| (19) |
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(11) |
EP 1 076 157 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2011 Patentblatt 2011/28 |
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Anmeldetag: 24.07.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Reibungskomponente einer thermischen Turbomaschine
Friction component of a thermal turbomachine
Composant de friction d' une turbomachine thermique.
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB |
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Priorität: |
09.08.1999 DE 19937577
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.02.2001 Patentblatt 2001/07 |
| (73) |
Patentinhaber: Alstom Technology Ltd |
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5400 Baden (CH) |
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Erfinder: |
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- Beeck, Alexander, Dr.
79790 Küssaberg (DE)
- Nazmy, Mohamed, Dr.
5442 Fislisbach (CH)
- Oehl, Markus, Dr.
79761 Waldshut-Tiengen (DE)
- Töennes, Christoph, Dr.
5200 Brugg (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 132 667 DE-A- 3 203 869 DE-A- 19 750 516
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EP-A- 0 919 699 DE-A- 3 235 230
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Bei der Erfindung handelt es sich um eine reibungsbehaftete Komponente einer thermischen
Turbomaschine gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die Leit- und Laufschaufeln von Gasturbinen sind starken Belastungen ausgesetzt.
Um die Leckageverluste der Gasturbine klein zu halten wird beispielsweise das Laufrad
der Gasturbine mit einem sehr kleinen Spiel zum Stator eingepasst, so dass es zum
Anstreifen kommt. An dem Stator der Gasturbine ist eine Honigwabenstrukur angebracht.
Die Honigwabenstruktur besteht aus einer warmfesten Metallegierung. Eine weitere Bauart
sind glatte, beschichtete oder unbeschichtete Wärmestausegmente (WSS), welche der
rotierenden Schaufel am Aussenradius radial gegenüberstehen. Die Schaufelspitze reibt
dann gegen diese Wärmestausegmente. Um zu verhindern, dass die Schaufelspitze selbst
abgerieben wird, kann sie beschichtet sein, um dann in einem grösseren Masse die Wärmestausegmente
abzureiben. Nachteilig ist aber bei dieser Ausführungsform, dass die Beschichtung
nur eine begrenzte Haftbarkeit an der Turbinenschaufel hat. Zudem ist nachteilig,
dass Kühlluftbohrungen, mit welchen entweder das Wärmestausegment und/oder die Schaufel
versehen sein können, beim Reiben verstopft werden.
[0003] Aus den Schriften
DE-C2 32 35 230,
EP-132 667 oder
DE-C2-32 03 869 ist es bekannt, Metallfilze an verschiedenen Stellen von Gasturbinenkomponenten einzusetzen,
so z.B. an der Spitze einer Turbinenschaufel (
DE-C2-32 03 869), zwischen einem Metallkern oder einer keramischen Aussenhaut (
DE-C2 32 35 230) oder als Mantel der Turbinenschaufel (
EP-B1-132 667). Diese Ausführungen haben aber den Nachteil, dass der eingesetzte Metallfilz eine
ungenügende Oxidationsbeständigkeit aufweist. Die Erhöhungen der Heissgastemperaturen,
beispielsweise in heutigen Gasturbinen, führen dazu, dass die eingesetzten Materialien
immer höheren Anforderungen genügen müssen. Die Metallfilze in den erwähnten Schriften
erfüllen aber die Anforderung an heutige Massstäbe nicht mehr, insbesondere in bezug
auf eine notwendiges Mass an Oxdationsbeständigkeit.
[0004] Aus der
DE-A1-197 50 516 ist eine abreibbare Dichtung für axiale Turbomaschinen bekannt, die aus einem filzartigen
material aus untermetallischen Fasern auf Eisen- oder Nickelbasis besteht und entweder
an der Spitze einer Leitschaufel angeordnet ist oder auf der einer Laufschaufelspitze
gegenüberliegenden Innenseite des Gehäuses. Die Anbringung direkt am Gehäuse ist jedoch
-insbesondere beim Löten und Schweissen- schwierig. Darüber hinaus ist eine Kühlung
nicht ohne weiteres möglich.
[0005] Aus der
EP-A2-0 919 699 ist eine vergleichbare Gasturbine bekannt, wobei als abreibbare Dichtung säulenartiges
Zirkonoxid verwendet wird.
