[0001] Die Erfindung betrifft ein Rotationsschleifgerät gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Zur materialabtragenden Oberflächenbearbeitung von Untergründen wie Beton, Gestein
oder Metall wird beispielsweise das aus der DE-297 17 099 U1 bekannte Rotationsschleifgerät
verwendet. Dieses Rotationsschleifgerät weist ein Gehäuse, sowie einen Antriebsmotor
mit einer Antriebswelle, eine an dem freien Ende der Antriebswelle angeordnete Schleifscheibe
und eine zweiteilige, kreisförmige Staubschutzhaube auf. Die Staubschutzhaube deckt
die Schleifscheibe zum Gehäuse hin, sowie vollumfänglich ab. Ein erstes Teil der Staubschutzhaube
wird von einem Grundkörper gebildet, der fest mit dem Gehäuse in Verbindung steht.
Ein zweites Teil der Staubschutzhaube wird von einem kreisabschnittartig ausgebildeten
Abdeckkörper gebildet, der um eine sich senkrecht zur Längsachse der Antriebswelle
erstreckende Achse schwenkbar an dem Grundkörper festlegbar ist. Von dem Grundkörper
ragt ein Absaugstutzen ab, durch den abgetragenes Schleifgut mittels einer externen
Absaugvorrichtung aus der Staubschutzhaube absaugbar ist.
[0003] Damit ein Schleifen mit dem Rotationsschleifgerät auch in Ecken und anderen schwer
zugänglichen Stellen des Untergrundes möglich ist, ist der Abdeckkörper von dem Grundkörper
abnehmbar, so dass die Schleifscheibe bereichsweise freigegeben wird. Dieses bekannte
Rotationsschleifgerät hat den Nachteil, dass man den Abdeckkörper, insbesondere dann
wenn er über einen längeren Zeitraum nicht gebraucht wird, nicht mehr findet oder
verliert.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein sicheres und einfach zu bedienendes
Rotationsschleifgerät mit einer Staubabsaughaube zu schaffen, mit der ein Schleifen
in Ecken und schwer zugänglichen Stellen des Untergrundes möglich ist ohne dass die
Gefahr besteht, den Abdeckkörper zu verlieren.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Rotationsschleifgerät, welches die im
kennzeichnenden Abschnitt des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale aufweist.
[0006] Die erfindungsgemässe Festlegung des Abdeckkörpers an dem Grundkörper mit Hilfe wenigstens
einem von dem Grundkörper in Richtung Gehäuse abragenden Befestigungsmittel wird gewährleistet,
dass der Grundkörper für die Bedienungsperson jederzeit griffbereit ist, ohne dass
diese den zuvor von dem Grundkörper abgenommenen Abdeckkörper lange suchen muss. Eine
Positionierung des Abdeckkörpers auf dem Befestigungsmittel erfolgt ebenfalls sehr
einfach und schnell, da das Befestigungsmittel gut sichtbar und leicht erreichbar
angeordnet ist.
[0007] Vorteilhafterweise ist das Befestigungsmittel von wenigstens einem, im wesentlichen
parallel zur Antriebswelle erstreckenden Bolzen gebildet, auf den der Abdeckkörper
aufsteckbar ist. Von dem Grundkörper des Rotationsschleifgerätes ragen beispielsweise
vier Bolzen ab, wobei zwei der Antriebswelle am Nächsten liegende Bolzen eine grössere
Länge aufweisen als zwei weitere Bolzen, die eine grössere Entfernung von der Antriebswelle
besitzen. Der Abdeckkörper ist beispielsweise an zwei einander gegenüberliegenden,
voneinander beabstandeten Endbereichen mit je einem Klemmbereich versehen, wobei jeder
der beiden Klemmbereiche in einer den Umfang der Schleifscheibe bereichsweise freigebenden
Freigabestellung des Abdeckkörpers auf die längeren Bolzen aufgesteckt ist. Die kürzeren
Bolzen dienen der Festlegung des Abdeckkörpers in einer die Schleifscheibe zusammen
mit dem Grundkörper gehäuseseitig und vollumfänglich abdeckenden Arbeitsstellung.
