[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Antrieb für dynamische Mischer für
ein Kartuschen-Austraggerät gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Ein Austraggerät für ein fest vorgegebenes Austrag-Verhältnis ist in Patent EP-B-492
413 dargelegt, wobei die Antriebswelle des Mischers manuell in axialer Richtung verschiebbar
ist, um den Mischer ein- oder auszukuppeln. Im Patent US-A-4 981 241 ist beschrieben,
wie in ein und demselben Gerät Kartuschen mit verschiedenen Austrags-Verhältnissen
und dementsprechend variablem Kartuschen-Durchmesser ausgetragen werden können, wobei
dieses Gerät nur für die Anwendung von Statikmischern ausgelegt ist.
[0003] Es ist von diesem Stand der Technik ausgehend eine erste Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Doppelkartuschen-Austraggerät für dynamische Mischer zu schaffen, bei
dem der Antrieb für den dynamischen Mischer bei der Verwendung von Doppelkartuschen
mit unterschiedlichen Austrags-Verhältnissen, bzw. Behälterquerschnitten für jede
Behälterkombination gewährleistet bleibt. Diese Aufgabe wird mit dem Gerät nach Anspruch
1 gelöst.
[0004] Eine weitere Aufgabe besteht darin, in demselben Gerät Doppelkartuschen mit gleichen
oder unterschiedlichen Behälter-Querschnitten in einem weiten Bereich von beispielsweise
1:1 bis 10:1 verwenden zu können. Diese Aufgabe wird mit dem Gerät nach Anspruch 11
gelöst.
[0005] Eine weitere Aufgabe besteht darin, an demselben Austrag-oder Dosiergerät mit Behältern
mit gleichem oder unterschiedlichem Querschnitt einen Mischer unabhängig von seiner
Orientierung an den Behältern anzuschliessen. Diese Aufgabe wird mit dem Gerät nach
dem unabhängigen Anspruch 23 gelöst.
[0006] Weitere Merkmale und Vorteile sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0007] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt in einem Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Figur 2
- zeigt das Ausführungsbeispiel von Figur 1 in einer Sicht von oben,
- Figur 3
- zeigt ein Ausführungsbeispiel ähnlich Figur 2, aber mit einer Doppelkartusche mit
gleichem Querschnittsverhältnis,
- Figur 4
- zeigt einen Schnitt gemäss IV-IV in Figur 2,
- Figur 5
- zeigt einen Schnitt gemäss V-V in Figur 3,
- Figur 6
- zeigt in einer Draufsicht eine Variante der Kartusche von Figur 4,
- Figur 7
- zeigt in einer Draufsicht eine Variante der Kartusche von Figur 5,
- Figur 8
- zeigt in einer Draufsicht eine weitere Variante der Kartusche von Figur 4,
- Figur 9
- zeigt einen Schnitt gemäss Linie IX-IX in Figur 8,
- Figur 10
- zeigt in einer Draufsicht eine weitere Variante der Kartusche von Figur 4,
- Figur 11
- zeigt einen Schnitt gemäss Linie XI-XI in Figur 10,
- Figur 12
- zeigt in einem Schnitt die Verbindung zwischen einem Mischer und einer 5:1-Kartusche,
und
- Figur 13
- zeigt in einem Schnitt die Verbindung zwischen einem Mischer und einer 1:1-Kartusche.
[0008] Figur 1 zeigt die für den Mischerantrieb wichtigen Elemente, während die übrigen
Teile, insbesondere der Antrieb für die Stössel und die Anordnung im Gehäuse, beispielsweise
gemäss der europäischen Patentanmeldung Nr. 98810446.9 ausgebildet sein können.
