Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Armband gemäß Patentanspruch 1.
Stand der Technik
[0002] Unter einem Blickfangobjekt wird ein Schmuckelement (Edelsteinarrangements, Kronen,
...), ein Uhrengehäuse, ein Anzeigeelement (Kleinstrechner, Kleinstpager, ...) verstanden.
[0003] Umlegeverschlüsse werden insbesondere bei Uhrarmbändern (was jedoch nicht zwingend
ist) verwendet. Man bezeichnet sie auch als Faltverschlüsse. Der Umlegeverschluß mit
den an ihm befestigten Armbandenden bildet ein sogenanntes geschlossenes Armband.
Beim Öffnen des Umlegeverschlusses wird nur der Umfang des Armbands derart vergrößert,
daß mit der Hand herausgeschlüpft werden kann. Es erfolgt keine Auftrennung des Armbandes.
[0004] Ein Z-Verschluß an einem Uhrenarmband ist aus der US-A 4 748 604 bekannt. Der bekannte
Verschluß hatte ein Uhrengehäuse als Blickfangobjekt. Das Uhrengehäuse war zweiteilig
mit einem ein Uhrwerk tragenden Oberteil und einem Uhrenboden ausgebildet. Der Oberteil
und der Uhrenboden waren gelenkig mit einer Lasche verbunden. Der Uhrenboden war derart
ausgebildet, daß Oberteil und Lasche in ihn einlegbar waren. Das eine Armbandende
war am Oberteil und das andere Armbandende am Unterteil gelenkig angeordnet.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Armband mit einem Blickfangobjekt und einem Umlegeverschluß
zu schaffen, welches einfach auf- und zumachbar sowie gut zu tragen ist und welches
insbesondere im geschlossenen Zustand ein ästhetisch schönes Erscheinungsbild hat.
Lösung der Aufgabe
[0006] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß nicht wie bei der US-A 4 748 604 das Blickfangobjekt
zweigeteilt ist und beide Teile gelenkig mit einer Lasche verbunden sind, sondern,
daß das Blickfangobjekt als Ganzes Teil eines symmetrisch aufgebauten Umlegeverschlusses
ist. Hierdurch werden die zu Verletzungen führenden Ecken und Kanten des Bodenteils
der US-A 4 748 604 vermieden. Auch kann mit der erfindungsgemäßen Lösung in einer
bevorzugten Ausführung ein Erscheinungsbild eines geschlossenen Armreifs erreicht
werden. Bevorzugt wird man das Armband als Uhrenarmband ausbilden. Es sind jedoch
auch Ausführungsvarianten möglich, bei denen anstelle des Uhrengehäuses andere Blickfangobjekte,
wie oben angedeutet, angeordnet werden.
[0007] Zum Unterstreichen einer ästhetisch schönen Formgebung sind insbesondere die beiden
Kniehebel des Umlegeverschlusses in Ausnehmungen in den Endbereichen des Armbandes
bündig versenkbar. Vorzugsweise wird man zudem die beiden Kniehebel und die dazugehörende
Ausnehmung derart ausbilden, daß die Kniehebel einrastend in den Ausnehmungen liegen
und nur durch Anwendung einer leichten Aufmachkraft ausgeklappt werden können. Auch
wird man Kniehebel und Ausnehmung derart ausbilden, daß ein Durchdrücken durch die
Ausnehmung nicht möglich ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0008] Im folgenden werden Beispiele des erfindungsgemäßen Armbands anhand der Zeichnungen
näher beschrieben. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgenden
Beschreibungstext. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht des Armbands bei zusammengelegtem Umlegeverschluß,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des in Figur 1 dargestellten Armbands bei aufgeklapptem Umlegeverschluß,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das in Figur 1 dargestellte Armband in der dortigen Blickrichtung III,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf das in Figur 2 dargestellte Armband in der dortigen Blickrichtung IV und
- Fig. 5
- einen Querschnitt in vergrößerter Darstellung durch das Armband entlang der Linie
V - V in Figur 3 zur Darstellung einer beispielsweisen Einrastung des Kniehebels in einer Ausnehmung
im Armreifendbereich.
