[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackungsmaschine zum Einwickeln und/oder Umschließen
von Produkten wechselnder Abmessungen, Größe und Konsistenz in Verpackungsmaterial,
wie Papier, Tüten, Becher udgl. mit einzelnen Bearbeitungseinheiten, denen jeweils
ein Antrieb mit einer Steuerungseinheit zugeordnet ist, durch die vorgegebene Bewegungsgesetze
(Weg-Zeit-Funktionen) abgearbeitet werden, sowie Sensoren zur Erfassung des Betriebszustandes,
und bei Abweichungen von der Synchronität zwischen Verpackungsmaterial und zu verpackendem
Produkt die Bewegungsgesetze abgeändert werden und das resultierende Weg-Zeit-Gesetz
stetig und stetig differenzierbar ist, das resultierende Geschwindigkeit-Zeit-Gesetz
stetig differenzierbar ist.
[0002] Verpackungsmaschinen sind in der Regel umfangreiche Anlagen, die aus einer Vielzahl
von Bearbeitungseinheiten zum Formen der Verpackung, Füllen, Verschließen und Etikettieren,
bestehen, aber auch Einheiten vorsehen, die dem Zuführen, Füllen und Verschließen
von vorgefertigten Behältnissen dienen. Letztere finden Einsatz vor allen Dingen beim
Verpacken von Schuttgütern, insbesondere aber auch bei flüssigen und pastösen Produkten
aus dem Lebensmittelbereich, z. B. Getränke, Joghurt, Sahne udgl. Deren vornehmliche
Einsatzgebiete sind die Pharma-, Zigaretten-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
In ihrem grundsätzlichen Aufbau besteht eine Verpackungsmaschine aus einer mechanisch
oder elektronisch ausgebildeten Königswelle, die als Leitachse dient, und von der
ausgehend im Sinne von Folgeachsen Antriebe mit Steuereinheiten angeschlossen sind.
Dabei ist die Leitposition die Eingangsgröße für die Steuereinheit jenes Antriebes,
der seinerseits als Ausgangsgröße die Sollposition der Folgeachse definiert. Jeder
Leitachsenposition ist demzufolge eine definierte Position der Folgeachse zugeordnet,
die eine Weg-Weg-Zuordnung ist. Die Gesamtbewegung wird in einzelne Bewegungsabschnitte
unterteilt, denen jeweils ein Bewegungsgesetz zugehört, durch das eine Zuordnung der
Position der Folgeachse zu der Position der Leitachse erfolgt.
Die gesamte Darstellung der Bewegung der einzelnen Bearbeitungseinheiten erfolgt in
einem Bewegungsplan. Ein einzelner Arbeitstakt wird in der Regel aus mehreren Bewegungsabschnitten
gebildet. Die Königswelle bestimmt als Leitachse die Funktionsgeschwindigkeit, sodaß
die Taktleistung der Verpackungsmaschine umso höher ist, je höher die Leitachsengeschwindigkeit
ist.
Verpackungsmaschinen haben in der Regel Produkte unterschiedlicher Abmessungen und
äußerer Gestalt in eine Verpackung einzubringen, so daß die Maschine bei jedem Produktwechsel
umzustellen und den neuen Verpackungsgegebenheiten anzupassen ist. Zu diesem Zweck
ist es bekannt, bei stehender Maschine durch manuellen Eingriff die entsprechenden,
für das nächste abzuarbeitende Produkt notwendige Bewegungsgesetze in die Maschine
einzugeben. Hierzu werden bei mechanischen Steuerungen Kurvenscheiben entsprechender
Gestalt ausgetauscht; bei elektronischen Steuerungen werden die Bewegungsgesetze durch
Einlesen eines neuen Programmes oder durch Austausch eines Speicherbausteins an die
neuen Verhältnisse angepaßt. Nach Inbetriebnahme erfolgt die Steuerung anhand der
eingegebenen Bewegungsgesetze, wobei jedoch in nachteiliger Weise eine Einstellung
oder gar eine Reaktion auf unvorhergesehene Einflüsse nicht stattfindet. Vielmehr
wird das Bewegungsgesetz entsprechend den Vorgaben exakt abgearbeitet. Während des
Betriebs auftretende Änderungen der geometrischen Verhältnisse, wie sie z. B. unter
dem Einfluß von Wärmeeinwirkungen geschehen oder aber Abweichungen vom regulären Verfahrensablauf
müssen deshalb unberücksichtigt bleiben und führen mitunter zu erheblichen Störungen,
die zu manuellen Unterbrechungen Anlaß geben können. Weitere Gründe für Abweichungen
vom Sollzustand ergeben sich bei fehlendem Verpackungsmaterial und/oder -gut, Fehler
im Verpackungsmaterial sowie auch im Verpackungsgut sowie schließlich noch Änderungen
des Betriebszustandes, wie Start, Stop, Notaus udgl.
