[0001] Die Erfindung betrifft eine farbige Leuchte, insbesondere eine farbige Signalleuchte
für Automobile, ausgestattet mit einer Lampe und einer Leuchtenabdeckung, in der die
Lampe einen Kolben mit einer Beschichtung mit einer Schicht, die ein organisches Pigment
enthält, hat.
[0002] Farbige Leuchten finden in Automobilen an verschiedenen Stellen Verwendung, beispielsweise
für Bremslichter, Blinker und Nebellampen. In konventionellen farbigen Leuchten ist
der Kolben der Lampe aus klarem Glas und die Lampe unter einer farbigen, meist roten
oder gelben Leuchtenabdeckung angeordnet. Eine neuere Entwicklung geht dahin, für
farbige Leuchten farbige Lampen unter einer farblosen oder neutral eingefärbten Abdeckung
zu verwenden. Dies erlaubt es, verschiedenfarbige Signallampen als Lampenensemble
unter einer einheitlichen Leuchrenabdeckung einzubauen.
[0003] Leuchten mit farbigen Lampen unter einer farblosen oder neutral gefärbten Abdeckung
haben den Vorteil, daß sie ein flexibles, optisch ansprechendes Design für integrierte
Front- und Heckleuchten erlauben. Außerdem sind sie billiger als Leuchten mit mehrfarbigen
Gehäuse oder mehrfarbigen Abdeckungen. Diese Leuchten sind zudem noch verkehrssicherer,
weil der Unterschied zwischen eingeschalteter und ausgeschalteter Beleuchtung bei
Tageslicht an Leuchten mit farbigen Lampe und farbloser oder neutral eingefärbter
Leuchtenabdeckung besser erkennbar ist.
[0004] Für die farbige, pigmenthaltige Kolbenbeschichtung von farbigen Lampen kann man grundsätzlich
anorganische oder organische Farbpigmente verwenden. Die bekannten roten und gelben
anorganische Farbpigmente sind langzeitstabil, haben aber keine optimalen Farbwerte.
Kolbenbeschichtungen mit organische Farbpigmente, z.B. die aus der JP-A-60 116958
bekannten Beschichtungen mit roten Pigmenten aus der Gruppe der Anthrachinon-Pigmente
lassen sich in Bezug auf die Farbkoordinaten optimieren, vergilben jedoch mit der
Zeit.
[0005] Wie in vielen anderen Industriezweigen geht auch bei Automobillampen der Trend in
Richtung zu einer immer weiteren Miniaturisierung. Man versucht, die Größe der Beleuchtungskörper
am Automobil insgesamt zu reduzieren und beispielsweise die Signalleuchten in die
Scheinwerfer zu integrieren. In derartigen Beleuchtungskörpern sind die Lampen jedoch
erhöhten thermischen Belastungen ausgesetzt.
[0006] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine farbige Leuchte, ausgestattet
mit einer Lampe und einer Leuchtenabdeckung, in der die Lampe einen Kolben mit einer
Beschichtung mit einer Schicht, die ein organisches Farbpigment enthält hat, zu schaffen,
die eine lange Lebensdauer auch bei erhöhten Umgebungstemperaturen sowie optimale
Farbkoordinaten hat und die für eine Automobilbeleuchtung geeignet ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch eine farbige Leuchte, ausgestattet
mit einer Lampe und einer Leuchtenabdeckung, in der die Lampe eine Kolbenbeschichtung
mit einer ersten pigmenthaltigen Schicht, die ein Pigment ausgewählt aus der Gruppe
der Perylen-Pigmente, Perinon-Pigmente, Isoindolin-Pigmente und der Thioindigo-Pigmente
enthält, hat.
[0008] Eine Leuchte mit einer derartigen Lampe hat eine lange Lebensdauer. Sie wird durch
UV-Licht, Feuchtigkeit und Streusalz nicht angegriffen und ist beständig gegen Temperaturen
zwischen 250 und 350°C. Farbige Leuchten mit Kolbenbeschichtungen mit diesen Pigmenten
allein oder zusammen mit weiteren Pigmenten zur Farbkorrektur erfüllen die Farbnormen
für Automobilleuchten, wie sie für Europa durch die E.C.E. und für USA durch die S.A.E.
definiert sind.
[0009] Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält die erste pigmenthaltige Schicht zusätzlich
ein Eisenoxidpigment. Ein Eisenoxidpigment in der Schicht korrigiert den Farbwert
des organischen Pigmentes beispielsweise in den blaustichigen Bereich, z.B. von gelb
nach bernsteinfarben oder von orangerot nach rot. Für den Fall, daß die Lampe in der
Leuchte längere Zeit Temperaturen oberhalb von 250°C ausgesetzt ist, hat diese Lampe
noch Notlaufeigenschaften.
[0010] Es kann bevorzugt sein, daß die erste pigmenthaltige Schicht ein Eisenoxidpigment
und eine Silicium-Sauerstoff-Verbindung enthält. Eine derartige Schicht haftet sehr
gut auf dem Glas des Lampenkolbens.
[0011] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zwischen dem Kolben
und der ersten pigmenthaltigen Schicht eine zweite pigmenthaltige Schicht angeordnet,
die ein Eisenoxidpigment enthält. Wenn die Lampe zu starken und zu häufigen Temperaturwechseln
ausgesetzt ist und die oberste Schicht abplatzt, hat auch diese Ausführungsform der
Leuchte Notlaufeigenschaften.
