[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bausatz zum Herstellen eines Bilderhalters
mit einem ersten flächigen Gebilde, das einen Displayabschnitt zum Anbringen eines
Bildes oder einer ähnlichen Darstellung aufweist.
[0002] Derartige Bausätze zum Herstellen von Bilderhaltern sind allgemein bekannt. Das flächige
Gebilde ist zumeist aus Karton oder Pappe hergestellt und wird in einen Rahmen eingelegt.
Dabei ist das Bild oder eine Darstellung im Displayabschnitt angeordnet. Zusätzlich
kann das Bild durch eine Glasscheibe abgedeckt sein. In im Bilderrahmen angelegten
Zustand kann das flächige Gebilde durch Befestigungsmittel gegenüber dem Rahmen fixiert
werden.
[0003] Derartige Bausätze sind recht aufwendig in der Herstellung. Aufgabe der Erfindung
ist es daher, einen Bausatz zum Herstellen eines Bilderhalters bereitzustellen, der
wesentlich einfacher und kostengünstiger herstellbar ist.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Bausatz zum Herstellen eines
Bilderhalters der eingangs genannten Art, bei dem ein zweites, flexibles flächiges
Gebilde vorgesehen ist, das zum Erzeugen eines Grundkörpers mit dem ersten flächigen
Gebilde verbindbar ist, wobei zwei voneinander beabstandete Verbindungsabschnitte
am ersten flächigen Gebilde einen Abstand aufweisen, der kleiner ist als eine Länge
des zweiten flächigen Gebildes, so daß bei mit dem ersten flächigen Gebilde verbundenen
zweiten flächigen Gebilde ein im Querschnitt im wesentlichen D-förmiger Querschnittsabschnitt
des Grundkörpers erzeugbar ist.
[0005] Diese Lösung ist einfach und hat den Vorteil, daß durch einfache flächige Gebilde
ein Grundkörper eines Bilderhalters erzeugbar ist, der dennoch eine ausreichende Steifigkeit
zum Anbringen eines Bildes oder einer Darstellung aufweist.
[0006] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann das erste und zweite flächige
Gebilde entlang einer einen der Verbindungsabschnitte bildenden Faltlinie einstückig
miteinander verbunden sein. Dadurch kann sich der Montageaufwand beim Herstellen des
Bilderhalters zusätzlich vereinfachen. Entlang der Faltlinie ist kein zusätzliches
Verbinden der ersten und zweiten flächigen Gebilde erforderlich.
[0007] Auch kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn wenigstens das erste flächige Gebilde
aus einem transparenten Material, vorzugsweise streuscheibenartigem Material besteht.
Dann eignet sich der Bilderhalter insbesondere für das Anbringen von Leuchtmitteln
im Bilderhalter, um das Bild im Displayabschnitt zu hinterleuchten.
[0008] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung hat kann wenigstens einer der
Verbindungsabschnitte eine Aufnahme für das zweite flächige Gebilde bilden. Auch dadurch
läßt sich die Montage vereinfachen. Mit derartigen Aufnahmen können die ersten und
zweiten flächigen Gebilde durch einfaches Einstecken eines Einsteckabschnittes eines
der beiden Gebilde in die Aufnahme des anderen montiert werden.
[0009] Von Vorteil kann es dabei sein, wenn die Aufnahme im wesentlichen taschenförmig ist
und durch einen Falz erzeugbar ist, der über eine zweite Faltlinie mit dem zweiten
flächigen Gebilde verbunden ist. Durch eine solche taschenförmige Gestaltung der Aufnahmen
läßt sich die Montage zum Verbinden der ersten und zweiten flächigen Gebilde zusätzlich
vereinfachen.
[0010] Um die ersten und zweiten flächigen Gebilde dauerhaft miteinander zu verbinden, können
Verbindungsmittel zum Verbinden des ersten und zweiten flächigen Gebildes an den Verbindungsabschnitten
vorgesehen sein.
[0011] Besonders einfache Verbindungsmittel erhält man, wenn diese ein elastisches Band
aufweisen.
[0012] Auch kann es sich als günstig erweisen, wenn mit den Verbindungsmitteln die ersten
und zweiten flächigen Gebilde lösbar miteinander verbindbar sind. Dann läßt sich der
Bilderhalter bei Nichtgebrauch auch wieder demontieren.
