[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Klappe für eine Saugdüse, sowie eine
Saugdüse und eine Kehr- beziehungsweise Saugmaschine, welche zum Reinigen von Oberflächen,
wie zum Beispiel Straßen eingesetzt wird.
[0002] Zum Reinigen von Straßen ist es bekannt mit an einem Reinigungsfahrzeug angebrachten
rotierenden Besen Kehricht, wie zum Beispiel Glas, Pappe, Dosen, Laub oder Splitt
zu einem Wall zusammenzukehren, wobei dieser zusammengekehrte Kehricht von einer in
Fahrtrichtung den Besen nachlaufenden Saugdüse mittels Unterdruck aufgenommen und
in einen Sammelkehrichtbehälter transportiert wird.
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung eine Klappe für eine Saugdüse, eine Saugdüse sowie
eine Saugmaschine vorzuschlagen, welche ein effizientes Aufnehmen von Kehricht ermöglichen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0005] Die erfindungsgemäße Klappe für eine Saugdüse weist mindestens eine konkav geformte
Oberfläche auf, wobei die Klappe zum Beispiel zwei Abschnitte aufweisen kann, welche
an einer rechten und linken Seite der Klappe nach vorne ragen, um in dem Mittelbereich
der Klappe aufgrund der konkav geformten Oberfläche eine Vertiefung auszubilden. Hierdurch
weist die Klappe eine nach innen gerichtete Wölbung beziehungsweise Einbuchtung auf.
Zusätzlich ist an der erfindungsgemäßen Klappe eine Vorrichtung zum schwenkbaren Befestigen
der Klappe an einer Haltevorrichtung vorgesehen, wie zum Beispiel eine oder mehrere
Achsen, welche zum Beispiel in Löchern drehbar gelagert werden können, so daß die
Klappe schwenkbar gelagert ist. Die konkav geformte Oberfläche ist dann zum Beispiel
so ausgerichtet, daß sie in Richtung der so festgelegten Drehachse weist. Es ist denkbar
die Klappe so auszubilden, daß mindestens eine Oberflächennormale der konkaven Oberfläche
einen Schnittpunkt mit der festgelegten Drehachse aufweist.
[0006] Eine erfindungsgemäß ausgebildete Klappe für eine Saugdüse ermöglicht es, daß die
Einsaugöffnung der Saugdüse in Abhängigkeit von aufzusaugendem Kehricht vergrößert
beziehungsweise verkleinert wird. Somit kann die Fläche der Ansaugöffnung der Menge
des tatsächlich aufzusaugenden Kehrichts angepaßt werden. Die konkave Ausgestaltung
mindestens einer Oberfläche der Klappe bewirkt, daß bei einer Ausrichtung der Klappe
in Fahrtrichtung eines Kehrfahrzeuges ein zusammengekehrter Kehrichtstreifen von zum
Beispiel einem rechten und linken nach vorne ragenden Bereich der konkaven Oberfläche
durch eine Bewegung der Klappe in Fahrtrichtung auf den nach innen gewölbten Bereich
zusammengeschoben wird. Aufgrund der schwenkbaren Lagerung der Klappe ist es dann
möglich bei einem größeren Anfall von Kehricht die konkave Oberfläche, welche in einer
Ruhestellung zum Beispiel in Fahrtrichtung ausgerichtet ist, so daß die tiefste Einbuchtung
hinten liegt, kontinuierlich in eine geöffnete Stellung zu klappen, wobei der Bereich
der größten Einbuchtung dann nach oben gerichtet ist. Die konkave Oberfläche weist
im Falle maximaler Öffnung nach unten, so daß ein konkaver maximaler Öffnungsbereich
zum Beispiel in Form eines gewölbten Bogens gebildet wird.
