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EP 1 069 220 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.2004 Patentblatt 2004/40 |
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Anmeldetag: 16.07.1999 |
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Verfahren und Hilfsvorrichtung zum Einlesen von Fäden in Führungsorgane einer Behandlungsvorrichtung
zur Behandlung der Fäden und eine solche Behandlungsvorrichtung
Method and auxiliary device for leasing threads into guiding members of an apparatus
for treating the threads and such a treatment apparatus
Procédé et dispositif auxiliaire pour passer des fils dans des organes de guidage
d'un dispositif de traitement des fils ainsi qu'un tel dispositif de traitement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR IT |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.01.2001 Patentblatt 2001/03 |
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Patentinhaber: Benninger Zell GmbH |
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79669 Zell (DE) |
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Erfinder: |
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- Berg, Hans
79650 Schopfheim (DE)
- Mensing, Heinrich Johann
41516 Grevenbroich (DE)
- Lange, Wolfgang
79650 Schopfheim (DE)
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Vertreter: Müller, Christoph Emanuel et al |
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Hepp, Wenger & Ryffel AG,
Friedtalweg 5 9500 Wil 9500 Wil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 527 304 DE-A- 1 535 181 DE-C- 335 868
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CH-A- 531 587 DE-A- 3 029 987 DE-U- 7 726 618
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Hilfsvorrichtung zum Einlesen von Fäden
in Führungsorgane einer Behandlungsvorrichtung zur Behandlung der Fäden sowie eine
solche Behandlungsvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs der unabhängigen
Patentansprüche 7 und 14.
[0002] Ein Verfahren zum Einlesen von Fäden in einem Führungsorgan und eine Hilfsvorrichtung
sowie Behandlungsvorrichtung gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 7 und 14 sind aus
DE-A-1 535 181 bekannt.
[0003] In der Vorbereitung für die Weberei werden einzelne Fäden in Fadenscharen durch Behandlungsvorrichtungen
geführt, die beispielsweise zum Behandeln der Fäden, aber auch zum Zetteln oder Schären
der Fäden dienen können. Eine typische Behandlung von Kettfäden ist die Schlichtung.
[0004] Solche Behandlungsvorrichtungen sind üblicherweise mit Führungsorganen versehen,
in welchen die Fäden geführt werden. Beim Schlichten können beispielsweise bis zu
16 000 Fäden gleichzeitig behandelt werden. Dabei werden z.B. bis zu 16 Fäden in 1
000 nebeneinander liegenden Lücken eines solchen Führungsorgans geführt. Führungsorgane
sind beispielsweise Kämme oder Riete.
[0005] Wenn (beispielsweise beim Schlichtevorgang) die Kettbäume mit den zu behandelnden
Fäden leer sind, müssen diese durch volle Kettbäume ersetzt werden. Dies bedingt,
dass die Fäden der neuen Kettbäume einzeln durch die Führungsorgane durchgeführt werden
müssen. Dieser Vorgang wird auch mit Einlesen bezeichnet. Das Einlesen von beispielsweise
bis zu 16 000 Kettfäden in mehreren, nacheinander angeordneten Führungsorganen ist
zeitraubend und kann bis zu 6 Stunden in Anspruch nehmen. In dieser Zeit steht die
Anlage still, und es ist kein produktiver Betrieb der Vorrichtung möglich.
[0006] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung. die Nachteile des Bekannten
zu vermeiden, insbesondere ein Verfahren und eine Hilfsvorrichtung zum Einlesen von
Fäden zu schaffen, welche ein rasches und sicheres Einlesen der Fäden in ein oder
mehrere Führungsorgane einer Vorrichtung zur Behandlung der Fäden erlauben. Das Verfahren
und die Hilfsvorrichtung sollen ausserdem sicherstellen, dass die Fäden in geordneter
Weise in die Führungsorgane eingelesen werden können, dass insbesondere keine Überkreuzungen
stattfinden. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Behandlungsvorrichtung
mit Führungsorganen zu schaffen, welche ein einfaches und rasches Einlesen von Fäden
in Führungsorgane ermöglicht. Das erfindungsgemässe Verfahren und die Hilfsvorrichtung
sollen ausserdem auf einfache Weise durchführbar bzw. herstellbar sein und ohne grosse
Modifikationen auf bestehenden Behandlungsvorrichtungen einsetzbar sein.
[0007] Erfindungsgemäss werden diese Aufgaben mit einem Verfahren nach Anspruch 1 und mit
einer Hilfsvorrichtung und einer Vorrichtung mit den Merkmalen des kennzeichnenden
Teils der unabhängigen Patentansprüche 7 und 14 gelöst.
[0008] Das Verfahren dient zum Einlesen von Fäden in Führungsorgane einer Behandlungsvorrichtung
zur Behandlung der Fäden. Insbesondere lässt sich das Verfahren zum Einlesen von Kettfäden
beispielsweise in eine Schlichteanlage einsetzen. Die Führungsorgane sind beispielsweise
Kämme oder Riete einer solchen Schlichteanlage.
[0009] Zum Einlesen der Fäden werden diese in wenigstens einen Einlesekamm eingelesen und
auf diesem befestigt. Anschliessend werden die Fäden mit dem Einlesekamm durch die
Behandlungsvorrichtung gezogen. Dabei werden die Fäden von den Führungsorganen übernommen.
[0010] Der Einlesekamm bildet eine Hilfsvorrichtung zum Einlesen der Fäden. Es reicht, die
Fäden einmal im Einlesekamm einzulesen und diese auf dem Einlesekamm zu befestigen.
Damit ist die Lage der Fäden genau definiert. Wenn der Einlesekamm durch die Behandlungsvorrichtung
gezogen wird, können die einzelnen Fäden ohne grossen Aufwand aufgrund ihrer geordneten
Lage direkt in die Führungsorgane eingeführt werden.
