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EP 1 074 280 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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07.02.2001 Patentblatt 2001/06 |
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Anmeldetag: 27.07.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A63C 5/075 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
02.08.1999 IT BZ990031
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Anmelder: RACING SERVICE GAMPER di GAMPER HORST |
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39010 S. Nicolo d Ultimo (BZ) (IT) |
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Erfinder: |
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- Gamper, Horst
39010 S. Nicolo D Ultimo (BZ) (IT)
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Vertreter: Oberosler, Ludwig |
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Oberosler SAS,
Via Dante, 20/A,
CP 307 39100 Bolzano 39100 Bolzano (IT) |
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Ausgleichelement zwischen Schi und Bindung |
(57) Ausgleichelement zwischen Schi (1) und Bindung (6, 6a) für den Schuh (9) welches
aus Abstandselementen zusammengesetzt ist an welchen die Bindung befestigt ist wobei
die Abstandselemente (2, 2a) zwei gesonderte Stücke sind welche über ein Gelenkelement
zusammengefügt sind, welches auch ein gegenseitiges Längsverschieben (2b) ermöglicht,
wobei jedes der beiden Abstandselemente, mittels bekannter Befestigungsmittel (7),
am Schi (1) in einem dem äußersten Bereich der Schuhspitze (9a), beziehungsweise des
Schuhabsatzes (9b), entsprechenden Bereich, befestigt ist und gleitend in einem Bereich
außerhalb des Befestigungsbereiches verankert (8) ist.
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[0001] Es ist die Anbringung von Dämpfungs- und/oder Ausgleichelementen zwischen Schi und
Bindung für die Schischuhe bekannt. Die bekannten Elemente dieser Art stellen Lösungen
dar um die Übertragung von Vibrationen und Schlägen vom Schi auf den Schuh zu unterbinden
und/oder um zu verhindern daß die elastische Verformung des Schies durch den angebrachten
Schuh beeinflußt wird.
[0002] Besagte bekannte Elemente sind aus mehreren metallischen Teilen, Kunststoffteilen
und elastischen Teilen zusammengesetzt und am Schi durch mehrere Schrauben verschiebbar
und verformbar befestigt. Verschiedene dieser Elemente haben keine große Verbreitung
gefunden weil sie aus zu vielen Teilen zusammengesetzt sind und so befestigt sind,
daß hohe Montagezeiten erforderlich sind. Einige dieser Elemente hingegen haben nicht
den gestellten Anforderungen entsprochen weil sie nicht in zufriedenstellender Weise
die direkte oder ausreichende Übertragung der Bewegungen vom Schuh auf den Schi ermöglichen.
[0003] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe ein Dämmelement der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen welches einfach hergestellt und zusammengebaut sowie schnell montiert
werden kann und seine Funktion effizient ausübt.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung den Einsatz von zwei Abstandstücken
aus Kunststoff vor welche in einem sich quer erstreckenden Bereich verbunden sind
und, mittels eines beidseitig wirkenden Klebebandes, am Schi angebracht sind. Jedes
dieser Stücke ist am Schi mittels zwei Schrauben gesichert welche im äußersten Bereich
entsprechend der Schuhspitze und dem Schuhabsatz vorgesehen sind während eine dritte
Schraube welche in einem Bereich außerhalb jenes der beiden Befestigungsschrauben
vorgesehen ist, die Verankerung am Schi verbessert aber ein begrenztes Gleiten zwischen
dem Schi und dem entsprechenden Abstandsstück zuläßt. Erfindungsgemäß kann der gelenkige
Bereich zwischen den beiden Abstandstücken als Scharnier mit quer zur Längserstreckung
der Abstandstücke verlaufendem Scharnierzapfen ausgebildet sein und dabei mehr oder
weniger Längsspiel ermöglichen. Vorteilhafterweise ist der Gelenkbereich durch die
Zwischenlage eines Schaumgummistreifens oder eines anderen elastisch verformbaren
Materials welches an die beiden entsprechenden Stirnseiten der Abstandsstücke geklebt
ist, gebildet. Das Aufkleben der Abstandstücke auf die obere Fläche des Schis erfolgt
vorteilhafterweise mittels beidseitig klebendem Kunststoffband oder ― Kunststofflaminat
wodurch sich der Vorteil ergibt, daß ein begrenztes elastisches Gleiten zwischen den
Abstandstücken und dem Schi, abhängig von der Viskosität des Klebers, möglich ist
jedoch die Positionierung während der Montage und dem Festziehen der Schrauben gesichert
ist.
