[0001] Die Erfindung betrifft einen ringförmigen Stützkörper zum Stützen der Lauffläche
eines Fahrzeugluftreifens in einem Fahrzeugrad im Notlauf bzw im Pannenlauf des Fahrzeugrades
durch Abstützen des Laufstreifens auf der radialen Außenfläche des ringförmigen Stützkörpers
sowie ein Fahrzeugrad mit einem derartigen Stützring.
[0002] Ein ringförmiger Stützkörper zum Stützen der Lauffläche eines Fahrzeugluftreifens
in einem Fahrzeugrad im Notlauf bzw im Pannenlauf eines Fahrzeugrades durch Abstützen
des Laufstreifens auf der radialen Außenfläche des ringförmigen Stützkörpers,
wobei der ringförmige Stützkörper aus elastomerem Material und mit einer Profilierung
ausgebildet ist, die parallele Profilrillen umfaßt, wobei zwischen jeweils zwei benachbarten
Profilrillen eine Profilrippe eingeschlossen ist, die in ihrer Querschnittskontur
in einer Schnittfläche senkrecht zum Rippenverlauf seitlich zu den sie einschließenden
Profilrillen jeweils durch eine Seitenfläche und durch eine die beiden Seitenflächen
in ihrem radialen Endbereich verbindende radiale Außenseite begrenzt wird, ist beispielsweise
aus der EP 0 796 747 A1 bekannt.
[0003] Für gute Stützwirkung mit hoher Haltbarkeit im Notlauf bzw Pannenlauf ist eine möglichst
große stützende Kontaktfläche wünschenswert. Um guten Komfort und gutes Notlauf- bzw
Pannenlaufhandling im Notlauf bzw Pannenlauf zu gewährleisten, werden die Stützelemente
mit Profilrippen und Profilrillen wie beispielsweise in der EP 0 796 747 A1 dargestellt
ausgebildet.
[0004] Die Querschnittskontur in einer Schnittfläche senkrecht zum Rippenverlauf dieser
Profilrippen ist im wesentlichen rechteckig. Die Seitenflächen erstrecken sich geradlinig
in radialer Richtung nach außen. Die radiale Außenseite dieser jeweils zwischen zwei
Profilrillen angeordneten Profilrippen bilden jeweils zylindrische Mantelfächen, so
daß im Not- bzw Pannenlauf im Moment des Berührkontakts des Stützkörpers mit der Lauffläche
die Lauffläche unmittelbar auf der gesamten Breite der radialen Außenseite der einzelnen
Profilrippe aufliegt und gestützt wird. Hierdurch wird ― wie für gute Haltbarkeitseignung
gewünscht - eine große Stützfläche im Notlauf bzw Pannenlauf erzielt. Die Kontur der
Profilrippe entspricht bei den bekannten Stützkörpern im wesentlichen der Kontur von
Profilrippen im Laufstreifen eines Fahrzeugluftreifens, bei der die Profilrippen zur
Erzielung guter Bodenhaftung eine im wesentlichen zylindrische radiale Außenfläche
aufweisen.
[0005] Erfordernisse - wie beispielsweise Traktion, Nassgriff u.a. - wie sie von Mischungen
für den Laufstreifen gefordert werden, werden für die Notlaufstützfläche nicht gefordert.
Bei Notlaufstützkörpern werden aufgrund der abweichenden Anforderungen an die Notlaufstützfläche
gegenüber der Lauffläche des Fahrzeugluftreifens in der Regel weichere Gummimischungen
bevorzugt, die besonderen Komfort im Notlauf ermöglichen sollen, abriebfest sind und
nur geringen Wärmeaufbau ermöglichen sollen.
[0006] Im Not- bzw Pannenlauf unterliegen die Profilrippen starken Wechselbeanspruchungen,
insbesondere Biegebeanspruchungen um ihre Längsachse. Die starken, wechselnden Verbiegungen
können dabei bereits nach relativ kurzer Belastungszeit besonders bei weichen Materialien
im Profilaufbau zum Ausreißen in den Übergangsbereichen zwischen Seitenwand und radialer
Außenseite und im Übergangsbereich der Profilrippen und zwischen Seitenwand und Profilrillengrund
führen. Darüberhinaus kann durch die Wechselbiegung in ungewünschtem Maße Wärme im
Profil erzeugt. Auch hierdurch kann das Profil frühzeitig zerstört werden. Die Haltbarkeit
wird somit trotz großer effektiver Stützfläche reduziert. Die Funktionsfähigkeit eines
Fahrzeugrades mit einem derartigen Stützkörper im Notlauf- bzw Pannenlauf kann hierdurch
unerwünscht zeitlich stark begrenzt werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde in einfacher Weise die Notlauf- bzw Pannenlauffähigkeit
eines Ringförmigen Stützkörpers zum Stützen der Lauffläche eines Fahrzeugluftreifens
in einem Fahrzeugrad im Notlauf bzw im Pannenlauf des Fahrzeugrades durch Abstützen
des Laufstreifens auf der radialen Außenfläche des ringförmigen Stützkörpers gemäß
den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 beim Einsatz im Not- bzw Pannenlauf
in einem Fahrzeugrad zu verbessern.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Ausbildung eines ringförmigen Stützkörpers
zum Stützen der Lauffläche eines Fahrzeugluftreifens in einem Fahrzeugrad im Notlauf
bzw im Pannenlauf des Fahrzeugrades durch Abstützen des Laufstreifens auf der radialen
Außenfläche des ringförmigen Stützkörpers gemäß den Merkmalen von Anspruch 1 bzw durch
ein Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von Anspruch 15 gelöst.
[0009] Die Ausbildung der zwischen den Profilrillen angeordneten Profilrippe mit einer im
unbelasteten Zustand im Bereich der radialen Außenseite konvex gekrümmten Querschnittskontur
bewirkt, daß im Moment des Berührkontakts mit der Lauffläche des Fahrzeugreifens im
Notlauf bzw Pannenlauf zunächst nur im wesentlichen linienförmiger Berührkontakt zwischen
Profilrippe und Lauffläche auftritt und danach unter der Belastung die Profilrippe
zumindest in ihrem äußeren radialen Bereich radial komprimiert wird, wobei die radiale
Außenseite aufgeweitet wird, sodaß im Zustand der eigentlichen Stützwirkung eine entsprechend
größere effektive Stützfläche zwischen Profilrippen und Lauffläche erzeugt wird. Das
verzögerte Auftreten der effektiven Größe der Stützfläche durch Verformung der im
unbelasteten Zustand konvexen Profilrippe erhöht zusätzlich den Komfort des Fahrzeugrades
im Notlauf bzw Pannenlauf. Darüberhinaus wird die Profilrippe aufgrund der unterschiedlichen
radialen Erstreckungen entland des konvexen Krümmungsverlaufs im belasteten Zustand
zusätzlich versteift, sodaß die Wechselbelastungen weniger ausgeprägte Verbiegungen
der Profilrippe zur Folge hat. Die Wärmeentstehung kann reduziert werden. Die Zerstörunggefahr
durch Ausreißen der Profilrippe kann weitgehend verhindert werden. Die Haltbarkeit
des Stützkörpers im Notlauf bzw Pannenlauf wird verbessert.
[0010] Durch Ausbildung des Stützkörpers gemäß den Merkmalen von Anspruch 2 wird zusätzlich
die Anbindung der Profilrippe an den Rillengrund versteift, sodaß die Gefahr einer
Rißbildung im Übergangsbereich zwischen Profilrippe und Profilrillengrund zuverlässig
minimiert werden kann.
[0011] Durch Ausbildung des Stützkörpers mit geneigten Seitenwänden der Profilrippen gemäß
den Merkmalen von Anspruch 3 wird die Biegesteifigkeit der Profilrippen zusätzlich
erhöht und die Zerstörungsgefahr kann weiter reduziert werden.
[0012] Die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 4 ermöglicht einen fließenden Übergang
der Konturgebung einer Profilrippe, wodurch die Steifigkeit zusätzlich erhöht werden
kann.
[0013] Bevorzugt, weil besonders steif und rißfest, ist die Ausbildung mit stetigem fließendem
Verlauf aus der Profilrille bis zur nächsten Profilrille gemäß den Merkmalen von Anspruch
5. Die Ansprüche 6 und 7 beinhalten bevorzugte Ausführungen dieses Verlaufs.
[0014] Bevorzugt ist eine Ausbildung gemäß den merkmalen von Anspruch 8, wobei die Länge
der maximalen radialen Erstreckung der Profilrippe im unbelasteten Zustand des Stützelements
ausgehend vom Rillengrund der benachbarten Rillen bis zur maxialen radialen Erstreckung
der Profilrippe im Bereich zwischen dem halben und dem dritten Teil der radialen Erstreckung
des ringförmigen Stützkörpers gemessen von dessen radialer Innenseite im Bereich der
Profilrippe und der maximalen radiale Erstreckung der Profilrippe ausgebildet ist.
[0015] Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 9, da hierdurch
die Gefahr gegenseiteiger negativer Beeinflussung der Profilierung vom Laufstreifen
und der des Stützelements im Notlauf bzw Pannenlauf auf die jeweilige Funktion zuverlässig
minimiert werden kann.
[0016] Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 10.
[0017] Bevorzugt ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 11, wobei die Profilrippen,
die jeweils von zwei benachbarten Profilrillen eingeschlossen werden, in Umfangsrichtung
des Stützkörpers ausgerichtet sind und sich über den gesamten Umfang des Stützkörpers
erstrecken. Die Ansprüche 12 und 13 stellen bevorzugte Ausführungen dar. Die Ausbildung
der Profilrippen mit einem in Umfangsrichtung periodisch gekrümmten ― insbesondere
wellenförmigen - Verlauf ermöglicht eine zusätzliche Versteifung der Profilrippen,
die eine besonders gute Einstellung der Handlingeigenschaften des Fahrzeugrades im
Notlauf bzw Pannenlauf ermöglichen. Bevorzugt sind die Amplituden und/oder Frequenz
der periodischen Krümmung über den Umfang konstant.
