| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 070 792 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.12.2005 Patentblatt 2005/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.07.2000 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01H 8/04 |
|
| (54) |
Fahrbahnräumer
Track cleaner
Dispositif d'enlèvement pour voie ferrée
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE FR IT LI |
| (30) |
Priorität: |
20.07.1999 DE 19933915
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
24.01.2001 Patentblatt 2001/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens AG |
|
80506 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Schneider, Sieghard, Dipl.-Ing.
81245 München (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 137 591 GB-A- 582 011
|
DE-C- 859 483 US-A- 4 470 211
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schienenfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Es ist bekannt, Schienenfahrzeuge, insbesondere Lokomotiven, mit Fahrbahnräumern
auszurüsten, die ständig mit dem Tragrahmen des Fahrzeugs verbunden sind und nicht
nur das Wegräumen von Schnee sondern auch den Schutz bei Kollision mit auf dem Schienenweg
befindlichen Hindernissen bewerkstelligen. Bei den bislang üblichen Halterungen, mit
denen der Fahrbahnräumer am Tragrahmen des Schienenfahrzeugs befestigt ist, besteht
die Gefahr, dass bei Kollisionen mit Hindernissen bei denen erhebliche Energien umgesetzt
werden, sich nicht nur der Fahrbahnräumer und die Halterungen verformen, sondern auch
der Tragrahmen beschädigt wird. Im weiteren besteht die Gefahr, dass der Fahrbahnräumer
entweder nach unten ausknickt und sich ins Gleisbett bohrt oder abreißt und beim Überrollen
durch die Fahrzeugräder die Entgleisung des Schienenfahrzeugs verursacht.
[0003] Aus der DE 137 591 ist ein Schienenfahrzeug bekannt, das um aufrechtstehende Zapfen
schwingbare Schutzschilde aufweist. Die Schutzschilde sind dazu über Lenker mit je
zwei Drehachsen verbunden. Dadurch ist zwar gewährleistet, dass die Schutzschilde
zur Seite schwenken können, es wird aber bei einer Kollision mit einem großen Hindernis
eine Verformung nicht verhindert, die zu einer Entgleisung des Schienenfahrzeuges
führen könnte.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schienenfahrzeug der genannten Art
so auszugestalten, dass bei einer Kollision mit beträchtlicher Energieumsetzung zum
einen die Gefahr einer Beschädigung des Tragrahmens und zum anderen die Gefahr einer
Entgleisung durch einen nach unten weggebogenen oder abgerissenen Fahrbahnräumer gemindert
wird.
[0005] Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Der Unteranspruch
nennt eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung.
[0006] Mit dem Schienenfahrzeug nach dem Patentanspruch 1 wird der Vorteil erzielt, dass
bei einer Stoßbelastung das Räumschild nur nach hinten und nach oben bewegt werden
kann. Es ist vorteilhaft ausgeschlossen, dass das Räumschild nach unten abknickt und
sich dadurch ins Gleisbett bohren könnte. Es kann daher auch nicht abreißen und dann
beim Überrollen durch die Fahrzeugräder die Entgleisung des Schienenfahrzeuges verursachen.
[0007] Ein Schienenfahrzeug nach der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert:
[0008] Es zeigt in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- die Seitenansicht des Endteils des Tragrahmens mit einem Fahrbahnräumer (nur linkes
Räumschild dargestellt),
- Fig. 2
- das Endteil nach Fig. 1 in der Ansicht von unten,
[0009] Die Figuren 1 und 2 zeigen die Anordnung des Fahrbahnräumers 8 mit zwei Räumschilden
6 und 7, zwei Räumschildträgern 24, einer Räumschildhalterung 19 und einer Quertraverse
20 für den Fahrbahnräumer 8.
