[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Saugdüse nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, welche zum Reinigen von Oberflächen, wie zum Beispiel Straßen eingesetzt
wird.
[0002] Zum Reinigen von Straßen ist es bekannt mit an einem Reinigungsfahrzeug angebrachten
rotierenden Besen Kehricht, wie zum Beispiel Glas, Pappe, Dosen, Laub oder Splitt
zu einem Wall zusammenzukehren, wobei dieser zusammengekehrte Kehricht von einer in
Fahrtrichtung den Besen nachlaufenden Saugdüse mittels Unterdruck aufgenommen und
in einen Sammelkehrichtbehälter transportiert wird.
[0003] Eine Saugdüse der eingangs genannten Art ist aus der DE 94 15 472 U1 bekannt. Der
Einsaugöffnung der Saugdüse ist eine Klappe zugeordnet, deren in Fahrtrichtung weisende
Stirnseite den Einsaugöffnungsquerschnitt der Saugdüse begrenzt. Wird die Saugdüse
in bestimmungsgemäßer Fahrtrichtung bewegt, drückt der Kehricht die Klappe auf, so
daß sich der Einsaugöffnungsquerschnitt vergrößert. Nachteilig an dieser vorbekannten
Saugdüse ist jedoch, daß auch bereits kleine Kehrichtmengen, die z. B. nur auf einer
Seite der Einsaugöffnung erfaßt werden, die Klappe nahezu vollständig aufdrücken,
und zwar über ihre gesamte Breite, wodurch der Einsaugöffnungsquerschnitt trotz nur
geringer Kehrichtmenge stark vergrößert wird. Hierunter leidet die Effizienz des Saugvorgangs.
[0004] Aus der WO 97/42378 ist eine Saugdüse bekannt, deren Einsaugöffnung ebenfalls eine
schwenkbare Klappe zugeordnet ist. Die die Einsaugöffnung der Saugdüse begrenzende
Klappenoberfläche ist konvex gewölbt und mit ihrer Vorderkante nach oben gebogen,
so daß sie auch bei größeren Kehrichtmengen nicht unter den Kehricht gräbt. Die Klappe
kann über einen Stellzylinder verschwenkt werden, um den Öffnungsquerschnitt der Saugdüse
einzustellen. Eine kontinuierliche Anpassung des Einsaugöffnungsquerschnitts an die
jeweils gerade anfallende Kehrichtmenge ist jedoch nicht vorgesehen bzw. würde eine
aufwendige Steuerung des Stellzylinders erfordern.
[0005] Weiterhin ist aus der DE 295 18 844 U1 eine Saugdüse bekannt, deren Einsaugöffnung
ebenfalls eine schwenkbare Klappe zugeordnet ist. Eine Seilzug-Verstellvorrichtung
für die schwenkbare Klappe ermöglicht zwar ein aktives Verschwenken der Klappe, ist
jedoch ebenfalls mit den Nachteilen der bereits genannten Saugdüsenklappe gemäß WO
97/42378 behaftet.
[0006] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Saugdüse vorzuschlagen, welche in einfacher
Weise ein effizientes Aufnehmen von Kehricht ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Saugdüse nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
ergeben sich aus den Ünteransprüchen.
[0008] Die erfindungsgemäße Klappe für eine Saugdüse weist mindestens eine konkav geformte
Oberfläche auf, wobei die Klappe zum Beispiel zwei Abschnitte aufweisen kann, welche
an einer rechten und linken Seite der Klappe nach vorne ragen, um in dem Mittelbereich
der Klappe aufgrund der konkav geformten Oberfläche eine Vertiefung auszubilden. Hierdurch
weist die Klappe eine nach innen gerichtete Wölbung beziehungsweise Einbuchtung auf.