[0007] Es ist möglich die konkave Oberfläche als eine kontinuierlich gekrümmte Oberfläche,
oder auch als eine in etwa kontinuierlich gekrümmte Oberfläche, zum Beispiel bestehend
aus einer Mehrzahl von Abkantungen auszubilden. Weiterhin ist es möglich die konkave
Oberfläche auch V-förmig, zum Beispiel durch zwei in einem bestimmten Winkel aufeinander
treffende Flächen auszugestalten. Jede dieser Ausführungsformen ermöglicht es, daß
mit der erfindungsgemäßen Klappe sowohl Kehricht bei einer Bewegung der Klappe entlang
eines Kehrichtstreifens in Richtung auf einen Mittelbereich der Klappe zusammengeschoben
werden kann, wobei ein Drehen der Klappe den wirksamen Ansaugöffnungsquerschnitt der
Saugdüse verändern kann, so daß dieser der tatsächlich anfallenden Kehrichtmenge angepaßt
werden kann. Weiterhin kann die Klappe auch senkrecht oder schräg zur konkaven Oberfläche
verlaufende Führungsflächen aufweisen, welche im Einsatz die anfallende Kehrichtmenge
führen und eine Schwenkbewegung der Klappe durch eine größere Kehrichtmenge unterstützen.
[0008] Eine Saugdüse gemäß der Erfindung ist in einer ersten Ausführungsform konkav ausgebildet.
Eine konkave Form hat den Vorteil, daß eine Saugdüse mit etwa konstanter breite so
über die zu reinigende Oberfläche bewegt wird, daß zur Aufnahme von Kehricht nicht
nur die Weglänge y zur Verfügung steht, wie es bei einer geradlinigen senkrecht zur
Bewegungsrichtung verlaufender Saugdüse der Fall wäre, sondern eine durch die Schrägstellung
vergrößerte Weglänge x; siehe Fig. 7.
[0009] Die erfindungsgemäße Saugdüse kann auch eine Haltevorrichtung aufweisen, in welcher
die oben beschriebene Klappe schwenk- beziehungsweise drehbar gelagert werden kann.
Dabei kann die Saugdüse sowohl geradlinig, als auch konkav ausgebildet sein. An die
Saugdüse ist eine Vorrichtung zum Erzeugen von Unterdruck anschließbar, um zusammengeschobenen
Kehricht durch die Düse aufzusaugen. Eine mit einer schwenkbaren Klappe mit konkaver
Oberfläche ausgestaltete Saugdüse ermöglicht eine Veränderung des Ansaugquerschnittes
in Abhängigkeit von dem vor der Saugdüse beziehungsweise Klappe liegendem aufzusaugendem
Gut. Dabei wird durch die besondere Form der Klappe Kehricht gezielt zur Mitte der
Düse geführt. Ein seitliches Liegenbleiben von Kehricht kann verhindert werden.
[0010] Bevorzugt kann eine Vorrichtung zum Bewegen der Klappe an der Saugdüse vorgesehen
sein, wie zum Beispiel eine pneumatische oder hydraulische Vorrichtung zum Drehen
der Klappe um ihre Drehachse. Damit ist es einerseits möglich einen festen Öffnungswinkel
der Saugdüse durch entsprechendes Verstellen der Klappe vorzugeben. So kann zum Beispiel
bei leichtem volumigem Kehrgut, wie zum Beispiel Laub oder Papier eine große Öffnungsfläche
eingestellt werden. Andererseits kann durch eine kontinuierliche Kipp- beziehungsweise
Schlagbewegung der Klappe ein aus größeren Stücken bestehendes Kehrgut, wie zum Beispiel
zusammenhaltende Erdschollen oder Fräsgutteile, zerkleinert beziehungsweise zerschlagen
werden, so daß das Aufsaugen des Kehrichts durch die Saugdüse erleichtert wird. Es
ist aber auch möglich die Saugdüse ohne eine entsprechende Betätigungsvorrichtung
der Klappe zu betreiben, so daß die Klappe durch den zusammengekehrten Kehricht in
verschiedenen Positionen geklappt wird, wodurch eine selbstjustierende sich der Menge
des anfallenden Kehrichts anpassende Saugdüsenöffnung realisiert werden kann.
[0011] Vorteilhaft ist zwischen Klappe und Saugdüse beziehungsweise an den Drehpunkten oder
Randbereichen der Klappe eine Fuge vorgesehen, welche zum Beispiel im Bereich von
1 bis 10 mm groß sein kann. Hierdurch kann sichergestellt werden, daß sich Kehricht
nicht im Schwenkbereich zwischen Klappe und Saugdüse verfängt und zu Verklemmungen
führt. Eine Fuge bewirkt weiterhin, daß bei Verwendung der Saugdüse kontinuierlich
eine Selbstreinigung stattfinden kann, wodurch Verschmutzungen beziehungsweise ein
Zusetzen der Vorrichtung verhindert wird.
