| (19) |
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(11) |
EP 1 083 288 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.12.2003 Patentblatt 2003/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.09.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E05G 1/08 |
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| (54) |
Schliessfachanlage
Locker unit
Agencement de coffres multiples
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
08.09.1999 DE 29915743 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.03.2001 Patentblatt 2001/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Eggers, Lutz |
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28755 Bremen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Eggers, Lutz
28755 Bremen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Möller, Friedrich, Dipl.-Ing. et al |
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Meissner, Bolte & Partner
Anwaltssozietät GbR
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 646 631 US-A- 4 164 907
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US-A- 3 710 736 US-A- 4 423 687
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schließfachanlage, insbesondere zur Aufstellung im Freien,
mit mehreren Schließfachmodulen mit jeweils wenigstens einem Schließfach, insbesondere
zwei Schließfächern und wenigstens einem damit verbundenen Säulenabschnitt - sog.
Modul-Säulenabschnitt - der bei mehreren zusammengesetzten Schließfachmodulen mit
weiteren Modul-Säulenabschnitten wenigstens eine Säule bildet.
[0002] Bekannt sind Schließfachanlagen beispielsweise aus Bahnhöfen, wo einzelne schwere
Schließfachelemente aufeinander gestellt werden. Eine besondere diebstahlsichere Verankerung
derartiger Schließfachanlagen ist bereits wegen ihres hohen Gewichts in der Regel
nicht nötig. Das hohe Gewicht ist jedoch wegen der damit verbundenen Kosten nachteilig.
[0003] Eine derartige Schließfachanlage zeigt die DE 196 46 631, bei der auf jedem Modul
auf den Ober- und Unterseiten Kontaktelemente angebracht sind, die eine elektrische
Verbindung zwischen den Modulen ermöglichen. Die elektrische Verbindung wird für eine
Schließfachüberwachung benötigt.
[0004] Kleinere Schließfachanlagen sind beispielsweise aus Kaufhäusern bekannt, wo ein größerer
Schließfachschrank eine Vielzahl einzelner Schließfächer aufweist. Derartige Schließfachanlagen
haben jedoch den Nachteil, dass sie nur dadurch erweiterbar sind, dass zusätzliche
komplette Schränke nebeneinander gestellt werden.
[0005] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Schließfachanlage bereit zu stellen,
die mit geringem Aufwand an individuelle Bedürfnisse, insbesondere an die Anzahl der
Schließfächer, anpassbar ist.
[0006] Die Erfindung löst dieses Problem durch eine Schließfachanlage der eingangs genannten
Art bei der sich zwei an einander gegenüberliegenden Schließfachmodulseiten befestigte
Modul-Säulenabschnitte jeweils zum Teil über die Höhe eines Moduls erstrecken.
[0007] Die erfindungsgemäße Schließfachanlage hat den Vorteil, daß sie mit geringem Aufwand
an individuelle Bedürfnisse anpaßbar, insbesondere erweiterbar ist. Sie ist durch
ihren modularen Aufbau sowohl in der Höhe als auch in der Breite auf eine beliebige
Anzahl von Schließfächern variabel konfigurierbar. Auf diese Weise ist die erfindungsgemäße
Schließfachanlage vielseitig einsetzbar.
[0008] Bevorzugt ist ein Schließfach lösbar oder nicht-lösbar mit dem Modul verbunden sind.
Beispielsweise können diese Elementen verschraubt, verschweißt oder genietet sein.
Diese Bauweise erlaubt eine leichte Montierbarkeit bereits vorgefertigter Module.
[0009] Besonders bevorzugt erstrecken sich zwei an einander gegenüberliegenden Schließfachmodulseiten
angebrachte Modul-Säulenabschnitte jeweils nur zum Teil, insbesondere im wesentlichen
zur Hälfte, über die Höhe eines Moduls, wobei der eine Abschnitt nach unten und der
andere Abschnitt nach oben weist, derart, daß der eine Abschnitt eines ersten Moduls
auf den anderen Abschnitt eines seitlich benachbarten zweiten Moduls aufsetzbar ist,
so daß insbesondere die beiden letztgenannten Abschnitte sich insgesamt über die Höhe
des Moduls erstrecken. Dabei sind bei inneren Säulen Modul-Säulenabschnitte seitlich
benachbarter und schräg-seitlich benachbarter Schließfachmodule übereinander angeordnet.
Hierdurch kann man auf vorteilhafte Weise benachbarte, nämlich neben- oder übereinanderliegende
Module mit den ihnen zugeordneten Säulenabschnitten zu Säulen ergänzen.
[0010] Weiter bevorzugt sind bei äußeren Säulen zwischen den Modul-Säulenabschnitten sog.
Blind-Säulenabschnitte angeordnet. Diese sind insbesondere nicht mit den Schließfachmodulen
direkt verbunben. Vielmehr wechseln sich Blind-Säulenabschnitte und Modul-Säulenabschnitte
ab, um eine Säule zu vervollständigen.
[0011] Vorteilhafterweise weisen die Modul-Säulenabschnitte und die Blind-Säulenabschnitte
im wesentlichen gleiche Gestalt auf. Hierdurch erreicht man eine Vereinfachung des
Herstellungsprozesses, wodurch die Herstellkosten gesenkt werden können.
[0012] Bevorzugt entspricht die gemeinsame Höhe von einem Modul-Säulenabschnitt und einem
über oder unter diesem Modul-Säulenabschnitt angeordneten Blind-Säulenabschnitt im
wesentlichen der Höhe eines Schließfachmoduls. Hierdurch entsteht eine sehr kompakte
Bauweise der Schließfachanlage, die ohne weitere Distanzhülsen oder ähnliches, insbesondere
beim Aufbau der Säulen, auskommt.