[0011] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des Verfahrens wird der Einlesekamm schrittweise
durch die Behandlungsvorrichtung geführt. Die Bewegung des Einlesekamms wird jeweils
unterbrochen, sobald der Einlesekamm ein Führungsorgan passiert hat. Der Einlesekamm
wird bezogen auf das Führungsorgan positioniert, bevor die Fäden vom Führungsorgan
übernommen werden. Die Fäden werden also vom Einlesekamm über das Führungsorgan gezogen.
Danach wird die Bewegung der Fäden unterbrochen und die Fäden können in die Führungsorgane
eingeführt werden.
[0012] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel werden die Führungsorgane vor dem
Einlesen aus dem für die Fäden in der Behandlungsvorrichtung gebildeten Weg entfernt.
Typischerweise können die Führungsorgane in der Behandlungsvorrichtung abgesenkt oder
angehoben werden. Nach dem Passieren des Einlesekamms werden die Führungsorgane wieder
in den Weg für die Fäden zurückbewegt. Dabei werden die Fäden von den Führungsorganen
übernommen.
[0013] Das Verfahren lässt sich besonders vorteilhaft mit einem Einlesekamm anwenden, der
Einleselücken zur Aufnahme der Fäden aufweist. Die Anordnung der Einleselücken entspricht
der Anordnung von Lücken in den Führungsorganen. Der Einlesekamm kann ausserdem mit
Ausrichtvorsprüngen versehen sein, die sich von den Einleselücken weg erstrecken.
Beim erfindungsgemässen Verfahren wird der Einlesekamm bezogen auf die Führungsorgane
ausgerichtet, indem die Ausrichtvorsprünge mit den Lücken der Führungsorgane in Eingriff
gebracht werden. Die Ausrichtvorsprünge stellen sicher, dass die Einleselücken des
Einlesekamms mit den Lücken der Führungsorgane fluchten. Die Fäden können damit sicher
und einfach übergeben werden.
[0014] Besonders einfach kann die Ausrichtung erfolgen, wenn beim Zurückbewegen der Führungsorgane
deren Lücken über die Ausrichtvorsprünge geschoben werden.
[0015] Besonders einfach lässt sich der Einlesekamm durch die Behandlungsvorrichtung bewegen,
indem er an den Restfäden aus einem vorangehenden Behandlungsvorgang befestigt wird
und mit den Restfäden durch die Vorrichtung gezogen wird
[0016] Die erfindungsgemässe Hilfsvorrichtung zum Einlesen von Fäden, beispielsweise von
Kettfäden in Führungsorgane einer Behandlungsvorrichtung zum Behandeln der Fäden ist
insbesondere zur Durchführung des genannten Verfahrens vorteilhaft. Die Hilfsvorrichtung
ist als Einlesekamm ausgebildet, der eine Anordnung zum geordneten Befestigen der
Fäden aufweist.
[0017] Der Einlesekamm ist vorzugsweise mit einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten
Einleselücken versehen. Die Einleselücken dienen zur Aufnahe der Fäden. Die Anordnung
der Einleselücken wird dabei auf die Anordnung der Lücken in den Führungsorganen abgestimmt.
Damit ist eine Übergabe der Fäden von den Einleselücken des Einlesekamms in die Lücken
der Führungsorgane in geordneter Weise möglich.
[0018] Der Einlesekamm ist ausserdem vorteilhaft mit Ausrichtelementen zum Ausrichten des
Einlesekamms bezogen auf die Führungsorgane versehen. Damit wird sichergestellt, dass
nicht nur die relative Lage der Fäden zueinander sondern auch deren Lage im Bezug
auf die Führungsorgane definiert ist.
[0019] Die Ausrichtelemente sind typischerweise als Ausrichtvorsprünge ausgebildet. Die
Ausrichtvorsprünge erstrecken sich vorzugsweise von den Einleselücken und sind mit
den Lücken in den Führungsorganen in Eingriff bringbar. Bei bezüglich der Führungsorgane
ausgerichtetem Einlesekamm fluchten die Ausrichtvorsprünge, die Einleselücken in dem
Einlesekamm und die Lücken miteinander.
[0020] Besonders vorteilhaft ist der Einlesekamm als Stapel von Plättchen ausgebildet. Dabei
sind erste Plättchen zum Bilden der Einleselücken im Abstand zueinander angeordnet.
Zweite Plättchen dienen als Abstandhalter und sind zwischen den ersten Plättchen angeordnet.
Die zweiten Plättchen bilden ausserdem vorteilhaft eine Auflagefläche für die Fäden
in den Einleselücken. Die zweiten Plättchen können ausserdem mit Vorsprüngen versehen
sein, die als Ausrichtelemente dienen. Mit derartig ausgebildeten Vorsprüngen wird
automatisch erreicht, dass die Vorsprünge mit den Einleselücken fluchten. Weil die
Dicke der Abstandhalter. das heisst der zweiten Plättchen, der Breite der Einleselücken
entspricht und damit der Breite der Lücken in den Führungsorganen angepasst ist, können
die zweiten Plättchen mit ihren Vorsprüngen besonders einfach in die Lücken der Führungsorgane
eingeführt werden. Zur erleichterten Einführung können die Vorsprünge ausserdem sich
verjüngende Nasen aufweisen.
[0021] Der Einlesekamm kann ausserdem mit Halteelementen versehen sein, die zur zeitweisen
Aufnahme und Halterung des Einlesekamms in den Führungsorganen zugeordneten Aufnahmevorrichtungen
dienen.