[0012] Es ist vorteilhaft, in der Saugdüse Wasserdüsen so anzuordnen, daß die Saugschachtbehausung
von innen kontinuierlich mit Wasser gespült werden kann. Dazu werden die Wasserdüsen
im Innenbereich des Saugschachtes, vorzugsweise an dessen unterem Bereich angebracht.
Da bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform Wasser nicht direkt auf die Straße gespritzt
wird, sondern in den Saugschachtbereich der Saugdüse, wird eingesaugter Staub direkt
in der Düse gebunden, wodurch der Wasserverbrauch reduziert wird, da nicht die gesamte
Straße mit Wasser besprüht werden muß. Eingesaugter und durch Wasser gebundener Staub
neigt weiterhin weniger dazu, nachfolgende Kanäle zu verstopfen beziehungsweise sich
an Seitenwänden anzusetzen als nicht durch Wasser gebundener Staub, so daß durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung eine Selbstreinigung der Saugdüse sowie eine höhere
Betriebssicherheit erhalten werden kann. Somit kann der Verschleiß der gesamten Vorrichtung
verringert, sowie die Lärmemission beim Aufsaugen herabgesetzt werden
[0013] Bevorzugt wird an unteren Kanten der Saugdüse eine verschleiß- oder abriebfeste Beschichtung,
insbesondere eine widerstandsfähige Auftragsschweißung angebracht, um diese unteren
für Verschleiß anfälligen Teile vor einer Abnutzung im Betrieb zu schützen. Hierdurch
kann die Lebensdauer der Saugdüse erhöht werden.
[0014] Bevorzugt ist an der der Klappe gegenüberliegenden Seite der Saugdüse am hinteren
unteren Bereich eine in etwa waagrecht verlaufende Platte vorgesehen, welche bei Verwendung
der Saugdüse zum Beispiel zur Straßenreinigung in Bewegungsrichtung nachfolgend über
die zu reinigende Oberfläche in einem bestimmten Abstand geführt wird. Eine solche
in etwa parallel zur Oberfläche verlaufende Platte mit vorzugsweise einer sich nach
hinten aufbiegenden Kante bewirkt, daß auch ein von der Saugdüse nicht aufgenommenes
liegengebliebenes Kehrgut durch einen durch diese Platte erzeugten Sog am hinteren
Bereich der Saugdüse nachträglich noch erfaßt werden kann, wodurch die Effizienz der
Saugdüse gesteigert wird.
[0015] Die erfindungsgemäße Saugmaschine zum Saugen von Gut von einer Oberfläche weist eine
Vorrichtung zum Erzeugen von Unterdruck und eine wie oben beschriebene mit dieser
Vorrichtung gekoppelte Saugdüse auf. Mit einer solchen Saug- oder auch Kehrmaschine
kann eine effektive Straßenreinigung durchgeführt werden. Die erfindungsgemäße Saugdüse
ermöglicht es, einen größeren Abstand zur Fahrbahn vorzusehen, wobei eine niedrigere
Gebläseleistung erforderlich ist. Energieverbrauch und Lärmemission können so weiter
gesenkt werden. Ebenso ist ein schnelleres Fahren möglich.
[0016] Bevorzugt sind an der Saugmaschine in Bewegungsrichtung vor der Saugdüse geeignete
Kehrelemente, wie zum Beispiel feststehende oder sich drehende Besen, bevorzugt in
einer Reihe, angeordnet, so daß auf der zu reinigenden Oberfläche liegendes Gut bei
Überfahren der Oberfläche mit der Saugmaschine zunächst auf einen länglichen Haufen
zusammengekehrt, und nachfolgend von der Saugdüse aufgenommen wird.
