[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft enzymhaltige Wasch- und Reinigungsmittel, die
neben üblichen Bestandteilen eine Amylase aus Bacillus amyloliquefaciens und bestimmte
bleichaktivierende Wirkstoffe enthalten.
[0002] Waschmittel enthalten neben den für den Waschprozess unverzichtbaren Inhaltsstoffen
wie Tensiden und Buildermaterialien in der Regel weitere Bestandteile, die man unter
dem Begriff Waschhilfsstoffe zusammenfassen kann und die so unterschiedliche Wirkstoffgruppen
wie Schaumregulatoren, Vergrauungsinhibitoren, Bleichmittel, Bleichaktivatoren und
Farbübertragungsinhibitoren umfassen. Zu derartigen Hilfsstoffen gehören auch Substanzen,
welche die Tensidleistung durch den enzymatischen Abbau von auf dem Textil befindlichen
Anschmutzungen unterstützen. Gleiches gilt sinngemäß auch für Reinigungsmittel für
harte Oberflächen. Dabei kommt neben den die Proteinentfernung unterstützenden Proteasen
und den fettspaltenden Lipasen den Amylasen besondere Bedeutung zu. Amylasen haben
die Aufgabe, die Entfernung stärkehaltiger Anschmutzungen durch die katalytische Hydrolyse
des Stärke-Polysaccharids zu erleichtern und werden zu diesem Zweck seit längerer
Zeit in Reinigungsmitteln für Geschirr, aber auch in Waschmitteln zum Einsatz in der
Textilwäsche eingesetzt. Zum weitaus überwiegenden Teil handelte es sich dabei bisher
um eine thermostabile Amylase aus Bacillus licheniformis, die beispielsweise unter
der Bezeichnung Termamyl® handelsüblich ist. In neuerer Zeit kommen in solchen Mitteln
verstärkt gentechnisch veränderte Amylasen, das heißt mit im Vergleich zu natürlich
vorkommenden Amylasen mit Hilfe gentechnologischer Methoden veränderter Aminosäuresequenz,
zum Einsatz. Neben der Erhöhung ihrer Leistungsfähigkeit hat die gentechnische Modifikation
von Amylasen im wesentlichen die Stabilitätserhöhung des Enzyms, insbesondere gegen
den Angriff von Oxdationsmitteln, zum Ziel. Ein Ansatz zur Erreichung dieses Ziels,
der in der internationalen Patentanmeldung WO 94/18314 vorgeschlagen wurde, besteht
in der Entfernung besonders oxidationsanfälliger Aminosäuren, wie Methionin, Tryptophan,
Cystein oder Tyrosin, aus der Aminosäuresequenz der Amylase, oder deren Austausch
durch andere, oxidationsstabilere Aminosäuren. Ein ähnliches Vorgehen wird auch in
der internationalen Patentanmeldung WO 95/21247 vorgeschlagen, die empfiehlt, in der
Amylase-Aminosäuresequenz mindestens ein Methionin durch eine Aminosäure, die weder
Methionin noch Cystein ist, auszutauschen.
[0003] Wenngleich derartige gentechnische Modifikationen zwar zu einer verbesserten Amylasestabilität
unter bestimmten Anwendungsbedingungen führen können, tragen sie aber nicht zur Erhöhung
des Beitrags der Amylase an der Wasch- beziehungsweise Reinigungsleistung entsprechender
Mittel bei, in denen die Amylase enthalten ist.
[0004] Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß die Kombination aus einer natürlich vorkommenden
α-Amylase mit bestimmten bleichaktivierenden Wirkstoffen vom Typ der Acetonitril-Derivate
zu unerwartetet synergistischen Leistungsverbesserungen führt, wenn man sie in Wasch-
oder Reinigungsmitteln einsetzt.
[0005] Gegenstand der Erfindung ist daher ein amylasehaltiges Wasch- oder Reinigungsmittel,
das α-Amylase aus Bacillus amyloliquefaciens und mindestens eine Verbindung der allgemeinen
Formel I,
R
1R
2R
3N
+CH
2CN X
- (I)
in der R
1, R
2 und R
3 unabhängig voneinander eine Alkyl-, Alkenyl oder Arylgruppe mit 1 bis 18 C-Atomen
ist, wobei die Gruppen R
2 und R
3 auch Teil eines das N-Atom und gegebenenfalls weitere Heteroratome einschließenden
Heterocyclusses sein können, und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, neben üblichen
mit derartigen Bestandteilen verträglichen Inhaltsstoffen enthält.
[0006] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer entsprechenden Kombination
zur Erhöhung der Reinigungsleistung von Wasch- und Reinigungsmitteln, insbesondere
gegenüber stärkehaltigen und/oder gefärbten, insbesondere teebasierten Anschmutzungen,
bei deren Anwendung in insbesondere wäßrigen Wasch- und Reinigungslösungen, die eine
Persauerstoffverbindung enthalten. Die Reinigungsleistung gegenüber gefärbten Anschmutzungen
ist dabei in ihrer weitesten Bedeutung zu verstehen und urnfaßt sowohl das Bleichen
von sich auf dem Textil befindenden Schmutz, das Bleichen von in der Waschflotte befindlichem,
vom Textil abgelösten Schmutz als auch das oxidative Zerstören von sich in der Waschflotte
befindenden Textilfarben, die sich unter den Waschbedingungen von Textilien ablösen,
bevor sie auf andersfarbige Textilien aufziehen können. Auch beim Einsatz in Reinigungslösungen
für harte Oberflächen wird unter diesem Begriff sowohl das Bleichen von sich auf der
harten Oberfläche befindendem Schmutz, insbesondere Tee, als auch das Bleichen von
in der Geschirrspülflotte befindlichem, von der harten Oberfläche abgelösten Schmutz
verstanden.
[0007] α-Amylase aus Bacillus amyloliquefaciens ist seit langem, beispielsweise aus der
US-amerikanischen Patentschrift US 1 227 374, bekannt. Sie ist zum Beispiel unter
der Bezeichnung Amylase BAN® im Handel erhältlich.
[0008] Ein erfindungsgemäßes Mittel enthält vorzugsweise 0,001 mg bis 0,5 mg, insbesondere
0,02 mg bis 0,3 mg an amylolytischem Protein pro Gramm des gesamten Mittels. Die Proteinkonzentration
kann mit Hilfe bekannter Methoden, zum Beispiel dem Bicinchonsäure-Verfahren (BCA-Verfahren,
Pierce Chemical Co., Rockford, IL) oder dem Biuret-Verfahren (A.G. Gornall, C.S. Bardawill
und M.M. David, J. Biol. Chem.
177, 751-766, 1948) bestimmt werden.
[0009] Die Herstellung von Verbindungen gemäß Formel I kann nach bekannten Verfahren oder
in Anlehnung an diese erfolgen, wie sie zum Beispiel von Abraham in Progr. Phys. Org.
Chem.
11 (1974), S. 1ff, oder von Arnett in J. Am. Chem. Soc.