[0013] Um ein einfaches Anbringen der Verbindungsmittel am Bilderhalter zu ermöglichen,
können am ersten und zweiten flächigen Gebilde im Bereich der Verbindungsabschnitte
Führungsaufnahmen vorgesehen sein, durch die beim Montieren des Bilderhalters das
elastische Band hindurchführbar ist.
[0014] Zur Vereinfachung der Herstellung des Bilderhalters, kann das erste flächige Gebilde
im wesentlichen rechteckig sein.
[0015] Von Vorteil kann es dabei sein, wenn die Verbindungsabschnitte an sich einander gegenüberliegenden
gerade Seitenkanten des ersten flächigen Gebildes angeordnet sind. Auch dadurch lassen
sich besonders einfach zu fertigende Geometrien des ersten flächigen Gebildes erzeugen.
[0016] Von Vorteil kann es dabei sein, wenn das zweite flächige Gebilde zwei sich einander
gegenüberliegende Seitenkanten aufweist, entlang derer es mit dem ersten flächigen
Gebilde verbindbar ist. Dann lassen sich auch für das zweite flächige Gebilde besonders
einfach zu fertigende Geometrien verwirklichen.
[0017] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann das zweite flächige Gebilde
zudem an zwei weitere sich einander gegenüberliegenden Seitenkanten zumindest einen
Seitenkantenabschnitt aufweisen, der sich konkav verjüngt. Im montierten Zustand des
Bilderhalters ergibt sich dadurch aufgrund der Wölbung eine Standfläche, die es ermöglicht,
den Displayabschnitt in einem Winkel von weniger als 90° gegenüber einer Tischplatte
oder dergleichen anzuordnen.
[0018] Auch kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn das zweite flächige Gebilde zwei
sich einander gegenüberliegende konkav verjüngende Seitenkantenabschnitte aufweist.
Dadurch lassen sich zwei Standflächen erzielen, so daß der Bilderhalter je nach Wunsch
entweder auf der einen oder aber der anderen Standfläche abgestellt werden kann.
[0019] Auch läßt sich dadurch eine symmetrische Gestaltung des zweiten flächigen Gebildes
verwirklichen.
[0020] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann das zweite flächige Gebilde
einen durch Schlitze des zweiten flächigen Gebilde erzeugten Haltesteg aufweisen,
dessen Krümmung beim ersten flächigen Gebilde angebrachten zweiten flächigen Gebilde
der Krümmung des zweiten flächigen Gebildes entgegengesetzt verläuft. In die durch
den Haltesteg und das zweite flächige Gebilde erzeugte Halteschlaufe kann dann z.
B. ein stabförmiger Körper eingeschoben werden. Ein solcher stabförmiger Körper kann
z. B. ein Leuchtmittel sein.
[0021] Besonders einfache Geometrien lassen sich erzielen, wenn die Schlitze parallel zueinander
verlaufen.
[0022] Auch kann es für die Funktion des Haltestegs günstig sein, wenn die Schlitze senkrecht
zu den Seitenkanten des zweiten flächigen Gebildes im Bereich des Verbindungsabschnittes
verlaufen. Dadurch lassen sich größer Verspannungen im zweiten flächigen Gebilde nach
dessen Montage vermeiden.
[0023] Als vorteilhaft kann es sich auch erweisen, wenn bei am ersten flächigen Gebilde
montierten zweiten flächigen Gebilde ein Lampenhalter zwischen dem Haltesteg und dem
zweiten flächigen Gebilde anbringbar ist. Dieser Lampenhalter wird dann durch die
vom Haltesteg und dem zweiten flächigen Gebilde erzeugte Halteschlaufe gehalten.
[0024] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann eine Stützeinrichtung vorgesehen
sein, die aus einem dritten flächigen Gebilde hergestellt ist. Dann läßt sich der
montierte Bilderhalter z. B. auf einer Tischplatte oder dergleichen aufstellen.
[0025] Zudem kann eine solche Stützeinrichtung kostengünstig realisiert werden.
[0026] Von Vorteil kann es dabei sein, wenn die Stützeinrichtung in der durch den Haltesteg
bei an dem ersten flächigen Gebilde montierten zweiten flächigen Gebilde erzeugte
Aufnahme einbringbar ist. Dann erfordert die Montage der Stützeinrichtung keine zusätzlichen
Bauteile.