[0010] Die Halterung 22 besteht aus einer vorderen Tragplatte 23, die mit einem Ende an
der Frontplatte des Tragrahmens 1 und mit dem anderen Ende am Räumschildträger 24
befestigt ist, und einer hinteren Tragplatte 25, die im Parallelabstand zur vorderen
Tragplatte 23 am Tragrahmen 1 und am Räumschildträger 24 befestigt ist. Am unteren
Ende der hinteren Tragplatte 25 ist die Quertraverse 20 befestigt. Am unteren Ende
der vorderen Tragplatte 23 sind zwei Räumschildhalterungen 19 angeordnet, an denen
jeweils der linke und der rechte Räumschild 6 und 7 angeordnet sind. Zwischen der
vorderen und der hinteren Tragplatte 23 und 25 befinden sich zum einen die Räumschildträger
24 und zum anderen die Energieverzehrelemente 26.
[0011] Die Räumschildträger 24 und die Energieverzehrelemente 26 werden aus zwei kastenartigen
Trägern mit rechteckigem Querschnittsprofil gebildet, deren obere, in Fig. 1 schraffiert
dargestellte Teilbereiche, die Energieverzehrelemente 26 und deren untere Teilbereiche
die Räumschildträger 24 bilden. Die oberen schmalen Flächen 26a und 26b der kastenartigen
Träger sind zur vorderen Tragplatte 23 nach unten geneigt. An den mit den Bezugszeichen
a, b, c und d gekennzeichneten Stellen befinden sich senkrecht zur Bildebene nach
Fig. 1 verlaufende Knickachsen, in denen die Halterung 22 des Fahrbahnräumers 8 im
Kollisionsfall mit einem Hindernis einknicken. Das Einknicken an den Knickachsen a,
b, c, und d erfolgt ähnlich wie bei einem Gelenkviereck, so dass der Fahrbahnräumer
8 im Kollisionsfall unter Verformung der Energieverzehrelemente 26 im wesentlichen
parallel zur Ebene des Tragrahmens 1 nach oben schwenkt.
1. Schienenfahrzeug, insbesondere eine Lokomotive, mit einem Tragrahmen (1) und mit einem
Fahrbahnräumer (8) bestehend aus einem ein- oder mehrteiligen Räumschild (6,7) und
Halterungen (22), mit denen der Räumschild (6,7) am Tragrahmen (1) befestigt ist und
die sich bei einer einen Grenzwert überschreitenden, auf den Räumschild (6,7) auftreffenden
Stoßbelastung verformen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (22) nach der Maßgabe ausgestaltet sind, dass der Fahrbahnräumer
(8) bei einer durch eine den Grenzwert überschreitenden Stoßbelastung hervorgerufenen
Verformung der Halterungen (22) im wesentlichen parallel zur Ebene des Tragrahmens
(1) gehalten bleibt, dass der Fahrbahnräumer (8) im mittigen Bereich auf einem oder
mehreren Räumschildträgern (24) befestigt ist, die im vorderen Bereich von einer oder
mehreren vorderen Tragplatten (23) gehalten sind, die mit ihren oberen Enden an einer
Frontplatte des Tragrahmens (1) befestigt sind und deren hintere Enden von einer oder
mehreren hinteren Tragplatten (25) gehalten sind, die mit ihren oberen Enden im wesentlichen
im Parallelabstand zu der oder den vorderen Tragplatten (23) am Tragrahmen (1) befestigt
sind, dass zwischen der oder den vorderen und der oder den hinteren Tragplatten (23,25)
mindestens ein Energieverzehrelement (26) angeordnet ist, dass das mindestens eine
Energieverzehrelement (26) aus zwei kastenartigen Trägern mit Rechteckquerschnitt
besteht, wobei der Querschnitt so orientiert ist, daß die beiden großen Flächen des
Trägers senkrecht zur Ebene des Tragrahmens (1) stehen und die Enden jeweils an der
vorderen und der hinteren Tragplatte (23,25) befestigt sind, und dass die zwischen
der vorderen und der hinteren Tragplatte (23,25) angeordneten kastenartigen Träger
zum Ränmschild hin auf einander zulaufen, wobei die oberen schmalen Flächen (26a und
26b) der Träges an der hinteren Tragplatte (25) im unmittelbaren Bereich des Tragrahmens
(1) und an der vorderen Tragplatte (23) im Abstand zum Tragrahmen (1) befestigt sind
und die unteren schmalen Flächen (24a und 24b) der Träges wesentlichen parallel zum
Tragrahmen (1) angeordnet und an den unteren Enden der vorderen und der hinteren Tragplatte
(23,25) befestigt sind, wobei an den Stellen, an denen die vordere Tragplatte (23)
mit dem Tragrahmen (1) und den schmalen Flächen (26a und 26b) verbunden ist erste,
senkrecht zur Fahrzeuglängsrichtung verlaufentde Knickachsen (a, b) vorgesehen sind