[0012] Zwischen dem Kolben und der ersten pigmenthaltigen Schicht kann eine transparente
Schicht, die eine Silicium-Sauerstoff-Verbindung enthält, angeordnet sein. Dadurch
wird die mechanische Festigkeit des Beschichtungsaufbaus erhöht.
[0013] Es ist auch möglich, daß die Lampe eine transparente Deckschicht, die eine Silicium-Sauerstoff-Verbindung
enthält, hat, um die Kratzfestigkeit der pigmenthaltigen Beschichtung zu erhöhen
[0014] Die Erfindung betrifft auch eine Lampe mit einem Kolben mit einer Beschichtung mit
einer Schicht, die ein Pigment ausgewählt aus der Gruppe der Perylen-Pigmente, Perinon-Pigmente,
Isoindolin-Pigmente und der Thioindigo-Pigmente enthält.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von drei Ausführungsbeispielen wettet erläutert.
[0016] Eine farbige Leuchte nach der Erfindung ist mit einer Lampe und einer Leuchtenabdeckung
ausgestattet, in der die Lampe einen Kolben mit einer Beschichtung mit einer Schicht,
die ein Pigment ausgewählt aus der Gruppe der Perylen-Pigmente, Perinon-Pigmente,
Isoindolin-Pigmente und der Thioindigo-Pigmente enthält, hat.
[0017] Je nach Bauform der Lampe kann die Beschichtung auf einer oder mehreren Wänden des
Lampenkolbens - sowohl auf der Außenseite als auch an der Innenseite des Kolbens -
an-gebracht sein.
[0018] Die farbige Leuchte kann weiterhin noch mit anderen Bauteilen, z.B. Mittel zur Befestigung
der Lampe in der Leuchte, Mittel zum Schutz gegen Staub, Beschädigung und Feuchtigkeit
sowie die zur Energieversorgung notwendigen Bestandteile, z.B. Fassungen, Leitungen,
Vorschaltgeräte, Starter, Zündeinrichtungen und Anschlußlklemmen ausgerüstet sein.
Eine erwünschte Lichrverteilung und eine Blendungsbegrenzung kann durch optische Reflektoren,
klare oder getrübte Abschlußwannen, Raster aus Metall oder Kunststoff, Streugläser
und Prismenreflektoren erreicht werden. Nach einer Ausführungsform der Erfindung umfaßt
die Leuchte zwei oder mehrere farbige Lampen unter einer gemeinsamen Leuchtenabdeckung,
die farblos oder neutral eingefarbt ist.
[0019] Für die erste pigmenthaltige Schicht auf dem Kolben werden Perylen-, Perinon-, Isoindolin-
oder Thioindigo-Pigmente verwendet. Die verwendeten Pigmente sind polycyclische Pigmente,
die schon länger zum Farben von Textilfasern bekannt sind. Die Pigmente werden nachfolgend
gemäß ihrer chemischen Konstitution oder dem Colour Index (C.I.), der von der Society
of Dyers and Colourists gemeinsam mit der American Association of Textile Chemists
and Colorists publiziert wird, bezeichnet.
[0020] Perinone [CAS4424-06-0 (trans-Perinon), CAS 4216-02-8 (cis-Perinon)) sind Derivate
der 1,4,5,8-Naphtralintetracarbonsäure. Man erhält cis- und trans-Perinon als cis/trans-Isomerengemisch
durch Erhitzen von 1,4,5,8-Naphtalintetracarbonsäure in Form des Monoanhydrids, z.B.
in Eisessig bei 120°C, mit o-Phenylendiamin. Wenn man die Isomeren auftrennt, erhält
man das trans-Perinon mit einem reinen orangegelben Farbton und das cis-Perinon mit
Rotton.
[0021] Die Perylen-Pigmente sind Derivate der 3,4,9,10-Perylentetracarbonsäure. Bevorzugt
verwendet werden können die Rotgelb bzw. Rotpigmente Perylentetracarbonsäurebis(methylimid)
PR 179 (CAS 5521-31-3), Perylentetracarbonsäuredianhydrid PR 224 (CAS 3049-71-6),
Bis-dimethylphenylperylimid PR 149 und Perylentetracarbonsäurediimid) PV 29 (CAS 81-33-4).
Allgemein werden die Perylenpigmente aus dem 3,4,9,10-Perylentetracarbonsäureanhydrid
durch Umsetzung mit primären aliphatischen Aminen oder substituierten Anilinen, ggf.
in Gegenwart eines Katalysators, hergestellt.
[0022] Die Isoindolin-Pigmente enthalten als zentrales Strukturelement einen Isoindolinring,
der über eine C=C - Doppelbindung mit verschiedenen Substituenten substituiert sein
kann. Je nach Substituent sind die Isoindolin-Pigmente gelb, orange oder rot gefärbt.
PY 139 (CAS 36888-99-0) mit der Summenforrnel C
16H
9N
5O
6 hat eine orange Färbung und ist thermisch sehr beständig. PY 185 (CAS 76199-85-4)
hat eine gelbe Färbung und ist ebenfalls thermisch sehr gut beständig.
