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EP 1 077 129 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.12.2003 Patentblatt 2003/49 |
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Anmeldetag: 08.08.2000 |
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Verfahren und Vorrichtung zum reversiblen Bebildern einer Druckform
Process and apparatus for reversibly imaging a printing forme
Procédé et dispositif pour la formation réversible d'images sur une forme d'impression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
18.08.1999 DE 19939240
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.02.2001 Patentblatt 2001/08 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Probian, Dirk
86456 Gablingen (DE)
- Schneider, Josef, Dr.
86420 Diedorf (DE)
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Vertreter: Schober, Stefan, Dipl.-Ing. |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Postfach 10 00 96 86135 Augsburg 86135 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-98/08142 US-A- 5 395 729
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US-A- 3 964 389
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum reversiblen Bebildern einer Druckform durch
bildmäßig gesteuerte Erwärmung einer Oberfläche mittels Thermotransfer gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Bekannt sind Druckverfahren, bei dem eine Druckform vorzugsweise auf einem Druckformzylinder
bildmäßig von einer Thermotransferfolie mit Thermotransfermaterial versehen wird.
Die Übertragung des Transfermaterials wird vorzugsweise laserinduziert vorgenommen,
wobei aber auch andere Energiequellen wie Heizelemente, -zeilen, -matrizen oder ähnliches
denkbar wären. Die Druckform wird dann insbesondere für ein Offset-Verfahren mit Druckfarben
eingefärbt, die Druckfarbe der farbführenden Bereiche wird gegebenenfalls über eine
Gummiwalze auf das zu bedruckende Substrat übertragen.
[0003] Für einen raschen Wechsel der Druckmotive, insbesondere für Kleinauflagen, ist angestrebt,
den Vorgang innerhalb der Druckmaschine zum einen rechnergesteuert und zum anderen
ohne Wechsel beweglicher Teile auszuführen.
[0004] Beispielsweise zeigt die DE 38 09 915 A1 ein solches Druckverfahren. Mittels einer
Bildinformations-Übertragungseinheit wird innerhalb der Druckmaschine die Bildinformation
in Form von farbannehmenden Flächenelementen auf die lipophobe Oberfläche der Druckform,
bzw. des Druckformzylinders übertragen. Die Thermotransferfolie ist mit einer thermo-
oder elektrothermosensitiven Beschichtung versehen, die oleophile, d.h. farbannehmende
Eigenschaften hat. Die Bildinformations-Übertragungseinheit umfaßt einen Druckkopf,
der eine Heizelementezeile, eine Elektrode, ein Energiestrahl oder jede ander wärmeerzeugende
Einheit, insbesondere ein Laserdruckkopf sein kann. Zur Übertragung einer Bildinformation
wird der Druckkopf über die entsprechenden Bildsignale so gesteuert, daß er bei jedem
Bildpunkt Wärme und Druck auf die Thermotransferfolie einleitet und damit eine punktuelle
Übertragung der Beschichtung der Folie auf die Oberfläche des Druckformzylinders bewirkt.
Der Druckformzylinder rotiert dabei, der Druckkopf wird entsprechend traversiert,
so daß von der Thermotransferfolie beispielsweise spiralförmig die Druckform auf dem
Druckformzylinder bebildert werden kann.
[0005] Verfahren zum Bebildern einer Druckform mittels Thermotransfer, wobei eine Transferfolie
zwischen der Druckform und einem Druckkopf durchgeführt wird und die Bebilderung der
Oberfläche der Druckform durch punktuelle, d.h. bilddatenorientierte Ansteuerung und
Übertragung der Beschichtung der Transferfolie vorgenommen wird, sind z.B. aus der
US-A-5 395 729 oder der WO-A-98/08142 bekannt.
