[0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlag für einen Eckschrank, insbesondere Kücheneckschrank,
zum Halten von Fachböden, mit einer drehbar im Eckschrank zu lagernden Drehsäule,
an der eine obere und eine untere Trageinrichtung für die über Eck gehende Eckschranktüre
in Längsrichtung der Drehsäule mit Abstand zueinander angeordnet sind.
[0002] Ein in einen Eckschrank eingebauter Beschlag dieser Art (siehe z.B. die EP 0 317
737 B1) bildet zusammen mit den von ihm gehaltenen Fachböden und der Türe ein im Eckschrank
drehbares Karussell. Dabei handelt es sich bei der Türe regelmäßig um eine zweiflügelige
Türe. In Zusammenhang damit weisen die Trageinrichtungen zwei jeweils einem der Türflügel
zugeordnete Tragarme auf, so daß die beiden Türflügel jeweils mit einem der Tragarme
der oberen Trageinrichtung und einem der Tragarme der unteren Trageinrichtung verbunden
sind. Dabei erfolgt die Verbindung über ein um eine zur Drehsäule parallele Achse
schwenkbar am jeweiligen Tragarm sitzendes Tragteil, an dem der Türflügel angeschraubt
oder in sonstiger Weise befestigt wird. Beim Öffnen und Schließen der Türe führen
deren Flügel eine mit Bezug auf die Winkelhalbierende des Türecks spiegelbildliche
Einklapp- bzw. Ausklappbewegung mit überlagerter Einfach- bzw. Ausfahrbewegung aus.
Die diese Bewegung steuernde Einrichtung ist ebenfalls an dem Eckschlagbeschlag angeordnet,
sie interessiert im vorliegenden Zusammenhang jedoch nicht weiter.
[0003] Die Trageinrichtungen stehen verhältnismäßig weit von der Drehsäule ab. Es ergibt
sich daher ein bei dem Transport vom Beschlaghersteller zur Möbelfabrik und der Lagerung
verhältnismäßig viel Platz in Anspruch nehmender Beschlagaufbau.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag der
eingangs genannten Art zu schaffen, der auf kleinerem Raum transportiert und gelagert
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Trageinrichtungen jeweils
um eine quer zur Drehsäule gerichtete Schwenkachse schwenkbar mit der Drehsäule verbunden
sind, so daß die Trageinrichtungen aus ihrer von der Drehsäule abstehenden Gebrauchslage,
in der ihre Haupterstreckungsebenen quer zur Drehsäule liegen, in eine Transportlage
schwenkbar sind, in der der Beschlag eine mit Bezug auf die Gebrauchslage flachere
Gestalt aufweist.
[0006] Der Beschlag kann somit in einem sozusagen zusammengeklappten Zustand transportiert
und/oder gelagert werden.
[0007] Beim Überführen der Trageinrichtungen aus der Gebrauchslage in die Transportlage
sind keine Montagearbeiten erforderlich.
[0008] Ferner ist gewährleistet, daß die Trageinrichtungen in ihrer Gebrauchslage stets
genau aufeinander ausgerichtet sind, auch wenn sie zwischenzeitlich in die Transportlage
geschwenkt worden sind. Eine solche Ausrichtung der Trageinrichtungen ist für einen
exakten Halt der Türflügel erforderlich.
[0009] Würde man den Beschlag demontierbar ausbilden, so daß die Trageinrichtungen von der
Drehwäule weggenommen werden könnten, würden dagegen bei jedem Zusammenbau Justierarbeiten
anfallen.
[0010] Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Beschlags kann man so vorgehen, daß der
zusammengebaute Beschlag an den Trageinrichtungen mit Lagerlöchern versehen wird,
die zur Schwenklagerung der an den Türflügeln zu befestigenden Tragteilen dienen.
Auf diese Weise ist gewährleistet, daß die Lagerlöcher relativ zueinander genau ausgerichtet
sind. Dementsprechend exakt ausgerichtet werden die beim Möbelhersteller an den Tragteilen
befestigten Türflügel gehalten. Vor dem Anbringen der Lagerlöcher kann der Beschlag
insgesamt, d.h. einschließlich der Drehsäule, lackiert werden.
