[0001] Dokumentenvernichter sind in Büros allgemein gebräuchlich. Sie dienen dazu, Akten
und vertrauliche Papiere so zu zerkleinern, daß eine Lektüre der zerkleinerten Unterlagen
nicht mehr oder nicht mehr ohne großen Aufwand durchführbar ist. Es soll zumeist verhindert
werden, daß vertrauliche Informationen bei der Entsorgung der Papierabfälle in die
Hände von Dritten gerät. Dazu weisen die Dokumentenvernichter ein Schneidwerk auf,
zu dem durch eine Zufuhröffnung hindurch das Schneidgut zugeführt wird. Nach dem Schneiden
des Schneidgutes wird durch eine Auswurföffnung das geschnittene Gut in einen Auffangsbehälter
verbracht. Dabei ist es allgemein bekannt einen Streifenschnitt durchzuführen, bei
dem das Schneidgut in dem Schneidwerk in eine Vielzahl schmaler Streifen zerschnitten
wird. Darüber hinaus ist es auch bekannt einer sogenannten Partikelschnitt durchzuführen,
bei dem das Schneidgut im Schneidwerk nicht nur in eine Anzahl von Streifen geschnitten
wird, sondern bei denen im Schneidwerk gleichzeitig auch die Streifen der Querrichtung
zerrissen werden, so daß kleine Partikel entstehen. Je höher die erforderliche Vertraulichkeit
der Unterlagen ist, desto schmaler werden die Streifen in die das Schneidgut zerschnitten
wird und desto kürzer werden die Partikel die erzeugt werden.
[0002] Neben Akten, also papierförmigen Datenträgern, sind vertrauliche Informationen vielfach
auch auf Folien, die beschichtet sind aufgebracht. So werden beispielsweise bei Telefaxgeräten
und bei anderen Druckwerken sogenannte Thermo-Transfer-Folien verwendet, die mit einem
Material beschichtet sind, daß auf eine zu bedruckende Oberfläche übertragen und durch
Wärmeeinwirkung dort fixiert wird. Da im Bereich der abgetragenen Beschichtung kein
erneuter Druckvorgang durchgeführt werden kann, werden diese Folien während des Druckvorgangs
relativ an den zu bedruckenden Oberflächen vorbeibewegt. Die auf Rollen zu und abgeführten
Thermo-Transfer-Folien beeinhalten somit ein negativen des Gedruckten. Ferner ist
es bekannt Daten und andere Informationen auch auf Bändern, Kassetten und ähnlichem
zu speichern. Diese Datenträger weisen jeweils ein Folienmaterial auf, daß mit einem
magnetisierbaren Material beschichtet ist und als Informationsträger dient.
[0003] Bei derartigen zu vernichtetenden Informationsträgern ist in der Regel ein Partikelschnitt
durchzuführen, da es nicht ausreicht die langen Folien in Streifen zu zerschneiden.
Ein Streifenschnitt ist schon aufgrund der Folienlänge, die etliche Meter erreichen
kann, nicht angebracht. Andererseits haben derartige beschichtete Folien den Nachteil,
daß aufgrund der geringen Folienstärke die Partikel extrem leicht sind. Andererseits
besteht die Tendenz der Partikel sich während des Schneidvorgangs und des Reißvorgangs
elektrostatisch aufzuladen, da das Folienmaterial in der Regel ein Kunststoff ist.
Dies führt bei Verwendung herkömmlicher Dokumentenvernichter dazu, daß beim Schneiden
derartiger Informationsträger keine zuverlässige Abfuhr der geschnittenen Partikel
erfolgt. Vielmehr besteht die Tendenz, daß die Auswurföffnung des Schneidwerks verstopft
wird bzw. daß Partikel das Schneidwerk aufgrund ihrer elektrostatischen Aufladung
und ihres geringen Gewichts aus der Zufuhröffnung des Schneidwerks ausgebracht werden.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, bekannte Dokumentenvernichter dahingehend weiterzubilden,
daß sie in der Lage sind beschichtete Folien als Schneidgut problemlos zu verarbeiten.