[0003] Aus der US 5,724,786 ist eine Steuerung für servogetriebene Maschinen, insbesondere
Verpackungsmaschinen, beschrieben, bei denen ein zu verpackendes oder zu befüllendes
Transportgut mit einer Fördereinrichtung gefördert wird. Zur Korrektur der Abweichungen
des Förderguts von vorgegebenen Weg-Zeit-Gesetzen ist vorgeschlagen, daß im Fördergut
jeweils eine Markierung zugeordnet wird und ein Sensor zur Erfassung der Lage der
Markierung vorhanden ist, wobei die Transportgeschwindigkeit in Abhängigkeit der Position
der Markierung veränderbar ist. Dazu werden die Soll- mit den Ist-Positionen verglichen
und die Transportgeschwindigkeit entsprechend erhöht oder erniedrigt, um das Fördergut
zu einer gewünschten Zeit in eine gewünschte Position zu verbringen. Dazu wird, zwischen
Beginn und Ende der Förderung die jeweilige Position S-mal erfasst und die Servomotoren
entsprechend angesteuert, d. h. die Fördergeschwindigkeit schrittweise erhöht oder
erniedrigt, um Abweichungen der Istvon der Soll-Position zu kompensieren. Daraus resultiert,
auch bei einer großen Anzahl der Schritte S bzw. einer Verringerung der Zeitintervale,
zu denen die Positionen erfasst werden, nach wie vor in ruckartigen Bewegungsänderungen
des Förderguts, was bedeutet, daß auch mit einer derartigen Steuerung, bei der sich
die Geschwindigkeit des Fördergutes zu jedem Zeitinervall um einen endlichen Betrag,
also unstetig, ändern können, oben beschriebene Beschleunigungsspitzen auftreten können,
die zu erhöhtem Verschleiß der Maschine und/oder unerwünschter Lärmentwicklung führen
können.
Allerdings wird auch erwähnt, daß die zur Herstellung der Synchronität notwendigen
Beschleunigungen durch eine sin-Funktion realisiert werden können.
[0004] Hiervon ausgehend hat sich die Erfindung die Weiterentwicklung von Verpackungsmaschinen
dahingehend zur Aufgabe gemacht, daß während des Betriebes eine Änderung und Anpassung
der Bewegungsgesetze der Antriebe an die konkret vorliegenden Betriebsbedingungen
möglich wird.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Bewegungsgesetze des entsprechenden
Antriebs skaliert werden, d. h. im Hinblick auf die Zeitachse eine Dehnung oder Stauchung
erfahren.
[0006] Der Begriff "Bewegungsgesetz" meint im Sinne der Erfindung jeden funktionellen Zusammenhang
zwischen Weg und Zeit, wobei unter Weg eine Strecke/Länge oder ein Winkel verstanden
werden kann. Aufgabe der vorhandenen Sensoren ist, den augenblicklichen Betriebszustand
(Ist-Zustand) zu erfassen und zur Auswertung der Steuerungseinheit zuzuführen. So
ist es z.B. erforderlich, das mit Abbildungen versehene Verpackungspapier trotz der
Dehnungen und Streckungen des Papiers in der Maschine selbst auf das zu verpackende
Gut in der Weise aufzubringen, daß die Abbildung zentral, d.h. mittig auf der Ware
positioniert wird. Völlig inakzeptabel wäre ein Verschieben des Verpackungspapieres
unberücksichtigt zu lassen, mit dem Ergebnis, daß die Abbildung zerschnitten und im
Zentralbereich des zu verpackenden Gutes nur noch die Randbereiche der Abbildung zu
sehen wären. Zu diesem Zwecke sind am Verpackungspapier randseitige Markierungen angebracht,
die durch den Sensor erfaßt werden, sodaß dann durch entsprechende Steuerung, die
Dehnung, Streckung und Schlupf des Papieres ausgeglichen werden können.