Zusätzlich ist an der erfindungsgemäßen Klappe eine Vorrichtung zum schwenkbaren Befestigen
der Klappe an einer Haltevorrichtung vorgesehen, wie zum Beispiel eine oder mehrere
Achsen, welche zum Beispiel in Löchern drehbar gelagert werden können, so daß die
Klappe schwenkbar gelagert ist. Die konkav geformte Oberfläche ist dann zum Beispiel
so ausgerichtet, daß sie in Richtung der so festgelegten Drehachse weist. Es ist denkbar
die Klappe so auszubilden, daß mindestens eine Oberflächennormale der konkaven Oberfläche
einen Schnittpunkt mit der festgelegten Drehachse aufweist.
[0009] Eine erfindungsgemäß ausgebildete Klappe für eine Saugdüse ermöglicht es, daß die
Einsaugöffnung der Saugdüse in Abhängigkeit von aufzusaugendem Kehricht vergrößert
beziehungsweise verkleinert wird. Somit kann die Fläche der Ansaugöffnung der Menge
des tatsächlich aufzusaugenden Kehrichts angepaßt werden. Die konkave Ausgestaltung
mindestens einer Oberfläche der Klappe bewirkt, daß bei einer Ausrichtung der Klappe
in Fahrtrichtung eines Kehrfahrzeuges ein zusammengekehrter Kehrichtstreifen von zum
Beispiel einem rechten und linken nach vorne ragenden Bereich der konkaven Oberfläche
durch eine Bewegung der Klappe in Fahrtrichtung auf den nach innen gewölbten Bereich
zusammengeschoben wird. Aufgrund der schwenkbaren Lagerung der Klappe ist es dann
möglich bei einem größeren Anfall von Kehricht die konkave Oberfläche, welche in einer
Ruhestellung zum Beispiel in Fahrtrichtung ausgerichtet ist, so daß die tiefste Einbuchtung
hinten liegt, kontinuierlich in eine geöffnete Stellung zu klappen, wobei der Bereich
der größten Einbuchtung dann nach oben gerichtet ist. Die konkave Oberfläche weist
im Falle maximaler Öffnung nach unten, so daß ein konkaver maximaler Öffnungsbereich
zum Beispiel in Form eines gewölbten Bogens gebildet wird.
[0010] Es ist möglich die konkave Oberfläche als eine kontinuierlich gekrümmte Oberfläche,
oder auch als eine in etwa kontinuierlich gekrümmte Oberfläche, zum Beispiel bestehend
aus einer Mehrzahl von Abkantungen auszubilden. Weiterhin ist es möglich die konkave
Oberfläche auch V-förmig, zum Beispiel durch zwei in einem bestimmten Winkel aufeinander
treffende Flächen auszugestalten. Jede dieser Ausführungsformen ermöglicht es, daß
mit der erfindungsgemäßen Klappe sowohl Kehricht bei einer Bewegung der Klappe entlang
eines Kehrichtstreifens in Richtung auf einen Mittelbereich der Klappe zusammengeschoben
werden kann, wobei ein Drehen der Klappe den wirksamen Ansaugöffnungsquerschnitt der
Saugdüse verändern kann, so daß dieser der tatsächlich anfallenden Kehrichtmenge angepaßt
werden kann. Weiterhin kann die Klappe auch senkrecht oder schräg zur konkaven Oberfläche
verlaufende Führungsflächen aufweisen, welche im Einsatz die anfallende Kehrichtmenge
führen und eine Schwenkbewegung der Klappe durch eine größere Kehrichtmenge unterstützen.
[0011] Eine Saugdüse gemäß der Erfindung ist in einer ersten Ausführungsform konkav ausgebildet.
Eine konkave Form hat den Vorteil, daß eine Saugdüse mit etwa konstanter Breite so
über die zu reinigende Oberfläche bewegt wird, daß zur Aufnahme von Kehricht nicht
nur die Weglänge y zur Verfügung steht, wie es bei einer geradlinigen senkrecht zur
Bewegungsrichtung verlaufender Saugdüse der Fall wäre, sondern eine durch die Schrägstellung
vergrößerte Weglänge x; siehe Fig. 7.