[0013] Besonders bevorzugt ist jeder Säulenabschnitt hülsenartig ausgebildet, insbesondere
nach Art eines an einem Ende schräg und am anderen Ende senkrecht abgeschnittenen
Rohres. Dabei weist jede Säule einen oder mehrere Säulenkerne auf, die von den hülsenartigen
Säulenabschnitten umgeben und abschnittsweise zusammengesetzt sind. Die Säulenkerne
füllen dabei das Säulenabschnittsinnere wenigstens zum Teil aus. Sie erstrecken sich
längs der Säulen und bilden damit einen zentralen Pfosten. Durch diese Bauweise können
die einzelnen Module leicht auf die Säulenkerne aufgesteckt werden. Durch die schräg
abgeschnittenen Rohre ergänzen sich die verschiedenen Säulenabschnitte zu einer einheitlichen
Säule. Die abschnittsweise zusammengesetzten Säulenkerne ermöglichen eine beliebige
Erweiterbarkeit in vertikaler Richtung der Schließfachanlage.
[0014] Weiter bevorzugt sind die Säulenkerne über Muffen und/oder Gewinde lösbar miteinander
verbunden. Hierdurch ist ein leichter Umbau, insbesondere eine Erweiterung der Schließfachanlage
möglich.
[0015] Vorteilhafterweise ist jede Säule an ihrem unteren Ende mit einem Anker im Boden
befestigt. Dieser Anker, der insbesondere als Betonanker ausgebildet ist, gibt der
Säule Stabilität gegen Umkippen der Anlage.
[0016] Bevorzugt weist wenigstens eine Säule, insbesondere die hülsenartigen Säulenabschnitte
und/oder Säulenkerne, und/oder der Anker einen Hohlraum zur Aufnahme elektrischer
und/oder optischer Leitungen zur Signalübertragung und/oder Stromversorgung auf. Diese
Hohlräume schützen die Leitungen. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Schließfachanlage
im Freien betrieben werden soll.
[0017] Die Leitungen verbinden einen Mechanismus zum Entriegeln einer Schließfachtür mit
einer Steuereinheit und/oder Bedieneinheit. Eine derartige Bedieneinheit kann unmittelbar
an oder neben der Schließfachanlage angeordnet sein, während eine in der Nähe oder
entfernt aufgestellte Steuereinheit eine Überwachung und Steuerung der Schließfachanlage
von einem anderen Standort aus erlaubt. Die derartig angeordneten Einheiten ermöglichen
eine bequeme Bedienbarkeit der Schließfachanlage und zwar einerseits für den Benutzer
der Anlage und andererseits für eine Bedienperson zum Warten und zur Kontrolle der
Anlage.
[0018] Besonders bevorzugt ist die Bedieneinheit über biometrische Merkmale des Benutzers,
insbesondere über sogenannte Finger-Prints betätigbar. Das heißt, der Benutzer kann
sich durch Auflegen eines Fingers auf einen Sensor identifizieren, so daß die Schließfachanlagen
ihn als berechtigt ansieht, eine Schließfachtür zu öffnen und den Entriegelungsmechanismus
betätigt. Die Bedieneinheit kann aber auch über andere Mittel betätigt werden, wie
beispielsweise eine Tastatur zur Eingabe eines Codes, beispielsweise eines Zahlencodes,
ober über einen Datenträger, insbesondere eine Chipkarte. Diese Mittel zur Identifizierung
des Benutzers sind vorteilhaft, da sie nicht wie ein herkömmlicher Schlüssel leicht
kopiert werden können. Insbesondere kann man durch eine derartige Bedieneinheit den
Verlust eines Schlüssels, der mit einem Austausch des Schlosses verbunden ist, vermeiden.
[0019] Weiter bevorzugt weisen eine oder mehrere Schließfächer einen Lautsprecher, eine
Überwachungskamera und/oder Erste-Hilfe-Utensilien, wie Rettungswesten, auf. Das heißt
die Schließfächer sind vielseitig verwendbar und nicht auf das Einschließen von Wertsachen
des Benutzers beschränkt. Insbesondere durch die in den Säulen enthaltenen Hohlräume
zur Führung von Leitungen können an der Schließfachanlagen weitere elektrische Komponenten
untergebracht und mit einer Zentrale, beispielsweise der Steuereinheit, verbunden
werden.
[0020] Weiter bevorzugt weisen einzelne, mehrere oder alle Schließfächer einen röhrenförmigen,
in seiner Längsachse im wesentlichen waagerecht ausgerichteten Abschnitt auf. Dieser
Abschnitt enthält insbesondere entlang einer lotrecht unterhalb der Längsachse verlaufenden
Linie eine oder mehrere Öffnungen zum Belüften und/oder zum Ablauf von Schwitzwasser.
Auf diese Weise ist eine Klimatisierung der Schließfächer möglich. Feuchtigkeitsschäden
der Schließfächer selbst sowie der eingeschlossenen Gegenstände können somit vermieden
werden.