[0022] Alternativ ist es auch denkbar, einen Einlesekamm einstückig auszubilden und die
Einleselücken durch geeignete Materialbearbeitung, beispielsweise Fräsen oder Erodieren
anzubringen. Die Ausrichtvorsprünge können dabei durch in die Einleselücken eingesetzte
Scheibchen gebildet werden. Die Scheibchen können miteinander zu einem Kamm zusammengefasst
sein.
[0023] Anstatt die Führungsorgane aus dem Weg für die Fäden zu entfernen ist es auch denkbar,
die Führungsorgane nicht zu bewegen und statt dessen den Einlesekamm zum Übergeben
der Fäden bezüglich der Führungsorgane zu bewegen und damit auszurichten.
[0024] Die erfindungsgemässe Behandlungsvorrichtung zum Behandeln von Fäden zeichnet sich
dadurch aus, dass der Behandlungsvorrichtung wenigstens ein Einlesekamm zugeordnet
ist. Der Einlesekamm kann insbesondere in der beschriebenen Art und Weise ausgebildet
sein. Auf dem Einlesekamm sind die Fäden geordnet befestigbar. Die Fäden sind von
Führungsorganen in der Behandlungsvorrichtung vom Einlesekamm übernehmbar.
[0025] Vorteilhaft ist den Führungsorganen wenigstens je eine Aufnahmevorrichtung zum zeitweisen
Halten des Einlesekamms zugeordnet. Sobald der Einlesekamm die Führungsorgane passiert
hat, wird die Bewegung des Einlesekamms unterbrochen und dieser kann mittels Halteelementen
in der Aufnahmevorrichtung genau positioniert gehalten werden.
[0026] Besonders vorteilhaft ist diese Anordnung, wenn die Führungsorgane aus dem in der
Behandlungsvorrichtung gebildeten Weg für die Fäden bewegbar ausgebildet sind. Typischerweise
sind die Führungsorgane absenkbar oder hochfahrbar.
[0027] Diese Anordnung weist den Vorteil auf, dass der Einlesekamm durch die Behandlungsvorrichtung
gezogen werden kann, bis er auf eine Aufnahmevorrichtung trifft. Die aus dem Weg für
die Fäden wegbewegten Führungsorgane stören die Bewegung des Einlesekamms nicht. Sobald
der Einlesekamm positioniert in der Aufnahmevorrichtung ist, können die Führungsorgane
erneut in den Weg für die Fäden bewegt werden. Dabei werden die Fäden automatisch
korrekt in die Führungsorgane eingeführt.
[0028] Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist besonders vorteilhafi, wenn sie mehrere Gestelle
zur Aufnahme der zu behandelnden Fäden, insbesondere mehrere Gestelle für Kettbäume
aufweist. Die Fäden von wenigstens einem Gestell können dabei in einen Einlesekamm
eingelesen werden, während die Fäden eines anderen Gestells durch die Behandlungsvorrichtung
geführt werden und dabei behandelt werden können. Die Stillstandzeiten einer solchen
Behandlungsvorrichtung werden damit reduziert.
[0029] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen und in Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung in der Seitenansicht,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäss Figur 1,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Hilfsvorrichtung,
- Figuren 4a und 4b
- eine Seitenansicht von zwei Ausführungsbeispielen einer Hilfsvorrichtung,
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung der Übernahme der Fäden gemäss der Erfindung,
- Figuren 6a bis 6c
- schematische Darstellungen der Übergabe des Fadens in einer Seitenansicht,
- Figur 7
- eine perspektivische Darstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels einer Hilfsvorrichtung
und
- Figur 8
- eine Draufsicht auf einem Ausschnitt einer Hilfsvorrichtung bei Übergabe der Fäden.
[0030] In Figur 1 ist schematisch eine Behandlungsvorrichtung 1 gezeigt, bei welcher das
erfindungsgemässe Verfahren und die erfindungsgemässe Hilfsvorrichtung zum Einsatz
gelangen können. Die Behandlungsvorrichtung 1 dient zum Schlichten von Fäden F. Die
Fäden werden auf Kettbäumen in einem Gestell 5 gehalten und von diesem der Vorrichtung
1 zugeführt. Die Vorrichtung 1 umfasst ein Schlichtewerk 6, einen daran anschliessenden
Trockner 7 und eine Bäummaschine 8 zum Aufwickeln der behandelten Fäden F. Die Fäden
F werden kontinuierlich durch die Behandlungsvorrichtung 1, das heisst vom Gestell
5 zur Bäummaschine 8 gefördert.
[0031] Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die Vorrichtung 1 gemäss Figur 1. Die Fäden F werden
von dem Gestell 5 durch das Schlichtewerk 6, den Trockner 7 und über nicht näher bezeichnete
Umlenkanordnungen auf die Bäummaschine 8 geführt. Dabei wird gleichzeitig eine Fadenschar
von etwa 1 000 mal 16 Fäden behandelt. Auf jedem der 16 im Gestell 5 gehaltenen Kettbäume
befinden sich 1 000 Fäden.
[0032] Zum Führen der Fäden F in der Vorrichtung 1 ist diese mit verschiedenen Führungsorganen
2 versehen. Die Führungsorgane sind als Kämme oder Riete ausgebildet, durch welche
die Fäden geführt werden.
[0033] Neben dem Gestell 5 ist ein weiteres Hilfsgestell 5' angeordnet, welches ebenfalls
16 Kettbäume à je 1 000 Fäden enthält.
[0034] Während sich das Gestell 5 in einer Position P1 befindet, werden die Fäden F behandelt.
Gleichzeitig ist es möglich, die Fäden des Gestells 5' in der Position P2 in einen
schematisch dargestellten Einlesekamm 11 einzulesen.