[0012] Die erfindungsgemäße Saugdüse kann auch eine Haltevorrichtung aufweisen, in welcher
die oben beschriebene Klappe schwenk- beziehungsweise drehbar gelagert werden kann.
Dabei kann die Saugdüse sowohl geradlinig, als auch konkav ausgebildet sein. An die
Saugdüse ist eine Vorrichtung zum Erzeugen von Unterdruck anschließbar, um zusammengeschobenen
Kehricht durch die Düse aufzusaugen. Eine mit einer schwenkbaren Klappe mit konkaver
Oberfläche ausgestaltete Saugdüse ermöglicht eine Veränderung des Ansaugquerschnittes
in Abhängigkeit von dem vor der Saugdüse beziehungsweise Klappe liegendem aufzusaugendem
Gut. Dabei wird durch die besondere Form der Klappe Kehricht gezielt zur Mitte der
Düse geführt. Ein seitliches Liegenbleiben von Kehricht kann verhindert werden.
[0013] Bevorzugt kann eine Vorrichtung zum Bewegen der Klappe an der Saugdüse vorgesehen
sein, wie zum Beispiel eine pneumatische oder hydraulische Vorrichtung zum Drehen
der Klappe um ihre Drehachse. Damit ist es einerseits möglich einen festen Öffnungswinkel
der Saugdüse durch entsprechendes Verstellen der Klappe vorzugeben. So kann zum Beispiel
bei leichtem volumigem Kehrgut, wie zum Beispiel Laub oder Papier eine große Öffnungsfläche
eingestellt werden. Andererseits kann durch eine kontinuierliche Kipp- beziehungsweise
Schlagbewegung der Klappe ein aus größeren Stücken bestehendes Kehrgut, wie zum Beispiel
zusammenhaltende Erdschollen oder Fräsgutteile, zerkleinert beziehungsweise zerschlagen
werden, so daß das Aufsaugen des Kehrichts durch die Saugdüse erleichtert wird. Es
ist aber auch möglich die Saugdüse ohne eine entsprechende Betätigungsvorrichtung
der Klappe zu betreiben, so daß die Klappe durch den zusammengekehrten Kehricht in
verschiedenen Positionen geklappt wird, wodurch eine selbstjustierende sich der Menge
des anfallenden Kehrichts anpassende Saugdüsenöffnung realisiert werden kann.
[0014] Vorteilhaft ist zwischen Klappe und Saugdüse beziehungsweise an den Drehpunkten oder
Randbereichen der Klappe eine Fuge vorgesehen, welche zum Beispiel im Bereich von
1 bis 10 mm groß sein kann. Hierdurch kann sichergestellt werden, daß sich Kehricht
nicht im Schwenkbereich zwischen Klappe und Saugdüse verfängt und zu Verklemmungen
führt. Eine Fuge bewirkt weiterhin, daß bei Verwendung der Saugdüse kontinuierlich
eine Selbstreinigung stattfinden kann, wodurch Verschmutzungen beziehungsweise ein
Zusetzen der Vorrichtung verhindert wird.
[0015] Es ist vorteilhaft, in der Saugdüse Wasserdüsen so anzuordnen, daß die Saugschachtbehausung
von innen kontinuierlich mit Wasser gespült werden kann. Dazu werden die Wasserdüsen
im Innenbereich des Saugschachtes, vorzugsweise an dessen unterem Bereich angebracht.
