STAND DER TECHNIK
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Kommunikationssystem zur optimierten
Steuerung von mobilen Stationen zu Zielorten, insbesondere zur optimierten Steuerung
einer Vielzahl von Personen-Beförderungsfahrzeugen, Transportgutbeförderungsfahrzeugen
sowie von Fahrzeugen von Sicherungs- oder Hilfsdiensten.
[0002] Herkömmliche Kommunikationssysteme für Personen-Beförderungsfahrzeuge, Transportgut-Beförderungsfahrzeuge
und Fahrzeugen von Sicherungs- oder Hilfsdiensten umfassen eine Koordinierungsstation,
die mit den mobilen Stationen, wie beispielsweise Taxis, Krankenwagen, Speditionslastwagen,
Polizeiwagen oder Feuerwehrwagen über eine Sprechfunkverbindung Informationen austauscht.
Die Bewegungsabläufe der verschiedenen mobilen Stationen zu verschiedenen Zielorten
werden durch die zentrale Koordinierungsstation koordiniert. Beispielsweise werden
Taxis zu wartenden Fahrgästen geleitet oder Feuerwehrwagen zu Brandorten geführt.
Die Koordinierung ist dabei von entscheidender Bedeutung. Einerseits darf die Anzahl
der zu einem Zielort geleiteten mobilen Stationen nicht zu hoch sein, damit alle Zielorte
durch die begrenzte Anzahl von mobilen Stationen versorgt werden können, und andererseits
sollten die Zielorte innerhalb einer gewissen Zeit erreicht werden.
[0003] Bei den herkömmlichen Kommunikationssystemen für mobile Stationen erfolgt die Positionsbestimmung
durch den Fahrer des Fahrzeugs, der die durch ihn ermittelte Position der mobilen
Station über die Sprechfunkverbindung mündlich der zentralen Koordinierungsstation
mitteilt. Die übermittelten Positionen der verschiedenen mobilen Stationen werden
in der zentralen Koordinierungsstation gegebenenfalls in ein Datenverarbeitungssystem
eingegeben, das die folgenden Bewegungsabläufe bzw. Einsätze der mobilen Stationen
optimiert.
[0004] Diese herkömmlichen Kommunikationssysteme zur Steuerung mobiler Stationen zu Zielorten
weisen eine Reihe von Nachteilen auf. Da die Positionsbestimmung durch den Fahrer
erfolgt, ist die mündlich mitgeteilte Position oft sehr ungenau oder sogar falsch,
insbesondere wenn der Fahrer in dem Einsatzgebiet nur über mangelnde Ortskenntnisse
verfügt. Ferner benötigt der Fahrer zur Positionsbestimmung Zeit, die zu Verzögerungen
beim Einsatz der mobilen Station führen. Handelt es sich bei der mobilen Station beispielsweise
um einen Krankenwagen, können selbst sehr kurze zeitliche Verzögerungen aufgrund der
durch den Fahrer vorgenommenen Positionsbestimmung zu einer erheblichen Verschlechterung
des Gesundheitszustandes bei dem abzuholenden Patienten führen. Durch den Positionsbestimmungsvorgang
wird der Fahrer der Mobilstation vom eigentlichen Fahren des Fahrzeugs abgelenkt,
so daß auch eine zusätzliche Unfallgefahr besteht.
[0005] Da sowohl die ermittelten Positionen der mobilen Stationen als auch die Einsatzbefehle
der Koordinierungsstation an die mobilen Stationen mündlich über eine Sprechfunkverbindung
durchgegeben werden, kann es aufgrund der oft gestörten Sprechfunkverbindung zu Mißverständnissen
und somit Fehlleitungen der mobilen Stationen kommen. Sprechfunkverbindungen sind
oft durch räumliche Verschattungen im Funkweg oder aufgrund der begrenzten Reichweite
gestört.
VORTEILE DER ERFINDUNG
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie das
erfindungsgemäße Kommunikationssystem mit den im Patentanspruch 28 angegebenen Merkmalen
weisen den Vorteil auf, daß die mobilen Stationen zuverlässig und schnell zu den Zielorten
geleitet werden. Darüber hinaus werden die Fahrer durch das erfindungsgemäße Verfahren
und das erfindungsgemäße Kommunikationssystem in ihrer Tätigkeit erheblich entlastet,
da sie die Positionsbestimmungen nicht mehr selbst vornehmen müssen.
[0007] Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Idee besteht darin, daß die aktuelle
Position der jeweiligen mobilen Station automatisch durch eine Positionsbestimmungseinrichtung
ermittelt und an eine Koordinierungsstation übertragen wird.
[0008] In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
des im Patentanspruch 1 angegebenen erfindungsgemäßen Verfahrens und des im Patentanspruch
21 beanspruchten erfindungsgemäßen Kommunikationssystems.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung werden die Positionsdaten und die Befehlsdaten
über eine Funkverbindung in einen separaten Datenübertragungskanal übermittelt.