[0027] Dabei kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Stützeinrichtung im wesentlichen
länglich ausgebildet ist und zwischen Lampenhalter und Haltesteg einsteckbar ist.
Dann kann die Stützeinrichtung auf einfache Weise montiert werden.
[0028] Um ein Verstellmöglichkeit für die Stützeinrichtung zu schaffen, kann die Stützeinrichtung
zwischen Lampenhalter und Haltesteg kraftschlüssig, jedoch verschieblich geklemmt
sein.
[0029] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Stützeinrichtung zumindest
eine Durchgangsöffnung zur Aufnahme von Befestigungsmitteln aufweisen. Dann kann der
Bilderrahmen z. B. mit Nägeln, die durch die Durchgangsöffnung geführt werden, an
einer Wand oder dergleichen befestigt werden.
[0030] Auch kann es sich als günstig erweisen, wenn das erste flächige Gebilde aus Kunststoff
hergestellt ist. Auch dadurch lassen sich die Herstellungskosten senken.
[0031] Von Vorteil kann es auch sein, wenn das zweite flächige Gebilde aus Kunststoff hergestellt
ist. Dadurch lassen sich die Herstellungskosten ebenfalls senken.
[0032] Zudem kann auch das dritte flächige Gebilde aus Kunststoff hergestellt sein, um die
Herstellungskosten zu senken.
[0033] Wenn das erste, zweite und dritte Gebilde aus Kunststoff hergestellt ist, können
alle drei Gebilde aus dem gleichen Material und somit kostengünstig gefertigt werden.
[0034] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann ein Beleuchtungsmittel vorgesehen
sein. Dann kann der Bilderrahmen beleuchtet werden.
[0035] Von Vorteil kann es dabei sein, wenn das Beleuchtungsmittel einen im wesentlichen
zylindrischen Montageabschnitt aufweist, der eine Länge aufweist, die größer als der
Abstand der beiden Schlitze zueinander ist. Dann kann das Beleuchtungsmittel mit seinem
Montageabschnitt in die durch den Haltesteg und das zweite flächige Gebilde bei montierten
Zustand gebildete Halteschlaufe eingeschoben und somit sehr einfach montiert werden.
[0036] Auch kann sich als günstig erweisen, wenn das Beleuchtungsmittel eine elektrisch
betriebene Lampe, vorzugsweise Glühlampe aufweist. Solche Lampen sind kostengünstig.
[0037] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann ein aus einem flächigen Gebilde hergestellter
Rahmen yorgesehen sein, der mit Befestigungsmitteln am Grundkörper im Bereich des
Displayabschnitts anbringbar ist. Ein solcher Rahmen läßt einerseits verschiedenartige
optische Gestaltungen des Bilderhalters zu, und kann andererseits dazu verwenden,
ein Bild zwischen Rahmen und Displayabschnitt zu halten.
[0038] Von Vorteil kann es dabei sein, wenn der Rahmen aus Material, vorzugsweise Aluminium,
hergestellt ist, das eine größere Steifigkeit als das Material des ersten flächigen
Gebildes aufweist. Dadurch läßt sich verhindern, daß der Displayabschnitt mit dem
Rahmen im montiertem Zustand aufgrund der Eigenspannung des zweiten flächigen Gebildes
sich ausbeult.
[0039] Besonders einfache Befestigungsmittel lassen verwirklichen, wenn Klemmittel zum lösbaren
Anbringen des Rahmens am ersten flächigen Gebilde vorgesehen sind. Bei solchen Klemmitteln
kann der Rahmen auch demontiert werden, um z. B. ein Bild auszutauschen.
[0040] Erfindungsgemäß wird ferner ein Bilderhalter beansprucht, der aus einem erfindungsgemäßen
Bausatz hergestellt ist.
[0041] Nachfolgend wir die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert:
[0042] Es zeigen in der
- Figur 1
- den aus dem Bausatz hergestellten Bilderhalter in einer Vorderansicht;
- Figur 2
- den Bilderhalter aus Figur 1 in einer Seitenansicht;
- Figur 3
- den Bilderhalter aus Figur 1 in einer Rückansicht;
- Figur 4
- einen Zuschnitt des Bausatzes;
- Figur 5
- einen weiteren Zuschnitt des Bausatzes;
- Figur 6
- die Beleuchtungsmittel des Bilderhalters.