Da bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform Wasser nicht direkt auf die Straße gespritzt
wird, sondern in den Saugschachtbereich der Saugdüse, wird eingesaugter Staub direkt
in der Düse gebunden, wodurch der Wasserverbrauch reduziert wird, da nicht die gesamte
Straße mit Wasser besprüht werden muß. Eingesaugter und durch Wasser gebundener Staub
neigt weiterhin weniger dazu, nachfolgende Kanäle zu verstopfen beziehungsweise sich
an Seitenwänden anzusetzen als nicht durch Wasser gebundener Staub, so daß durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung eine Selbstreinigung der Saugdüse sowie eine höhere
Betriebssicherheit erhalten werden kann. Somit kann der Verschleiß der gesamten Vorrichtung
verringert, sowie die Lärmemission beim Aufsaugen herabgesetzt werden
[0016] Bevorzugt wird an unteren Kanten der Saugdüse eine verschleiß- oder abriebfeste Beschichtung,
insbesondere eine widerstandsfähige Auftragsschweißung angebracht, um diese unteren
für Verschleiß anfälligen Teile vor einer Abnutzung im Betrieb zu schützen. Hierdurch
kann die Lebensdauer der Saugdüse erhöht werden.
[0017] Bevorzugt ist an der der Klappe gegenüberliegenden Seite der Saugdüse am hinteren
unteren Bereich eine in etwa waagrecht verlaufende Platte vorgesehen, welche bei Verwendung
der Saugdüse zum Beispiel zur Straßenreinigung in Bewegungsrichtung nachfolgend über
die zu reinigende Oberfläche in einem bestimmten Abstand geführt wird. Eine solche
in etwa parallel zur Oberfläche verlaufende Platte mit vorzugsweise einer sich nach
hinten aufbiegenden Kante bewirkt, daß auch ein von der Saugdüse nicht aufgenommenes
liegengebliebenes Kehrgut durch einen durch diese Platte erzeugten Sog am hinteren
Bereich der Saugdüse nachträglich noch erfaßt werden kann, wodurch die Effizienz der
Saugdüse gesteigert wird.
[0018] Die erfindungsgemäße Saugmaschine zum Saugen von Gut von einer Oberfläche weist eine
Vorrichtung zum Erzeugen von Unterdruck und eine wie oben beschriebene mit dieser
Vorrichtung gekoppelte Saugdüse auf. Mit einer solchen Saugoder auch Kehrmaschine
kann eine effektive Straßenreinigung durchgeführt werden. Die erfindungsgemäße Saugdüse
ermöglicht es, einen größeren Abstand zur Fahrbahn vorzusehen, wobei eine niedrigere
Gebläseleistung erforderlich ist. Energieverbrauch und Lärmemission können so weiter
gesenkt werden. Ebenso ist ein schnelleres Fahren möglich.
[0019] Bevorzugt sind an der Saugmaschine in Bewegungsrichtung vor der Saugdüse geeignete
Kehrelemente, wie zum Beispiel feststehende oder sich drehende Besen, bevorzugt in
einer Reihe, angeordnet, so daß auf der zu reinigenden Oberfläche liegendes Gut bei
Überfahren der Oberfläche mit der Saugmaschine zunächst auf einen länglichen Haufen
zusammengekehrt, und nachfolgend von der Saugdüse aufgenommen wird.
[0020] Vorteilhaft weist die Saugmaschine einen Sammelbehälter für aufgesaugtes Gut und
bevorzugt einen Schlauch zum Verbinden des Sammelbehälters mit der Saugdüse auf, damit
aufgesaugter Kehricht von der Saugdüse über den Schlauch in den Sammelbehälter transportiert
und dort gesammelt werden kann, um nach erfolgtem Reinigen einer Straße den Kehricht
gesammelt entsorgen zu können.