[0010] Dies hat den Vorteil, daß die Daten schnell und störsicher übertragen werden.
[0011] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung bestehen zwischen den mobilen Stationen
und der Koordinierungsstation jeweils zusätzliche separate Sprechfunkverbindungen
zur Übermittlung von Sprechsignalen.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung sind an den Zielorten jeweils Zielort-Stationen
vorgesehen, die über ein Kommunikationsnetz mit der Koordinierungsstation verbunden
sind.
[0013] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß die Zielorte über das bevorstehende Eintreffen
der mobilen Station informierbar sind, so daß entsprechende Vorbereitungen am Zielort
vorgenommen werden können.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das Kommunikationsnetz zur Verbindung
der Zielort-Stationen mit der Koordinierungsstation ein Festnetz.
[0015] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß die Informationen über das bevorstehende
Eintreffen der mobilen Station am Zielort störsicher und kostengünstig übertragen
werden können.
[0016] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung enthalten die Befehlsdaten Fahrtroutendaten,
Organisationsdaten sowie Aktoren-Befehlsdaten.
[0017] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die Organisationsdaten für eine
mobile Station gleichzeitig über das Kommunikationsnetz an die Zielort-Station desjenigen
Zielortes übertragen, zu dem sich die mobile Station hinbewegt.
[0018] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß an dem Zielort gezielt Vorbereitungen in
Abhängigkeit von den Organisationsdaten getroffen werden können.
[0019] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weisen die Organisationsdaten Fahrkostendaten,
Fahrzeugwartungsdaten, Transportgutdaten, persönliche Daten über beförderte Personen
und Zielortbeschreibungsdaten auf.
[0020] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden Verkehrsdaten in einen Speicher
der Koordinierungsstation abgespeichert. Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung
werden die Verkehrsdaten durch die mobilen Stationen an die Koordinierungsstation
übermittelt oder von einem getrennten Verkehrsüberwachungssystem an die Koordinierungsstation
über das Kommunikationsnetz übertragen.
[0021] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung erfolgt die Optimierung der Bewegung
der mobilen Stationen zu den Zielorten in Abhängigkeit von den Verkehrsdaten.
[0022] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß die Verkehrslage bei der Optimierung der
Bewegungsabläufe der mobilen Stationen zu den Zielorten berücksichtigt werden kann.
[0023] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden Videodaten von den mobilen Stationen
zu der Koordinierungsstation zur Überwachung der mobilen Station übertragen.
[0024] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung sind Kartendaten über den Einsatzraum,
in welchem sich die mobilen Stationen befinden, und Zielortpositionsdaten in einem
Speicher der Koordinierungsstation abgespeichert.
[0025] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden bei einer Änderung einer Position
einer Zielort-Station neue Zielort-Positionsdaten über das Kommunikationsnetz an die
Koordinierungsstation übertragen.
[0026] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß eine Veränderung der örtlichen Lage der Zielorte
bei der Optimierung der Bewegung der mobilen Stationen zu den Zielorten berücksichtigt
werden kann.
[0027] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die übermittelten Positionsdaten
mit den Zielort-Positionsdaten und den Kartendaten verglichen, und die Befehlsdaten
in Abhängigkeit von einem Optimierungsbefehl erzeugt, der ein bestimmtes Optimierungskriterium
zur Optimierung der Bewegung der mobilen Stationen zu den Zielorten angibt.
[0028] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß die Optimierung der Bewegungsabläufe der
verschiedenen mobilen Stationen zu den verschiedenen Zielorten nach unterschiedlichen
Optimierungskriterien erfolgen kann.
[0029] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden Sensordaten von den mobilen
Stationen zu der Koordinierungsstation übermittelt.
[0030] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß Umgebungseinflüsse und Informationen über
den Zustand des Fahrzeugs der Mobilstation bei der Optimierung der Bewegungsabläufe
der Mobilstationen hin zu den Zielorten berücksichtigt werden können.
[0031] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die Befehlsdaten für die betreffende
mobile Station auf einer Anzeige der mobilen Station angezeigt.
[0032] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß der Fahrer in schneller und bequemer Weise
über den Einsatz und die Fahrt zu dem Zielort informiert wird.
[0033] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung aktivieren die Aktoren-Befehlsdaten
Aktoren der mobilen Station.
[0034] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß bestimmte Aktoren des Fahrzeugs automatisch
aktiviert werden, ohne daß der Fahrer deren Aktivierung vergessen kann.
[0035] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die aktuelle Position der mobilen
Station, die Zielort-Positionsdaten, die Kartendaten, die Organisationsdaten, die
Befehlsdaten und die Verkehrsdaten auf einer Anzeige der Koordinierungsstation angezeigt.
[0036] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß eine Bedienperson innerhalb der Koordinierungsstation
schnell und bequem einen Gesamtüberblick über die Einsatzsituation der mobilen Stationen
erhält.
[0037] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird jede mobile Station durch ein
eigenes Symbol auf einem Bildschirm der Koordinierungsstationsanzeige angezeigt.
