[0001] Die Erfindung betrifft eine Abscheidevorrichtung, mit der langgestreckte Feststoffteile
von sonstigen Feststoffteilen getrennt werden.
[0002] In vielen technischen Anwendungsgebieten ist es notwendig, daß Feststoffe, die beispielsweise
in Schüttgut enthalten sind, in mehrere Fraktionen getrennt werden. Die Fraktionen
werden in der Regel nach unterschiedlichen Feststoffgrößen, Feststoffgeometrien oder
Feststoffbeschaffenheiten unterteilt. Eine Trennung der Feststoffe ist immer dann
erwünscht, wenn die unterschiedlichen Feststoffraktionen einer weiteren Behandlung
zugeführt werden sollen.
[0003] In der Bauindustrie wird beispielsweise anfallender Bauschutt von großen und sperrigen
Schuttanteilen getrennt, die dann sortiert und wiederverwertet werden. Der abgetrennte
feinere Bauschutt wird beispielsweise auf einer dafür vorgesehenen Deponie entsorgt.
[0004] Auf dem Gebiet der Abfallentsorgung wird im Hinblick auf eine möglichst umweltschonende
Entsorgung eine Trennung und Sortierung des Abfalls oder der bei der Abfallverwertung
anfallenden Reststoffe immer bedeutender. Die Trennung des Abfalls kann vor der Verwertung
des Abfalls durchgeführt werden; sie kann aber auch ein wesentlicher Verfahrensschritt
bei der Abfallverwertung sein.
[0005] Zur Abfallbeseitigung sind thermische Verfahren bekannt, bei denen der Abfall in
Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder in Pyrolyseanlagen pyrolisiert, d.h. unter
Luftabschluß einer Temperatur von etwa 400 °C bis 700 °C unterzogen wird. Bei beiden
Verfahren ist es sinnvoll, den nach der Verbrennung bzw. den nach der Pyrolyse verbleibenden
Reststoff zu trennen, um ihn entweder einer Wiederverwertung zuzuführen oder ihn in
geeigneter Weise zu entsorgen. Ziel ist es dabei, den auf einer Deponie endzulagernden
Reststoff möglichst gering zu halten.
[0006] Aus der EP-A-0 302 310 und aus der Firmenschrift "Die Schwel-Brenn-Anlage, eine Verfahrensbeschreibung",
Herausgeber Siemens AG, Berlin und München, 1996, ist als Pyrolyseanlage eine sogenannte
Schwel-Brenn-Anlage bekannt, bei der im wesentlichen ein zweistufiges Verfahren durchgeführt
wird. In der ersten Stufe wird der angelieferte Abfall in eine Schweltrommel (Pyrolysereaktor)
eingebracht und verschwelt (pyrolisiert). Bei der Pyrolyse entstehen Schwelgas und
Pyrolysereststoff. Das Schwelgas wird zusammen mit brennbaren Teilen des Pyrolysereststoffs
in einer Hochtemperatur-Brennkammer bei Temperaturen von ca. 1200 °C verbrannt. Die
dabei entstehenden Abgase werden anschließend gereinigt.
[0007] Der Pyrolysereststoff weist neben brennbaren Teilen auch nichtbrennbare Anteile auf.
Die nichtbrennbaren Anteile setzen sich im wesentlichen aus einer Inertfraktion, wie
Glas, Steine oder Keramik, sowie aus einer Metallfraktion zusammen. Die Wertstoffe
des Reststoffs werden aussortiert und einer Wiederverwertung zugeführt. Für die Aussortierung
sind Verfahren und Komponenten notwendig, die einen zuverlässigen und kontinuierlichen
Betrieb gewährleisten.
[0008] Für einen zuverlässigen Betrieb ist es oftmals erwünscht, daß Feststoffteile einer
bestimmten Geometrie abgeschieden werden, damit diese den Betrieb von nachgeschalteten
Trennvorrichtungen für den verbleibenden Feststoff nicht beeinträchtigen, so daß dieser
weiter getrennt werden kann. Ein besonderes Problem stellen oftmals langgestreckte
Feststoffteile, insbesondere Drähte oder feine Litzendrähte, dar. Letztere lassen
sich nur sehr schwer von dem übrigen Feststoff trennen und führen zu Verstopfungen
von Sieblöchern bei Sieben. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn diese langgestreckten
Feststoffteile unter einer bestimmten Größe liegen.