[0009] Figur 1 zeigt das Gerät 1 mit dem Geräteunterteil 2, der Doppelkartusche 3, dem dynamischen
Mischer 4 und der Antriebswelle 5 mit Mitnehmer 6 für den dynamischen Mischer. Um
einen minimalen Fliessweg der Komponenten zu gewährleisten, befindet sich der Mischer
auf der Verbindungsgeraden der Auslässe der Kartuschenbehälter und zwischen der Verlängerung
der Auslässe, bzw. zwischen der gedachten Verlängerung der Kartuschenbehälter. Obwohl
dies die günstigste Lage für den Mischer ist, sind auch kleinere Abweichungen davon
möglich. Daraus folgt, dass je nach dem Querschnitts-Verhältnis der Behälter der Kartuschen
sich die Lage des Mischers in Bezug auf den Geräteunterteil, bzw. der Stösselachsen
ändert.
[0010] Der Rotor des dynamischen Mischers 4 wird von einem nicht gezeichneten elektrischen
Antrieb angetrieben, der über eine Antriebswelle 7, Getrieberäder 8 und einem Zahnriemen
9 auf die Mischerantriebswelle 5 wirkt. Die Mischerantriebswelle ist über einen mehrfach
gelagerten Bügel 10 und einen auf der gleichen Achse 11 gelagerten Schwenkhebel 12
schwenkbar angeordnet. Ausserdem ist der Mischer durch einen Bayonett-Ring 75 am Auslass
der Kartusche befestigt, wobei dies auch ein schraubbarer Ring sein kann.
[0011] Die Mischerantriebswelle ist antriebsseitig auf einer Druckfeder 13 abgestützt und
wird dadurch im Eingriff mit dem Rotor des dynamischen Mischers gehalten. Die Mischerwelle
kann beispielsweise manuell gemäss EP-B-492 413 oder wie im vorliegenden Beispiel
durch eine mit dem Schlitten mitlaufende Schlittenbrücke 14 am Ende des Rückhubes
automatisch aus dem Mischer gezogen werden.
[0012] Wie später noch beschrieben, wird beim Einlegen von Doppelkartuschen mit unterschiedlichen
Verhältnissen der Querschnitte die Mischerantriebswelle nach vorgängigem Auswechseln
der Führungsleisten für die Kartuschen-Positionierung mittels der Krümmung der Kartuschenzylinder
jeweils automatisch in die richtige Position geschwenkt und in Rasterungen 15 fixiert,
womit das Gerät nach dem Aufsetzen des dynamischen Mischers wieder betriebsbereit
ist.
[0013] Die Figuren 2 und 3 zeigen das Gerät gemäss Figur 1 von oben, wobei in Figur 2 eine
Doppelkartusche 16 mit zwei zylindrischen Behältern 17 und 18 eingelegt ist, deren
beide Querschnittsflächen das Verhältnis 5:1 aufweisen. In Figur 3 ist im gleichen
Geräteunterteil 2 die Doppelkartusche 3 von Figur 1 eingelegt, die gleiche Behälter
19 und 20 mit dem Querschnittsverhältnis 1:1 aufweist. Aus dem Vergleich der Figuren
2 und 3 ist ersichtlich, dass einerseits die beiden Austrag-Stössel 21 und 22 für
alle Doppelkartuschen trotz unterschiedlichen Querschnittsverhältnissen den gleichen
Achsenabstand A aufweisen, während die Antriebswelle 5, bzw. der Mitnehmer, je nach
Querschnittsverhältnis eine andere Endlage einnimmt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
erfolgt die Verlagerung durch eine Schwenkung parallel zu den Behälterlängsachsen,
wobei die beiden Endlagen des Mitnehmers, entsprechend der Mittelachse Z des Mischers,
bzw. des Rotors, auf der Verbindungsgeraden der Behälterauslässe liegen, wie dies
insbesondere aus den Figuren 4 und 5 hervorgeht.
[0014] Es ist jedoch auch möglich, die Mischerwelle statt durch eine Verschwenkung durch
eine Parallelführung zu verschieben, besonders bei Verwendung von mehr als zwei unterschiedlichen
Doppelkartuschen, oder eine flexible Mischerantriebswelle vorzusehen, die ebenfalls
eine Verlagerung des Mitnehmers ermöglicht. Die Verlagerung der Antriebswelle erfolgt
jedoch stets derart, dass sich der Mitnehmer in der Endlage auf der Mittelachse Z
des Mischerrotors befindet, um einen korrekten Antrieb zu gewährleisten.