[0023] Von den Thioindigo-Pigmenten sind besonders die mit Chlor und/oder mit Methylgruppen
substituierten Derivate für die Erfindung geeignet. Tetrachlorthioindigo PR 88 (CAS
14295-43-3) hat eine rotviolette Farbe, die zur Einstellung von anderen Rotpigmenten
geeignet ist.
[0024] Bevorzugt werden die Perylen-, Perinon-, Isoindolin- oder Thioindigo-Pigmente in
feinteiliger, kolloider Form mit einer Korngröße 2nm <d <200 nm verwendet, um transparente
Schichten zu erhalten.
[0025] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die erste pigmenthaltige
Schicht zusätzlich zu den Perylen-, Perinon-, Isoindolin- und Thioindigo-Pigmenten
ein Eisenoxidpigment enthalten.
[0026] Eisenoxid-Pigmente haben ein breites Farbenspektrum von gelb über orange zu rot,
braun und schwarz. Die verwendeten natürlichen und synthetischen Eisenoxid-Pigmente
bestehen aus gut definierten Verbindungen mit bekannter Kristallstruktur. α-Fe
2O
3 (Hämatit) mit Korundstruktur verändert seine Farbe mit Partikelgröße und Kristallform
von Hellrot bis Dunkelviolett. γ-Fe
2O, (Maghemit) mit Spinellstruktur ist braun gefärbt. α-FeOOH (Goethit) mit Diaspor-Struktur
verändert seine Farbe mit zunehmender Partikelgröße von hellgelb bis braungelb. γ-FeOOH
(Lepidocrocit) mit Boehmit-Struktur verändert seine Farbe mit zunehmender Partikelgröße
von Gelb nach Orange. Diese Eisenoxide sind Eisen(III)oxide. Das rotviolette bis schwarze
Fe
3O
4 (Magnetit) mit Spinellstruktur ist nur in Ausnahmefällen geeignet. Bevorzugt werden
die transparenten Eisenoxid-Pigmente in feinteiliger, kolloider Form mit einer Korngröße
2 < d < 15 nm verwendet, um transparente Schichten zu erhalten.
[0027] Transparentes gelbes Eisenoxid C. I. PY 42:77492 ist α-FeOOH (Goethit) mit Diaspor-Struktur.
Beim Erhitzen wandelt es sich in das bevorzugt verwendete transparente braunrote α-Fe
2O
3 (Hämatit) C.I. PR 101: 77491 um. Orange Zwischentöne entwickeln sich bei einer kürzeren
Temperaturbehandlung. Sie können auch durch Mischen von gelben und roten Pigmenten
erhalten werden. Bevorzugt werden die Eisenoxid-Pigmente mit einer Korngröße 2 nm
< d < 200 nm.
[0028] Es ist auch möglich, daß die erste pigmenthaltige Schicht eine Silicium-Sauerstoff-Verbindung
enthält, z.B. amorphes oder kristallines Siliciumdioxid, Quarz, ein Kieselgel oder
eine Kieselsäure oder ein Silicat, d.h. Salze oder Ester der Kieselsäuren, insbesondere
Tetraethylorthosilicat (TEOS), ein Silicon oder ein Siloxan.
[0029] Die Pigmente und die Silicium-Sauerstoff-Verbindungen können in einer einzigen Farbschicht
aufgetragen werden.
[0030] Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann die farbige Kolbenbeschichtung
auch einen variablen Vielschichtaufbau haben. Er umfaßt immer eine erste farbige Schicht,
die ein Pigment ausgewählt aus der Gruppe der Perylen-Pigmente, Perinon-Pigmente,
Isoindolin-Pigmente und der Thioindigo-Pigmente enthält.
[0031] Unter der ersten farbigen Schicht kann zuerst eine Eisenoxid - haltige Schicht auf
dem Lampenkolben aufgebracht sein. Die Eisenoxid-haltige Schicht kann das Eisenoxid
entweder als feinteiliges Pigment oder als Niederschlag aus einem Sol-Gel-Verfahren
enthalten. Wenn das Eisenoxid als Pigment aufgebracht wird, kommt als Herstellungsverfahren
sowohl eine trockene, z.B. elektrostatische Abscheidung, als auch eine nasse Auftragung,
z.B. als wässrige Suspension- durch Tauchen oder Sprühen in Betracht.
[0032] In einer anderen Ausführungsform der Erfindüng sieht der Vielschichtaufbau für die
Beschichtung des Lampenkolbens so aus, daß zuerst eine eisenoxidhaltige Schicht auf
den Lampenkolben innen oder außen aufgebracht wird. Für diese Schicht kann das Eisenoxid
entweder als feinteiliges Pigment oder in einem Sol-Gel-Verfahren aufgebracht werden.
Über die eisenoxidhaltige Schicht wird eine temperaturbeständige, transparente Schutzschicht,
die eine Silicium-Sauerstoff-Verbindung enthält, z.B. eine SiO
2-oder eine Quarzglas-Schicht, aufgebracht. Auf dieser wird wiederum die pigmenthaltige
Schicht aufgebracht.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sieht der Vielschichtaufbau für die
Beschichtung des Lampenkolbens so aus, daß zwischen dem Kolben und der ersten pigmenthaltigen
Schicht eine transparente Schicht, die eine Silicium-Sauerstoff-Verbindung enthält,
angeordnet ist.