[0038] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird durch Berühren des Symbols einer
mobilen Station auf der Koordinierungsstationsanzeige automatisch eine Sprechfunkverbindung
zu dieser mobilen Station aufgebaut.
[0039] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß die Bedienperson innerhalb der Koordinierungsstation
in bequemer Weise Sprachinformationen mit dem Fahrer einer bestimmten mobilen Station
austauschen kann.
[0040] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die mobilen Stationen in Beförderungsfahrzeugen
zur Beförderung von Personen oder Transportgut vorgesehen.
[0041] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die mobilen Stationen in Feuerwehrfahrzeugen
oder Polizeifahrzeugen vorgesehen.
[0042] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die Positionsdaten der mobilen
Station automatisch an die Koordinierungsstation übermittelt.
[0043] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird der Optimierungsbefehl mittels
einer Eingabeeinrichtung der Koordinierungsstation eingegeben.
[0044] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist der Optimierungsbefehl ein Befehl
zur Minimierung der Fahrstrecken der mobilen Stationen zu den Zielorten, ein Befehl
zur Minimierung der Fahrtzeiten einer mobilen Station zu einem Zielort oder ein Befehl
zur Minimierung der Gesamtkosten bei der Bewegung der mobilen Stationen zu den Zielorten.
[0045] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß die Optimierung nach unterschiedlichen gewünschten
Optimierungskriterien erfolgen kann.
[0046] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist die Positionsbestimmungseinrichtung
innerhalb der mobilen Station ein GPS-Empfänger.
[0047] Dies bietet den besonderen Vorteil, daß ein bereits weltweit bestehendes hochgenaues
Positionsbestimmungssystem verwendet werden kann.
ZEICHNUNGEN
[0048] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0049] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems zur optimierten
Steuerung einer Vielzahl von mobilen Stationen;
- Fig. 2
- den Aufbau einer Koordinierungsstation innerhalb des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems;
- Fig. 3
- den Aufbau einer mobilen Station bei dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem.
[0050] Fig. 1 stellt das erfindungsgemäße Kommunikationssystem zur optimierten Steuerung
von mobilen Stationen zu Zielorten schematisch dar.
[0051] Das Kommunikationssystem weist eine zentrale Koordinierungsstation 1 zur Koordinierung
der Bewegungsabläufe von vielen Stationen 2, 3, 4, 5 zu verschiedenen Zielorten 7,
8, 9. Die Koordinierungsstation 1 steht über Funkverbindungen 10, 11, 12, 13 mit den
mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 in Verbindung. Die mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 sind
in örtlich beweglichen Einrichtungen eingebaut, wie Fahrzeugen, Schiffen oder Flugzeugen.
[0052] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel wird die mobile Station 2 zu dem Zielort 7,
die mobilen Stationen 3, 4 zu dem Zielort 8 und die mobile Station 5 zu dem Zielort
9 durch die Koordinierungsstation 1 gelenkt.
[0053] An den Zielorten 7, 8, 9 sind vorzugsweise Zielort-Stationen vorgesehen, die über
ein Kommunikationsnetz mit der Koordinierungsstation 1 verbunden sind. Je nach Art
der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur optimalen Steuerung der mobilen
Stationen weisen nicht alle Zielorte eine Zielort-Station auf. Bei dem in Fig. 1 gezeigten
Beispiel besitzt der Zielort 9 eine Zielort-Station, die über ein Kommunikationsnetz
bzw. eine Kommunikationsleitung 14 mit der Koordinierungsstation 1 verbunden ist.
Das Kommunikationsnetz 14 ist vorzugsweise ein Festnetz.
[0054] Die mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 enthalten jeweils Positionsbestimmungseinrichtungen
zur automatischen Ermittlung bzw. Bestimmung der aktuellen Position der mobilen Station.
Entsprechend der ermittelten aktuellen Position werden Positionsdaten erzeugt und
über die jeweiligen Funkverbindungen 10, 11, 12, 13 an die Koordinierungsstation 1
übermittelt. Innerhalb der Koordinierungsstation 1 werden die empfangenen Positionsdaten
der mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 ausgewertet und in Abhängigkeit von den Positionsdaten
Befehlsdaten erzeugt, die ihrerseits über die Funkverbindungen 10, 11, 12, 13 an die
verschiedenen mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 übermittelt werden. Die Befehlsdaten werden
dabei innerhalb der Koordinierungsstation 1 derart erzeugt, daß die Bewegungsabläufe
der verschiedenen mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 zu den jeweiligen Zielorten 7, 8, 9
entsprechend einem Optimierungskriterium erfolgt, wie beispielsweise der Minimierung
der Fahrstrecken der mobilen Stationen zu den Zielorten, der Minimierung der Fahrzeiten
einer oder aller mobilen Stationen zu den Zielorten oder die Minimierung der Gesamtkosten
bei der Bewegung der mobilen Stationen zu den Zielorten.