[0018] Die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 14 ermöglicht eine zusätzliche Versteifung
der Profilrippen durch gegenseitige Anbindung.
[0019] Bevorzugt ist die Ausbildung eines Fahrzeugrades gemäß den Merkmalen von Anspruch
16 zur Erzielung besonders guter Notlaufeigenschaften, da im Notlauf hierdurch Kräfte
aus dem Laufstreifen in gleicher axialer Position in die Felge eingeleitet werden
können wie im Normalbetrieb.
[0020] Die Ausbildung des Fahrzeugrads nach Anspruch 17 ermöglicht in einfacher Weise, daß
die Felgenmantelfläche vollständig zur Ausgestaltung einer Notlaufstützfläche zur
Verfügung steht und der Reifen dennoch zuverlässig und einfach und zwar in der Stirnfläche
der Felge befestigt werden kann. Nach Einführen des Wulstes in die Ringkammer wird
der Füllring in die Ringkammer eingeschoben und der Wulst hierdurch formschlüssig
zur Ringkammer fixiert.
[0021] Bevorzugt ist die Ausbildung eines Fahrzeugrads gemäß den Merkmalen von Anspruch
18. Der in seiner Umfangslänge ― insbesondere elastisch ― veränderbare Wulstkern ermöglicht
die Montage des Wulstes durch Bewegung über die radial äußere Mantelfläche der Felge
― insbesondere über die Notlaufstützfläche - mit einem größeren Wulstkerndurchmesser
als im befestigten Betriebszustand des Wulstes und zur Bewegung über das Felgenhorn
mit einem kleineren Wulstkerndurchmesser als im befestigten Betriebszustand, sodaß
die Ausbildung der radial äußeren Mantelfläche der Felge ― insbesondere der Notlaufstützflächen
- nicht mehr in Abhängigkeit vom Durchmesser des Wulstkerns im Betriebszustand und
vom inneren Felgenhorndurchmesser, sondern in erster Linie nach sonstigen Kriterien
― beispielsweise optimalen Notlaufeigenschaften entsprechend - ausgebildet werden
kann. Bevorzugt ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 19. Nach Einführen
des Wulstes in die Ringkammer wird der Füllring radial innerhalb des Wulstes axial
in die Ringkammer eingeführt, sodaß zwischen radial innerer Ringkammerwand und Füllring,
zwischen Füllring und Wulst und zwischen Wulst und radial äußerer Ringkammerwand radialer
Formschluß und zumindest zwischen Wulst und dem die axial äußeren Ringkammerwand bildenden
Felgenhorn axialer Formschluß hergestellt wird. Während des Fahrzeugradbetriebes besteht
sowohl im Normal- als auch im Notlaufbetrieb nach Druckluftverlust ein zuverlässiger
Formschluß zumindest nach axial außen und nach radial außen und nach radial innen
zwischen einstückiger Ringkammer der Felge und Wulst. Sowohl die wesentlichen axialen
als auch die radial auf den Wulst wirkenden Kräfte werden somit unmittelbar in die
im Befestigungsbereich einstückige Felge eingeleitet. In das einzige zusätzliche Element,
den Füllring, werden auch im Notlaufbetrieb keine wesentlichen axialen Kräfte eingeleitet.
Auf diese Weise kann der Wulst sogar im Notlaufbetrieb sicher und zuverlässig seine
Position in der Ringkammer beibehalten. Der in seiner Umfangslänge veränderbare Wulst
kann somit in einfacher und funktionssicherer Weise sowohl montiert als auch demontiert
werden wobei sowohl die Notlaufstüzflächen für den Notlauf optimiert als auch das
Felgenhorn hinsichtlich der axialen Stütze für den Wulst und der Wulstkern in seinem
Betriebszustand hinsichtlich seiner Eigenschaften im Betriebszustand optimiert werden
können. Besonders sicher ist die Krafteinleitung in die Felge, wenn der Wulst über
seine ganze axiale Erstreckung nach radial innen vollständig auf dem Füllring aufliegt.
Wenn der Wulst und der Füllring die Ringkammer vollständig ausfüllen, wird ein besonders
zuverlässiger Formschluss zwischen Wulst und Felge erzielt. Durch Ausbildung des Fahrzeugluftreifens
mit elastisch veränderbarer Umfangslänge des Wulstes ist besonders einfach und sicher
eine Umfangslängenveränderung von einer ersten Umfangslänge zu individuell entsprechend
den jeweiligen Erfordernissen geänderten weiteren Umfangslängen entgegen der Wirkung
rückstellender Kräfte und wieder zurück in die erste Umfangslänge unter Ausnützung
der rückstellenden Kräfte erzielbar.
[0022] Bevorzugt ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 20 zur Erzielung besonders
guter Notlaufeigenschaften, da im Notlauf hierdurch Kräfte aus dem Laufstreifen in
gleicher axialer Position in die Felge eingeleitet werden können wie im Normalbetrieb.
Darüberhinaus ist der bei beispielsweise Befahren eines Bordsteins wesentlich beanspruchte
Laufstreifenrandbereich auch im Notlauf bzw im Pannenlauf durch den Stützkörper gestützt.
Die beidseitige Anordnung ermöglicht eine besondere Sicherung beim in beiden Laufstreifenrandbereichen.
[0023] Eine alternative vorteilhafte Ausbildung zur Erzielung besonders guter Notlaufeigenschaften
ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 21, da im Notlauf hierdurch Kräfte
aus dem Laufstreifen in gleicher axialer Position in die Felge eingeleitet werden
können wie im Normalbetrieb. Darüberhinaus ist der bei beispielsweise Befahren eines
Bordsteins wesentlich beanspruchte Laufstreifenrandbereich auch im Notlauf bzw im
Pannenlauf durch den Stützkörper stützbar und der Laufstreifen über einen sehr weiten
Bereich gestützt, so daß eine große Stützwirkung auch im Kronenbereich der Lauffläche
erzielt werden kann.
[0024] Besonders vorteilhaft ist eine Ausbildung des Fahrzeugrades gemäß den Merkmalen von
Anspruch 22, bei dem der Wulstkern ein im Wulst integriert ausgebildeter Gummikern
ist. Der Gummikern ist einfach herzustellen und kann besonders einfach und zuverlässig
im Wulst verankert werden. Der Wulst kann hierdurch in einfacher, zuverlässiger Weise
in seiner Umfangslänge elastisch dehnbar ausgebildet werden. Für einen besonders sicheren
Sitz ist der Gummikern mit einer Shore -A- Härte aus dem Bereich von 80 bis 100 -
bevorzugt aus dem Bereich zwischen 85 bis 90 ― ausgebildet.
[0025] Besonders vorteilhaft, weil einfach herzustellen, zu montieren und zu demontieren
ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 23. Durch die zylindriche Ausbildung
der radial äußeren Mantelfläche des Füllrings wird darüberhinaus zusätzlich besonders
zuverlässig ein Einleiten axialer Kräfte vom Wulst in den Füllring verhindert, sodaß
die Verankerung des Wulstes noch zuverlässiger wird.
[0026] Durch die Ausbildung eines Fahrzeugrades gemäß den Merkmalen von Anspruch 24, bei
dem der größte Außendurchmesser der Notlaufstützflächen um einen Faktor zwischen 1,05
und 1,3 größer als der Innenringdurchmesser des Wulstkerns im montierten Zustand des
Fahrzeugrades beträgt, ermöglicht optimale Notlaufeigenschaften durch besonders großen
Außendurchmesser der Notlaufstützflächen bei Beibehaltung der zur Erzielung guter
Einfederung des Reifens und somit guter Komforteigenschaften optimaler kleiner Innenringdurchmesser
des Wulstkerns. Die Ausbildung eines Fahrzeugrades, bei dem der größte Außendurchmesser
der Notlaufstützflächen um einen Faktor zwischen 1,1 und 1,2 größer als der Innenringdurchmesser
des Wulstkerns im montierten Zustand des Fahrzeugrades beträgt, stellt einen opimale
Ausbildungsbereich der Standardreifendimensionen zur Lösung der Zielkonflikte zwischen
gute Notlaufeigenschften einerseits und Komfort und Gewicht des Fahrzeugrades andererseits
dar.
[0027] Die Ausbildung eines Fahrzeugrades, bei dem der Wulstkern eine Dehnbarkeit und/oder
Stauchbarkeit von 5 bis 30 % aufweist, ermöglicht eine einfache und zuverlässige Montage
trotz optimaler Notlaufeigenschaften durch Ausbildung besonders großer Außendurchmesser
der Notlaufstützflächen trotz Beibehaltung der Ausbildung der Erzielung guter Einfederung
des Reifens und somit guter Komforteigenschaften durch optimal kleine Innenringdurchmesser
des Wulstkerns. Durch einfaches ― insbesondere elastisches - Dehnen und/oder Stauchen
des Wulstes wird der Wulst jeweils auf den zur Montage bzw zur Demontage über die
Notlaufstützflächen erforderlichen optimalen Durchmesser, auf den zur Montage bzw
zur Demontage über das nach innen gerichtete Felgenhorn erforderlichen optimalen Durchmesser
und auf den zum sicheren Sitz in der Ringkammer erforderlichen optimalen Durchmesser
eingestellt. Die Ausbildung eines Fahrzeugrades, bei dem der Wulstkern eine Dehnbarkeit
und/oder Stauchbarkeit von 10 bis 20 % ermöglicht eine einfache und zuverlässige Montage
bei opimalem Ausbildungsbereich der Standardreifendimensionen zur Lösung der Zielkonflikte
zwischen guten Notlaufeigenschaften einerseits und Komfort und Gewicht des Fahrzeugrades
andererseits.
