| (19) |
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(11) |
EP 1 075 446 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.2002 Patentblatt 2002/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.05.1999 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65H 67/04 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9903/081 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9905/7052 (11.11.1999 Gazette 1999/45) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUR HANDHABUNG EINER SPULE AN EINER SPULMASCHINE
DEVICE FOR MANIPULATING A BOBBIN IN A WINDER
DISPOSITIF POUR MANIPULER UNE BOBINE DANS UNE BOBINEUSE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
06.05.1998 DE 19820242 18.06.1998 DE 19827240
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.02.2001 Patentblatt 2001/07 |
| (73) |
Patentinhaber: Georg Sahm GmbH & CO. KG Maschinenfabrik |
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37269 Eschwege (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RABE, Helmut
D-37287 Wehretal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bohnenberger, Johannes, Dr. et al |
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Meissner, Bolte & Partner
Postfach 86 06 24 81633 München 81633 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 025 128 FR-A- 2 376 811 US-A- 1 980 138 US-A- 4 157 792
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EP-A- 0 094 784 GB-A- 1 463 222 US-A- 3 918 650 US-A- 5 797 557
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 356 (M-745), 26. September 1988 (1988-09-26)
-& JP 63 112379 A (TEIJIN SEIKI CO LTD), 17. Mai 1988 (1988-05-17)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016, no. 115 (M-1224), 23. März 1992 (1992-03-23) -&
JP 03 284586 A (SHIMADZU CORP), 16. Dezember 1991 (1991-12-16)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Handhabung einer Spule, insbesondere
einer Flanschspule an einer Spulmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Zum Aufspulen von Fäden, Bändchen, Filamenten oder dergleichen Spulgut werden Spulmaschinen
verwendet, die eine Spulspindel aufweisen, auf welche (mindestens) eine Spulhülse
aufgesteckt wird. Die Spulhülse wird dann bewickelt. Sobald die so entstehende Spule
einen vorgegebenen Enddurchmesser oder ein vorgegebenes Endgewicht aufweist, wird
die Spule von der Spulspindel abgenommen und verpackt oder weiterverarbeitet. Den
Vorgang des Abnehmens der vollen Spule und Wiederaufsteckens einer unbewickelten Spulhülse,
also den Spulenwechsel nennt man Doffen.
[0003] Für sehr große und schwere Spulen verwendet man oftmals Flanschspulen, deren Flansche
so dimensioniert sind, daß man die Flanschspule auf den Flanschen aufliegend auf dem
Boden zum Transport rollen kann. Zum Abnehmen von vollen Spulen und auch zum Aufstecken
noch unbewickelter Spulhülsen verwendet man einen frei beweglichen Doffwagen, der
die Flanschspule ergreift, abzieht (beziehungsweise aufsteckt) und auf dem Boden ablegt
(beziehungsweise vom Boden abhebt). Die Handhabung dieses Gerätes ist aufwendig.
[0004] Aus der EP-A 0 025 128 ist ein Doffwagen bekannt, der zur Aufnahme einer gewickelten
Spule ohne Flansche eine Einsenkung aufweist. Die Spule liegt mit dem Wickelumfang
auf. Nach dem Abnehmen der Spule von der Spindel und Auflegen auf dem Doffwagen wird
die Spule so hoch gehoben, daß eine Bedienungsperson sie abnehmen kann, ohne die Spule
anheben zu müssen. Bei sehr schweren Spulen, die manuelle nicht mehr handhabbar sind,
ist eine solche Vorrichtung nicht anwendbar bzw. muß wieder ein Übergabemechanismus
auf eine Transporteinrichtung vorgesehen sein.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Handhabung einer Spule,
insbesondere einer Flanschspule aufzuzeigen, die in vereinfachter Weise eine Spulenwechsel
und einen Abtransport der Spule ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach dem Patentanspruch 1 gelöst.