[0021] Die Saugdüse mit daran angelenkter Klappe mit konkaver Oberfläche ist vorteilhaft
so an der Saugmaschine angeordnet, daß seitliche Bereiche der konkaven Oberfläche
in Schließstellung der Klappe in die Fahrtrichtung der Saugmaschine weisen. Hierzu
können zum Beispiel bei V-förmiger Ausbildung der Klappe die seitlichen Schenkel nach
links beziehungsweise rechts vorne ausgerichtet sein, so daß die durch die aufeinandertreffenden
seitlichen Schenkel gebildete Spitze in eine Richtung entgegengesetzt zur Fahrtrichtung
weist. Hierdurch kann bei Bewegung der Saugmaschine Kehricht durch die seitlichen
Schenkel in den Mittelbereich der konkaven Oberfläche und somit exakt zu einem Saugrohr
gelenkt werden, was weiterhin bei frei beweglicher Klappe bedingt durch eine über
den Kehricht auf die Klappe wirkende Hebelkraft zu einer Öffnungsbewegung der Klappe
führt.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- die erfindungsgemäße Saugdüse mit angelenkter Klappe in geschlossener Stellung;
- Figur 2
- die Saugdüse von Figur 1 mit geöffneter Klappe;
- Figur 3
- eine Vorderansicht der Saugdüse mit geschlossener Klappe;
- Figur 4
- die Saugdüse gemäß Figur 3 entlang der gezeigten Querschnitte A, B und C;
- Figur 5
- eine Vorderansicht der Saugdüse mit geöffneter Klappe;
- Figur 6
- die Saugdüse gemäß Figur 5 entlang der gezeigten Querschnitte A, B und C;
- Figur 7a
- eine herkömmliche Saugdüse in Draufsicht; und
- Figur 7b
- eine Saugdüse gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0023] Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Saugdüse 1 mit daran angelenkter drehbar gelagerter
Klappe 2. Die Klappe 2 ist in der gezeigten Lage heruntergeklappt und weist eine in
Fahrtrichtung weisende konkave V-förmige Oberfläche 2a auf. Im Mittelbereich der Klappe
2 verläuft oben eine schräge Fläche 2b, welche wie die konkave Fläche 2a zur Führung
von Kehricht dient. Oberhalb sind über Abkantungen die Flächen 2c und 2d vorgesehen,
wobei die Fläche 2c in geöffneter Stellung nach vorne weist; Fig. 2. Seitlich ist
die Klappe 2 über Achsen 6 drehbar in den Seitenblechen 8 gelagert. Die Klappe 2 befindet
sich bei einer geringen Menge an Kehricht in ihrer geschlossen Stellung und läßt zwischen
unterer Kante der konkaven Fläche 2a und der zu reinigenden Oberfläche einen Saugspalt
3 von zum Beispiel 30 mm frei. Liegt eine größere Menge Kehrgut auf der Straße, so
wird die Klappe 2 durch eine Bewegung der Saugdüse in Fahrtrichtung 20 langsam auf
das Kehrgut bewegt, wobei dieses Gut durch die V-förmige Ausbildung der Klappe 2 von
den seitlichen Enden der Klappe 2 entlang der Fläche 2a allmählich zur Mitte der Klappe
2 geschoben und durch die am oberen Bereich der Klappe schräg verlaufende Flächen
2b zusätzlich geformt wird.
[0024] Die in dem gezeigten Ausführungsbeispiel V-förmig ausgebildete Klappe 2 wird bei
einer größeren Menge Kehricht durch einen Druck des Kehrichts auf die Flächen 2a und
2b um die Achsen 6 gedreht. Auf der Straße liegender Kehricht erzeugt durch die Bewegung
der Klappe 2 auf den Kehricht zu eine Kraft auf die Klappe 2 unterhalb der durch die
Achsen beziehungsweise Drehpunkte 6 definierten Drehachsen, wodurch die Klappe 2 in
eine geöffnete Stellung gedrückt wird; siehe Figur 2. Bedingt durch die konische Ausbildung
öffnet sich die Klappe 2 in der Mitte weiter als in den Randbereichen. Da das vorgeformte
Kehrgut und die Klappe 2 in ihrer geöffneten Stellung aufgrund der Anlage von Kehrgut
an der Klappe 2 eine ähnliche Kontur haben gibt es keine abrupte größere Saugquerschnittsveränderung,
so daß der Saugstrom beziehungsweise die Saugkraft auf den Kehricht in etwa konstant
gehalten werden kann. Somit kann einerseits das Saugergebnis optimiert werden und
andererseits zuverlässig verhindert werden, daß der Saugstrom abreißt. Eine ausreichend
große Fuge 5 stellt sicher, daß keine Verschmutzung im Randbereich der Klappe 2 auftritt.