[0006] Aus der
DE-A1-32 03 869 ist schliesslich eine Turbinenlaufschaufel für Strömungsmaschinen bekannt, die an
der Spitze eine poröse Anstreifschicht aufweist, die aus einem Sinter- oder Feltmetall
besteht.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu überwinden. Die Erfindung löst die
Aufgabe, eine Komponente einer thermischen Turbomaschine zu schaffen, welche eine
ausreichende mechanische Festigkeit und eine stetige Kühlwirkung an reibungsbehafteten
Stellen aufweist. Dabei soll auch eine ausreichende Oxidationsbeständigkeit gewährleistet
sein. Zudem sollen die Kosten gesenkt werden.
[0008] Erfindungsgemäss wird das Ziel bei einer reibungsbehafteten Komponente einer thermischen
Turbomaschine gemäss dem Oberbegriff der Ansprüche 1 oder 2 dadurch erreicht, dass
die Komponente an reibungsbehafteten Stellen mit einem intermetallischen Filz ausgestattet
ist. Es handelt sich dabei um die der Turbinenschaufel gegenüberliegend angeordneten
Wärmestausegmente oder um die Plattform der Turbinenschaufel. Im Falle einer mit einer
Plattform versehenen Turbinenschaufel ist die Plattform der Turbinenschaufel mit einem
intermetallischen Filz ausgestattet ist, wobei der intermetallische Filz auf einer
aus einem Gussteil oder einem anderen Metall bestehenden tragenden Grundstruktur befestigt
ist.
Im Falle eines Wärmestausegments ist besteht dieses ganz oder teilweise aus einem
intermetallischen Filz, wobei der intermetallische Filz auf einer tragenden Grundstruktur
befestigt ist und die tragende Grundstruktur aus Befestigungsmitteln zur Befestigung
am Rotor oder Stator und aus sich zwischen den Befestigungsmitteln befindenden Streben
besteht. Der intermetallische Filz des Wärmestausegments ist mechanisch zwischen den
Befestigungsmitteln an den Streben befestigt.
[0009] Durch eine entsprechende Wahl der Zusammensetzung des intermetallischen Filzes besitzt
er eine ausreichende Festigkeit, Oxidationsbeständigkeit und Verformbarkeit. Ein weiterer
Vorteil entsteht, wenn der intermetallische Filz mit einem keramischen Material überzogen
ist, da auf der rauhen Oberfläche des intermetallischen Filzes eine sehr gute Haftbarkeit
des keramischen Materials erzielt wird. Dadurch erhält beispielsweise die Leit- oder
Laufschaufel einen guten Schutz gegen thermische und gegen durch Reibung bedingte
mechanische Einwirkungen. Ein weiterer Vorteil entsteht dadurch, dass Kühlluftbohrungen
durch den Abrieb während des Betriebes nicht verstopfen, da es sich um ein poröses
Material handelt.
[0010] Die weiteren Ausgestaltungsmöglichkeiten sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0011] Die Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnungen erläutert, in denen
- Fig. 1
- eine Turbinenschaufel mit einem intermetallischen Filz an der Spitze,
- Fig. 2
- eine Ausführungsform einer Gasturbine mit Wärmestausegmenten, welche der Leit- bzw.
Laufschaufel gegenüberliegend angeordnet sind und aus ei- nem intermetallischen Filz
bestehen, darstellt,
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemässen Turbinenschaufel, wobei der intermetallische
Filz auf der Plattform der Turbinenschaufel an- geordnet ist, darstellt,
- Fig. 4
- eine Variante der zweiten Ausführungsform des Details IV der Figur 3, wobei der intermetallische
Filz zwischen den Turbinenschaufeln auf den Plattformen der Turbinenschaufeln auf
einer tragenden Grundstruktur an- geordnet ist, darstellt,
- Fig. 5
- ein erfindungsgemässes Wärmestausegment mit einer tragenden Grund- struktur gemäss
dem Ausschnitt V in der Figur 2 zeigt,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch das Wärmestausegment gemäss der Linie VI-VI in der Figur 5 darstellt
und
- Fig. 7
- eine Darstellung des Oxidationsverhaltens eines intermetallischen Filzes mit einer
herkömmlichen Vergleichslegierung zeigt.