[0006] Zur wiederholten bildmäßigen Beschichtung einer derartigen Druckform sind innerhalb
der Druckmaschine Baugruppen, bestehend aus einer Zuführeinrichtung für eine Thermotransferfolie
an den Druckformzylinder, einem mit der Rotationsbewegung des Druckformzylinders koordinierbaren
Laserdruckkopf, sowie aus einer elektronisch gesteuerten Bildpunkte-Übertragungseinheit
zur Aktivierung des Laserdruckkopfes und einem Element, das die bildmäßige Beschichtung
von der Druckform wieder abheben kann, angeordnet. Der in der EP 0 698 488 B1 vorgestellte
Gegenstand erfüllt diesen Bedarf. Wie die 196 24 441 C1 zeigt, kann das Element zur
Abhebung der bildmäßigen Beschichtung, bzw. des Thermotransfermaterials von der Oberfläche
der Druckform ein Hochdruckreiniger sein.
[0007] Die beim Gegenstand der EP 0 698 488 B1 verwendete bandförmige Thermotransferfolie
zeichnet sich durch eine vergleichsweise dünne Beschichtung mit Thermotransfermaterial
aus. Damit fällt die Bebilderungsschichtstärke auf dem Druckformzylinder dünn aus,
so daß diese bildmäßige Beschichtung auch wieder leicht abgehoben werden kann, also
der Druckformzylinder entsprechend der Reduzierung der Schichtstärke des Thermotransfermaterials
leichter, bzw. schneller wieder gelöscht werden kann.
[0008] Allerdings ist in der Fachwelt auch bekannt, daß die Auflagenbeständigkeit einer
thermotransferbebilderten Druckform, also die gleichbleibende Druckqualität über die
gesamte Anzahl der zu druckenden Exemplare eines bestimmten
[0009] Druckproduktes, direkt von der Schichtdicke des Thermotransfermaterials abhängt.
Wird diese Schichtdicke zugunsten der Auflagenbeständigkeit erhöht, handelt man sich
jedoch Probleme beim Abheben der bildmäßigen Beschichtung der Druckform beim Löschen
ein, was Farbschleier, bzw. Geisterbilder, also sogenanntes Tonen auf der Druckform,
bzw. im Druckbild zur Folge hat.
[0010] Es soll aber nicht nur sichergestellt sein, daß die bildmäßig beschichtete Druckform
eine für eine möglichst hohe Auflage ausreichende Standzeit bei gleichbleibender Druckqualität
bietet, sondern auch daß das bildmäßig übertragene Thermotransfermaterial auf der
Druckform nach dem Druckvorgang in einfacher Weise umweltschonend und schnell entfernt
werden kann, damit alsbald ein neuer Bebilderungs- und Druckvorgang beginnen kann.
[0011] Aus diesem Grunde hat man bereits versucht, einerseits bei dem vorbeschriebenen Druckverfahren
zwar eine dünnschichtige Thermotransferfolie zu verwenden, aber dann eine Infrarot-Härtung
der bildmäßigen Beschichtung auf der Druckform durchzuführen, so daß eine zusätzliche
Aushärtung dieser Bebilderungsschicht erreicht und die Auflagenbeständigkeit erhöht
wird. Bei dieser thermischen Nachbehandlung (Fixierung) wird das Polymer der Bebilderungsschicht
durch Wärmeeintrag über die Glastemperatur erwärmt.
[0012] Dazu wird eine Infrarot-Bestrahlung der vom punktuell übertragenen Thermotransfermaterial
auf der Druckform gebildeten Schicht durchgeführt, wodurch die Haftung auf der Oberfläche
der Druckform im Vergleich zu unbestrahlten Bereichen auf der Druckform erhöht wird.
Eine derartige IR-Bestrahlung umfaßt auch die durch Laser induzierte Wärmeeinbringung.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß diese Infrarot-Härtung (da großflächig durchgeführt)
zu einer starken Aufheizung einzelner Bereiche der Druckform führt, insbesondere zu
einer sujetabhängigen, ungleichmäßigen Erwärmung der Bebilderungsschicht auf der Druckform,
d.h. daß Vollton-Bildbereiche stärker aufheizen als abgestufte Halbton-Bildbereiche.
