[0001] Die Erfindung betrifft eine Regeleinrichtung für Gasbrenner gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Eine solche Regeleinrichtung ist aus der Zusammenfassung der JP 600
800 18 bekannt.
[0002] Regeleinrichtungen für Gasbrenner dienen der Bereitstellung eines Gas/Luft-Gemisches,
also dem Zuführen eines Gasstroms und eines Verbrennungsluftstroms zu einem Brenner.
Der Gasstrom durch ein Gasventil ist dabei in Abhängigkeit vom Verbrennungsluftdruck
einstellbar. Derartige Regeleinrichtungen sind aus DE 24 27 819 B2, AT-PS 190 195
und DE 37 07 883 C1 bekannt.
[0003] Es sind Regeleinrichtungen für Gasbrenner bekannt, bei denen das Übersetzungsverhältnis
zwischen Gasdruck und Verbrennungsluftdruck bzw. zwischen Gasstrom und Verbrennungsluftstrom
variabel ist. Bei allen bekannten Regeleinrichtungen erfolgt die erforderliche Druckmessung
mit Hilfe einer Membran, also auf pneumatischem Weg. Dieser pneumatische Weg verfügt
jedoch über eine Vielzahl von Nachteilen, die allesamt den Anwendungsbereich bekannter
Regeleinrichtungen einschränken. So schränken die Hysterese-Eigenschaften der Membran
und die zwischen der Membran und dem Gasventil wirkenden Kräfte den Arbeitsbereich
und damit den Anwendungsbereich ein. Des weiteren bewirkt das Zusammenspiel zwischen
den erforderlichen kleinen Stellkräften und den Betriebstoleranzen der Membran infolge
von Störeinflüssen wie Temperaturschwankungen oder dergleichen eine Einschränkung
des Anwendungsbereichs bekannter Regeleinrichtungen.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, eine Regeleinrichtung
für Gasbrenner zu schaffen, die die obigen Nachteile vermeidet und damit einen größeren
Anwendungsbereich aufweist.
[0005] Dieses Problem wird durch eine Regeleinrichtung für Gasbrenner mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der Beschreibung. Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Regeleinrichtung mit weiteren Baugruppen in schematisierter
Darstellung.
[0007] Die in der Zeichnung dargestellte Regeleinrichtung dient der Bereitstellung eines
Gas/Luft-Gemisches für einen nicht-dargestellten Gasbrenner.
[0008] Über eine erste Leitung 10 ist dem nicht-dargestellten Brenner ein Gasstrom zuführbar.
Der den Gasstrom führenden ersten Leitung 10 sind ein Gasregelventil 11 sowie zwei
Gassicherheitsventile 12, 13 zugeordnet. Das Gasregelventil 11 sowie die Gassicherheitsventile
12, 13 können beliebig ausgestaltet sein. Aufbau und Arbeitsweise von Gassicherheitsventilen
sowie Gasregelventilen sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt.
[0009] Dem nicht-dargestellten Brenner ist desweiteren über eine zweite Leitung 14 ein Verbrennungsluftstrom
zuführbar. Der Verbrennungsluftstrom wird von einem Gebläse 15 erzeugt, dessen Drehzahl
durch einen dem Gebläse 15 zugeordneten Motor 16 bestimmt wird.
[0010] Innerhalb der den Verbrennungsluftstrom führenden zweiten Leitung 14 ist eine Blende
oder Drosselstelle 17 angeordnet. Im Bereich hinter der Drosselstelle 17 mündet die
den Gasstrom führende erste Leitung 10 in die den Luftstrom führende zweite Leitung
14. In diesem Bereich wird die den Gasstrom führende erste Leitung 10 von einer Gasdüse
18 abgeschlossen.