[0035] Dank des zusätzlichen Gestells 5' und den Einlesekämmen 11 ist es möglich, in der
Position P2 die Fäden F' auf dem Einlesekamm 11 geordnet zu befestigen, während die
Fäden F des sich in Position P befindenden Gestells 5 noch behandelt werden. Sobald
die Kettbäume auf dem Gestell 5 leer sind, wird das Gestell 5 in die Position P3 verschoben
und durch das Gestell 5' ersetzt. Das Gestell 5' wird dabei von der Position P2 nach
P1 verschoben. Die Fäden der nun vollen Kettbäume können einfach in die Führungsorgane
2 der Behandlungsvorrichtung 1 eingelesen werden, indem sie mittels dem Einlesekamm
11 in Richtung A durch die Behandlungsvorrichtung 1 gezogen werden. Bei jedem Führungsorgan
2 wird der Einlesekamm 11 bezüglich dem Führungsorgan 2 ausgerichtet und die mit dem
Einlesekamm 11 verbundenen Fäden F werden dem Führungsorgan 2 übergeben, das heisst
in dieses eingelesen. Unter Einlesen wird in diesem Zusammenhang das Durchführen der
Fäden F durch Öffnungen oder Lücken der Führungsorgane 2 verstanden.
[0036] Figur 3 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Einlesekamm 11. Der Einlesekamm
11 besteht aus einem Stapel 16 von dünnen Plättchen. Erste Plättchen 17 sind im Abstand
a zueinander nebeneinander angeordnet. Zwischen den ersten Plättchen 17 sind zweite
Plättchen 18 angeordnet, die den Abstand a definieren. Der Abstand a bildet Einleselücken
13 zwischen den ersten Plättchen 17.
[0037] Die Plättchen 17, 18 sind mit Bohrungen 24 versehen, durch welche eine Zusammenhaltevorrichtung,
beispielsweise ein Stift oder eine Klemmvorrichtung durchgeführt werden kann, um den
Stapel 16 zusammenzuhalten.
[0038] Der Einlesekamm 11 ist ausserdem mit einer Klemmvorrichtung 15 versehen, welche gegen
eine von den ersten Plättchen 17 und den zweiten Plättchen 18 gemeinsam gebildete
Oberfläche anpressbar ist.
[0039] Bevor Fäden F eines neuen Kettbaums durch die Vorrichtung 1 geführt werden, werden
sie in den Einlesekamm 11 eingelesen. Dazu werden die Fäden F durch die Einleselücken
13 des Einlesekamms 11 geführt. Aus darstellerischen Gründen ist nur eine geringe
Zahl von Fäden gezeigt. Üblicherweise werden in jeder Einleselücke 13 je bis zu 16
Fäden eingelesen. Die Fäden F verlaufen über die durch die Oberfläche der zweiten
Plättchen 18 gebildete Auflagefläche 19 und über die gemeinsam von den ersten Plättchen
17 und den zweiten Plättchen 19 gebildeten Oberfläche 26. Durch Anpressen der Fäden
F mit der Klemmvorrichtung 15 gegen die Oberfläche 26 werden die Fäden F auf dem Einlesekamm
11 fixiert. Die Fixierung ist dabei geordnet, weil die Fäden F durch die Einleselücken
13 geführt sind.
[0040] Der Einlesekamm 11 ist ausserdem mit Bohrungen 25 versehen, durch welche Stifte 23,
23a steckbar sind. Die Stifte 23 verhindern, dass die Fäden F von selber aus den Einleselücken
13 geraten. Der Stift 23a erlaubt die Befestigung der Enden der Fäden F.
[0041] Der Einlesekamm 11 ist ausserdem mit einer weiteren Bohrung 22 versehen, durch welche
ein weiterer Stift 23b steckbar ist, an dem Restfäden R befestigbar sind. Die Restfäden
R können Fäden aus einem vorangehenden Behandlungsvorgang sein. Der Einlesekamm 11
wird anschliessend mit dem Restfaden R durch die Vorrichtung 1 gezogen.
[0042] Figuren 4a und 4 b zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele eines Einlesekamms 11
in einer Seitenansicht.
[0043] Die Einlesekämme 11 sind in der in Figur 3 gezeigten Art aus einem Stapel aus Plättchen
17, 18 aufgebaut. Gemäss dem Ausführungsbeispiel in Figur 4a weisen die Plättchen
Öffnungen auf, die einen Hohlraum 21 bilden. Die Plättchen 17, 18 können zusammengehalten
werden, indem der Hohlraum 21 ausgegossen wird. Im Ausführungsbeispiel gemäss Figur
4b werden in die Bohrungen 24 geeignete Befestigungsmittel eingeführt, um die Plättchen
17, 18 zusammenzuhalten. Ansonsten unterscheiden sich die Einlesekämme aus Figur 4a
und Figur 4b nicht.
[0044] Die Fäden F werden über einen Ausrichtungsvorsprung 14 und über die Auflagefläche
19 der zweiten Plättchen 18 durch die Einleselücken 13 zwischen den ersten Plättchen
17 durchgeführt. Die Ausrichtvorsprünge 14 dienen zum Ausrichten des Einlesekamms
bezüglich der Führungsorgane 2 (siehe Figuren 5, 6 und 8).
[0045] Die Klemmvorrichtung 15 ist schematisch als schwenkbarer Hebel dargestellt, der ein
Klemmorgan 27 gegen die Oberfläche 26 presst. Selbstverständlich sind andere Befestigungsmöglichkeiten
wie Verknotungen oder Umwicklungen denkbar.
[0046] Im Bereich der Oberfläche 26 fluchten die Oberkanten der ersten Plättchen 17 und
der zweiten Plättchen 18 miteinander, so dass eine geschlossenen Fläche gebildet wird.
Ausserhalb der Oberfläche 26 stehen die Plättchen 17 über die Auflagefläche 19 der
Plättchen 18 hervor, so dass zwischen den Plättchen 17 die Einleselücken 13 gebildet
werden.