102 (1980), S. 5892ff veröffentlicht worden sind. Verbindungen gemäß allgemeiner Formel
I sind in den europäischen Patentanmeldungen EP 0 464 880, EP 0 458 396 und EP 0 790
244 oder den internationalen Patentanmeldungen WO 96/40661 und PCT/EP 97/06527 beschrieben
worden.
[0010] Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Verbindungen gemäß Formel I, in denen
R
2 und R
3 unter Einbeziehung des quaternären N-Atoms einen Morpholinium-Ring bilden. In diesen
ist R
1 vorzugsweise eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 C-Atomen, insbesondere eine Methylgruppe.
[0011] Zu den Anionen X
- gehören insbesondere die Halogenide wie Chlorid, Fluorid, Iodid und Bromid, Nitrat,
Hydroxid, Hexafluorophosphat, Sulfat, Hydrogensulfat, Metho- und Ethosulfat, Chlorat,
Perchlorat, und die Anionen von Carbonsäuren wie Formiat, Acetat, Benzoat oder Citrat.
Bevorzugt ist der Einsatz von Verbindungen gemäß Formel I, in denen X
- Sulfat, Hydrogensulfat oder Methosulfat ist.
[0012] Ein Acetonitril-Derivat gemäß Formel I ist in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise
in Mengen von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-% bis 7 Gew.-% enthalten.
[0013] Die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel, die als insbesondere pulverförmige
Feststoffe, in nachverdichteter Teilchenform, als homogene Lösungen oder Suspensionen
vorliegen können, können außer der erfindungsgemäß eingesetzten Wirkstoffkombination
im Prinzip alle bekannten und in derartigen Mitteln üblichen Inhaltsstoffe enthalten.
Die erfindungsgemäßen Mittel können insbesondere Buildersubstanzen, oberflächenaktive
Tenside, Bleichmittel auf Basis organischer und/oder anorganischer Persauerstoffverbindungen,
zusätzliche Bleichaktivatoren, wassermischbare organische Lösungsmittel, zusätzliche
Enzyme, Sequestrierungsmittel, Elektrolyte, pH-Regulatoren und weitere Hilfsstoffe,
wie optische Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren, Schaumregulatoren,
Silberkorrosionsinhibitoren sowie Farb- und Duftstoffe enthalten.
[0014] Die erfindungsgemäßen Mittel können ein Tensid oder mehrere Tenside enthalten, wobei
insbesondere anionische Tenside, nichtionische Tenside und deren Gemische, aber auch
kationische, zwitterionische und amphotere Tenside in Frage kommen.
[0015] Geeignete nichtionische Tenside sind insbesondere Alkylglykoside und Ethoxylierungsund/oder
Propoxylierungsprodukte von Alkylglykosiden oder linearen oder verzweigten Alkoholen
mit jeweils 12 bis 18 C-Atomen im Alkylteil und 3 bis 20, vorzugsweise 4 bis 10 Alkylethergruppen.
Weiterhin sind entsprechende Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte von
N-Alkyl-aminen, vicinalen Diolen, Fettsäureestern und Fettsäureamiden, die hinsichtlich
des Alkylteils den genannten langkettigen Alkoholderivaten entsprechen, sowie von
Alkylphenolen mit 5 bis 12 C-Atomen im Alkylrest brauchbar.
[0016] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann beziehungsweise lineare
und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in
Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen
Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-. Palm-,
Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt.
Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C
12-C
14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-C
11-Alkohole mit 7 EO, C
13-C
15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-C
18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-C
14-Alkohol mit 3 EO und C
12-C
18-Alkohol mit 7 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind (Talg-)
Fettalkohole mit 14 EO, 16 EO, 20 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Insbesondere in Reinigungsmitteln
für den Einsatz in maschinellen Geschirrspülverfahren werden üblicherweise extrem
schaumarme Verbindungen eingesetzt. Hierzu zählen vorzugsweise C
12-C
18-Alkylpolyethylenglykol-polypropylenglykolether mit jeweils bei zu 8 Mol Ethylenoxid-
und Propylenoxideinheiten im Molekül. Man kann aber auch andere bekannt schaumarme
nichtionische Tenside verwenden, wie zum Beispiel C
12-C
18-Alkylpolyethylenglykol-polybutylenglykolether mit jeweils bis zu 8 Mol Ethylenoxid-
und Butylenoxideinheiten im Molekül sowie endgruppenverschlossene Alkylpolyalkylenglykolmischether.
Besonders bevorzugt sind auch die hydroxylgruppenhaltigen alkoxylierten Alkohole,
wie sie in der europäischen Patentanmeldung EP 0 300 305 beschrieben sind, sogenannte
Hydroxymischether. Zu den nichtionischen Tensiden zählen auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise
für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von Monoglykosiden
und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl - die als analytisch zu bestimmende
Größe auch gebrochene Werte annehmen kann - zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt
x bei 1,2 bis 1,4. Ebenfalls geeignet sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (II),
in der R
1CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen. R
2 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht:

Vorzugsweise leiten sich die Polyhydroxyfettsäureamide von reduzierenden Zuckern
mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere von der Glucose ab. Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide
gehören auch Verbindungen der Formel (III),

in der R
3 für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen,
R
4 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylenrest oder einen Arylenrest
mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
5 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-C
4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind, und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest,
dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder alkoxylierte,
vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes steht. [Z] wird
auch hier vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines Zuckers wie Glucose, Fructose,
Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose erhalten. Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten
Verbindungen können dann beispielsweise nach der Lehre der internationalen Patentanmeldung
WO 95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids
als Katalysator in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden. Eine
weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als alleiniges
nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden, insbesondere
zusammen mit alkoxylierten Fettalkoholen und/oder Alkylglykosiden, eingesetzt werden,
sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester,
vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester,
wie sie beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben
sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Patentanmeldung WO 90/13533
beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Auch nichtionische Tenside vom Typ der
Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid,
und der Fettsäurealkanolamide können geeignet sein. Die Menge dieser nichtionischen
Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere
nicht mehr als die Hälfte davon. Als weitere Tenside kommen sogenannte Gemini-Tenside
in Betracht. Hierunter werden im allgemeinen solche Verbindungen verstanden, die zwei
hydrophile Gruppen pro Molekül besitzen. Diese Gruppen sind in der Regel durch einen
sogenannten "Spacer" voneinander getrennt. Dieser Spacer ist in der Regel eine Kohlenstoffkette,
die lang genug sein sollte, daß die hydrophilen Gruppen einen ausreichenden Abstand
haben, damit sie unabhängig voneinander agieren können. Derartige Tenside zeichnen
sich im allgemeinen durch eine ungewöhnlich geringe kritische Micellkonzentration
und die Fähigkeit, die Oberflächenspannung des Wassers stark zu reduzieren, aus. In
Ausnahmefällen werden unter dem Ausdruck Gemini-Tenside nicht nur derartig "dimere",
sondern auch entsprechend "trimere" Tenside verstanden. Geeignete Gemini-Tenside sind
beispielsweise sulfatierte Hydroxymischether gemäß der deutschen Patentanmeldung DE
43 21 022 oder Dimeralkohol-bis- und Trimeralkohol-tris-sulfate und -ethersulfate
gemäß der deutschen Patentanmeldung DE 195 03 061. Endgruppenverschlossene dimere
und trimere Mischether gemäß der deutschen Patentanmeldung DE 195 13 391 zeichnen
sich insbesondere durch ihre Bi- und Multifunktionalität aus. So besitzen die genannten
endgruppenverschlossenen Tenside gute Netzeigenschaften und sind dabei schaumarm,
so daß sie sich insbesondere für den Einsatz in maschinellen Wasch- oder Reinigungsverfahren
eignen. Eingesetzt werden können aber auch Gemini-Polyhydroxyfettsäureamide oder Poly-Polyhydroxyfettsäureamide,
wie sie in den internationalen Patentanmeldungen WO 95/19953, WO 95/19954 und WO 95/19955
beschrieben werden.