[0005] Diese Aufgabe wird bei Zugrundelegen eines gattungsgemäßen Dokumentenvernichters
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Dokumentenvernichter weist ein Schneidwerk, das zur Durchführung
eines Partikelschnitts geeignet ist auf. Das Schneidgut wird dem Schneidwerk durch
eine Zuführöffnung zugeführt und verläßt dies, zu Partikeln geschnitten, durch die
Auswurföffnung. Die Auswurföffnung mündet in einem Auffangbehälter. Das Schneidgut
umfaßt dabei auch beschichtete Folien, wobei auswurföffnungsseitig eine Absaugung
für die Partikel vorgesehen ist.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen
werden. Sie betreffen einerseits die Ausbildung des Auffangbehälters, die Ausgestaltung
der Auswurföffnung, die Anordnung von Auffangbehälter und Absaugungsanlage bezüglich
des Schneidwerks und eine zweikanalige Ausbildung der Auswurföffnung sowie die Ausgestaltung
der Schneidgutzufuhr.
[0008] Die vorstehenden und weiteren Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der
Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale für sich allein
oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführung von der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0009] Die Erfindung ist anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
nachfolgend näher erläutert; dabei zeigt:
- Fig. 1
- die schematische Schrägbilddarstellung eines erfindungsgemäßen Dokumentenvernichters
mit Rollenzufuhr des Schneidgutes sowie im Unterschrank angeordneter Absaugung und
- Fig. 2
- die schematische Darstellung einer zweikanalig ausgebildeten Ausführungsform mit extern
angeordneter Absaugung.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0010] Die Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Dokumentenvernichter, der als
schneidbares Schneidgut auch beschichtete Folien umfaßt und für einen Partikelschnitt
durchführt in schematischer Schrägbilddarstellung.
[0011] Der Dokumentenvernichter 11 weist ein Schneidwerk 12 auf, von dem in der schematischen
Darstellung lediglich die Schneidwalzen dargestellt sind. Über die Zufuhröffnung 13
wird das Schneidgut 14 dem Schneidwerk 12 zugeführt. Das Schneidgut 14 kann insbesondere
eine Folienbahn sein, die dem Schneidwerk von einer Rolle 26 herunter zugeführt wird.
Zur Verarbeitung von als Rolle 26 vorliegenden Schneidgut 14 weist der Dokumentenvernichter
11 die Abrollhalterung 25 auf, an der Rollen 26 von Schneidgut entsprechend der Schnittbreite
des Schneidwerks 12 drehbar befestigbar sind. Durch den während des Schneidvorgangs
im Schneidwerk 12 stattfindenden Einzug von Schneidgut 14 wird das Schneidgut 14 während
des Schneidvorgangs kontinuirlich von der Rolle 26 abgerollt.
[0012] Im Schneidwerk 12 sind zur Durchführung des Partikelschnitts Schneidwalzen 35 angeordnet.
Es sind vielfältige Ausführungsformen von Schneidwalzen zur Durchführung eines Partikelschnitts
bekannt. Im vorliegenden Fall kommt es nicht auf die Ausgestaltung der Schneidwalzen
35 an, so daß diesbezüglich auf den Stand der Technik verwiesen wird.
[0013] Die Partikel 16 verlassen das Schneidwerk 12 durch die Auswurföffnung 15. Sie gelangen
dann in den Auffangbehälter 17. Die Auswurföffnung 15 ist vorliegend als Sammeltrichter
27 ausgebildet, der in einem Rohrstück 28 mündet. Durch das Rohrstück 28 hindurch
gelangen die Partikel in den Auffangbehälter 17.
[0014] Der dargestellte Auffangbehälter 17 ist als Beutel 18, der in dem Trägerkörper 19
angeordnet ist, ausgebildet. Um eine gut funktionierende Absaugung sicherzustellen,
ist der Beutel 18 mittels der Klemmschelle 29 so lösbar an dem Rohrstück 28 befestigt,
das möglichst keine Nebenluftansaugung stattfindet.
[0015] Der Beutel 18 ist, entsprechend einem Staubsaugerbeutel, so ausgebildet, daß eine
Luftströmung durch die Wand des Beutels hindurch stattfinden kann, während Partikel
sowie auch allfällige Schneidstäube im Beutel zurückgehalten werden. Das luftdichte
Abschließen des Beutels 18, bei dem es sich auch um einen Sack handeln kann, und das
Sammeln der Partikel in einem geschlossenen Behältnis ist auch dann von Vorteil, wenn
die Folie eine Beschichtung aufweisen, die nicht berührt werden soll. Als solche Folien
können auch bestimmte beschichtete technische Papiere angesehen werden.