[0009] Aus der WO 97/26495 ist eine Austragsvorrichtung bekannt, die eine Fördereinrichtung
zur Förderung und Trennung von Pyrolysereststoff aufweist. Die Fördereinrichtung besitzt
einen sägezahnartig profilierten Trennboden, der zur Förderung des Pyrolysereststoffs
in Schwingungen versetzt wird. In den durch das sägezahnartige Profil gebildeten Längsrillen
sammeln sich die feinen Anteile des Pyrolysereststoffs an. Am Ende des Trennbodens
ist ein Stangensieb zur Trennung der abgeschiedenen feinen Anteile von den verbleibenden
groben Anteilen angeordnet. Diese Vorrichtung weist den Nachteil auf, daß zusammen
mit den feinen Anteilen auch große flächige und längliche Anteile abgeschieden werden.
Denn diese können sich in Längsrillen ausrichten und durch den sich anschließenden
Stangensieb durchfallen. Eine wirksame Abtrennung von feinen Drähten oder ähnlichen
langgestreckten Feststoffteilen ist nicht möglich.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abscheidevorrichtung
für langgestreckte Feststoffteile anzugeben, die eine wirksame Abscheidung von langgestreckten
Feststoffteilen sowie einen störungsfreien und kontinuierlichen Betrieb ermöglicht.
[0011] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch eine Abscheidevorrichtung für langgestreckte
Feststoffteile, die einen Schwingboden mit einer Anzahl sich in Förderrichtung erstreckender
Längsrillen aufweist, an die sich Sieböffnungen zum Abscheiden der langgestreckten
Feststoffteile anschließen, wobei die Rillentiefe der Längsrillen in Förderrichtung
abnimmt.
[0012] Aufgrund der mechanischen Eigenbewegung, nämlich die Schwingungen des Schwingbodens,
wird der auf den Schwingboden aufgebrachte Feststoff in Förderrichtung gefördert.
Zugleich werden die langgestreckten Feststoffteile in den Längsrillen in Förderrichtung
ausgerichtet. Gleichzeitig werden auch langgestreckte, flächige Feststoffteile zunächst
mit ausgerichtet. Aufgrund der Abnahme der Rillentiefe orientieren sich diese dann
im wesentlichen parallel zum Schwingboden, so daß sie über die an die Längsrillen
anschließenden Sieböffnungen hinweg gleiten. Die nicht-flächigen langgestreckten Feststoffteile
fallen demgegenüber durch die bevorzugt spaltartig nach Art eines Stangensiebs ausgebildeten
Sieböffnungen hindurch. Der entscheidende Vorteil der Siebvorrichtung liegt darin,
daß ausschließlich langgestreckte und nicht flächige Feststoffteile abgeschieden werden.
Insbesondere eignet sich die Siebvorrichtung zur Abscheidung von feinen Litzendrähten,
die etwa einen Durchmesser von 0,1 bis 2 mm sowie typischerweise eine Länge von bis
zu 15 mm aufweisen.
[0013] Die Abscheidung der langgestreckten, nicht-flächigen Feststoffteile läßt sich durch
folgende drei Schritte charakterisieren:
a) Ausrichten der langgestreckten Feststoffteile,
b) Umlegen von flächigen, langgestreckten Feststoffteilen und
c) Abscheiden der langgestreckten Feststoffteile durch die Sieböffnungen.
[0014] Um ein einfaches Ausrichten der flächigen Feststoffteile parallel zum Schwingboden
zu ermöglichen, sind die Seitenwände der Längsrillen bevorzugt schräg ausgebildet.
[0015] Für ein möglichst einfaches und zuverlässiges Ausrichten der langgestreckten Feststoffteile
in Förderrichtung weist der Schwingboden in einer vorteilhaften Ausgestaltung ein
wellenförmiges Profil oder ein sägezahnartiges Profil auf.
[0016] Es ist für einen störungsfreien Betrieb zweckdienlich, wenn die Längsrillen sowie
die langgestreckten Sieböffnungen jeweils parallel zueinander verlaufen.