Im Extremfall bedeutet dies, daß die Eigenschaft einer verbesserten Auflagenbeständigkeit
ungleichmäßig auf der Druckform verteilt ist und durch die sujetabhängige Wärmeausdehnung
z.B. ein Verlust der Registerhaltigkeit auftritt oder daß für die Druckform insgesamt
eben keine verbesserte Auflagenbeständigkeit erreicht wurde.
Aufgabe der Erfindung
[0013] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Druckform mittels eines Thermotransfermaterials
reversibel so zu bebildern, daß eine hohe Auflage mit gleichbleibender Druckqualität
sichergestellt wird, ohne die Schichtdicke des Thermotransfermaterials entprechend
der gewünschten Auflage anpassen zu müssen und das bildmäßige Löschen der Druckform
zu vereinfachen.
Lösung
[0014] Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, in einem ersten Schritt eine an sich
bekannte Bebilderung der Druckform durch punktuelle Ansteuerung, also bildmäßig gesteuerter
Erwärmung des Thermotransfermaterials auf der Transferfolie, und Übertragung der Bildpunkte
auf die Oberfläche der Druckform vorzunehemen, daraufhin die Transferfolie zwischen
der Druckform und der Bildinformation-Übertragungseinheit zu entfemen und in einem
zweiten Schritt eine bilddatenorientierte Ansteuerung, d.h. bildmäßig gesteuerten
Erwärmung der Oberfläche der Druckform vorzunehmen, so daß die im ersten Schritt pixelartig
übertragene Bildinformation auf der Druckform Pixel für Pixel ein zweites mal erwärmt
wird. Nach dem Druckvorgang können die so fixierten Bildinformationen, d.h. die Polymerteile
von der Druckform wieder entfernt werden.
[0015] Dadurch daß eben ohne Zwischenschaltung der Transferfolie die bereits übertragene
Bildinformation ein zweites mal, vorzugsweise von einem Laserdruckkopf angesteuert
wird, wird die Bebilderungsenergie erhöht und die Bildpunkte härten besser aus, so
daß die Auflagenbeständigkeit der Thermotransfermaterialschicht klar verbessert wird,
ohne daß die Schichtdicke vergrößert werden muß.
[0016] Die vorzugsweise bandförmige Thermotransferfolie besteht bekanntlich aus einer Substratschicht,
d.h. die Trägerfolie oder das Trägerband, aus einem möglichst transparenten, wärmebeständigen
Kunststoff und darauf aufgetragen eine Donorschicht, d.h. die wärmeempfindliche übertragbare
Schicht. Durch Einwirkung vorzugsweise eines Laserstrahls von der Rückseite des Thermotransferbands,
d.h. von der unbeschichteten Seite, wird in der Donorschicht Wärme induziert, die
zum Erweichen und schließlich zum Ablösen des Thermotransfermaterials führt, das auf
die Druckform übertragen dort aufgrund der hohen Wärmekapazität des Druckformmaterials,
z.B Metall, sofort abkühlt und anhaftet. Die Thermotransferfolie, insbesondere die
Schicht des Thermotransfermaterials, weist dabei vorzugsweise eine Schichtdicke von
etwa 0,5 bis 3 µm auf.