[0025] Die durch den Widerstand des Kehrgutes geöffnete Klappe 2 ermöglicht das Eintreten
des zusammengeschobenen und durch den Saugstrom weiter verformten Kehrgutes im Bereich
der Klappenmitte bis hin zu dem im Mittelbereich der Saugdüse 1 angeordneten Saugrohr
beziehungsweise Saugschlauch 9. Eine solche Führung des Kehrichtes verhindert, daß
Kehricht mit anderen Teilen der Saugdüse 1 außer der Klappe 2 sowie dem Saugschlauch
9 in Kontakt kommt, wodurch der Verschleiß verringert wird. In Figur 2 sind Wasserdüsen
10 im Innenbereich des Saugschlauches gezeigt, welche zum Binden von Staub dienen.
[0026] Die konkave Ausbildung der Klappe 2 bewirkt eine Formung des Kehrgutes entlang eines
vorgegebenen Weges, so daß das durch die Klappe 2 geführte Kehrgut einen geführten
längeren Saugweg aufweist, um von dem Saugstrom aufgenommen werden zu können. Der
Saugvorrichtung steht also im Vergleich zu herkömmlichen, quer zur Fahrtrichtung angeordneten
Saugdüsen mehr Zeit zur Verfügung, um Kehricht aufzunehmen. Versuchsergebnisse haben
gezeigt, daß mit der erfindungsgemäßen Saugdüse eine um etwa 35% größere Saugleistung
erreicht werden kann, was zum Beispiel ein schnelleres Kehren beziehungsweise eine
größere Geschwindigkeit der Saugmaschine erlaubt.
[0027] Figur 3 zeigt eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Saugdüse 1 mit Klappe 2 in
geschlossener Stellung. Wie aus dem Querschnitt A-A in Figur 4a ersichtlich ist am
hinteren unteren Bereich der Saugdüse 1 ein waagrechtes ca. 50mm breites Blech 4 angeordnet,
unter welchem durch einen Sog in der Saugdüse 1 ebenfalls wie im Bereich des Saugspaltes
3 der Klappe 2 ein Sog erzeugt wird. Eventuell von der Saugdüse 1 überfahrenes liegengebliebenes
Sauggut kann durch einen so erzeugten Saugstrom nachträglich noch erfaßt werden, um
die Effizienz zu erhöhen. Hierdurch kann zum Beispiel der Abstand der Saugdüse 1 zur
Fahrbahn vergrößert werden, ohne das Kehrergebnis negativ zu beeinflussen. Die Strömungsgeschwindigkeit
zwischen Schacht und Fahrbahn kann dadurch verringert werden, was zu einer Herabsetzung
des Geräuschpegels führt.
[0028] Die Figuren 4b und 4c zeigen weitere Querschnitte der in Figur 3 gezeigten Saugdüse
1.
[0029] Figur 5 zeigt die in Figur 3 dargestellte Saugdüse 1 mit Klappe 2 in geöffneter Stellung,
wobei Kehricht 7, welcher auf der zu reinigenden Oberfläche aufliegt, an der geöffneten
Klappe 2 anliegt.
[0030] Die Figuren 6a bis 6c zeigen Querschnitte entlang der in Figur 5 dargestellten Linien
A, B und C.
[0031] Figur 7a zeigt in Draufsicht eine bekannte geradlinig verlaufende Saugdüse der Breite
y. Wird diese Saugdüse 1 in Fahrtrichtung bewegt, so steht zur Aufnahme von Kehricht
der Weg y zur Verfügung. Figur 7b zeigt eine konkav geformte Saugdüse 1 gemäß der
vorliegenden Erfindung in Draufsicht, wobei leicht erkannt werden kann, daß durch
die konkave Ausgestaltung der Saugdüse 1 bei einer Bewegung der Saugdüse 1 über eine
zu reinigende Oberfläche ein größerer Weg x zur Verfügung steht, um Kehricht aufzunehmen.