[0008] Damit der Abdeckkörper von der Arbeitsstellung in die Freigabestellung verschwenkbar
ist, bildet zweckmässigerweise der vom Grundkörper in Richtung Gehäuse abragende Bolzen
eine Führung und eine Schwenkachse für den Abdeckkörper. Der Abdeckkörper weist an
einem freien Ende einen auf den Bolzen aufsteckbaren Klemmbereich auf, der den Bolzen
wenigstens teilweise umgreift.
[0009] Um den Abdeckkörper von der Arbeitsstellung in die Freigabestellung versetzen zu
können, wird der Abdeckkörper zuerst entlang des Bolzens in Richtung Gehäuse verschoben
und anschliessend oberhalb der dem Gehäuse zugewandten Seite des Grundkörpers mit
seinem freien Ende in Richtung Antriebswelle in seine Freigabestellung geschwenkt.
[0010] Damit der Abdeckkörper schnell und einfach von einer Arbeitsstellung in die Freigabestellung
versetzt werden kann, ist zweckmässigerweise das Befestigungsmittel von wenigstens
einer zwischen dem Grundkörper und dem Abdeckkörper wirkenden Führung gebildet, die
sich im wesentlichen parallel zu einem Durchmesser der Staubschutzhaube erstreckt.
Die Führung wird beispielsweise von einem Führungskanal und einem in den Führungskanal
ragenden und entlang des Führungskanals versetzbaren Führungselement gebildet. Der
Führungskanal ist beispielsweise an dem Grundkörper und das Führungselement an dem
Abdeckkörper oder umgekehrt angeordnet.
[0011] Zweckmässigerweise ist die Staubschutzhaube an einem vom Gehäuse abgewandten freien
Ende mit einem Kranz versehen, der eine Schleiffläche der Schleifscheibe überragt
und aus einem elastischen, luftdurchlässigen Material wie Borsten besteht. Mit Hilfe
dieses Kranzes wird ein sich zwischen dem freien Ende der Staubschutzhaube und der
Oberfläche des Untergrundes erstreckender Vorhang geschaffen, der einerseits verhindert,
dass vom Untergrund abgetragenes Schleifgut die Staubschutzhaube verlassen kann, andererseits
Luft von aussen in die Staubschutzhaube eindringen lässt, damit ein von einer externen
Absaugvorrichtung erzeugter Saugstrom nicht abreisst.
[0012] Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen, die mehrere Ausführungsbeispiele wiedergeben,
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemässes, teilweise dargestelltes Rotationsschleifgerät in der Seitenansicht;
teilweise geschnitten; der Abdeckkörper steckt auf zwei am Grundkörper angeordneten
Bolzen;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch das Rotationsschleifgerät gemäss Fig. 1 entlang der Linie II-II;
- Fig. 3
- ein teilweise dargestelltes, weiteres Rotationsschleifgerät in der Seitenansicht;
teilweise geschnitten; der Abdeckkörper ist um einen am Grundkörper angeordneten Bolzen
schwenkbar;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch das Rotationsschleifgerät gemäss Fig. 3 entlang der Linie IV-IV;
- Fig. 5
- ein teilweise dargestelltes, weiteres Rotationsschleifgerät in der Seitenansicht und
teilweise geschnitten; der entlang einer Führung des Grundkörpers versetzbare Abdeckkörper
befindet sich in einer Freigabestellung;
- Fig. 6
- einen Schnitt durch das Rotationsschleifgerät gemäss Fig. 5 entlang der Linie VI-VI;
- Fig. 7
- den in Fig. 5 dargestellten Ausschnitt; der Abdeckkörper befindet sich in einer die
Schleifscheibe gehäuseseitig und umfangsseitig abdeckenden Arbeitsstellung;
- Fig. 8
- den in Fig. 5 dargestellten Ausschnitt; der Abdeckkörper befindet sich in einer zwischen
der Freigabestellung und der Arbeitsstellung liegenden Zwischenstellung.