[0028] Bevorzugt ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 26, wonach der Wulstkern
eine Dehnbarkeit von 5 bis 30 % und eine Stauchbarkeit von 1 bis 5% aufweist und wonach
der Wulstkern insbesondere im montierten Zustand des Fahrzeugrades ungedehnt und ungestaucht
ist. Durch einfaches ― insbesondere elastisches - Dehnen aus dem ungedehnten und ungestauchten
Zustand wird der Wulstkern auf einen zur Montage bzw Demontage über die Notlaufstützfläche
optimal großen Durchmesser gebracht. Durch einfaches ― insbesondere elastisches ―
Stauchen aus dem ungedehnten und ungestauchten Zustand wird der Wulstkern auf einen
zur Montage bzw Demontage über das nach innen gerichtete Felgenhorn optimal kleinen
Durchmesser gebracht. Die Ausbildung eines Fahrzeugrades, bei dem der Wulstkern eine
Dehnbarkeit 10 bis 20 % und eine Stauchbarkeit von 2,5 bis 3,5 % aufweist, ermöglicht
eine einfache und zuverlässige Montage bei opimalem Ausbildungsbereich der Standardreifendimensionen
zur Lösung der Zielkonflikte zwischen guten Notlaufeigenschaften einerseits und Komfort
und Gewicht des Fahrzeugrades andererseits.Besonders vorteilhaft ist es, wenn der
Wulstkern im montierten Zustand des Fahrzeugrades ungedehnt und ungestaucht ist und
somit in Umfangsrichtung weitgehend frei von in Umfangsrichtung wirkenden inneren
Kräften ist. Besonders vorteilhaft ist hierbei die elastische dehnbare und elastisch
stauchbare Ausbildung. Der Wulstkern wird aus dem ungedehnten und ungestauchten Zustand
zur Montage über die Notlaufstützflächen den elastischen Rückstellkräften entgegenwirkend
in Umfangsrichtung gedehnt. Nach der Montage über die Notlaufstützflächen wird er
duch die Rückstellkräfte wieder in seiner Umfangslänge bis in den ungedehnten und
ungestauchten Zustand verkleinert. Zur Montage über das radial nach innen gerichtete
Felgenhorn wird der Wulstkern aus dem ungedehnten und ungestauchten Zustand den elastischen
Rückstellkräften entgegenwirkend in Umfangsrichtung gestaucht. Nach der Montage über
das Felgenhorn wird er in der Ringkammer duch die Rückstellkräfte wieder in seiner
Umfangslänge bis in den ungedehnten und ungestauchten Zustand vergrößert. In entsprechenderweise
erfolgt die Demontage.
[0029] Bevorzugt ist das Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von Anspruch 27 derart ausgebildet,
daß die axial äußere Stirnfläche als eine axiale Auflagefläche zur axialen Stütze
der unteren Reifenseitenwand ausgebildet ist. Auf diese Weise ist der Reifen bei Kurvenfahrten
im unteren Seitenwandbereich zur Erzielung guter Handlingeigenschaften axial gestützt
und kann bei besonderen Stoßbelastungen unter Aufhebung der axialen Stützwirkung bis
in den unteren Seitenwandbereich zur Erzielung guter Komforteigenschaften einfedern.
[0030] Die Erfindung wird im folgenden anhand der in den Figuren 1 bis 13 dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierin zeigen
- Fig. 1
- eine Querschnittsdarstellung eines erfindungsgemäßen Fahrzeugrades mit montiertem
Fahrzeugreifen,
- Fig. 2
- Querschnittsdarstellungen von Ausführungsformen des Füllrings,
- Fig. 3
- Querschnittsdarstellungen von Ausführungsformen des Wulstbereichs,
- Fig. 4
- schematische Darstellung zur Erläuterung der Montage und der Demontage,
- Fig. 5
- Querschnittsdarstellung des Fahrzeugrades gemäß Fig.1 mit Aufbau des Notlaufstützrings
- Fig. 6
- Querschnittsdarstellung eines Fahrzeugrades gemäß Fig.1 in zweiter Ausführungsform
- Fig. 7
- Querschnittsdarstellung eines Fahrzeugrades gemäß Fig.1 in dritter Ausführungsform
- Fig. 8
- weitere Ausführungsformen einer formschlüssigen Fixierung des Notlaufstützrings
- Fig. 9
- Querschnittsdarstellung eines Fahrzeugrades gemäß Fig.1 mit alternativer Anordnung
des Stützrings
- Fig.10
- erste erfindungsgemäße Ausführungsform der Querschnittskantur der Profilrippen und
Profilrillen der radial äußeren Oberfläche des Stützrings
- Fig.11
- zweite erfindungsgemäße Ausführungsform der Profilrippen und Profilrillen der radial
äußeren Oberfläche des Stützrings
- Fig.12
- Darstellungen zur Erläuterung des Umfangsverlaufs der Profilrippen und Profilrillen
des Stützrings
- Fig.13
- Darstellungen einer Ausführung von Profilrippen und Profilrillen des Stützrings mit
Stegen zur Anbindung benachbarter Profilrippen.
[0031] Fig. 1 zeigt ein Fahrzeugrad mit Fahrzeugluftreifen 3 und Felge 1 mit einem Verhältnis
von maximaler Höhe H zu maximaler Breite B des Fahrzeugluftreifens H/B ≤ 0,6. Der
Fahrzeugluftreifen 3 weist eine über den Umfang des Reifens und vom linken Wulstbereich
6 des Fahrzeugluftreifens zum rechten Wulstbereich 6 reichende, nicht näher dargestellte,
Innenschicht auf, über die eine Karkasse 4 radialer Bauart mit beispielsweise einer
oder zwei Karkassenlagen aufgebaut ist. Im Bereich der Lauffläche ist radial außerhalb
der Karkasse 4 ein Gürtel 5 bekannter Bauart mit beispielsweise zwei Gürtellagen aus
in Kautschuk eingebetteten Festigkeitsträgern, z.B. aus Stahlcord, aufgelegt. Der
Gürtel reicht über den gesamten Umfang des Reifens hinweg und erstreckt sich in axialer
Richtung von einem Reifenschulterbereich in den anderen.
[0032] Die Stahlcorde verlaufen im spitzen Winkel von beispielsweise 10-30 ° zur Umfangsrichtung.
Radial außerhalb der Gürtellagen ist es denkbar, eine nicht dargestellte Gürtelbandage
mit im wesentlichen zur Umfangsrichtung verlaufenden Festigkeitsträgern, beispielsweise
aus Nylon, aufzuwickeln.
[0033] Radial außerhalb des Gürtels bzw. der Gürtelbandage ist in bekannter Weise ein über
den Umfang des Reifens reichender und sich von Schulterbereich zu Schulterbereich
erstreckender Laufstreifen 15 aus Kautschukmaterial aufgelegt. Im Seitenwandbereich
9 ist Kautschukmaterial auf die Karkasse 4 aufgelegt. Das Seitenwandkautschukmaterial
reicht vom Schulterbereich bis zum Wulstbereich 6.
[0034] Die einstückig ausgebildete Felge 1 ist an ihren beiden axialen Stirnseiten jeweils
mit einer konzentrisch zur Felge angeordneten Ringkammer 10 mit einer radial inneren
Ringkammerwand 20, einer axial inneren Ringkammerwand 21, einer radial äußeren Ringkammerwand
22 und einer axial äußeren Ringkammerwand 23 einstückig ausgebildet. Die Ringkammerwand
23 begrenzt das radial nach innen gerichtete Felgenhorn 2. Axial nach innen zwischen
Felgenhorn 2 und radial innerer Ringkammerwand 20 ist eine ringförmige Durchgangsöffnung
24 von axial außen zur Ringkammer hin ausgebildet. Das Felgenhorn 2 ist an seiner
radial nach innen gerichteten Seite 25 von axial innen nach axial außen konisch erweitert
und an seiner Stirnfläche 26 gekrümmt ausgebildet. Ein einteiliger Notlaufstützring
11 mit einer axialen Breite E erstreckt sich ― wie in Fig. 5 zu erkennen ist - konzentrisch
zur Felge innerhalb des Reifens axial vom axialen Felgenrand in axialer Richtung bis
wenigstens zur Mitte der Felgenbreite F..Der Notlaufstützring 11 ist radial außen
mit einer Notlauffläche 14 ausgebildet. Die Notlaufoberfläche 14 ist profiliert mit
in axialer Richtung voneinander äquidistant zueinander angeordneten Umfangsrippen
34 versehen. Der Stützring stützt sich im axialen Bereich der Position der Ringkammer
10 auf der radial äußeren Seite des Felgenhorns 2, das die Felge am Fahrzeug zur Fahrzeugaußenseite
hin begrenzt, in radialer Richtung ab. Die Notlaufoberfläche erstreckt sich dabei
in einer Ausführung soweit in axialer Richtung, daß der Gürtel von der Gürtelkante
aus mit 50 bis 100 % seiner Gürtelbreite W, beispielsweise 80%, axial die Notlaufoberfläche
überdeckt.
[0035] Der Fahrzeugluftreifen 3 umgreift mit seinen unteren Seitenwandbereichen 16 die nach
radial innen erstreckten Hörner 2. Die Krümmung der Stirnfläche 6 des Horns entspricht
der gewünschten Reifenkontur im Bereich des Horns.
[0036] Am Ende des unteren Seitenwandbereiches 16 ist jeweils der Wulstbereich 6 mit zur
Innenseite des Reifens ausgebildeter wulstartiger Verdickung 7 ausgebildet. Der Wulst
ist mit einem in das Karkassenlagenende eingebetteten elastisch dehnbaren und elastisch
stauchbaren Kern 8 ausgebildet. Im montierten Zustand gemäß Fig. 1 füllt der Wulstbereich
6 unter Formschluß zur axial inneren Ringkammerwand 21 und zur radial äußeren Ringkammerwand
22 sowie zur axial äußeren Ringkammerwand 23 ca. 1/2 bis 2/3 des Ringkammerraums.