[0007] Ein wichtiger Punkt der Erfindung besteht darin, daß Führungseinrichtungen zum reibungsarmen
Führen des Doffwagens mit oder ohne angehobene Spule vorgesehen sind, so daß der Doffwagen
nicht auf dem Boden bewegt werden muß, was leicht ersichtlich verschiedene Probleme
mit sich bringt. Es ist also zur Lösung der genannten Aufgabe ein Doffwagen mit Hebeeinrichtungen
zum Anheben und Absenken einer Spule zwischen einer Spulhöhe, in welcher die Spule
auf einer Spulspindel der Spulmaschine verschiebbar und von ihr abziehbar ist und
einer Transporthöhe, in welcher die Spule auf einem Boden oder auf ein vor der Spulmaschine
laufendes Transportband aufliegend rollbar ist, vorgesehen, wobei weiterhin eine Führungseinrichtung
zum reibungsarmen Führen des Doffwagens mit oder ohne angehobene Spule in einer Transportrichtung
parallel zur Spulspindel zwischen einer Wickelposition zum Bewickeln der Spulen und
einer Transportposition zum Zu- und Abtransportieren der Spule vorgesehen.
[0008] Vorzugsweise ist die Führungseinrichtung in der Transportrichtung fest mit der Spulmaschine
verbunden. Dadurch können keine Kräfte zwischen dem Doffwagen und der Spulmaschine
auftreten, welche die Spulmaschine relativ zum Aufstellungsort belasten könnten.
[0009] Vorzugsweise sind die Hebeeinrichtungen zum Abstützen der Flanschspule an ihren beiden
Flanschen ausgebildet, so daß keine Biegekräfte oder Kippmomente auf die Flansche
wirken. Flanschlose Spulen werden direkt auf der Wicklung abgestützt.
[0010] Die Führungseinrichtung ist vorzugsweise derart ausgebildet, daß sich die Hebeeinrichtungen
in der Spulposition im Bereich der Flansche befinden, so daß der Spulvorgang nicht
behindert wird.
[0011] Die Hebeeinrichtungen sind vorzugsweise derart ausgebildet, daß sie bei in der Transportposition
befindlicher Spule diese freigeben und in die Wickelposition verschiebbar sind. Die
Spule ist somit frei und kann fortgerollt oder transportiert werden.
[0012] Vorzugsweise umfassen die Führungseinrichtungen Geradeführungen oder auch Teleskopführungen,
welche an der Spulmaschine befestigt sind. Durch diese Anordnung ist besonders einfach
und wirksam gewährleistet, daß beim Abziehen einer bewickelten Spule oder beim Aufsetzen
einer leeren Spulhülse keine Kräfte auf die Spulmaschine relativ zum Aufstellungsort
auftreten.
[0013] Vorzugsweise umfassen die Hebeeinrichtungen für die Spule ein Paar von schwenkbar
am Doffwagen befestigten Hebeln, die mit ersten Greifenden an den Flanschen bzw. bei
flanschlosen Spulen an der Wicklung am Umfang angreifen und mit zweiten Betätigungsenden
über vorzugsweise einen gemeinsamen Hubzylinder zum Anheben und Absenken der Spule
bewegbar sind. Die Schwenkachse der Hebel entspricht hierbei der Drehachse der Teleskopführungen.
Die Greifenden sind so ausgebildet, daß sie in Richtung der Spulspindel wirkende Kräfte
aufnehmen können, wobei die Spule mit beiden Flanschen auf den (in Richtung der Spulspindel
gesehen) verlängert ausgebildeten Hebelenden aufliegt. Es treten darum keine Kippmomente
an den Greifenden auf.
[0014] Der Doffwagen ist vorzugsweise von Hand verschiebbar ausgebildet, was eine einfache
Handhabung mit sich bringt. Aufgrund der reibungsarm ausgebildeten Führungseinrichtungen
ist damit eine gute Handhabbarkeit der Maschine insgesamt gewährleistet.
[0015] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, die anhand von Abbildungen näher erläutert
wird.
[0016] Hierbei zeigen
- Figuren 1A-8A
- Draufsichten der Ausführungsform der Erfindung in verschiedenen Arbeitspositionen,
und
- Figuren 1B-8B
- Seitenansichten auf die Anordnungen nach Figuren 1A-8A in den verschiedenen Arbeitspositionen.
[0017] In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleich wirkende Teile dieselben
Bezugsziffern verwendet. Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf Flanschspulen. Spulen
ohne Flansche, deren Wicklung widerstandsfähig genug ist, können aber auch gehandhabt
werden.