[0055] Bei dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem bestehen vorzugsweise zwischen den
mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 und der Koordinierungsstation 1 jeweils zusätzliche separate
Sprechfunkverbindungen 15, 16, 17, 18 zur Übermittlung von Sprechsignalen zwischen
den mobilen Stationen und der Koordinierungsstation.
[0056] Über die Daten-Funkverbindungen 10, 11, 12, 13 werden Positionsdaten von den mobilen
Stationen 2,3,4,5 zu der Koordinierungsstation 1 sowie Befehlsdaten von der Koordinierungsstation
1 zu den mobilen Stationen 2,3,4,5 übertragen. Die Übertragung der Positionsdaten
ausgehend von den mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 zu der Koordinierungsstation 1 erfolgt
automatisch. Die mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 enthalten vorzugsweise GPS (Global Positioning
System)-Empfänger, welche mittels empfangener Satellitensignale die genaue Position
der jeweiligen mobilen Station ermitteln. Abhängig von der ermittelten aktuellen Position
werden mittels einer Berechnungseinheit innerhalb der mobilen Stationen 2,3,4,5 die
Positionsdaten erzeugt und über die jeweilige Funkverbindung an die Koordinierungsstation
1 übertragen.
[0057] Die von der Koordinierungsstation 1 über die Funkverbindungen 10, 11, 12, 13 übertragenen
Befehlsdaten enthalten Fahrtroutendaten, Organisationsdaten sowie Aktoren-Befehlsdaten.
[0058] Entsprechend der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens enthalten die Organisationsdaten
u.a. Fahrzeugwartungsdaten, Transportgutdaten, persönliche Daten über die beförderten
Personen sowie Zielort-Beschreibungsdaten.
[0059] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems
werden neben den Positionsdaten zusätzliche Informationsdaten von den mobilen Stationen
2, 3, 4, 5 über einen separaten zusätzlichen Funkverbindungsdatenkanal an die zentrale
Koordinierungsstation 1 übertragen. Werden beispielsweise die mobilen Stationen 2,
3, 4, 5 in Personenbeförderungsfahrzeugen wie Taxis eingebaut, werden die in dem Taxi
ermittelten Fahrtkosten als Informationsdaten an die zentrale Koordinierungsstation
1 automatisch übertragen. Basierend auf den erhaltenen Fahrtkostendaten wird innerhalb
der Koordinierungsstation 1 die Abrechnung der Fahrt durchgeführt. Bei Kredit- oder
Bankkartenbezahlung durch die beförderte Person wird die Buchung mittels einer Online-Verbindung
verifiziert, der berechnete Rechnungsbetrag von der entsprechenden Wertkarte abgezogen
und gleichzeitig dem Dienstleistungsanbieter gutgeschrieben. Alternativ dazu kann
die Ermittelung der Fahrtkosten auch innerhalb der zentralen Koordinierungsstation
1 aufgrund der sich verändernden Positionsdaten des Taxis berechnet werden.
[0060] Werden die mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 in Krankenwagen zum Transport von Patienten
eingebaut, können mit Hilfe der jeweiligen Krankenkassen-Chipkarte des Patienten persönliche
Informationsdaten über die beförderte Person an die Koordinierungsstation 1 übertragen
werden. An dem Zielort Krankenhaus ist eine Zielort-Station vorgesehen, die über das
Kommunikationsnetz 14 mit der Koordinierungsstation 1 verbunden ist. Hierdurch ist
es möglich, daß basierend auf den persönlichen Informationsdaten des beförderten Patienten
innerhalb des Krankenwagens bereits vor dessen Ankunft im Krankenhaus dort bereits
Vorbereitungen getroffen werden können. Beispielsweise können Formulare vorbereitet
werden, und gegebenenfalls aufgrund der von der Koordinierungsstation 1 an die Zielort-Station
übertragenen persönlichen Daten Ärzte bestimmter Fachrichtungen zur Versorgung des
Patienten aufgerufen werden.
[0061] Werden die mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 in Beförderungsfahrzeuge zur Beförderung
von Transportgut eingebaut, werden Informationsdaten über das Fahrzeug und über das
beförderte Transportgut von den mobilen Stationen an die Koordinierungsstation übertragen.
Die Koordinierungsstation leitet dann das Beförderungsfahrzeug zu einem geeigneten
Zielort zu dessen Wartung.
[0062] Die mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 können auch in Feuerwehr- oder Polizeifahrzeuge
eingebaut werden. Die von der Koordinierungsstation 1 an die mobilen Stationen 2,
3, 4, 5 übertragenen Fahrtroutendaten enthalten Informationen über die optimale Fahrtroutine
hin zu dem entsprechenden Zielort. Beispielsweise werden bestimmte Straßen hin zu
dem Zielort vorgeschlagen.
[0063] Die von der Koordinierungsstation 1 zu den mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 übertragenen
Aktoren-Befehlsdaten setzen automatisch Aktoren in Gang, die in dem Fahrzeug der mobilen
Station vorgesehen sind. Derartige Aktoren sind beispielsweise ein Blinklicht, Sirenen
oder ein Fahrzeug-Nothalt.