[0021] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Schließfachanlage in einer Ansicht von vorne;
- Fig. 2
- die Schließfachanlage aus Fig. 1 in einer Ansicht von der Seite;
- Fig. 3
- die Schließfachanlage aus Fig. 1 in einer Ansicht von oben;
- Fig. 4
- ein Schließfachmodul bestehend aus zwei Schließfächern und zwei seitlichen Modul-Säulenabschnitten;
- Fig. 5
- ein oberes Abschlußteil einer Schließfachanlage gemäß Fig. 1;
- Fig. 6
- eine Schließfachanlage mit einer Modulerweiterung in einer Ansicht von vorne;
- Fig. 7
- die Schließfachanlage aus Fig. 6 in einer Ansicht von oben.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Schließfachanlage 10 bestehend aus zehn Schließfächern 11. Die
Schließfächer 11 sind in fünf übereinanderliegenden Reihen aus jeweils zwei Schließfächern
11 angeordnet.
[0023] Die Schließfächer 11 werden durch zwei Säulen 12, 13 getragen. Jede dieser Säulen
12 ist aus einer Mehrzahl von Säulenabschnitten 14 zusammengesetzt, wobei sich sogenannte
Blind-Säulenabschnitte 15 und Modul-Säulenabschnitte 16 abwechseln. Jedem nebeneinanderliegenden
Paar von Schließfächern 11 sind rechts und links jeweils ein Modul-Säulenabschnitt
16 zugeordnet, d.h. ein Säulenabschnitt 14, der mit einem aus den beiden nebeneinanderliegenden
Schließfächern 11 gebildeten Modul 17 verbunden ist. Die Schließfachanlage 10 weist
somit insgesamt fünf Schließfachmodule 17 auf.
[0024] Die Modul-Säulenabschnitte 16 bestehen aus rohrförmigen Abschnitten mit kreisrundem
oder mehreckigem, insbesondere dreieckigem oder viereckigem Querschnitt. Jeder Säulenabschnitt
15, 16 ist an einem Ende schräg und an dem jeweils anderen Ende senkrecht abgeschnitten.
Bei den Modulsäulen-Abschnitten 16 sind die schräg abgeschnittenen Enden mit jeweils
einem Schließfach 11 verbunden, insbesondere verschraubt. Die Modulsäulenabschnitte
sind dabei derart angeordnet, daß auf der einen Seite, beispielsweise wie in Fig.
1 dargestellt auf der linken Seite, das senkrecht abgeschnittene Ende nach unten und
das schräg abgeschnittene Ende nach oben weist. Auf der anderen Seite eines Schließfachmoduls
17 ist der Modul-Säulenabschnitt 16 jeweils andersherum orientiert, d.h. das schräg
abgeschnittene Ende weist nach unten, während das senkrecht abgeschnittene Ende nach
oben weist. Hierdurch erreicht man einen einfach konfigurierbaren Bausatz, wie er
weiter unten in Zusammenhang mit Fig. 6 erläutert wird. Die Blind-Säulenabschnitte
15 dienen dazu, die Zwischenräume zwischen jeweils zwei übereinander angeordneten
Modul-Säulenabschnitten 16 auszufüllen. Die Blind-Säulenabschnitte 15 weisen die gleiche
Gestalt auf wie die Modul-Säulenabschnitt 16, d.h. sie sind ebenfalls an einem Ende
schräg und an dem anderen Ende senkrecht abgeschnitten. Insbesondere haben sie auch
die gleiche Querschnittsgestalt.
[0025] Am unteren Ende der Säulen befindet sich jedoch ein weiterer Säulenabschnitt 14,
der kein schräg abgeschnittenes Ende aufweist. Dieser Säulenabschnitt ist etwas länger
als die anderen Säulenabschnitte 15, 16. Der untere Säulenabschnitt 14 bildet ein
Distanzstück zum Boden, um einen Mindestabstand zu gewährleisten.
[0026] Die Schließfächer 11 weisen einen röhrenförmigen Abschnitt 18 auf, der zur Aufnahme
der einzuschließenden Gegenstände dient. Auf der Vorderseite ist dieser röhrenförmige
Abschnitt mittels einer kreisrunden Schließfachtür 19 verschließbar. Die Rückseite
ist durch eine ebenfalls kreisrunde Rückwand 20 verschlossen. Die Schließfachtüren
sind mit selbstschließenden Scharnieren 21 mit den röhrenförmigen Abschnitten 18 verbunden.
Die Scharniere 21 sind dabei jeweils zwischen zwei nebeneinanderliegenden Schließfächern
11 angeordnet, so daß sich die Schließfachtüren 19 zur Mitte der Schließfachmodule
17 öffnen lassen. Hierdurch ist es möglich, einen Verriegelungsmechanismus an den
Außenseiten der Schließfachmodule 19 und somit in der Nähe der Säulen 12, 13 vorzusehen.
Dies ist deshalb vorteilhaft, da somit die Leitungen zum Betätigen des Entriegelungsmechanismus
nicht durch die Schließfächer 11 geführt werden müssen, sondern direkt am Übergang
Säule/Schließfach enden können. Hierdurch erreicht man einen vereinfachten Aufbau
der Schließfachanlage.
[0027] Nach oben hin ist die Schließfachanlage durch ein Abschlußteil 22 abgeschlossen.
Dieses Abschlußteil 22 weist ebenfalls einen Blind-Säulenabschnitt 15 auf, der über
eine Verschlußkappe 23 mit einer Verbindungslasche 24 verbunden ist. Diese Verbindungslasche
24 ist an ihrem einen Ende mit der Verschlußkappe 23 verbunden, insbesondere verschraubt.
Ebenso ist sie an ihrem anderen Ende mit einer weiteren Verschlußkappe 25 verbunden,
insbesondere verschraubt.