[0011] Zwischen der den Gasstrom führenden ersten Leitung 10 und der den Verbrennungsluftstrom
führenden zweiten Leitung 14 ist ein Sensor 19 angeordnet. Mit einem ersten Meßpunkt
20 ist der Sensor 19 an der den Gasstrom führenden ersten Leitung 10 angeschlossen,
nämlich in Strömungsrichtung des Gases vor der Gasdüse 18. Mit einem zweiten Meßpunkt
21 ist desweiteren der Sensor 19 an der den Verbrennungsluftstrom führenden zweiten
Leitung 14 angeschlossen, nämlich in Strömungsrichtung der Verbrennungsluft vor der
Drosselstelle 17.
[0012] Der Sensor 19 ist als Differenzdruck-Sensor, insbesondere als Durchflußmesser bzw.
Anemometer, ausgebildet. Mit Hilfe des Sensors 19 ist demnach die Druckdifferenz zwischen
dem Gasdruck und dem Verbrennungsluftdruck bestimmbar.
[0013] In dem Fall, in dem der Gasdruck mit dem Verbrennungsluft übereinstimmt, ist der
Durchfluß durch den als Durchflußmesser bzw. Anemometer ausgebildeten Sensor 19 gleich
Null. Im Falle eines gegenüber dem Gasdruck höheren Verbrennungsluftdrucks ist ein
Durchfluß vom zweiten Meßpunkt 21 in Richtung auf den ersten Meßpunkt 20 detektierbar.
Hingegen ist im Falle eines gegenüber dem Gasdruck geringeren Verbrennungsluftdrucks
ein Durchfluß von dem ersten Meßpunkt 20 in Richtung auf den zweiten Meßpunkt 21 vom
Sensor 19 detektierbar. Aus der Menge des Durchflusses durch den Sensor 19 sowie der
Durchflußrichtung sind demnach die Druckverhältnisse von Gasdruck und Verbrennungsluftdruck
durch den Sensor 19 bestimmbar.
[0014] Abhängig von diesen Druckverhältnissen erzeugt der Sensor 19 ein elektrisches bzw.
elektronisches Signal 22. Dieses elektrische bzw. elektronische Signal 22 wird einem
Steuergerät bzw. Regelgerät 23 zugeführt, welches ein Regelungssignal 24 für einen
Stellantrieb 25 des Gasregelventils 11 erzeugt.
[0015] Zur Gewährleistung eines variablen Übersetzungsverhältnisses zwischen Gasdruck und
Verbrennungsluftdruck bzw. Gasstrom und Verbrennungsluftstrom wird das elektrische
bzw. elektronische Signal 22 des Sensors 19 in einer Summiereinrichtung 26 mit einem
Hilfssignal 27 verrechnet, und zwar bevor das Signal 22 dem Regelgerät 23 zugeführt
wird. Dem Regelgerät 23 wird demnach als Eingangssignal das Ausgangssignal 30 der
Summiereinrichtung 26 zugeführt, wobei das Ausgangssignal 30 eine additive Überlagerung
der Signale 22, 27 ist.
[0016] Bei dem Hilfssignal 27 handelt es sich um ein von einer Drehzahl des Gebläses 15
funktional abhängiges Signal. Das Hilfssignal 27 wird in einer Auswerteeinrichtung
28 aus einem Drehzahlsignal 29 des Gebläses 15 bzw. des Motors 16 des Gebläses 15
gewonnen. Da das Hilfssignal 27 von der Drehzahl des Gebläses 15 funktional abhängig
ist, folgt unmittelbar, daß das Hilfssignal 27 vom Verbrennungsluftstrom bzw. Verbrennungsluftdruck
abhängig ist.
[0017] In Abweichung vom gezeigten Ausführungsbeispiel ist es möglich, das Hilfssignal 27
auf andere Art und Weise zu generieren. So ist es nicht zwingend erforderlich, daß
das Hilfssignal 27 ausgehend von der Drehzahl des Gebläses ermittelt wird. Auch ist
es denkbar, einen zusätzlichen, nicht dargestellten Sensor zur Ermittlung des Verbrennungsluftstroms
und damit zur Generierung des Hilfssignals 27 vorzusehen.