[0009] Das in den
Figuren 1 bis
4 dargestellte, als geschlossener Armreif ausgebildete Armband hat einen Umlegeverschluß
1. Der Umlegeverschluß
1 ist als symmetrische Einheit ausgebildet. Er hat als zentrischen Teil ein Uhrengehäuse
3 als Blickfangobjekt. Am Umlegeverschluß
1 ist jeweils ein Armbandende
5a bzw.
5b mit einem Schwenkgelenk
6a und
6b befestigt. Das Armband hat ferner zwei konkav gebogene, spiegelsymmetrisch ausgebildete,
starre Armreifteile
7a und
7b, welche mit einem Schwenkgelenk
9 miteinander verbunden sind. Die konkave Biegung der Armreifteile
7a und
7b ist der Oberflächenform des menschlichen Handgelenks angepaßt.
[0010] Der Umlegeverschluß
1 hat beidseits des Uhrengehäuses
3 je einen mit einem Schwenkgelenk
10a und
10b gehaltenen Kniehebel
11a und
11b, dessen jeweilige Schenkelteile
13a und
13b bzw.
13c und
13d mit einem Schwenkgelenk
15a bzw.
15b miteinander verschwenkbar verbunden sind. Die Kniehebel
11a und
11b sind spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet. Der Schwenkteil
13a bzw.
13c ist mit dem Schwenkgelenk
10a bzw,
10b verschwenkbar jeweils an einem Seitenflansch
14a bzw.
14b des Uhrengehäuses
3 verschwenkbar gehalten. Jeder Armreifendbereich
5a bzw.
5b hat ausgehend von seinem Ende eine zum Ende hin offene, durch den gesamten Endbereich
hindurchgehende, U-förmige Ausnehmung
17a bzw.
17b. Die Längsseiten
19a und
19b bzw. 19c und
19d der Ausnehmung
17a bzw.
17b verlaufen parallel zu den Stimkanten der Armreifteile
7a und
7b. Die beiden Armreifteile
7a und
7b sind als gleich breite, der Handgelenkkontur entsprechend gebogene Laschen ausgebildet,
was jedoch nicht zwingend ist. Auch eine andere Formgebung wäre möglich. Die Achsen
sämtlicher Schwenkgelenke
6a, 6b, 9, 10a, 10b, 15a und
15b verlaufen parallel zueinander.
[0011] Die Schenkelteile
13a bis
13d sind ebenfalls entsprechend der Breite
b der Ausnehmung
17a bzw.
17b bis auf eine Toleranz als gleich breite, konkav bzw. konvex gebogene Laschen ausgebildet.
Die Laschenstärke d ist bis auf eine zweite Toleranz halb so dick wie die Dicke des
jeweiligen, die betreffende Ausnehmung aufweisenden Armreifendbereichs
e. Aufgrund der gerade geschilderten Dickenauswahl und einer geeigneten konkaven bzw.
konvexen Formgebung der Schenkelteile
13a bis
13d liegen die vollständig zusammengelegten Kniehebel
5a und
5b, wie in den
Figuren 1 und
3 dargestellt, bündig in den jeweiligen Ausnehmungen
17a und
17b.
[0012] Die Funktion einer Einrasteinheit, welche jeden zusammengelegten Kniehebel (hier
Kniehebel
11a) gegen eine Kraft in jeder Ausnehmung (hier Ausnehmung
17a) hält, wird anhand der
Figur 5 erläutert.
Figur 5 zeigt einen Schnitt entlang einer Linie V - V in
Figur 3. Dieser Schnitt ist im Ausnehmungsbogen
23a geringfügig in Richtung zur Ausnehmungsöffnung
25a hin versetzt geführt. Die jeweilige Einrasteinheit ist in der Nähe das Ausnehmungsbogens
23a bzw.
23b, also möglichst weit weg vom Schwenkgelenk
6a bzw.
6b zwischen dem Armreifteil
7a bzw.
7a und dem betreffenden Schenkelteil
13b bzw.
13d angeordnet. Durch diese vom Schwenkgelenk
6a bzw.
6b distanzierte Anordnung ergibt sich eine Hebelwirkung, wodurch schon eine kleine Einrastwirkung
eine vergrößerte Aufmachkraft erfordert, welche jedoch derart gewählt ist, daß ein
Aufklappen der in je eine Ausnehmung
17a bzw.
17b eingelegten Kniehebel
11a bzw.
11b dennoch mit einer Hand leicht machbar ist.
[0013] Der jeweils eine Schenkelteil
13b bzw.