[0047] Zum Einlesen der Fäden F durch die Behandlungsvorrichtung 1 wird wie in den Figuren
3, 4a oder 4b gezeigt zuerst die Fadenschar in den Einlesekamm eingelesen. Anschliessend
wird der Einlesekamm 11 mit den Restfäden R durch die Behandlungsvorrichtung 1 gezogen.
Sobald der Einlesekamm 11 ein Führungsorgan 2 passiert hat, wir die Bewegung des Einlesekamms
11 zeitweilig unterbrochen. Figur 5 zeigt den Einlesekamm 11 in einer solchen Ruheposition
P. Die Ruheposition P liegt bezogen auf die Bewegungsrichtung A nach dem Führungsorgan
2. Das Führungsorgan 2 besteht aus einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Lamellen,
zwischen denen Lücken 3 gebildet werden. Zum Einlesen der Fäden F in die Lücken 3
wird der Einlesekamm 11 bezogen auf die Führungsorgane 2 ausgerichtet. Dazu werden
die Ausrichtvorsprünge 14 mit den Lücken 3 der Führungsorgane in Eingriff gebracht.
Dabei fluchten die Führungsorgane 2, die Einleselücken 13 des Einlesekamms 11 und
die zweiten Plättchen 18 miteinander. Ebenfalls fluchten die ersten Plättchen 17 mit
den Lamellen des Führungsorgans 2. Die zwischen den ersten Plättchen 17 in den Einleselücken
13 gehaltenen Fäden F werden damit automatisch in die Lücken 3 eingelesen. Sobald
der in Figur 5 gezeigte Eingriff zwischen den Ausrichtvorsprüngen 14 und den Lücken
3 hergestellt ist, sind die Fäden F eingelesen und der Einlesekamm 11 kann in Richtung
A weiter zu einem nachfolgenden Führungsorgan 2 bewegt werden. Beim nachfolgenden
Führungsorgan 2 wiederholt sich der in Figur 5 gezeigte Vorgang.
[0048] In Figuren 6a bis 6c ist der Übergabevorgang schematisch in der Seitenansicht gezeigt.
[0049] Üblicherweise befinden sich die Führungsorgane 2 in der in Figur 6a gestrichelt dargestellten
Position. Die Führungsorgane 2 liegen dabei im für die Fäden F gebildeten Weg W. Gemäss
Figur 6a sind die Führungsorgane 2 aus dem Weg W für die Fäden F entfernt.
[0050] Die Fäden F werden mit dem Einlesekamm 11 in Richtung A durch die Vorrichtung 1 gezogen.
Die Führungsorgane 2 sind absenkbar ausgebildet und werden vor dem Einlesevorgang
abgesenkt. Alternativ wäre es auch denkbar, die Führungsorgane 2 hochzufahren oder
die Führungsorgane 2 festzulassen und den Einlesekamm 11 zum Einlesen der Fäden F
in die Führungsorgane 2 abzusenken bzw. hochzufahren.
[0051] Der Einlesekamm 11 wird mit den Restfäden R gezogen.
[0052] Sobald der Einlesekamm 11 die Führungsorgane 2 in Richtung A passiert hat (siehe
Figur 6b), wird die Bewegung des Einlesekamms 11 zeitweise unterbrochen. Dazu ist
der Einlesekamm 11 mit Halteelementen 20 versehen, die mit einer dem Führungsorgan
2 zugeordneten Aufnahmevorrichtung 4 in Eingriff gebracht werden können. Die Aufnahmevorrichtung
4 erlaubt ein positioniertes Halten des Einlesekamms 11. Sobald der Einlesekamm 11
in der Position P angelangt ist, werden die Führungsorgane 2 in Richtung B hochgefahren.
Dabei werden die Lamellen der Führungsorgane 2 über die Ausrichtvorsprünge 14 des
Einlesekamms 11 geführt. Auf diese Weise ist eine genaue Ausrichtung der Lücken 3
bezogen auf die Einleselücken 13 gewährleistet. Wenn die Führungsorgane 2 ganz hochgefahren
sind (siehe Figur 6c ) verlaufen die Fäden F in den Lücken 3 der Führungsorgane 2
und sind damit in die Führungsorgane eingelesen.
[0053] Der Einlesekamm 11 erstreckt sich über die ganze Breite der Vorrichtung 1. Typischerweise
beträgt die Breite 1.8 m bis 2 m. Es ist auch denkbar, einzelne, kleinere Einlesekämme
zu verwenden. Der Einlesekamm 11 ist beispielsweise zur Aufnahme von 1 000 Gruppen
ä 16 Fäden ausgebildet. Dazu werden 1 000 zweite Plättchen 18 vorgesehen, die abwechselnd
mit 1001 ersten Plättchen 17 angeordnet sind. Die ersten und zweiten Plätten 17, 18
bestehen typischerweise aus Stahl und werden beispielsweise durch Laserschneiden hergestellt
oder ausgestanzt. Die Dicke d der zweiten Plättchen 18 entspricht dem Abstand a zwischen
den ersten Plättchen 17 und gleichzeitig wenigstens der Dicke D zwischen 2 Elementen
der Führungsorgane 2, das heisst der Breite D der Lücken 3 (siehe Figur 8). Die Dicke
der ersten Plättchen 17 entspricht typischerweise der Dicke der Lamellen der Führungsorgane.
[0054] Figur 8 zeigt in vergrösserter Darstellung wie die Fäden F in die Lücken 3 der Führungsorgane
2 übergeben werden. Die Fäden F liegen auf der Auflagefläche 19 auf, die durch die
zweiten Plättchen 18 gebildet ist. Die Einleselücken 13, die zweiten Plättchen 18
und die Lücke 13 der Führungsorgane 2 fluchten miteinander. Dies wird durch die Ausrichtvorsprünge
14 sichergestellt, die in die Lücken 3 eingreifen. Damit wird gewährleistet, dass
die Fäden F sicher in die Lücken 3 eingelesen werden.