Die Aufgabe des Sensors kann u.a. auch darin bestehen, das Vorhandensein des zu verpackenden
Gutes festzustellen und bei Fehlstellen den Transport des Verpackungsmateriales zu
verlangsamen und das Bewegungsgesetz so abzuändern, daß der Vorschub verzögert und
an das Fehlen des Verpackungsgutes angepaßt wird, anstatt daß, wie im Stande der Technik
üblich, der Papiertransport ungeachtet des fehlenden Verpackungsgutes ungebremst weiter
erfolgt und ein Abschnitt des Verpackungspapieres abgetrennt und aufgrund des fehlenden
Verpackungsobjektes ungenutzt bleibt.
[0007] Ein Anpassen bei fehlender Synchronität zwischen Verpackungsmaterial und zu verpackendem
Objekt geschieht dadurch, daß die Bewegungsgesetze (= Weg-Zeit-Funktion) hinsichtlich
der Zeitachse gestaucht oder gedehnt werden. Es folgt also eine Anpassung der Bewegungsgesetze
an die konkret vorliegenden Verhältnisse. Im vorgeschilderten Falle der Relativverschiebung
zwischen Verpackungsmaterial und Verpackungsgut geschieht das Synchronisieren dadurch,
daß die Weg-Zeit-Abhängigkeit, also der Vorschub des Verpackungsmateriales so gewählt
wird, daß die Zuordnung zum Verpackungsobjekt in der gewünschten Weise zustande kommt.
[0008] In einer anderen Möglichkeit der Änderung der Bewegungsgesetze wird die Kurvenform
geändert. So könnte beim Verpacken von flüssigen oder viskosen Nahrungsmitteln in
Bechern ein offener Transport innerhalb der Verpackungsmaschine um eine bestimmte
Strecke bis zum Verschluß mit dem Deckel erforderlich sein. Um zu gewährleisten, daß
ein Überschwappen der zu transportierenden Flüssigkeit aus dem Becher nicht eintritt,
hat die Beschleunigung während dieser Betriebsphase sich stetig zu ändern. Die Bewegungsgesetze
sind also beim Transport offener Becher so zu wählen, daß nur geringe Beschleunigungswerte
und keine Beschleunigungsspitzen auftreten. Beim Umstellen der Verpackungsmaschine
auf anderes Gut kann dann von dieser Forderung abgegangen und neue, höhere Beschleunigungswerte
aufweisende Bewegungsgesetze zur Leistungssteigerung genutzt werden.
[0009] Für alle vorbeschriebenen Möglichkeiten gilt, daß die Bewegungsgesetze und auch die
Übergänge zwischen den verschiedenen Bewegungsgesetzen hierbei so zu erfolgen haben,
daß keine nennenswerte Beschleunigung in der Maschine, die zu Belastungen von Lagern
und einer erhöhten Lärmbelästigung Anlaß geben würden, auftreten kann. Besonders hohen
Verschleiß der Maschine als auch einen sprunghaften Anstieg des Lärmpegels erhält
man immer dann, wenn sich die Beschleunigungswerte sprunghaft ändern.
Darum fordert die Erfindung in einem ihrer Merkmale, daß die Bewegungsgesetze der
Antriebe unabhängig davon, auf welche Art und Weise das Bewegungsgesetz erhalten wurde
(Stauchen, Dehnen) und auch in den Übergangsbereichen im Hinblick auf die Weg-Zeit-Abhängigkeit
nicht nur eine stetige sondern auch eine stetig differenzierbare Funktion darstellt.
Mathematisch bedeutet dies, daß das Differential nach der Zeit in jedem Funktionspunkt
eindeutig und stetig ist. Eine weitere Bedingung kommt hinzu, daß das resultierende
Geschwindigkeit-Zeit-Gesetz stetig differenzierbar ist, d. h. daß das Beschleunigung-Zeit-Gesetz
stetig ist und damit keine Sprünge aufweist. Voraussetzung ist, daß das Geschwindigkeit-Zeit-Gesetz
in allen Punkten differenzierbar ist. Die Änderung der Beschleunigung erfolgt stetig
und ohne Sprünge. Die Übergänge werden dann ruckfrei.
[0010] Im Rahmen der Erfindung bleibt es hierbei grundsätzlich beliebig, auf welche Art
und Weise die Bewegungsgesetze der Antriebe konkret erzeugt werden, ob also mehrere
Generatoren parallel zueinander arbeiten, ihre Ausgänge addiert und hierdurch das
gewünschte Bewegungsgesetz entsteht oder ob Kurvengeneratoren eingesetzt werden.