[0018] Zur Bereitstellung eines Gas/Luft-Gemisches mit einem variablen Übersetzungsverhältnis
zwischen Gasdruck und Verbrennungsluftdruck wird demzufolge mit der erfindungsgemäßen
Regeleinrichtung wie folgt vorgegangen:
[0019] Mit Hilfe des Sensors 19 wird ein elektrisches bzw. elektronisches Signal 22 ermittelt,
das dem Druckunterschied zwischen dem Gasdruck und dem Verbrennungsluftdruck entspricht.
Dieses elektrische bzw. elektronische Signal 22 wird mit einem Hilfssignal 27 verrechnet.
Hierzu werden das elektrische bzw. elektronische Signal 22 und das Hilfssignal 27
addiert. Das Hilfssignal 27 hängt vom Verbrennungsluftstrom, insbesondere von der
Drehzahl des Gebläses 15, ab. Das aus den Signalen 22, 27 ermittelte Ausgangssignal
30 der Summiereinrichtung 26 wird einem Regelgerät 23 zugeführt, das ein Regelungssignal
24 für den Stellantrieb 25 des Gasregelventils 11 erzeugt. Das Regelsignal 24 wird
hierbei derart ermittelt, daß das Regelgerät 23 den Gasstrom dahin gehend ändert,
daß das Eingangssignal für das Regelgerät 23, also das aus den Signalen 22, 27 ermittelte
Signal 30, einen Betrag von Null annimmt.
[0020] In der Auswerteeinrichtung 28 ist ein Faktor bestimmbar, der das Übersetzungsverhältnis
zwischen Gasstrom und Verbrennungsluftstrom bestimmt. Bei diesem Faktor handelt es
sich um einen Multiplikationsfaktor. Je höher dieser Multiplikationsfaktor ist, desto
höher ist das Übersetzungsverhältnis. Über eine Variation des Multiplikationsfaktors
ist das Übersetzungsverhältnis variierbar.
Bezugszeichenliste:
[0021]
- 10
- Leitung
- 11
- Gasregelventil
- 12
- Gassicherheitsventil
- 13
- Gassicherheitsventil
- 14
- Leitung
- 15
- Gebläse
- 16
- Motor
- 17
- Drosselstelle
- 18
- Gasdüse
- 19
- Sensor
- 20
- Meßpunkt
- 21
- Meßpunkt
- 22
- Signal
- 23
- Regelgerät
- 24
- Regelungssignal
- 25
- Stellantrieb
- 26
- Summiereinrichtung
- 27
- Hilfssignal
- 28
- Auswerteeinrichtung
- 29
- Drehzahlsignal
- 30
- Ausgangssignal
1. Regeleinrichtung für Gasbrenner zur Bereitstellung eines Gas/Luft-Gemisches, nämlich
zum Zuführen eines Gasstroms und eines Verbrennungsluftstroms zu einem Brenner, wobei
das Übersetzungsverhältnis zwischen Gasdruck und Verbrennungsluftdruck variabel ist,
wobei
a) zwischen einer den Gasstrom führenden ersten Leitung (10) und einer den Verbrennungsluftstrom
führenden zweiten Leitung (14) ein Sensor (19) angeordnet ist,
b) der Sensor (19) mit einem ersten Messpunkt (20) an der den Gasstrom führenden ersten
Leitung (10) und mit einem zweiten Messpunkt (21) an der den Verbrennungsluftstrom
führenden zweiten Leitung (14) gekoppelt ist,
c) der Sensor (19) ein elektrisches bzw. elektronisches Signal (22) erzeugt, und
d) eine Summiereinrichtung (26) das elektrische bzw. elektronische Signal (22) des
Sensors (19) mit einem Hilfssignal (27) verrechnet,
dadurch gekennzeichnet,
e) dass das Hilfssignal (27) von dem Verbrennungsluftstom funktional abhängig ist,
und
f) dass ein Ausgangssignal (30) der Summiereinrichtung (26) einem Regelgerät (23)
zuführbar ist, wobei das Regelgerät (23) ein Regelungssignal (24) erzeugt, welches
auf ein Gasregelventil (11) einwirkt und so zur Veränderung des Gasstroms verwendet
wird.