[0018] In den Figuren 1A und 1B ist die Hülsenerstbestückung gezeigt, bei der eine Flanschspule
1 mit einem äußeren Flansch 2 und einem inneren Flansch 3 auf eine mittels einer Spanneinrichtung
7 spannbaren Spulspindel 6 einer Spulmaschine 5 aufgeschoben wird. Ein Verlegearm
8 der Spulmaschine 5 ist nur in den Seitenansichten der Figuren 1B bis 8B angedeutet.
[0019] An der Spulmaschine 5, die auf einem Boden 9 steht, sind Führungseinrichtungen 30
vorgesehen, welche innere, relativ zur Spulmaschine 5 bewegliche erste Lager 31 und
äußere, an der Spulmaschine 5 befestigte zweite Lager sowie in den Lagern 31 und 32
laufende Teleskopstäbe 33, 34 umfassen. Diese bilden zusammen mit Hebeeinrichtungen
20 einen Doffwagen 10.
[0020] Die Hebeeinrichtungen 20 umfassen einen ersten Hebel 21 und einen zweiten Hebel 22.
Beide Hebel 21 und 22 weisen Greifenden 23 beziehungsweise 24 auf, welche an den Teleskopstäben
33, 34 ebenso wie die Hebel 21 und 22 befestigt sind. Während die Hebel 21, 22 an
(relativ zur Spulmaschine 5) inneren Enden der Teleskopstäbe 33, 34 befestigt sind,
sind die Greifenden 23, 24 an deren äußeren Enden befestigt und so lang ausgebildet,
daß die Flanschspule 1 mit ihren beiden Flanschen 2 und 3 auf ihnen aufliegen kann.
[0021] Betätigungsenden 25 und 26 der Hebel 21 und 22 sind über einen gemeinsamen Hubzylinder
27 verbunden, so daß beim Ausfahren beziehungsweise Einfahren des (Kurz-)Hubzylinders
27 die Hebel 21, 22 und mit ihnen die Teleskopstangen 33, 34 und damit wiederum die
Greifenden 23, 24 verschwenkt werden.
[0022] An ihren maschinenäußeren Enden sind die Teleskopstäbe 33, 34 über eine kreisringförmige
Griffstange 35 verbunden, so daß wiederum ein in sich statisch bestimmter Rahmen gebildet
ist.
[0023] Bei der in Fig. 1A, 1B gezeigten Position liegt die Spule 1 mit ihren Flanschen 2,
3 auf dem Boden. Der Doffwagen 10 ist in seine innere Position, die Wickelposition
zurückgefahren. Der Hubzylinder 27 beziehungsweise die Hebel 21 und 22 sind ganz in
die Spulmaschine 5 eingefahren.
[0024] Zum Ergreifen und Anheben der Spule 1 wird nun die Griffstange 35 angefaßt und der
Doffwagen 10 aus der Spulmaschine 5 herausgezogen, bis die Griffstange 35 über dem
äußeren Flansch 2 der Spule 1 hervorsteht. Nun wird der Hubzylinder 27 betätigt und
fährt auseinander, so daß der rechte Hebel 22 im Uhrzeigersinn und der linke Hebel
21 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt werden. Die Teleskopstäbe 33 und 34 übertragen
diese Schwenkbewegung auf die als drehbare Rollen ausgebildeten Greifenden 23 und
24, so daß die Spule 1 so wie in Fig. 3A gezeigt, angehoben wird. Nun wird der Doffwagen
10 an seiner Griffstange 35 nach innen in Richtung auf die Spulmaschine 5 verschoben,
wie dies in Figur 4A, 4B gezeigt ist. Die Spulspindel wird nun über einen Taster gespannt,
so daß die Flanschspule fest auf ihr aufsitzt. Die Greifenden 23, 24 werden durch
eine entsprechende Betätigung des Hubzylinders 27 (dieser fährt ein) abgesenkt. Das
Spulmaterial wird manuell angelegt und der Verlegearm 8 eingeschwenkt. Dieser Zustand
ist in Fig. 5B gezeigt. Nun kann der Spulvorgang beginnen.
[0025] Sobald die Spule voll ist, wird der Hubzylinder 27 wieder betätigt, so daß die Greifenden
23, 24 der Hebel 21, 22 nach oben geschwenkt werden, wodurch die Spule angehoben wird.