[0015] Aus der Verwendung desselben Gerätes 1 für Doppelkartuschen mit unterschiedlichen
Querschnitten, d.h. mit verschiedenen geometrischen Abmessungen, ergibt sich die Forderung,
die Doppelkartusche und den dynamischen Mischer in Bezug auf die Stössel und die Mischerantriebswelle
auszurichten. Die exakte Führung und Positionierung der Kartuschen und damit auch
des dynamischen Mischers geschieht - ausgehend von einem stets gleichen Gerät mit
gleichem Geräteunterteil - erfindungsgemäss durch die Verwendung einer Kartuschenaufnahme
mit auswechselbaren Führungsleisten, die den unterschiedlichen Durchmessern der Kartuschenbehälter
angepasst sind und in die Kartuschenaufnahme eingesetzt werden, bzw. durch Ausrichtmittel,
die an den Kartuschen angebracht sind.
[0016] In den vorliegenden Beispielen gemäss Figuren 4 und 5 werden zwei Doppelkartuschen
mit einem Querschnittsverhältnis von 5:1 und 1:1 angegeben, doch ist es selbstverständlich,
dass dies auf weitere Querschnittsverhältnisse, beispielsweise von 1:1 bis 10:1 übertragbar
ist. Beim Vergleich der Figuren 4 und 5 erkennt man, dass die Kartuschenaufnahme 23
auf der einen, hier rechten, Seite einen Krümmungsradius R24 aufweist, welcher der
Krümmung des Behälters 19, also der 1:1 Kartusche 3, entspricht und der Krümmungsradius
R25 der linken Seite der Kartuschenaufnahme dem Krümmungsradius des grösseren Behälters
18 der Doppelkartusche 16 entspricht.
[0017] Daraus geht hervor, dass in den oben angegebenen Querschnittsverhältnissen stets
ein Behälter der Doppelkartusche direkt auf der Kartuschenaufnahme aufliegt. Der jeweils
andere Behälter, hier 17 bzw. 20, ruht auf einer Führungsleiste 26, bzw. 27, die sich
auf der Kartuschenaufnahme abstützt.
[0018] Die Kartuschenaufnahme ist über zwei Arme 28 und 29 an den Wänden 30 und 31 des Geräteunterteils
2 abgestützt, wobei die Kartuschenaufnahme mit Längsnuten 32, 33 versehen ist, in
die ein entsprechender Schenkel 34 bzw. 35 der Führungsleiste eingreift. Diese Schenkel
sind derart ausgelegt, bzw. kodiert, dass die Führungsleisten nicht verkehrt eingelegt
werden können. Der zweite Schenkel 36, bzw. 37 der Führungsleiste 26 bzw. 27 stützt
sich auf dem gekrümmten Teil der Kartuschenaufnahme ab. Selbstverständlich sind die
Krümmungsradien R38 bzw. R39 der Führungsleisten dieselben wie diejenigen der Behälter,
hier 17 und 20, die sie aufnehmen.
[0019] Das Gerät 1 weist ferner einen Gehäusedeckel 52 auf, der an der oberen Wand 53 innen
einen Ausrichtsteg 54 aufweist, der im Mittelbereich angeordnet ist und einen abgeschrägten
Teil 55 und einen horizontalen Teil 56 aufweist. Diese beiden Teile dienen zur Niederhaltung
und Ausrichtung entweder des Verbindungsflansches 49 der 5:1 Kartusche 16, 116 oder
216, siehe Figur 4 oder 9, oder des Verbindungsflansches 51 der 1:1-Kartusche, siehe
Figur 5 oder 11.