[0017] Geeignete anionische Tenside sind insbesondere Seifen und solche, die Sulfat- oder
Sulfonat-Gruppen enthalten. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen vorzugsweise C
9-C
13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, das heißt Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-C
18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-C
18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse beziehungsweise Neutralisation gewonnen werden. Geeignet sind auch die Ester
von α-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), zum Beispiel die α-sulfonierten Methylester
der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, die durch α-Sulfonierung der
Methylester von Fettsäuren pflanzlichen und/oder tierischen Ursprungs mit 8 bis 20
C-Atomen im Fettsäuremolekül und nachfolgende Neutralisation zu wasserlöslichen Mono-Salzen
hergestellt werden, in Betracht. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um die α-sulfonierten
Ester der hydrierten Kokos-, Palm-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, wobei auch Sulfonierungsprodukte
von ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Ölsäure, in geringen Mengen, vorzugsweise
in Mengen nicht oberhalb etwa 2 bis 3 Gew.-%, vorhanden sein können. Insbesondere
sind α-Sulfofettsäurealkylester bevorzugt, die eine Alkylkette mit nicht mehr als
4 C-Atomen in der Estergruppe aufweisen, beispielsweise Methylester, Ethylester, Propylester
und Butylester. Mit besonderem Vorteil werden die Methylester der α-Sulfofettsäuren
(MES), aber auch deren verseifte Disalze eingesetzt. Weitere geeignete Aniontenside
sind sulfierte Fettsäureglycerinester, welche Mono-, Di- und Triester sowie deren
Gemische darstellen, wie sie bei der Herstellung durch Veresterung durch ein Monoglycerin
mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2
Mol Glycerin erhalten werden. Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere
die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C
12-C
18-Fettalkohole beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge. welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate insbesondere bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise
gemäß den US-amerikanischen Patentschriften US 3 234 258 oder US 5 075 041 hergestellt
werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen DAN® erhalten
werden können, sind geeignete Aniontenside. Geeignet sind auch die Schwefelsäuremonoester
der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen oder verzweigten C
7-C
21-Alkohole, wie 2-Methylverzweigte C
9-C
11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-C
18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO. Zu den bevorzugten Aniontensiden gehören auch die Salze
der Alkylsulfobernsteinsäure, die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester
bezeichnet werden, und die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit
Alkoholen. vorzugsweise Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen
darstellen. Bevorzugte Sulfosuccinate enthalten C
8- bis C
18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen. Dabei sind wiederum Sulfosuccinate,
deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung
ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist es auch möglich, Alk(en)ylbemsteinsäure
mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alk(en)ylkette oder deren Salze
einzusetzen. Als weitere anionische Tenside kommen Fettsäure-Derivate von Aminosäuren,
beispielsweise von N-Methyltaurin (Tauride) und/oder von N-Methylglycin (Sarkoside)
in Betracht. Insbesondere bevorzugt sind dabei die Sarkoside beziehungsweise die Sarkosinate
und hier vor allem Sarkosinate von höheren und gegebenenfalls einfach oder mehrfach
ungesättigten Fettsäuren wie Oleylsarkosinat. Als weitere anionische Tenside kommen
insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind insbesondere gesättigte Fettsäureseifen,
wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierten
Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, zum Beispiel
Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren. abgeleitete Seifengemische. Zusammen mit diesen
Seifen oder als Ersatzmittel für Seifen können auch die bekannten Alkenylbernsteinsäuresalze
eingesetzt werden.
[0018] Die anionischen Tenside, einschließlich der Seifen, können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in
Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0019] Tenside sind in erfindungsgemäßen Waschmitteln in Mengenanteilen von vorzugsweise
5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, insbesondere von 8 Gew.-% bis 30 Gew.-%, enthalten, wohingegen
Mittel zur Reinigung harter Oberflächen, insbesondere zur maschinellen Reinigung von
Geschirr, niedrigere Tensidgehalte von bis zu 10 Gew.-%, insbesondere bis zu 5 Gew.-%
und vorzugsweise im Bereich von 0,5 Gew.-% bis 3 Gew.-% aufweisen.
[0020] Ein erfindungsgemäßes Mittel enthält vorzugsweise mindestens einen wasserlöslichen
und/oder wasserunlöslichen, organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen
organischen Buildersubstanzen gehören Polycarbonsäuren, insbesondere Citronensäure
und Zuckersäuren, monomere und polymere Aminopolycarbonsäuren, insbesondere Methylglycindiessigsäure,
Nitrilotriessigsäure und Ethylendiamintetraessigsäure sowie Polyasparaginsäure, Polyphosphonsäuren,
insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure), Ethylendiamintetrakis(methylenphosphonsäure)
und 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, polymere Hydroxyverbindungen wie Dextrin sowie
polymere (Poly-)carbonsäuren, insbesondere die durch Oxidation von Polysacchariden
beziehungsweise Dextrinen zugänglichen Polycarboxylate der europäischen Patentschrift
EP 0 625 992 beziehungsweise der internationalen Patentanmeldung WO 92/18542 oder
der europäischen Patentschrift EP 0 232 202, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren,
Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer
Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative
Molekülmasse der Homopolymeren ungesättiger Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen
3 000 und 200 000, die der Copolymeren zwischen 2 000 und 200 000, vorzugsweise 30
000 bis 120 000, jeweils bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer
weist eine relative Molekülmasse von 30 000 bis 100 000 auf. Handelsübliche Produkte
sind zum Beispiel Sokalan® CP 5, CP 10 und PA 30 der Firma BASF. Geeignete, wenn auch
weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure oder
Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen
und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche
organische Buildersubstanzen können auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere
zwei ungesättigte Säuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol
und/oder einem veresterten Vinylalkohol oder ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste
saure Monomer beziehungsweise dessen Salz leitet sich von einer monoethylenisch ungesättigten
C
3-C
8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C
3-C
4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth)-acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C
4-C
8-Dicarbonsäure, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist, und/oder ein Derivat einer
Allylsulfonsäure, die in 2-Stellung mit einem Alkyl- oder Arylrest substituiert ist,
sein. Derartige Polymere lassen sich insbesondere nach Verfahren herstellen, die in
der deutschen Patentschrift DE 42 21 381 und der deutschen Patentanmeldung DE 43 00
772 beschrieben sind, und weisen im allgemeinen eine relative Molekülmasse zwischen
1 000 und 200 000 auf. Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen
Patentanmeldungen DE 43 03 320 und DE 44 17 734 beschrieben werden und als Monomere
vorzugsweise Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze beziehungsweise Vinylacetat aufweisen.