[0017] Fig. 1 zeigt schematisch eine an sich bekannte Vorrichtung zur Durchführung einer
Bebilderung einer Druckform durch Thermotransfer (Fig. 1a: Seitenansicht, Fig. 1 b
eine perspektivische Darstellung). Auf einem Druckformzylinder 1 ist eine Druckform
2 als Druckplatte oder als hülsenförmige Druckform aufgebrach (es wäre aber auch denkbar,
die Oberfläche des Zylinders selbst zu bebildern). Ein Bandtransportmechanismus 3
führt eine bandförmige Thermotransferfolie 4 mit der Breite b nahe an, bzw. in Kontakt
mit der Oberfläche der Druckform 2 vorbei. Eine an sich bekannte und deshalb nicht
gezeigte Bildinformation-Übertragungseinheit umfaßt einen Druckkopf 5, der mindestens
eine Laserquelle beinhaltet, die einen oder mehrere Strahlen auf das Transferband
4 fokussiert. Die Laserquelle 5, vorzugsweise ein IR-Laser und der Bandtransportmechanismus
3 sind in der bevorzugten Anordnung gemeinsam auf einer Traversiereinheit 6 angeordnet,
mittels dieser sie über die Breite B der Druckform, die während jeglicher Ansteuerung
mit dem Zylinder 1 rotiert, bewegt werden können.
[0018] Die Dauer einer Laserbebilderung einer Druckform beträgt typischerweise 1 bis 2 Minuten.
[0019] Vorzugsweise wird nun für den zweiten Schritt, für die sozusagen zweite mit der ersten
identischen Bebilderung der Oberfläche der Druckform, allerdings ohne Zwischenschaltung
der Transferfolie, die gleiche Zeitdauer wie für den ersten Schritt aufgewendet, so
daß die Bebilderungszeit quasi verdoppelt wird.
[0020] Dabei gibt es zwei Vorgehensmöglichkeiten. Einmal kann die bilddatenorientierte Ansteuerung
der Oberfläche der Druckform (zweiter Schritt) identisch mit der im ersten Schritt
bildmäßig gesteuerten Erwärmung der Transferfolie vorgenommen werden. Fig. 2 zeigt
schematisch einen Graph der bilddatenorientierten Ansteuerung der Laserquelle, wobei
a) den Bilddatenstrom beim Bebildern (erster Schritt) und b) die bilddatenorientierte
Ansteuerung auf der Oberfläche der Druckform (Fixieren, zweiter Schritt) zeigen. Andererseits
kann die bilddatenorientierte Ansteuerung der Oberfläche der Druckform (Fixieren,
zweiter Schritt) in umgekehrter Reihenfolge zu der im ersten Schritt bildmäßig gesteuerten
Erwärmung der Transferfolie vorgenommen werden. D.h. der Druckkopf 5 (Fig. 1) traversiert
beim Bebildern der Druckform 2 einmal längs der Breite B der Druckform von links nach
rechts. Nach dem Entfernen der Transferfolie 4 fährt der Druckkopf 5 einmal von recht
nach links zurück in die Anfangsstellung und steuert dabei auf dem Rückweg bilddatenorientiert
die Oberfläche der Druckform in umgekehrter Reihenfolge zum Hinweg an. Dadurch wird
eine Wegoptimierung erreicht, da das "Leerlaufen" des Druckkopfes 5 in die Anfangsstellung
und so eine Wegstrecke B vermieden wird.
[0021] In bevorzugter Weise ist vorgesehen, daß sowohl für den ersten Schritt als auch für
den zweiten Schritt dieselbe Laserquelle verwendet wird. Die bevorzugte kombinierte
Ausbildung der Laserquelle als Bebilderungseinheit und als Fixiervorrichtung schließt
jedoch den Einsatz verschiedener Laserquellen nicht aus.
[0022] Die auf die Druckform aufgebrachte Polymerschicht wird mittels der Laserquelle 5
kurzzeitig über die Tg-Temperatur (Glastemperatur) des Polymers erwärmt. Die Erwärmung
erfolgt lokal und zeitlich eng begrenzt. Damit kann eine Schädigung des "bildfreien"
Raums nahezu ausgeschlossen werden. Im Gegensatz dazu kann bei einer flächigen Erwärmung/Bestrahlung,
wie sie bisher durchgeführt wurde, es zu einer Störung im Farb-Wasser-Gleichgewicht
führen. Die räumliche Begrenzung kann man durch gezielte Veränderung der Intensitätsverteilung
erreichen. Dazu sind diffraktive Hybridelemente bestens geeignet.