[0016] Der Trägerkörper 19 weist, wie in einem kleinen Seitenwandabschnitt auszugsweise
dargestellt, an seinen Seitenwänden Luftdurchtrittsöffnungen 20 auf. Die Luftdurchtrittsöffnungen
20 können beispielsweise als Schlitze oder Löcher ausgebildet sein. Bei funktionierender
Absaugung wird ein Luftstrom erzeugt, bei dem durch die Zufuhröffnung 13 Luft in das
Schneidwerk 12 gelangt, von dort durch den Auffangbehälter 17 strömt und über das
Rohrstück 28 in das Innere des Beutels 18 gelangt. Durch die Wand des Beutels hindurch
und gegebenenfalls auch durch die Luftdurchtrittsöffnungen 20 des Trägerkörpers 19
hindurch wird die nun partikelfreie Luft zu Luftschlitzen 34 geführt. Die Luftschlitze
34 sind die Strömungsverbindung für die Ansaugluft des im Boden bereich des Unterschranks
31 angeordneten Gebläses 32. Das Gebläse 32 ist von dem zugänglichen Bereich des Unterschranks
31 durch das die Luftschlitze 34 aufweisende Trennblech 33 getrennt. Durch die Luftschlitze
34 hindurch wird Luft aus dem Unterschrank angesaugt und von dem Gebläse über das
Abluftrohr 36 aus dem Unterschrank 31 hinausgefördert.
[0017] Das zu Partikeln geschnittene Schneidgut 14 wird nach dem Schneidwerk 12 aufgrund
der Ansaugung durch das Rohrstück 28 hindurch in den Beutel 18 hineintransportiert.
Um eine Rückströmung, insbesondere bei der Abschaltung des Gebläses, von Partikeln
zu vermeiden, kann an einem der beiden Enden des Rohrstücks 28 ein in dieser Zeichnung
nicht dargestelltes Verschlußventil angeordnet sein. Das Verschlußventil muß selbständig
schließend sein, sobald die Ansaugung von Luft durch das Rohrstück 28 hindurch ein
vorgegebenes Mindestmaß unterschreitet. Insbesondere kann das Verschlußventil als
Gummi-Ventil ausgebildet sein, bei dem eine Klappe aus Gummi den Strömungsweg in Ruhelage
verschließt.
[0018] Die Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung einen erfindungsgemäßen Dokumentenvernichter,
bei dem die Auswurföffnung zweikanalig ausgebildet ist, wobei der erste Kanal eine
Absaugung aufweist und insbesondere für Schneidgut aus beschichtetem Folienmaterial
dient und einem zweiten Kanal, der für anderes, (insbesondere Papier), Schneidgut
vorgesehen ist.
[0019] Das Schneidgut wird dem Schneidwerk 12 zugeführt. Im Schneidwerk 12 erfolgt, wiederum
mittels Schneidwalzen, der Partikelschnitt des Schneidguts. Vom Schneidwerk 12 gelangen
die Partikel 16 zur Auswurföffnung 15. Die Auswurföffnung 15 ist als Sammeltrichter
27 ausgebildet, der in dem Rohrstück 28 mündet. Der Sammeltrichter 27 ist an Führungsmitteln
39 - wie dargestellt Führungsschinen oder aber auch ein Gelenk, das ein Verschwenken
des Sammeltrichtes 27 erlaubt - angeordnet, die es erlauben den Sammeltrichter 27
in eine Betriebstellung zu bringen, der es den Partikeln 16 ermöglicht, am Sammeltrichter
27 vorbei von Schneidwerk 12 direkt in den Auffangbehälter 17 zu gelangen, wodurch
der zweite Kanal 22 gebildet wird. Der erste Kanal 21 führt durch das Verschlußventil
30 hindurch zu dem im Unterschrank 31 des Dokumentenvernichters 11 an einer Außenwand
befestigten Anschlußstutzen 23. Das Verschlußventil 30 ist, wie schematisch dargestellt,
als Klappenventil ausgebildet, bei dem sich dann, wenn durch den ersten Kanal 21 hindurch
eine Absaugung erfolgt die Klappen in Strömungsrichtung öffnen, während die Klappen
sich schließen, wenn die Strömung nicht mehr ein Mindestmaß erreichen. Am Anschlußstutzen
23 ist der Saugschlauch 38 angeordnet. Der Saugschlauch 38 verlängert den ersten Kanal
21 bis zu dem Auffangbehälter 17 einer externen Absaugvorrichtung 24. Der zweite Kanal
22 führt an dem Sammelrichter 27 vorbei ebenfalls zu einer Auffangbehälter. Das Schaltventil
ist beispielsweise als Gummi-Klappe ausgebildet, die sich dann schließt, wenn eine
Luftströmung durch den ersten Kanal 21 hin zum Anschlußstutzen 23 vorlegt. Insbesondere
kann das Schaltventil 37 selbständig schließend ausgebildet sein, wobei ein Schließen
des Schaltventils 37 dann erfolgt, wenn die Luftströmung im ersten Kanal 21 eine vorgegebene
Mindestströmung überschreitet. Ist das Schaltventil, wie in der Zeichnung dargestellt,
geöffnet so können die geschnittenen Partikel durch das Rohrstück 28 hindurch zum
zweiten Kanal 22 gelangen. Dies ist dann der Fall, wenn keine Absaugung erfolgt. Dabei
kann für den zweiten Kanal ebenfalls eine Absaugung der Partikel vorgesehen sein.