Die organischen Buildersubstanzen können, insbesondere zur Herstellung flüssiger Mittel,
in Form wäßriger Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger wäßriger
Lösungen eingesetzt werden. Alle genannten Säuren werden in der Regel in Form ihrer
wasserlöslichen Salze, insbesondere ihre Alkalisalze, eingesetzt.
[0021] Derartige organische Buildersubstanzen können gewünschtenfalls in Mengen bis zu 40
Gew.-%, insbesondere bis zu 25 Gew.-% und vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 8 Gew.-% enthalten
sein. Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in pastenförmigen oder
flüssigen, insbesondere wasserhaltigen, erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt.
[0022] Als wasserlösliche anorganische Buildermaterialien kommen insbesondere Alkalisilikate,
Alkalicarbonate und Alkaliphosphate, die in Form ihrer alkalischen, neutralen oder
sauren Natrium- oder Kaliumsalze vorliegen können, in Betracht. Beispiele hierfür
sind Trinatriumphosphat, Tetranatriumdiphosphat, Dinatriumdihydrogendiphosphat, Pentanatriumtriphosphat,
sogenanntes Natriumhexametaphosphat, oligomeres Trinatriumphosphat mit Oligomerisierungsgraden
von 5 bis 1000, insbesondere 5 bis 50, sowie die entsprechenden Kaliumsalze beziehungsweise
Gemische aus Natrium- und Kaliumsalzen. Als wasserunlösliche, wasserdispergierbare
anorganische Buildermaterialien werden insbesondere kristalline oder amorphe Alkalialumosilikate,
in Mengen von bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise nicht über 40 Gew.-% und in flüssigen
Mitteln insbesondere von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, eingesetzt. Unter diesen sind die
kristallinen Natriumalumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith A,
P und gegebenenfalls X, allein oder in Mischungen, beispielsweise in Form eines Co-Kristallisats
aus den Zeolithen A und X (Vegobond® AX, ein Handelsprodukt der Condea Augusta S.p.A.),
bevorzugt. Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen
Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate weisen insbesondere keine Teilchen mit
einer Korngröße über 30 µm auf und bestehen vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus
Teilchen mit einer Größe unter 10 µm. Ihr Calciumbindevermögen, das nach den Angaben
der deutschen Patentschrift DE 24 12 837 bestimmt werden kann, liegt in der Regel
im Bereich von 100 bis 200 mg CaO pro Gramm.
[0023] Geeignete Substitute beziehungsweise Teilsubstitute für das genannte Alumosilikat
sind kristalline Alkalisilikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen Silikaten
vorliegen können. Die in den erfindungsgemäßen Mitteln als Gerüststoffe brauchbaren
Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid zu SiO
2 unter 0.95, insbesondere von 1:1.1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin
vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen
Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:2 bis 1:2,8. Solche mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:1,9 bis 1:2,8 können nach dem Verfahren der europäischen Patentanmeldung EP
0 425 427 hergestellt werden. Als kristalline Silikate, die allein oder im Gemisch
mit amorphen Silikaten vorliegen können, werden vorzugsweise kristalline Schichtsilikate
der allgemeinen Formel Na
2Si
xO
2x+1 y H
2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 22, insbesondere
1,9 bis 4 und y eine Zahl von 0 bis 33 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4
sind. Kristalline Schichtsilikate, die unter diese allgemeine Formel fallen, werden
beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP 0 164 514 beschrieben. Bevorzugte
kristalline Schichtsilikate sind solche, bei denen x in der genannten allgemeinen
Formel die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate
(Na
2Si
2O
5 y H
2O) bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten
werden kann, das in der internationalen Patentanmeldung WO 91/08171 beschrieben ist.
δ-Natriumsilikate mit einem Modul zwischen 1,9 und 3,2 können gemäß den japanischen
Patentanmeldungen JP 04/238 809 oder JP 04/260 610 hergestellt werden. Auch aus amorphen
Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie kristalline Alkalisilikate der
obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl von 1,9 bis 2,1 bedeutet, herstellbar
wie in den europäischen Patentanmeldungen EP 0 548 599, EP 0 502 325 und EP 0 452
428 beschrieben, können in erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt werden. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel wird ein kristallines Natriumschichtsilikat
mit einem Modul von 2 bis 3 eingesetzt, wie es nach dem Verfahren der europäischen
Patentanmeldung EP 0 436 835 aus Sand und Soda hergestellt werden kann. Kristalline
Natriumsilikate mit einem Modul im Bereich von 1,9 bis 3,5, wie sie nach den Verfahren
der europäischen Patentschriften EP 0 164 552 und/oder EP 0 294 753 erhältlich sind.
werden in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel eingesetzt.
Kristalline schichtförmige Silikate der oben angegebenen Formel (I) werden von der
Fa. Clariant GmbH unter dem Handelsnamen Na-SKS vertrieben, z.B. Na-SKS-1 (Na
2Si
22O
45xH
2O, Kenyait), Na-SKS-2 (Na
2Si
14O
29xH
2O, Magadiit), Na-SKS-3 (Na
2Si
8O
17xH
2O) oder Na-SKS-4 (Na
2Si
4O
9xH
2O, Makatit). Von diesen eignen sich vor allem Na-SKS-5 (α-Na
2Si
2O
5), Na-SKS-7 (β-Na
2Si
2O
5, Natrosilit), Na-SKS-9 (NaHSi
2O
53H
2O), Na-SKS-10 (NaHSi
2O
5·3H
2O, Kanemit), Na-SKS-11 (t-Na
2Si
2O
5) und Na-SKS-13 (NaHSi
2O
5), insbesondere aber Na-SKS-6 (δ-Na
2Si
2O
5). Einen Überblick über kristalline Schichtsilikate geben zum Beispiel die im "Hoechst
High Chem Magazin 14/1993" auf den Seiten 33 - 38 und in "Seifen-Öle-Fette-Wachse,
116 Jahrgang, Nr. 20/1990" auf den Seiten 805 - 808 veröffentlichten Artikel. In einer
bevorzugten Ausgestaltung erfindungsgemäßer Mittel setzt man ein granulares Compound
aus kristallinem Schichtsilikat und Citrat, aus kristallinem Schichtsilikat und oben
genannter (co-)polymerer Polycarbonsäure, wie es zum Beispiel in der deutschen Patentanmeldung
DE 198 19 187 beschrieben ist, oder aus Alkalisilikat und Alkalicarbonat ein, wie
es zum Beispiel in der internationalen Patentanmeldung WO 95/22592 beschrieben ist
oder wie es beispielsweise unter dem Namen Nabion® 15 im Handel erhältlich ist.
