| (19) |
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(11) |
EP 1 068 833 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.04.2005 Patentblatt 2005/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.06.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A47L 15/42 |
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| (54) |
Handgriff
Handle
Poignée
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
09.07.1999 DE 19931855
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.01.2001 Patentblatt 2001/03 |
| (73) |
Patentinhaber: WINTERHALTER GASTRONOM GMBH |
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88074 Meckenbeuren (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Gessler, Markus
88074 Meckenbeuren (DE)
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| (74) |
Vertreter: Goddar, Heinz J., Dr. et al |
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FORRESTER & BOEHMERT
Pettenkoferstrasse 20-22 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1999, no. 02, 26. Februar 1999 (1999-02-26) & JP 10
295614 A (MAMIA:KK), 10. November 1998 (1998-11-10)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1999, no. 10, 31. August 1999 (1999-08-31) & JP 11
128144 A (HOSHIZAKI ELECTRIC CO LTD), 18. Mai 1999 (1999-05-18)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1998, no. 01, 30. Januar 1998 (1998-01-30) & JP 09
238883 A (YOKOGAWA DENSHI KIKI KK), 16. September 1997 (1997-09-16)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Handgriff nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Handgriffe dienen dazu, eine Haube einer Spülmaschine, die das Spülgut
während des Spülvorgang abdeckt, nach oben oder unten zu bewegen. Aus dem Stand der
Technik ist beispielsweise ein bügelförmiger Griff bekannt, der in etwa die Breite
der Frontseite der Haube aufweist. Dieser Griff ist U- beziehungsweise wannenförmig
gestaltet und verläuft mit seinem Mittelteil parallel zur Frontseite der Haube.
[0003] In der Praxis werden Spülmaschinen im sogenannten Durchschubbetrieb eingesetzt. Unter
Durchschubbetrieb wird ein Betrieb verstanden, bei dem die Körbe mit dem verschmutzten
Geschirr der Maschine von einer Seite zugeführt werden und die Körbe mit dem gereinigten
Geschirr nach der anderen Seite abgeführt werden. Es gibt Durchschubmaschinen, die
in einer Zeile betrieben werden, so daß das Geschirr auf der linken Seite der Maschine
zu und auf der rechten Seite der Maschine abgeführt wird. Bei derartig eingesetzten
Maschinen kann die Haube der Maschine von der Frontseite her bedient werden. Weiterhin
sind Durchschubmaschinen für den Eckeinbau bekannt, bei denen das Geschirr beispielsweise
von rechts zugeführt und nach vorne abgeführt wird. Diese Maschinen erlauben nur eine
Bedienung der Haube aus einer schräg seitlich vor der Maschine liegenden Position.
[0004] Die Bedienung der Hauben der in Linie beziehungsweise über Eck eingebauten Spülmaschinen
erfolgt jedoch nicht hundertprozentig zufriedenstellend. Die Erzielung einer minimalen
Belastung der arbeitenden Person ist extrem wichtig, da die Haube während einer Schicht
über 500 mal gehoben und gesenkt werden muß.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Handgriff zu entwickeln, der für
ein optimales Greifen mit der linken und/oder rechten Hand geeignet ist, wobei die
Position der Person, welche die Haube betätigt, unterschiedlich sein kann.
[0006] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Der erfindungsgemäße Handgriff ist an zwei aneinandergrenzenden Seitenteilen der
Haube in waagrechter Position befestigt, wobei der Handgriff mindestens 3 Angriffspünkte
aufweist, die derart geformt sind, daß die den Handgriff betätigende Hand in ihrer
Stellung ergonomisch fluchtend zum Unterarm ausgerichtet ist. Hierdurch ist sowohl
ein Bedienen der Haube aus einer Frontalposition als auch ein Bedienen der Haube aus
einer Eckposition für Links- und Rechtshänder möglich. Dadurch, daß der Handgriff
einen längeren ersten zur Frontseite ausgerichteten Schenkel und einen kürzeren zur
Seitenfläche ausgerichteten Schenkel aufweist, die über ein im wesentlichen kreisförmiges
Segment verbunden sind, wird im Frontbereich und im schräg vor der Maschine bzw. Haube
liegenden Bereich bei minimaler Griffgröße ein maximaler, nutzbarer Griffbereich ausgebildet.