[0012] Es sind nur die für die Erfindung wesentlichen Elemente dargestellt. Gleiche Elemen-
te sind in unterschiedlichen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0013] In der Figur 1 ist eine Turbinenschaufel 1 mit einer Spitze 11, einem Schaufelblatt
14, einer Plattform 12 und einem Schaufelfuss 13 dargestellt. Es kann sich dabei beispielsweise
um eine Leit- oder eine Laufschaufel einer Gasturbine oder eines Verdichters handeln.
An der Spitze 11 dieser Turbinenschaufel 1 ist ein intermetallischer Filz 2 angeordnet.
Der intermetallische Filz 2 kann auf der Basis von einem Fe-Aluminid, Ni-Aluminid
oder Co-Aluminid hergestellt werden. Um eine ausreichende Festigkeit, Oxidationbeständigkeit
und Verformbarkeit zu erreichen sind die Elemente Ta, Cr, Y, B und Zr zugegeben. In
der Tabelle 1 ist eine mögliche Zusammensetzung beispielsweise für ein Fe-Alumind
und ein Ni-Aluminid angegeben. Materialien mit gleichen Eigenschaften sind aber ebensogut
verwendbar.
Tab. 1
| Zusammensetzung von intermetallischen Filzen (angegeben für Fe-Aluminide oder Ni-Aluminide) |
| Eisen-Aluminide (Angaben in Gew.-%) |
| Fe |
Al |
Cr |
Ta oder W oder Mo |
Hf |
Y |
B |
C |
Zr |
| Rest |
5-20% |
15-25% |
0-7% |
0-0.5% |
0-0.5% |
0-0.2% |
0-0.1 % |
0-0.2% |
| Nickel-Aluminide (Angaben in Gew. -%) |
| Ni |
Al |
Cr |
Ta |
Y |
Hf |
Zr |
B |
Fe |
| Rest |
20-30% |
0-15% |
0-10% |
0-0.5% |
0-1 % |
0-0.2% |
0-0.2% |
0-4% |
[0014] Metallische Hochtemperaturfasern sind auch in dem
VDI-Bericht 1151, 1995 (Metallische Hochtemperaturfasem durch Schmelzextraktion -
Herstellung, Eigenschaften, Anwendungen) beschrieben.
[0015] Der Vorteil der intermetallischen Filze 2 ist die deutlich verbesserte Oxidationsbeständigkeit.
Aus der Figur 7 ist die Oxidation verschiedener intermetallischer Filze 2 im Vergleich
mit der kommerziellen Nickelbasislegierung Hastelloy X ersichtlich. Die Tabelle 2
gibt die Zusammensetzung der Versuchslegierungen wieder.
Tab. 2
| Zusammensetzung von Versuchslegierungen (Angaben in Gew.-%) |
| Bez. |
Ni |
Cr |
Co |
Mo |
W |
Al |
Ta |
Fe |
Mn |
B |
Zr |
Y |
Hf |
| Hastelloy X |
47 |
22 |
1.5 |
9 |
0.6 |
-- |
-- |
18.5 |
0.5 |
-- |
-- |
-- |
-- |
| IM12 |
62.65 |
10 |
-- |
-- |
-- |
24 |
-- |
3 |
-- |
0.05 |
0.1 |
0.1 |
0.1 |
| IM13 |
44.65 |
10 |
-- |
-- |
-- |
15 |
-- |
30 |
-- |
0.05 |
0.1 |
0.1 |
0.1 |
| IM14 |
64.8 |
22 |
-- |
-- |
-- |
10 |
-- |
3 |
-- |
-- |
-- |
0.2 |
-- |
| IM15 |
60 |
9 |
-- |
-- |
-- |
27 |
2 |
1.6 |
-- |
-- |
0.2 |
0.2 |
-- |
[0016] Die Figur 7 zeigt die Gewichtszunahme der in Tabelle 2 angegebenen in [mg/cm
2] über eine Zeit von 12 Stunden bei einer Temperatur von 1200° C. Die Gewichtszunahme
ist stellvertretend für die Oxidation der Materialien aufgetragen. Aus der Figur 7
wird ersichtlich, dass die Vergleichslegierung Hastelloy X schon nach einer kurzen
Zeit von ca. 100 min. bis ca. 300 min. eine doppelte Gewichtszunahme aufweist. Mit
fortschreitender Zeit steigt die Gewichtszunahme der Hastelloy X kontinuierlich weiter,
während sich die intermetallischen Filze IM12-15 auf einen konstanten Wert zwischen
0.6 - 0.8 mg/cm
2 einstellen. Es wird deutlich, dass die Oxdiationbeständigkeit bei den intermetallischen
Filzen wesentlich verbessert ist. Für die erfindungsgemässe Verwendung des intermetallischen
Filzes an reibungsbehafteten Stellen einer thermischen Turbomaschine ist die Oxidationsbeständigkeit
einer der wichtigsten Faktoren für die Lebensdauer der ganzen Komponente.