[0028] Sämtliche Säulenabschnitte 14, 15, 16 sind auf einen Säulenkern 26 aufgesteckt. Alternativ
können sie jedoch auch an jeweils einem Ende einen Zapfen und am gegenüberliegenden
Ende eine Ausnehmung aufweisen, um ineinander steckbar zu sein.
[0029] Das Abschlußteil 22 ist mit wenigstens einer der Säulen 12, 13 derart verbindbar,
daß es nicht abnehmbar ist, um somit einen Diebstahlschutz zu gewährleisten. Insbesondere
ist der Blind-Säulenabschnitt 15 des Abschlußteils 22 derart mit einem Säulenkern
26 verbunden, daß das Abschlußteil 22 nicht ohne weitere Hilfsmittel abnehmbar ist.
Es kann auch ein an diesem Blind-Säulenabschnitt 15 des Abschlußteils 22 vorgesehenes
Schloß in den Säulenkern 26 eingreifen, um ein unbefugtes Abnehmen des Abschlußteils
22 zu vermeiden.
[0030] Im mittleren Bereich weist die Säule 12 eine Bedieneinheit 28 auf, die über ein Display
28a verfügt. Diese Bedieneinheit 28 ist mittels des menschlichen Fingerabdrucks bedienbar.
Ein Schließfachbenutzer kann auf einem der Bedieneinheit 28 zugeordneten Sensor seinen
Finger legen. Der Sensor tastet das Muster des Fingers ab und öffnet ein dem jeweiligen
Benutzer zugeordnetes Schließfach. Die entsprechende Schließfachnummer wird im Display
28a angezeigt.
[0031] Fig. 2 zeigt die Schließfachanlage 10 aus Fig. 1 in einer Seitenansicht. Die röhrenförmigen
Abschnitte 18 der Schließfächer 11 bestehen aus zylinderförmigen Rohrabschnitten.
[0032] Fig. 3 zeigt eine Ansicht von oben der Schließfachanlage aus Fig. 1. Hierbei sind
beide Schließfachtüren 19 geöffnet, wobei die Scharniere 21 jeweils zwischen den beiden
röhrenförmigen Abschnitten 18 angeordnet sind. Die beiden röhrenförmigen Abschnitte
18 sind vorzugsweise miteinander verbunden. Es ist jedoch auch möglich die Schließfachanlage
derart aufzubauen, daß jeweils nur ein Schließfach 11 mit einem Modul-Säulenabschnitt
16 verbunden ist und zwischen den beiden benachbarten röhrenförmigen Abschnitten 18
ein geringer Zwischenraum verbleibt. In diesem Fall ist eine zusätzliche Verdrehsicherung
zwischen Modul-Säulenabschnitt 16 und Säulenkern 26 vorgesehen.
[0033] Die Verbindungslasche 24 ist über mehrere, insbesondere vier Schrauben 27 mit den
beiden Verschlußkappen 23 verbunden. Diese Verschlußkappen sind auf Säulenabschnitte
14, 15, 16 bzw. auf die jeweiligen Säulenkerne 26 aufsteckbar.
[0034] Fig. 4 zeigt ein einzelnes Schließfachmodul 17 bestehend aus zwei Schließfächern
11, die im Bereich des Scharniers 21 miteinander verbunden sind. An äußeren Abschnitten
der Schließfächer 11 sind die Modul-Säulenabschnitte 16 in der oben beschriebenen
Weise angeordnet, d.h. der linke Modul-Säulenabschnitt 16 weist mit seinem schräg
abgeschnittenen Ende nach oben und mit seinem senkrecht abgeschnittenen Ende nach
unten, während der rechte Modul-Säulenabschnitt 16 mit seinem schräg abgeschnittenen
Ende nach unten und seinem senkrecht abgeschnittenen Ende nach oben weist.
[0035] Bei der linken Schließfachtür 19 ist aus Darstellungsgründen im Bereich der Verbindung
des Schließfachs 11 mit dem Modul-Säulenabschnitt 16 ein Teil der Schließfachtür 19
nicht dargestellt. Hierdurch wird eine Verschlußstange 29 sichtbar, die zum Inneren
des Schließfachs 11 mit einer Abdeckung 30 abgedeckt ist. Diese Verschlußstange 29
greift bei geschlossener Schließfachtür 19 in die Schließfachtür 19 ein, um diese
zu verriegeln. Die Verschlußstange 29 ist vorzugsweise elektrisch bzw. elektromechanisch
betätigbar, um die Schließfachtür 19 entriegeln zu können. Der Entriegelungsmechanismus
ist jedoch auch pneumatisch oder hydraulisch betätigbar.
[0036] Im unteren Bereich der röhrenförmigen Abschnitte 18 der Schließfächer 11 befinden
sich Öffnungen 30a, um den Austritt von Schwitzwasser zu ermöglichen. Daher sind die
übereinander angeordneten Schließfächer auch mit einem gewissen Abstand A (siehe Fig.
6) zueinander angeordnet, damit austretendes Schwitzwasser ungehindert austreten kann.
Die Öffnungen 30a dienen ferner zur Belüftung des inneren Schließfachs. Durch ihre
Anbringung im Bereich des benachbarten Schließfachs ist trotz der Öffnung 30a eine
Einblick in das Schließfach nicht möglich, da ein eventueller Einblick durch das darunterliegende
Schließfach versperrt wird.