[0008] Eine vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes sieht vor, daß die nach außen
gerichtete Neigung der Handgriffmittelachse dem halben Öffnungswinkel der Unterarme
entspricht, wobei der halbe Öffnungswinkel dem Winkel der Handgriffmittelachse gegenüber
der Frontseite der Haube entspricht. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, daß
der Handgriff von einer in Frontalposition zur Maschine stehenden Person mit beiden
Händen so gegriffen werden kann, daß die Stellung der Hand zum Unterarm beim Greifen
und während der Bewegung gerade, d.h. in der natürlichen Lage bleibt.
[0009] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Handgriff einen längeren ersten zur Frontseite
ausgerichteten Schenkel und einen kürzeren zur Seitenfläche ausgerichteten Schenkel
aufweist, die über ein im wesentlichen kreisförmiges Segment verbunden sind. Durch
diese Ausführung wird im Frontbereich und im schräg vor der Maschine bzw. Haube liegenden
Bereich bei minimaler Griffgröße ein maximaler, nutzbarer Griffbereich ausgebildet.
[0010] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Handgriff für den Links-
und den Rechtsanschlag geeignet. Durch diese spiegelsymmetrische Ausführung des Handgriffs,
der für die linke und die rechte Montageposition an der Haube geeignet ist, wird die
Montage vereinfacht, da Verwechslungen ausgeschlossen sind.
[0011] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Handgriff einen kunststoffüberzogenen Metallkern
aufweist. Diese Ausführung verbindet optimale Greifeigenschaften, ein Abrutschen ist
praktisch ausgeschlossen, mit optimaler Stabilität.
[0012] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Handgriff zur Stabilisierung der Seitenwände
der Spülmaschine dient. Durch den Einsatz des Handgriffs als Stabilisierungselement
kann die Konstruktion der Haube leichter und damit kostengünstiger ausgeführt werden,
da der Handgriff wesentlich zur Stabilität des Bauteils beiträgt.
[0013] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
[0014] Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Spülmaschine,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Eckbereich mit rechtem Handgriff der Haube der Spülmaschine,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Handgriffs in Richtung des Pfeiles III in Figur 2,
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht einer in Linie eingebauten Spülmaschine von oben mit einer
Person,
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht einer über Eck eingebauten Spülmaschine von oben mit einer
Person.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele:
[0015] Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Spülmaschine 1 mit einer als
Abdeckmittel 2 ausgebildeten Haube 3 und einem Grundkörper 4. Die Haube 3 ist an einer
Hebemechanik 5 so aufgehängt, daß sie in Richtung des Doppelpfeils 6 nach oben und
nach unten verfahrbar ist. Die Haube 3 weist eine Frontseite 7, eine rechte Seitenfläche
8, eine linke Seitenfläche 9 und eine Dachseite 10 auf. An der Frontseite 7 und an
der rechten Seitenfläche 8 ist ein erster Griff 11 und an der Frontseite 7 und der
linken Seitenfläche ist ein zweiter Griff 12 (siehe Figur 4) befestigt.
[0016] Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf einen Eckbereich 20 der Haube 3 aus der Richtung
des Pfeiles II in Figur 1. Die Draufsicht auf den Eckbereich 20 zeigt den ersten Griff
11, die Frontseite 7, die rechte Seitenfläche 8 und die Dachseite 10. Weiterhin ist
eine Verlängerung 7a der Frontseite 7 und eine Verlängerung 8a der rechten Seitenfläche
8 zu sehen. Die Verlängerungen 7a und 8a teilen den Griff 11 in drei Bereiche auf.