Über den zweiten Kanal 22 gelangen die Partikel 16 durch einfache Gravitation in den
Auffangbehälter 17. Bei den ohne Absaugung anfallenden Partikel 16 handelt es sich
in aller Regel um Papier, das der Entsorgung und dem Recycling zugeführt werden kann.
Hierzu kann der Auffangbehälter 17 in einfacher Weise aus dem Unterschrank 31 herausgenommen
bzw. ausgetauscht werden.
[0020] Gemäß alternativer, nicht in der Zeichnung dargestellter Ausführungsform kann die
Zweikanaligkeit auch durch ein nach dem Sammelrichter 27 angeordnetes Schaltventil
erreicht werden.
[0021] Findet eine Partikel-Absaugung statt, so wird der Sammeltrichter 27 in die Betriebsstellung
unter dem Auswurf des Schneidwerks 12 gebracht. Den Partikeln 16 ist nunmehr der Weg
zum zweiten Kanal 22 versperrt. Sie gelangen über den ersten Kanal 21, durch das Verschlußventil
30 hindurch über den Anschlußstutzen 23 und den Saugschlauch 38 in das Gehäuse der
externen Absaugvorrichtung 24. Der Saugschlauch 38 mündet in einem Auffangbehälter
17. Der Auffangbehälter 17 ist wiederum gebildet aus einem Beutel 18, der in einem
Trägerkörper 19, der mit Luftdurchtrittsöffnungen 20 versehen ist, angeordnet ist.
Beispielsweise mit einer Klemmschelle 29 ist der Beutel 18 lösbar an der Mündungsöffnung
des Saugschlauchs 38 befestigt. Die Luftströmung durch den ersten Kanal 28 und durch
den Saugschlauch 38 führt durch die Wand des Beutels 18 und durch die Luftdurchtrittsöffnungen
20 des Trägerkörpers 19. Der Trägerkörper dient dazu, eine Abstützung für den Beutel
18 zu bilden, so daß der Beutel 18 nicht durch das Gewicht der im Beutel 18 gesammelten
Partikel 16, meist beschichtete Folien beispielsweise Thermo-Transfer-Folien, und
der Belastung aufgrund der Luftströmung reißt. Über Luftschlitze 34 in Trennblechen
33 gelangt die Luftströmung zum Gebläse 32, von wo aus die Luft durch das Abluftrohr
36 ausgeblasen wird.
Die zweikanalige Ausführung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn häufig sowohl
Folienmaterial als auch Papiermaterial als Schneidgut verwendet wird. Der Benutzer
muß dann, wenn Folienmaterial als Schneidgut geschnitten soll, die Ansaugung durch
die externe Absaugvorrichtung aktivieren, hierfür kann auch eine Ansteuerung am Gehäuse
des Dokumentenvernichters 11 selbst vorgesehen sein. Dabei kann es sich insbesondere
um einen zusätzlichen Schalter handeln. Hierdurch wird gleichzeitig eine Trennung
des zu Partikeln geschnittenen Schneidguts erreicht, so daß dieses sortenrein entsorgt
werden kann. Bei der externen Absaugvorrichtung 24 kann es sich sowohl um eine lokal,
beispielsweise direkt neben dem Dokumentenvernichter 11 angeordneten Absaugvorrichtung
als auch um eine zentrale, mit einer Vielzahl von Dokumentenvernichtern 11 verbundene
Absauganlage handeln.