[0017] Vorteilhaft weist die Saugmaschine einen Sammelbehälter für aufgesaugtes Gut und
bevorzugt einen Schlauch zum Verbinden des Sammelbehälters mit der Saugdüse auf, damit
aufgesaugter Kehricht von der Saugdüse über den Schlauch in den Sammelbehälter transportiert
und dort gesammelt werden kann, um nach erfolgtem Reinigen einer Straße den Kehricht
gesammelt entsorgen zu können.
[0018] Die Saugdüse mit daran angelenkter Klappe mit konkaver Oberfläche ist vorteilhaft
so an der Saugmaschine angeordnet, daß seitliche Bereiche der konkaven Oberfläche
in Schließstellung der Klappe in die Fahrtrichtung der Saugmaschine weisen. Hierzu
können zum Beispiel bei V-förmiger Ausbildung der Klappe die seitlichen Schenkel nach
links beziehungsweise rechts vorne ausgerichtet sein, so daß die durch die aufeinandertreffenden
seitlichen Schenkel gebildete Spitze in eine Richtung entgegengesetzt zur Fahrtrichtung
weist. Hierdurch kann bei Bewegung der Saugmaschine Kehricht durch die seitlichen
Schenkel in den Mittelbereich der konkaven Oberfläche und somit exakt zu einem Saugrohr
gelenkt werden, was weiterhin bei frei beweglicher Klappe bedingt durch eine über
den Kehricht auf die Klappe wirkende Hebelkraft zu einer Öffnungsbewegung der Klappe
führt.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- die erfindungsgemäße Saugdüse mit angelenkter Klappe in geschlossener Stellung;
- Figur 2
- die Saugdüse von Figur 1 mit geöffneter Klappe;
- Figur 3
- eine Vorderansicht der Saugdüse mit geschlossener Klappe;
- Figur 4
- die Saugdüse gemäß Figur 3 entlang der gezeigten Querschnitte A, B und C;
- Figur 5
- eine Vorderansicht der Saugdüse mit geöffneter Klappe;
- Figur 6
- die Saugdüse gemäß Figur 5 entlang der gezeigten Querschnitte A, B und C;
- Figur 7a
- eine herkömmliche Saugdüse in Draufsicht; und
- Figur 7b
- eine Saugdüse gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0020] Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Saugdüse 1 mit daran angelenkter drehbar gelagerter
Klappe 2. Die Klappe 2 ist in der gezeigten Lage heruntergeklappt und weist eine in
Fahrtrichtung weisende konkave V-förmige Oberfläche 2a auf. Im Mittelbereich der Klappe
2 verläuft oben eine schräge Fläche 2b, welche wie die konkave Fläche 2a zur Führung
von Kehricht dient. Oberhalb sind über Abkantungen die Flächen 2c und 2d vorgesehen,
wobei die Fläche 2c in geöffneter Stellung nach vorne weist; Fig. 2. Seitlich ist
die Klappe 2 über Achsen 6 drehbar in den Seitenblechen 8 gelagert. Die Klappe 2 befindet
sich bei einer geringen Menge an Kehricht in ihrer geschlossen Stellung und läßt zwischen
unterer Kante der konkaven Fläche 2a und der zu reinigenden Oberfläche einen Saugspalt
3 von zum Beispiel 30 mm frei. Liegt eine größere Menge Kehrgut auf der Straße, so
wird die Klappe 2 durch eine Bewegung der Saugdüse in Fahrtrichtung langsam auf das
Kehrgut bewegt, wobei dieses Gut durch die V-förmige Ausbildung der Klappe 2 von den
seitlichen Enden der Klappe 2 entlang der Fläche 2a allmählich zur Mitte der Klappe
2 geschoben und durch die am oberen Bereich der Klappe schräg verlaufende Flächen
2b zusätzlich geformt wird.