Radial innerhalb des Wulstes ist ein Füllring 12 radial formschlüssig zum Wulstbereich
6 nach radial außen und nach radial innen zur radial inneren Ringkammerwand 20 ausgebildet,
der sich in axialer Richtung von der Ringkammerwand 10 über die gesamte axiale Erstreckung
des Wulstbereichs 6 durch die Ringöffnung 24 hindurch nach axial außen erstreckt.
Der Füllring 12 ist über den gesamten axialen Erstreckungsbereich der Ringkammer und
somit des Wulstes an seiner radial äußeren Mantelfläche zylindrisch und axial außerhalb
der Ringkammer parallel zur radial inneren Seite des Felgenhorns 25 konisch erweitert
ausgebildet. In der Ausführung von Fig.1 erstreckt sich der Füllring 12 in axialer
Richtung bis hin zur axialen Position der Stirnseite 26 des Felgenhorns. Der Wulst
steht in der Ausführung gemäß Fig. 1 unter Formschluß nach radial außen, nach axial
innen und nach axial außen zu den geschlossenen Ringkammerwänden 22, 23, 21 und durch
den radialen Formschluß zum Füllring 12, der seinerseits in radialem Formschluß zur
geschlossenen Ringkammerwand 20 ausgebildet ist, auch zur Ringkammerwand 20 in radialem
Formschluß. Da der Wulst auf seiner gesamten Oberfläche in formschlüssigem Berührkontakt
zur einstückig ausgebildeten Ringkammer bzw. zum Füllring 12 und der Füllring 12 innerhalb
der Ringkammer seinerseits mit seiner Oberfläche in vollständigem Berührkontakt zu
den Ringkammerwänden bzw. zum Wulst ausgebildet ist, ist die Ringkammer vollständig
von Wulst und Füllring ausgefüllt. Darüber hinaus steht der untere Seitenwandbereich
16 mit der radial inneren konischen Felgenhornseite 25 und mit der korrespondierend
ausgebildeten konischen äußeren Mantelfläche des Füllrings 12 auch im axialen Erstreckungsbereich
des Felgenhorns in vollständigem Berührkontakt.
[0037] Der vollständige Formschluß des Wulstes zur Felge sichert den Sitz des Reifens auf
der Felge während des Fahrens.
[0038] Im Bereich der Stirnfläche 26 des Horns 2 der Felge liegt die Reifenseitenwand jeweils
lediglich unter Vorspannung an.
[0039] Bei Auflage eines Umfangselementes des Reifens auf die Straßenoberfläche wirken resultierende
Normalkräfte F zwischen Fahrzeugluftreifen und Straßenoberfläche. Bei der Eindämpfung
dieser Kräfte wirkt auf die Seitenwände 9 des Reifens eine resultierende Kraft F
A, die im wesentlichen in axialer Richtung wirkt und die Seitenwand leicht weiter verkrümmt.
Aufgrund der gewählten Vorspannung zwischen Stirnfläche 26 und Reifen liegt der Reifen
in diesem Normallastfall unter Reduzierung der Vorspannung immer noch an der Stirnfläche
26 an. Bei Kurvenfahrten wird im Bereich der besonders stark belasteten Kurvenaußenseite
aufgrund der eingeleiteten Kräfte die Vorspannung zwischen Stirnfläche 26 und Reifenseitenwand
erhöht. Der Fahrzeugluftreifen 3 wird somit an der besonders stark belasteten Seite
durch das Horn versteift. Ein sicheres Handling ist gewährleistet.
[0040] Bei starken Stoßwirkungen auf den Reifen wirken stärkere resultierende Kräfte F
A auf die Reifenseitenwände. Diese beulen weiter nach axial außen bei der Eindämpfung
aus. Der für die flexible Krümmung der Seitenwand hierzu zur Verfügung stehende Seitenwandbereich
reicht dabei vom Schulterbereich des Laufstreifens bis über den gesamten gekrümmten
Bereich der Stirnfläche 26. Bei starken Stößen hebt die Reifenseitenwand 9 im Bereich
der Stirnfläche 26 unter Bildung eines Spaltes zwischen Stirnfläche 26 und Reifenseitenwand
ab.
[0041] Auch besonders starke auf den Reifen einwirkende Stöße können aufgrund des großen
Krümmungsradius R und der sehr langen für die Krümmung zur Verfügung stehenden Bogenlänge
der Reifenseitenwand zwischen Reifenschulter und zylindrischer Felgenoberfläche unter
geringer Flächenbeanspruchung der gekrümmten Seitenwandoberflächen sicher eingedämpft
werden.
[0042] Der Notlaufstützring 11 erstreckt sich über den gesamten Umfangsbereich des Reifens.
Bei plötzlichem hinendruckverlust stützt sich der Reifen mit seinem Laufstreifenbereich
auf der Notlauffläche 14 ab. Frühzeitige Zerstörung und Ablösung des Reifens werden
vermieden.
[0043] Der Notlaufstützring 11 ist aus elastischem Material - beispielweise aus Gummi oder
aus gummiähnlichem Kunststoff - ausgebildet, in das eine Lage 33 von parallel zueinander
angeordneten, zugfesten Festigkeitsträgern eingebettet ist. Das elastische Material
des Notlaufstützrings ist weicher als das Gummimaterial der Lauffläche des Fahrzeugluftreifens.
Beispielsweise kann eine Vollsilicamischung bekannter Art, wie sie bei den aus Vollgummi
hergestellten Industriereifen Verwendung findet, eingesetzt werden. Die Festigkeitsträger
sind Monofilamente oder Korde aus zugfestem Material, wie es beispielsweise zur Herstellung
von Reifengürteln eingesetzt wird. Beispielsweise sind die Festigkeitsträger Monofilamente
oder Korde aus Aramid, Stahl oder sonstigen geeigneten metallischen oder textilem
Material. Die Festigkeitsträger erstrecken sich über den gesamten Umfang des Notlaufstützrings
unter einem Winkel zwischen 0° und 30° zur Umfangsrichtung.
[0044] Die Lage 33 erstreckt sich über eine Breite G, die sich in axialer Richtung wenigstens
zwischen der axialen Position der Gürtelkante und der Mitte der Gürtelbreite erstreckt.
Die Felge 1 ist im Bereich der Felgenmitte in ihrem Tiefbett einstückig mit einer
Umfangsrippe 32 ausgebildet, die sich radial wenigstens so weit erstreckt, wie das
den Notlaufstützkörper stützende Felgenhorn an seiner radialen Außenseite. Der Notlaufstützkörper
11 stützt sich mit seiner in Fig. 5 dargestellten linken Seite auf der radialen, zylindrich
ausgebildeten Außenseite des linken Felgenhorns 2 und mit seiner rechten Seite auf
der radialen Außenseite der Umfangsrippe 32 reibschlüssig ab
[0045] In einer nicht dargestellten Ausführung ist im Notlaufstützring radial auf der Lage
von Festigkeitsträgern eine weiter Lage von Festigkeitsträgern in einer der genannten
Ausbildungsmöglichkeiten eingebettet. Die Festigkeitsträger der einen Lage sind parallel
oder ― falls zur Erhöhung der Steifigkeit erforderlich - nicht parallel zu denen der
ersten Lage angeordnet. Dabei kann es sinnvoll sein, die Steigungsrichtung der Festigkeitsträger
zur axialen Richtung in der einen Lage entgegengesetzt zu der der Steigungsrichtung
der Festigkeitsträger der anderen Lage auszubilden. In gleicher Weise ist es in weiteren
Ausführungen möglich auf die zweite Lage noch eine oder mehrere weiter Lagen von Festigkeitsträgern
in denStützring einzubetten.
[0046] Fig. 2a zeigt eine vergrößerte Detaildarstellung des äußeren Randbereichs der Felge
von Fig.1. In Fig.2a ist erkennbar, daß sich die Innenseite 25 des Felgenhorns von
der Ringkammerwand 23 ausgehend unter Einschluß eines Winkels α zur Radachse nach
axial außen hin bis zur gekrümmten Stirnfläche 26 des Felgenhorns 2 konisch erweitert.
Die radial äußere Mantelfläche des Füllrings 12 ist von der Ringkammerwand 21 ausgehend
über den gesamten axialen Erstreckungsbereich der Ringkammer hinweg bis zur Ringkammerwand
23 und in axialer Verlängerung aus der Ringkammer bis zu einem axialen Abstand b zur
Ringkammerwand 23 zylindrisch ausgebildet. Ausgehend von einer Kreislinie im Abstand
b zur Ringkammerwand 23 ist die radial äußere Mantelfläche des Füllrings 12 in axialer
Richtung nach außen parallel zur Innenseite 25 des Felgenhorns ebenfalls unter Einschluß
des Winkels α zur Radachse nach axial außen hin konisch erweitert ausgebildet. Der
Füllring erstreckt sich ebenso wie das Felgenhorn noch über einen Abstand a von der
Ringkammerwand 23 axial nach außen. Der Füllring 12 ist axial verschiebbar auf einer
zylindrischen Lagerfläche 30 der Felge gelagert. Im Innern der Ringkammer bildet die
Lagerfläche 30 die radial innere Ringkammerwand 20. Nach axial außen erstreckt sich
die Lagerfläche 30 bis in einen Abstand d von der Ringkammerwand 23. Axial außerhalb
des Abstandes d ist der Füllring nach radial innen zu einer Schulter verdickt ausgebildet
und liegt mit dieser an einer korrespondierend ausgebildeten Schulter der Felge an.
Die Abstände a,b,d sind so gewählt, daß a größer als d und d größer als b ist. Der
Winkel α liegt zwischen 2 und 20 °. Im gezeichneten Ausführungsbeispiel liegt er bei
ca. 10°. Auf diese Weise umschließen der Wulst mit seiner Verdickung 7 und der sich
anschließende untere Seitenwandbereich 16 zwischen innerer Felgenhornfläche 25 und
Füllring das Felgenhorn zwangsgeführt, wodurch die Verankerung des Reifens in der
Felge zusätzlich gesichert wird.