und an den Stellen, an denen die hintere Tragplatte (25) mit dem Tragrahmen (1) und
den schmalen unteren Flächen (24a und 24b) verbunden ist zweite, senkrecht zur Fahrzeuglängsrichtung
verlaufentde Knickachsen (c, d) vorgesehen sind und somit der oberhalb einer Linie
zwischen der unteren ersten und unteren zweiten Knickachse (b und c) gelegene Bereich
der kastenartigen Träger die plastisch verformbaren Energieverzehrelemente (26) und
der unterhalb dieser Linie gelegene Bereich der kastenartigen Träger die unverformbaren
Räumschildträger (24) darstellt.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass an der oder den hinteren Tragplatten (25) eine Quertraverse (20) angeordnet ist,
an deren Enden die beiden nach hinten gerichteten Enden der Räumschilde (6,7) befestigt
sind.
1. Rail vehicle, especially a locomotive, having a supporting frame (1) and having a
track cleaner (8) consisting of a one-piece or multi-piece bulldozer blade (6, 7)
and mountings (22) by which the bulldozer blade (6, 7) is fastened to the supporting
frame (1) and which deform in the event of an impact load in excess of a limit value
which strikes the bulldozer blade (6, 7),
characterized in that the mountings (22) are designed such that the track cleaner (8), in the event of
a deformation of the mountings (22) caused by an impact load in excess of the limit
value, continues to be held substantially parallel to the plane of the supporting
frame (1), in that the track cleaner (8) in the central region is fastened on one or more bulldozer
blade carriers (24) held in the front region by one or more front supporting plates
(23), which are fastened by their upper ends to a front plate of the supporting frame
(1) and the rear ends of which are held by one or more rear supporting plates (25)
which are fastened by their upper ends to the supporting frame (1) substantially at
a parallel distance from the front supporting plate(s) (23), in that between the front and the rear supporting plate(s) (23, 25) there is disposed at
least one power-consuming element (26), in that the at least one power-consuming element (26) consists of two box-like carriers of
rectangular cross section, the cross section being orientated such that the two large
faces of the carrier stand perpendicular to the plane of the supporting frame (1)
and the ends being fastened respectively to the front and the rear supporting plate
(23, 25), and in that the box-like carriers disposed between the front and the rear supporting plate (23,
25) converge in the direction of the bulldozer blade, the upper narrow faces (26a
and 26b) of the carriers being fastened to the rear supporting plate (25) in the immediate
region of the supporting frame (1) and to the front supporting plate (23) at a distance
from the supporting frame (1), and the lower narrow faces (24a and 24b) of the carriers
being disposed substantially parallel to the supporting frame (1) and being fastened
to the lower ends of the front and the rear supporting plate (23, 25), first bending
axes (a, b) running perpendicular to the vehicle longitudinal direction being provided
at those points at which the front supporting plate (23) is connected to the supporting
frame (1) and to the narrow faces (26a and 26b), and second bending axes (c, d) running
perpendicular to the vehicle longitudinal direction being provided at those points
at which the rear supporting plate (25) is connected to the supporting frame (1) and
to the narrow lower faces (24a and 24b), so that the region of the box-like carrier
which is situated above a line between the lower first and lower second bending axes
(b and c) constitutes the plastically deformable power-consuming elements (26) and
the region of the box-like carrier which is situated below this line constitutes the
non-deformable bulldozer blade carriers (24).
2. Rail vehicle according to Claim 1,
characterized in that on the rear supporting plate(s) (25) there is disposed a cross member (20), to whose
ends the two rearward-directed ends of the bulldozer blades (6, 7) are fastened.
