[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport eines dünnen, flächigen Transportgutes,
wobei das Transportgut beidseitig durch Bänder geführt und von Kräften quer zur Transportrichtung
gehalten ist.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 24 44 697 bekannt, wobei die Kräfte
quer zur Transporteinrichtung durch Transportwalzen aufgebracht werden, die beidseitig
der Bänder angebracht sind. Der Nachteil dieser Art der Aufbringung von Haltekräften
für das Transportgut besteht darin, daß entlang der gesamten Transportstrecke Transportwalzen
erforderlich sind. Dies ist aufwendig, benötigt Bauraum und bei gewissen Ausgestaltungen
der Transportstrecke ist die Anbringung der Transportwalzen schwierig. Letzteres ist
insbesondere bei einer Wendeeinrichtung mittels einer 180°-Schränkung der Transportbänder
der Fall und führt zu einer erheblichen Verlängerung der für die Wendung erforderlichen
Transportstrecke.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art derart auszugestalten, daß die Haltekräfte für das Transportgut einfacher erzielbar
sind, insbesondere ohne auf die Bänder wirkende Führungseinrichtungen.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kräfte dadurch erzielt sind,
daß mindestens ein Band mit magnetischem Material ausgestattet ist.
[0005] Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß sich die Bänder über weite Strecken
ohne zusätzliche Führungen erstrecken können und trotzdem ein sicherer Halt des Transportgutes,
beispielsweise Papierbögen, gewährleistet ist. Dabei läßt sich mit relativ geringem
Aufwand eine sichere Positionierung des Transportgutes erreichen. Wertvoller Bauraum
kann eingespart werden, insbesondere im Bereich von Wendungen. Bei letzterem wird
die Kontinuität der Schränkung nicht mehr durch die Transportwalzen unterbrochen,
was einen kontinuierlicheren, ruhigeren und exakteren Transport des Guts zur Folge
hat.
[0006] Dabei ist es möglich, daß beide Bänder mit permanentmagnetischem Material ausgestattet
sind, oder es kann vorgesehen sein, daß ein Band mit permanentmagnetischem Material
ausgestattet ist und das andere mindestens teilweise aus Stahl besteht. Es kann auch
ein Stahlband vorgesehen sein oder ein elastisches Band, in das Weicheisenteile eingelagert
sind.
[0007] Zweckmäßigerweise wird vorgesehen, daß pulverförmiges magnetisches Material eingelagert
ist. Dadurch ist es möglich, für die Bänder einen Grundwerkstoff auszuwählen, der
die optimalen Eigenschaften für Transportbänder aufweist, wie Verschleißfestigkeit
oder gute Halteeigenschaften der Oberfläche für das Transportgut, beispielsweise für
Papier.
[0008] Selbstverständlich können jedoch auch einzelne Permanentmagneten an einem oder beiden
Bändern angeordnet sein. Besonders hohe Haltekräfte lassen sich erzielen, wenn die
Bänder ohne Schlupf geführt und jeweils ein Permanentmagnet eines Bandes einem Permanentmagneten
beziehungsweise Weicheisenteil des anderen Bandes derart zugeordnet ist, daß diese
sich anziehen. Auf diese Weise kann auch die Anzahl der erforderlichen Permanentmagneten
reduziert werden. Oftmals reicht es für einen sicheren Halt aus, daß für ein Transportgut
zwei Paare von Permanentmagneten oder zwei Permanentmagneten mit Weicheisenteilen
in Eingriff kommen. Beispiele für eine Führung von Bändern ohne Schlupf sind Zahnriemen
mit Zahnrädern oder durch Kettenräder geführte Ketten.
[0009] Wie bereits erwähnt, ist die erfindungsgemäße Maßnahme besonders vorteilhaft, wenn
die Bänder für eine Wendung des Transportgutes aneinanderliegend um 180° geschränkt
sind.
[0010] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- das Prinzip der Erfindung anhand einer quer zur Transportrichtung geschnittenen Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Vorrichtung mit einem Stahlband und einem mit Permanentmagneten bestückten Band,
- Fig. 3
- eine Vorrichtung mit Bändern, die als Zahnriemen mit Permanentmagneten ausgestattet
sind und
- Fig. 4
- eine Wendeeinrichtung.
[0011] Die
Fig. 1 zeigt das Prinzip der Erfindung anhand einer quer zur Transportrichtung 5 geschnittenen
Vorrichtung. Ein Transportgut 1, beispielsweise ein Papierbogen befindet sich zwischen
zwei Bändern 2 und 3, welche mit Kräften 4 quer zur Transportrichtung 5 beaufschlagt
sind. Diese Kräfte 4 sind magnetische Kräfte, welche beispielsweise dadurch erzeugt
werden können, daß in die Bänder 2 und 3 pulverförmiges magnetisches Material eingelagert
ist.