Die Spanneinrichtung 7 der Spulspindel 6 wird geöffnet, so daß die Spulspindel 6 die
Flanschspule 1 freigibt. Nun wird der Doffwagen 10 mit samt der bewickelten Spule
1 herausgefahren, wie dies in den Figuren 6A und 6B gezeigt ist.
[0026] Zum Absenken der bewickelten Flanschspule 1 wird der Hubzylinder 27 wieder betätigt,
so daß der rechte Hebel 22 entgegen dem Uhrzeigersinn und der linke Hebel 21 im Uhrzeigersinn
verschwenken. Die Spule sitzt nun mit ihren Flanschen 2, 3 auf dem Boden 9 auf, wie
dies in Fig. 7A, 7B gezeigt ist. Nun wird der Doffwagen 10 mittels der Griffstange
35 nach innen, in Richtung auf die Spulmaschine 5 bis zum Anschlag geschoben. Die
volle Flanschspule 1 kann nun direkt auf dem Boden 9 weggerollt werden.
[0027] Die Greifenden 23, 24 sind vorzugsweise als Rollen derart ausgebildet, daß sie beim
Verschwenken der Hebel 21, 22 auf dem Umfang der Flansche 2, 3 abrollen, um so die
auftretenden Betätigungskräfte sowie den Verschleiß zu minimieren.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0028]
- 1
- Flanschspule
- 2
- äußerer Flansch
- 3
- innerer Flansch
- 5
- Spulmaschine
- 6
- Spulspindel
- 7
- Spanneinrichtung
- 8
- Verlegearm
- 9
- Boden
- 10
- Doffwagen
- 20
- Hebeeinrichtung
- 21
- erster Hebel
- 22
- Greifende
- 24
- Greifende
- 25
- Betätigungsende
- 26
- Betätigungsende
- 27
- Hubzylinder
- 30
- Führungseinrichtung
- 31
- erstes Lager
- 32
- zweites Lager
- 33
- Teleskopstab
- 34
- Teleskopstab
- 35
- Griffstange
1. Vorrichtung zur Handhabung einer Spule, insbesondere Flanachspule (1) an einer Spulmaschine
(5), umfassend
einen Doffwagen (10) mit Hebeeinrichtungen (20) zum Anheben und Absenken der Spule
(1) zwischen einer Spulhöhe, in welcher die Spule (1) auf einer Spulspindel (6) der
Spulmaschine verschiebbar und von ihr abziehbar ist und einer Transporthöhe, in welcher
die Spule auf einem Boden (9) oder auf ein vor der Spulmaschine laufendes Transportband
aufliegend rollbar ist;
eine Führungseinrichtung (30) zum reibungsarmen Führen des Doffwagens (10) mit oder
ohne angehobener Spule (1) in einer Transportrichtung parallel zur Spulspindel (6)
zwischen einer Wickelposition zum Bewickeln der Spule und einer Transportposition
zum Zu- und Abtransportieren der Spule (1), wobei die Führungseinrichtung (30) mindestens
in der Transportrichtung fest mit der Spulmaschine (5) verbunden und derart ausgebildet
ist, daß sich die Hebeeinrichtungen (20) in der Spulposition im Bereich der vollen
Spule bzw. der Flansche (2) befinden, und so ausgebildet sind, daß sie bei in der
Transportsposition befindlicher voller Spule oder Flanschspule (1) diese freigeben
und in die Wickelposition verschiebbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hebeeinrichtung (20) zum Ergreifen beziehungsweise Abstützen einer Flanschspule
an ihren Flanschen (2, 3) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungseinrichtungen (30) Geradeführungen (31-34) umfassen, wobei Führungsstangen
aus der Spulmaschine (5) herausfahrbar befestigt sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hebeeinrichtungen für jeden Flansch (2) oder die bewickelte Spule ein Paar von
schwenkbar am Doffwagen (10) befestigten Hebeln (21, 22) oder dergleichen reibungsarme
Stützainrichtungen umfassen, die mit ersten Greifenden (23, 24) an den Flanschen (2,
3) in deren Umfangsrichtung beweglich angreifen und mit zweiten Betätigungsenden (25,
26) über vorzugsweise einen gemeinsamen Hubzylinder (27) zum Anheben und Absenken
der Flanschspule (1) bewegbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Greifenden (23, 24) als Rollen oder dergleichen reibungsarme Stützainrichtungen
ausgebildet sind, die sich in Richtung der Spulspindel (6) erstrecken und daß die
zweiten Betätigungsenden (25, 26) innerhalb der Spulmaschine (5) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Betätigungsenden (25, 26) über die Führungaeinrichtungen (30) drehfest zum Verschwenken
der Greifenden (23, 24) mit diesen drehfest verbunden sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Doffwagen (10) zum Verschieben von Hand eine Griffstange (35) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Griffstange (35) aus der Spulmaschine (5) herauaragende Enden der als Geradeführungen