[0011] Es wird darauf hingewiesen, daß sich die vorliegende Erfindung nicht nur bei Beschlägen
für Eckschränke mit zweiflügeligen Türen sondern prinzipiell auch bei Eckschränken
mit einer zusammenhängenden Türe anwenden läßt.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- einen mit einem erfindungsgemäßen Beschlag und von diesem gehaltenen Fachböden ausgestatteten
Eckschrank in schematischer Darstellung im der Schnittlinie I-I in Fig. 2 entsprechenden
Horizontalschnitt, wobei die Fig. 1 für beide in den Fig. 2 bis 7 bzw. 8 bis 11 hervorgehende
Ausführungsbeispiele gilt,
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Beschlags ohne die die Bewegung
der Türflügel steuernden Steuereinrichtung in schematischer Darstellung, wobei der
Schrankboden, die obere Abdeckung des Schrankes und die Fachböden strichpunktiert
angedeutet sind,
- Fig. 3
- die obere Trageinrichtung der Anordnung nach Fig. 2 im Bereich der Drehsäule im Vertikalschnitt
entlang der aus Fig. 1 hervorgehenden Winkelhalbierenden, die der Schnittlinie III-III
in Fig. 4 entspricht, wobei die Drehsäule und die Trageinrichtung abgeschnitten sind,
- Fig. 4
- der Beschlag nach den Fig. 2 und 3 im oberhalb der oberen Trageinrichtung gelegten
Horizontalschnitt gemäß der Schnittlinie IV-IV in den Fig. 2 und 3, wobei die Tragarme
der Trageinrichtung abgeschnitten sind,
- Fig. 5
- der Beschlag nach Fig. 2 im oberhalb der unteren Trageinrichtung gelegten Horizontalschnitt
gemäß der Schnittlinie V-V, so daß die untere Trageinrichtung in Draufsicht erscheint,
wobei die Tragaörme der Trageinrichtung abgeschnitten sind,
- Fig. 6
- der die obere Trageinrichtung enthaltende Bereich des Beschlags nach Fig. 2 in gleicher
Seitenansicht, wobei die obere Trageinrichtung aus ihrer in Fig. 2 dargestellten Gebrauchslage
nach oben zur Drehsäule hin in die Tragsportlage geschwenkt ist,
- Fig. 7
- der die untere Trageinrichtung enthaltende Bereich des Beschlags nach Fig. 2 in gleicher
Seitenansicht, wobei die untere Trageinrichtung in die Transportlage geschwenkt ist,
- Fig. 8
- ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Beschlags in Schrägansicht,
wobei lediglich die schwenkbare Befestigung der oberen Trageinrichtung gezeigt ist
(die Drehsäule und die Tragarme sind abgeschnitten),
- Fig. 9
- die Anordnung nach Fig. 9 in Vorderansicht gemäß Pfeil IX, wobei die Trageinrichtung
aus ihrer Gebrauchslage (Fig. 8) auf die Transportlage hin geschwenkt ist,
- Fig. 10
- die Anordnung nach Fig. 9 in einem der Fig. 3 entsprechenden, jedoch neben die Drehsäule
gelegten Schnitt, und
- Fig. 11
- die untere Trageinrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels in einer der Fig. 5 entsprechenden
Darstellung.
[0013] In Fig. 1 enthält der Eckschrank 1 einer Einbauküche ein Karussell 2, das eine drehbar
im Eckschrank gelagerte, im Einbauzustand vertikale Drehsäule 3;3a aufweist. Die Drehsäule
3; 3a ist einerseits an der oberen Abdeckung 4 des Eckschranks 1, die in der Regel
von einer Arbeitsplatte gebildet wird, und andererseits am Schrankboden 5 gelagert.
Die für die drehbare Lagerung erforderlichen Einzelheiten interessieren hier nicht
weiter, so daß sie weggelassen worden sind.
[0014] Das Karussell 2 kann ferner mindestens einen Fachboden 6 enthalten, der drehfest
an der Drehsäule 3;3a sitzt. Der aus Fig. 1 in Draufsicht hervorgehende Fachboden
6 bildet eine Abstellfläche 7, die von einem hochstehenden Rand 8 umgeben ist. In
Fig. 2 sind zwei solche, mit vertikalem Abstand zueinander angeordnete Fachböden 6
gestrichelt angedeutet.