[0055] Der Stift 23 verhindert, dass die Fäden F nach oben aus den Einleselücken 13 springen.
[0056] In Figur 7 ist schematisch ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Einlesekamms
51 gezeigt. Der Einlesekamm 51 ist einstückig ausgebildet. In den Einlesekamm 51 sind
Einleselücken 53 eingefräst, durch welche die Fäden F durchgeführt werden können.
Auf der einen Seite des Einlesekamms 51 sind in die Einleselücken 53 Vorsprünge 54
eingesetzt, die zum Ausrichten des Einlesekamms 51 bezogen auf die Führungsorgane
2 dienen.
[0057] Anstelle von einzelnen Ausrichtvorsprüngen 14, 54 ist des auch denkbar, den Einlesekamm
11, 51 mit z.B. seitlich angeordneten separaten Ausrichtelementen an den Führungsroganen
2 auszurichten. Diese Ausrichtelemente können beispielsweise seitlich an den Führungsorganen
und an dem Einlesekamm angeordnet sein. Es ist auch denkbar, den Einlesekamm 11, 51
auf Führungen durch die Vorrichtung 1 zu bewegen. Solche Führungen können ebenfalls
seitlich in der Vorrichtung vorgesehen sein. Solche Führungen erlauben ein besonders
stabiles Bewegen des Einlesekamms 11, 51.
1. Verfahren zum Einlesen von Fäden (F), insbesondere von Kettfäden, in Führungsorgane
(2) einer Behandlungsvorrichtung (1) zum Behandeln der Fäden (F), insbesondere in
Kämme oder Riete einer Schlichteanlage, wobei die Fäden (F) in wenigstens einen Einlesekamm
(11) eingelesen und auf diesem befestigt werden und anschliessend mit dem Einlesekamm
(11) durch die Behandlungsvorrichtung (1) gezogen werden, wobei die Fäden (F) an die
Führungsorgane (2) übergeben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlesekamm (11) schrittweise durch die Vorrichtung (1) gezogen wird, wobei die
Bewegung des Einlesekamms (11) jeweils nach dem Passieren eines Führungsorgans (2)
zeitweise unterbrochen wird und wobei der Einlesekamm (11) bezogen auf die Führungsorgane
(2) positioniert wird, bevor die Fäden (4) an das Führungsorgan (2) übergeben werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsorgane vor dem Einlesen aus dem in der Behandlungsvorrichtung für die
Fäden (F) gebildeten Weg (W) entfernt, insbesondere abgesenkt werden und dass die
Führungsorgane (2) nach dem Passieren des Einlesekamms (11) in den Weg (W) der Fäden
(F) zurückbewegt werden, wobei die Fäden (F) von den Führungsorganen (2) übernommen
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Einlesekamm (11), der Einleselücken
(13) zur Aufnahme der Fäden (4) aufweist, deren Anordnung der Anordnung von Lücken
(3) in den Führungsorganen (2) entspricht und der mit Ausrichtvorsprüngen (14) versehen
ist, welche mit den Eineleselücken (13) fluchten, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlesekamm (11) dadurch auf die Führungsorgane (2) ausgerichtet wird, dass die
Ausrichtvorsprünge (14) des Einlesekamms (11) mit den Lücken (3) der Führungsorgane
(2) in Eingriff gebracht werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Zurückbewegen der Führungsorgane (2) in den Weg (W) für die Fäden (F) die Lücken
(3) der Führungsorgane (2) über die Ausrichtvorsprünge (14) geschoben werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlesekamm an Restfäden (R) aus einem vorangehenden Behandlungsvorgang befestigt
und mit diesen durch die Behandlungsvorrichtung (1) gezogen wird.
7. Hilfsvorrichtung zum Einlesen von Fäden (F), insbesondere von Kettfäden, in Führungsorgane
(2) einer Vorrichtung (1) zur Behandlung der Fäden (F), insbesondere in Kämme oder
Riete einer Schlichteanlage, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Hilfsvorrichtung als Einlesekamm (11) mit einer Anordnung
(13, 15, 27) zum geordneten Befestigen der Fäden (F) am Einlesekamm (13) ausgebildet
ist, dadurch gekennzeichent, dass der Einlesekamm (11) Ausrichtelemente (14; 4, 20)
zum Ausrichten des Einlesekamms (11) auf die Führungsorgane (2) aufweist.
8. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlesekamm (11) mit einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Einleselücken
(13) zur Aufnahme der Fäden (F) versehen ist.
9. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtelemente als Ausrichtvorsprünge (14) ausgebildet sind, die auf die Einleselücken
(13) ausgerichtet sind, vorzugsweise sich von diesen erstrecken und die mit den Lücken
(3) in den Führungsorganen (2) in Eingriff bringbar sind.
10. Hilfsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlesekamm (11) als Stapel (16) von Plättchen (17, 18) ausgebildet ist,
wobei erste Plättchen zum Bilden der Einleselücken (13) im Abstand (a) zueinander
angeordnet sind und
wobei zweite Plättchen (18) als Abstandhalter zwischen den ersten Plättchen (17) angeordnet
sind.
11. Hilfsvorrichtung nach 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Plättchen (18) eine Auflagefläche (19) für Fäden (F) in den Einleselücken
(13) bilden.
12. Hilfsvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Plättchen (18) als Ausrichtelemente dienende Vorsprünge (14) aufweisen.
13. Hilfsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlesekamm (11) Halteelemente (20) zur zeitweisen Aufnahme und Halterung des
Einlesekamms (11) in den Führungsorganen (2) zugeordneten Aufnahmevorrichtungen (4)
aufweist.