Dies sind ein zur Frontseite 7 ausgerichteter Schenkel 13, ein zur rechten Seitenfläche
8 ausgerichteter weiterer Schenkel 14 und ein zwischen den Verlängerungen 7a, 8a liegendes
kreisförmiges Segment 15. Die Schenkel 13, 14 besitzen jeweils einen großflächigen
Anschlußflansch 13a, 14a, der als Ellipse 13b, 14b ausgestaltet ist. Die Ellipse 13b
weist eine große Ellipsenachse 13 c mit einer Länge von etwa 8cm und eine kleine Ellipsenachse
13d (siehe Figur 3) mit einer Länge von etwa 5cm auf. Die Ellipse 14b weist eine große
Ellipsenachse 14c mit einer Länge von etwa 7cm und eine kleine Ellipsenachse (nicht
dargestellt) mit einer Länge von etwa 5cm auf. Die beiden Schenkel 13, 14 sind mit
den Seitenflächen 7, 8 durch Verbindungsmittel 16, 17 verbunden. Durch die Befestigung
des Griffs 11 an den Seitenflächen 7, 8 und die großflächige Auflage der Anschlußflansche
13a, 14a wirkt der Griff 11 auf die Haube 3 wie ein Versteifungswinkel 11a. Der Abstand
a zwischen dem mittig im Anschlußflansch 13a angeordneten Befestigungsmittel 16 und
der Seitenfläche 8 liegt bei etwa 14 cm, wenn er parallel zur Frontfläche 7 gemessen
wird. Der Abstand b zwischen dem mittig im Anschlußflansch 14a angeordneten Befestigungsmittel
17 und der Frontfläche 7 liegt bei etwa 10 cm, wenn er parallel zur Seitenfläche 8
gemessen wird.
[0017] Der Schenkel 13 verläuft von der Frontseite 7 zur Verlängerung 8a mit einem Winkel
18 zur Frontseite 7, der durch eine Handgriffmittelachse 19 bestimmt ist, die etwa
in einem Mittenbereich 20 (strichpunktiert umgrenzter Bereich)des Schenkels 13 verläuft.
Der Winkel 18 liegt in einem Bereich von 10° bis 30°. Der Schenkel 14 verläuft von
der Seitenfläche 8 zur Verlängerung 7a mit einem Winkel 21 zur Seitenfläche 8, der
durch eine Handgriffmittelachse 22 bestimmt ist, die etwa in einem Mittenbereich 23
(strichpunktiert umgrenzter Bereich) des Schenkels 14 verläuft. Der Winkel 21 liegt
in einem Bereich von 20° bis 40°.
[0018] Weiterhin ist in Figur 2 zu sehen, daß der Schenkel 13 entlang einer Tangente 24
in das kreisförmige Segment 15 des Griffs 11 übergeht. Einen solchen Übergang weist
auch der Schenkel 14 entlang einer Tangente 25 auf. Das kreisförmige Segment 15 ist
als Viertelkreissegment 26 ausgebildet, das an Schnittflächen 27, 28 in die Schenkel
13, 14 übergeht. Im wesentlichen wird das Viertelkreissegment 26 durch den Außenradius
29 und den Innenradius 30 bestimmt. Hierbei liegt der Außenradius 29 bei etwa 7 cm
und der Innenradius 30 bei etwa 5 cm. Bei räumlicher Betrachtung stellt sich das Viertelkreissegment
26 als Viertelkreissegment eines Torus mit etwa elliptischem Querschnitt dar.
[0019] Der in Figur 2 dargestellte Griff 11 weist weiterhin vier Angriffsbereiche 31, 31',
32, 33 auf, diese sind im wesentlichen im Bereich des Schenkels 13, im Bereich des
kreisförmigen Segments 15 und im Bereich des Schenkels 14 ausgebildet. Hierbei liegt
der erste Angriffsbereich 31 im Bereich des Schenkel 13 zwischen einem Flanschbereich
34 und dem Übergang zum kreisförmigen Segment 15. Der zweite und der dritte Angriffsbereich
32, 33 liegen im Bereich des kreisförmigen Segments 15. Der vierte Angriffsbereich
31' liegt im Bereich des Schenkels 14 zwischen einem Flanschbereich 34' und dem Übergang
zum kreisförmigen Segment 15.
[0020] Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen,
daß sich die Angriffsbereiche 31, 31', 32, 33 teilweise überlappen, dies ist problemlos
möglich, da der Griff 11 jeweils nur mit einer Hand gegriffen wird. Dies bedeutet,
daß auch Personen mit sehr großen Händen noch bequem und ergonomisch richtig greifen
können.