[0034] Über den pigmenthaltigen Schichten kann eine temperaturbeständige, transparente Deckschicht,
angeordnet sein. Die Deckschicht enthält eine Silicium-Sauerstoff-Verbindung, z.B.
amorphes oder kristallines Siliciumdioxid, Quarz, ein Kieselgel oder eine Kieselsäure
oder ein Silicat, d.h. Salze oder Ester der Kieselsäuren, insbesondere Tetraethylorthosilcat
(TEOS). Alternativ kann diese zusätzliche Deckschicht auch ein temperaturbestandiger,
transparenter farbloser oder farbstoffhaltiger Lack oder eine transparente Keramikschicht
z.B. aus Al
2O
3 oder Emaille sein. Wenn die Beschichtungen innen im Kolben aufgetragen sind, verhindert
die Deckschicht eine chemische Veränderung der Pigmente. Ist die Beschichtung außen
aufgetragen, bildet die Deckschicht eine kratzfeste Oberfläche, die die weitere Verarbeitung
des Kolbens in der Lampenproduktion erleichtert.
[0035] Bevorzugt wird eine Deckschicht mit einem geeigneten Brechungsindex eingesetzt, der
die Streuung der pigmenthaltigen Schichten vermindert.
[0036] Als Verfahren zum Aufbringen der Beschichtung auf den Lampenkolben können herkömmliche
Verfahren zur Beschichtung komplex geformter Substrate verwendet werden. Diese schließen
die nassen Beschichtungsverfahren wie z.B. Sprühen, Tauchen und Pinseln ein. Auch
Trockenbeschichtungsverfahren, z.B. elektrostatisch unterstütztes Bestauben sind geeignet,
um die pigmenthaltige Beschichtung auf den Lampenkolben aufzubringen.
[0037] Für Naßbeschichtungsverfahren müssen die Pigmente in Wasser, einem organischen Lösemittel
oder einer Bindemittelzubereitung, gegebenenfalls zusammen mit einem Dispergiermittel,
einem Tensid und einem Antischaummittel, dispergiert werden. Geeignet für Bindemittelzubereitungen
für eine Leuchte nach der Erfindung sind organische oder anorganische Bindemittel,
die einer Betriebstemperatur von 250°C bis 350 °Cohne Zersetzung, Versprödung oder
Verfarbung überstehen.
Für bindemittelfreie, pigmenthaltige Schichten kann eine Schichtdicke von 0.5 bis
2.0 µm ausreichend sein. Bindemittelhaltige Schichten haben im allgemeinen eine Schichtdicke
von 1 bis 50 µm.
Die pigmentbeschichteten Lampen wurden einem beschleunigten Temperaturbelastungstest
ausgesetzt, bei dem die Lampen permanent auf 300 °C gehalten wurden. Der Farbort veränderte
sich in einem Zeitraum von 150 h nur minimal innerhalb des durch die E.C.E und die
S.A. E. festgelegten Bereichs für die Farbspezifikation. Auch bei einem regulären
Lampenbetrieb über einen Zeitraum von 500 h blieb der Farbpunkt innerhalb der E.C.E.
Farbspezifikation.
Ausführungsbeispiel 1
[0038] Ein sehr geeignetes Eisenoxidpigment ist Hämatit. Insbesondere gemeinsam mit einem
Gemisch erhält man eine Beschichtung. die eine sehr gute Farbpunktsättigung im roten
Bereich und eine gute Lichttransmission aufweist.
Zur Herstellung der Kolbenbeschichtung wird zunächst eine Dispersion aus 7.5 Gew.-%
cis/trans-Perinon-Pigment VR 54 und 7.5 Gew.-% transparentem Eisenoxidpigment PR 101,
0.75 Gew.-% Natriumpolyacrylat als Dispergiermittel, 0.075 Gew.-% Polyethylen-propylenoxid
als Antischaurmmittel mit Wasser in einer Rührwerksmühle naß gemahlen, solange bis
das agglomerierte Pigment dispergiert sind. Der Dispersion kann weiterhin ein Tensid
z.B. ein polyether-modifiziertes Polysiloxan zugesetzt werden. Die gereinigten und
ausgeheizten Lampenkolben werden in diese Dispersion getaucht und anschließend bei
250°C eingebrannt.
180 g Tetraethylorthosilikat werden mit 2077 g Ethanol, 146 g in Salzsäure und 27
ml eines anionischen Tensid gemischt. In diese Mischung werden die vorbeschichteten
Lampenkolben getaucht und kurzzeitig bei 300°C ausgeheizt, um Tetraethylorthosilikat
in eine Siliciumdioxidschicht umzuwandeln.
Ausführungsbeispiel 2
[0039] Ein sehr geeignetes Eisenoxidpigment ist Hämatit. Insbesondere mit einem organischen
Rotpigment, das als erste Schicht in einem temperaturbeständigem Siliconharz aufgetragen
wird, erhält man eine Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung im roten
Bereich und eine gute Lichttransmission aufweist.