[0037] Fig. 5 zeigt das o.g. Abschlußteil 22 mit Verbindungslasche 24 und Abschlußkappen
23, die mit der Verbindungslasche 24 verbunden sind. An der linken Verschlußkappe
23 ist ein Blind-Säulenabschnitt 15 angebracht, wobei dessen senkrecht abgeschnittenes
Ende mit der Verschlußkappe 23 verbunden ist, also nach oben weist, während sein schräg
abgeschnittenes Ende nach unten weist, um bündig auf den Modul-Säulenabschnitt 16
aufsetzen zu können. In entsprechender Weise setzt die rechte Verschlußkappe 23 auf
den rechten Modul-Säulenabschnitt 16 auf und zwar ebenfalls bündig.
[0038] Fig. 6 zeigt eine Schließfachanlage 31, die aus einer Schließfachanlage gemäß Fig.
1 sowie einer Erweiterung besteht. Der unterste Abschnitt der Säulenkerne 26 der Säulen
12, 13, und 32 ist jeweils in einem Betonanker 33 eingegossen und dabei mit Verankerungselementen
34 verbunden.
[0039] Der untere Abschnitt des Säulenkerns 26 endet in einem Hohlraum 35 des Betonankers
33. Dieser Hohlraum weist eine Kabeldurchführung 36 auf, um Kabel von außerhalb in
den Hohlraum 35 zu führen. Derartige Kabel bestehen aus elektrischen und/oder optischen
Leitungen 38, die eine Bedieneinheit 37 mit den Entriegelungsmechanismen der einzelnen
Schließfächer verbinden. Die Leitungen 38 werden aus dem Hohlraum 35 kommend in das
Innere des rohrförmig ausgebildeten Säulenkerns 26 geleitet und im Bereich der schräg
abgeschnittenen Modul-Säulenabschnitte 16 mit einem Entriegelungsmechanismus verbunden.
[0040] Ein weiterer Vorteil der schräg abgeschnittenen Enden der Modul-Säulenabschnitte
besteht darin, daß aufgrund des schrägen Abschneidens das Innere dieser hülsenartigen
Säulenabschnitte bequem zugänglich ist, um beispielsweise an dieser Stelle die Leitungen
mit den Entriegelungsmechanismen der einzelnen Schließfächer 11 zu verbinden.
[0041] Die beschriebene Leitungsführung und Verbindung der Entriegelungsmechanismen mit
der Bedieneinheit 37 wiederholt sich für jede Säule 12, 13, 32.
[0042] Die Säulenkerne 26 sind ebenfalls abschnittsweise aufgebaut. Ein unterer Säulenabschnitt
39 erstreckt sich vom Betonanker 33 bis zum Beginn des untersten Schließfachmoduls
17. Die darüber angeordneten Säulenkernabschnitte sind von gleicher Länge, wobei deren
Länge der Höhe eines Schließfachmoduls entspricht. Alle Säulenkernabschnitt 39, 40
sind über Muffen 41 miteinander verbunden. Alternativ können die Säulenkernabschnitte
jedoch auch Gewindeabschnitte an ihren Endbereichen aufweisen, um miteinander verschraubt
werden zu können.
[0043] Die Bedieneinheit 37 ist nicht nur über die Leitungen 38 mit den Entriegelungsmechanismen
der Schließfächer 11, sondern auch über eine Datenleitung 42 sowie eine - ggf. mit
Solarenergie gespeiste - Stromversorgungsleitung 43 mit weiteren elektrischen Baugruppen
verbunden. Die Datenleitung 42 ist insbesondere mit einer zentralen Steuereinheit
(nicht dargestellt) verbunden, mittels derer eine Bedienperson die Schließfachanlage
an einem anderen Ort überwachen kann.
[0044] Mittels der Bedieneinheit 37 kann ein Schließfachbenutzer ein Schließfach mieten.
Dazu kann er an der Bedieneinheit oder an anderer Stelle entweder durch Bargeld oder
durch eine Wertkarte eine Gebühr für die Mietdauer entrichten. Über einen Finger-Print-Sensor
44 identifiziert sich der Benutzer und bekommt sodann über ein Display 45 ein ihm
zugewiesene Schließfachnummer mitgeteilt. Anschließend kann der Benutzer sein Schließfach
mit seinen Gegenständen beladen und durch einfaches Schließen der Tür automatisch
verriegeln. Durch die in Fig. 1 dargestellte Bedieneinheit 28 kann der Benutzer sein
Schließfach wiederum öffnen, indem er seinen Finger auf den entsprechenden Sensor
legt. Das Display 28a zeigt in Reaktion auf die Sensorbetätigung die dem Mieter zugewiesene
Schließfachnummer an. Im übrigen ist der Entriegelungsmechanismus derart gesteuert,
daß eine eindeutige, anonyme Zuordnung zum jeweiligen Benutzer bzw. Mieter erfolgt.
[0045] Aufgrund des besonderen Aufbaus der Schließfachmodule 17 in Form der nach oben bzw.
nach unten weisenden Modul-Säulenabschnitte 16 genügt es auch bei erweiterten Schließfachanlagen
31 gemäß Fig. 6 lediglich ein an einem äußeren Ende angebrachtes Abschlußteil 22 vorzusehen
und an der daran angebrachten Blind-Hülse zu verschließen. Dadurch ist das angrenzende
Schließfachmodul 17 gegen unbefugtes Herausnehmen gesichert und zwar durch seinen
nach unten weisenden Modul-Säulenabschnitt. Der andere, nach oben weisende Modul-Säulenabschnitt
16 dieses Moduls 17 sichert das danebenliegende Schließfachmodul 17 der Erweiterung.
Auf diese Weise kann eine aus einer Vielzahl von Erweiterungen bestehende Schließfachanlage
durch ein einziges Schloß an einem ersten Abschlußteil 22 gesichert werden. Durch
Öffnen dieses Schlosses kann auf einfache Weise die gesamte Schließfachanlage demontiert
werden, indem die jeweiligen Schließfachmodule 17 nach oben angenommen werden können.