[0017] In einer vorteilhaften Ausgestaltung erstrecken sich die Sieböffnungen bis zu dem
in Förderrichtung gelegenen Ende der Abscheidevorrichtung. Sie sind daher zum Ende
hin offen ausgebildet. Dies ist ein wesentliches Merkmal, um sicherzustellen, daß
sich in der Abscheidevorrichtung keine Feststoffteile ansammeln oder verklemmen. Denn
bei einer beispielsweise langgestreckten Sieböffnung mit umlaufendem Rand würde das
in Förderrichtung gelegene Randstück für den Feststoffluß einen Widerstand darstellen.
An diesem können sich Feststoffteile verhängen, was zu einer Verstopfung der Sieböffnung
und damit zu einer Funktionsstörung der Abscheidevorrichtung führen könnte.
[0018] Zur Vermeidung von Verstopfungen und zur Gewährleistung eines möglichst flüssigen
Feststofflusses, ist in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen, daß
sich die Sieböffnungen in Förderrichtung aufweiten. Auf in der Sieböffnung verklemmte
Feststoffteile wird durch den nachfolgenden Feststoff eine Kraft in Förderrichtung
ausgeübt. Das verklemmte Feststoffteil kann dabei in Förderrichtung bewegt werden
und fällt dann durch die sich erweiternde Sieböffnung.
[0019] Die Sieböffnung weitet sich hierzu bevorzugt kontinuierlich und insbesondere V-förmig
auf.
[0020] Es ist von Vorteil, wenn die Ränder der Sieböffnungen elastisch ausgebildet sind.
Dann ist der Kraftaufwand zum Lösen von eventuell festgeklemmten Feststoffteilen nur
gering. Zugleich wird hierdurch die von festgeklemmten Feststoffteilen ausgeübte Belastung
auf die Abscheidevorrichtung im Vergleich zu unelastisch ausgebildeten Rändern vermindert.
[0021] Um die Sieböffnungen fertigungstechnisch einfach auszubilden, sind diese an ihren
Rändern mit elastischen Lappen versehen, welche in Förderrichtung sich verjüngen oder
spitz zulaufen, so daß sich die Sieböffnungen in Förderrichtung aufweiten.
[0022] Die Aufweitung wird bei dieser Ausbildung von den Lappen gebildet.
[0023] Bei der Abscheidevorrichtung ist in einer bevorzugten Ausführungsform ein Reinigungsrechen
mit einer Anzahl von Zinken vorgesehen, die in die Sieböffnungen einführbar und in
den Sieböffnungen in Förderrichtung bewegbar sind.
[0024] Mit diesem Rechen werden eventuell festsitzende Feststoffteile gelöst. Dadurch ist
ein kontinuierlicher Betrieb der Abscheidevorrichtung ermöglicht. Der Reinigungsrechen
kann bedarfsabhängig, periodisch oder kontinuierlich in den Sieböffnungen bewegt werden.
Für das Lösen von festgeklemmten Feststoffteilen mit dem Reinigungsrechen ist die
Aufweitung der Sieböffnungen von großem Vorteil, da der Reinigungsrechen die festgeklemmten
Feststoffteile nur ein kleines Stück in Förderrichtung bewegen muß, bis sie sich gelöst
haben und durch die geweitete Sieböffnung fallen. Um die Belastung des Reinigungsrechens
möglichst gering zu halten, ist zudem die elastische Ausbildung der Ränder besonders
vorteilhaft.
[0025] Für eine möglichst robuste Ausgestaltung ist der Schwingboden aus Metall.
[0026] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Figuren erläutert.
Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung:
- FIG 1
- eine Aufsicht auf eine Abscheidevörrichtung,
- FIG 2 und 3
- einen Schnitt entlang der Linie II-II bzw. III-III gemäß zweier Ausführungeformen,
- FIG 4 und 5
- einen Schnitt entlang der Linie IV-IV bzw. V-V gemäß beider Ausführungsformen und
- FIG 6
- einen Schnitt entlang der Linie VI-VI.