[0023] Der sich dem abgeschlossenen Druckvorgang anschließende Löschvorgang zum Entfernen
der Bildinformation von der Oberfläche der Druckform kann in besonders vorteilhafter
Weise ebenfalls mittels einer Laserquelle ebenfalls bilddatenorientiert durchgeführt
werden, indem eine Leistungsjustage des Laserstrahls so vorgenommen wird, daß die
Bildinformation Pixel für Pixel von der Oberfläche der Druckform einfach weggebrannt
werden kann.
[0024] Aus der DE 195 03 951 C2 ist bereits eine Laserquelle beschrieben, die in mehreren
Intensitätsstufen geschaltet werden kann, d.h. eine entsprechende Leistungsjustage,
d.h. die Strahlstärke pro Flächeneinheit, also die Strahldichte eingestellt werden
kannn.
[0025] Damit ist auch für die Baueinheit des Druckkopfes mit Laserquelle für Bebilderung
und Fixieren die Möglichkeit gegeben, auch den Löschvorgang zu umfassen, also eine
Laserquelle im Druckkopf erstens zum Bebildern, zweitens zum Fixieren der Bildelemente
auf der Druckform und drittens zum Löschen der Bildinformation zu verwenden.
[0026] Selbstverständlich ist aber auch eine Ausbildung der Vorrichtung für einen Thermotransfer
derart zu realisieren, daß der Druckkopf 5 eine erste Laserquelle für die Bebilderung
der Druckform, eine zweite Laserquelle mit speziell angepaßter Intensitätsverteilung
für die bilddatenorientierte Erwärmung der Oberfläche der Druckform 2 und eine weitere
Laserquelle mit entsprechend angepaßter Strahldichte zum Entfernen der Bildinformation
von der Oberfläche der Druckform als Baueinheit umfaßt.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren soll zwar in einer Druckmaschine durchführbar sein,
die Erfindung ist jedoch keinesfalls auf die bildmäßige Beschichtung einer Druckform
innerhalb einer Druckmaschine beschränkt, sondern eignet sich prinzipiell auch zur
Herstellung einer Druckform außerhalb einer Druckmaschine. Dabei kann der Druckbildträger,
d.h. die Druckform ein nahtloser Druckformzylinder, eine Zylinderhülse, oder auch
eine konventionelle, unbeschichtete Druckplatte, die auf einen Druckzylinder aufgespannt
ist, sein.
1. Verfahren zum reversiblen Bebildern einer Druckform mittels Thermotransfer, wobei
eine Transferfolie zwischen der Druckform und einer einen Druckkopf umfassenden Bildinformation-Übertragungseinheit
durchgeführt wird, in einem ersten Schritt die Bildinformation in Form einer Bebilderung
der Oberfläche der Druckform durch punktuelle, d.h. bilddatenorientierte Ansteuerung
und Übertragung der Beschichtung der Transferfolie vorgenommen wird, und daraufhin
die Transferfolie zwischen der Druckform und der Bildinformation-Übertragungseinheit
entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zweiten Schritt eine bilddatenorientierte Ansteuerung der Oberfläche der
Druckform vorgenommen wird, so daß die im ersten Schritt übertragenen Bildpunkte auf
der Druckform nochmals erwärmt werden und nach dem Druckvorgang wieder entfernt werden
können.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bilddatenorientierte Ansteuerung der Oberfläche der Druckform (zweiter Schritt)
identisch mit der im ersten Schritt bildmäßig gesteuerten Erwärmung der Transferfolie
vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bilddatenorientierte Ansteuerung der Oberfläche der Druckform (zweiter Schritt)
in umgekehrter Reihenfolge zu der im ersten Schritt bildmäßig gesteuerten Erwärmung
der Transferfolie vorgenommen wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für den zweiten Schritt die gleiche Zeitdauer wie für den ersten Schritt aufgewendet
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckkopf sowohl für die bilddatenorientierte Erwärmung der Transferfolie (erster
Schritt), als auch der Druckform (zweiter Schritt) eine Laserquelle verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Löschvorgang zum Entfernen der Bildinformation von der Oberfläche der Druckform
mittels einer Laserquelle ebenfalls bilddatenorientiert durchgeführt wird, indem eine