Im gezeigten Beispiel weist die Saugdüse 1 etwa einen Winkel von 90° auf, so daß der
Weg x um den Faktor

größer ist als die Breite des Saugschachtes y. Kehricht kann somit gegenüber der
herkömmlichen Saugdüse 1 bei gleicher Geschwindigkeit über eine längere Zeit aufgesaugt
werden . Um den längeren Weg x über die ganze Breite der Saugdüse zu erhalten, kann
die Saugdüse 1 im Krümmungsbereich breiter ausgebildet sein, um auch im Mittelbereich
der Saugdüse 1 die effektive Breite zu vergrößern. Der beschriebene Effekt der Vergrößerung
des effektiven Weges zur Aufnahme von Kehricht kann auch mit anderen Formen der Saugdüse
erhalten werden, wie zum Beispiel einer kontinuierlich gekrümmten Saugdüse oder einer
geradlinig verlaufenden schräg zur Fahrtrichtung stehenden Saugdüse.
1. Saugdüse zum Aufnehmen von Kehricht, mit einer Einsaugöffnung, durch die Kehricht
in die Saugdüse einsaugbar ist, sowie einer schwenkbar gelagerten Klappe (2), die
mit einer in Fahrtrichtung der Saugdüse weisenden Klappenoberfläche (2a, 2b), die
eine Außenseite der Saugdüse bildet, die Einsaugöffnung der Saugdüse begrenzt und
die zwischen einer geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung bewegbar ist,
wobei die Einsaugöffnung bei geöffneter Klappe einen größeren Saugquerschnitt als
bei geschlossener Klappe besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Klappenoberfläche (2a) konkav ausgebildet ist, wobei die konkave Klappenoberfläche
(2a) bei geschlossener Klappe eine in Einsaugrichtung zusammenlaufende Kehricht-Führungsfläche
mit sich verjüngendem Querschnitt bildet.
2. Saugdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Klappenoberfläche (2a) eine in etwa kontinuierliche Krümmung aufweist.
3. Saugdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Klappenoberfläche (2a, 2b) zwei in Einsaugrichtung v-förmig zusammenlaufende
Seitenschenkel (2a) sowie einen an die Seitenschenkel angrenzenden Mittelbereich (2b)
aufweist, der bei geschlossener Klappe (2) in Einsaugrichtung eine schräge Fläche
mit sich verjüngender Querschnittskontur bildet
4. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schwenkvorrichtung zum Verschwenken der Klappe (2).
5. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen der Klappe und einem
Saugdüsenabschnit (8), an dem die Klappe (2) gelagert ist, eine Fuge (5) mit einer
Breite von 1 bis 10 mm vorgesehen ist.
6. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Wasserdüsen (10) im inneren
Bereich eines Saugrohres beziehungsweise Saugschachtes (9) der Saugdüse (1) vorgesehen
sind.
7. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei untere Kanten der Saugdüse
(1) mit einer verschleiß- beziehungsweise abriebfesten Beschichtung, insbesondere
einer Auftragsschweißung, versehen sind.
8. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an einem der Klappe (2) gegenüberliegenden
Ende der Saugdüse eine Platte (4) vorgesehen ist, die einen Saugspalt der Saugdüse
begrenzt.
9. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Saugrohr (9) zum Anschluß an eine Saugmaschine mit einer Vorrichtung zur
Erzeugung von Unterdruck aufweist.
1. Suction nozzle for picking up rubbish, with a suck-in orifice, through which rubbish
can be sucked into the suction nozzle, and with a pivotably mounted flap (2) which
delimits the suck-in orifice of the suction nozzle by means of a flap surface (2a,
2b) pointing in the direction of travel of the suction nozzle and forming an outside
of the suction nozzle and which can be moved between a closed position and an open
position, the suck-in orifice possessing a larger suction cross section with the flap
open than with the flap closed, characterized in that the said flap surface (2a) is concavely designed, the concave flap surface (2a) forming,
with the flap closed, a rubbish guide surface converging in the suck-in direction
and having a narrowing cross section.