[0024] Buildersubstanzen können in den erfindungsgemäßen Mitteln gegebenenfalls in Mengen
bis zu 90 Gew.-% enthalten sein. Sie sind vorzugsweise in Mengen bis zu 75 Gew.-%
enthalten. Erfindungsgemäße Waschmittel weisen Buildergehalte von insbesondere 5 Gew.-%
bis 50 Gew.-% auf. In erfindungsgemäßen Mitteln für die Reinigung harter Oberflächen,
insbesondere zur maschinellen Reinigung von Geschirr, beträgt der Gehalt an Buildersubstanzen
insbesondere 5 Gew.-% bis 88 Gew.-%, wobei in derartigen Mitteln vorzugsweise keine
wasserunlöslichen Buildermaterialien eingesetzt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
erfindungsgemäßer Mittel zur insbesondere maschinellen Reinigung von Geschirr sind
20 Gew.-% bis 40 Gew.-% wasserlöslicher organischer Builder, insbesondere Alkalicitrat,
5 Gew.-% bis 15 Gew.-% Alkalicarbonat und 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% Alkalidisilikat
enthalten.
[0025] Als für den Einsatz in erfindungsgemäßen Mitteln geeignete Persauerstoffverbindungen
kommen insbesondere organische Persäuren beziehungsweise persaure Salze organischer
Säuren, wie Phthalimidopercapronsäure, Perbenzoesäure oder Salze der Diperdodecandisäure,
Wasserstoffperoxid und unter den Waschbedingungen Wasserstoffperoxid abgebende anorganische
Salze, zu denen Perborat, Percarbonat, Persilikat und/oder Persulfat wie Caroat gehören,
in Betracht. Sofern feste Persauerstoffverbindungen eingesetzt werden sollen, können
diese in Form von Pulvern oder Granulaten verwendet werden, die auch in im Prinzip
bekannter Weise umhüllt sein können. Falls ein erfindungsgemäßes Mittel Persauerstoffverbindungen
enthält, sind diese in Mengen von vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von
5 Gew.-% bis 30 Gew.-% und besonders bevorzugt von 8 Gew.-% bis 25 Gew.-% vorhanden.
Der Zusatz geringer Mengen bekannter Bleichmittelstabilisatoren wie beispielsweise
von Phosphonaten, Boraten beziehungsweise Metaboraten und Metasilikaten sowie Magnesiumsalzen
wie Magnesiumsulfat kann zweckdienlich sein.
[0026] Zusätzlich zu der bleichaktivierenden Verbindung gemäß Formel I können übliche unter
Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure abspaltende Verbindungen, sogenannte Bleichaktivatoren,
eingesetzt werden. Als Bleichaktivatoren können insbesondere Verbindungen, die unter
Perhydrolysebedingungen aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10
C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure
ergeben, eingesetzt werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen
der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen.
Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin
(TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide,
insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere
n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride,
insbesondere Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin,
Ethylenglykoldiacetat, 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran und die aus den deutschen Patentanmeldungen
DE 196 16 693 und DE 196 16 767 bekannten Enolester sowie acetyliertes Sorbitol und
Mannitol beziehungsweise deren in der europäischen Patentanmeldung EP 0 525 239 beschriebene
Mischungen (SORMAN), acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG),
Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose sowie acetyliertes, gegebenenfalls
N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton, und/oder N-acylierte Lactame, beispielsweise
N-Benzoylcaprolactam, die aus den internationalen Patentanmeldungen WO 94/27970, WO
94/28102, WO 94/28103, WO 95/00626, WO 95/14759 und WO 95/17498 bekannt sind. Die
aus der deutschen Patentanmeldung DE 196 16 769 bekannten hydrophil substituierten
Acylacetale und die in der deutschen Patentanmeldung DE 196 16 770 sowie der internationalen
Patentanmeldung WO 95/14075 beschriebenen Acyllactame werden ebenfalls bevorzugt eingesetzt.
Auch die aus der deutschen Patentanmeldung DE 44 43 177 bekannten Kombinationen konventioneller
Bleichaktivatoren können eingesetzt werden. Derartige Bleichaktivatoren können im
üblichen Mengenbereich, vorzugsweise in Mengen von 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere
1 Gew.-% bis 8 Gew.-%, bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten sein. Zusätzlich zu
den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle können auch die aus den
europäischen Patentschriften EP 0 446 982 und EP 0 453 003 bekannten Sulfonimine und/oder
bleichkatalysierende Übergangsmetallsalze oder -komplexe, insbesondere in Mengen von
0,001 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% enthalten sein.
[0027] Als in den Mitteln zusätzlich zur erfindungswesentlichen Amylase verwendbare Enzyme
kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Cutinasen, Pullulanasen, Hemicellulasen,
Cellulasen, Oxidasen, Laccasen und Peroxidasen sowie deren Gemische in Frage. Gegebenenfalls
können auch andere als die erfindungswesentliche Amylase zusätzlich zu dieser vorhanden
sein. Besonders geeignet sind aus Pilzen oder Bakterien, wie Bacillus subtilis, Bacillus
licheniformis, Bacillus lentus, Streptomyces griseus, Humicola lanuginosa, Humicola
insolens, Pseudomonas pseudoalcaligenes, Pseudomonas cepacia oder Coprinus cinereus
gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Die erfindungswesentliche Amylase und die gegebenenfalls
zusätzlich verwendeten Enzyme können, wie zum Beispiel in der europäischen Patentschrift
EP 0 564 476 oder in der internationalen Patentanmeldung WO 94/23005 beschrieben,
an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen
vorzeitige Inaktivierung zu schützen. Sie sind in den erfindungsgemäßen Wasch- oder
Reinigungsmitteln vorzugsweise in Mengen bis zu 5 Gew.-%, insbesondere von 0,2 Gew.-%
bis 4 Gew.-%, enthalten. Falls das erfindungsgemäße Mittel Protease enthält, weist
es vorzugsweise eine proteolytische Aktivität im Bereich von etwa 100 PE/g bis etwa
10 000 PE/g, insbesondere 300 PE/g bis 8000 PE/g auf. Falls mehrere Enzyme in dem
erfindungsgemäßen Mittel eingesetzt werden sollen, kann dies durch Einarbeitung der
zwei oder mehreren separaten beziehungsweise in bekannter Weise separat konfektionierten
Enzyme oder durch zwei oder mehrere gemeinsam in einem Granulat konfektionierte Enzyme,
wie zum Beispiel aus den internationalen Patentanmeldungen WO 96/00772 oder WO 96/00773
bekannt, durchgeführt werden.
[0028] Zu den in den erfindungsgemäßen Mitteln, insbesondere wenn sie in flüssiger oder
pastöser Form vorliegen, neben Wasser verwendbaren organischen Lösungsmitteln gehören
Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methanol, Ethanol, Isopropanol und tert.-Butanol,
Diole mit 2 bis 4 C-Atomen, insbesondere Ethylenglykol und Propylenglykol, sowie deren
Gemische und die aus den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether. Derartige
wassermischbare Lösungsmittel sind in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in
Mengen nicht über 30 Gew.-%, insbesondere von 6 Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorhanden.