[0021] In der in Figur 2 gezeigten Montageposition des Griffs 11 ist der erste und der dritte
Angriffsbereich 31, 33 für ein Greifen mit der rechten Hand vorgesehen. Der zweite
Angriffsbereich 32 ist für ein Greifen mit der linken Hand geeignet. Der vierte Angriffsbereich
31' ist für ein Greifen mit der rechten oder linken Hand vorgesehen, wenn die greifende
Person beispielsweise neben der Spülmaschine 1 steht.
[0022] Figur 3 zeigt eine Ansicht des Handgriffs 11 in Richtung des in Figur 2 eingetragenen
Pfeils III. In dieser Ansicht ist zu erkennen, daß eine Höhe 40 des Griffs 11 im Flanschbereich
34 größer ist als eine Höhe 41 im Bereich des kreisförmigen Segments 15. Die Höhe
41 ist etwa um 20% kleiner als die Höhe 40. Zur Ellipse 14b des Schenkels 14 hin nimmt
die Höhe des Griffs 11 wieder auf den Wert der Höhe 40 zu (aus der Figur 3 nicht ersichtlich).
An der Schnittfläche 27 weist der Handgriff 11 einen etwa elliptischen Querschnitt
auf, wobei die große Ellipsenachse x eine Länge x' von etwa 4 cm aufweist, die kleiner
als die Höhe 40 und größer als die Höhe 41 des Handgriffs 11 ist. Die kleine Ellipsenachse
y (siehe Figur 2) der Schnittfläche 27 weist eine Länge y' von etwa 2 cm auf. Vom
Bereich des kreisförmigen Segments 15 zu den Flanschbereichen 34, 34' nimmt die kleine
Ellipsenachse y stärker als die große Ellipsenachse x zu. Die kleine Ellipsenachse
y nimmt auf eine Länge y'' von etwa 3 cm zu und die große Ellipsenachse x nimmt auf
eine Länge x'' von etwa 5 cm zu. Der Umfang des Hangriffs 11 an den Angriffsbereichen
31, 31', 32, 33 weist aufgrund der oben genannten Umfangsabmessungen eine optimale
Umgreifungslänge bei ansprechender Formgebung auf.
[0023] Figur 3 zeigt weiterhin eine Mittelebene 42 des Griffs 11. Diese Mittelebene 42 teilt
den Griff 1 in eine obere Hälfte 43 und eine untere Hälfte 44, die symmetrisch zueinander
sind. Aus diesem Grund ist es auch möglich den Griff 11 durch eine 180°-Drehung um
eine in die Zeichnungsebene laufende Achse 45 als Griff 12 zu verwenden, ohne daß
Nachteile für die Ergonomie entstehen.
[0024] Figur 4 zeigt eine schematische Ansicht der in Linie eingebauten Spülmaschine 1.
Links und rechts neben der Spülmaschine 1 befinden sich Transporttische 50, 51. Vom
Transporttisch 50 wird nicht dargestelltes Spülgut in Richtung eines Pfeils 52 in
die Spülmaschine 1 eingeschoben. Hierzu befindet sich die Haube 3 der Spülmaschine
1 in geöffneter Stellung (siehe Figur 1). Anschließend wird die Haube 3 von einer
schematisch dargestellten, in Frontalposition 54 vor der Spülmaschine stehenden Person
55 nach unten in die Verschlußposition verfahren. Nach Ablauf des Reinigungsvorgangs
wird die Haube 3 von der Person 55 wieder in die geöffnete Stellung verfahren, so
daß das Spülgut auf den Transporttisch 51 in Richtung eines Pfeils 53 ausgefahren
werden kann. Nun kann die Spülmaschine 1 erneut mit Spülgut beschickt werden.