[0064] Vorzugsweise werden zusätzlich Verkehrsdaten in einen Speicher der Koordinierungsstation
1 abgespeichert. Die Verkehrsdaten enthalten Informationen über die Verkehrslage innerhalb
des Einsatzgebietes der mobilen Stationen 2, 3, 4, 5. Dabei werden die Verkehrsdaten
entweder durch die mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 an die Koordinierungsstation 1 übermittelt
oder von einem externen Verkehrsüberwachungssystem an die Koordinierungsstation über
ein Kommunikationsnetz übertragen. Die Optimierung der Bewegung der mobilen Stationen
2, 3, 4, 5 zu den Zielorten 7, 8, 9 erfolgt dabei in Abhängigkeit von den abgespeicherten
Verkehrsdaten. Geben die Verkehrsdaten beispielsweise an, daß auf einer bestimmten
Strecke ein Verkehrsstau aufgetreten ist, werden die mobilen Stationen entsprechend
umgeleitet. Die Verkehrsdaten werden durch Rückmeldungen der mobilen Stationen ständig
aktualisiert. Die Rückmeldung erfolgt entweder durch Sprachmeldungen der Fahrer oder
aufgrund der übertragenen Positionsdaten automatisch, da die zeitliche Veränderung
der verschiedenen Positionsdaten einer Vielzahl von mobilen Stationen eine Beurteilung
der aktuellen Verkehrssituation gestattet. Befinden sich beispielsweise mehrere Taxis
auf einer Straße im Stau, verändern sich die Positionsdaten dieser Taxis nur sehr
langsam. Dies wird in der Koordinierungsstation 1 erfaßt, und die übrigen Taxis werden
auf andere Straßen umgeleitet.
[0065] Bei der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems werden
zusätzlich Videodaten von den mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 über einen Videodaten-Kanal
zu der Koordinierungsstation 1 übertragen. Diese Videodaten dienen der Überwachung
der mobilen Stationen.
[0066] In der Koordinierungsstation 1 werden Kartendaten über den Einsatzraum, in dem sich
die mobilen Stationen 2,3,4,5 befinden, sowie Zielort-Positionsdaten abgespeichert.
[0067] Die Zielort-Positionsdaten gestatten es, eine räumliche Veränderung des Zielortes
bei der Steuerung der mobilen Stationen hin zu den Zielorten zu berücksichtigen.
[0068] Verändert sich in Fig. 1 beispielsweise die räumliche Position des Zielortes 9, sendet
die dort vorgesehene Zielort-Station geänderte Zielort-Positionsdaten an die Koordinierungsstation
1 über das Kommunikationsnetz 14. Soll beispielsweise ein erster Transportgut-Lastwagen
zum Umladen zu einem sich bewegenden zweiten Transportgut-Lastwagen geleitet werden,
kann die örtliche Veränderung des zweiten Transportgut-Lastwagens, der den Zielort
bildet, bei der Optimierung der Bewegung des ersten Lastwagens mit berücksichtigt
werden.
[0069] Die von den mobilen Stationen übermittelten Positionsdaten werden mit den Zielpositionsdaten
und den abgespeicherten Kartendaten verglichen und in Abhängigkeit von diesen Daten
durch die Koordinierungsstation 1 entsprechende Befehlsdaten für die mobilen Stationen
erzeugt. Die Befehlsdaten werden dabei derart erzeugt, daß sie einem Optimierungskriterium
zur Optimierung der Bewegungsabläufe genügen. Das Optimierungskriterium wird vorzugsweise
durch eine Eingabeeinrichtung als Optimierungsbefehl eingegeben.
[0070] Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden neben den Positionsdaten zusätzlich
Sensordaten von den mobilen Stationen 2, 3, 4, 5 zu der Koordinierungsstation 1 übermittelt.
Die Sensordaten werden dabei durch Sensoren erzeugt, die in dem Fahrzeug der mobilen
Stationen angebracht sind. Es kann sich dabei beispielsweise um Nottaster oder Sensoren
zur Erfassung der Transportgutmenge handeln.
[0071] Die von der Koordinierungsstation 1 über die Funkverbindung an die mobile Station
übermittelten Befehlsdaten werden dort vorzugsweise auf einer optischen Anzeige angezeigt.
Die angezeigten Befehlsdaten umfassen Fahrtroutendaten, Organisationsdaten sowie Aktoren-Befehlsdaten.