[0043] Figur 1 zeigt den erfindungsgemäßen Bilderhalter 1 in einer Vorderansicht. Der Bilderhalter
1 besteht aus einem ersten flächigen Gebilde 2 und einem zweiten flächigen Gebilde
3. Das erste flächige Gebilde verfügt über einen Displayabschnitt 4, der in der Ansicht
in Figur 1 deutlich zu sehen ist. An dem Displayabschnitt 4 des ersten flächigen Gebildes
ist ein Rahmen 5 aus Aluminium mit einer Rahmenöffnung 6 befestigt, wobei die Rahmenöffnung
6 den Displayabschnitt 4 freigibt. Zwischen Rahmen 5 und Displayabschnitt 4 kann ein
Bild oder eine Darstellung eingeklemmt werden.
[0044] Sowohl der Rahmen 5, als auch die Rahmenöffnung 6 sind im wesentlichen rechteckig.
Andere Formen, wie z.B. oval oder trapezförmig sind jedoch auch denkbar. Die Klemmeinrichtungen
7 verbinden den Rahmen 5 mit dem ersten flächigen Gebilde 2. Die Klemmeinrichtungen
7 sind dazu im Querschnitt gesehen im wesentlichen U-förmig und umgreifen die Vorderseite
des Rahmens 5 und die Rückseite des ersten flächigen Gebildes 2, wie dies in den Figuren
dargestellt ist. Die Klemmeinrichtungen 7 sind aus Federstahl gefertigt und werden
seitlich aufgeschoben.
[0045] Zwischen Rahmen 5 und dem ersten flächigen Gebilde 2 kann noch eine transparente
Kunststoffolie vorgesehen sein, die das Bild oder die Darstellung abdeckt. Auch die
Kunststoffolie kann zwischen dem ersten flächigen Gebilde 2 und dem Rahmen 6 festgeklemmt
werden.
[0046] Das erste flächige Gebilde 2 und das zweite flächige Gebilde 3 sind über eine Faltlinie
8 miteinander verbunden. Die Grundfläche des ersten flächigen Gebildes 2 entspricht
im wesentlichen der Grundfläche des Rahmens 5, wobei das erste flächige Gebilde ebenfalls
rechteckig ist. Die Faltlinie 8 befindet sich dabei an der Oberkante 9 des ersten
flächigen Gebildes und bildet einen ersten Verbindungsabschnitt des ersten flächigen
Gebildes. An der Unterkante 10 des ersten flächigen Gebildes ist ein Falz 11 vorgesehen,
der über eine Faltlinie 12 mit dem ersten flächigen Gebilde 2 verbunden ist. Durch
den Falz 11 wird eine taschenförmige Aufnahme 13 gebildet, deren Querschnitt in Figur
2 gut zu sehen ist. Diese Aufnahme bildet einen zweiten Verbindungsabschnitt des ersten
flächigen Gebildes.
[0047] Das zweite flächige Gebilde 3 ist deutlich länger, bzw. höher als das erste flächige
Gebilde 2, so daß in dem in Figur 2 dargestellten, montierten Zustand ein im Querschnitt
gesehen im wesentlichen D-förmiger Grundkörper 14 des Bilderhalters 1 gebildet wird.
Dazu ist das zweite flächige Gebilde 3 mit einem unteren Einsteckabschnitt 15 in die
Aufnahme 13 des ersten flächigen Gebildes 2 eingesteckt und stütz sich an dieser Aufnahme
ab. Dadurch wird die Wölbung des zweiten flächigen Gebildes 3 erzeugt.
[0048] Sowohl der Falz 11, als auch der Einsteckabschnitt verfügen jeweils über Führungsaufnahmen
16 und 17, die im montierten Zustand entsprechend der Figur 2 übereinander liegen,
so daß ein Befestigungsmittel 18 in der Form eines elastischen Bandes 19 aus Gummi
hindurchgeführt werden kann. Da die Führungsaufnahmen 16 und 17 beidseitig vorgesehen
sind, kann im montierten Zustand eine feste Verbindung zwischen erstem und zweiten
flächigen Gebilde erzeugt werden. Die Länge des elastischen Bandes ist dabei so gewählt,
daß es im montierten Zustand gemäß der Figuren 2 und 3 unter Spannung steht.