2. Suction nozzle according to Claim 1, characterized in that the concave flap surface (2a) has an approximately continuous curvature.
3. Suction nozzle according to Claim 1, characterized in that the concave flap surface (2a, 2b) has two side legs (2a) converging in the suck-in
direction in a V-shaped manner and a middle region (2b) which adjoins the side legs
and, with the flap (2) closed, forms, in the suck-in direction, an oblique surface
having a narrowing cross-sectional contour.
4. Suction nozzle according to one of the preceding claims, characterized by a pivoting device for pivoting the flap (2).
5. Suction nozzle according to one of the preceding claims, a gap (5) with a width of
1 to 10 mm being provided between the flap and a suction-nozzle portion (8) on which
the flap (2) is mounted.
6. Suction nozzle according to one of the preceding claims, water nozzles (10) being
provided in the inner region of a suction pipe or suction well (9) of the suction
nozzle (1).
7. Suction nozzle according to one of the preceding claims, lower edges of the suction
nozzle (1) being provided with a wear-resistant or abrasion-resistant coating, in
particular a build-up weld.
8. Suction nozzle according to one of the preceding claims, a plate (4) which delimits
a suction aperture of the suction nozzle being provided at an end of the suction nozzle
which is located opposite the flap (2).
9. Suction nozzle according to one of the preceding claims, characterized in that it has a suction pipe (9) for connection to a suction machine having a device for
generating a vacuum.
1. Tête d'aspiration pour ramasser des ordures, avec une ouverture d'aspiration à travers
laquelle les ordures peuvent être aspirées dans la tête d'aspiration, et avec un volet
(2) logé d'une manière pivotante qui forme avec une surface de volet (2a,2b) orientée
dans la direction de roulement de la tête d'aspiration, un côté extérieur de la tête
d'aspiration, limite l'ouverture d'aspiration de la tête d'aspiration et est déplaçable
entre une position fermée et une position ouverte, où l'ouverture d'aspiration, lorsque
le volet est ouvert, possède une section transversale d'aspiration plus grande que
lorsque le volet est fermé, caractérisé en ce que la surface de volet cité (2a) est réalisée d'une manière concave, où la surface de
volet concave (2a), lorsque le volet est fermé, forme une face de guidage des ordures
convergeant dans la direction d'aspiration, avec une section transversale qui diminue.
2. Tête d'aspiration selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface de volet concave (2a) présente une courbure à peu près continue.
3. Tête d'aspiration selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface de volet concave (2a,2b) présente deux branches latérales (2a) convergent
en forme de v dans la direction d'aspiration ainsi qu'une zone médiane (2b) avoisinant
les branches latérales qui, lorsque le volet (2) est fermé, forme dans la direction
d'aspiration une face inclinée d'un contour de section transversale qui diminue.
4. Tête d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par un dispositif de pivotement pour faire pivoter le volet (2).
5. Tête d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, où est prévue entre
le volet et un tronçon de tête d'aspiration (8), auquel est logé le volet (2), une
rainure (5) d'une largeur de 1 à 10 mm.
6. Tête d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, où des buses d'eau (10)
sont prévues dans la zone intérieure d'un tube d'aspiration respectivement puits d'aspiration
(9) de la tête d'aspiration (1).
7. Tête d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, où les arêtes inférieures
de la tête d'aspiration (1) sont pourvues d'un revêtement résistant à l'usure respectivement
résistant à l'abrasion, notamment d'une soudure à superposition.
8. Tête d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, où est prévue à une
extrêmité de la tête d'aspiration opposée au volet (2) une plaque (4) qui délimite
une fente d'aspiration de la tête d'aspiration.
9. Tête d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle présente un tube d'aspiration (9) pour le raccordement à une machine d'aspiration
avec un dispositif pour produire une dépression.