[0029] Zusätzlich können die Mittel weitere in Wasch- und Reinigungsmitteln übliche Bestandteile
enthalten. Zu diesen fakultativen Bestandteilen gehören insbesondere Enzymstabilisatoren,
Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren, Schauminhibitoren, und optische
Aufheller sowie Farb- und Duftstoffe. Um einen Silberkorrosionsschutz zu bewirken,
können in erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln für Geschirr Silberkorrosionsinhibitoren
eingesetzt werden. Ein erfindungsgemäßes Reinigungsmittel für harte Oberflächen kann
darüber hinaus abrasiv wirkende Bestandteile, insbesondere aus der Gruppe umfassend
Quarzmehle, Holzmehle, Kunststoffmehle, Kreiden und Mikroglaskugeln sowie deren Gemische,
enthalten. Abrasivstoffe sind in den erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln vorzugsweise
nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, enthalten.
[0030] Zur Einstellung eines gewünschten, sich durch die Mischung der übrigen Komponenten
nicht von selbst ergebenden pH-Werts können die erfindungsgemäßen Mittel system- und
umweltverträgliche Säuren, insbesondere Citronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure,
Milchsäure, Glykolsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure und/oder Adipinsäure, aber auch
Mineralsäuren, insbesondere Schwefelsäure, oder Basen, insbesondere Ammoniumoder Alkalihydroxide,
enthalten. Derartige pH-Regulatoren sind in den erfindungsgemäßen Mitteln in Mengen
von vorzugsweise nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 1.2 Gew.-% bis 17 Gew.-%,
enthalten.
[0031] Zu den für den Einsatz in erfindungsgemäßen Textilwaschmitteln in Frage kommenden
Farbübertragungsinhibitoren gehören insbesondere Polyvinylpyrrolidone, Polyvinylimidazole,
polymere N-Oxide wie Poly-(vinylpyridin-N-oxid) und Copolymere von Vinylpyrrolidon
mit Vinylimidazol.
[0032] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Textilfaser abgelösten Schmutz
in der Flotte suspendiert zu halten. Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer
Natur geeignet, beispielsweise Stärke, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren
oder Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern
der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide
sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich andere als die obengenannten
Stärkederivate verwenden, zum Beispiel Aldehydstärken. Bevorzugt werden Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose
und deren Gemische, beispielsweise in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die
Mittel, eingesetzt.
[0033] Erfindungsgemäße Textilwaschmittel können als optische Aufheller Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
beziehungsweise deren Alkalimetallsalze enthalten. Geeignet sind zum Beispiel Salze
der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend
sein, zum Beispiel die Alkalisalze des 4.4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls,
oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
optischen Aufheller können verwendet werden.
[0034] Insbesondere beim Einsatz in maschinellen Verfahren kann es von Vorteil sein, den
Mitteln übliche Schauminhibitoren zuzusetzen. Als Schauminhibitoren eignen sich beispielsweise
Seifen natürlicher oder synthetischer Herkunft, die einen hohen Anteil an C
18-C
24-Fettsäuren aufweisen. Geeignete nichttensidartige Schauminhibitoren sind beispielsweise
Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, gegebenenfalls silanierter
Kieselsäure sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit
silanierter Kieselsäure oder Bisfettsäurealkylendiamiden. Mit Vorteilen werden auch
Gemische aus verschiedenen Schauminhibitoren verwendet, zum Beispiel solche aus Silikonen,
Paraffinen oder Wachsen. Vorzugsweise sind die Schauminhibitoren, insbesondere Silikon-
und/oder Paraffin-haltige Schauminhibitoren, an eine granulare, in Wasser lösliche
beziehungsweise dispergierbare Trägersubstanz gebunden. Insbesondere sind dabei Mischungen
aus Paraffinen und Bistearylethylendiamid bevorzugt.
[0035] Die Herstellung erfindungsgemäßer fester Mittel bietet keine Schwierigkeiten und
kann auf bekannte Weise, zum Beispiel durch Sprühtrocknen oder Granulation, erfolgen,
wobei die Enzyme und eventuelle weitere thermisch empfindliche Inhaltsstoffe wie zum
Beispiel Bleichmittel gegebenenfalls später separat zugesetzt werden. Zur Herstellung
erfindungsgemäßer Mittel mit erhöhtem Schüttgewicht, insbesondere im Bereich von 650
g/l bis 950 g/l, ist ein aus der europäischen Patentschrift EP 0 486 592 bekanntes,
einen Extrusionschritt aufweisendes Verfahren bevorzugt. Eine weitere bevorzugte Herstellung
mit Hilfe eines Granulationsverfahrens ist in der europäischen Patentschrift EP 0
642 576 beschrieben.
[0036] Zur Herstellung von erfindungsgemäßen Mitteln in Tablettenform, die einphasig oder
mehrphasig, einfarbig oder mehrfarbig und insbesondere aus einer Schicht oder aus
mehreren, insbesondere aus zwei Schichten bestehen können, geht man vorzugsweise derart
vor, daß man alle Bestandteile - gegebenenfalls je einer Schicht - in einem Mischer
miteinander vermischt und das Gemisch mittels herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise
Exzenterpressen oder Rundläuferpressen, mit Preßkräften im Bereich von etwa 50 bis
100 kN, vorzugsweise bei 60 bis 70 kN verpreßt. Insbesondere bei mehrschichtigen Tabletten
kann es von Vorteil sein, wenn mindestens eine Schicht vorverpreßt wird. Dies wird
vorzugsweise bei Preßkräften zwischen 5 und 20 kN, insbesondere bei 10 bis 15 kN durchgeführt.
Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen ausreichend
schnell lösliche Tabletten mit Bruch- und Biegefestigkeiten von normalerweise 100
bis 200 N, bevorzugt jedoch über 150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte
Tablette ein Gewicht von 10 g bis 50 g, insbesondere von 15 g bis 40 g auf. Die Raumform
der Tabletten ist beliebig und kann rund, oval oder eckig sein, wobei auch Zwischenformen
möglich sind. Ecken und Kanten sind vorteilhafterweise abgerundet. Runde Tabletten
weisen vorzugsweise einen Durchmesser von 30 mm bis 40 mm auf. Insbesondere die Größe
von eckig oder quaderförmig gestalteten Tabletten, welche überwiegend über die Dosiervorrichtung
beispielsweise der Geschirrspülmaschine eingebracht werden, ist abhängig von der Geometrie
und dem Volumen dieser Dosiervorrichtung. Beispielhaft bevorzugte Ausführungsformen
weisen eine Grundfläche von (20 bis 30 mm) x (34 bis 40 mm), insbesondere von 26x36
mm oder von 24x38 mm auf.
[0037] Flüssige beziehungsweise pastöse erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel in
Form von übliche Lösungsmittel enthaltenden Lösungen werden in der Regel durch einfaches
Mischen der Inhaltsstoffe, die in Substanz oder als Lösung in einen automatischen
Mischer gegeben werden können, hergestellt.
Beispiele
Beispiel 1
[0038] Zur Bestimmung des Waschvermögens wurden mit standardisierten Testanschmutzungen
verunreinigte Baumwollgewebe bei 40°C (Waschmitteldosierung 76 g; Wasserhärte 16 °d;
Beladung 3,5 kg, Kurzprogramm) in einer Haushaltswaschmaschine (Miele® W 701) gewaschen.