[0049] Da die ersten und zweiten flächigen Gebilde 2 und 3 über die Faltlinie 8 miteinander
verbunden sind, bestehen sie beide aus dem gleichen Material. Im vorliegenden Fall
handelt es sich hierbei um ein flächiges, plattenartiges Kunststoffmaterial, das transparent
ist. Ähnlich einer Streuscheibe ist dieses Material jedoch nicht vollständig durchsichtig.
Das erste und zweite flächige Gebilde 2 und 3 können daher durch einen einzigen Zuschnitt
20 erzeugt werden, der in Figur 4 dargestellt ist. Wie anhand der Darstellung in Figur
4 zu sehen ist, verfügt das zweite flächige Gebilde 3 über konkav nach innen gewölbte
Seitenkantenabschnitte 21 und 22, die sich im wesentlichen über die gesamte Lange
oder Höhe des zweiten flächigen Gebildes 3 erstrecken. Zusammen mit den Seitenkanten
23 und 24 des ersten flächigen Gebildes werden jeweils Ebenen definiert, die eine
Stammfläche bilden. Dadurch läßt sich der Bilderhalter 1 z. B. auf einer Unterlage
25 aufstellen, wobei entweder die Seitenkantenabschnitte 21 mit der Seitenkante 23
oder aber die Seitenkantenabschnitte 22 mit der Seitenkante 24 auf der Unterlage 25
aufsteht, so daß die Displayfläche in weniger als 90° gegenüber der Unterlage 25 geneigt
ist.
[0050] Im Seitenkantenabschnitt 21 ist zudem ein Kabeldurchbruch 26 vorgesehen, dessen Funktion
später erörtert wird.
[0051] Wie in Figur 4 gut zu sehen ist, verfügt das zweite flächige Gebilde 3 über zwei
parallel zueinander verlaufende Schlitze 27 und 28, die einen Haltesteg 29 begrenzen.
Dieser Haltesteg 29 ist bei neu montiertem Bilderhalter mit einer Wölbung versehen,
die der Wölbung des zweiten flächigen Gebildes 3 entgegengesetzt ist, wie dies in
Figur 2 gut zu sehen ist. Durch den Haltesteg 29 und das zweite flächige Gebilde 3
wird gemäß der Darstellung in Figur 2 eine Halteschlaufe 30 gebildet. In dieser Halteschlaufe
ist ein Beleuchtungsmittel 31 aufgenommen. Das Beleuchtungsmittel 31 besteht aus einer
Lampe 32 mit einem zylindrischen Halteabschnitt 33, dessen Länge größer ist als der
Abstand der beiden Schlitze 27 und 28 zueinander, so daß der zylindrische Halteabschnitt
33 durch die Halteschlaufe 30 hindurch verschoben und durch den Haltesteg 29 und das
zweite flächige Gebilde 3 gehalten wird. Das elastische zweite flächige Gebilde 3
steht unter Spannung, so daß der Halteabschnitt 33 in der Halteschlaufe 30 geklemmt
ist. Über ein Kabel 34 kann die Lampe 32 mit Strom versorgt werden. Das Kabel 34 kann
dabei durch den Kabeldurchbruch 26 hindurch geführt werden.
[0052] Der Bilderhalter 1 verfügt darüber hinaus über eine durch ein drittes flächiges Gebilde
erzeugte Stützeinrichtung 35, die im wesentlichen rechteckig ausgebildet ist und zwei
Durchgangsöffnungen 36 und 37 aufweist. Die Sützeinrichtung 35 besteht ebenfalls aus
elastischem Kunststoff und verfügt über eine Breite, die geringer ist als der Abstand
der beiden Schlitze zueinander. Dadurch kann die Stützeinrichtung 35 in der in Figur
2 dargestellten Weise montiert werden, wobei sie zwischen dem Halteabschnitt 33 des
Beleuchtungsmittels 31 und dem Haltesteg 29 reibschlüssig, jedoch verschieblich geklemmt
ist. Der Reibschluß ist dabei so gewählt, daß der Bilderhalter über die Stützeinrichtung
35 in der in Figur 2 dargestellten Weise an der Unterlage 25 abstützbar ist. Die Steifigkeit
der Stützeinrichtung 35 ist muß dabei ebenfalls so gewählt werden, daß sie das Gewicht
des Bilderhalters sicher abstützen kann. Durch verschieben der Stützeinrichtung 35
entlang des Haltesteges 29 kann die Neigung des Displayabschnitts gegenüber der Unterlage
variiert werden.