[0011] Die mit der Erfindung zu erreichenden Vorteile sind vielfältig:
Aufgrund entsprechender Wahl der Bewegungsgesetze und den "weichen" Übergängen läßt
sich sicherstellen, daß stets nur geringe Beschleunigungen auftreten. Die Folge ist,
daß die Verpackungsmaschine im Hinblick auf das Material als auch die Maschine selbst
stoßfrei und weitgehend ruckfrei und damit schonend gefahren werden kann. Die Folge
ist eine Erhöhung der Lebensdauer und eine geringere Anfäl ligkeit für Reparaturen.
Andererseits läßt sich eine derartige Maschine mit im Vergleich zum Stand der Technik
wesentlich höheren Leistungen fahren.
Entscheidend ist, daß bei kontinuierlichen Betrieb, d.h. ohne Maschinenstop eine Änderung
der Bewegungsgesetze vorgenommen wird. Auch hierdurch läßt sich eine weitere erhebliche
Steigerung der Wirtschaftlichkeit erreichen.
[0012] Bereits angedeutet wurde, daß die Art und Weise der Erzeugung des resultierenden
Bewegungsgesetzes mit den vorgeschilderten Eigenschaften im Rahmen der Erfindung grundsätzlich
beliebig ist. Eine der Möglichkeiten besteht darin, als Ausgangsfunktionen mathematische
Standardfunktionen zu wählen, die entsprechender vorgeschilderter Lehren eine Veränderung
durch Dehnung oder Stauchung entlang der Zeitachse und/oder ein Ändern der Kurvenform
und/oder Verknüpfen und/oder eine Überlagerung erfahren und auf diese Weise das resultierende
Bewegungsgesetz ergeben. Als Standardfunktion werden bezeichnet Polynome, Exponentialfunktionen,
logarithmische Funktionen und trigonometrische Funktionen (sin, cos, tg, ctg). Somit
können als Resultierende nur solche Bewegungsgesetze erhalten werden, die aus den
Standardfunktionen herleitbar sind.
[0013] Als ausdrückliche Alternative ist zu nennen, daß die Bewegungsgesetze während des
Betriebes und ohne Zugriff auf Ausgangsfunktionen erzeugt werden können. Durch geeignete
Rechenverfahren wird das die vorgenannten Bedingungen erfüllende resultierende Bewegungsgesetz
ermittelt, also ein Synthesevorgang durchgeführt, der ohne die Verwendung von Ausgangsfunktionen
auskommt.
[0014] Ein entscheidender Vorzug der erfindungsgemäßen Packmaschine besteht darin, daß bei
den durch die Sensoren erfassten Abweichungen sofort, d.h. in Echtzeit die Bewegungsgesetze
der Antriebe verändert und an die momentan stehende Situation angepasst werden können.
Somit werden Abweichungen nach Art eines Regelkreises sofort beseitigt. Allerdings
besteht auch die grundsätzliche Möglichkeit, daß nicht sofort d.h. in Echtzeit auf
die mit Hilfe der Sensoren gemessenen Abweichungen reagiert wird, sondern an zunächst
momentan in Bearbeitung befindliche Bewegungsabschnitt entsprechend der bisherigen
Einstellung abgearbeitet wird und erst bei einem der nächsten z.B. den unmittelbar
anschließend Bewegungsabschnitt der Antrieb hinsichtlich seines Bewegungsgesetzes
erst an die neue Situation angepasst und durch den Antrieb abgearbeitet wird. Der
Antrieb reagiert dann zeitverzögert auf die erfassten Abweichungen.
[0015] Bei bestimmten Produkten sind zwischen der Phase der Befüllung und dem Verschließen
des Behältnisses besonders hohe Anforderungen zu erfüllen, um sicherzustellen, daß
ein Überschwappen der abgefüllten Flüssigkeiten während der Transportphase zwischen
Befüllen und Verschließen mit Sicherheit unterbunden ist. Beim Abfüllen von Getränken
in Bechern und Papierverpackungen treten die vorgeschilderten Beschwernisse in typischer
Weise auf. In derartigen Fällen wird in einer speziellen Ausgestaltung empfohlen entweder
die Beschleunigungs-Zeit-Funktion unter einem vorgegebenen Wert, dem Schwellwert,
zu wählen oder aber die Ruckfunktion, die die Änderung der Beschleunigungswerte beschreibt,
stetig auszuformen. Aus mathematischen Gründen liegt eine Stetigkeit immer dann vor,
wenn die Beschleunigung-Zeit-Abhängigkeit eine stetig differenzierbare Funktion darstellt.