Zur Herstellung der Lampenbeschichtung wird zunächst eine Dispersion aus 15 Gew.-%
transparentem Eisenoxidpigment PR 101, 3 Gew.-% einer 25 %igen Lösung eines Natriumsatzes
einer Polycarboxylsäure als Dispergiermittel, 0.075 Gew.-% Potyethylenpropylenoxid
als Antischaummittel mit Wasser in einer Rührwerksmühle naß gemahlen, solange bis
das agglomerierte Pigment dispergiert ist. Die Dispersion wird filtriert, um Verunreinigungen
und harte Agglomerate zu entfernen. Zur besseren Benetzung des Lampenkolbens wird
ein Tensid z.B. ein polyether-modifiziertes Polysiloxan zugesetzt. Die Dispersion
wird auf eine Pigmentkonzentrarion von 8.7 Gew.% verdünnt. Die gereinigten und ausgeheizten
Lampenkolben werden in diese Dispersion getaucht, getrocknet und anschließend bei
450°C eingebrannt. Man erhält eine transparente Hämatitschicht von ca. 0.5 µm Dicke.
[0040] Eine weitere Pigmentdispersion erhält man durch Mahlen des organischen Rotpigments
Dimethylperylimid PR 179 in einer Kugelmühle. Dazu wird 6 Gew.-% Pigment in einem
Lösungsmittelgemisches aus Xylol und Cyclohexanon (Verhältnis 5:1) unter Zusatz eines
Dispergiermittels gemahlen bis die Pigmentagglomerate dispergiert sind. Als Dispergiermittel
wird ein pigmentaffines Blockcopolymer in einer Konzentration von 18 Gew.% bezogen
auf die Pigmentmenge verwendet. Die Dispersion wird filtriert und mit einer Siliconharlösung
gemischt. Das Siliconharz ist ein reaktives Phenyl-Methyl-Silicon, das thermisch vernetzt
wird und dann bis zu Temperaturen von 500°C stabil ist. Die Siliconharzlösung hat
einen Polymeranteil von 50 Gew.% in einem Lösungsmittelgemisch wie es bereits zum
Mahlen des Pigmentes verwendet wurde. Die gebrauchsfertige Mischung enthält 32 Gew.%
Silicon und 12 Gew.% Dimethylperylimid-Pigment PR 179. Der bereits mit einer Hämatitschicht
bedeckte Lampenkotben wird durch Sprühen mit der Dimethylperylimid-pigmenthaltigen
Siliconharzlösung bedeckt. Das Lösungsmittel wird verdampft und das Siliconharz bei
250°C vernetzt. Man erhält eine rote, 8 bis 10 µm dicke Siliconharzschicht als äußere
Deckschicht der Lampe. Die zweilagige Beschichtung aus Hämatit und Dimethylperylimid
PR 179 ergibt eine transparente rote Beschichtung auf der Lampe, die den ECE und SAE
Normen für rote Signallampen entspricht.
Ausführungsbeispiel 3
[0041] Ein sehr geeignetes Eisenoxidpigment ist Hämatit. Insbesondere mit einem organischen
Gelbpigment, das als erste Schicht in einem temperaturbeständigem Siliconharz aufgetragen
wird, erhält man eine Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung im amberfarbenen
Bereich und eine gute Lichttransmission aufweist.
Die auf den Lampenkolben zuerst aufzutragende Hamatitschicht erhält man durch Mahlen
des Eisenoxidpigmentes PR101 in Wasser wie es in Ausführungsbeispiel 2 beschrieben
ist. Die gemahlenen Hämatitdispersion wird auf 5.5 Gew.% Pigmentanteil verdünnt. Der
Lampenkolben wird durch Tauchen beschichret. Die getrocknete und bei 450°C eingebrannte
Hämatirschicht hat eine Dicke von 0.3 µm. Die Schicht ist transparent und rotbraun
gefärbt. Der Farbpunkt genügt noch nicht der ECE Norm für amberfarbene Signallampen.
Deshalb ist eine weitere Beschichtung mit einem geeigneten Gelbpigment notwendig,
um eine Farbpunktkorrektur entsprechend der ECE Norm vorzunehmen.
Das Isoindolinpigment PY 139, wird in einem Lösungsmittelgemisch unter Zusatz eines
pigmentaffinen Blockcopolymers als Dispergiermittel gemahlen. Die Mahlung erfolgt
nach der in Ausführungsbeispiel 2 angegebenen Methode für das Dimethylperylimid-Pigment.
Die gelbe Pigmentdispersion und die in Ausführungsbeispiel 2 beschriebene Siliconharzlösung
werden in einem Verhältnis gemischt. dass die Konzentration an Isoindolin-Gelbpigment
1.6 Gew.% und an Silicon 35 Gew.% beträgt. Der bereits mit einer Hämatitschicht bedeckte
Lampenkolben wird durch Sprühen mit der Isoindolin -pigmenthaltigen Siliconharzlösung
bedeckt. Das Lösungsmittel wird verdampft und das Siliconhatz bei 250°C vernetzt.
Man erhält eine etwa 10 - 15 µm dicke transparente gelbe Siliconharzbeschichtung auf
der Hämatit beschichteten Lampe, die den Farbpunkt der Lampe in den ECE Normbereich
für amberfarbene Signallampen verschiebt.
Ausführungsbeispiel 4
[0042] Eine sehr geeignete Mischung von zwei organischen Pigmenten ist die Verwendung von
einem organischen Rotpigment (PR 149, Bis-dimethylphenylperylimid) und einem organischen
Gelbpigment (PY139, Isoindolin-Gelbpigment) in einem Siliconharz. Man erhält eine
Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung im amberfarbenen Bereich und eine
gute Lichrtransmission aufweist.