Auf diese Weise ist es ohne großen Aufwand möglich, Schließfächer auszutauschen, zu
entfernen oder neu hinzuzufügen, ohne daß eine Vielzahl von Schraub-, Niet- oder Schweißverbindungen
gelöst werden müßte. Im übrigen sind die die Module tragenden Säulen bzw. Säulenkerne
derart ausgeführt, daß eine Ergänzung oder ein Austausch von Modulen im wesentlichen
ohne Demontage vorhandener Einheiten durchführbar ist.
[0046] Einzelne Schließfächer können auch Zusatzfunktionen aufweisen. Insbesondere können
sie mit Mikrofon oder Lautsprecher 48, Kamera 49 einer Notruftaste 50 und/oder Rote-Kreuz-Utensilien
versehen sein. Über die Leitungen 38 bzw. die Datenleitung 42 ist über die genannten
Kommunikationsmittel ein Dialog mit der Bedienperson in der zentralen Steuereinheit
möglich, um beispielsweise im Notfall Hilfe herbeirufen zu können. Ferner ist an der
Bedieneinheit 37 auch ein Bildschirm anbringbar zum Darstellen zusätzlicher Informationen.
[0047] Fig. 7 zeigt die Schließfachanlage gemäß Fig. 6 in einer Ansicht von oben, wobei
zwei Module 17, jeweils bestehend aus zwei Schließfächern 11 nebeneinander angeordnet
sind. Eine derartig erweiterte Schließfachanlage weist die drei o.g. Säulen 12, 13,
32 auf. Die Verbindungslaschen 24 sind ebenfalls über Schrauben 46 mit Verschlußkappen
47 verbunden.
[0048] Die Schließfachmodule 17 sind zwar jeweils als aus zwei Schließfächern 11 bestehend
beschrieben. Die Module 17 können jedoch auch aus einer anderen Anzahl von Schließfächern
11 bestehen und zwar insbesondere aus nur einem Schließfach 11 oder auch aus drei,
vier oder mehr Schließfächern.
[0049] Insgesamt bietet die erfindungsgemäße Schließfachanlage eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten.
Sie erlaubt insbesondere den Aufbau einer derartigen Schließfachanlage an Stränden
und somit im Freien. Hierbei kann die Größe einer Schließfachanlage ohne komplizierte
Maßnahmen an die vor Ort herrschenden Bedürfnisse, insbesondere an die Nachfrage der
Strandbesucher angepaßt werden. Durch die Verknüpfung mit Abtasteinrichtungen zum
Erfassen biometrischer Merkmale, wie Finger-Prints, kann die Schließfachanlage vorteilhaft
schlüssellos bedient werden und eignet sich daher besonders für Stände und ähnliches.
Bezugszeichenliste:
[0050]
- 10
- Schließfachanlage
- 11
- Schließfach
- 12
- Säule
- 13
- Säule
- 14
- Säulenabschnitt
- 15
- Blind-Säulenabschnitt
- 16
- Modul-Säulenabschnitt
- 17
- Schließfachmodul
- 18
- röhrenförmiger Abschnitt
- 19
- Schließfachtür
- 20
- Rückwand
- 21
- Scharnier
- 22
- Abschlußteil
- 23
- Verschlußkappe
- 24
- Verbindungslasche
- 25
- Verschlußkappe
- 26
- Säulenkern
- 27
- Schraube
- 28
- Bedieneinheit
- 28a
- Display
- 29
- Verschlußstange
- 30
- Abdeckung
- 30a
- Öffnung
- 31
- Schließfachanlage
- 32
- Säule
- 33
- Betonanker
- 34
- Verankerungselement
- 35
- Hohlraum
- 36
- Kabeldurchführung
- 37
- Bedieneinheit
- 38
- Leitung
- 39
- unterer Säulenkernabschnitt
- 40
- Säulenkernabschnitt
- 41
- Muffe
- 42
- Datenleitung
- 43
- Stromversorgung
- 44
- Finger-Print-Sensor
- 45
- Display
- 46
- Schraube
- 47
- Verschlußkappe
- 48
- Lautsprecher
- 49
- Kamera
- 50
- Notruftaste
- A
- Abstand
1. Schließfachanlage, insbesondere zur Aufstellung im Freien, mit mehreren Schließfachmodulen
(17) mit jeweils wenigstens einem Schließfach (11 ), insbesondere zwei Schließfächern
(11) und wenigstens einem damit verbundenen Säulenabschnitt - sog. Modul-Säulenabschnitt
(16)-, der bei mehreren zusammengesetzten Schließfachmodulen mit weiteren Modul-Säulenabschnitten
(14, 15, 16) wenigstens eine Säule (12, 13, 32) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwei an einander gegenüberliegenden Schließfachmodulseiten befestigte Modul-Säulenabschnitte
jeweils zum Teil über die Höhe eines Moduls erstrecken.
2. Schließfachanlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei oder drei Säulen (12, 13, 32).
3. Schließfachanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schließfach (11) lösbar, beispielsweise verschraubt, oder nicht-lösbar, beispielsweise
verschweißt oder vernietet, mit einem Modul-Säulenabschnitt (16) verbunden ist.
4. Schließfachanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Modul-Säulenabschnitt nach unten und der anderen Abschnitt (16) nach oben
weist, derart, dass der eine Abschnitt (16) eines ersten Moduls (17) auf den anderen
Abschnitt (16) eines seitlich benachbarten zweiten Moduls (17) aufsetzbar ist, so
dass insbesondere die beiden letztgenannten Abschnitte (16) sich insgesamt über die
Höhe des Moduls (17) erstrecken.
5. Schließfachanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Blind-Säulenabschnitte (16) zwischen den Modul-Säulenabschnitten (16) äußerer Säulen
(12, 13, 32) angeordnet sind und insbesondere die Modul-Säulenabschnitte (16) und
Blind-Säulenabschnitte (16) im wesentlichen gleiche Gestalt aufweisen und insbesondere
eine gemeinsame Höhe von einem Modul-Säulenabschnitt (16) und einem über oder unter
diesem Modul-Säulenabschnitt (16) angeordneten Blind-Säulenabschnitt (15) im wesentlichen
der Höhe eines Schließfachmoduls (17) entspricht.
6. Schließfachanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Säulenabschnitt (15, 16) hülsenartig ausgebildet ist, insbesondere nach Art
eines an einem Ende schräg und am anderen Ende senkrecht abgeschnittenen Rohres, und
jede Säule (12, 13, 32) einen oder mehrere Säulenkerne (26) aufweist, die von den
hülsenartigen Säulenabschnitten (15, 16) umgeben und abschnittsweise zusammengesetzt
sind, das Säulenabschnittsinnere wenigstens zum Teil ausfüllen und sich längs der
Säulen (12, 13, 32) erstrecken, um einen zentralen Pfosten zu bilden, wobei insbesondere
die Säulenkerne (26) einer Säule (12, 13, 32) über Muffen (41 ) und/oder Gewinde lösbar
verbindbar sind.
7. Schließfachanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Säule (12, 13, 32) an ihrem unteren Ende einen im Boden befestigbaren Anker
(33), insbesondere einen Betonanker, aufweist.
8. Schließfachanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Säule (12, 13, 32), insbesondere die hülsenartigen Säulenabschnitte
(15, 16) und/oder Säulenkerne (26), und/oder der Anker (33) einen Hohlraum zur Aufnahme
von elektrischen und/oder optischen Leitungen (38) zur Signalübertragung und/oder
Stromversorgung aufweist, wobei die elektrischen und/oder optischen Leitungen (38)
insbesondere einen Entriegelungsmechanismus zum Entriegeln einer Schließfachtür (19)
mit einer Steuereinheit und/oder Bedieneinheit (37) verbinden, wobei die Bedieneinheit
(37) insbesondere über biometrische Merkmale, insbesondere sogenannte Finger-Prints,
eine Tastatur zur Codeeingabe und/oder einen Datenträger, insbesondere eine Chipkarte,
zur Identifikation eines Berechtigten und zur Betätigung des Entriegelungsmechanismus
betätigbar ist.
9. Schließfachanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Schließfächer (11) einen Lautsprecher (48), eine Überwachungskamera
und/oder Erste-Hilfe-Utensilien, beispielsweise eine Rettungsweste, aufweisen.
10. Schließfachanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines, mehrere oder alle Schließfächer (11) einen röhrenförmigen, in seiner Längsachse
im wesentlichen waagerecht ausgerichteten Abschnitt (18) aufweisen, der, insbesondere
entlang einer lotrecht unterhalb der Längsachse verlaufenden Linie, eine oder mehrere
Öffnungen (30a) zur Belüftung und/oder zum Ablauf von Schwitzwasser aufweist.
1. Locker installation, in particular for setting up outdoors, having a plurality of
locker modules (17) each with at least one locker (11), in particular two lockers
(11) and at least one column section - a so-called module column section (16) - which
is connected thereto and, in the case of a plurality of assembled locker modules with
further module column sections (14, 15, 16) forms at least one column (12, 13, 32),
characterized in that two module column sections fastened on opposite locker-module sides each extend in
part over the height of a module.
2. Locker installation according to Claim 1, characterized by two or three columns (12, 13, 32).
3. Locker installation according to one of the preceding claims, characterized in that a locker (11) is connected to a module column section (16) in a releasable manner,
for example by screw-connection, or a non-releasable manner, for example by welding
or riveting.
4. Locker installation according to one of the preceding claims, characterized in that one module column section is oriented downwards and the other section (16) is oriented
upwards, such that one section (16) of a first module (17) can be positioned on the
other section (16) of a laterally adjacent, second module (17), with the result that
the two last-mentioned sections (16) in particular extend jointly over the height
of the module (17).
5. Locker installation according to one of the preceding claims, characterized in that dummy column sections (15) are arranged between the module column sections (16) of
outer columns (12, 13, 32), and in particular the module column sections (16) and
dummy column sections (15) have essentially the same configuration, and in particular
the joint height of a module column section (16) and a dummy column section (15) arranged
above or beneath said module column section (16) corresponds essentially to the height
of a locker module (17).
6. Locker installation according to one of the preceding claims, characterized in that each column section (15, 16) is of sleeve-like design, in particular in the manner
of a tube which is cut off obliquely at one end and perpendicularly at the other end,
and each column (12, 13, 32) has one or more column cores (26), which are enclosed
by the sleeve-like column sections (15, 16) and are made up of sections, fill the
column-section interior, at least in part, and extend along the columns (12, 13, 32)
in order to form a central post, it being possible, in particular, for the column
cores (26) of a column (12, 13, 32) to be connected in a releasable manner via bushings
(41) and/or threads.
7. Locker installation according to one of the preceding claims, characterized in that each column (12, 13, 32) has, at its bottom end, an anchor (33), in particular a
concrete anchor, which can be fastened in the ground.