Leistungsjustage des Laserstrahls so vorgenommen wird, daß die Bildinformation von
der Oberfläche der Druckform weggebrannt werden kann.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl für den ersten als auch für den zweiten Schritt eine gemeinsame Laserquelle
verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auch für den Löschvorgang zum Entfernen der Bildinformation von der Oberfläche der
Druckform die gemeinsame Laserquelle verwendet wird.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, die Baugruppen, bestehend
aus einer Zuführeinheit für eine Thermotransferfolie an die Druckform, einer einen
Druckkopf umfassende Bildinformation-Übertragungseinheit und einem Element zum Entfernen
der Bildinformation von der Oberfläche der Druckform, umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckkopf mindestens eine Laserquelle aufweist, mittels dieser die Bebilderung
der Druckform (erster Schritt), die bilddatenorientierte Erwärmung der Oberfläche
der Druckform (zweiter Schritt, Fixierung) und die Entfernung der Bildinformation
von der Oberfläche der Druckform (Löschen) durchführbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckkopf eine erste Laserquelle für die Bebilderung der Druckform, eine zweite
Laserquelle mit speziell angepaßter Intensitätsverteilung für die bilddatenorientierte
Erwärmung der Oberfläche der Druckform und eine weitere Laserquelle mit entsprechend
angepaßter Strahldichte zum Entfernen der Bildinformation von der Oberfläche der Druckform
als Baueinheit umfaßt.
1. A process for reversibly imaging a forme by means of thermal transfer, wherein a transfer
foil is passed through between the forme and an image-information transfer unit comprising
a print head, in a first step the image information is undertaken in the form of an
imaging of the surface of the forme by selective, i.e. image-data-oriented, control
and transfer of the coating of the transfer foil, and thereupon the transfer foil
between the forme and the image-information transfer unit is removed, characterised in that in a second step an image-data-oriented control of the surface of the forme is undertaken,
so that the image points on the forme which were transferred in the first step are
heated once again and can be removed after the printing operation.
2. A process according to Claim 1, characterised in that the image-data-oriented control of the surface of the forme (second step) is undertaken
in a manner identical with the heating of the transfer foil which is controlled in
image-specific manner in the first step.
3. A process according to Claim 1, characterised in that the image-data-oriented control of the surface of the forme (second step) is undertaken
in reverse sequence in relation to the heating of the transfer foil which is controlled
in image-specific manner in the first step.
4. A process according to Claims 1 to 3, characterised in that the same period of time is expended for the second step as for the first step.
5. A process according to Claim 1, characterised in that a laser source is used by way of print head for the image-data-oriented heating both
of the transfer foil (first step) and of the forme (second step).
6. A process according to Claim 1, characterised in that the erasing operation for the purpose of removing the image information from the
surface of the forme by means of a laser source is likewise carried out in image-data-oriented
manner by a power adjustment of the laser beam being undertaken in such a way that
the image information can be burnt away from the surface of the forme.
7. A process according to Claim 1, characterised in that a common laser source is used for both the first step and the second step.
8. A process according to Claim 7, characterised in that the common laser source is also used for the erasing operation for the purpose of
removing the image information from the surface of the forme.