[0017] Um die Festigkeit dieser Turbinenschaufel 1 der Figur 1 an der Spitze 11 noch zu
erhöhen, kann der intermetallische Filz 2 mit einem keramischen Material 3 überzogen
werden, beispielsweise mit einem TBC (Thermal Barrier Coating). Es handelt sich bei
TBC um ein mit Y stabilisiertes Zr-Oxid. Gleichwertige Materialien sind aber ebenso
denkbar. Das keramische Material 3 kann auf den intermetallischen Filz 2 aufgespritzt
werden, es hat durch die unebene Oberfläche des intermetallischen Filzes 2 einen sehr
guten Halt auf ihm und eine gute Oxidationsbeständigkeit. Das keramische Material
3 ist ein guter Schutz gegen thermische und mechanische, beispielsweise reibungsbedingte
Einwirkungen. Vorteilhaft können Kühlluftbohrungen, welche in der Turbinenschaufel
1 oder am Rotor/Stator 4 vorhanden sein können, nicht verstopfen, da es sich bei dem
intermetallischen Filz 2 um ein poröses Material handelt.
[0018] Die Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Gasturbine mit einem Rotor
4a, einem Stator 4b. An dem Rotor 4a sind Laufschaufeln 6, an dem Stator 7 sind Leitschaufeln
7 befestigt. Am Rotor 4a bzw. am Stator 4b sind üblicherweise dem Leit-/Laufschaufeln
6,7 gegenüberliegend Wärmestausegmente 8 angeordnet. Diese Wärmestausegmente 8 können
ganz oder teilweise aus einem intermetallischen Filz bestehen. Durch die porösen Eigenschaften
ist eine verbesserte Kühlung an dieser Stelle auch dann möglich, wenn es zu einem
Abrieb gekommen ist, da die poröse Struktur des intermetallischen Filzes ein Verstopfen
verhindert. Der Abrieb kann wie bereits beschrieben durch eine Schicht aus TBC verringert
werden. Das Bauteil kann auch unter der TBC Schicht gekühlt sein, da das Kühlmedium
seitlich durch den porösen Filz entweichen kann.
[0019] Die Figur 5 zeigt ein erfindungsgemässes Wärmestausegment 8 gemäss dem Ausschnitt
IV in der Figur 2. Der intermetallische Filz 2 wurde an einer tragenden Grundstruktur
5 angebracht. Die tragende Grundstruktur 5 weist Befestigungsmittel 9 auf, welche
zur Befestigung am in der Figur 5 nicht dargestellten Rotor 4a bzw. Stator 4b dienen.
Die seitlichen Befestigungsmittel 9 sind durch Streben 10 miteinander verbunden. Zwischen
den Streben 10 ist auf der Seite, welche den Turbinenschaufeln zugewandt ist, der
intermetallische Filz 2 eingesetzt und mit ihm mechanisch verbunden. Dies kann beispielsweise
durch Löten, Schweissen oder durch Eingiessen geschehen. Aus Haltbarkeitsgründen sollte
der Filz stoffschlüssig an der tragenden Grundstruktur 5 befestigt sein.
[0020] Die Figur 6 zeigt den Schnitt VI-VI der Figur 5. Dort ist ersichtlich, dass die die
beiden Befestigungsmittel 9 verbindenden Streben 10 den intermetallischen Filz 2 nicht
durchdringen, sondern der intermetallische Filz 2 lediglich an ihnen befestigt ist.
Wie aus der Figur 6 ersichtlich ist, kann, um die Temperaturbeständigkeit des Wärmestausegments
8 noch zu erhöhen, der intermetallische Filz 2 wiederum mit einem keramischen Material
3 überzogen werden, beispielsweise mit einem TBC (Thermal Barrier Coating). Gleichwertige
Materialien sind aber ebenso denkbar. Wie bei der Turbinenschaufel 1 der Figur 1 bleibt
eine Kühlwirkung auch bei einem Abrieb erhalten, da es zu keinem Verstopfen des intermetallischen
Filzes 2 kommt.