[0020] Statt Führungsleisten zu verwenden ist es auch möglich, an den Kartuschen entsprechende
Abstandhalter vorzusehen. In den Figuren 6 bis 11 sind solche Varianten dargestellt,
wobei die Abstandhalter an der Behälterwand und/oder an den Auslässen oder an den
Flanschen angeordnet sein können.
[0021] In Figur 6 entspricht die Doppelkartusche 116 der Doppelkartusche 16 von Figur 4
mit den beiden Behältern 117 und 18. Der grössere Behälter 18 ist derselbe wie in
Figur 4 während die Wand des Behälters 117 mit kleinerem Querschnitt zwei Abstandhalter
44 und 45 aufweist, die vorgesehen sind, auf der Kartuschenaufnahme 23 aufzuliegen
und der Führungsleiste 26 entsprechen. Es ist auch denkbar, am Behälter mit grösserem
Querschnitt Abstandhalter vorzusehen.
[0022] In Figur 7 weist die Doppelkartusche 103, die der Doppelkartusche 3 von Figur 5 entspricht,
zwei gleiche Behälter 19 und 120 auf, wobei die Wand des einen Behälters 120 zwei
Abstandhalter 46 und 47 aufweist, die der Führungsleiste 27 entsprechen, um auf der
Kartuschenaufnahme 23 zu liegen. Bei einer anders gestalteten Kartuschenaufnahme,
z.B. für mehr als zwei unterschiedliche Kartuschen, ist es auch denkbar, an beiden
Behältern Abstandhalter anzubringen.
[0023] In den Figuren 4 und 5, bzw. 6 und 7, sind ferner die Doppelkartusche 16, bzw. 116,
mit den Auslässen 40 und 41, beispielsweise mit verschiedenen Auslass-Durchmessern,
sowie Doppelkartusche 3, bzw. 103, mit den beiden Auslässen 42 und 43, die den gleichen
Durchmesser aufweisen, eingezeichnet sowie die Mischerantriebswelle 5. Aus dem Vergleich
der Figuren 4 und 5 geht hervor, dass die Achse der Antriebswelle 5 verschoben ist,
da sie sich stets zwischen den beiden Kartuschenbehältern, bzw. zwischen den beiden
Auslässen, befindet. Der Mischer und somit auch der Mitnehmer befinden sich auf einer
Achse Z, die in einem Bereich auf der Verbindungsgeraden beider Auslässe und zwischen
der gedachten Verlängerung beider Behälter liegt. In vorliegendem Beispiel liegen
die Auslässe auf der Verbindungsgeraden beider Behältermittelachsen.
[0024] In den Figure 8, 9 und 10, 11 ist dargestellt, dass die Abstützung der Kartusche
im Gerät auch dadurch erfolgen kann, dass diese an den Auslässen auf dem Geräteunterteil
abgestützt wird derart, dass unabhängig von dem Grössenverhältnis der Kartuschenbehälter
diese stets in der richtigen Lage eingelegt und gehalten werden.
[0025] In den Figuren 8 und 9 ist eine im Gerät eingelegte 5:1-Kartusche ähnlich wie in
den Figuren 2 und 4 dargestellt. Die Kartusche 216 weist zwei Behälter 17 und 18 auf.
Der Behälter 17 weist einen Auslass 57 und der Behälter 18 einen Auslass 58 auf, wobei
Auslass 57 Abstandhalter 59, 60 und Auslass 58 Abstandhalter 61, 62 aufweisen, die
eine ähnliche Funktion wie die Abstandhalter 44-47 ausüben. Die Abstandhalter 59-62
stützen sich auf eine Ausnehmung 63 in der zum Mischer gerichteten Wand 64 des Geräteunterteils
2 und sind den Dimensionen dieser Ausnehmung angepasst. Im stösselseitigen Bereich
der Kartusche ist ein Verbindungssteg 71 angeordnet, der derart gestaltet ist, dass
sich die Kartusche auf der Mischerantriebswelle 5 abstützen kann.