13d weist, wie in
Figur 4 gut erkennbar ist, einen vom Schwenkgelenk
15a bzw.
15b ausgehenden Spalt
29a bzw.
29b auf, der in einem Durchgangsloch
31a bzw.
31b endet. Das Schwenkgelenk
15a bzw.
15b ist nun derart ausgebildet, daß die beiden Laschenteile
33a und
33b links und rechts des Spaltes
29a bzw.
29b federnd gegen einander verbiegbar sind. Im Bereich des Schwenkgelenks
15a bzw.
15b ist die Gesamtbreite g des Schenkelteils
13b bzw.
13d um eine Rasttoleranz größer als diejenige des Schenkelteils
13a bzw.
13c. Die Rasttoleranz ergibt jedoch bei vollständig zusammengedrücktem Spalt
29a bzw.
29b eine Breite, welche niemals größer ist als die Breite
b der betreffenden Ausnehmung
17a bzw.
17b am betreffenden Ort. Die Längsseiten
19a bis
19d jeder Ausnehmung
17a und
17b sind in der Nähe des Ausnehmungsbogens
23a bzw.
23b mit einer sich nach außen leicht verjüngenden Schräge
35a bzw.
35b ausgebildet, welche zur Außenseite
21a bzw.
21b des jeweiligen Armreifteils
7a bzw.
7b eine Einlaufkante
37a bzw.
37b haben.
[0014] Soll das Armband nach einem Überstreifen über die Hand am Handgelenk angelegt werden,
werden die annähernd gestreckten Schenkelteile
13a bis
13d der Kniehebel
11a und
11b zusammengelegt, um den Gesamtumfang des Armbands zu verkleinern. Hierbei werden unter
einem Zusammenlegen die jeweils beiden Schenkelteile
13a und
13b sowie
13c und
13d zur jeweiligen Ausnehmung
17a bzw.
17b hinbewegt, bis der jeweilige Schenkelteil
13b bzw.
13d im Bereich des Schwenkgelenks
15a bzw.
15b an der Außenseite
21a bzw.
21b des jeweiligen Armreifs
7a bzw.
7b in der Nähe des Ausnehmungsbogens
23a bzw.
23b anschlägt. Bei einem weiteren Zusammendrücken werden nun die jeweils beiden Laschenteile
33a und
33b durch die Einlaufkanten
37b und
37b gegen ihre Federwirkung zusammengedrückt. An den nachfolgenden Schrägen
35a und
35b entspannen sich die beiden Laschenteile
13b und
13d. Die Kniehebel
11a und
11b sind nun einrastend in der betreffenden Ausnehmung
17a bzw.
17b gehalten.
[0015] Damit beim Eindrücken der Kniehebel
11a und
11b diese nicht durch die Ausnehmung
17a und
17b hindurch auf das Handgelenk drückbar sind, ist jeder Ausnehmungsbogen
23a und
23b mit einer Schräge
41a bzw.
41b versehen, welche sich zur Innenseite
43 des jeweiligen Armreifteils
7a bzw.
7b hin verjüngt.
[0016] Die beiden Ausnehmungen
17a und
17b sind oben als vollständiger durchgehender Freiraum beschrieben worden. Es kann aber
auch bei gleicher Wirkung eine Ausnehmung verwendet werden, welche nicht vollständig
durch den betreffenden Armreifteil geht; d.h. es würde noch ein Ausnehmungsboden mit
einer Wandstärke zur Innenseite
43 bestehen bleiben. Die oben beschriebene Ausnehmungsausgestaltung gestattet jedoch
eine einfachere Herstellung bei einer dennoch schönen Erscheinung.
[0017] Auch muß der Ausnehmungsbogen
23a bzw.
23b, wie oben dargestellt, nicht unbedingt senkrechte Fläche zu den Längsseiten
19a bis
19d der Ausnehmungen
17a und
17b haben. Es kann auch eine gekrümmte Fläche verwendet werden. Der oben beschriebene
Ausnehmungsbogen
23a bzw.
23b ist jedoch mechanisch einfach herstellbar.
[0018] Das Blickfangobjekt muß nicht unbedingt der zentrische Teil des symmetrisch ausgebildeten
Umlegeverschlusses
1 sein. Es kann auch ein zentrischer Teil ohne Blickfangobjekt verwendet werden und
dann ein Blickfangobjekt an einem oder je ein Blickfangobjekt an den Schenkelteilen
13a und/oder
13b angeordnet werden.