[0021] Die in dem gezeigten Ausführungsbeispiel V-förmig ausgebildete Klappe 2 wird bei
einer größeren Menge Kehricht durch einen Druck des Kehrichts auf die Flächen 2a und
2b um die Achsen 6 gedreht. Auf der Straße liegender Kehricht erzeugt durch die Bewegung
der Klappe 2 auf den Kehricht zu eine Kraft auf die Klappe 2 unterhalb der durch die
Achsen beziehungsweise Drehpunkte 6 definierten Drehachsen, wodurch die Klappe 2 in
eine geöffnete Stellung gedrückt wird; siehe Figur 2. Bedingt durch die konische Ausbildung
öffnet sich die Klappe 2 in der Mitte weiter als in den Randbereichen. Da das vorgeformte
Kehrgut und die Klappe 2 in ihrer geöffneten Stellung aufgrund der Anlage von Kehrgut
an der Klappe 2 eine ähnliche Kontur haben gibt es keine abrupte größere Saugquerschnittsveränderung,
so daß der Saugstrom beziehungsweise die Saugkraft auf den Kehricht in etwa konstant
gehalten werden kann. Somit kann einerseits das Saugergebnis optimiert werden und
andererseits zuverlässig verhindert werden, daß der Saugstrom abreißt. Eine ausreichend
große Fuge 5 stellt sicher, daß keine Verschmutzung im Randbereich der Klappe 2 auftritt.
[0022] Die durch den Widerstand des Kehrgutes geöffnete Klappe 2 ermöglicht das Eintreten
des zusammengeschobenen und durch den Saugstrom weiter verformten Kehrgutes im Bereich
der Klappenmitte bis hin zu dem im Mittelbereich der Saugdüse 1 angeordneten Saugrohr
beziehungsweise Saugschlauch 9. Eine solche Führung des Kehrichtes verhindert, daß
Kehricht mit anderen Teilen der Saugdüse 1 außer der Klappe 2 sowie dem Saugschlauch
9 in Kontakt kommt, wodurch der Verschleiß verringert wird. In Figur 2 sind Wasserdüsen
10 im Innenbereich des Saugschlauches gezeigt, welche zum Binden von Staub dienen.
[0023] Die konkave Ausbildung der Klappe 2 bewirkt eine Formung des Kehrgutes entlang eines
vorgegebenen Weges, so daß das durch die Klappe 2 geführte Kehrgut einen geführten
längeren Saugweg aufweist, um von dem Saugstrom aufgenommen werden zu können. Der
Saugvorrichtung steht also im Vergleich zu herkömmlichen, quer zur Fahrtrichtung angeordneten
Saugdüsen mehr Zeit zur Verfügung, um Kehricht aufzunehmen. Versuchsergebnisse haben
gezeigt, daß mit der erfindungsgemäßen Saugdüse eine um etwa 35% größere Saugleistung
erreicht werden kann, was zum Beispiel ein schnelleres Kehren beziehungsweise eine
größere Geschwindigkeit der Saugmaschine erlaubt.
[0024] Figur 3 zeigt eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Saugdüse 1 mit Klappe 2 in
geschlossener Stellung. Wie aus dem Querschnitt A-A in Figur 4a ersichtlich ist am
hinteren unteren Bereich der Saugdüse 1 ein waagrechtes ca. 50mm breites Blech 4 angeordnet,
unter welchem durch einen Sog in der Saugdüse 1 ebenfalls wie im Bereich des Saugspaltes
3 der Klappe 2 ein Sog erzeugt wird. Eventuell von der Saugdüse 1 überfahrenes liegengebliebenes
Sauggut kann durch einen so erzeugten Saugstrom nachträglich noch erfaßt werden, um
die Effizienz zu erhöhen. Hierdurch kann zum Beispiel der Abstand der Saugdüse 1 zur
Fahrbahn vergrößert werden, ohne das Kehrergebnis negativ zu beeinflussen. Die Strömungsgeschwindigkeit
zwischen Schacht und Fahrbahn kann dadurch verringert werden, was zu einer Herabsetzung
des Geräuschpegels führt.
[0025] Die Figuren 4b und 4c zeigen weitere Querschnitte der in Figur 3 gezeigten Saugdüse
1.
[0026] Figur 5 zeigt die in Figur 3 dargestellte Saugdüse 1 mit Klappe 2 in geöffneter Stellung,
wobei Kehricht 7, welcher auf der zu reinigenden Oberfläche aufliegt, an der geöffneten
Klappe 2 anliegt.
[0027] Die Figuren 6a bis 6c zeigen Querschnitte entlang der in Figur 5 dargestellten Linien
A, B und C.