9. A device for implementing the A process according to Claim 1, which comprises assemblies
consisting of a unit for feeding a thermal-transfer foil onto the forme, an image-information
transfer unit comprising a print head, and an element for removing the image information
from the surface of the forme, characterised in that the print head exhibits at least one laser source, by means of which the imaging
of the forme (first step), the image-data-oriented heating of the surface of the forme
(second step, fixing) and the removal of the image information from the surface of
the forme (erasing) are capable of being carried out.
10. A device according to Claim 9, characterised in that the print head comprises, as a modular unit, a first laser source for the imaging
of the forme, a second laser source with specially adapted intensity distribution
for the image-data-oriented heating of the surface of the forme, and an additional
laser source with appropriately adapted radiance for the purpose of removing the image
information from the surface of the forme.
1. Procédé pour la formation réversible d'images sur une forme d'impression par voie
de transfert thermique, selon lequel on fait passer, en la guidant, une feuille de
transfert entre la forme d'impression et une unité de transfert de l'information d'image
comprenant une tête d'impression, et selon lequel, dans une première étape, on effectue
la formation d'image sur la surface de la forme d'impression par transfert de l'information
d'image par une sollicitation commandée ponctuelle, c'est à dire orientée données
d'image et un transfert du revêtement de la feuille de transfert, et l'on retire ensuite
la feuille de transfert de l'espace entre la forme d'impression et de l'unité de transfert
de l'information d'image,
caractérisé en ce qu'au cours d'une seconde étape, on effectue une sollicitation commandée orientée données
d'image de la surface de la forme d'impression, de manière à ce que les points d'image
transférés au cours de la première étape, soient une nouvelle fois échauffés sur la
forme d'impression, et puissent à nouveau être supprimés après l'opération d'impression.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la sollicitation commandée orientée données d'image de la surface de la forme d'impression
(seconde étape) est effectuée de manière identique à l'échauffement de la feuille
de transfert commandé conformément à l'image au cours de la première étape.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la sollicitation commandée orientée données d'image de la surface de la forme d'impression
(seconde étape) est effectuée selon l'ordre inverse de l'échauffement de la feuille
de transfert commandé conformément à l'image au cours de la première étape.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que pour la seconde étape on met en oeuvre la même durée que pour la première étape.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en guise de tête d'impression, on utilise aussi bien pour l'échauffement orienté données
d'image de la feuille de transfert (première étape), que pour l'échauffement de la
forme d'impression (seconde étape), une source laser.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'opération d'effacement pour supprimer l'information d'image de la surface de la
forme d'impression, est effectuée au moyen d'une source laser, également de manière
orientée données d'image, en réalisant un ajustement de puissance du rayon laser de
façon telle, que l'information d'image soit brûlée de la surface de la forme d'impression.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise aussi bien pour la première étape que pour la seconde étape, une source
laser commune.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'on utilise ladite source laser commune également pour l'opération d'effacement
en vue de supprimer l'information d'image sur la surface de la forme d'impression.
9. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, qui comprend
des sous-groupes constitués par une unité d'amenée pour une feuille de transfert thermique
sur la forme d'impression, par une unité de transfert de l'information d'image comprenant
une tête d'impression, et par un élément pour supprimer l'information d'image de la
surface de la forme d'impression, caractérisé en ce que la tête d'impression comporte au moins une source laser au moyen de laquelle il est
possible d'effectuer la formation de l'image sur la forme d'impression (première étape),
l'échauffement orienté données d'image de la surface de la forme d'impression (seconde
étape, fixage), et la suppression de l'information d'image de la surface de la forme
d'impression (effacement).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que la tête d'impression comprend en tant qu'unité de construction, une première source
laser pour la formation de l'image sur la forme d'impression, une seconde source laser
avec une répartition d'intensité spécialement adaptée à l'échauffement orienté données
d'image de la surface de la forme d'impression, et une autre source laser avec une
densité de rayonnement adaptée de manière correspondante à la suppression de l'information
d'image de la surface de la forme d'impression.