Das gelbe Isoindolinpigment PY 139, wird in einem Lösungsmittelgemisch unter Zusatz
eines pigmentaffinen Blockcopolymers als Dispergiermittel gemahlen. Die Mahlung erfolgt
nach der in Ausführungsbeispiel 2 angegebenen Methode für das Dimethylperylimid-Pigment.
Die gelbe Pigmentdispersion und eine 50 Gew.%ige Siliconharzlösung, die eine Mischung
aus 80 Teilen reaktivem Methyl-Phenyl-Silicon und 20 Teilen reaktivem polyestermodifiziertem
Methyl-Phenyl-Silicon ist, werden in einem Verhältnis gemischt, dass die Konzentration
an Isoindolin-Gelbpigment 2.4 Gew.% und an Silicon 35 Gew.% beträgt.
Das rote Bis-dimethylphenylperylimid-Pigment PR149 wird in einem Lösungsmittelgemisch
unter Zusatz eines pigmentaffinen Blockcopolymers als Dispergiermittel gemahlen. Die
Mahlung erfolgt nach der in Ausführungsbeispiel 2 angegebenen Methode für das Dimethylperylimid-Pigment.
Die rote Pigmentdispersion und eine 50 Gew.%ige Siliconharzlösung, die eine Mischung
aus 80 Teilen reaktivem Methyl-Phenyl-Silicon und 20 Teilen reaktivem polyestermodifiziertem
Methyl-Phenyl-Silicon ist, werden in einem Verhältnis gemischt, dass die Konzentration
an rotem Bis-dimethylphenylperylimid-Pigment 0.8 Gew.% und an Silicon 35 Gew.% beträgt.
Die beiden Pigmentdispersionen werden zu gleichen Anteilen gemischt und durch Sprühen
auf den Lampenkolben aufgetragen. Das Lösungsmittel wird verdampft und das Siliconharz
bei 250°C vernetzt. Man erhält eine transparente, amberfarbene Siliconharzschicht
von 10 bis 15 µm Dicke, die der ECE Norm für Signallampen entspricht.
Ausführungsbeispiel 5
[0043] Man erhält eine Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung im roten Farbbcreich
und eine gute Lichttransmission aufweist bei Verwendung des organischen Rotpigments
Bis-dimethylphenylperylimid-Pigment PR149 in einem Siliconharz.
Das rote Bis-dimethylphenylperylimid-Pigment PR149 wird in einem Lösungsmittelgemisch
unter Zusatz eines pigmentaffinen Blockcopolymers als Dispergiermittel gemahlen. Die
Mahlung erfolgt nach der in Ausführungsbeispiel 2 angegebenen Methode für das Dimethylperylimid-Pigment.
Die rote Pigmentdispersion und eine 50 Gew.%ige Siliconharzlösung werden in einem
Verhältnis gemischt, dass die Konzentration an rotem Bisdimethylphenylperylimid-Pigment
2.9 Gew.% und an Silicon 33 Gew.% beträgt. Das Siliconharz ist ein reaktives Phenyl-Methyl-Silicon,
das thermisch vernetzt wird und dann bis zu Temperaturen von 500°C stabil ist.
Der Lampenkolben wird durch Sprühen mit der roten, pigmenthaltigen Siliconharzlösung
bedeckt. Das Lösungsmittel wird verdampft und das Siliconharz bei 250°C vernetzt.
Man erhält eine etwa 15 µm dicke transparente rote Siliconharzbeschichtung, die einen
Farbpunkt aufweist, der den ECE und SAE Normen für rote Signallampen entspricht.
Ausführungsbeispiel 6
[0044] Man erhält eine besonders harte und kratzfeste Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung
im roten Farbbereich und eine gute Lichttransmission aufweist, wenn eine Schicht des
organischen Rotpigments Bis-dimethylphenylperylimid PR149 mit einer Siliciumdioxid
Sol-Gel-Schicht bedeckt wird.
Zur Herstellung der Lampenbeschichtung wird zunächst eine Dispersion aus 10 Gew.-%
Bis-dimethylphenylperylimid PR14), 10 Gew.-% einer 40 %igen wässrigen Lösung eines
pigmentaffinen Blockcopolymers als Dispergiermittel, 0.075 Gew.-% Polyethylenpropylenoxid
als Antischaummittel mit Wasser in einer Kugelmühle gemahlen, solange bis das agglomerierte
Pigment dispergiert ist. Die Dispersion wird filtriert, um Verunreinigungen und harte
Agglomerate zu entfernen. Zur besseren Benetzung des Lampenkolbens kann ein Tensid
z.B. ein polyether-modifiziertes Polysiloxan zugesetzt werden.
Die gereinigten und ausgeheizten Lampenkolben werden in diese Dispersion getaucht,
getrocknet und anschließend bei 250°C eingebrannt. Man erhält eine transparente Pigmentschicht
von etwa 1.5 µm Dicke.
180 g Tetraethylorthosilikat werden mit 2077 g Ethanol, 146 g in Salzsäure und 27
ml eines anionischen Tensid gemischt. In diese Mischung werden die vorbeschichteten
Lampenkolben getaucht und kurzzeitig bei 300°C ausgeheizt, um Tetraethylorthosilikat
in eine Siliciumdioxidschicht umzuwandeln. Man erhält eine kratzfeste, transparente
rote Beschichtung, die einen Farbpunkt aufweist, der den ECE und SAE Normen für rote
Signallampen entspricht.