[0022] Handelt es sich um eine lokale, externe Absaugvorrichtung, so kann diese auch in
einem gemeinsamen Gehäuse mit dem Dokumentenvernichter 11 angeordnet werden. Als lokale,
externe Absaugvorrichtung kann auch ein herkömmlicher (Industrie-) Staubsauger verwendet
werden.
[0023] Handelt es sich um eine zentrale, externe Absaugvorrichtung, die einer Vielzahl von
Dokumentenvernichtern dient, so ist es von Vorteil, die Absaugvorrichtung so auszubilden,
daß eine Saugschlauchanordnung ausgebildet ist, die Ventile aufweist, so daß nur jeweils
die Saugschläuche einen Luftstrom aufweisen, bei denen der Dokumentenvernichter in
einem Betriebsmodus ist, bei dem eine Absaugung erfolgen soll.
1. Dokumentenvernichter
mit einem Schneidwerk zur Durchführung eines PartikelSchnitts,
mit einer Zuführöffnung für das Schneidgut und mit einer Auswurföffnung für die geschnittenen
Partikel, die in einem Auffangbehälter mündet,
dadurch gekennzeichnet, daß das schneidbare Schneidgut beschichtete Folien umfaßt,
wobei auf Seite der Auswurföffnung (15) eine Absaugung für die Partikel vorgesehen
ist.
2. Dokumentenvernichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auffangbehälter
(17) aus einem luftdurchlässigen aber nicht partikeldurchlässigen Behältnis, insbesondere
einem Beutel (18), besteht.
3. Dokumentenvernichter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis in
einem formsteifen Trägerkörper (19) angeordnet ist.
4. Dokumentenvernichter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper
(19) zumindest bereichsweise Luftdurchtrittsöffnungen (20) aufweist.
5. Dokumentenvernichter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswurfsöffnung (15) als Sammeltrichter (27), der in einem Rohrstück (28)
mündet ausgebildet ist.
6. Dokumentenvernichter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrstück (28)
mit dem Auffangbehälter (17) lösbar, insbesondere luftdicht, verbindbar ist.
7. Dokumentenvernichter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Schneidwerk (12) und Auffangbehälter (17) ein Verschlußventil (30) angeordnet
ist, das ein Partikelfluß von Auffangebehälter (17) zum Schneidwerk (12) verhindert.
8. Dokumentenvernichter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußventil
(30) bei in Betriebnahme der Absaugung selbstätig öffnend ausgebildet ist.
9. Dokumentenvernichter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußventil
(30) aus einer Gummi-Klappe und einem Dichtsitz ausgebildet ist.
10. Dokumentenvernichter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Auffangbehälter (17) sich in einem unterhalb des Schneidwerks (12) angeordneten
Unterschrank (31) befindet.
11. Dokumentenvernichter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Unterschrank (31) ein Gebläse (32) zur Durchführung der Absaugung angeordnet
ist.
12. Dokumentenvernichter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (32)
unterhalb des Auffangsbehälters (17) angeordnet ist, wobei zwischen Gebläse (32) und
Auffangbehälter (17) ein Trennblech (33) angeordnet ist.
13. Dokumentenvernichter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswurföffnung (15) zweikanalig ausgebildet ist, wobei über den ersten Kanal
(21) eine Partikelabsaugung durchführbar ist und wobei der zweite Kanal (22) ohne
Absaugung in einem weiteren Auffangbehälter (17) mündet.
14. Dokumentenvernichter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kanal
(22) bei Betrieb der Absaugung selbstätig schließend ausgebildet ist.
15. Dokumentenvernichter nach einem der Ansprüche 1 - 14, insbesondere nach Anspruch 13
oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidwerk (12) mit seiner Auswurföffnung
(15) in einem ersten Gehäuse angeordnet ist, welches einen Anschlußstutzen (23) für
eine externe Absaugsvorrichtung aufweist.
16. Dokumentenvernichter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die externe Absaugvorrichtung
ein Industriestaubsauger oder eine ortsfeste Sauganlage ist.
17. Dokumentenvernichter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Zufuhröffnung (13) eine Abrollhalterung (25) für Rollen (26) von
Schneidgut (14) angeordnet ist, wobei das Schneidgut (14) von dem Schneidwerk beim
Schneidvorgang gemäß dem Schneidfortschritt von der Rolle (26) abgerollt wird.
18. Dokumentenvernichter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die beschichteten Folien insbesondere Thermo-Transfer-Folien sind.
19. Dokumentenvernichter nach einem der Ansprüche 1 - 18, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei dem Folien um bandförmige Informationsträger handelt.