[0026] Analog zu den Figuren 8 und 9 ist in den Figuren 10 und 11 eine eingelegte 1:1-Kartusche
dargestellt. Die Kartusche 203 weist die beiden Behälter 19 und 20 mit den Auslässen
65 und 66 auf. Die Auslässe sind mit Abstandhalter 67, 68, bzw. 69, 70 versehen, die
sich auf der Ausnehmung 63 abstützen. Die Kartusche weist ferner den Verbindungssteg
72 auf.
[0027] Bei den Ausführungsbeispielen gemäss den Figuren 6-11 ist die Kartuschenaufnahme
zur Abstützung der Kartuschen nicht notwendig und dient in diesem Fall ausschliesslich
als Auffangwanne.
[0028] In den Schnitten der Figuren 12 und 13 ist ersichtlich, dass die Einlässe 73 und
74 des Mischers 4 die gleiche Dimension aufweisen, während bei den Kartuschen mit
einem von 1:1 abweichenden Verhältnis die Auslässe 40, 57 der Behälter 17, 117 mit
kleinerem Querschnitt einen kleineren Durchmesser aufweisen als die Auslässe 41, 58
der Behälter 18 mit grösserem Querschnitt. Bei den 1:1-Kartuschen sind beide Auslässe
gleich. Die unterschiedliche Dimensionierung der Auslässe ist eine Anpassung an das
unterschiedliche Mischungsverhältnis.
[0029] Die Durchmesser der Auslässe der Kartuschen sind derart dimensioniert, dass die Einlässe
des Mischers entweder stets in die Auslässe der Behälter der 1:1-Kartuschen steckbar
sind oder der eine Einlass in den Auslass des Behälters mit grösserem Querschnitt
steckbar und der andere Einlass über den Auslass des Behälters mit kleinerem Querschnitt
schiebbar ist. Bei allen Kartusche kann somit der Mischer in beiden um 180° gedrehten
Lagen, d.h. ohne vorherige Orientierung, auf irgendeine angepassten Kartusche oder
irgendein angepasstes Dosier- oder Austraggerät aufgeschoben werden. Ausserdem ist
diese Kombination Mischereinlässe - Gerätauslässe nicht auf dynamische Mischer beschränkt.
[0030] Muss die Mischerwelle beim Wechsel des Austrag-Verhältnisses seitlich verlagert werden,
erfolgt dies automatisch durch die Form der Behälter der neu eingelegten Kartusche,
wobei die Mischerwelle gleichzeitig in einer der Rasterungen 15 fixiert wird. Diese
Verlagerung wird durch die Keilwirkung jeweils einer Wand eines Behälters gewährleistet.
Eine Ausnehmung 48, bzw. 50 am ausgangsseitigen Verbindungsflansch 49, bzw. 51 der
Kartuschen dient dem Durchlass und gegebenenfalls der Feinausrichtung der Mischerantriebswelle.
Gleichzeitig und zwangsläufig wird dabei der Zahnriemenantrieb 9 der Mischerantriebswelle
5 ebenfalls geschwenkt.
[0031] In vorliegendem Beispiel erlaubt der geringe Abstand zwischen den Kartuschenbehältern
zwar den Durchtritt der Mischerantriebswelle, für deren Antrieb ist jedoch kein Platz
vorhanden. Aus diesem Grunde befindet sich deren Antrieb im hinteren Geräteteil, ausserhalb
des Kartuschen-und Schlittenbereichs.
[0032] Natürlich können die Geräte in der gleichen Weise wie hier für die Querschnittsverhältnisse
1:1 und 5:1 beschrieben, auch für beliebige andere Verhältnisse ausgelegt werden.
Würde beispielsweise ein Verhältnis von 2:1 benötigt, würde dies entweder eine andere
Kartuschenaufnahme oder zwei Führungsleisten, bzw. entsprechende Abstandhalter erfordern,
während die übrigen Teile des Gerätes mit dem gezeigten 1:1/5:1-Gerät identisch wären.