[0015] Der das Karussell 2 enthaltende Innenraum des Eckschranks 1 wird zum Gebäuderaum
hin durch eine über Eck gehende Türe abgeschlossen, die aus zwei Türflügeln 9,10 besteht.
Die beiden Türflügel 9,10 bilden in der in Fig. 1 mit ausgezeichneten Linien dargestellten
Schließstellung beim Ausführungsbeispiel einen Winkel von etwa 90°. In der strichpunktiert
angedeuteten Offenstellung nehmen sie einen kleineren Winkel zueinander ein. In der
Schließstellung bildet jeder Türflügel 9,10 mit der benachbarten Schrankseitenwand
11 bzw. 12 einen rechten Winkel, wobei die Türflügel 9,10 die Stirnseiten der Seitenwände
11,12 zumindest teilweise überdecken.
[0016] Die beiden Seitenwände 11,12 sind an der Schrankrückseite durch eine beim Ausführdungsbeispiel
gebogen verlaufende Schrank-Rückwand 13 miteinander verbunden.
[0017] Das Karussell 2 erstreckt sich nicht über einen vollen Kreisumfang. Es besitzt vielmehr
einen sektorenartigen Ausschnitt 14, der von entsprechend verlaufenden Randpartien
15,16 des jeweiligen Fachbodens 6 begrenzt wird. Der Ausschnitt 14 liegt in der Schließstellung
der Türe 9,10 der durch die Türe verdeckten Türöffnung gegenüber, wobei das von den
beiden Türflügeln 9,10 gebildete Eck in den Ausschnitt 14 ragt. Zum Öffnen des Schrankes
werden die Türflügel 9,10 nach innen zur Drehsäule 3;3a hin gedrückt. Hierbei führen
die beiden Türflügel 9,10 eine zur Winkelhalbierenden 17 zwischen den Türflügeln spiegelbildliche
Einklappbewegung mit überlagerter Einfahrbewegung in radialer Richtung weiter in den
Ausschnitt 14 hinein aus, so daß die Türflügel 9, 10 von den Schrank-Seitenwänden
11,12 freikommen und das Karussell 2 gedreht werden kann.
[0018] Die beiden die Schranktüre bildenden Türflügel 9,10 werden mittels einer oberen Trageinrichtung
18;18a und einer unteren Trageinrichtung 19;19a gehalten, die in Längsrichtung der
Drehsäule 3;3a, d.h. in der Einbaulage in vertikaler Richtung, mit Abstand zueinander
an der Drehsäule 3;3a angeordnet sind.
[0019] Die beiden Trageinrichtungen 18,19; 18a,19a können außerdem so ausgebildet sein,
daß sie jeweils einen der Fachböden 6 nach unten hin abstützen.Diesbezüglich kann
die Anordnung jedoch auch anders getroffen sein.
[0020] Die Drehsäule 3;3a und die beiden Trageinrichtungen 18,19;18a,19a sind Bestandteile
eines Eckschrankbeschlags, den der Möbelhersteller von einem Beschlaghersteller bezieht
und in den jeweiligen Schrank einbaut. Zu dem Eckschrankbeschlag gehört ferner eine
die Bewegung der Türflügel 9,10 steuernde Steuereinrichtung, die der Übersichtlichkeit
wegen nicht eingezeichnet worden ist. Solche Steuereinrichtungen sind allgemein bekannt.
Die zugehörigen Gestänge sind regelmäßig an der unteren Trageinrichtung 19;19a angeordnet.