[0021] Zu verbesserten Kühlzwecken ist der intermetallische Filz im Ausführungsbeispiel
in der Figur 3 auf der Plattform 12 der Turbinenschaufel 1 der thermischen Turbomaschine
angebracht. Auch hier macht es Sinn, wie bereits bei den Figur 1,2,5 und 6 beschrieben,
den Filz 2 mit einem keramischen Material 3 zu überziehen. Das hat den Vorteil, dass
das TBC besonders gut auf dem intermetallischen Filz haftet und der Filz oxidationsbeständig
ist. Es wird keine zusätzliche Bindeschicht (z.B. MCrAIY) benötigt. In der Figur 3
ist dies neben der rechten Turbinenschaufel 1 dargestellt. Das TBC dient auch als
Schutz gegen Abnutzung.
[0022] Figur 4 zeigt eine zweite Variante des Ausführungsbeispiels des Details IV aus Figur
3. Zwischen zwei Turbinenschaufeln 1 - auf der Plattform 12 der Turbinenschaufel 1
- ist der intermetallische Filz 2 auf einer tragenden Grundstruktur 5, bestehend aus
einem Gussteil oder einem anderen Metall, befestigt. Die tragende Grundstruktur 5
kann auch aus verschiedenen Kammern bestehen, um eine optimale Luftzufuhr zum intermetallischen
Filz 2 zu gewährleisten.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0023]
- 1
- Turbinenschaufel
- 2
- Intermetallischer Filz
- 3
- Keramischer Überzug
- 4
- Rotor bzw. Stator
- 4a
- Rotor
- 4b
- Stator
- 5
- Tragende Grundstruktur
- 6
- Laufschaufel
- 7
- Leitschaufel
- 8
- Wärmestausegment
- 9
- Befestigungsmittel
- 10
- Streben
- 11
- Spitze der Turbinenschaufel 1
- 12
- Plattform
- 13
- Schaufelfuss der Turbinenschaufel 1
- 14
- Schaufelblatt der Turbinenschaufel 1
1. Reibungsbehaftete Komponente (1, 8) einer thermischen Turbomaschine, welche an einem
Rotor (4,4a) oder Stator (4,4b) der thermischen Turbomaschine angeordnet ist, wobei
die Komponente (1, 8) an reibungsbehafteten Stellen mit einem intermetallischen Filz
(2) ausgestattet ist, wobei die Komponente (1, 8) ein Wärmestausegment (8) ist und
das Wärmestausegment (8) ganz oder teilweise aus einem intermetallischen Filz (2)
besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der intermetallische Filz (2) auf einer tragenden Grundstruktur (5) befestigt ist
und die tragende Grundstruktur (5) aus Befestigungsmitteln (9) zur Befestigung am
Rotor (4, 4a) oder Stator (4, 4b) und aus sich zwischen den Befestigungsmitteln (9)
befindenden Streben (10) besteht, und der intermetallische Filz (2) des Wärmestausegments
(8) mechanisch zwischen den Befestigungsmitteln (9) an den Streben (10) befestigt
ist.
2. Komponente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der intermetallische Filz (2) mit Kühlluft durchströmt ist.
3. Komponente nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das der intermetallische Filz (2) durch Löten, Schweissen oder durch Eingiessen an
der tragenden Grundstruktur (5) mechanisch und/oder stoffschlüssig befestigt ist.
4. Komponente nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der intermetallische Filz (2) mit einem keramischen Material (3) überzogen ist.
5. Komponente nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der intermetallische Filz (2) aus einem Fe-Aluminid mit folgender Zusammensetzung
(Gew.-%): 5-20% Al, 15-25% Cr, 0-7%Ta od. W od. Mo, 0-0.5% Hf, 0-0.5%Y, 0-0.2% B,
0-0.1 % C, 0-0.2% Zr, Rest Fe und unvermeidbare Verunreinigungen besteht.