[0047] Der Füllring ist aus Gummi oder aus einem elastischen Kunststoff mit selbsthemmender
Oberfläche ausgebildet. Es ist auch denkbar, den Füllring aus einem nichtelastischen
Kunststoff oder Metall herzustellen. Soweit im Einzelfall erforderlich, ist es auch
möglich, den Füllring im montierten Zustand mit seiner Schulter an der korrespondierenden
Schulter der Felge beispielsweise durch Verschraubung zusätzlich axial zu fixieren.
[0048] In den Fig.2b und 2c sind alternative Ausführungen des Füllrings 12 dargestellt.
Die Lagerfläche 30 erstreckt sich axial bis zu einem Abstand c, der kleiner oder gleich
dem Abstand a ist, von der Ringkammerseitenwand 23 nach außen. Die radial äußere Mantelfläche
des Füllrings ist ab der axialen Position der Ringkammerseitenwand 23 ebenfalls konisch
unter dem Steigungswinkel α verlaufend ausgebildet. Die radial Innere Mantelfläche
des Füllrings ist ebenso wie die korrespondierend ausgebildete Lagerfläche 30 ab einer
axialen Position im Abstand c von der Ringkammerseitenwand nach axial außen ebenso
unter dem Winkel α zur Radachse konisch erweitert ausgebildet. Der Abstand c ist kleiner
a. Durch diese konische Ausbildung wird der elastische Füllring in seiner montierten
Position zusätzlich durch axialen Formschluß gesichert.
[0049] In Fig2c ist ein Füllring wie in Fig2b dargestellt, der jedoch im elastischen Gummi-
oder Kunststoffmaterial eingebettete im wesentlichen in Umfangsrichtung verlaufende
Festigkeitsträger 17 enthält. Die Festigkeitsträger geben dem Füllring zusätzlichen
Halt auf der Lagerfläche 30. Die Festigkeitsträger 17 können mehrere nebeneinander
angeordnete in Umfangsrichtung gewickelte zugfeste Festigkeitsträger sein. In einer
anderen Ausführung ist ein oder mehrere nebeneinander angeordnete Festigkeitsträger
kontinuierlich wendelförmig um die Achse des Füllrings von einem axialen Ende zum
anderen axialen Ende des Füllrings gewickelt. Die Abstände zwischen den benachbarten
Wicklungen sind äquidistant. Soweit zur Erzielung einer noch sichereren Fixierung
des Füllrings auf der Lagerfläche 30 sinnvoll, können die Abstände auch unterschiedlich
gewählt sein. Die Festigkeitsträger sind Monofilamente oder Multifilamente aus Stahl.
In einer anderen Ausführung sind die Festigkeitsträger textile Monofilamente oder
Multifilamente. Es ist auch denkbar die Festigkeitsträger 17 aus Gewebestreifen auszubilden.
Die Verstärkung des Füllrings 12 durch Festigkeitsträger in der beschriebenen Art
ist auch beim Ausführungsbeispiel von Fig.2a möglich.
[0050] Fig. 2d zeigt eine weitere alternative Ausführung, bei der der Füllring auch außerhalb
der Ringkammer zylindrisch ausgebildet ist.
[0051] Der Wulstkern 8 wird, wie in den Fig.1,2 und 3a dargestellt ist, durch Einbettung
des Kerns 8 in die Karkasse 4 durch Umschlag der Karkasse 4 um den Kern von innen
nach außen oder, wie im Ausführungsbeispiel von Fig. 3b dargestellt ist, von außen
nach innen verankert. Die Karkasse 4 ist eng um den Kern 8 gewickelt und der Umschlag
4' ist ebenso wie im anderen Ausführungsbeispiel der Umschlag 4'' im Anschluß an den
Kern 8 in unmittelbarem Kontakt zum Hauptteil der Karkasse. Der Kern 8 ist tröpfchenförmig
zum Berührungspunkt zwischen Umschlag und Hauptteil der Karkasse verjüngt ausgebildet.
Zur Ausbildung des Kerns 8 wird ein elastisches Gummimaterial mit einer Shore-A-Härte
von 80 bis 100, vorzugsweise 85 bis 90 - im Ausführungsbeispiel von Figur 1 mit einer
Shore-A-Härte von 87 ― gewählt, das eine elastische Dehnbarkeit in Umfangsrichtung
des Kerns von 5 bis 30%, für Standard-Reifendimensionen von 10 bis 20%, und eine elastische
Stauchbarkeit von1 bis 5%, für Standard-Reifendimensionen von 2,5 bis 3,5 Prozent,
aufweist.
[0052] Der Kern wird durch Extrusion durch injection moulding oder vergleichsweise bekannte
Techniken hergestellt.
[0053] Es ist auch denkbar, den Wulst kernlos auszubilden, wobei auch in diesem nichtdargestellten
Ausführungsbeispiel das Gummimaterial des Wulstes so gewählt wird, daß der Wulst die
genannten Dehnungs- und Stauchungseigenschaften in Umfangsrichtung aufweist.
[0054] Soweit der Abrieb zwischen Felgenhorn und unterer Seitenwand unerwünscht groß wird,
ist es möglich, wie in Figur 1 und 2a beispielhaft dargestellt, zusätzlich zwischen
Felgenhorn und Wulst einen zusätzlichen Streifen 13 von abriebfestem Material, beispielsweise
von abriebfestem Gummi oder Kunststoff auszubilden. Der abriebfeste Streifen kann
bis in die Ringkammer reichen und dort um den Wulst umgeschlagen sein.
[0055] Anhand der schematischen Darstellungen der Figuren 4a bis 4e wird im Folgenden die
Montage des Reifens auf einer Felge beschrieben. Die Notlaufstützflächen 14 weisen
einen maximalen Außendurchmesser Dmax, die beiden Felgenhörner einen minimalen Innendurchmesser
Dmin auf. Der Reifenwulst ist in Fig.4a im ungedehnten und ungestauchten Zustand.
Sein Außendurchmesser Dwa entspricht dem Durchmesser der radial äußeren Ringkammerwand
22 und somit dem äußeren Durchmesser des Wulstes Dsa in dessen Sitzposition in der
Ringkammer. Sein Innendurchmesser Dwi entspricht dem Durchmesser der radial äußeren
Mantelfläche des Füllrings 12 in der Ringkammer und somit dem inneren Durchmesser
des Wulstes Dsi in dessen Sitzposition in der Ringkammer. Der Kern mit einer Dicke
d, beispielsweise ist d= 10mm, in radialer Richtung hat in der radialen Position der
halben radialen Dicke einen mittleren Kerndurchmesser Dwk durch die Reifenachse, der
dem mittleren Kerndurchmesser Dsk in der Sitzposition des Wulstes in der Ringkammer
entspricht. Dmax ist größer als Dsa, Dsa ist größer als Dsk, Dsk ist größer als Dmin,
Dmin ist größer als Dsi.
[0056] Zur Montage wird zunächst der Notlaufstützring 11 konzentrisch in seine Sitzposition
auf der Felge geschoben und befestigt.. Danach wird der Reifen 3 konzentrisch zur
Felge an die Felge in den Figuren von rechts axial herangeführt. Der linke Wulst wird
entgegen der elastischen Rückstellkräfte des Wulstes in Umfangsrichtung soweit gedehnt,
daß der Innendurchmesser Dwi des Wulstes größer als der maximale Außendurchmesser
Dmax der Notlaufstützflächen ist. Danach wird, wie in Figur 4b dargestellt ist , der
Reifen 3 weiter konzentrisch zur Felge axial zur Felge hinbewegt, wobei der linke
Wulst unter Beibehaltung seines gedehnten Zustandes mit Spiel zu den Notlaufstützflächen
14 axial über die Felge und den Stützkörper geschoben wird. Sobald der linke Wulst
eine Position auf der linken Seite axial außerhalb des linken Felgenhorns erreicht
hat wird der Wulst unter Ausnutzung der elastischen Rückstellkräfte wieder in seiner
Umfangslänge soweit zurückgestellt, daß er wieder den ungedehnten und ungestauchten
Zustand einnimmt. In diesem Zustand entspricht Dwi wieder Dsi, Dwa wieder Dsa und
Dwk entspricht ebenfalls wieder dem mittleren Durchmesser Dsk des Kerns in dessen
Sitzposition in der Ringkammer. Wie durch die Pfeildarstellung von Fig 4c dargestellt,
werden beide Wülste nun entgegen der elastischen Rückstellkräfte in ihrer Umfangslänge
soweit gestaucht, daß der Außendurchmesser Dwa des Wulstes kleiner als der minimale
Felgenhorndurchmesser Dmin ist.In diesem Zustand werden die Wülste mit Spiel zum Felgenhorn
axial in die jeweilige Ringkammer eingeführt. Unter Ausnutzung der elastischen Rückstellkräfte
werden die Wülste wieder in ihrer Umfangslänge soweit zurückgestellt, daß sie wieder
den ungedehnten und ungestauchten Zustand einnehmen. In diesem Zustand entspricht
Dwi wieder Dsi, Dwa wieder Dsa und Dwk entspricht ebenfalls wieder dem mittleren Durchmesser
Dsk des Kerns in dessen Sitzposition in der Ringkammer. Die Wülste sitzen ungedehnt
und ungestaucht in der Ringkammer. Dieser Zustand ist in Fig.4d dargestellt. Wie in
Fig4e dargestellt ist, wird nun jeweils ein Füllring 12 von axial außen zwischen unterem
Seitenwandbereich 16 des Reifens und Lagerfläche 30 axial soweit eingeführt, daß die
Ringkammer vollständig von Wulst und Füllring ausgefüllt ist. Der vollständige Formschluß
zwischen einstückiger Ringkammer und Wulst ist hergestellt.
[0057] Zur Demontage wird entsprechend zunächst der Füllring axial nach außen entfernt.
Danach werden die Wülste soweit gestaucht, daß sie mit Spiel zum Felgenhorn aus der
Ringkammer gezogen werden können. Nach der Rückstellung der Umfangslänge wird ein
Wulst soweit gedehnt, daß er mit Spiel zu den Notlaufstützflächen axial von der Felge
gezogen werden kann.