(31-34) ausgebildeten Führungseinrichtungen (30) rahmenartig verbindet.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Griffstange (35) im wesentlichen kreisringabschnittsförmig ausgebildet ist und
einen Durchmesser aufweist, der größer ist als derjenige der Flansche (2, 3), so daß
die Griffstange (35) über die Flanschspule (1) in Axialrichtung verschiebbar ist,
wenn die Flanschspule (1) auf dem Boden (9) aufliegt.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hebeeinrichtungen (20) zum Ablegen einer vollen Spule oder Flanschspule auf einem
Förderband, einem Wagen oder dergleichen Transportsystem ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hebel (21, 22) und/oder die Greifenden (23, 24) über Hebel, Zahnräder oder dergleichen
Getriebeeinrichtung zur synchronen Bewegung miteinander verbunden sind.
1. Device for manipulating a bobbin, in particular a flanged bobbin (1), in a winder
(5), comprising
a doffing carriage (10) with lifting mechanisms (20) for raising and lowering the
bobbin (1) between a winding level, at which the bobbin (1) can be pushed onto a winding
spindle (6) of the winder and removed from it, and a transport level, at which the
bobbin can be rolled horizontally onto a floor (9) or onto a conveyor belt running
in front of the winder;
a guide mechanism (30) for low-friction guidance of the doffing carriage (10) with
or without raised bobbin (1) in a transport direction parallel to the winding spindle
(6) between a winding position for winding the bobbin and a transport position for
bringing the bobbin (1) up and carrying it away, wherein the guide mechanism (30)
is firmly connected to the winder (5), at least in the transport direction, and formed
such that the lifting mechanisms (20) are located in the region of the full bobbin
or flanges (2) in the winding position, and are formed such that, when the full bobbin
or flanged bobbin (1) is in the transport position, they release the latter and can
be displaced into the winding position.
2. Device according to Claim 1,
characterised in that
the lifting mechanism (20) is formed for gripping or supporting a flanged bobbin at
its flanges (2, 3).
3. Device according to either of the preceding Claims,
characterised in that
the guide mechanisms (30) comprise straight-line guides (31-34), wherein guide bars
are fastened such that they can be moved out of the winder (5).
4. Device according to any one of the preceding Claims,
characterised in that
the lifting mechanisms comprise for each flange (2) or the wound bobbin a pair of
levers (21, 22) or similar low-friction support mechanisms which are pivotably fastened
to the doffing carriage (10), act with first gripping ends (23, 24) on the flanges
(2, 3) in the circumferential direction thereof and can be moved with second actuating
ends (25, 26), preferably via a common lifting cylinder (27), for raising and lowering
the flanged bobbin (1).
5. Device according to Claim 4,
characterised in that
the gripping ends (23, 24) are formed as rollers or similar low-friction support mechanisms
which extend in the direction of the winding spindle (6), and that the second actuating
ends (25, 26) are disposed inside the winder (5).
6. Device according to Claim 5,
characterised in that
the actuating ends (25, 26) are non-rotatably connected via the guide mechanisms (30)
to the gripping ends (23, 24) in order to pivot the latter.
7. Device according to any one of the preceding Claims,
characterised in that
the doffing carriage (10) comprises a handle bar (35) so that it can be manually displaced.
8. Device according to Claim 7,
characterised in that
the handle bar (35) connects ends of the guide mechanisms (30), which are formed as
straight-line guides (31-34), projecting out of the winder (5) in the manner of a
frame.
9. Device according to either of Claims 7 and 8,
characterised in that
the handle bar (35) is essentially in the form of a circular segment and has a diameter
which is greater than that of the flanges (2, 3), so that the handle bar (35) can
be displaced in the axial direction via the flanged bobbin (1) when the flanged bobbin
(1) is lying on the floor (9).