[0053] Nachfolgend wird die Wirkungs- und Funktionsweise der Erfindung näher erläutert.
[0054] Der Bilderhalter 1 wird als Bausatz angeliefert. Dieser Bausatz umfaßt den Zuschnitt
20, die Stützeinrichtung 35, den Rahmen 5, die Klemmeinrichtungen 7, das Beleuchtungsmittel
31 und das elastische Band 19.
[0055] Zum Herstellen des Bilderhalters 1 wird dabei zunächst das erste flächige Gebilde
2 und das zweite flächige Gebilde 3 entlang der Faltlinie 8 in die in Figur 2 dargestellte
Form gefaltet und der Falz entlang der Faltlinie 12 umgefaltet, um die Aufnahme 13
zu bilden. Dann wird das zweite flächige Gebilde 3 mit dem Einstiegabschnitt 15 in
die Aufnahme 13 eingesteckt und das elastische Band 19 in den Führungsaufnahmen 16
und 17 montiert. Dadurch ist der im Querschnitt gesehen im wesentlichen D-förmige
Grundkörper 14 fertiggestellt.
[0056] Nun kann durch Eindrücken des Haltesteges 29 in Richtung zum ersten flächigen Gebilde
2 die in Figur 2 dargestellt Konfiguration des Haltesteges 29 erzeugt werden. Anschließend
kann das Beleuchtungsmittel 31 seitlich eingeschoben werden, wobei es durch die Halteschlaufe
30 hindurchgeschoben wird, um die in Figur 3 dargestellte Stellung einzunehmen. Danach
die Stützeinrichtung 35 montiert werden durch einfaches Hindurchschieben der Stützeinrichtung
35 zwischen dem Halteabschnitt 33 der Lampe 32 und dem Haltesteg 29. Die Stützeinrichtung
35 kann so lange verschoben werden, bis die gewünschte Neigung des Displayabschnittes
4 gegenüber der Unterlage 25 erreicht wird.
[0057] Als letztes kann ein Bild oder dergleichen auf den Displayabschnitt 4 gelegt werden
und durch Anbringen des Rahmens 5 mit den Klemmeinrichtungen 7 gegenüber dem ersten
flächigen Gebilde 2 gesichert werden.
[0058] Gegenüber herkömmlichen Bilderrahmen ermöglicht es der neue Bilderrahmen, daß er
aus einfachen flächigen Ausgangsmaterialien hergestellt wird. Der Käufer des Bausatzes
kann somit den Bilderrahmen selbst problemlos herstellen. Für den Hersteller können
dadurch Montagekosten gespart werden. Diese Kostenersparnis kann dann an den Verbraucher
weitergegeben werden.
1. Bausatz zum Herstellen eines Bilderhalters (1), mit einem ersten flächigen Gebilde
(2), das einen Displayabschnitt (4) zum Anbringen eines Bildes oder einer ähnlichen
Darstellung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites, flexibles flächiges Gebilde (3) vorgesehen ist, das zum Erzeugen eines
Grundkörpers (14) mit dem ersten flächigen Gebilde (2) verbindbar ist, wobei zwei
voneinander beabstandete Verbindungsabschnitte des ersten flächigen Gebildes einen
Abstand aufweisen, der kleiner ist als eine Länge des zweiten flächigen Gebildes,
so daß bei mit dem ersten flächigen Gebilde verbundenen zweiten flächigen Gebilde
ein im Querschnitt im wesentlichen D-förmiger Querschnittsabschnitt des Grundkörpers
erzeugbar ist.
2. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und zweite flächige Gebilde entlang einer einen der Verbindungsabschnitte
bildenden Faltlinie (8) einstückig miteinander verbunden sind.
3. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens das erste flächige Gebilde aus einem transparenten Material, vorzugsweise
streuscheibenartigen Material besteht.
4. Bilderhalter nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekenn, zeichnet, daß wenigstens einer der Verbindungsabschnitte eine Aufnahme für das zweite flächige
Gebilde bildet.