[0027] Gemäß Figur 1 erstreckt sich in einer Abscheidevorrichtung 1 ein metallischer Schwingboden
2 von einem Aufgabebereich 4 für Feststoff F (z.B. Pyrolysereststoff aus einer Pyrolyseanlage)
in Förderrichtung 6 bis zu einem Abscheidebereich 8. Im Abscheidebereich 8 gibt es
eine Anzahl von in Förderrichtung 6 V-förmig verlaufenden langgestreckten Sieböffnungen
10, von denen nur zwei dargestellt sind. In die beiden dargestellten Sieböffnungen
10 mündet jeweils eine von einer Anzahl paralleler Längsrillen 12 des Schwingbodens
2, von denen ebenfalls nur zwei dargestellt sind. Die Sieböffnungen 10 schließen sich
demnach in Förderrichtung 6 an die Längsrillen 12 an und weiten sich von diesen ausgehend
bis zum Ende 14 der Abscheidevorrichtung 1 kontinuierlich auf. Die Rillentiefe der
Längsrillen 12 nimmt zu den Sieböffnungen 10 hin ab. Dies ist aus einem Vergleich
der Figuren 2 und 4 sowie der Figuren 3 und 5 ersichtlich.
[0028] Die beiden seitlichen Ränder der jeweiligen Sieböffnung 10 sind elastisch, insbesondere
als sich verjüngende elastische Lappen 16, ausgebildet. Die Lappen 16 sind etwa dreieckförmig
ausgebildet, so daß die V-förmige Form der Sieböffnungen 10 durch die beiden angebrachten
Lappen 16 gebildet ist.
[0029] Der Feststoff F wird im Aufgabebereich 4 auf den Schwingboden 2 aufgegeben. Aufgrund
der Schwingungen des Schwingbodens 2 (mittels einer nicht gezeigten Rüttelvorrichtung)
wird der Feststoff F in Förderrichtung 6 transportiert. Die Schwingungen des Schwingbodens
2 führen außerdem dazu, daß sich langgestreckte Feststoffteile 18, z.B. Drahtstücke,
von denen eines in Figur 1 gezeigt ist, in den Längsrillen 12 in Förderrichtung 6
ausrichten. Der Schwingboden 2 bewirkt daher eine Förderung des Feststoffs F und zugleich
eine Ausrichtung der langgestreckten Feststoffteile 18. Die Schwingungen werden beispielsweise
mit Hilfe eines Exzenterantriebs erzeugt.
[0030] Es ist ausreichend, wenn die Längsrillen 12, bevor sie in die Sieböffnungen 10 übergehen,
nur noch eine geringe Rillentiefe aufweisen. Die Rillentiefe ist so bemessen, daß
die einmal ausgerichteten länglichen Feststoffteile 18 in Förderrichtung 6 ausgerichtet
weitergeführt werden. Der Schwingboden 2 kann daher im Bereich unmittelbar vor den
Sieböffnungen 10 nahezu eben oder eben ausgeführt sein. Durch die abnehmende Rillentiefe
werden flächige Feststoffteile 20, von denen eines in Figur 1 gezeigt ist, flach und
im wesentlichen parallel zur Schwingbodenebene ausgerichtet. Das Flachlegen von flächigen
Feststoffteilen 20 wird durch die Rüttel- oder Schwingbewegung des Schwingbodens 2
unterstützt.
[0031] Die ausgerichteten länglichen Feststoffteile 18 fallen durch die längliche Sieböffnung
10 hindurch und werden somit von dem übrigen Feststoff F abgeschieden. Demgegenüber
werden flächige Feststoffteile 20 zwar zunächst ebenfalls von den Längsrillen 12 ausgerichtet,
dann jedoch flachgelegt, so daß sie über die Sieböffnungen 10 bis ans Ende 14 der
Abscheidevorrichtung gleiten. Sie werden erst hier abgeschieden.
[0032] In Figur 1 ist weiterhin in den beiden Sieböffnungen 10 jeweils ein Zinken 22 eines
Reinigungsrechens 24 (vergl. hierzu Figur 6) dargestellt. Die Zinken 22 werden im
Bereich nahe der Längsrillen 12 von unten in die Sieböffnungen 10 eingeführt und in
Förderrichtung 6 in diesen entlanggeführt. Dabei schieben sie ein unter Umständen
verklemmtes Feststoffteil 26 in Förderrichtung 6 weiter, so daß dieses gelöst wird
und danach aufgrund der Aufweitung der Sieböffnung 10 durch diese hindurch fällt.