[0058] Danach kann ― soweit es wünschenswert erscheint ― der Notlaufstützkörper entfernt
und/oder gegen einen anderen ausgetauscht werden.
[0059] Es ist auch denkbar, den Reifen zur Montage anstatt ihn axial zu verschieben, zunächst
um 90 ° zu drehen und dann zu dehnen und im gedehnten Zustand in radialer Richtung
auf die Felge zu schieben, um ihn dort wieder um 90 ° zurückzudrehen, so daß sich
die beiden Wülste jeweils axial außerhalb der Felge befinden. Die weitere Montage
erfolgt wie oben beschrieben.
[0060] Im einem Ausführungsbeispiel ist der Durchmesser Dmax beispielsweise um das 1,2-fache
größer als der Innendurchmesser Dsi des Wulstes in der Sitzposition in der Ringkammer
und der minimale Felgenhorndurchmesser ist um den Faktor 1,025 kleiner als der Außendurchmesser
Dsa des Wulstes in der Sitzposition in der Ringkammer. Als Gummimaterial des Wulstes
wird ein Gummimaterial mit einer Dehnungsfähigkeit und mit einer Stauchbarkeit gewählt,
die ein solches Dehnen und Stauchen des Wulstes in Umfangsrichtung erlauben, daß der
Wulst über die Notlaufstützfläche 14 und in die Ringkammer mit Spiel axial bewegt
werden können. Beispielsweise wird ein bekanntes Gummimaterial verwendet, das eine
Umfangsdehnung des Wulstes um 25% und eine Umfangsstauchung um 2,7% ermöglichen.
[0061] Die Notlaufstützflächen können auch mit einem größeren oder kleineren maximalen Außendurchmesser
Dmax entsprechend den individuell einzustellenden Notlaufeigenschaften eines Reifens
ausgebildet sein. Der maximale Durchmesser Dmax der Notlaufstützflächen ist dabei
bei Standardreifen optimalerweise um einen Faktor1,1 bis 1,2 größer als der Innenringdurchmesser
Dsi des Wulstkerns im montierten Zustand des Fahrzeugrades. Er kann in Spezialfällen
jedoch auch um einen Faktor zwischen 1,05 und 1,3 größer sein als der Innenringdurchmesser
Dsi des Wulstkerns im montierten Zustand des Fahrzeugrades. Als Gummimaterial des
Wulstes wird hierfür jeweils ein Gummimaterial mit einer Dehnungsfähigkeit und mit
einer Stauchbarkeit gewählt, die ein solches Dehnen und Stauchen des Wulstes in Umfangsrichtung
erlauben, daß der Wulst über die Notlaufstützfläche 14 und in die Ringkammer mit Spiel
axial bewegt werden können. Dementsprechend wird der Wulst, der im montierten Zustand
des Fahrzeugrades ungedehnt und ungestaucht ist, derart ausgebildet, daß er eine Dehnbarkeit
zwischen 10 und 20 % und eine Stauchbarkeit von 2,5 bis 3,5 % bei Standardreifen und
in den Spezialfällen eine Dehnbarkeit zwischen 5 und 30 % und eine Stauchbarkeit zwischen
aufweist 1 bis 5% aufweist.
[0062] Es ist auch denkbar nach Einführen des Wulstes in die Ringkammer einen Füllring durch
Einpritzen von aushärtbarem Kunststoffmaterial von axial außen durch die Öffnung der
Ringkammer einzubringen.
[0063] Fig 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Fahrzeugrades,
bei dem im Tiefbett 31 der Felge 1 formschlüssig ein zusätzlicher ringförmiger Stützkörper
35 montiert ist. Der Stützkörper 35 ist aus Gummi, Kunststoff oder Metallblech in
Leichtbauweise oder aus einem anderen geeigneten Material mit geringem Gewicht, mit
hoher radialer Druckfestigkeit, hoher Ermüdungsfestigkeit und guter Temperaturstabilität
ausgebildet und erstreckt sich radial wenigstens so weit, wie sich das den Notlaufstützkörper
stützende Felgenhorn an seiner radialen Außenseite radial erstreckt. An seiner radialen
Außenseite ist er zylindrisch ausgebildet. Er weist eine Struktur mit mehreren - z
B mit 3 - in axialer Richtung benachbarten, ringförmigen Hohlkammern 36,37,38 auf.
Der Notlaufstützring 11 stützt sich mit seiner in Fig. 6 dargestellten linken Seite
auf der radialen Außenseite des linken Felgenhorns 2 und mit seiner rechten Seite
auf der radialen Außenseite der Umfangsrippe 32 reibschlüssig ab.
[0064] Der Stützring ist in den oben genannten Ausführungsbeispieln reibschlüssig auf dem
Felgenhorn 2 und auf dem Stützkörper 35 bzw auf der Umfangsrippe 32 gelagert. Der
Reibschluß kann beispielsweise durch Ausbildung des Notlaufstützkörpers mit Preßpassung
zur radialen Außenseite des Felgenhorns und des Stützkörpers 35 bzw der Umfangsrippe
32 erzeugt werden
[0065] Wie am Beispiel von Fig.6 dargestellt, ist es in einer anderen Ausführung auch möglich
in beiden Fällen den Notlaufstützring auch formschlüssig auf der radialen Außenseite
des Felgenhorns 1 zu befestigen. Beispielsweise ist hierzu ― wie in Fig. 6 dargestellt
ist ― in der radialen Außenseite des Felgenhorns 1 eine Umrangsrille 39 ausgebildet,
in die formschlüssig eine korrespondierend hierzu am Notlaufstützring ausgebildete
Umfangsrippe 40 beim axialen Aufschieben des Notlaufstützrings in seine Notlaufstützposition
einschnappend eingreift.
[0066] In Fig. 8a und 8b sind beispielhaft weitere Ausführungsformen der Umfangsrippe 40
und der Umfangsrille 39 dargestellt. In Fig.8a weisen Umfangsrippe 40 und Umfangsrille
39 einen trapezförmigen Querschnitt, in Fig.8b weisen Umfangsrippe 40 und Umfangsrille
39 einen dreieckförmigen Querschnitt auf. In weiterer nicht dargestellter Ausführungsform
weisen Umfangsrippe 40 und Umfangsrille 39 einen abgerundeten Querschnitt auf. Zum
Formschluß durcheinschnappendes Eingreifen der Umfangsrippe 40 in die korrespondierende
Umfangsrille 39 beim axialen Aufschieben des Notlaufstützrings auf die Felge kann
die Umfansrille 39 auf der radialen Außenseite des Felgenhorns 1 oder beispielsweise
auch auf dem zusätzlichen Stützkörper 35 bzw auf der Umfangsrippe 32 ausgebildet.
[0067] Fig.7 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Felge mit flachem
Bett 41 ausgebildet ist, das sich mit seiner radialen Oberfläche radial wenigstens
so weit erstreckt, wie sich das den Notlaufstützring stützende Felgenhorn an seiner
radialen Außenseite radial erstreckt. An seiner radialen Außenseite ist es beidseitig
einer ringförmigen jeweils zylindrisch ausgebildet, wobei der Außendurchmesser rechts
der Anschlagschulter 42 größer als der links der Anschlagschulter 42 ausgebildet ist.
Links der Anschlagschulter 42 ist der Außendurchmesser so groß wie der Außendurchmesser
der radialen Oberfläche des linken, den Notlaufstützkörper stützenden Felgenhorns.
Die radial innere Seite des Notlaufstützrings ist dieser Außenkontur des Felgenhorns
und des flachen Bettes korrespondierend ausgebildet, so daß der Notlaufstützring 11
von links auf die Felge zur Montage soweit aufgeschoben werden kann, bis die an der
Innenseite des Notlaufstützrings ausgebildete Anschlagschulter in Anschlag mit dem
korrespondierenden Anschlag 42 der Felge kommt. Der Notlaufstützring 11 stützt sich
mit seiner in Fig. 7 dargestellten linken Seite auf der radialen Außenseite des linken
Felgenhorns 2 und daran anschließend auf der radialen Außenseite des Flachbetts 41
reibschlüssig ab.
[0068] Zur sichereren Fixierung der Umfangsposition kann der Notlaufstützring an seiner
axialen Außenseite mit einer nur über eine Teil des Umfangs ausgebildeten nach radial
innen gerichteten Nase 43 versehen werden, die beim axialen Aufschieben des Notlaufstützrings
in eine korrespondierende Axialnut in der Felgenoberfläche eingreift und den Stützring
in Umfangsrichtung festlegt.
[0069] Fig. 9 zeigt eine Ausführung eines Fahrzeugrades gemäß Fig.1 jedoch mit zwei Notlaufstützringen.
Jeweils ein einteiliger Notlaufstützring 11 mit einer axialen Breite E erstreckt sich
konzentrisch zur Felge innerhalb des Reifens axial von einem axialen Felgenrand in
axialer Richtung zur Mitte der Felgen, endet jedoch vor Erreichen der Mitte Felgenbreite
F. Jeder Notlaufstützring 11 ist radial außen mit einer Notlauffläche 14 ausgebildet.
Die Notlaufoberfläche 14 ist jeweils profiliert mit in axialer Richtung voneinander
äquidistant zueinander angeordneten Umfangsrippen 34 versehen. Jeder Stützring stützt
sich im axialen Bereich der Position der Ringkammer 10 auf der radial äußeren Seite
des zugehörigen Felgenhorns 2, das die Felge am Fahrzeug zur Fahrzeugaußenseite hin
begrenzt, in radialer Richtung ab. Die Notlaufoberfläche erstreckt sich dabei in einer
Ausführung soweit in axialer Richtung, daß der Gürtel von der Gürtelkante aus mit
10 bis 40 % seiner Gürtelbreite W, beispielsweise 30%, axial die Notlaufoberfläche
überdeckt.