Die angezeigten Fahrtroutendaten zeigen dem Fahrer, welches die optimale Fahrtroute
zu seinem Zielort ist. Die angezeigten Organisationsdaten enthalten u.a. Zielort-Beschreibungsdaten
zur Beschreibung des Zielortes. Der Besatzung eines Feuerwehrwagens wird beispielsweise
eine Beschreibung des zu bekämpfenden Feuers am Zielort angezeigt. Ist am Zielort
bereits eine Zielort-Station aufgebaut, können die Zielort-Beschreibungsdaten ferner
ständig aktualisiert werden. Die Zielort-Station ist vorzugsweise eine bereits am
Zielort angelangte mobile Station 2,3,4,5. Ist bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel
der Feuerwehrwagen 3 bereits am Zielort 8, an dem ein Brand ausgebrochen ist, angelangt,
kann er über die Funkverbindung 11 Informationen über den Brandherd an die Koordinierungsstation
1 übermitteln, die ihrerseits Zielort-Beschreibungsdaten über die Funkverbindung 12
an den Feuerwehrwagen 4 überträgt, der sich noch auf dem Weg zu dem Zielort 8 befindet.
[0072] Die aktuellen Positionen der verschiedenen mobilen Stationen 2, 3, 4, 5, die Zielort-Positionsdaten
der Zielorte 7, 8, 9, die abgespeicherten Kartendaten, die Organisationsdaten, die
Informationsdaten, die an die mobilen Stationen übertragenen Befehlsdaten sowie die
ständig aktualisierten Verkehrsdaten werden auf einer Anzeige der Koordinierungsstation
1 angezeigt. Auf diese Weise erhält eine Bedienperson der Koordinierungsstation 1
einen Überblick über die Gesamtsituation. Dabei werden die verschiedenen mobilen Stationen
vorzugsweise durch ein eigenes Symbol auf einem Bildschirm der Koordinierungsstation
angezeigt. Durch Berühren des angezeigten Symbols einer mobilen Station wird bei einer
bevorzugten Ausführungsform automatisch eine Sprechfunkverbindung zu dieser mobilen
Station aufgebaut. Möchte die Bedienperson an der Koordinierungsstation 1 die Sprechfunkverbindung
15 zu der mobilen Station 2 aufbauen, berührt sie das Symbol für die mobile Station
2 auf dem Bildschirm, und die Sprechfunkverbindung 15 wird automatisch aufgebaut.
[0073] Der Zielort wird entweder durch die Koordinierungsstation 1 ermittelt oder durch
den Fahrer der mobilen Station 2,3,4,5 eingegeben. Da die Eingabe des Zielortes an
den mobilen Stationen durch den Fahrer mittels einer Tastatur oder sonstiger Hilfsmittel
in der Regel umständlich bzw. zeitraubend ist, meldet der Fahrer vorzugsweise den
Zielort mündlich der zentralen Koordinierungsstation 1, bei der dann die Eingabe des
Zielortes vorgenommen wird. Der eingegebene Zielort wird dann an den Fahrer der zugehörigen
mobilen Station zur Kontrolle gesendet.
[0074] Fig. 2 zeigt den Aufbau der Koordinierungsstation 1 bei dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem
zur optimalen Steuerung von mobilen Stationen zu Zielorten.
[0075] Die Koordinierungsstation 1 weist bei einer bevorzugten Ausführungsform einen PC
(Personal Computer) 20 mit einem Monitor 21 auf, der vorzugsweise über eine digitale
Leitung, über ein Modem oder über eine spezielle Datenleitung 22 mit einer Tk-Anlage
bzw. Nebenstellenanlage 23 verbunden ist. Ein Nebenstellenanlagen-Endgerät 24 ist
über eine Leitung 25 mit der Nebenstellenanlage 23 verbunden. Der PC 20 ist mit dem
Nebenstellenanlagen-Endgerät 24 über eine Leitung 26 angeschlossen, über die Informationen,
beispielsweise Rufnummern, zur Arbeitserleichterung von dem PC 20 zu dem Nebenstellenanlagen-Endgerät
24 übertragen werden. Der PC 20 ist an eine Tastatur 27 zur Eingabe von Daten und
Optimierungsbefehlen angeschlossen. Der PC 20 ist mit Speichern 28, 29 verbunden.
In dem Speicher 28 werden die Informationsdaten, die Organisationsdaten, die Zielort-Positionsdaten,
die Befehlsdaten, die Sensordaten abgespeichert. In dem zweiten Speicher 29 befinden
sich vorzugsweise die Kartendaten über das Einsatzgebiet der mobilen Stationen.
[0076] Die Nebenstellenanlage 23 ist über Anschlußleitungen mit einem öffentlichen Kommunikationsnetz
30 verbunden. Die Anschlußleitungen sind analoge Leitungen 31, digitale ISDN UK0/S0-Leitungen
oder S2M-Leitungen 33. Zusätzlich weist die Nebenstellenanlage 23 eine drahtlose Schnittstelle
34 und eine Leitung 35 zu einer externen Funkeinrichtung 36 mit einer Antenne 37 auf.
Hierdurch wird Betriebsfunk, Bündelfunk oder ein GSM-Netzzugang gewährleistet. Zudem
besteht die Verbindungsmöglichkeit zu verschiedenen Funkdiensten, wie Europiepser,
Pager, Scall, C-, D-, E-Netz.