2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfssignal (27) von einer Drehzahl eines Gebläses (15) abhängig ist, wobei das
Gebläse (15) für den Verbrennungsluftstrom sorgt.
3. Regeleiuriahtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Meßpunkt (20) in Strömungsrichtung des Gases vor einer Gasdüse (18) und
der zweite Meßpunkt (21) in Strömungsrichtung der Verbrennungsluft vor einer Drosselstelle
(17) angeordnet ist.
1. A regulating system for gas burners for providing a gas/air mixture, namely for feeding
a gas flow and a combustion-air flow to a burner, the transmission ratio between gas
pressure and combustion-air pressure being variable, having the following features:
a) a sensor (19) is arranged between a first line (10) carrying the gas flow and a
second line (14) carrying the combustion-air flow,
b) the sensor (19) is coupled by a first measuring point (20) to the first line (10)
carrying the gas flow and by a second measuring point (21) to the second line (14)
carrying the combustion-air flow,
c) the sensor (19) generates an electrical or electronic signal (22),
d) a summing device (26) balances the electrical or electronic signal (22) of the
sensor (19) with an auxiliary signal (27),
e) the auxiliary signal (27) functionally depends on the combustion-air flow,
f) an output signal (30) of the summing device (26) can be fed to a regulating unit
(23), the regulating unit (23) generating a regulating signal (24) which acts on a
gas-regulating valve (11) and is thus used for varying the gas flow.
2. The regulating system as claimed in claim 1, characterized in that the auxiliary signal (27) depends on a rotational speed of a fan (15), the fan (15)
providing for the combustion-air flow.
3. The regulating system as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the first measuring point (20) is arranged upstream of a gas nozzle (18) in the direction
of flow of the gas and the second measuring point (21) is arranged upstream of a choke
point (17) in the direction of flow of the combustion air.
1. Dispositif de régulation pour brûleurs à gaz pour préparer un mélange de gaz et d'air,
à savoir pour amener un courant de gaz et un courant d'air de combustion à un brûleur,
le rapport entre la pression du gaz et la pression de l'air de combustion étant variable,
dans lequel
a) entre une première conduite (10) qui transporte le courant de gaz et une deuxième
conduite (14) qui transporte le courant d'air de combustion, est disposé un capteur
(19),
b) le capteur (19) est raccordé à un premier point de mesure (20) sur la première
conduite (10) qui transporte le courant de gaz et à un deuxième point de mesure (21)
sur la deuxième conduite (14) qui transporte le courant d'air de combustion,
c) le capteur (19) produit un signal électrique ou électronique (22), et
d) un dispositif d'addition (26) compense le signal électrique ou électronique (22)
du capteur (19) avec un signal auxiliaire (27),
caractérisé
e) en ce que le signal auxiliaire (27) dépend de manière fonctionnelle du courant
d'air de combustion, et
f) en ce qu'un signal de sortie (30) du dispositif d'addition (26) peut être amené
à un appareil de régulation (23), l'appareil de régulation (23) produisant un signal
de régulation (24) qui agit sur une vanne de régulation de gaz (11) et qui est ainsi
utilisé pour modifier le courant de gaz.
2. Dispositif de régulation selon la revendication 1, caractérisé en ce que le signal auxiliaire (27) dépend de la vitesse de rotation d'une soufflante (15),
la soufflante (15) assurant le courant d'air de combustion.
3. Dispositif de régulation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier point de mesure (20) est disposé, par rapport au sens d'écoulement du
gaz, en amont d'un injecteur de gaz (18), et le deuxième point de mesure (21), par
rapport au sens d'écoulement de l'air de combustion, en amont d'un point d'étranglement
(17).