10. Device according to any one of the preceding Claims,
characterised in that
the lifting mechanisms (20) are formed for depositing a full bobbin or flanged bobbin
on a conveyor belt, a carriage or similar transport system.
11. Device according to Claim 4,
characterised in that
the levers (21, 22) and/or the gripping ends (23, 24) are connected together for synchronous
movement via levers, gear wheels or a similar transmission mechanism.
1. Dispositif pour manipuler une bobine, en particulier une bobine à brides (1) sur une
machine à bobiner (5), comprenant
un chariot de levée (10) avec des dispositifs de levage (20) pour relever et abaisser
la bobine (1) entre une hauteur de bobine à laquelle la bobine (1) peut coulisser
sur une broche de bobinage (6) de la machine à bobiner et être enlevée de celle-ci,
et une hauteur de transport à laquelle la bobine peut rouler en reposant sur un sol
(9) ou sur une bande transporteuse passant devant la machine à bobiner ;
un dispositif de guidage (30) pour le guidage avec une friction réduite du chariot
de levée (10) avec ou sans bobine (1) relevée dans une direction de transport parallèle
à la broche de bobinage (6) entre une position d'enroulement pour l'enroulement sur
la bobine et une position de transport pour transporter à l'arrivée et au départ la
bobine (1), le dispositif de guidage (30), au moins dans le sens de transport, étant
solidaire de la machine à bobiner (5) et conçu de manière que les dispositifs de levage
(20) en position de bobinage se trouvent dans la zone de la bobine pleine ou des brides
(2), et soient conçus de façon que lorsque la bobine ou la bobine à brides (1) pleine
se trouve dans la position de transport, ils libèrent celle-ci et puissent être déplacés
dans la position d'enroulement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de levage (20) est conformé pour saisir ou soutenir une bobine à brides
par ses brides (2, 3).
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les dispositifs de guidage (30) comprennent des guides rectilignes (31 à 34), tandis
que sont fixées des barres de guidage qui peuvent être extraites de la machine à bobiner
(5).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les dispositifs de levage comprennent pour chaque bride (2), ou pour la bobine pleine,
deux leviers (21, 22) montés pivotants sur le chariot de levée (10) ou des dispositifs
de soutien à friction réduite similaires qui agissent de manière déplaçable par des
premières extrémités de préhension (23, 24) sur les brides (3), dans leur direction
périphérique, et qui par des deuxièmes extrémités d'actionnement (25, 26) sont déplaçables,
par l'intermédiaire de préférence d'un cylindre de levage (27) commun, pour relever
et abaisser la bobine à brides (1).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les extrémités de préhension (23, 24) sont conformées en rouleaux ou dispositifs
de soutien à friction réduite similaires, qui s'étendent dans la direction de la broche
de bobinage (6), et en ce que les deuxièmes extrémités d'actionnement (25, 26) sont disposées à l'intérieur de
la machine à bobiner (5).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que les extrémités d'actionnement (25, 26) sont reliées solidairement en rotation, par
l'intermédiaire des dispositifs de guidage (30), aux extrémités de préhension (23,
24) pour le pivotement de celles-ci.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le chariot de levée (10) comporte une barre de prise (35) pour son déplacement manuel.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la barre de prise (35) relie, à la manière d'un cadre, des extrémités, ressortant
de la machine à bobiner (5), des dispositifs de guidage (30) conformés en guides rectilignes
(31 à 34).
9. Dispositif selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que la barre de prise (35) est sensiblement en forme de segment d'anneau circulaire et
présente un diamètre qui est supérieur à celui des brides (2, 3), de sorte que la
barre de prise (35) peut coulisser dans la direction axiale, en passant au-dessus
de la bobine à brides (1), lorsque la bobine à brides (1) repose sur le sol (9).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les dispositifs de levage (20) sont conformés pour déposer une bobine pleine ou une
bobine à brides sur une bande transporteuse, un chariot ou un système de transport
similaire.
11. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les leviers (21, 22) et/ou les extrémités de préhension (23, 24) sont reliés entre
eux par des leviers, des roues dentées ou des mécanismes similaires pour leur déplacement
synchrone.