6. Komponente nach einem der Ansprüche 1 bis 5,dadurch gekennzeichnet, dass der intermetallische Filz (5) aus einem Ni-Aluminid mit folgender Zusammensetzung
(Gew.-%): 20-30% Al, 0-15% Cr, 0-10%Ta, 0-0.5% Y, 0-1% Hf, 0-0.2% Zr, 0-0.2% B, 0-4%
Fe, Rest Ni und unvermeidbare Verunreinigungen besteht.
1. Component (1, 8) of a thermal turbomachine which is subject to friction and is arranged
on a rotor (4, 4a) or stator (4, 4b) of the thermal turbomachine, wherein the component
(1, 8) is equipped with an intermetallic felt (2) at locations subject to friction,
wherein the component (1, 8) is a heat shield segment (8) and the heat shield segment
(8) consists entirely or in part of an intermetallic felt (2), characterized in that the intermetallic felt (2) is secured to a supporting substructure (5) and the supporting
substructure (5) consists of securing means (9) for securing to the rotor (4, 4a)
or stator (4, 4b) and of struts (10) located between the securing means (9), and the
intermetallic felt (2) of the heat shield segment (8) is secured mechanically to the
struts (10) between the securing means (9).
2. Component according to Claim 1, characterized in that cooling air flows through the intermetallic felt (2).
3. Component according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the intermetallic felt (2) is secured mechanically and/or cohesively to the supporting
substructure (5) by soldering, welding or by casting.
4. Component according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the intermetallic felt (2) is covered with a ceramic material (3).
5. Component according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the intermetallic felt (2) consists of an Fe aluminide having the following composition
(% by weight): 5-20% Al, 15-25% Cr, 0-7% Ta or W or Mo, 0-0.5% Hf, 0-0.5% Y, 0-0.2%
B, 0-0.1% C, 0-0.2% Zr, remainder Fe and unavoidable impurities.
6. Component according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the intermetallic felt (2) consists of an Ni aluminide having the following composition
(% by weight): 20-30% Al, 0-15% Cr, 0-10% Ta, 0-0.5% Y, 0-1% Hf, 0-0.2% Zr, 0-0.2%
B, 0-4% Fe, remainder Ni and unavoidable impurities.
1. Composant (1, 8) de friction pour turbomachine thermique, disposé sur un rotor (4,
4a) ou un stator (4, 4b) de la turbomachine thermique,
le composant (1, 8) étant doté en des emplacements de friction d'un feutre intermétallique
(2),
le composant (1, 8) étant un segment (8) d'accumulation de chaleur et le segment (8)
d'accumulation de chaleur étant constitué entièrement ou en partie d'un feutre intermétallique
(2), caractérisé en ce que
le feutre intermétallique (2) est fixé sur une structure de support (5),
en ce que la structure de support (5) est constituée de moyens de fixation (9) qui assurent
la fixation sur le rotor (4, 4a) ou sur le stator (4, 4b) et d'entretoises (10) situées
entre les moyens de fixation (9) et
en ce que le feutre intermétallique (2) du segment (8) d'accumulation de chaleur est fixé mécaniquement
sur les entretoises (10) entre les moyens de fixation (9) .
2. Composant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le feutre intermétallique (2) est traversé par de l'air de refroidissement.
3. Composant selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le feutre intermétallique (2) est fixé en correspondance mécanique et/ou de matière
par brasage, soudage ou moulage sur la structure porteuse (5) .
4. Composant selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le feutre intermétallique (2) est recouvert d'un matériau céramique (3).
5. Composant selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le feutre intermétallique (2) est constitué d'un aluminure de fer qui présente la
composition suivante (en % en poids) : 5 - 20 % d'Al, 15 - 25 % de Cr, 0 - 7 % de
Ta, W ou Mo, 0 - 0,5 % de Hf, 0 - 0,5 % de Y, 0 - 0,2 % de B, 0 - 0,1 % de C et 0
- 0,2 % de Zr, le restant étant Fe et les impuretés inévitables.
6. Composant selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le feutre intermétallique (2) est constitué d'un aluminure de Ni qui présente la
composition suivante (en % en poids) : 20 - 30 d'Al, 0 - 15 % de Cr, 0 - 10 % de Ta,
0 - 0,5 % de Y, 0 - 1 % de Hf, 0 - 0,2 % de Zr, 0 - 0,2 % de B et 0 - 4 % de Fe, le
restant étant Ni et les impuretés inévitables.
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