[0025] Die in Figur 4 dargestellte Person 55 weist einen Rumpf 56, Unterarme 57, Hände 58
und einen Kopf 59 auf. Die Unterarme 57 öffnen sich vom Rumpf 56 weg in einem Öffnungswinkel
60. Bezüglich einer senkrecht auf der Frontseite 7 der Spülmaschine stehenden Achse
61, welche die Person 55 symmetrisch teilt, weist der einzelne Unterarm 57 mit der
Hand 58 einen halben Öffnungswinkel 62 auf. Die Griffe 11, 12 sind in Figur 4 schematisch
dargestellt. Zur Vereinfachung wird festgelegt, daß sich die zum Griff 11 bereits
eingeführten Bezugseichen auch auf den Griff 12 beziehen, da es sich bei den Griffen
11, 12 um Bauteile handelt, die symmetrisch zueinander sind. Die schematisch dargestellten
Griffe zeigen beide den Schenkel 13 mit dem Angriffsbereich 31 und der Mittelachse
19. Die Mittelachsen 19 verlaufen zur Frontseite 7 im Winkel 18. Die Winkel 18 sind
so ausgelegt, daß sie jeweils dem halben Öffnungswinkel 62 entsprechen. Auf diese
Weise ist sichergestellt, daß die Person 55 den Angriffsbereich 31 unter ergonomisch
korrekter Geradstellung von Unterarm 57 und Hand 58 greifen kann. Die Winkel 18 bzw.
62 werden in Abhängigkeit von einer Breite 63 der Haube 3 ermittelt. Die in Linie
eingebaute Spülmaschine 1 ist für eine den Bewegungsapparat schonende Zweihandbedienung
durch die Person 55 vorgesehen. Die Frontalposition der Person 55 erlaubt aber auch
eine Einhandbedienung.
[0026] Figur 5 zeigt eine schematische Ansicht der über Eck eingebauten Spülmaschine 1.
Rechts und vor der Spülmaschine 1 befinden sich die Transporttische 50, 51. Vom Transporttisch
50 wird nicht dargestelltes Spülgut in Richtung des Pfeils 52 in die Spülmaschine
1 eingeschoben. Hierzu befindet sich die Haube 3 der Spülmaschine 1 in geöffneter
Stellung (siehe Figur 1). Anschließend wird die Haube 3 von einer schematisch dargestellten,
schräg seitlich vor der Spülmaschine 1 stehenden Person 55 nach unten in die Verschlußposition
verfahren. Nach Ablauf des Reinigungsvorgangs wird die Haube 3 von der Person 55 in
Einhandbedienung wieder in die geöffnete Stellung verfahren, so daß das Spülgut auf
den Transporttische 51 in Richtung des Pfeils 53 ausgefahren werden kann. Nun kann
die Spülmaschine 1 erneut mit Spülgut beschickt werden.
[0027] In Figur 5 sind zwei Stellungen 55a (durchgezogene Linie), 55b (gestrichelte Linie)
der Person 55 schräg seitlich vor der Spülmaschine 1 dargestellt, wobei die Stellung
55a schematisch eine linke Hälfte 70 der Person 55 zeigt, die den Griff 11 mit dem
linken Unterarm 71 bzw. der linken Hand 71a bedient. Die Stellung 55b zeigt die rechte
Hälfte 72 der Person 55, die den Griff 11 mit dem rechten Unterarm 73 bzw. der rechten
Hand 73a bedient. Weiterhin ist das kreisförmige Segment 15 des Griffs 11 zu sehen,
das die Angriffsbereiche 32, 33 aufweist.
[0028] Zum Greifen mit der linken Hand 71a wählt die Person 55, die durch die linke Hälfte
70 dargestellt ist, die Stellung 55a so, daß der Unterarm 71 und die Hand 71a in einem
rechten Winkel 74 auf einer Tangente 75 an den Angriffsbereich 32 zu liegen kommt.
In dieser Stellung 55a ist ein ergonomisches Greifen sichergestellt, da die Person
55 den Unterarm 71 und die Hand 71a in einem ergonomisch günstigen Öffnungswinkel
62 hält.
[0029] Zum Greifen mit der rechten Hand 73a wählt die Person 55, die durch die rechte Hälfte
72 dargestellt ist, die Stellung 55b so, daß der Unterarm 73 und die Hand 73a in einem
rechten Winkel 76 auf einer Tangente 77 an den Angriffsbereich 33 zu liegen kommt.
In dieser Stellung 55b ist ein ergonomisches Greifen sichergestellt, da die Person
55 den Unterarm 73 und die Hand 73a in einem ergonomisch günstigen Öffnungswinkel
62 hält.
[0030] Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt.