Wegen der elastischen Ausbildung der Ränder der Sieböffnungen 10 kann sich ein Feststoffteil
26 nur mit einer relativ geringen Kraft festklemmen, so daß die Beanspruchung der
Zinken 22 und des Reinigungsrechens 24 klein ist. Nachdem der Reinigungsrechen 24
in Förderrichtung 6 durch die Sieböffnungen 10 bis zum Ende 14 der Abscheidevorrichtung
geführt ist, wird er aus den Sieböffnungen 10 herausgezogen und zu seiner Ausgangsposition
am Beginn der Längsrillen 12 zurückgefahren, wo die Zinken 22 erneut in die Sieböffnungen
10 eingeführt werden können.
[0033] Figur 2 und 3 zeigen jeweils einen Schnitt durch den Schwingboden 2 im Aufgabebereich
4 entlang der Linie II-II bzw. III-III in Figur 1. Gemäß Figur 2 weist der Schwingboden
2 dabei ein sägezahnartiges Profil mit V-förmigen Nuten, den Längsrillen 12, auf.
Gemäß Figur 3 weist der Schwingboden 2 demgegenüber ein wellenförmiges Profil auf.
In Figur 2 ist zu erkennen, daß sich ein langgestrecktes Feststoffteil 18 sowie ein
flächiges Feststoffteil 20 in den Längsrillen 12 ausrichten. Insbesondere das sägezahnartige
Profil ist für die Ausrichtung von langgestreckten Feststoffteilen 18 von Vorteil.
[0034] Figur 4 und Figur 5 zeigen das sägezahnartige bzw. das wellenförmige Profil im Schnitt
entlang der Linie IV-IV bzw. V-V durch den Siebboden 2, und zwar unmittelbar bevor
die Sieböffnungen 10 beginnen. Es ist zu erkennen, daß hier die Längsrillen 12 eine
wesentlich geringere Rillentiefe aufweisen. Während die schrägen Seitenwände 28 der
Längsrillen 12 gemäß Figur 2 und 3 noch sehr steil sind, verlaufen sie gemäß Figur
4 und 5 sehr flach. Das flächige Feststoffteil 20 wird sich daher über die Längsrille
12 hinweg flachlegen, was in Figur 4 gezeigt ist.
[0035] Die Seitenwände 28 werden im Bereich der Sieböffnungen 10 als Siebwände 29 fortgeführt.
An diesen sind randseitig die elastischen Lappen 16 befestigt, wie aus Figur 6 zu
entnehmen ist. Die Siebwände 29 können sowohl flach ausgebildet sein, als auch - wie
dargestellt - ein Profil bilden. In die Sieböffnungen 10 greifen die Zinken 22 des
Reinigungsrechens 24 ein. Der Reinigungsrechen 24 wird beispielsweise in einer Schiene
30 geführt.
1. Abscheidevorrichtung für langgestreckte Feststoffteile (18), die einen Schwingboden
(2) mit einer Anzahl sich in Förderrichtung (6) erstreckender Längsrillen (12) aufweist,
an die sich Sieböffnungen (10) zum Abscheiden der langgestreckten Feststoffteile (18)
anschließen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rillentiefe der Längsrillen (12) in Förderrichtung (6) abnimmt.
2. Abscheidevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (28) der Längsrillen (12) schräg ausgebildet sind.
3. Abscheidevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingboden (2) ein wellenförmiges Profil aufweist.
4. Abscheidevorrichtung Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingboden (2) ein sägezahnartiges Profil aufweist.
5. Abscheidevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Schwingboden
(2) mehrere parallel verlaufende Längsrillen (12) aufweist, an die sich jeweils parallel
verlaufende Sieböffnungen (10) anschließen.
6. Abscheidevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich bis zu ihrem in Förderrichtung (6) gelegenen Ende (14) die Sieböffnungen (10)
erstrecken.
7. Abscheidevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Sieböffnungen (10) in Förderrichtung (6) aufweiten.
8. Abscheidevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Sieböffnungen (10) in Förderrichtung (6) kontinuierlich, insbesondere V-förmig
aufweiten.
9. Abscheidevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder der Sieböffnungen (10) elastisch ausgebildet sind.
10. Abscheidevorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sieböffnungen (10) an ihren Rändern mit elastischen Lappen (16) versehen sind,
welche sich in Förderrichtung (6) verjüngen, so daß sich die Sieböffnungen (10) in
Förderrichtung (6) aufweiten.
11. Abscheidevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Reinigungsrechen (24) mit einer Anzahl von Zinken (22) vorgesehen ist, die in
die Sieböffnungen (10) einführbar und in den Sieböffnungen (10) bewegbar sind.
12. Abscheidevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingboden (2) aus Metall ist.
1. Separating device for elongate solid pieces (18), which has a vibrating base (2) with
a number of longitudinal grooves (12) which extend in the conveying direction (6)
and are adjoined by screen openings (10) for separating the elongate solid pieces
(18), characterized in that the depth of the longitudinal grooves (12) decreases in the conveying direction (6).
2. Separating device according to Claim 1, characterized in that the side walls (28) of the longitudinal grooves (12) are of inclined form.
3. Separating device according to Claim 1 or 2, characterized in that the vibrating base (2) has a wavy profile.
4. Separating device according to Claim 1 or 2, characterized in that the vibrating base (2) has a sawtooth-like profile.
5. Separating device according to one of the preceding claims, in which the vibrating
base (2) has a plurality of parallel longitudinal grooves (12) which are adjoined
by respectively parallel screen openings (10).
6. Separating device according to one of the preceding claims, characterized in that the screen openings (10) extend all the way to its end (14), as seen in the conveying
direction (6).
7. Separating device according to one of the preceding claims, characterized in that the screen openings (10) widen in the conveying direction (6).
8. Separating device according to one of the preceding claims, characterized in that the screen openings (10) widen continuously, in particular in a V shape, in the conveying
direction (6).
9. Separating device according to one of the preceding claims, characterized in that the edges of the screen openings (10) are of elastic design.
10. Separating device according to Claim 9, characterized in that the screen openings (10) are provided at their edges with elastic tabs (16), which
tabs narrow in the conveying direction (6), so that the screen openings (10) widen
in the conveying direction (6).
11. Separating device according to one of the preceding claims, characterized in that a cleaning rake (24) with a number of tines (22) is provided, which tines can be
introduced into the screen openings (10) and can be moved in the screen openings (10).
12. Separating device according to one of the preceding claims, characterized in that the vibrating base (2) is made from metal.
1. Dispositif de séparation pour des parties de matière solide oblongues (18) qui présente
un fond oscillant (2) ayant un certain nombre de cannelures longitudinales (12) qui
s'étendent en direction de transport (6) et auxquelles sont raccordées des ouvertures
de crible (10) destinées à séparer des parties de matière solide oblongues (18), caractérisé en ce que la profondeur de cannelure des cannelures longitudinales (12) diminue en direction
de transport (6).
2. Dispositif de séparation selon la revendication 1 caractérisé en ce que les parois latérales (28) des cannelures longitudinales (12) sont formées de biais.
3. Dispositif de séparation selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que le fond oscillant (2) présente un profil ondulé.
4. Dispositif de séparation selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que le fond oscillant (2) présente un profil en dent de scie.
5. Dispositif de séparation selon l'une des revendications précédentes pour lequel le
fond oscillant (2) présente plusieurs cannelures longitudinales (12) parallèles auxquelles
se raccordent respectivement des ouvertures de crible (10) parallèles.
6. Dispositif de séparation selon l'une des revendications précédentes caractérisé en ce que les ouvertures de crible (10) s'étendent jusqu'à son extrémité (14) située en direction
de transport (6).
7. Dispositif de séparation selon l'une des revendications précédentes caractérisé en ce que les ouvertures de crible (10) s'élargissent en direction de transport (6).
8. Dispositif de séparation selon l'une des revendications précédentes caractérisé en ce que, en direction de transport (6), les ouvertures de crible (10) s'élargissent en continu
en particulier en V.
9. Dispositif de séparation selon l'une des revendications précédentes caractérisé en ce que les bords des ouvertures de crible (10) sont formés de façon élastique.
10. Dispositif de séparation selon la revendication 9 caractérisé en ce que les ouvertures de crible (10) sont munies sur leurs bords de pattes (16) élastiques
qui s'amincissent en direction de transport (6), de sorte que les ouvertures de crible
(10) s'élargissent en direction de transport (6).
11. Dispositif de séparation selon l'une des revendications précédentes caractérisé en ce que l'on prévoit une grille de nettoyage (24) ayant un certain nombre de fourches (22)
qu'on peut introduire dans les ouvertures de crible (10) et qu'on peut déplacer dans
les ouvertures de crible (10).
12. Dispositif de séparation selon l'une des revendications précédentes caractérisé en ce que le fond oscillant (2) est en métal.