[0021] In ihrer der Einbaulage des Beschlags entsprechenden Gebrauchslage stehen die Trageinrichtungen
18,19;18a,19a quer zur Drehsäule 3;3a so von dieser ab, daß ihre Haupterstreckungsebene
quer zur Drehsäule 3;3a liegt. Dabei erstrecken sie sich bis in den Bereich der Türflügel
9,10. Die obere Trageinrichtung 18;18a bildet zwei Tragarme 20,21;20a,21a und die
untere Trageinrichtung 19;19a zwei Tragarme 22,23;22a,23a, die beiderseits der Winkelhalbierenden
17 verlaufen. Der eine Türflügel 9 wird mit dem einen Tragarm 21; 21a der oberen Trageinrichtung
18;18a und dem Tragarm 23;23a der unteren Trageinrichtung 19;19a und der andere Türflügel
10 wird mit dem anderen Tragarm 20;20a der oberen Trageinrichtung 18;18a und dem anderen
Tragarm 22;22a der unteren Trageinrichtung 19;19a verbunden. Die Verbindung erfolgt
jeweils über ein Tragteil 24, 25, das nur in Fig. 1 angedeutet ist. Das jeweilige
Tragteil 24,25 sitzt um eine zur Drehsäule 3;3a parallele Anlenkachse 26,27 schwenkbar
am der Drehsäule 3;3a entgegengesetzten Endbereich des jeweiligen Tragarms und ist
andererseits an dem zugewandten Türflügel 9,10 angeschraubt oder in anderer Weise
an diesem befestigt. Die schwenkbare Lagerung der Tragteile an den Tragarmen ermöglicht
die zur Winkelhalbierenden 17 spiegelbildliche Ein- bzw. Ausklappbewegung der fest
mit den Tragteilen verbundenen Türflügel. Die Anlenkachsen 26,27 sind jeweils in einem
Lagerloch 28,29 des betreffenden Tragarms gelagert.
[0022] Im noch nicht in den Eckschrank eingebauten Zustand können die Trageinrichtungen
18,19;18a,19a aus ihrer von der Drehsäule 3;3a abstehenden Gebrauchslage in eine platzsparende
Transportlage überführt werden, in der der Beschlag eine mit Bezug auf die Gebrauchlage
flachere Gestalt aufweist. Hierzu sind die beiden Trageinrichtungen 18,19;18a,19a
jeweils um eine quer zur Drehsäule 3;3a gerichtete Schwenkachse 32 bzw. 33;32a bzw.
33a schwenkbar mit der Drehsäule 3;3a verbunden.
[0023] In diesem Zusammenhang ist bei beiden Ausführungsbeispielen vorgesehen, daß jeder
Trageinrichtung 18,19;18a,19a eine starr, insbesondere durch Verschweißen, mit der
Drehsäule 3;3a verbundene Halteeinrichtung 30 bzw. 31;30a bzw. 31a zugeordnet ist,
an der die jeweilige Schwenkachse 32 bzw. 33;32a bzw. 33a angeordnet ist. Die Halteeinrichtung
bildet sozusagen ein Zwischenstück zwischen Drehsäule und Trageinrichtung.
[0024] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 8 bis 11 sind die Schwenkachsen 32a,33a
in Richtung zur Eckschranktüre 9, 10 hin gerichtet, d.h. sie verlaufen in Richtung
der Winkelhalbierenden 17 (siehe Fig. 1). Sie könnten jedoch auch parallel versetzt
zu dieser angeordnet sein. Die Schwenkachsen 32a,33a werden jeweils von einem von
der zugehörigen Halteeinrichtung 30a bzw. 31a abstehenden Schwenkbolzen gebildet,
auf dem die jeweilige Trageinrichtung gelagert ist. Die Schwenkbolzen weisen einen
Bolzenkopf 59a bzw. 60a auf, der die jeweilige Trageinrichtung auf dem Schwenkbolzen
sichert.
[0025] Verdreht man die Trageinrichtungen 18a,19a aus der Gebrauchslage um ihre Schwenkachse
32a bzw. 33a, schwenken ihre Haupterstreckungsebenen auf eine zur Drehsäulen-Längsrichtung
parallele Längsebene hin in die Transportlage, wie es in Fig. 9 für die obere Trageinrichtung
18a dargestellt ist. Dabei schwenkt die eine Hälfte der jeweiligen Trageinrichtung
nach oben und die andere Hälfte nach unten. Für die untere Trageinrichtung 19a gilt
das gleiche, d.h. sie nimmt in der Transportlage die gleiche Lage wie obere Trageinrichtung
18a ein.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 7 sind die Schwenkachsen 32,33 dagegen
quer zu der von der Drehsäule 3 zur Türe 9,10 weisenden Richtung, d.h. quer zur Winkelhalbierenden
17, gerichtet. Sie befinden sich ferner an der der Türe zugewandten Seite der Drehsäule
3. Auch in diesem Falle sind die Trageinrichtungen 32,33 mit ihren Haupterstreckungsebenen
auf eine zur Drehsäulen-Längsrichtung parallele Längsebene hin in die Transportlage
schwenkbar, wie aus den Fig. 6 und 7 ersichtlich ist. Die beiden Trageinrichtungen
32,33 lassen sich also sozusagen zur Drehsäule 3 hin klappen. Dabei ist die Anordnung
zweckmäßigerweise so getroffen, daß die jeweilige Trageinrichtung 18 bzw. 19 aus ihrer
Gebrauchslage nach oben in Richtung gemäß Pfeil 34 bzw. 35 in die Transportlage geschwenkt
wird, in der sie parallel oder schräg zur Drehsäule ausgerichtet sein kann. Die Trageinrichtungen
können auch so weit in Richtung gemäß der Pfeile 34,35 verschwenkt werden, daß die
Drehsäule 3 zwischen die beiden jeweiligen Tragarme eingreift.