Klarzustellen ist, daß im Unterschied zur allgemeinsten Forderung der Erfindung, nämlich
der stetigen Differenzierbarkeit des Weg-Zeit-Profiles einzig die Stetigkeit der Geschwindigkeit-Zeit-Funktion
resultiert. Eine stetige Differenzierbarkeit der Beschleunigung-Zeit-Funktion wird
im allgemeinsten Fall nicht gefordert.
[0016] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich dem nachfolgenden
Beschreibungsteil entnehmen, in dem anhand der in der Zeichnung wiedergegebenen Prinzipskizze
die erfindungsgemäß beanspruchte Steuereinheit näher beschrieben ist. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Vorrichtung zum Ablängen des Verpackungspapieres,
- Figur 2
- das Aufbringen von Etiketten auf Flaschen
[0017] In Figur 1 wird das Verpackungspapier (1) in horizontaler Richtung endlos von links
nach rechts einer rotierenden Schneidevorrichtung (2) zugeführt.
[0018] Im Randbereich des Papiers finden sich Markierungen (3), die mit Hilfe eines Sensors
(4) erfasst werden. Gleichzeitig wird die Vorschubbewegung (5) ebenfalls an die Auswerteeinheit
(6) weitergegeben.
Entsprechend dem Papiervorschub und den Meßwerten des Sensors (4) wird über die Auswerteeinheit
(6) der Antrieb (7) der Schneidevorrichtung (2) angesteuert. Der Sensor sorgt dafür,
daß trotz Verschiebungen des Verpackungspapieres in Transportrichtung stets sicher
gestellt ist, daß die Schneidevorrichtung (2) exakt in der gewünschten Position schneidet.
Entscheidend ist, daß hierbei das Bewegungsgesetz der Schneidevorrichtung (2) eine
stetige und auch stetig differenzierbare Weg-Zeit-Funktion ist sowie die Beschleunigungsänderungen
gering gehalten werden, sodaß "weiche" Bewegungen sicher gestellt sind, die im Hinblick
auf die Materialschonung, die Lebensdauer der Maschine, als auch die die maximale
Leistung wesentliche Vorteile bringen.
[0019] In Figur 2 ist ebenfalls in schematischer Darstellung ein Teil der Verpackungsmaschine
gezeigt, in der Etiketten auf Flaschen aufgetragen werden. Hier werden die Flaschen
(8) in horizontaler Richtung sukzessive an einem Etikettenspender (9) vorbeigeführt,
wobei die jeweilige Position der Flasche unmittelbar vor dem Aufbringen des Etikettes
über einen Sensor (10) erfaßt ist. Die Erfassung der Flaschenbewegung erfolgt hierbei
mit Hilfe des Sensors (11).
Die Position der zugeführten Etikette wird über den Etikettensensor (12) erfaßt und
die Informationen an die Auswerteeinheit (13) weitergegeben. Von dort werden entsprechende
Steuerbefehle an den für den Vorschub der Etiketten verantwortlichen Antrieb (14)
geleitet. Auch hier sorgt die Auswerteeinheit (13) dafür, daß Flasche (8) als auch
das einzelne Etikett synchron aufeinander zugeführt und deshalb paßgenau miteinander
verbunden werden. Bei etwaigen Abweichungen wird das Bewegungsgesetz zumindest des
einen Antriebes, hier z. B. des Antriebes (14) für den Etikettenvorschub in seinem
Bewegungsgesetz geändert und an die neuen Verhältnisse angepaßt, derart, daß die Weg-Zeit-Funktion
des Bewegungsgesetzes des Motors eine stetige und stetig differenzierbare Funktion
ist.
[0020] Für die Erfindung entscheidend ist, daß beim Verlust der Synchronität, der eine Antrieb
in seinem Bewegungsgesetz verändert und an die Ist-Situation angepasst wird, wobei
erfindungswesentlich ist, daß in jeder Phase das Bewegungsgesetz der Weg-Zeit-Funktion
stets stetig und stetig differenzierbar ist.