8. Locker installation according to one of the preceding claims, characterized in that at least one column (12, 13, 32), in particular the sleeve-like column sections (15,
16) and/or column cores (26), and/or the anchor (33) have/has a cavity for accommodating
electric and/or optical cables (38) for signal transmission and or power supply, the
electric and/or optical cables (38) connecting, in particular, an unlocking mechanism
for unlocking a locker door (19) with a control unit and/or operating unit (37), it
being possible for the operating unit (37) to be activated, in particular, via biometric
features, in particular so-called fingerprints, a code-entry keypad and/or a data
carrier, in particular a chip card, for identifying an authorized individual and for
actuation the unlocking mechanism.
9. Locker installation according to one of the preceding, claims, characterized in that one or more lockers (11) has or have a loudspeaker (48), a monitoring camera and/or
first-aid utensils, for example a life-vest.
10. Locker installation according to one of the preceding claims, characterized in that one or more of the lockers (11), or all of the lockers (11) have a tubular section
(18) which is oriented essentially horizontally along its longitudinal axis and, in
particular along a line running vertically beneath the longitudinal axis, has one
or more openings (30a) for ventilation purposes and/or for the discharge of condensation.
1. Ensemble de coffres, en particulier destiné à être installé en plein air, comportant
plusieurs modules de coffres (17) contenant chacun au moins un coffre (11), en particulier
deux coffres (11), et un tronçon de colonne joint à celui-ci ou ceux-ci, dit tronçon
de colonne de module (16), qui, dans le cas de plusieurs modules de coffres assemblés,
forme avec d'autres tronçons de colonne de module (14, 15, 16) au moins une colonne
(12, 13, 32), caractérisé par le fait que deux tronçons de colonne de module fixés sur des côtés opposés du module de coffres
s'étendent chacun en partie sur la hauteur d'un module.
2. Ensemble de coffres selon la revendication 1, caractérisé par deux on trois colonnes (12, 13, 32).
3. Ensemble de coffres selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un coffre (11) est joint de manière amovible, par exemple vissé, ou de manière inamovible,
par exemple soudé ou rivé, à un tronçon de colonne de module (16).
4. Ensemble de coffres selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un tronçon de colonne de module est dirigé vers le bas et l'autre tronçon (16) dirigé
vers le haut, de façon telle qu'un tronçon (16) d'un premier module (17) puisse se
poser sur un autre tronçon (16) d'un deuxième module (17) voisin latéralement, de
façon qu'en particulier les deux tronçons (16) cités en dernier lieu s'étendent ensemble
sur la hauteur du module (17).
5. Ensemble de coffres selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que des faux tronçons de colonne (16) sont placés entre les tronçons de colonne de module
(16) de colonnes extérieures (12, 13, 32), et en particulier, les tronçons de colonne
de module (16) et les faux tronçons de colonne (16) ont sensiblement la même forme,
et en particulier, une hauteur commune d'un tronçon de colonne de module (16) et d'un
faux tronçon de colonne (15) placé au-dessus ou au-dessous de' ce tronçon de colonne
de module (16) correspond sensiblement à la hauteur d'un module de coffres (17).
6. Ensemble de coffres selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que chaque tronçon de colonne (15, 16) est en forme de fourreau, en particulier à la
manière d'un tube coupé obliquement à une extrémité et droit à l'autre extrémité,
et chaque colonne (12, 13, 32) présente un ou plusieurs noyaux (26) qui sont entourés
par les tronçons de colonne du genre fourreau (15, 16) et sont assemblés par morceaux,
remplissent au moins en partie l'intérieur du tronçon de colonne et s'étendent le
long des colonnes (12, 13, 32) pour former un poteau central, et en particulier, les
noyaux (26) d'une colonne (12, 13, 32) peuvent être assemblés de manière démontable
au moyen de manchons (41) et/ou de filetages.
7. Ensemble de coffres selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que chaque colonne (12, 13, 32) présente à son extrémité inférieure une ancre (33) pouvant
être fixée dans le sol, en particulier une ancre en béton.
8. Ensemble de coffres selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'au moins une colonne (12, 13, 32), en particulier les tronçons de colonne du genre
fourreau (15, 16) et/ou les noyaux de colonne (26), et/ou l'ancre (33) présente une
cavité destinée à recevoir des lignes électriques et/ou optiques (38) pour la transmission
de signaux et/ou l'alimentation en courant, les lignes électriques et/ou optiques
(38) reliant en particulier un mécanisme de déverrouillage d'une porte de coffre (19)
à un dispositif de commande et/ou un dispositif de manoeuvre (37), le dispositif de
manoeuvre (37) pouvant être actionné en particulier au moyen de caractères biométriques,
en particulier d'empreintes digitales, d'un clavier pour l'entrée de code et/ou d'un
support de données, en particulier d'une carte à puce, pour l'identification d'une
personne autorisée ou pour l'actionnement du mécanisme de déverrouillage.
9. Ensemble de coffres selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un ou plusieurs coffres (11) présentent un haut-parleur (48), une caméra de surveillance
et/ou du matériel de premier secours, par exemple un gilet de sauvetage.
10. Ensemble de coffres selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un ou plusieurs coffres (11) ou tous présentent une partie tubulaire (18) dont l'axe
longitudinal est dirigé sensiblement horizontalement et qui présente, en particulier
le long d'une ligne verticale située au-dessous dudit axe longitudinal, une ou plusieurs
ouvertures (30a) d'aération et/ou d'évacuation de l'eau de condensation.