[0028] Figur 7a zeigt in Draufsicht eine bekannte geradlinig verlaufende Saugdüse der Breite
y. Wird diese Saugdüse 1 in Fahrtrichtung bewegt, so steht zur Aufnahme von Kehricht
der Weg y zur Verfügung. Figur 7b zeigt eine konkav geformte Saugdüse 1 gemäß der
vorliegenden Erfindung in Draufsicht, wobei leicht erkannt werden kann, daß durch
die konkave Ausgestaltung der Saugdüse 1 bei einer Bewegung der Saugdüse 1 über eine
zu reinigende Oberfläche ein größerer Weg x zur Verfügung steht, um Kehricht aufzunehmen.
Im gezeigten Beispiel weist die Saugdüse 1 etwa einen Winkel von 90° auf, so daß der
Weg x um den Faktor √2 größer ist als die Breite des Saugschachtes y. Kehricht kann
somit gegenüber der herkömmlichen Saugdüse 1 bei gleicher Geschwindigkeit über eine
längere Zeit aufgesaugt werden. Um den längeren Weg x über die ganze Breite der Saugdüse
zu erhalten, kann die Saugdüse 1 im Krümmungsbereich breiter ausgebildet sein, um
auch im Mittelbereich der Saugdüse 1 die effektive Breite zu vergrößern. Der beschriebene
Effekt der Vergrößerung des effektiven Weges zur Aufnahme von Kehricht kann auch mit
anderen Formen der Saugdüse erhalten werden, wie zum Beispiel einer kontinuierlich
gekrümmten Saugdüse oder einer geradlinig verlaufenden schräg zur Fahrtrichtung stehenden
Saugdüse.
1. Klappe für eine Saugdüse mit:
a) einer konkaven Oberfläche (2a); und
b) einer Vorrichtung (6) zum Befestigen der Klappe (2) an einer Haltevorrichtung (8),
so daß die konkave Oberfläche (2a) um eine Schwenkachse schwenken kann.
2. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Oberfläche V-förmig
ausgebildet ist.
3. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Oberfläche durch eine
in etwa kontinuierliche Krümmung ausgebildet ist.
4. Saugdüse, dadurch gekennzeichnet, daß sie konkav ausgebildet, insbesondere V-förmig
oder kontinuierlich gekrümmt ist.
5. Saugdüse mit einer Klappe nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und einer Haltevorrichtung
(8) zum schwenkbaren Lagern der Klappe (2).
6. Saugdüse mit einer Klappe nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zum Verändern des Ansaugquerschnitts
in Abhängigkeit von einem vor der Saugdüse (1) liegendem aufzusaugendem Gut.
7. Saugdüse nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch eine Bewegungsvorrichtung für
die Klappe (2).
8. Saugdüse nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei eine Fuge (5) mit einer Größe von
1 bis 10 mm im Randbereich der Klappe (2) vorgesehen ist.
9. Saugdüse nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei Wasserdüsen (10) im inneren Bereich
eines Saugrohres beziehungsweise Saugschachtes (9) der Saugdüse (1) vorgesehen sind.
10. Saugdüse nach einem der Ansprüche 4 bis 9, wobei untere Kanten der Saugdüse (1) mit
einer verschleiß- beziehungsweise abriebfesten Beschichtung, insbesondere einer Auftragsschweißung,
versehen sind.
11. Saugdüse nach einem der Ansprüche 4 bis 10, wobei eine Platte (4) an der der Klappe
(2) gegenüberliegenden Seite vorgesehen ist.
12. Saugmaschine zum Saugen von Gut von einer zu reinigenden Oberfläche mit einer Vorrichtung
zum Erzeugen von Unterdruck und einer Saugdüse (1) nach einem der Ansprüche 4 bis
11, welche mit der Vorrichtung zum Erzeugen von Unterdruck in Verbindung steht.
13. Saugmaschine nach Anspruch 12, wobei mindestens ein Besen zum Zusammenkehren von Kehricht
an der Saugmaschine vorgesehen ist.
14. Saugmaschine nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch einen Sammelbehälter für
aufgesaugten Kehricht und ein Verbindungselement, insbesondere einen Schlauch, zwischen
Sammelbehälter und Saugdüse (1).