14. Behandlungsvorrichtung zum Behandeln von Fäden (F), insbesondere Vorrichtung zum Schlichten
von Kettfäden, mit wenigstens einem Führungsorgan (2), insbesondere einem Kamm oder
einem Riet, durch welches die Fäden (F) durchführbar sind, und mit wenigstens einem
Einlesekamm (11), insbesondere nach einem der Ansprüche 7 bis 13, welche der Vorrichtung
(1) zugeordnet ist, und auf welchem die Fäden (F) geordnet befestigbar sind und von
welchem die Fäden (F) von den Führungsorganen (2) übergebbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlesekamm Ausrichtelemente (14; 4, 20) zum Ausrichten des Einlesekamms (11)
auf die Führungsorgane aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass den Führungsorganen (2) wenigstens je eine Aufnahmevorrichtung (4) zum zeitweisen
Halten des Einlesekamms (11) zugeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsorgane (2) aus dem gebildeten Weg (W) für die Fäden (F) bewegbar, insbesondere
absenkbar sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens zwei Gestelle (5, 5') zur Aufnahme von Kettbäumen aufweist,
wobei die Fäden (F') wenigstens eines Gestells (5') in einen Einlesekamm (11) einlesbar
sind, während die Fäden (F') eines anderen Gestells (5) durch die Vorrichtung (1)
führbar sind.
1. Method for the leasing of threads (F), in particular of warp threads, into guide members
(2) of a treatment device (1) for treating the threads (F), in particular into combs
or reeds of a sizing installation, the threads (F) being read into at least one leasing
comb (11) and being fastened to this and subsequently being drawn through the treatment
device (1) by means of the leasing comb (11), whereby threads (F) are transferred
to the guide members (2).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the leasing comb is drawn through the device (1) in steps, the movement of the leasing
comb (11) being temporarily interrupted in each case after passing a guide member
(2), and the leasing comb (11) being positioned with respect to the guide members
(2) before the threads (4) are transferred to the guide member (2).
3. Method according to either one of Claims 1 and 2, characterized in that, before the leasing, the guide members are removed, in particular lowered, out of
the path (W) formed in the treatment device for the threads (F), and in that, after the leasing comb (11) has passed, the guide members (2) are moved back into
the path (W) of the threads (F), the threads (F) being taken over by the guide members
(2).
4. Method according to one of Claims 1 to 3, with a leasing comb (11) which has leasing
gaps (11) for receiving the threads (F), the arrangement of the said leasing gaps
corresponding to the arrangement of gaps (3) in the guide members (2), and which is
provided with aligning projections (14) which are in alignment with the leasing gaps
(13), characterized in that the leasing comb (11) is aligned with the guide members (2) in that the aligning projections (14) of the leasing comb (11) are brought into engagement
with the gaps (3) of the guide members (2).
5. Method according to Claims 3 and 4, characterized in that, when the guide members (2) are moved back into the path (W) for the threads (F),
the gaps (3) of the guide members (2) are pushed over the aligning projections (14).
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the leasing comb is fastened to residual threads (R) from a preceding treatment operation
and is drawn through the treatment device (1) by means of these.
7. Auxiliary device for the leasing of threads (F), in particular of warp threads, into
guide members (2) of a device (1) for treating the threads (F), in particular into
combs or reeds of a sizing installation, in particular for carrying out the method
according to one of Claims 1 to 6, the auxiliary device being designed as a leasing
comb (11) with an arrangement (13, 15, 27) for the ordered fastening of the threads
(F) to the leasing comb (13), characterized in that the leasing comb (11) has aligning elements (14; 4, 20) for aligning the leasing
comb (11) with the guide members (2).
8. Auxiliary device according to Claim 7, characterized in that the leasing comb (11) is provided with a plurality of leasing gaps (13) arranged
next to one another for receiving the threads (F).
9. Auxiliary device according to Claim 7 or 8, characterized in that the aligning elements are designed as aligning projections (14) which are aligned
with the leasing gaps (13) and preferably extend from
these and which can be brought into engagement with the gaps (3) in the guide members
(2).
10. Auxiliary device according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the leasing comb (11) is designed as a stack (16) of lamellae (17, 18), first lamellae
being arranged at a distance (a) from one another to form the leasing gaps (13), and
second lamellae (18) being arranged as spacers between the first lamellae (17).
11. Auxiliary device according to Claim 10, characterized in that the second lamellae (18) form a bearing surface (19) for threads (F) in the leasing
gaps (13).
12. Auxiliary device according to either one of Claims 10 and 11, characterized in that the second lamellae (18) have projections (14) serving as aligning elements.
13. Auxiliary device according to one of Claims 7 to 12, characterized in that the leasing comb (11) has holding elements (20) for temporarily receiving and holding
the leasing comb (11) in reception devices (4) associated with the guide members (2).
14. Treatment device for the treatment of threads (F), in particular device for the sizing
of warp threads, with at least one guide member (2), in particular a comb or a reed,
through which the threads (F) can be led, and with at least one leasing comb (11),
in particular according to one of Claims 7 to 13, which is associated to the device
(1) and on which the threads (F) can be fastened in an ordered manner and by which
the threads (F) can be transferred from the guide members (2), characterized in that the leasing comb has aligning elements (14; 4, 20) for aligning the leasing comb
(11) with the guide members.
15. Device according to Claim 14, characterized in that the guide members (2) are each assigned at least one reception device (4) for temporarily
holding the leasing comb (11).
16. Device according to either one of Claims 14 and 15, characterized in that the guide members (2) can be moved, in particular lowered, out of the path (W) formed
for the threads (F).
17. Device according to one of Claims 14 and 15, characterized in that the device has at least two frames (5, 5') for the reception of warp beams, the threads
(F') of at least one frame (5') being capable of being leased into a leasing comb
(11), while the threads (F') of another frame (5) can be led through the device (1).
