf dem Zubehör stehenden Waren integrieren sich so in die Warenreihe vor dem
Zubehör.
[0010] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand zweier Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführung eines erfindungsgemäßen Zubehörs; und
- Fig. 2
- zwei Ansichten des erfindungsgemäßen Zubehörs in einer Rutschauslage.
[0011] Figur 1 zeigt oben den Laufwagen L in Seitenansicht, im wesentlichen bestehend aus
einem flachen Rahmen mit einer niedrigen Aufstandsfläche F, einem frontseitig aufragenden
Bügel 8 und hier zwei Rollen. Eine Rolle ist vorne angeordnet die andere hinten. Der
Laufwagen L eignet sich hier dafür, zwei 0,5 Liter PET-Flaschen aufzunehmen. Seine
Breite beträgt in dieser Ausführung ca. 68 mm, seine Länge 154 mm, sein Bügel ist
96 mm hoch.
[0012] Figur 1 zeigt unten eine Frontansicht des erfindungsgemäßen Laufwagens L mit dem
Bügel B, der Aufstandsfläche F und einer Rolle, die beidseitig vom eigentlichen Rahmen
des Laufwagens L gehalten wird.
[0013] Figur 2 zeigt oben einen erfindungsgemäßen Laufwagen L in der Rutschauslage R. Die
Rutschauslage R ist hier mit den Waren W belegt. In diesem Ausführungsbeispiel sind
es acht Limonadeflaschen, von denen die beiden hintersten auf dem Laufwagen L stehen.
Da der Laufwagen L relativ flach gebaut ist, ragen diese Flaschen nur wenige Millimeter
über die davor stehenden Flaschen heraus. Der Laufwagen L verhindert zuverlässig ein
Umkippen der Warenreihe, wenn ein Kunde die vorderste Ware (Flasche) herauszieht.
Die vom Laufwagen L erzeugte Schubkraft schiebt dann die restlichen Flaschen nach
vorne, ohne daß diese umkippen.
[0014] Figur 2 zeigt unten einen Blick aus der Richtung A, nämlich von hinten auf vier Warenreihen,
wobei jede der Warenreihen auf der Rutschauslage R mit jeweils einem Laufwagen hinten
versehen ist. Zu erkennen sind in Figur 2 auch die seitlichen Fachteiler, die ein
Verkippen der Waren zur Seite verhindern.
1. Zubehör für eine Warenreihe in einer Rutschaustage (R), kennzeichnet durch einen Schlitten
oder einen Laufwagen (L), welcher eine Schubkraft auf die davor stehenden Waren (W)
erzeugt.
2. Zubehör nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es eine oder mehrere der zu verkaufenden
Waren (W) aufnehmen kann.
3. Zubehör nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgenommenen Waren (W) hintereinander
stehen.
4. Zubehör nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß seine
Unterseite einen geringeren Reibungskoeffizienten hat als die Unterflächen der Waren
(W) oder daß es Räder oder Rollen hat.
5. Zubehör nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Rahmen
mit flacher Aufstandsfläche (F) zur Aufnahme der Ware (W) und einen frontseitigen
hochgezogenen Bügel (B) zum Abstützen der vorderen aufgenommenen Ware (W).