Dabei kam ein Waschmittel
V1, das 0,25 Gew.-% nicht erfindungsgemäßes Amylasegranulat (Termamyl® 60T) 0,25 Gew.-%
eines Proteasegranulats (Aktivität 200 000 PE/g) mit der Bacillus lentus-Protease
und 18 Gew.-% Natriumperborat sowie 5 Gew.-% N-Methyl-Morpholinium-Acetonitril-Methosulfat
enthielt, ein Waschmittel
V2, das ansonsten gleich zusammengesetzt war, aber statt Termamyl® die proteingleiche
Menge der gentechnisch veränderten Amylase Duramyl® enthielt, ein ansonsten wie
V1 zusammengesetztes Waschmittel
V3, das statt Termamyl® die proteingleiche Menge der gentechnisch veränderten Amylase
Purafect® OxAm enthielt, ein ansonsten wie
V1 zusammengesetztes Waschmittel
V4. das statt Termamyl® die proteingleiche Menge der Pilzamylase Fungamyl® enthielt,
und ein erfindungsgemäßes Waschmittel
M1, das ansonsten wie
V1 zusammengesetzt war, aber statt Termamyl® die proteingleiche Menge der Amylase aus
Bacillus amyloliquefaciens enthielt, zum Einsatz.
[0039] Die erfindungsgemäßen Mittel wiesen eine den eine andere Amylase enthaltenden Mitteln
deutlich überlegene Waschleistung auf. Im wesentlichen gleiches gilt, wenn man im
erfindungsgemäßen Mittel das Acetonitril-Derivat durch den konventionellen Bleichaktivator
TAED ersetzte.
Beispiel 2
[0040] Reinigungsmittel (
V5 bzw.
V6) für die maschinelle Reinigung von Geschirr, enthaltend 55 Gew.-% Natriumtripolyphosphat
(berechnet als wasserfrei), 4 Gew.-% amorphes Natriumdisilikat (berechnet als wasserfrei),
22 Gew.-% Natriumcarbonat, 9 Gew.-% Natriumperborat, 2 Gew.-% N-Methyl-Morpholinium-Acetonitril-Methosulfat,
2 Gew.-% nichtionisches Tensid sowie 1 Gew.-% bzw. 2 Gew.-% Amylase-Granulat (Termamyl®
60T) und 1,4 Gew.-% eines Proteasegranulats (Aktivität 200 000 PE/g) mit der Bacillus
lentus-Protease (Rest auf 100 Gew.-% Wasser, Parfüm und Farbstoff), Mittel (
V7 bzw.
V8), die ansonsten wie
V5 bzw.
V6 zusammengesetzt waren, aber statt Termamyl® proteingleiche Mengen an Duramyl® enthielten,
sowie Mittel gemäß der Erfindung
(M3 bzw.
M4), die ansonsten wie
V5 bzw.
V6 zusammengesetzt waren, aber statt Termamyl® proteingleiche Mengen an Amylase aus
Bacillus amyloliquefaciens enthielten, wurden wie nachfolgend angegeben getestet:
[0041] In einer Geschirrspülmaschine Miele® G 575 (Dosierungen von jeweils 20 g des zu testenden
Mittels im Universalprogramm, Wasserhärte 14-16 °dH, Betriebstemperatur 55 °C) wurden
jeweils 6 mit standardisierten Stärkeanschmutzungen oder bleichbaren Anschmutzungen
versehene Teller gespült und der verbleibene Rückstand der Anschmutzung gravimetrisch
bestimmt und in Relation zum Ausgangswert vor dem Spülen (=100 %) gesetzt. Die erfindungsgemäßen
Mittel waren den nicht erfindungsgemäßen Mitteln in der Reinigungsleistung signifikant
überlegen. Im wesentlichen gleiches gilt, wenn man im erfindungsgemäßen Mittel das
Acetonitril-Derivat durch den konventionellen Bleichaktivator TAED ersetzte.
1. Amylasehaltiges Wasch- oder Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß es α-Amylase aus Bacillus amyloliquefaciens und mindestens eine Verbindung der allgemeinen
Formel I,
R1R2R3N+CH2CN X- (I)
in der R1, R2 und R3 unabhängig voneinander eine Alkyl-, Alkenyl oder Arylgruppe mit 1 bis 18 C-Atomen
ist, wobei die Gruppen R2 und R3 auch Teil eines das N-Atom und gegebenenfalls weitere Heteroratome einschließenden
Heterocyclusses sein können, und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, neben üblichen
mit derartigen Bestandteilen verträglichen Inhaltsstoffen enthält.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es Amylase in Mengen von 0,001 mg bis 0.5 mg, insbesondere 0.02 mg bis 0,3 mg pro
Gramm des gesamten Mittels enthält.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindung gemäß Formel I R2 und R3 unter Einbeziehung des quaternären N-Atoms einen Morpholinium-Ring bilden.
4. Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindung gemäß Formel I R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 C-Atomen, insbesondere eine Methylgruppe ist.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindung gemäß Formel I das ladungsausgleichende Anion X- aus den Halogeniden, wie Chlorid, Fluorid, Iodid und Bromid, Nitrat, Hydroxid, Hexafluorophosphat,
Sulfat, Hydrogensulfat, Metho- und Ethosulfat, Chlorat, Perchlorat und den Anionen
von Carbonsäuren, wie Formiat, Acetat, Benzoat oder Citrat, ausgewählt wird.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindung gemäß Formel I das ladungsausgleichende Anion X- Sulfat, Hydrogensulfat oder Methosulfat ist.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 7 Gew.-% einer Verbindung der
allgemeinen Formel I enthält.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es 5 Gew.-% bis 30 Gew.-%, insbesondere 8 Gew.-% bis 25 Gew.-% Bleichmittel auf Sauerstoffbasis
enthält.
9. Mittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Persauerstoffverbindung aus der Gruppe umfassend organische Persäuren, Wasserstoffperoxid,
Alkaliperborat und Alkalipercarbonat sowie deren Gemische enthält.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den Verbindungen gemäß Formel I 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere
1 Gew.-% bis 8 Gew.-% unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäuren abspaltende
Verbindungen anwesend sind.
11. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu der Verbindung gemäß Formel I bleichkatalysierende Übergangsmetallsalze
oder - komplexe, insbesondere in Mengen von 0,001 Gew.-% bis 0,5 Gew.-%, anwesend
sind.
12. Verwendung einer Kombination aus α-Amylase aus Bacillus amyloliquefaciens und einer
Verbindung gemäß Formel I,
R1R2R3N+CH2CN X- (I)
in der R1, R2 und R3 unabhängig voneinander eine Alkyl-, Alkenyl oder Arylgruppe mit 1 bis 18 C-Atomen
ist, wobei die Gruppen R2 und R3 auch Teil eines das N-Atom und gegebenenfalls weitere Heteroratome einschließenden
Heterocyclusses sein können, und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, zur Erhöhung
der Reinigungsleistung von Wasch- und Reinigungsmitteln bei deren Anwendung in insbesondere
wäßrigen Wasch- und Reinigungslösungen, die Persauerstoffverbindung enthalten.
13. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsleistung gegenüber stärkehaltigen und/oder gefärbten, insbesondere
teebasierten Anschmutzungen erhöht wird.
1. An amylase containing detergent, characterized in that it comprises α-amylase from Bacillus amyloliquefaciens and at least one compound
of the general formula I
R1R2R3N+CH2CNX- (I)
where R1, R2 and R3 independently of one another are alkyl, alkenyl or aryl groups of 1 to 18 carbon
atoms, it also being possible for groups R2 and R3 to be part of a heterocycle including the nitrogen atom and, if desired, further
heteroatoms, and X is a charge equalizing anion, as well as customary ingredients
compatible with such constituents.
2. The composition as claimed in claim 1, characterized in that it contains amylase in amounts of from 0.001 mg to 0.5 mg, in particular from 0.02
mg to 0.3 mg, per gram of the overall composition.
3. The composition as claimed in claim 1 or 2, characterized in that in the compound of formula I R2 and R3 including the quaternary nitrogen atom form a morpholinium ring.
4. The composition as claimed in claim 3, characterized in that in the compound of formula I R1 is an alkyl group of 1 to 3 carbon atoms, in particular a methyl group.
5. The composition as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that in the compound of formula I the charge equalizing anion X- is selected from the halides, such as chloride, fluoride, iodide and bromide, nitrate,
hydroxide, hexafluorophosphate, sulfate, hydrogen sulfate, methosulfate and ethosulfate,
chlorate, perchlorate, and the anions of carboxylic acids, such as formate, acetate,
benzoate or citrate.
6. The composition as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that in the compound of formula I the charge equalizing anion X- is sulfate, hydrogen sulfate or methosulfate.
7. The composition as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that it contains from 1% by weight to 10% by weight, in particular from 2% to 7% by weight,
of a compound of the general formula I.
8. The composition as claimed in any of claims 1 to 7, characterized in that it contains from 5% by weight to 30% by weight, in particular from 8% by weight to
25% by weight, of oxygen-based bleach.
9. The composition as claimed in claim 8, characterized in that it comprises a peroxygen compound from the group consisting of organic peracids,
hydrogen peroxide, alkali metal perborate and alkali metal percarbonate and mixtures
thereof.
10. The composition as claimed in any of claims 1 to 9, characterized in that, in addition to the compounds of formula I, from 0.5% by weight to 10% by weight,
in particular from 1% by weight to 8% by weight, of compounds which under perhydrolysis
conditions give off peroxycarboxylic acids are present.
11. The composition as claimed in any of claims 1 to 10, characterized in that, in addition to the compound of formula I, bleach catalyzing transition metal salts
or complexes are present, in particular in amounts of from 0.001% by weight to 0.5%
by weight.
12. The use of a combination of α-amylase from Bacillus amyloliquefaciens and a compound
of formula I
R1R2R3N+CH2CNX- (I)
where R1, R2 and R3 independently of one another are alkyl, alkenyl or aryl groups of 1 to 18 carbon
atoms, it also being possible for the groups R2 and R3 to be part of a heterocycle including the nitrogen atom and, if desired, further
heteroatoms, and X is a charge equalizing anion, for enhancing the cleaning performance
of detergents when used in washing and cleaning solutions, especially aqueous washing
and cleaning solutions, which comprise a peroxygen compound.
13. The use as claimed in claim 12, wherein the cleaning performance is enhanced in relation
to starchy and/or colored stains, especially tea-based stains.
1. Produit de lavage ou de nettoyage contenant une amylase,
caractérisé en ce qu'
il contient de l'α-amylase de Bacillus amyloliquefaciens et au moins un composé de formule générale I,
R1R2R3N+CH2CN X- (I)
dans laquelle R1, R2 et R3 représentent, indépendamment les uns des autres, un groupe alkyle, alcényle ou aryle
ayant de 1 à 18 atomes de carbone, les groupes R2 et R3 pouvant également faire partie d'un hétérocycle incluant l'atome d'azote et éventuellement
d'autres hétéroatomes, et X est un anion équilibrant la charge, en plus de composants
usuels, compatibles avec de tels composants.
2. Produit selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
il contient de l'amylase en quantités de 0,001 mg à 0,5 mg, en particulier de 0,02
mg à 0,3 mg par gramme du produit total.
3. Produit selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
dans le composé de formule I, R2 et R3 forment, avec incorporation de l'atome d'azote quaternaire, un cycle morpholinium.
4. Produit la revendication 3,
caractérisé en ce que
dans le composé de formule I, R1 est un groupe alkyle ayant de 1 à 3 atomes de carbone, en particulier un groupe méthyle.
5. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
dans le composé de formule I, l'anion X- équilibrant la charge est choisie parmi les halogénures tels que chlorure, fluorure,
iodure et bromure, le nitrate, l'hydroxyde, l'hexafluorophosphate, le sulfate, l'hydrogénosulfate,
le méthosulfate et l'éthosulfate, le chlorate, le perchlorate et les anions d'acides
carboxyliques, tels que formiate, acétate, benzoate ou citrate.
6. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
dans le composé de formule I, l'anion X- équilibrant la charge est le sulfate, l'hydrogénosulfate ou le méthosulfate.
7. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'
il contient de 1 % en poids à 10 % en poids, en particulier de 2 % en poids à 7 %
en poids, d'un composé de formule générale I.
8. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'
il contient de 5 % en poids à 30 % en poids, en particulier de 8 % en poids à 25 %
en poids, d'un agent de blanchiment à base d'oxygène.
9. Produit selon la revendication 8,
caractérisé en ce qu'
il contient un composé peroxygéné choisi dans le groupe comprenant des peracides organiques,
le peroxyde d'hydrogène, un perborate alcalin et un percarbonate alcalin, ainsi que
des mélanges de ceux-ci.
10. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que,
en plus des composés de formule I, sont présent de 0,5 % en poids à 10 % en poids,
en particulier de 1 % en poids à 8 % en poids, de composés libérant des acides peroxocarboxyliques
dans les conditions de perhydrolyse.
11. Produit selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que,
en plus du composé de formule I, sont présents des sels ou complexes de métaux de
transition catalysant le blanchiment, en particulier en quantités de 0,001 % en poids
à 0,5 % en poids.
12. Utilisation d'une association d'α-amylase de Bacillus amyloliquefaciens et d'un composé de formule I,
R1R2R3N+CH2CN X- (I)
dans laquelle R1, R2 et R3 représentent indépendamment les uns des autres, un groupe alkyle, alcényle ou aryle
ayant de 1 à 18 atomes de carbone, les groupes R2 et R3 pouvant également faire partie d'un hétérocycle incluant l'atome d'azote et éventuellement
d'autres hétéroatomes, et X est un anion équilibrant la charge, pour l'augmentation
du pouvoir de nettoyage de produits de lavage et de nettoyage dans leur utilisation,
en particulier, dans des solutions aqueuses de lavage et de nettoyage qui contiennent
un composé peroxygéné.
13. Utilisation selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
le pouvoir de nettoyage à l'égard de salissures contenant de l'amidon et/ou colorées,
en particulier à base de thé, est accru.