1. Procédé pour introduire des fils (F), en particulier des fils de chaîne, dans des
organes de guidage (2) d'un dispositif de traitement (1) pour traiter les fils (F),
en particulier dans des peignes d'une installation d'encollage, selon lequel les fils
(F) sont introduits dans au moins un peigne (11) et sont fixés à celui-ci, puis sont
tirés avec le peigne d'introduction (11) à travers le dispositif de traitement (1),
les fils (F) étant transférés sur les organes de guidage (2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le peigne d'introduction (11) est tiré progressivement à travers le dispositif (1),
le mouvement du peigne d'introduction (11) étant interrompu temporairement après chaque
passage d'un organe de guidage (2), et le peigne d'introduction (11) étant positionné
par rapport aux organes de guidage (2) avant que les fils (F) ne soient transférés
sur l'organe de guidage (2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les organes de guidage, avant l'introduction, sont éloignés, en étant notamment abaissés,
de la trajectoire (W) formée dans le dispositif de traitement pour les fils (F), et
en ce que les organes de guidage (2), après le passage du peigne d'introduction (11), sont
ramenés dans la trajectoire (W) des fils (F), les fils (F) étant reçus par les organes
de guidage (2).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, avec un peigne d'introduction (11) qui
présente des interstices d'introduction (13) pour recevoir les fils (F), dont la disposition
correspond à celle d'interstices (3) prévus dans les organes de guidage (2), et qui
est pourvu de saillies d'alignement (14) qui se trouvent dans l'alignement des interstices
d'introduction (13), caractérisé en ce que le peigne d'introduction (11) est aligné sur les organes de guidage (2) grâce au
fait que ses saillies d'alignement (14) sont mises en contact avec les interstices
(3) des organes de guidage (2).
5. Procédé selon les revendications 3 et 4, caractérisé en ce que lorsque les organes de guidage (2) sont ramenés dans la trajectoire (W) pour les
fils (F), les interstices (3) des organes de guidage (2) sont poussés par l'intermédiaire
des saillies d'alignement (14).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le peigne d'introduction est fixé aux fils restants (R) provenant d'un traitement
précédent et est tiré avec ceux-ci à travers le dispositif de traitement (1).
7. Dispositif auxiliaire pour introduire des fils (F), en particulier des fils de chaîne,
dans des organes de guidage (2) d'un dispositif (1) pour le traitement des fils (F),
en particulier dans des peignes d'une installation d'encollage, en particulier pour
la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 6, étant précisé que
le dispositif auxiliaire est conçu comme un peigne d'introduction (11) avec un mécanisme
(13, 15, 27) pour la fixation ordonnée des fils (F) au peigne d'introduction (11),
caractérisé en ce que le peigne d'introduction (11) comporte des éléments d'alignement (14 ; 4, 20) pour
aligner le peigne d'introduction (11) sur les organes de guidage (2).
8. Dispositif auxiliaire selon la revendication 7, caractérisé en ce que le peigne d'introduction (11) est pourvu de plusieurs interstices d'introduction
(13) juxtaposés destinés à recevoir les fils (F).
9. Dispositif auxiliaire selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les éléments d'alignement sont conçus comme des saillies d'alignement (14) qui sont
alignées sur les interstices d'introduction (13), qui s'étendent de préférence à partir
de ceux-ci et qui sont aptes à être mises en contact avec les interstices (3) prévus
dans les organes de guidage (2).
10. Dispositif auxiliaire selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le peigne d'introduction (11) est conçu comme un empilement (16) de lamelles (17,
18), des premières lamelles étant disposées avec un espacement mutuel (a) pour former
les interstices d'introduction (13) tandis que des secondes lamelles (18) sont disposées
comme écarteurs entre les premières lamelles (17).
11. Dispositif auxiliaire selon la revendication 10, caractérisé en ce que les secondes lamelles (18) forment une surface d'appui (19) pour les fils (F) dans
les interstices d'introduction (13).
12. Dispositif auxiliaire selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que les secondes lamelles (18) présentent des saillies (14) qui servent d'éléments d'alignement.
13. Dispositif auxiliaire selon l'une des revendications 7 à 12, caractérisé en ce que le peigne d'introduction (11) comporte des éléments d'appui (20) pour recevoir et
fixer temporairement le peigne d'introduction (11) dans des dispositifs de réception
(4) associés aux organes de guidage (2).
14. Dispositif de traitement pour traiter des fils (F), en particulier dispositif pour
encoller des fils de chaîne, comportant un organe de guidage (2), en particulier un
peigne, à travers lequel les fils (F) peuvent passer, et au moins un peigne d'introduction
(11), en particulier selon l'une des revendications 7 à 13, qui est associé au dispositif
(1), sur lequel les fils (F) peuvent être fixés de manière ordonnée et à partir duquel
les fils (F) sont aptes à être transférés sur les organes de guidage (2), caractérisé en ce que le peigne d'introduction comporte des éléments d'alignement (14 ; 4, 20) pour aligner
le peigne d'introduction (11) sur les organes de guidage.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de réception (4) destiné à tenir temporairement le peigne d'introduction
(11) est associé à chaque organe de guidage (2).
16. Dispositif selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que les organes de guidage (2) sont aptes à être déplacés, notamment abaissés, à partir
de la trajectoire définie (W) prévue pour les fils (F).
17. Dispositif selon l'une des revendications 14 à 15, caractérisé en ce qu'il comporte au moins deux bâtis (5, 5') pour recevoir des ensouples, les fils (F')
d'au moins un bâti (5') étant aptes à être introduits dans un peigne d'introduction
(11) tandis que les fils (F') d'un autre bâti (5) sont aptes à traverser le dispositif
(1).