Sie umfaßt vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Spülmaschine
- 2
- Abdeckmittel
- 3
- Haube
- 3a
- Eckbereich
- 4
- Grundkörper
- 5
- Hebemechanik
- 6
- Doppelpfeil
- 7
- Frontseite
- 8
- Seitenfläche
- 9
- Seitenfläche
- 10
- Dachseite
- 11
- Griff
- 11a
- Versteifungswinkel
- 12
- Griff
- 13
- Schenkel
- 13a
- Anschlußflansch
- 13b
- Ellipse
- 13c
- Ellipsenachse
- 13d
- Ellipsenachse
- 14
- Schenkel
- 14a
- Anschlußflansch
- 14b
- Ellipse
- 14c
- Ellipsenachse
- 15
- kreisförmiges Segment
- 16
- Verbindungsmittel
- 17
- Verbindungsmittel
- 18
- Winkel
- 19
- Handgriffmittelachse
- 20
- Mittenbereich
- 21
- Winkel
- 22
- Handgriffmittelachse
- 23
- Mittenbereich
- 24
- Tangente
- 25
- Tangente
- 26
- Viertelkreissegment
- 27
- Schnittfläche
- 28
- Schnittfläche
- 29
- Außenradius
- 30
- Innenradius
- 31
- Angriffsbereich
- 31'
- Angriffsbereich
- 32
- Angriffsbereich
- 33
- Angriffsbereich
- 34
- Flanschbereich
- 34'
- Flanschbereich
- 40
- Höhe
- 41
- Höhe
- 42
- Mittelebene
- 43
- Hälfte
- 44
- Hälfte
- 45
- Achse
- 50
- Transporttisch
- 51
- Transporttisch
- 52
- Pfeil
- 53
- Pfeil
- 54
- Frontalposition
- 55
- Person 55
- 55a
- Stellung
- 55b
- Stellung
- 56
- Rumpf
- 57
- Unterarm
- 58
- Hand
- 59
- Kopf
- 60
- Öffnungswinkel
- 61
- Achse
- 62
- Öffnungswinkel
- 63
- Breite
- 70
- Hälfte
- 71
- Unterarm
- 71a
- Hand
- 72
- Hälfte
- 73
- Unterarm
- 73a
- Hand
- 74
- Winkel
- 75
- Tangente
- 76
- Winkel
- 77
- Tangente
1. Handgriff für ein anhebbares Abdeckmittel, wie Haube einer Spülmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (11, 12) in einem Eckbereich (3a) zweier aneinandergrenzenden Seitenflächen
(7, 8, 9) des Abdeckmittels (3) in einer waagrechten Position befestigbar ist, wobei
der Handgriff (11 ,12) wenigstens zwei Angriffsbereiche (31, 31', 32, 33) aufweist,
die derart geformt sind, daß die den Handgriff (11 ,12) betätigende Hand (58, 71a,
73a) in ihrer Stellung ergonomisch fluchtend zum Unterarm (57, 71, 73) ausgerichtet
ist; und daß der Handgriff (11, 12) einen längeren ersten zur Frontseite (7) ausgerichteten
Schenkel (13) und einen kürzeren zur Seitenfläche (8, 9) ausgerichteten Schenkel (14)
aufweist, die über ein im wesentlichen kreisförmiges Segment (15) verbunden sind.
2. Handgriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach außen gerichtete Neigung der Handgriffmittelachse (19) etwa dem halben Öffnungswinkel
(62) der Unterarme (57, 71, 73) entspricht, wobei der halbe Öffnungswinkel (62) dem
Winkel (18) der Handgriffmittelachse (19) gegenüber der Frontseite des Abdeckmittels
entspricht.
3. Handgriff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der längere Schenkel (13) und der kürzere Schenkel (14) von einer über den Eckbereich
(20) der Spülmaschine (1) verlängerten Seitenfläche (7a, 8a) erstreckt.
4. Handgriff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (12, 13) für den Links- und den Rechtsanschlag geeignet ist.
5. Handgriff nach einem der vorhergehenden Arisprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (12, 13) einen kunststoffüberzogenen Metallkern aufweist.
6. Handgriff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (12, 13) zur Stabilisierung der Seitenwände (7, 8, 9) der Haube (3)
der Spülmaschine (1) dient.