[0027] Die erwähnte Längsebene, auf die hin die Trageinrichtungen in die Transportlage geschwenkt
werden können, verläuft bei in den Eckschrank eingebautem Beschlag in vertikaler Richtung.
[0028] Für beide Ausführungsbeispiele gilt, daß sowohl die der oberen Trageinrichtung 18;18a
zugeordnete Halteeinrichtung 30;30a als auch die der unteren Trageinrichtung 19;19a
zugeordnete Halteeinrichtung 31;31a ohne sonstige Veränderung der von einem Rundrohr
gebildeten Drehsäule 3;3a an diese angeschweißt ist. Dabei weist die obere Halteeinrichtung
30;30a in den dargestellten Fällen ein U-förmiges Profilstück 36;36a auf, bei dem
die beiden Profilstückschenkel 37,38;37a,38a von der Drehsäule 3;3a durchgriffen werden
und an diese angeschweißt sind. Das Profilstück 36;36a könnte auch einen anderen Querschnitt
haben und beispielsweise von einem Vierkantstück gebildet werden.
[0029] Die untere Halteeinrichtung 31;31a weist dagegen zwei kleinere Profilstücke 39,40;39a,40a
auf, die an einander entgegengesetzten Stellen an die Drehsäule 3;3a angeschweißt
sind. Auch diese Profilstücke 39,40;39a,40a können beispielsweise einen U-förmigen
oder einen rechteckigen Querschnitt haben oder sonstwie geformt sein.
[0030] Die Halteeinrichtungen 30,31;30a,31a bilden eine feststehende Stützfläche 41 bzw.
42; 41a, an der sich die Trageinrichtung 18 bzw. 19; 18a bzw. 19a in ihrer Gebrauchslage
abstützt.
[0031] Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 7 ist die jeweilige Stützfläche 41 bzw.
42 an einem zumindest im wesentlichen vertikalen Plattenstück 43 bzw. 44 der Halteeinrichtung
30 bzw. 31 angeordnet und wird im dargestellten Falle von vom jeweiligen Plattenstück
abstehenden Vorsprüngen gebildet. Das Plattenstück 43 bzw. 44 ist an der der Trageinrichtung
18 bzw. 19 zugewandten Seite auf das Profilstück 36 bzw. die Profilstücke 39,40 aufgeschweißt.
Das Plattenstück 43,44 weist ferner oben eine Lagerösenanordnung zum Halten des die
Schwenkachse 32 bzw. 33 bildenden Achsbolzens auf. Dabei wird die Lagerösenanordnung
von zwei mit Abstand zueinander angeordneten, die beiden Endbereiche der Schwenkachse
32 bzw. 33 aufnehmenden Lagerösen 45,46 bzw. 47,48 gebildet. Im Bereich zwischen den
beiden lagerösen 45,46 bzw. 47,48 durchgreift die Schwenkachse 32 bzw. 33 ein an der
Trageinrichtung 18 bzw. 19 angeordnetes Lagerauge 49 bzw. 50.
[0032] Auch beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 8 bis 11 weisen die Halteeinrichtungen
30a,31a ein im wesentlichen vertikales Plattenstück 43a,44a auf. Dieses Plattenstück
ist ebenfalls an der der Schwenkachse 32a bzw. 33a zugewandten Seite auf das Profilstück
36a bzw. die Profilstücke 39a,40a aufgeschweißt. Von diesem Plattenstück steht die
Schwenkachse 32a bzw. 33a ab.