5. Bausatz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme im wesentlichen taschenförmig ist und durch einen Falz (11) erzeugbar
ist, der über eine zweite Faltlinie (12) mit dem zweiten flächigen Gebilde verbunden
ist.
6. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel (18) zum Verbinden des ersten und zweiten flächigen Gebildes
an den Verbindungsabschnitten vorgesehen sind.
7. Bausatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel ein elastisches Band (19) aufweisen.
8. Bausatz nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Verbindungsmittel die ersten und zweiten flächigen Gebilde lösbar miteinander
verbindbar sind.
9. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten und zweiten flächigen Gebilde im Bereich der Verbindungsabschnitte Führungsaufnahmen
vorgesehen sind, die durch Montieren des Bilderhalters zum Durchführen des elastischen
Bandes in Deckung bringbar sind.
10. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste flächige Gebilde im wesentlichen rechteckig ist.
11. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsabschnitte an sich einander gegenüberliegenden Seitenkanten des ersten
flächigen Gebildes angeordnet sind.
12. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite flächige Gebilde an zwei sich einander gegenüberliegende gerade Seitenkanten
aufweist, entlang derer es mit dem ersten flächigen Gebilde verbindbar ist.
13. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite flächige Gebilde an einer weiteren Seitenkante zumindest einen Seitenkantenabschnitt
aufweist, der sich konkav verjüngt.
14. Bausatz nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite flächige Gebilde an zwei sich einander gegenüberliegende Seitenkanten
konkav verlaufende Seitenkantenabschnitte aufweist.
15. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite flächige Gebilde an einen durch Schlitze (27, 28) im zweiten flächigen
Gebilde erzeugten Haltesteg (29) aufweist, dessen Krümmung bei am ersten flächigen
Gebilde angebrachten zweiten flächigen Gebilde der Krümmung des zweiten flächigen
Gebildes entgegengesetzt verläuft.
16. Bausatz nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze parallel zueinander verlaufen.
17. Bausatz nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze senkrecht zu den Seitenkanten des zweiten flächigen Gebildes im Bereich
des Verbindungsabschnittes verlaufen.
18. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei am ersten flächigen Gebilde montierten zweiten flächigen Gebilde ein Lampenhalter
zwischen dem Haltesteg und dem zweiten flächigen Gebilde anbringbar ist.
19. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stützeinrichtung (35) vorgesehen ist, die aus einem dritten flächigen Gebilde
hergestellt ist.
20. Bausatz nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung in die durch den Haltesteg bei an dem ersten flächigen Gebilde
montiertem zweiten flächigen Gebilde erzeugte Aufnahme ein bringbar ist.
21. Bausatz nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung im wesentlichen länglich ausgebildet und zwischen Lampenhalter
und Haltesteg einschiebbar ist.
22. Bausatz nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung zwischen Lampenhalter und Haltesteg kraftschlüssig jedoch verschieblich
geklemmt ist.
23. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung zumindest eine Durchgangsöffnung zur Aufnahme von Befestigungsmitteln
aufweist.
24. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste flächige Gebilde aus Kunststoff hergestellt ist.
25. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite flächige Gebilde aus Kunststoff hergestellt ist.
26. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste, zweite und dritte flächige Gebilde aus dem gleichen Material hergestellt
sind.
27. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Beleuchtungsmittel vorgesehen ist.
28. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Beleuchtungsmittel einen im wesentlichen zylindrischen Montageabschnitt aufweist,
der eine Länge aufweist, die größer als der Abstand der beiden Schlitze zueinander
ist.
29. Bausatz nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Beleuchtungsmittel eine elektrisch betriebene Lampe, vorzugsweise eine Glühlampe
aufweist.
30. Bausatz nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus einem flächigen Gebilde hergestellter Rahmen vorgesehen ist, der mit Befestigungsmitteln
am Grundkörper im Bereich des Displayabschnittes anbringbar ist.
31. Bausatz nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen aus einem Material, vorzugsweise Aluminium, hergestellt ist, das eine
größere Steifigkeit als das Material des ersten flächigen Gebildes aufweist.
32. Bausatz nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel Klemmelemente zum lösbaren Anbringen des Rahmens am ersten
flächigen Gebilde aufweisen.
33. Bilderhalter, der aus einem Bausatz nach einem der vorgenannten Ansprüche hergestellt
ist.