Ausführurigsbeispiel 7
[0045] Man erhält eine Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung im roten Bereich
und eine gute Lichtrransmission aufweist, wenn ein Gemisch des sehr geeigneten Eisenoxidpigments
Hämatit mit dem organischen Rotpigment Dimethylperylimid PR179 verwendet wird.
Eine Pigmentdispersion des organischen Rotpigments Dimethylperylimid PR 179 erhält
man durch Mahlen in einer Kugelmühle. Dazu wird 6 Gew.-% Pigment in einem Lösurtgsmittelgemisch
aus Xylol und Cyclohexanon (Verhältnis 5:1) unter Zusatz eines Dispergiermittels gemahlen
bis die Pigmentagglomerate dispergiert sind. Als Dispergiermittel wird ein pigmentaffines
Blockcopolymer in einer Konzentration von 18 Gew.% bezogen auf die Pigmentmenge verwendet.
Eine weitere Pigmentdispersion erhält man durch Mahlen von Eisenoxidpigment PR 101.
Es werden 15 Gew.-% transparentes Eisenoxidpigment PR 101 und 3.75 Gew.-% eines pigmentaffinen
Bockcopolymers als Dispergiermittel in einer 25 Gew.-%igen Lösung eines Phenyl-Methyl-Siliconharzes
in einer Kugelmühle gemahlen. Das Lösungsmittel ist ein Gemisch aus Xylol und Cyclohexanon
(Verhältnis 5:1). Das Siliconharz ist ein reaktives Phenyl-Methyl-Silicon, das thermisch
vernetzt wird und dann bis zu Temperaturen von 500°C stabil ist.
Die Pigmentdispersionen werden filtriert, um Verunreinigungen und harte Agglomerate
zu entfernen und mit einer Siliconharzlösung gemischt. Das Silconharz ist ein reaktives
Phenyl-Methyl-Silicon, das thermisch vernetzt wird und dann bis zu Temperaturen von
500°C stabil ist. Die zum Sprühbeschichten geeignete Mischung enthält 42 Gew.% Silicon,
2.2 Gew.% Dimethylperylimid-Pigment und 2.8 Gew.% Eisenoxidpigment PR 101.
Der Lampenkolben wird durch Sprühen mit der roten, pigmenthaltigen Siliconharzlösung
bedeckt. Das Lösungsmittel wird verdampft und das Siliconharz bei 250°C vernetzt.
Man erhält eine etwa 15 bis 20 µm dicke transparente rote Siliconharzbeschichtung,
die einen Farbpunkt aufweist, der den ECE und SAE Normen für rote Signallampen entspricht.
Ausführungsbeispiel 8
[0046] Man erhält eine Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung im roten Bereich
und eine gute Lichttransmission aufweist, wenn ein Gemisch des sehr geeigneten transparenten
Eisenoxidpigments Hämatit PR101 mit dem Isoindolin-Gelbpigment PY139 verwendet wird.
Es werden 15 Gew.-% transparentes Eisenoxidpigment PR 101 und 3.75 Gew.-% eines pigmentaffinen
Blockcopolymers als Dispergiermittel in einer 25 Gew.%igen Lösung eines Phenyl-Methyl-Siliconharzes
in einer Kugelmühle gemahlen. Das Lösungsmittel ist ein Gemisch aus Xylol und Cyclohexanon
(Verhältnis 5:1). Das Siliconharz ist ein reaktives Phenyl-Methyl-Silicon, das thermisch
vernetzt wird und dann bis zu Temperaturen von 500°C stabil ist.
Eine weitere Pigmentdispersion erhält man durch Mahlen von einem gelben Isoindolinpigment,
PY 139, in einer Kugelmühle. Dazu wird 6 Gew.-% Pigment in einem Lösungsmittelgemisch
aus Xylol und Cyclohexanon (Verhältnis 5:1) unter Zusatz eines Dispergiermittels gemahlen
bis die Pigmentagglomerate dispergiert sind. Als Dispergiermittel wird ein pigmentaffines
Blockcopolymer in einer Konzentration von 18 Gew.% bezogen auf die Pigmentmenge verwendet.
Die Dispersionen werden filtriert und mit einer Siliconharzlösung gemischt. Das Siliconharz
ist ein reaktives Phenyl-Methyl-Silicon, das in einem Lösungsmittelgemisch aus Xylol
und Cyclohexanon (Verhältnis 5:1) gelöst ist. Die zum Sprühbeschichten geeignete Mischung
enthält 35 Gew.% Silicon, 2.8 Gew.% Eisenoxidpigment PR 101 und 1.6 Gew.% Isoindolin-Gelbpigment
PY 139.
Der Lampenkolben wird durch Sprühen mit der pigmenthaltrigen Siliconharzlösung bedeckt.
Das Lösungsmittel wird verdampft und das Siliconharz bei 250°C vernetzt. Man erhält
eine transparente, amberfarbene Siliconharzschicht von etwa 15 µm Dicke, die der ECE
Norm für Signallampen entspricht.
Ausführungsbeispiel 9
[0047] Man erhält eine Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsattigung im amberfarbenen
Farbbereich und eine gute Lichuransmission aufweist bei Verwendung des organischen
Isoindolin-Gelbpigments PY185.