[0070] Zwecks vereinfachter Darstellung sind die Profilrippen 34 der Stützfläche in Fig.1
bis 9 entweder gar nicht oder mit im wesentlichen rechteckiger Querschnittskontur
dargestellt.
[0071] Die Fig. 10 bis 13 zeigen Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Profilierungen
des radialen Außenbereichs der Stützringe, die sinngemäß bei allen oben genannten
Ausführungsbeispielen ausgebildet werden.
[0072] Fig.10a zeigt ein Ausführungsbeispiel mit schmalem Stützring, wie er beispielsweise
in der Ausführung von Fig. 9 dargestellt ist, Fig.10b zeigt ein Ausführungsbeispiel
mit breitem Stützring, wie er beispielsweise in den von Fig.1 bis 8 dargestellt ist.
Die Fig.10a und 10b zeigen einen Querschnitt des Stützrings in einer Schnittebene,
in der die Achse des Stützrings liegt. Dabei ist der Stützring 11 an seiner radial
äußeren Mantelfläche mit in Umfangsrichtung des Stützrings sich über den Umfang erstreckende
nebeneinander äquidistant angeordneten parallelen Profilrillen 44 ausgebildet, wobei
jeweils zwischen zwei benachbarten Profilrillen 44 eine zu diesen parallele in Umfangsrichtung
des Stützrings sich über den Umfang erstreckende Profilrippe 34 ausgebildet ist. Vom
konkav gekrümmten Profilrillengrund 47 erhebt sich dabei die Seitenwand 45 der Profilrippe
unter Einschluß eines sich in radialer Richtung verändernden Neigungswinkels ε zur
Radialen in radialer Richtung nach außen um dann in die konvex gekrümmte radiale Außenseite
46 der Profilrippe 34 überzugehen. Der Konturverlauf von Profilrillengrund 47 einer
ersten Profilrille, erster Seitenwand 45 der Profilrippe, radialer Außenseite 46 der
Profilrippe 34, zweiter Seitenwand 45 der Profilrippe und Profilrillengrund 47 einer
zweiten Profilrille zweier benachbarter Profilrillen, die zwischen sich die Profilrippe
einschließen ist beispielsweise, wie in Fig.10 dargestellt ist, sinusförmig. Ein alternativer
Konturverlauf ist am Beispiel eines breiten Stützelements in Fig.11 dargestellt. Dort
entspricht der Konturverlauf in axialer Richtung aneinander gereihten Halbkreisen
mit beispielsweise gleichem Radius für den konvex verlaufender halbkreisförmiger Krümmungsbereich
und für den konkav geformten halbkreisförmigen Krümmungsverlauf.
[0073] Fig. 12 a,b,c zeigt am Beispiel einer Ausführung mit der Kontur von Fig. 11 den Verlauf
der Profilrillen und Profilrippen in Umfangsrichtung. Dabei ist in Fig.12b und 12c
jeweils eine Auschnittsdarstellung der radialen Draufsicht auf den Stützring von Fig.12a
dargestellt. In Fig. 12b sind die Profilrippen und Profilrillen des Stützkörpers geradlinig
in Umfangsrichtung verlaufend, in Fig.12c in einer anderen Ausführung welllenförmig
verlaufend dargestellt. Die Wellenform ist mit gleichen Amplituden zur Umfangsrichtung
und über den Umfang mit konstanter Wellenlänge ausgebildet.
[0074] In Fig.13 sind am Beispiel der Ausbildung von Fig.12b quer zu den Profilrillen Stege
53 in den Profilrillen ausgebildet, die sich jeweils in einer Profilrille 44 von einer
angrenzenden Profilrippe 34 zur anderen Profilrippe 34 erstrecken und somit die beiden
Profilrippen 34 miteinander verbinden und versteifend anbinden. Die Stege 53 erstrecken
sich in den Profilrillen über dem Rillengrund in radialer Richtung etwa bis zur halben
Höhe h der radialen Erstreckung der Profilrippen 34 über dem Profilrillengrund. Die
Stege 53 zweier benachbarter Rofilrillen sind in Umfangsrichtung versetzt zueinander
angeordnet.
[0075] In den genannten Ausführungsbeispielen beträgt die Dichte der Profilrippen des Stützelements,
die jeweils von zwei benachbarter, Profilrillen eingeschlossen werden, im unbelasteten
Zustand des Stützrings in Richtung senkrecht zum Profilrippenverlauf 0,4 bis 1,5 Rippen/cm.
[0076] In den genannten Ausführungsbeispielen ist die Breite jeder Profilrippe des Stützelements
in Richtung senkrecht zum Profilrippenverlauf so ausgebildet, daß sie von der Erstreckung
eines Profilblockelements in dieser Breitenrichtung des Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens
zu dessen Abstützung im Notlauf das Stützelement ausgebildet ist, abweicht. Dies ist
beispielsweise in Fig.11 zu erkennen, in der zum Vergleich der Laufstreifen mitdargestellt
ist. Die Breite jeder Profilrippe des Stützelements in Richtung senkrecht zum Profilrippenverlauf
gemessen von Wendepunkt zu Wendepunkt ist vorzugsweise kleiner als die halbe Erstreckung
eines Profilblockelements in dieser Richtung des Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens
zu dessen Abstützung im Not- bzw Pannenlauf das Stützelement ausgebildet ist.
[0077] In den genannten Ausführungsbeispielen ist die Länge h der maximalen radialen Erstreckung
der Profilrippe im unbelasteten Zustand des Stützelements ausgehend vom Rillengrund
der benachbarten Rillen bis zur maxialen radialen Erstreckung der Profilrippe im Bereich
zwischen 1/3 und 2/3 der radialen Erstreckung T des ringförmigen Stützkörpers gemessen
von dessen radialer Innenseite an der gleichen axialen Position und der maximalen
radiale Erstreckung der Profilrippe ausgebildet ist. Dies ist beispielsweise in Fig.11
dargestellt.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 1
- Felge
- 2
- Felgenhorn
- 3
- Fahrzeugluftreifen
- 4
- Karkasse
- 5
- Gürtel
- 6
- Wulstbereich
- 7
- Verdickung
- 8
- Kern
- 9
- Seitenwand
- 10
- Ringkammer
- 11
- Notlaufstützring
- 12
- Füllring
- 13
- Abriebfester Streifen
- 14
- Notlauffläche
- 15
- Lauffläche
- 16
- unterer Seitenwandbereich
- 17
- Festigkeitsträger
- 18
- ringförmiges Stützelement
- 20
- Ringkammerwand
- 21
- Ringkammerwand
- 22
- Ringkammerwand
- 23
- Ringkammerwand
- 24
- Ringöffnung
- 25
- Innenseite des Felgenhorns
- 26
- Stirnfläche des Felgenhorns
- 30
- Lagerfläche
- 31
- Tiefbett
- 32
- Umfangsrippe
- 33
- Lage von Festigkeitsträgern
- 34
- Umfangsrippe
- 35
- Stützkörperring
- 36
- Hohlkammer
- 37
- Hohlkammer
- 38
- Hohlkammer
- 39
- Umfangsnut
- 40
- Umfangsnase
- 41
- Flachbett
- 42
- Anlageschulter
- 43
- Fixiernase
- 44
- Profilrille
- 45
- Seitenwand einer Profilrippe
- 46
- Radiale Außenseite einer Profilrippe
- 47
- Rillengrund
- 50
- Profilblockelement
- 51
- Profilrille
- 52
- Seitenwand des Profilblockelements
- 53
- Steg
1. Ringförmiger Stützkörper zum Stützen der Lauffläche eines Fahrzeugluftreifens in einem
Fahrzeugrad im Notlauf bzw im Pannenlauf des Fahrzeugrades durch Abstützen des Laufstreifens
auf der radialen Außenfläche des ringförmigen Stützkörpers,
wobei der ringförmige Stützkörper zumindest in seinem radial äußeren Bereich mit elastomerem
Material und mit einer Profilierung ausgebildet ist, die parallele Profilrillen umfaßt,
wobei zwischen jeweils zwei benachbarten Profilrillen eine Profilrippe eingeschlossen
ist, die in ihrer Querschnittskontur in einer Schnittfläche senkrecht zum Rippenverlauf
seitlich zu den sie einschließenden Profilrillen jeweils durch eine Seitenfläche und
durch eine die beiden Seitenflächen in deren radialen Endbereich verbindende radiale
Außenseite begrenzt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querschnittskontur im unbelasteten Zustand im Bereich der radialen Außenseite
konvex gekrümmt ausgebildet ist.
2. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von Anspruch 1,
wobei die Profilrippe einschließenden Profilrillen in ihrem Rillengrund in einer Schnittfläche
senkrecht zum Rillenverlauf in ihrer Querschnittskontur im unbelasteten Zustand des
Stützkörpers konkav gekrümmt ausgebildet sind.
3. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von Anspruch 1 oder 2,
wobei die die Profilrippe seitlich begrenzenden Seitenflächen in einer Schnittfläche
senkrecht zum Rippenverlauf in radialer Richtung vom Rillengrund ausgehend nach radial
außen zur radialen Außenseite der Profitrippe unter Einschluß eines Winkels zur Radialen
zur Rippe hin geneigt ausgebildet sind, wobei der Winkel größer 0° und kleiner 45°
beträgt.
4. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von Anspruch 1, 2 oder 3,
wobei die die Profilrippe seitlich begrenzenden Seitenflächen in einer Schnittfläche
senkrecht zum Rippenverlauf in radialer Richtung vom Rillengrund ausgehend nach radial
außen zur radialen Außenseite der Profilrippe unter Einschluß eines sich in radialer
Richtung verändernden Winkels zur Radialen zur Rippe geneigt ausgebildet ist; wobei
die Neigung insbesondere mit einem Wendepunkt des Neigungsverlaufs ausgebildet ist.
5. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von Anspruch 4,
wobei die Rrofilrippe einschließenden Profilrillen in ihrem Rillengrund in einer Schnittfläche
senkrecht zum Rillenverlauf in ihrer Querschnittskontur im unbelasteten Zustand des
Stützkörpers konkav gekrümmt ausgebildet sind und dieser Krümmungsverlauf im Bereich
der Seitenfläche der Profilrippe stetig fortgeführt und an der Stelle des Wendepunktes
in den konvexen Krümmungsverlauf der radialen Außenseite der Profilrippe stetig übergeht.
6. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche,
wobei die konvexe und/oder die konkave Krümmung halbkreisförmig ausgebildet ist.
7. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche,
wobei die konvexe und/oder die konkave Krümmung sinusförmig ausgebildet ist.
8. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche,
wobei die Länge der maximalen radialen Erstreckung der Profilrippe im unbelasteten
Zustand des Stützelements ausgehend vom Rillengrund der benachbarten Rillen bis zur
maxialen radialen Erstreckung der Profilrippe im Bereich zwischen 1/3 und 2/3 der
radialen Erstreckung des ringförmigen Stützkörpers gemessen von dessen radialer Innenseite
im Bereich der Profilrippe und der maximalen radiale Erstreckung der Profilrippe ausgebildet
ist.
9. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche,
wobei die Breite jeder Profilrippe des Stützelements in Richtung senkrecht zum Profilrippenverlauf
so ausgebildet ist, daß sie von der Erstreckung eines Profilblockelements in dieser
Richtung des Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens zu dessen Abstützung im Not-
bzw Pannenlauf das Stützelement ausgebildet ist, abweicht, - wobei sie insbesondere
kleiner als die halbe Erstreckung eines Profilblockelements in dieser Richtung des
Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens zu dessen Abstützung im Not- bzw Pannenlauf
das Stützelement ausgebildet ist.
10. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche,
wobei die Dichte der Profilrippen des Stützelements, die jeweils von zwei benachbarten
Profilrillen eingeschlossen werden, im unbelasteten Zustand des Stützrings in Richtung
senkrecht zum Profilrippenverlauf 0,4 bis 1,5 Rippen/cm beträgt.
11. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche,
wobei die Profilrippen, die jeweils von zwei benachbarten Profilrillen eingeschlossen
werden, in Umfangsrichtung des Stützkörpers ausgerichtet sind uns sich über den gesamten
Umfang des Stützkörpers erstrecken.
12. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von Anspruch 11,
wobei diese Profilrippen mit einem in Umfangsrichtung geradlinigen Verlauf ausgebildet
sind.
13. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von Anspruch 11,
wobei diese Profilrippen mit einem in Umfangsrichtung periodisch gekrümmten ― insbesondere
wellenförmigen - Verlauf ausgebildet sind,
wobei Amplituden und/oder Frequenz der periodischen Krümmung vorzugsweise über den
Umfang konstant sind.
14. Ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen
Ansprüche,
wobei an wenigstens einer Position im Rillenverlauf einer Profilrille des Stützkörpers
im Rillengrund ein Steg ausgebildet ist, der sich quer zum Rillenverlauf erstreckt
und zwei benachbarte Profilrippen des Stützkörpers miteinander verbindet und
wobei die maximale radiale Erstreckung des Profilstegs ausgehend vom Rillengrund der
Rillen kleiner als die halbe maximale radialen Erstreckung der beiden Profilrippen
im unbelasteten Zustand des Stützelements ausgehend vom Rillengrund der Rille bis
zur maxialen radialen Erstreckung der Profilrippen im Bereich ausgebildet ist.
15. Fahrzeugrad mit Felge und schlauchlosem Luftreifen, bei dem auf der radial äußeren
Mantelfläche der Felge ein Notlaufstützkörper zur Abstützung des Laufstreifens vom
Fahrzeugluftreifen bei Not- bzw Pannenlauf angeordnet ist,
wobei der Notlaufstützkörper als ein ringförmiger Stützkörper gemäß den Merkmalen
von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche ausgebildet ist.
16. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von Anspruch 15,
wobei die axiale Position der in der radial äußeren Mantelfläche ausgebildeten Notlaufstützfläche
zumindest teilweise der axialen Position eines in der Felge befestigten Wulstes entspricht.
17. Fahrzeugrad mit ― insbesondere einteiliger - Felge und schlauchlosem Luftreifen gemäß
den Merkmalen von Anspruch 15 oder 16,
- mit an jeder Seitenwand des Luftreifens zur Innenseite des Luftreifens hin verdickt
ausgebildetem Wulst zur Befestigung des Luftreifens an der Felge,
- mit wenigstens in einer axialen Stirnseite der Felge einstückig ausgebildeter Ringkammer
mit einer radial inneren,einer radial äußeren, einer axial zur Felgenmitte hin inneren
und einer axial zur Felgenaußenseite hin äußeren Ringkammerwand, wobei die nach axial
außen zur Stirnseite der Felge hin ausgebildete Ringkammerwand im radial äußeren Bereich
als ein radial nach innen gerichtetes Felgenhorn geschlossen ausgebildet und in ihrem
radial inneren Bereich als ringförmige Öffnung ausgebildet ist,
- wobei ein Füllring innerhalb der Ringkammer auf der radial inneren Ringkammerwand
radial fest gelagert ist,
- wobei sich die Seitenwand des Reifens zumindest im Betriebszustand des Fahrzeugrades
von axial außen durch die Öffnung in der axial außen ausgebildeten Ringkammerwand
hindurch nach innen erstreckt und der Wulst in der Ringkammer auf der radialen Außenseite
des Füllrings radial fest gelagert ist und in formschlüssigem Berührkontakt zu wenigstens
einer Ringkammerwand ausgebildet ist, sodaß der Wulst zu dieser Ringkammerwand und
über den Füllring nach radial innen formschlüssig mit der einstückig ausgebildeten
Ringkammer verbunden ist.
18. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 17,
- mit an jeder Seitenwand des Luftreifens zur Innenseite des Luftreifens hin verdickt
ausgebildetem in seiner Umfangslänge ― insbesondere
elastisch - veränderbarem Wulst zur Befestigung des Luftreifens an der Felge.
19. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem der Ansprüche 15 bis 18,
- mit wenigstens in einer axialen Stirnseite der Felge einstückig ausgebildeter Ringkammer
mit einer radial inneren,einer radial äußeren, einer axial zur Felgenmitte hin inneren
und einer axial zur Felgenaußenseite hin äußeren Ringkammerwand, wobei die nach radial
innen , nach radial außen und nach axial innen zur Felgenmitte hin ausgebildeten Ringkammerwände
geschlossen und die nach axial außen zur Stirnseite der Felge hin ausgebildete Ringkammerwand
im radial äußeren Bereich als ein radial nach innen gerichtetes Felgenhorn geschlossen
ausgebildet und in ihrem radial inneren Bereich als ringförmige Öffnung ausgebildet
ist,
- wobei sich die Seitenwand des Reifens zumindest im Betriebszustand des Fahrzeugrades
von axial außen durch die Öffnung in der axial außen ausgebildeten Ringkammerwand
hindurch nach innen erstreckt und der Wulst in der Ringkammer auf der radialen Außenseite
des Füllrings radial fest gelagert ist und in formschlüssigem Berührkontakt wenigstens
zur radial äußeren und zur axial äußeren geschlossenen Ringkammerwand ausgebildet
ist, sodaß der Wulst wenigstens nach radial außen, nach axial außen, und über den
Füllring nach radial innen formschlüssig mit der einstückig ausgebildeten Ringkammer
verbunden ist,
- wobei der Wulst insbesondere über seine ganze axiale Erstreckung nach radial innen
vollständig auf dem Füllring aufliegt und wobei insbesondere der Wulst und der Füllring
die Ringkammer vollständig ausfüllen.
20. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem der Ansprüche 15 bis 19,
wobei wenigstens auf einem ― insbesondere auf beiden -axialen Seitenbereich der radial
äußeren Mantelfläche der Felge eine Notlaufstützfläche ausgebildet ist, die sich insbesondere
axial soweit nach innen erstreckt, daß der Gürtel in seiner axialen Randzonen von
der Schulter mit 10 bis 40 % überdeckt ist.
21. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem der Ansprüche 15 bis 19,
wobei auf einem axialen Seitenbereich der radial äußeren Mantelfläche der Felge eine
Notlaufstützfläche ausgebildet ist, die sich insbesondere axial soweit nach innen
erstreckt, daß der Gürtel in seiner axialen Randzonen von der Schulter mit 50 bis
100 % überdeckt ist.
22. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 21,
wobei im Wulst ein Gummikern integriert ausgebildet ist,
wobei der Gummikern insbesondere mit einer Shore -A- Härte aus dem Bereich von 80
bis 100, bevorzugt aus dem Bereich zwischen 85 bis 90 ausgebildet ist.
23. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 22,
wobei der Füllring mit seiner radial äußeren Mantelfläche in seiner Erstreckung innerhalb
der Ringkammer im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist.
24. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 23,
bei dem der maximale Durchmesser der Notlaufstützflächen um einen Faktor zwischen
1,05 und 1,3 ― insbesondere zwischen 1,1 und 1,2 ― größer als der Innenringdurchmesser
des Wulstkerns im montierten Zustand des Fahrzeugrades beträgt.
25. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 24,
wobei der Wulstkern eine Dehnbarkeit und/oder Stauchbarkeit von 5 bis 30 % - insbesondere
10 bis 20 % - aufweist.
26. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 25,
wobei der Wulstkern eine Dehnbarkeit von 5 bis 30 % -insbesondere 10 bis 20 % - und
eine Stauchbarkeit von 1 bis 5% - insbesondere von 2,5 bis 3,5 % - aufweist und wobei
der Wulstkern insbesondere im montierten Zustand des Fahrzeugrades ungedehnt und ungestaucht
ist.
27. Fahrzeugrad gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 26,
wobei der Luftreifen mit seinem Wulst an der Felge befestigt ist und im unteren Seitenwandbereich
an der Felge anliegt.