[0013] Die in den Fig. 1 bis 8 dargestellten Rotationsschleifgeräte weisen ein Gehäuse 10
auf, in dem beispielsweise ein nicht dargestellter elektrischer Antriebsmotor angeordnet
ist. Die Steuerung dieses Antriebsmotors erfolgt beispielsweise über einen am Gehäuse
10 angeordneten, ebenfalls nicht dargestellten Elektroschalter. Der Antriebsmotor
weist eine aus dem Gehäuse 10 ragende Antriebswelle 3, 13, 23 auf, an deren freiem
Ende eine Schleifscheibe 4, 14, 24 lösbar festgelegt ist. Die Staubschutzhaube ist
zweiteilig ausgebildet und dient der vollumfänglichen Abdeckung der Schleifscheibe
4, 14, 24. Die Staubschutzhaube setzt sich zusammen aus einem fest mit dem Gehäuse
10 in Verbindung stehenden Grundkörper 1, 11, 21 und einem an dem Grundkörper 1, 11,
21 anordbaren Abdeckkörper 2, 12, 22, der von einem kreisabschnittartig, bzw. kreisauschnittartig
ausgebildeten Teil gebildet ist.
[0014] An einem vom Gehäuse 10 abgewandten freien Ende der Staubschutzhaube ist ein Kranz
angeordnet, der aus einem elastischen, luftdurchlässigen Material wie Borsten besteht,
die eine Schleiffläche der Schleifscheibe 4, 14, 24 etwas überragen. Ein erster Teilkranz
5, 15, 25 des Kranzes befindet sich an dem Grundkörper 1, 11, 21 und ein zweiter Teilkranz
6, 16, 26 des Kranzes befindet sich an dem Abdeckkörper 2, 12 22. Der Grundkörper
1, 11, 21 ist mit einem Absaugstutzen 9, 19, 29 versehen, der mit einer nicht dargestellten
Absaugvorrichtung in Verbindung bringbar ist.
[0015] Von dem Grundkörper 1 des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Rotationsschleifgerätes
ragen vier Bolzen 7 in Richtung Gehäuse 10 ab, wobei zwei der Antriebswelle 3 am Nächsten
liegende Bolzen 7 eine grössere Länge aufweisen als zwei weitere Bolzen 7, die eine
grössere Entfernung von der Antriebswelle 3 besitzt. Die parallel zur Längsachse der
Antriebswelle 3 projizierte Projektionsfläche des Abdeckkörpers 2 ist im wesentlichen
kreisabschnittartig ausgebildet. Der Abdeckkörper 2 weist an zwei einander gegenüberliegenden,
voneinander beabstandeten Endbereichen einen Klemmbereich auf, wobei jeder der beiden
Klemmbereiche 8 in einer den Umfang der Schleifscheibe 4 bereichsweise freigebenden
Freigabestellung des Abdeckkörpers 2 an den längeren Bolzen 7 lösbar festgelegt ist.
Die kurzen Bolzen 7 dienen der Festlegung des Abdeckkörpers 2 in einer die Schleifscheibe
4 zusammen mit dem Grundkörper gehäuseseitig und vollumfänglich abdeckenden Arbeitsstellung.
[0016] Der in den Fig. 3 und 4 dargestellte Grundkörper 11 weist im Umfangsbereich einen
Bolzen 17 auf, der sich parallel zur Längsachse der Antriebswelle 13 in Richtung eines
nicht dargestellten Gehäuses des Rotationsschleifgerätes erstreckt. Dieser Bolzen
17 dient der Aufnahme des Abdeckkörpers 12. An einem freien Ende weist dieser Abdeckkörper
12 einen auf den Bolzen 17 aufsteckbaren Klemmbereich 18 auf, der den Bolzen 17 wenigstens
teilweise umgreift. Die parallel zur Längsachse der Antriebswelle 13 projizierte Projektionsfläche
des Abdeckkörpers 12 ist im wesentlichen kreisabschnittartig ausgebildet. Der in der
Fig. 3 dargestellte Abdeckkörper 12 befindet sich in einer den Umfang der Schleifscheibe
14 bereichsweise freigebenden Freigabestellung. Um diesen Abdeckkörper 12 von seiner
Freigabestellung in eine Arbeitsstellung bringen zu können, in der er zur Abdeckung
der Schleifscheibe 14 beiträgt, wird der Abdeckkörper 12 von der Antriebswelle 13
weggeschwenkt und anschliessend axial vom Gehäuse weg in Richtung Schleifscheibe 14
versetzt.