[0012] Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung, bei der ein Band 2 als Stahlband 8 ausgebildet ist und das
andere Band 3 mit Permanentmagneten 6 bestückt ist. Das Transportgut 1 wird bei dieser
Ausführungsform zwischen dem Stahlband 8 und den Permanentmagneten 6 durch die Kräfte
4 gehalten und sicher geführt.
[0013] Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung mit Bändern 2 und 3, die als Zahnriemen 7 ausgebildet sind.
Die Zahnriemen 7 sind mit Permanentmagneten 6 ausgestattet und zwar derart, daß jeweils
ein Permanentmagnet 6 eines Bandes 2 einem Permanentmagneten oder Weicheisenteil 6
des anderen Bandes 3 gegenüberliegt. Um diese Lage zu gewährleisten, sind die Zahnriemen
7 auf Rollen 10 gelagert, die als Zahnräder 10 oder mit zahnradartigen Eingriffen
für die Zähne der Zahnriemen 7 ausgestattet sind. Durch das direkte Gegenüberliegen
der Permanentmagneten 6 werden besonders hohe Haltekräfte 4 erzielt. Um die Oberflächen
des Transportgutes 1 zu schonen, ist es möglich, sowohl bei diesem als auch bei den
vorigen Ausführungsbeispielen die Permanentmagneten 6 mit einer dünnen Schicht zu
überziehen. Diese kann gleichzeitig derart ausgestaltet sein, daß das Transportgut
1, für welches die Vorrichtung vorgesehen ist, gut gehalten wird.
[0014] Fig. 4 zeigt schließlich eine Wendeeinrichtung 9, die derart ausgestaltet ist, daß zwei
Bänder 2 und 3 dadurch geschränkt sind, daß ein Rollenpaar 10 gegenüber einem zweiten
Rollenpaar 10 um 180° gedreht angeordnet ist. Auf diese Weise wird eine Wendung eines
Transportgutes 1 durch die Schränkung der Bänder 2 und 3 erzielt, wie sie durch die
Pfeile 11 angedeutet ist. Gerade bei einer derartigen Wendeeinrichtung 9 ist der sichere
Halt eines Transportgutes 1 durch die erfindungsgemäße Maßnahme sicher gewährleistet
und die Kontinuität des Transportes des Transportgutes 1 wird nicht durch Transportrollen
beeinträchtigt, die nach dem Stand der Technik im Bereich der Schränkung der Bänder
2 und 3 angeordnet werden müssen.
[0015] Diese Ausgestaltungen sind selbstverständlich nur beispielhaft, insbesondere werden
durch die Erfindung beliebige Streckenführungen der Bänder 2 und 3 ermöglicht. Die
Bänder können durch Umlenkrollen auch beliebig um Ecken geführt werden oder es ist
sogar möglich, eine Transportstrecke auszubilden, bei der die Bänder 2 und 3 durchhängend
geführt sind, da die Kräfte 4 auch bei nicht straff gespannten Bändern 2 und 3 einen
sicheren Halt und eine Erhaltung der Position des Transportgutes 1 gewährleisten.
Bezugszeichenliste
[0016]
- 1
- Transportgut
- 2, 3
- Bänder
- 4
- Pfeile: Haltekräfte - Kräfte quer zur Transportrichtung
- 5
- Pfeil: Transportrichtung
- 6
- Permanentmagnet oder Weicheisenteil
- 7
- Zahnriemen
- 8
- Stahlband
- 9
- Wendeeinrichtung
- 10
- Rollen oder Zahnräder zur Führung der Bänder
- 11
- Pfeile: Wendung des Transportgutes
1. Vorrichtung zum Transport eines dünnen, flächigen Transportgutes (1), wobei das Transportgut
(1) beidseitig durch Bänder (2, 3) geführt und von Kräften (4) quer zur Transportrichtung
(5) gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kräfte (4) dadurch erzielt sind, daß mindestens ein Band (2, 3) mit magnetischem
Material ausgestattet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß beide Bänder (2, 3) mit permanentmagnetischem Material ausgestattet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Band (2 oder 3) mit permanentmagnetischem Material ausgestattet ist und das
andere (3 oder 2) mindestens teilweise aus Stahl besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß pulverförmiges magnetisches Material eingelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß einzelne Permanentmagnete (6) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bänder (2, 3) ohne Schlupf geführt und jeweils ein Permanentmagnet (6) eines
Bandes (2, 3) einem Permanentmagneten (6) beziehungsweise Weicheisenteil (6) des anderen
Bandes (3 oder 2) zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bänder (2, 3) Zahnriemen (7) sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bänder (2, 3) durch Kettenzahnräder (10) geführte Ketten sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bänder (2, 3) für eine Wendung des Transportgutes (1) aneinanderliegend um
180° geschränkt sind.