[0019] Wie oben beschrieben, hat das Armband die beiden starren Armreifteile
7a und
7b. Diese Armreifteile
7a und
7b können aus einem Edelmetall oder sonstigen Metallen sowie auch aus Kunststoff bestehen.
Anstelle der starren Armreifteile
7a und
7b können jedoch auch biegeelastische Armbandteile verwendet werden.
[0020] Die oben beschriebene Rasteinheit ist lediglich als Beispiel zu verstehen. Es könnte
beispielsweise auch die Achse der Schwenkgelenke
15a und
15b überstehend und beiseitig federnd ausgebildet werden. In den Längsseiten
19a bis
19d wäre dann am entsprechenden Ort eine sich nach oben erweiternde Sackbohrung anzubringen.
1. In sich geschlossenes, durch einen Umlegeverschluß (1) im Umfang vergrößerbares Armband mit einem Blickfangobjekt (3), dadurch gekennzeichnet, daß das Blickfangobjekt (3) am Umlegeverschluß (1) angeordnet und der Umlegeverschluß (1) als symmetrische Einheit ausgebildet ist, an deren jeweiligem Ende ein Armbandende
(5a, 5b) befestigt ist.
2. Armband nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch wenigstens zwei, bevorzugt starr ausgebildete Armreifteile (7a, 7b), welche insbesondere mit einem Schwenkgelenk (9) miteinander verbunden sind.
3. Armband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlegeverschluß (1) zwei Kniehebel (11a, 11b) hat, deren Schenkelteile (13a-d) gelenkig miteinander verbunden sind, und bevorzugt jeder an den Umlegeverschluß
(1) anschließende Armband- bzw. Armreifendbereich (5a, 5b) eine Ausnehmung (17a, 17b) hat, in die jeweils ein Kniehebel (11a, 11b) im zusammengelegten Zustand einlegbar ist.
4. Armband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden gelenkig miteinander verbundenen Schenkelteile (13a/b, 13c/d) als bis auf eine erste Toleranz gleich breite Laschenelemente ausgebildet sind,
deren bevorzugte Laschendicke (d) bis auf eine zweite Toleranz halb so dick ist, wie die Dicke (e) des jeweiligen Armband- bzw. Armreifendbereichs (5a, 5b) und insbesondere jeweils ein Schenkelteil konkav (13a, 13c) und der andere konvex (13b, 13d) mit einer der Krümmung des jeweiligen Armband- bzw. Armreifendbereichs (5a, 5b) ausgebildet sind, damit die zusammengelegten Hebel (11a, 11b) bündig in die jeweilige Ausnehmung (17a, 17b) einlegbar sind.
5. Armband nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch eine Rasteinheit, welche die zusammengelegten Hebel (11a, 11b) in der betreffenden Ausnehmung (17a, 17b) bis zu einer Aufmachkraft halten.
6. Armband nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteinheit zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein erster Rastelementteil
bevorzugt eine in der Ausnehmung (17a, 17b) angeordnete, bevorzugt in der Nähe des Ausnehmungsbogens (23a, 23b) gegen die Armband- bzw. Armreifaußenseite (39a, 39b) verjüngend verlaufende Schräge (41a, 41b) und der andere Rastelementteil eine Verbreiterung am Kniehebel (15a, 15b) ist, wobei vorzugsweise einer der Kniehebel (11a, 11b), insbesondere der im zusammengelegten Zustand zuoberst zu liegen kommende Kniehebel
(13a, 13c) einen zum Kniegelenk (15a, 15b) hin laufenden, zusammendrückbaren Spalt (29a, 29b) zur Erzeugung einer Federwirkung hat.
7. Armband nach einem der Ansprüche 3 bis 6, gekennzeichnet durch einen Anschlag (41a, 41b) in jeder Ausnehmung (17a, 17b) zur Verhinderung eines Hindurchdrückens des Kniehebels (11a, 11b) durch die Ausnehmung (17a, 17b).
8. Armband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Blickfangobjekt (3) ein zentrischer Teil des Umlegeverschlusses ist.
9. Armband nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Blickfangobjekt (3) ein Uhrengehäuse ist.