[0017] Der in den Fig. 5 bis 8 dargestellte Abdeckkörper 22 ist im wesentlichen kreisausschnittartig
ausgebildet und entlang einer zwischen dem Grundkörper 21 und dem Abdeckkörper 22
wirkenden Führung 27, 28 von einer der Abdeckung der Schleifscheibe 24 beitragenden
Arbeitsstellung in eine die Schleifscheibe 24 bereichsweise freigebende Freigabestellung
versetzbar. Ausgehend von der Arbeitsstellung ist der Abdeckkörper 22 zuerst parallel
zur Längsachse der Antriebswelle 23 in einer von der Schleifscheibe 24 abgewandten
Richtung und anschliessend in einer im wesentlichen senkrecht zur Antriebswelle 23
hin verlaufenden Richtung in die Freigabestellung versetzbar. Mittels nicht näher
dargestellter Mittel ist der Abdeckkörper 22 sowohl in der Arbeitsstellung als auch
in der Freigabestellung am Grundkörper 21 festlegbar. Die Führung 27, 28 wird beispielsweise
von einem nicht dargestellten Führungskanal und einem in den Führungskanal ragenden
und entlang des Führungskanals versetzbaren, ebenfalls nicht dargestellten Führungselement
gebildet. Der Führungskanal ist beispielsweise an dem Grundkörper und das Führungselement
an dem Abdeckkörper oder umgekehrt angeordnet.
1. Rotationsschleifgerät mit einem Gehäuse (10), einem Antriebsmotor mit einer Antriebswelle
(3, 13, 23), einer an der Antriebswelle (3, 13, 23) festlegbaren Schleifscheibe (4,
14, 24) und einer die Schleifscheibe (4, 14, 24) gehäuseseitig vollumfänglich abdeckbaren
Staubschutzhaube, wobei sich die Staubschutzhaube aus einem fest mit dem Gehäuse (10)
verbindbaren Grundkörper (1, 11, 21) und einem vom Grundkörper (1, 11, 21) abnehmbaren,
kreisabschnittartig ausgebildeten Abdeckkörper (2, 12, 22) zusammensetzt und der Abdeckkörper
(2, 12, 22) in einer die Schleifscheibe (4, 14, 24) bereichsweise freigebenden Freigabestellung
am Grundkörper (1, 11, 21) festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckkörper (2, 12, 22) in seiner Freigabestellung an wenigstens einem
Befestigungsmittel festlegbar ist, das von der dem Gehäuse (10) zugewandten Seite
des Grundkörpers (1, 11, 21) abragt.
2. Rotationsschleifgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel
von wenigstens einem, im wesentlichen parallel zur Antriebswelle (3, 13) erstreckenden
Bolzen (7, 17) gebildet ist, auf den der Abdeckkörper (2, 12) aufsteckbar ist.
3. Rotationsschleifgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (7,
17) eine Schwenkachse für den gegenüber dem Grundkörper (10) schwenkbaren Abdeckkörper
(2, 12) bildet.
4. Rotationsschleifgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel
von wenigstens einer Führung (27, 28) gebildet ist, die sich im wesentlichen parallel
zu einem Durchmesser der Staubschutzhaube erstreckt.
5. Rotationsschleifgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Staubschutzhaube an einem vom Gehäuse (10) abgewandten freien Ende mit einem Kranz
versehen ist, der eine Schleiffläche der Schleifscheibe (4, 14, 24) überragt und aus
einem elastischen, luftdurchlässigen Material wie Borsten besteht.