[0033] Im Falle der Fig. 8 bis 11 ist die Stützfläche 41a nicht vertikal sondern von der
Halteeinrichtung 30a bzw. 31a abstehend angeordnet, so daß die jeweilige Halteeinrichtung
30a bzw. 31a in der Gebrauchslage untergriffen wird. Dabei ist die Stützfläche 41,
seitlich versetzt zur Schwenkachse 32a bzw. 33a angeordnet, so daß das Verschwenken
der jeweiligen Trageinrichtung - diese hebt dabei von der Stützfläche ab - nicht behindert
wird. Die der unteren Trageinrichtung 19a zugeordnete Stützfläche ist nicht gezeigt,
sie kann jedoch entsprechend der oberen Stützfläche 41a ausgebildet und angeordnet
sein. Aus den Fig. 8 bis 10 geht hervor, daß die Stützfläche von einer von der jeweiligen
Halteeinrichtung, beispielsweise von dem Plattenstück 43a bzw. 44a abstehenden Auflagerelement
(61a) gebildet werden kann.
[0034] Bei beiden Ausführungsformen können die Trageinrichtungen 18,19; 18a,19a in der Gebrauchslage
mittels einer federnden Rasteinrichtung mit der Halteeinrichtung 30,31;30a,31a verrastet
sein. Bei den Ausführungsbeispielen enthält die Rasteinrichtung eine Blattfeder 51,52;51a
(im Falle der Fig. 8 bis 11 ist die untere Rasteinrichtung nicht eingezeichnet), die
von der Halteeinrichtung 30,31; 30a,31a, gehalten wird und in der Gebrauchslage ein
an der Trageinrichtung 18,19;18a,19a angeordnetes Rast-Gegenstück 53;53a(aus der Zeichnung
geht nur das Rast-Gegenstück 53;53a der oberen Trageinrichtung 18;18a hervor; an der
unteren Trageinrichtung 19; 19a befindet sich ein entsprechendes Rast-Gegenstück)
von unten her hintergreift. Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, kann es sich bei dem
Rast-Gegenstück 53;53a um eine an der Trageinrichtung angeordnete Stegpartie 54;54a
handeln, die nach unten hin frei endet, so daß sie beim Schwenken der Trageinrichtung
nach unten in Eingriff mit der Blattfeder gelangen kann. Anstelle der Blattfeder könnte
auch eine Drahtfeder vorgesehen sein. Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 8 bis
11 ist die Blattfeder 51a wie die Stützfläche 41a seitlich versetzt zur Drehsäule
3a angeordnet und kann beispielsweise das Auflagerelement 61a durchgreifen.
[0035] Bei beiden aus der Zeichnung hervorgehenden Beschlägen erstreckt sich die obere Trageinrichtung
18;18a einseitig von der zugehörigen Halteeinrichtung 30;30a weg. Demgegenüber weist
die untere Trageinrichtung 19;19a eine großflächigere Gestalt auf, so daß sie die
Drehsäule 3;3a umschließt, wie aus den Fig. 5 und 11 ersichtlich ist. Dabei handelt
es sich bei den Ausführungsbeispielen bei diesem Bereich um eine Metallplatte 55;55a,
die einen nach unten abgekanteten Rand 56;56a haben kann. Die großflächige Gestalt
hängt damit zusammen, daß an der Unterseite der unteren Trageinrichtung 19;19a die
die Türflügelbewegung steuernde Steuereinrichtung angeordnet ist, die in der Zeichnung
fehlt.
[0036] Die untere Trageinrichtung 19;19a, d.h. bei den Ausführungsbeispielen die Metallplatte
55;55a, weist eine in der Gebrauchslage von der Drehsäule 3;3a durchsetzte Durchtrittsöffnung
57;57a auf, die seitlich der Schwenkachse 33;33a und dabei an der den Tragarmen 22,23;22a,23a
entgegengesetzten Seite der Schwenkachse 33;33a angeordnet ist. Dabei ist die Durchtrittsöffnung
57 so groß, daß die Drehsäule 3;3a beim Überführen der Trageinrichtung 19;19a in die
Transportlage in der Durchtrittsöffnung 57;57a schwenkbar ist. In der aus Fig. 7 hervorgehenden
Transportlage ist der untere Endbereich 58 der Drehsäule 3 ganz durch die Durchtrittsöffnung
57 geschwenkt worden.