7. Handgriff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Angriffsbereich (31) im Bereich des Schenkels (13) und/oder der zweite
und/oder dritte Angriffsbereich (32, 33) nebeneinander und/oder überlappend im Bereich
des Segments (15) und/oder der vierte Angriffsbereich (31') im Bereich des Schenkels
(14) liegt.
1. Handle for a raisable covering means such as a door of a dishwaher, characterized in that the handle (11, 12) is fastenable in a horizontal position in a corner region (3a)
of two adjacent side surfaces (7, 8, 9) of the covering means (3), the handle (11,
12) having at least two gripping regions (31, 31', 32, 33) which are shaped such that
the position of the hand (58, 71a, 73a) actuating the handle (11, 12) is aligned ergonomically
with the forearm (57, 71, 73) and that the handle (11, 12) has a longer, first leg
(13), which is aligned with the front side (7), and a shorter leg (14), which is aligned
with the side surface (8, 9), said legs being connected via an essentially circular
segment (15).
2. Handle according to claim 1, characterized in that the outwardly directed inclination of the handle centre axis (19) corresponds approximately
to half the opening angle (62) between the forearms (57, 71, 73), half the opening
angle (62) corresponding to the angle (18) of the handle centre axis (19) in relation
to the front side of the covering means.
3. Handle according to one of the preceding claims, characterized in that the longer leg (13) and the shorter leg (14) extends from a side surface (7a, 8a)
extended beyond the corner region (20) of the dishwasher (1).
4. Handle according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (12, 13) is suitable for fastening on the left and right.
5. Handle according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (12, 13) has a plastic-coated metal core.
6. Handle according to one of the preceding claims, characterized in that the handle (12, 13) serves for stabilizing the side walls (7, 8, 9) of the door (3)
of the dishwasher (1).
7. Handle according to one of the preceding claims, characterized in that the first gripping region (31) is located in the region of the leg (13) and/or the
second and/or the third gripping regions (32, 33) are located one beside the other
and/or in an overlapping manner in the region of the segment (15) and/or the fourth
gripping region (31') is located in the region of the leg (14).
1. Poignée pour un moyen de recouvrement amovible, tel qu'un capot d'une machine de lavage-rinçage,
caractérisée en ce que la poignée (11, 12) est fixée en position horizontale, dans une zone d'angle (3a)
de deux faces latérales (7, 8, 9) limitrophes du moyen de recouvrement (3), sachant
que la poignée (11, 12) présente au moins deux zones de saisie (31, 31', 32, 33),
formées de manière que la main (58, 71a, 73a) actionnant la poignée (11, 12), à sa
position, soit orientée de façon alignée ergonomiquement par rapport à l'avant-bras
(57, 71, 73) ; et en ce que la poignée (11, 12) présente une première branche (13) longue, orientée vers la face
avant (7), et une branche (14) courte, orientée par rapport à la face latérale (8,
9), les branches étant reliées par l'intermédiaire d'un segment (15) sensiblement
en forme de cercle.
2. Poignée selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'inclinaison, orientée vers l'extérieur, de l'axe de poignée (19) correspond à peu
près au demi-angle d'ouverture (62) des avant-bras (57, 71, 73), le demi-angle d'ouverture
(62) correspondant à l'angle (18) de l'axe de poignée (19) par rapport à la face avant
du moyen de recouvrement.
3. Poignée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la branche longue (13) et la branche courte (14) s'étendent depuis une surface latérale
(7a, 8a) prolongée au-dessus de la zone d'angle (20) de la machine de lavage-rinçage
(1).
4. Poignée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée (12, 13) convient pour une ouverture sur charnière, à gauche et à droite.
5. Poignée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée (12, 13) présente un noyau métallique revêtu de matière synthétique.
6. Poignée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée (12, 13) sert à stabiliser les parois latérales (7, 8, 9) du capot (3)
de la machine de lavage-rinçage (1).
7. Poignée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première zone de saisie (31) est située dans la zone de la branche (13), et/ou
la deuxième et/ou troisième zone de saisie (32, 33) sont situées, l'une à côté de
l'autre et/ou en chevauchement, dans la zone du segment (15), et/ou la quatrième zone
de saisie (31') est située dans la zone de la branche (14).