Das gelbe Isoindolinpigments PY185 wird in einem Lösungsmittelgemisch unter Zusatz
eines pigmentaffinen Blockcopolymers als Dispergiermittel gemahlen. Die Mahlung erfolgt
nach der in Ausführungsbeispiel 2 angegebenen Methode für das Dimethylperylimid-Pigment.
Die gelbe Pigmentdispersion und eine 50 Gew.%ige Siliconharzlösung werden in einem
Verhältnis gemischt, dass die Konzentration an gelbem Isoindolinpigment 2.9 Gew.%
und an Silicon 33 Gew.% beträgt. Das Siliconharz ist ein reaktives Phenyl-Methyl-Silicon,
das thermisch vernetzt wird und dann bis zu Temperaturen von 500°C stabil ist.
[0048] Der Lampenkolben wird durch Sprühen mit der gelben, pigmenthaltigen Siliconharzlösung
bedeckt. Das Lösungsmittel wird verdampft und das Siliconharz bei 250°C vernetzt.
Man erhält eine etwa 20 µm dicke transparente gelbe Beschichtung, die einen Farbpunkt
aufweist, der den ECE und SAE Normen für amberfarbene Signallampen entspricht.
Ausführungsbeispiel 10
[0049] Man erhält eine Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung im roten Farbbereich
und eine gute Lichttransmission aufweist bei Verwendung des Rotpigments Dichlorodiketopyrrolo-pyrrol
PR254.
Das rote Pigment Dichloro-diketopyrrolo-pyrrol (PR254) wird in einem Lösungsmittelgemisch
unter Zusatz eines pigmentaffinen Blockcopolymers als Dispergiermittel gemahlen. Die
Mahlung erfolgt nach der in Ausführungsbeispiel 5 angegebenen Methode. Die rote Pigmentdispersion
und eine 50 Gew.%ige Siliconharzlösung werden in einem Verhältnis gemischt, dass die
Konzentration an rotem Dichloro-diketopyrrolo-pyrrol- Pigment 2.9 Gew.% und an Silicon
33 Gew.% beträgt. Das Siliconharz ist ein reaktives Phenyl-Methyl-Silicon, das thermisch
vernetzt wird und dann bis zu Temperaturen von 500°C stabil ist. Der Lampenkolben
wird durch Sprühen mit der roten, pigmenthaltigen Siliconharzlösung bedeckt. Das Lösungsmittel
wird verdampft und das Siliconharz bei 250°C vernetzt. Man erhält eine etwa 15 bis
20 µm dicke transparente rote Beschichtung, die einen Farbpunkt aufweist, der den
ECE und SAE Normen für rote Signallampen entspricht.
Ausführungsbeispiel 11
[0050] Man erhält eine Beschichtung, die eine sehr gute Farbpunktsättigung im roten Bereich
und eine gute Lichttransmission aufweist, wenn ein Gemisch des sehr geeigneten Eisenoxidpigments
Hämatit PR101 mit dem organischen Rotpigment Tetrachloro-thioindigo PR88 verwendet
wird.
Eine Pigmentdispersion des organischen Rotpigments Tetrachloro-thioindigo PR88 erhält
man durch Mahlen in einer Kugelmühle. Dazu wird 8.5 Gew.-% Pigment in einem Lösungsmittelgemisch
aus Xylol und Cyclohexanon (Verhältnis 5:1) unter Zusatz eines Dispergiermittels gemahlen
bis die Pigmentagglomerate dispergiert sind. Als Dispergiermittel wird ein pigmentaffines
Blockcopolymer in einer Konzentration von 15 Gew.% bezogen auf die Pigmentmenge verwendet.
Eine weitere Pigmentdispersion erhäit man durch Mahlen von Eisenoxidpigment PR 101.
Es werden 15 Gew.-% transparentes Eisenoxidpigment PR 101 und 3.75 Gew.-% eines pigmentaffinen
Bockcopolymers als Dispergiermttrel in einer 25 Gew.%igen Lösung eines Phenyl-Methyl-Siliconharzes
in einer Kugelmühle gemahlen. Das Lösungsmittel ist ein Gemisch aus Xylol und Cyclohexanon
(Verhältnis 5:1). Das Siliconharz ist ein reaktives Phenyl-Methyl-Silicon, das thermisch
vernetzt wird und dann bis zu Temperaturen von 500°C stabil ist.
Die Pigmentdispersionen werden filtriert, um Verunreinigungen und harte Agglomerate
zu entfernen und mit einer Siliconharzlösung gemischt. Das Siliconharz ist ein reaktives
Phenyl-Methyl-Silicon das thermisch vernetzt wird und dann bis zu Temperaturen von
500°C stabil ist. Die zum Sprühbeschichten geeignete Mischung enthält 37 Gew.% Silicon,
3.2 Gew.% Tetrachloro-thioindigo PR88 und 2.8 Gew.% Eisenoxidpigment PR 101.
Der Lampenkolben wird durch Sprühen mit der roten, pigmenrhaltigen Siliconharzlösung
bedeckt. Das Lösungsmittel wird verdampft und das Siliconharz bei 250°C vernetzt.
Man erhält eine etwa 15 µm dicke transparente rote Beschichtung, die einen Farbpunkt
aufweist, der den ECE und SAE Normen für rote Signallampen entspricht.