[0033] In den vorliegenden Beispielen wurden Doppelkartuschen beschrieben, die nach Verwendung
entsorgt werden müssen. Das gleiche Gerät mit den gleichen Teilen kann auch für Stützkartuschen
mit Schlauchbeuteln verwendet werden, wobei gegebenenfalls die Stützkartuschen mit
den selben Abstandhaltern versehen sein können wie die Doppelkartuschen.
1. Kartuschenaustraggerät mit einer Doppelkartusche (3, 103, 203; 16, 116, 216) mit zwei
Behältern mit gleichem (19, 20, 120) oder unterschiedlichem (17, 117, 18) Querschnitt,
einem Antrieb (7) für einen dynamischen Mischer (4) und einem Geräteunterteil (2),
in dem die Antriebswelle (5) des Mischers längsverschieblich angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die Mischerantriebswelle (5) derart bewegbar geführt ist, dass
unabhängig von den Querschnitts-Verhältnissen der Behälter der Doppelkartusche, der
Mitnehmer (6) der Mischerantriebswelle (5) sich auf der Mittelachse (Z) des Rotors
des Mischers (4) befindet.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerantriebswelle (5) schwenkbar
gelagert ist.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerantriebswelle (5) parallel
verschiebbar ist.
4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerantriebswelle (5) über
einen Bügel (10) und einem auf der gleichen Achse (11) gelagerten Schwenkhebel (12)
schwenkbar ist, wobei der Zahnriemenantrieb (9) der Mischerantriebswelle (5) ebenfalls
schwenkbar ist.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerantriebswelle
(5) derart gelagert ist, dass deren Positionierung durch das Einsetzen der Doppelkartusche
(3, 103; 16, 116) erfolgt, wobei entweder der eine oder der andere Behälter der Doppelkartusche
auf die Mischerantriebswelle (5), bzw. den Mitnehmer (6) wirkt.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelkartusche
ausgangsseitig mit einem Verbindungsflansch (49, 51) versehen ist, der zwecks Feinpositionierung
der Mischerantriebswelle eine zwischen den Behältern angeordnete Ausnehmung (48, 50)
aufweist.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischer (4)
auf einer Achse (Z) angeordnet ist, die sich zwischen der gedachten Verlängerung der
Kartuschenbehälter (17, 18; 19, 20) und auf oder bei der Verbindungsgeraden zwischen
den Kartuschenauslässen (40, 41; 42, 43) befindet.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerantriebswelle
(5) durch eine Druckfeder (13) beaufschlagt ist, die den Mitnehmer (6) in den Mischer
drückt.
9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerantriebswelle (5) beim
Rückhub der Austrag-Stössel (21, 22) durch eine Brücke (14) am Schlitten des Stösselantriebs
mitnehmbar ist, um den Mitnehmer am Ende des Rückhubes aus dem Mischer zu ziehen.
10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerantriebswelle
(5) biegsam ist.
11. Kartuschenaustraggerät mit Doppelkartusche (3, 103, 203; 16, 116, 216) mit zwei Behältern
mit gleichem (19, 20, 120) oder unterschiedlichem (17, 117, 18) Querschnitt und einem
Geräteunterteil (2), in dem die Doppelkartusche angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass zur lagerichtigen Aufnahme von Doppelkartuschen mit Behältern mit unterschiedlichen
Querschnittsverhältnissen von vorzugsweise 1:1 bis 10:1 Ausrichtmittel (23; 26, 27)
im Geräteunterteil (2) und/oder Ausrichtmittel (44, 45, 46, 47; 59, 60, 61, 62; 71,
72) an den Doppelkartuschen vorgesehen sind.
12. Gerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtmittel für die Aufnahme
von mindestens zwei unterschiedlichen Doppelkartuschen eine den Durchmessern der Behälter
angepasste Kartuschenaufnahme (23) enthalten, die am Geräteunterteil (2) befestigt
ist.
13. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartuschenaufnahme (23) zwei
unterschiedliche Aufnahmekonturen mit Krümmungsradien (R24, R25) aufweist, wovon der
eine (R24) dem Krümmungsradius des kleineren Behälters der Kartusche mit dem kleinsten
Querschnittsverhältnis, bzw. des 1:1 Behälters (19) und der andere (R25) dem Krümmungsradius
des grösseren Behälters (18) der Kartusche mit dem grössten Querschnittsverhältnis
entspricht.
14. Gerät nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemittel ferner
mindestens eine an der Kartuschenaufnahme angeordnete Führungsleiste (26, bzw. 27)
enthalten.
15. Gerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass jede Führungsleiste (26, 27)
jeweils je eine Krümmung mit einem Krümmungsradius aufweist, wovon der eine (R38)
dem Krümmungsradius des kleineren Behälters (17) der Kartusche (16) mit dem grössten
Querschnittsverhältnis und der andere (R39) dem Krümmungsradius des grösseren Behälters
der Kartusche mit dem kleinsten Querschnittsverhältnis bzw. des 1:1 Behälters (20)
entspricht.
16. Gerät nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartuschenaufnahme
(23) über zwei Arme (28, 29) am Geräteunterteil (2) abgestützt ist, wobei die Kartuschenaufnahme
Mittel (23) aufweist, um kodierte Positionierungsmittel (34-37) an den Führungsleisten
(26, 27) aufzunehmen.
17. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Antriebsräder
der Mischerantriebswelle im hinteren Geräteteil, ausserhalb des Kartuschen- und Schlittenbereichs,
befinden.
18. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Deckel
(52) aufweist, in dessen Innern ein Ausrichtsteg (54) angeordnet ist, um die Kartusche
niederzuhalten und auszurichten.
19. Doppelkartusche (3, 103, 203; 16, 116, 216) mit zwei Behältern mit gleichem (19, 20,
120) oder unterschiedlichem (17, 117, 18) Querschnitt, für ein Kartuschenaustraggerät
mit einem Antrieb (7) für einen dynamischen Mischer (4) und einem Geräteunterteil
(2), in dem die Antriebswelle (5) des Mischers angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand zwischen den Behältermittelpunkten für alle Doppelkartuschen derselbe
und gleich gross ist wie der Abstand zwischen den Austrag-Stösseln (21, 22).
20. Doppelkartusche nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der
beiden Behälter (117; 120) mit Abstandhalter (44, 45; 46, 47) versehen ist.
21. Doppelkartusche nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslässe ( 57,
58; 65, 66) der Behälter (17, 18; 19, 20) mit Abstandhalter (59, 60, 61, 62; 67, 68,
69, 70) versehen sind und beim stösselseitigen Ende der Kartusche ein Verbindungssteg
(71, 72) angeordnet ist.
22. Doppelkartusche nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass sie
ausgangsseitig mit einem Verbindungsflansch (49, 51) versehen ist, der eine zwischen
den Behältern angeordnete Ausnehmung (48, 50) aufweist.
23. Austrag- oder Dosiergerät mit zwei Behältern mit gleichem (19, 20, 120) oder unterschiedlichem
(17, 117, 18) Querschnitt und einem Mischer, insbesondere dynamischen Mischer (4),
dadurch gekennzeichnet, dass die Einlässe (73, 74) des Mischers die gleiche Dimension
und den gleichen Abstand von der Mischer-Mittelachse aufweisen, die Durchmesser der
Auslässe (42, 43;65, 66) der Behälter mit gleichem Durchmesser gleich sind und die
Durchmesser der Auslässe der Behälter mit unterschiedlichem Querschnitt unterschiedlich
sind derart, dass die Einlässe des Mischers bei Kartuschen mit Behältern mit gleichem
Querschnitt in die Auslässe steckbar sind und bei Kartuschen mit Behältern mit unterschiedlichem
Querschnitt der eine Einlass des >Mischers in den Auslass des Behälters mit dem grösseren
Querschnitt einsteckbar ist und der andere Einlass des Mischers über den Auslass des
Behälters mit dem kleineren Querschnitt schiebbar ist.