1. Verpackungsmaschine zum Einwickeln und/oder Umschließen von Produkten wechselnder
Abmessungen, Größe und Konsistenz in Verpackungsmaterial, wie Papier, Tüten, Becher
udgl. mit einzelnen Bearbeitungseinheiten, denen jeweils ein Antrieb mit einer Steuerungseinheit
zugeordnet ist, durch die vorgegebene Bewegungsgesetze (Weg-Zeit-Funktionen) abgearbeitet
werden, sowie Sensoren zur Erfassung des Betriebszustandes, und bei Abweichungen von
der Synchronität zwischen Verpackungsmaterial und zu verpackendem Produkt die Bewegungsgesetze
abgeändert werden und das resultierende Weg-Zeit-Gesetz stetig und stetig differenzierbar
ist, das resultierende Geschwindigkeit-Zeit-Gesetz stetig differenzierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bewegungsgesetze des entsprechenden Antriebs skaliert werden, d. h. im Hinblick
auf die Zeitachse eine Dehnung oder Stauchung erfahren.
2. Verpackungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mathematische Standardfunktionen die Ausgangsfunktionen zur Bildung des resultierenden
Bewegungsgesetzes sind.
3. Verpackungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das resultierende Bewegungsgesetz während des Betriebes generiert wird.
4. Verpackungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungen der Bewegungsgesetze in Echtzeit oder aber zeitverzögert bei einem
der nächsten Arbeitstakte erfolgt.
5. Verpackungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigungs-Zeit-Funktion unter einem vorgegebenen Wert liegt.
6. Verpackungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigungs-Zeit-Funktion der Resultierenden stetig differenzierbar ist.
1. Packaging machine for wrapping and/or enveloping products of changing dimensions,
size and consistency in packaging materials such as papers, bags, cups and the like,
comprising individual processing unit, to which in each case a drive comprising a
control unit is assigned, and by means of which predetermined motions (position-time
functions) are executed, and sensors for registering the operating state and, in the
event of deviations from the synchronicity between the packaging material and the
product to be packaged, the laws of motion are changed and the resulting position-time
law is continuous and continuously differentiable, the resulting velocity-time law
is continuously differentiable,
characterised in that
the laws of motion of the corresponding drive are scaled, that is to say undergo extension
or compression with respect to the time axis.
2. Packaging machine according to claim 1,
characterised in that mathematical standard functions are the initial functions for forming the resulting
law of motion.
3. Packaging machine according to claim 1,
characterised in that the resulting law of motion is generated during operation.
4. Packaging machine according to claims 1 to 3
characterised in that the changes of the law of motion take place in real time or else with a time delay
in one of the following operating cycles.
5. Packaging machine according to one of the preceding claims, characterised in that the acceleration-time function lies below a predetermined value.
6. Packaging machine according to one of the preceding claims, characterised in that the acceleration-time function of the resultants is continuously differentiable.
1. Machine d'emballage destinée à empaqueter et/ou conditionner des produits de dimensions,
de taille et de consistance différentes dans un matériau d'emballage tel que papier,
sachets, pots ou autre emballage de ce genre, composée de différents systèmes ; chaque
système est équipé de son propre moteur relié à une unité de commande qui traite les
lois de déplacement données (fonction course/temps), et de capteurs qui enregistrent
l'état de fonctionnement ; en cas d'écarts de synchronisation entre le matériau d'emballage
et le produit à emballer, les lois de déplacement sont modifiées, la fonction course/temps
résultante étant continue et différenciable en continu, et la fonction vitesse/temps
résultante étant différenciable en continu,
caractérisée en ce que
l'on modifie les lois de déplacement des moteurs concernés, c.-à-d. qu'on les étire
ou qu'on les comprime sur l'axe des temps.
2. Machine d'emballage selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'on prend comme fonctions de départ, des fonctions mathématiques standards modifiables
par compression ou étirement sur l'axe des temps, pour former la loi de déplacement
résultante.
3. Machine d'emballage selon la revendication 1, caractérisée en ce que la loi de déplacement résultante est générée pendant la marche.
4. Machine d'emballage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les lois de déplacement sont modifiées en temps réel, ou à retardement lors de la
séquence suivante.
5. Machine d'emballage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la fonction accélération/temps est inférieure à une valeur donnée.
6. Machine d'emballage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la fonction accélération/temps de la résultante est différenciable en continu.