1. Véhicule sur rails, en particulier une locomotive, pourvu d'un châssis (1) porteur
et d'un équipement (8) de déblaiement de voie constitué d'un bouclier (6, 7) de déblaiement
en une ou plusieurs parties et de moyens (22) de fixation par lesquels le bouclier
(6, 7) de déblaiement est fixé au châssis (1) porteur et qui se déforment lorsque
qu'une charge de choc agissant sur le bouclier (6, 7) de déblaiement dépasse une valeur
limite,
caractérisé en ce que les moyens (22) de fixation sont conçus de telle sorte que, lors d'une déformation
des moyens (22) de fixation produite par une charge de choc dépassant la valeur limite,
l'équipement (8) de déblaiement de voie reste maintenu sensiblement parallèlement
au plan du châssis (1) porteur, en ce que l'équipement (8) de déblaiement de voie est fixé dans la région centrale sur un ou
plusieurs éléments (24) porteurs de bouclier de déblaiement, qui sont maintenus dans
la région avant par une ou plusieurs plaques (23) porteuses avant - qui sont fixées
par leurs extrémités supérieures à une plaque frontale du châssis (1) porteur -, et
dont les extrémités arrière sont maintenues par une ou plusieurs plaques (25) porteuses
arrière - qui sont fixées par leurs extrémités supérieures au châssis (1) porteur
à distance et sensiblement en parallèle de la ou des plaques (23) porteuses avant,
en ce qu'au moins un élément (26) de dissipation d'énergie est disposé entre la ou les plaques
(23) porteuses avant et la ou les plaques (25) porteuses arrière, en ce que le au moins un élément (26) de dissipation d'énergie est constitué de deux éléments
porteurs du genre caisson de section rectangulaire, la section étant orientée de telle
sorte que les deux grands côtés de l'élément porteur sont perpendiculaires au plan
du châssis (1) porteur et que les extrémités sont respectivement fixées à la plaque
(23) porteuse avant et à la plaque (25) porteuse arrière, et en ce que les éléments porteurs du genre caisson disposés entre la plaque (23) porteuse avant
et la plaque (25) porteuse arrière se terminent en s'étendant l'un vers l'autre en
direction du bouclier de déblaiement, sachant que les petits côtés (26a et 26b) supérieurs
des éléments porteurs sont fixés sur la plaque (25) porteuse arrière au voisinage
immédiat du châssis (1) porteur et sur la plaque (23) porteuse avant à distance du
châssis (1) porteur, et que les petits côtés (24a et 24b) inférieurs des éléments
porteurs sont disposés sensiblement parallèlement au châssis (1) porteur et sont fixés
aux extrémités inférieures de la plaque (23) porteuse avant et de la plaque (25) porteuse
arrière, sachant que des premiers axes (a, b) d'inflexion s'étendant perpendiculairement
à la direction longitudinale du véhicule sont prévus aux endroits où la plaque (23)
porteuse avant est assemblée au châssis (1) porteur et aux petits côtés (26a et 26b)
et que des deuxièmes axes (c, d) d'inflexion s'étendant perpendiculairement à la direction
longitudinale du véhicule sont prévus aux endroits où la plaque (23) porteuse avant
est assemblée au châssis (1) porteur et aux petits côtés (24a et 24b) inférieurs,
de sorte que la région des éléments porteurs du genre caisson qui se trouve au-dessus
d'une ligne s'étendant entre le premier axe (b) d'inflexion inférieur et le deuxième
axe (c) d'inflexion inférieur constitue les éléments (26) de dissipation d'énergie
plastiquement déformables et que la région des éléments porteurs du genre caisson
qui se trouve en dessous de cette ligne constitue les éléments (24) porteurs indéformables
de bouclier de déblaiement.
2. Véhicule sur rails suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'une traverse (20) est disposée sur la ou les plaques (25) porteuses arrière, traverse
aux extrémités de laquelle sont fixées les deux extrémités des boucliers (6, 7) de
déblaiement qui sont dirigées vers l'arrière.