[0005] Gemäß der Erfindung ist es wichtig, daß die Befestigungsschrauben an den äußersten
Bereichen, entsprechend der Schuhspitze und dem Schuhabsatz vorgesehen sind um so
zu erreichen daß eine möglichst direkte Übertragung der Bewegungen und der Belastungen
vom Schuh auf den Schi erfolgen kann. Die dritte und eventuell auch vierte Schraube
welche in einem, in Bezug auf den Befestigungsbereich entsprechend der Schuhspitze
und dem Schuhabsatz, äußeren Bereich vorgesehen ist, ist in eine Bohrung am Abstandstück
eingesetzt welche größeren Durchmesser hat, so daß bei Biegung des Schis ein begrenztes
Gleiten zwischen den Abstandstücken und dem Schi möglich ist. Die Erfindung schließt
nicht aus, daß diese Bohrung die Form eines Langlochs hat.
[0006] Die Erfindung wird anschließend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
vorzuziehenden Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen Ausgleichementes welches
zwischen Schi und Schibindung montiert ist, näher erklärt; dabei erfüllt die Zeichnung
rein erklärenden, nicht einschränkenden Zweck.
Die Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einen Längsschnitt gemäß der in Fig. 2 gezeigten
Ebene I-I durch ein erfindungsgemäßes Ausgleichement welches an einem Schi samt Schibindung
für den Schischuh montiert ist, dabei sind letztere durch strichlierte Linie angedeutet.
Die Fig. 2 ist die Draufsicht auf das in Fig. 1 dargestellte Ausgleichelement ohne
Schibindung.
[0007] Am Schi 1 wird an der oberen Fläche 1a, mittels beidseitig wirkendem Klebeband oder
Klebelaminat 4, das aus zwei, über einen Gelenkbereich 3 welcher aus Schaumgummi oder
aus anderem elastischem Material gebildet ist, verbundenen Abstandstücken 2, 2a bestehende
Dämmelement, angebracht. Anschließend werden die beiden Abstandstücke 2, 2a mittels
Schrauben 7 welche in die entsprechenden Bohrungen 7a, im Bereich der Schuhspitze
9a und des Schuhabsatzes 9b, ohne Spiel eingeführt sind befestigt um anschließend
an den Abstandstücken 2, 2a auf bekannte Weise die Bindung 6, 6a zu befestigen. Mittels
der Schrauben 8 welche in die Bohrungen 8a mit größerem Durchmesser eingeführt sind
um so ein begrenztes Gleiten zu ermöglichen, werden die Abstandstücke zusätzlich am
Schi gesichert ohne jedoch bei Beanspruchung des Schis auf Biegung ein gegenseitiges
begrenztes Gleiten zu verhindern..
[0008] Eine Schicht 5 deckt vorzugsweise den Bereich des Gelenkes 3 ab. Die erfindungsgemäßen
Abstandstücke können eventuell aus einem einzigen Stück durch einfaches Durchschneiden
in Querrichtung hergestellt werden indem anschließend im Schnittbereich das elastisch
verformbare Material 3 welches den Gelenkbereich bildet eingesetzt wird.
[0009] Gemäß der Erfindung ist es wichtig daß, zwecks möglichst direkter Übertragung der
Belastungen vom Schuh auf den Schi, die Schrauben7 im äußersten Bereich der Schuhspitze
9a und des Schuhabsatzes 9b vorgesehen sind. Die Erfindung schließt nicht den Einsatz
von mehr als zwei Schrauben 7 aus welche immer möglichst nahe an einer einzigen Querlinie
liegen während die Verankerungsschrauben 8 auch mehr als eine sein können und eventuell
unterschiedlich beabstandet zu den Befestigungsschrauben 7 angebracht sind und in
Bohrungen 8a eingeführt sind welche gegebenenfalls die Form eines Langloches aufweisen.
1. Ausgleichelement welches zwischen Schi und Bindung für den Schischuh angebracht ist
und aus Abstandselementen besteht an welchen die Bindung befestigt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandselemente (2, 2a) zwei sind und mittels einem Gelenkelement (3) verbunden
sind welches auch eine gegenseitige begrenzte Längsverschiebung (2b) zwischen den
Abstandselementen zuläßt und daß jedes der beiden Abstandselemente (2, 2a) mittels
bekannter Befestigungsmittel (7) am Schi (1) in einem der Schuhspitze (9a) und dem
Schuhabsatz (9b) entsprechenden Bereich befestigt sind.
2. Ausgleichelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbereich durch
eine Zwischenlage von elastisch verformbarem Material (3) oder durch ein Scharnier
mit querliegender, in einem Langloch verschiebbarer, Scharnierachse gebildet wird,
so daß ein begrenztes Längsgleiten (2b) zwischen den beiden Abstandselementen (2,
2a) möglich ist.
3. Ausgleichelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Abstandselemente
(2, 2a) mittels eines oder mehrerer Befestigungsmittel (8), welche in Bohrungen (8a)
mit größerem Durchmesser oder mit Langlochform eingesetzt sind, zusätzlich am Schi
verankert sind.
4. Ausgleichelement gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberfläche der
beiden Abstandselemente (2, 2a) welche gegen den Schi (1) gewendet ist ein beidseitig
klebender Kunststoffstreifen (4) angebracht ist während an der Gegenseite, im Gelenkbereich
(3) ein einseitig klebender Streifen angebracht ist