[0037] Es versteht sich, daß für die Ausbildung der Halteeinrichtungen, der Anlenkung der
Trageinrichtungen an den Halteeinrichtungen, der Rasteinrichtungen und der Stützflächen
im einzelnen auch andere Möglichkeiten in Frage kommen. Ferner könnte die Drehsäule
anstatt einem kreisrunden auch einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweisen.
Des weiteren könnten die Schwenkachsen unmittelbar an der Drehsäule angebracht sein.
Ferner könnten sich die Stützflächen unmittelbar an der Drehsäule befinden.
[0038] Schließlich wird noch darauf hingewiesen, daß im Unterschied zu den dargestellten
Fällen beide Trageinrichtungen nur zu einer Seite abstehen oder die Drehsäule umschließen
könnten.
1. Beschlag für einen Eckschrank, insbesondere Kücheneckschrank, zum Halten von Fachböden,
mit einer drehbar im Eckschrank zu lagernden Drehsäule, an der eine obere und eine
untere Trageinrichtung für die über Eck gehende Eckschranktüre in Längsrichtung der
Drehsäule mit Abstand zueinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trageinrichtungen (18,19;18a,19a) jeweils um eine quer zur Drehsäule gerichtete Schwenkachse
(32,33;32a, 33a) schwenkbar mit der Drehsäule (3;3a) verbunden sind, so daß die Trageinrichtungen
aus ihrer von der Drehsäule abstehenden Gebrauchslage, in der ihre Haupterstreckungsebenen
quer zur Drehsäule liegen, in eine Transportlage schwenkbar sind, in der der Beschlag
eine mit Bezug auf die Gebrauchslage flachere Gestalt aufweist.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen (32a,33a bzw.
32,33) in Richtung zur Eckschranktüre (9,10) hin oder quer zu dieser Richtung gerichtet
sind.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trageinrichtungen
(18,19) aus ihrer Gebrauchslage nach oben in die Transportlage schwenkbar sind.
4. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen
(32,33;32a,33a) jeweils an einer starr, insbesondere durch Verschweißen, mit der Drehsäule
(3;3a) verbundenen Halteeinrichtung (30,31;30a,31a) angeordnet sind.
5. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehsäule
oder die Halteeinrichtungen(30,31;30a, 31a) eine feststehende Stützfläche (41,42;41a)
bilden, an der sich die jeweilige Trageinrichtung (18,19;18a,19a) in ihrer Gebrauchslage
abstützt.
6. Beschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei quer zu der zur Eckschranktüre
weisenden Richtung verlaufender Schwenkachse (32,33) die Stützfläche (41,42) an einem
zumindest im wesentlichen vertikalen Plattenstück (43,44) der jeweiligen Halteeinrichtung
(30,31) angeordnet ist, das oben eine Lagerösenanordnung (45,46 bzw. 47,48) zum Halten
eines die Schwenkachse bildenden Achsbolzens aufweist.
7. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige
Trageinrichtung (18,19;18a,19a) in der Gebrauchslage mittels einer federnden Rasteinrichtung
mit der Drehsäule oder der zugehörigen Halteeinrichtung (30,31;30a, 31a) verrastet
ist.
8. Beschlag nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteinrichtung eine feststehend
gelagerte Blatt- oder Drahtfeder (51,52;51a) enthält, die in der Gebrauchslage ein
an der Trageinrichtung (18,19;18a,19a) angeordnetes Rast-Gegenstück (53; 53a) von
unten her hintergreift.
9. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle einer
die Drehsäule (3,3a) umschließenden Trageinrichtung (19;19a) die Trageinrichtung im
Bereich der Drehsäule (3;3a) eine in der Gebrauchslage von der Drehsäule (3;3a) durchsetzte,
seitlich der Schwenkachse (33;33a) angeordnete Durchtrittsöffnung (57;57a) aufweist,
die so groß ist, daß die Drehsäule (3;3a) beim Überführen der Trageinrichtung (19;19a)
in der Durchtrittsöffnung (57;57a) schwenkbar ist.