[0077] Fig. 3 zeigt den Aufbau einer bevorzugten Ausführungsform einer mobilen Station 2,3,4,5
bei dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem.
[0078] Die mobile Station enthält eine Berechnungseinrichtung 40 zur Erzeugung von Positionsdaten
in Abhängigkeit von der aktuellen Position der mobilen Station. An die Berechnungseinrichtung
40 ist eine Anzeige 41, eine Eingabetastatur 42, ein Drucker 43 für Belege oder Anweisungen
sowie eine Kartenleseeinrichtung 44 zum Lesen von Datenträgern angeschlossen. Die
Kartenleseeinrichtung 44 eignet sich vorzugsweise zum Einlesen von Kreditkarten, Krankenkassenkarten,
Wertkarten oder dergleichen. Die Berechnungseinrichtung 40 ist ferner zur Sprachkommunikation
mit Lautsprechern 45 und einem Mikrofon 46 verbunden. Ferner sind an die Berechnungseinrichtung
40 Sensoren 47, wie beispielsweise Nottaster, Sensoren zur Erfassung der Transportgutmenge
usw. angeschlossen. Ferner sind Aktoren 48, wie Blinklicht, Sirenen oder Nothalt durch
die Berechnungseinrichtung 40 steuerbar. Die Funkverbindung der mobilen Station mit
der Koordinierungsstation 1 erfolgt mittels eines Funkmoduls 49. Das Funkmodul 49
enthält eine Sendeeinrichtung zum Senden der Positionsdaten an die Koordinierungsstation
1 und eine Empfangseinrichtung zum Empfangen von Befehlsdaten von der Koordinierungsstation
1. Durch das Funkmodul 49 wird eine Funkverbindung zur Übertragung der Positions-
und Befehlsdaten auf einem ersten Kanal und eine separate Sprechfunkverbindung zur
Übertragung von Sprechsignalen zwischen der Koordinierungsstation 1 und der mobilen
Station 2,3,4,5 aufgebaut.
[0079] Die mobile Station enthält ferner eine Positionsbestimmungseinrichtung 50 zur automatischen
Bestimmung der aktuellen Position der mobilen Station. Die Positionsbestimmungseinrichtung
50 ist vorzugsweise ein GPS-Modul. In dem GPS-Modul ist ein GPS-Empfänger zum Empfang
von Satellitensignalen enthalten, die die genaue Position des Fahrzeugs angeben. Die
Berechnungseinrichtung 40 ist ferner mit einem Datenträger 51 verbunden, auf dem Kartendaten
abgespeichert sind. Die Bedienperson der mobilen Station kann über die Anzeige 41
die aktuelle Position ablesen. Ferner werden vorzugsweise Befehlsdaten für die betreffende
mobile Station auf der Anzeige 41 angezeigt.
[0080] Bei einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems
bestehen die mobilen Stationen aus einer einfachen Funkstation bzw. Handy mit einem
integrierten GPS-Empfänger. Die von dem GPS-Empfänger ermittelte aktuelle Position
der mobilen Station wird der Koordinierungsstation 1 automatisch mitgeteilt.
1. Verfahren zur optimierten Steuerung einer Vielzahl von mobilen Stationen (2, 3, 4,
5) zu Zielorten (7, 8, 9) mit den folgenden Schritten:
(a) Ermitteln der aktuellen Position in jeder mobilen Station (2, 3, 4, 5) mittels
einer Positionsbestimmungseinrichtung und Erzeugen von Positionsdaten;
(b) Übermitteln der Positionsdaten von den mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) zu mindestens
einer Koordinierungsstation (1);
(c) Auswerten der übermittelten Positionsdaten der mobilen Stationen (2, 3, 4, 5)
und Erzeugen von Befehlsdaten zur Optimierung der Bewegungen der mobilen Stationen
zu den jeweiligen Zielorten (7, 8, 9) in der Koordinierungsstation (1); und
(d) Übermitteln der Befehlsdaten von der Koordinierungsstation (1) zu den mobilen
Stationen (2, 3, 4, 5).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Positionsdaten und die
Befehlsdaten über eine Funkverbindung (10, 11, 12, 13) übermittelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den mobilen
Stationen (2, 3, 4, 5) und der Koordinierungsstation (1) jeweils separate Sprechfunkverbindungen
(15, 16, 17, 18) zur Übermittlung von Sprechsignalen bestehen.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Zielorten (7, 8, 9) jeweils Zielort-Stationen vorgesehen sind, die über ein Kommunikationsnetz
(14) mit den Koordinierungsstationen (1) verbunden sind.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kommunikationsnetz (14) ein Festnetz ist.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Befehlsdaten Fahrtroutendaten, Organisationsdaten und Aktoren-Befehlsdaten enthalten.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Organisationsdaten für eine mobile Station (2, 3, 4, 5) gleichzeitig über das Kommunikationsnetz
(14) an die Zielort-Station desjenigen Zielortes (7, 8, 9) übertragen werden, zu dem
sich die mobile Station (2, 3, 4, 5) hin bewegt.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Verkehrsdaten
in der Koordinierungsstation (1) abgespeichert werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkehrsdaten durch die
mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) an die Koordinierungsstation (1) übermittelt werden
und/oder von einem Verkehrsüberwachungssystem an die Koordinierungsstation (1) über
das Kommunikationsnetz (14) übertragen werden.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Optimierung der Bewegung der mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) zu den Zielorten (7, 8,
9) in Abhängigkeit von den Verkehrsdaten erfolgt.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Videodaten
von den mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) zu der Koordinierungsstation (1) zur Überwachung
der mobilen Stationen übertragen werden.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Kartendaten
über den Einsatzraum, in dem sich die mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) befinden, und
Zielort-Positionsdaten in einen Speicher der Koordinierungsstation (1) abgespeichert
werden.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Zielort-Stationen
bei Änderung ihrer Position neue Zielort-Positionsdaten über das Kommunikationsnetz
(14) an die Koordinierungsstation (1) übertragen.
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
übermittelten Positionsdaten mit den Zielort-Positionsdaten und den Kartendaten verglichen
werden und die Befehlsdaten derart erzeugt werden, daß sie ein Optimierungskriterium
zur Optimierung der Bewegung der mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) zu den Zielorten (7,
8, 9) erfüllen.
15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Sensordaten
von den mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) zu der Koordinierungsstation (1) übertragen
werden.
16. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Befehlsdaten für die betreffende mobile Station (2, 3, 4, 5) auf einer Anzeige (41)
der mobilen Station angezeigt werden.
17. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aktoren-Befehlsdaten Aktoren (48) der mobilen Station aktivieren.
18. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
aktuellen Positionen der mobilen Stationen, die Zielort-Positionsdaten, die Kartendaten,
die Organisationsdaten, Befehlsdaten und die Verkehrsdaten auf einer Anzeige (21)
der Koordinierungsstation (1) angezeigt werden.
19. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede
mobile Station (2, 3, 4, 5) durch ein eigenes Symbol auf einem Bildschirm der Koordinierungsstationsanzeige
(21) angezeigt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß durch Berühren des Symbols
der mobilen Station auf der Anzeige (21) der Koordinierungsstation (1) automatisch
die Sprechfunkverbindung (15, 16, 17, 18) zu der mobilen Station (2, 3, 4, 5) aufgebaut
wird.
21. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) in Beförderungsfahrzeugen zur Beförderung von Personen
oder Transportgut vorgesehen werden.
22. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) in Feuerwehrzeugen oder Polizeifahrzeugen vorgesehen
werden.
23. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Organisationsdaten,
Fahrtkosten, Fahrzeugwartungsdaten, Transportgutdaten, persönliche Daten über die
beförderte Person sowie Zielortbeschreibungsdaten enthalten.
24. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Positionsdaten der mobilen Stationen automatisch an die Koordinierungsstation (1)
übermittelt werden.
25. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Optimierungskriterium mittels einer Eingabeeinrichtung (27) der Koordinierungsstation
(1) als Optimierungsbefehl eingegeben wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Optimierungsbefehl ein
Befehl zur Minimierung oder Optimierung der Fahrtstrecken der mobilen Station zu den
Zielorten (7, 8, 9), ein Befehl zur Minimierung der Fahrzeiten einer oder aller mobilen
Stationen zu den Zielorten (7, 8, 9) oder ein Befehl zur Minimierung der Gesamtkosten
bei der Bewegung der mobilen Stationen zu den Zielorten (7, 8, 9) ist.
27. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß daß
die aktuelle Position mittels eines GPS-Empfängers ermittelt wird.
28. Kommunikationssystem zur optimierten Steuerung von mobilen Stationen (2, 3, 4, 5)
zu Zielorten (7, 8, 9) mit:
einer Vielzahl von mobilen Stationen (2, 3, 4, 5), wobei jede mobile Station eine
Positionsbestimmungseinrichtung (50) zur automatischen Bestimmung der aktuellen Position
der mobilen Station, eine Berechnungseinrichtung (40) zur Erzeugung von Positionsdaten
in Abhängigkeit von der aktuellen Position und eine Sendeeinrichtung zum Senden der
Positionsdaten an eine Koordinierungsstation (1) sowie eine Empfangseinrichtung zum
Empfang von Befehlsdaten von der Koordinierungsstation (1) aufweist, und
mit mindestens einer zentralen Koordinierungsstation (1), wobei die Koordinierungsstation
(1) eine Empfangseinrichtung zum Empfang der Positionsdaten von den mobilen Stationen
(2, 3, 4, 5), eine Sendeeinrichtung zum Senden der Befehlsdaten an die mobilen Stationen
(2, 3, 4, 5) und eine zentrale Berechnungseinrichtung (20) zur Erzeugung der Befehlsdaten
für alle mobilen Stationen (2, 3, 4, 5) in Abhängigkeit von den empfangenen Positionsdaten
und einem eingebbaren Optimierungsbefehl aufweist.