[0001] Für verschiedene technische Anwendungen werden perforierte Werkstücke, insbesondere
als preiswerte optische oder mechanische Filter mit Porendurchmessern im Mikrometer
oder Submikrometer-Bereich benötigt. Solche Anwendungen sind unter anderem isoporöse
Membranen, rückspülbare Filter, Laminisatoren, Katalysatorträger, Reagenzienträger,
Elektroden für Batterien und Brennstoffzellen, Düsenplatten, Röhrengitter oder Filter
für elektromagnetische Wellen wie zum Beispiel Licht oder Mikrowellen.
[0002] Aus DE-PS 42 02 454 ist ein Verfahren zur Herstellung eines perforierten Werkstückes
bekannt, mit dem Porendurchmesser in diesem Bereich herstellbar sind. Bei diesem Verfahren
wird in einer ersten Oberfläche eine Substratscheibe aus n-dotiertem einkristallinem
Silizium durch elektrochemisches Ätzen Löcher senkrecht zur ersten Oberflächen gebildet,
so daß eine strukturierte Schicht entsteht. Das elektrochemische Ätzen erfolgt in
einem fluoridhaltigen Elektrolyten, in dem das Substrat als Anode verschaltet ist.
Bei Erreichen einer Tiefe der Löcher, die im wesentlichen der Dicke des fertigen Werkstücks
entspricht, werden die Prozeßparameter so geändert, daß der Querschnitt der Löcher
wächst und die strukturierte Schicht als Plättchen, aus dem das Werkstück gebildet
wird, abgelöst wird.
[0003] Da zur Herstellung erforderlich ist, daß benachbarte Löcher zusammenwachsen, entspricht
die Form des hergestellten perforierten Werkstücks der Form der Substratscheibe. Das
perforierte Werkstück ist dabei durchgehend bis zum Rand mit Poren durchsetzt. Dadurch
wird die mechanische Festigkeit des perforierten Werkstücks begrenzt.
[0004] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein perforiertes Werkstück sowie ein Verfahren
zu dessen Herstellung anzugeben, das eine erhöhte mechanische Festigkeit aufweist.
[0005] Dieses Problem wird erfindungsgemäß gelöst durch ein perforiertes Werkstück gemäß
Anspruch 1 sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung gemäß Anspruch 4. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung gehen aus den übrigen Ansprüchen hervor.
[0006] Das Werkstück weist ein Substrat aus Silizium auf, in dem ein erster Bereich und
ein zweiter Bereich vorgesehen sind. In dem ersten Bereich durchqueren Poren das Substrat
von einer ersten Hauptfläche zu einer zweiten Hauptfläche. In dem ersten Bereich ist
das Werkstück perforiert. In einem zweiten Bereich sind Poren vorgesehen, die ausgehend
von der ersten Hauptfläche sich in das Substrat hinein erstrecken, das Substrat jedoch
nicht durchqueren. Dadurch ist unterhalb der Poren in dem zweiten Bereich massives
Substratmaterial vorhanden, das die Stabilität des perforierten Werkstücks erhöht.
Dadurch ist das perforierte Werkstück mit geringerer Gefahr der Zerstörung montierbar.
[0007] Die Dicke des Substrats in Richtung der Tiefe der Poren ist vorzugsweise in dem zweiten
Bereich größer als in dem ersten Bereich.
[0008] Durch Vorsehen mehrerer erster Bereiche lassen sich insbesondere für die Anwendung
als Katalysator oder Reagenzienträger verschiedene Filterbereiche definieren.
[0009] Für die Montage des perforierten Werkstücks ist es vorteilhaft, den zweiten Bereich
ringförmig vorzusehen und den ersten Bereich innerhalb des zweiten Bereichs anzuordnen.
In diesem Fall wirkt der massive Rand im zweiten Bereich als Rahmen für das perforiert
Werkstück.
[0010] Vorzugsweise wird das perforierte Werkstück unter Verwendung elektrochemischen Ätzens
hergestellt. Dazu werden in einer ersten Hauptfläche eines Substrats aus Silizium
durch elektrochemisches Ätzen Poren erzeugt, deren Tiefe geringer als die Dicke des
Substrats ist. Die erste Hauptfläche und die Oberfläche der Poren sowie eine zweite
Hauptfläche, die der ersten Hauptfläche gegenüberliegt wird mit einer Maskenschicht
versehen. Die Maskenschicht wird im Bereich der zweiten Hauptfläche so strukturiert,
daß die zweite Hauptfläche in dem ersten Bereich freigelegt wird. Unter Verwendung
einer strukturierten Maskenschicht als Ätzmaske wird das Substrat anschließend im
Bereich der freigelegten zweiten Hauptfläche mindestens bis zum Boden der Poren geätzt.
Anschließend wird die Maskenschicht entfernt, so daß die im ersten Bereich angeordneten
Poren das Substrat von der ersten Hauptfläche zur zweiten Hauptfläche durchqueren.
[0011] Die Maskenschicht wird vorzugsweise aus Si
3N
4 oder SiO
2 gebildet.
[0012] Das Ätzen des Substrats zur Bildung der durchgehenden Poren im ersten Bereich erfolgt
vorzugsweise mit KOH. Dadurch ergibt sich für den zweiten Bereich im Bereich der zweiten
Hauptfläche ein Randbereich mit einer Oberfläche mit einer <111>-Orientierung.
[0013] Die elektrochemische Ätzung erfolgt vorzugsweise in einem fluoridhaltigen, sauren
Elektrolyten, wobei das Substrat als Anode einer Elektrolysierzelle verschaltet ist.
Da das Substrat als Anode geschaltet ist, bewegen sich Minoritätsladungsträger in
dem Silizium zu der mit dem Elektrolyten in Kontakt stehenden ersten Hauptfläche.
Dort bildet sich eine Raumladungszone aus. Da die Feldstärke im Bereich von Vertiefungen
in einer Oberfläche stets größer ist als außerhalb davon, bewegen sich die Minoritätsladungsträger
bevorzugt zu solchen Vertiefungen, die mit statistischer Verteilung in jeder Oberfläche
vorhanden sind. Dadurch kommt es zu einer Strukturierung der ersten Hauptfläche. Je
tiefer eine anfänglich kleine Unebenheit durch die Ätzung wird, desto mehr Minoritätsladüngsträger
bewegen sich wegen der vergrößerten Feldstärke dorthin und desto stärker wird der
Ätzangriff an dieser Stelle. Die Löcher wachsen im Substrat in der kristallographischen
<100>-Richtung.
[0014] Vorzugsweise wird ein Elektrolyt mit einer Konzentration zwischen 2 Gewichtsprozent
HF und 10 Gewichtsprozent HF verwendet. Bei der elektrochemischen Ätzung wird dann
eine Spannung zwischen 1,5 Volt und 3 Volt angelegt. Dadurch ergeben sich Poren 20
µm. Bei einer Substrate Dotierung von 5 Ω cm beträgt der Durchmesser der Löcher vorzugsweise
2 µm.
[0015] Zur Einstellung der Stromdichte im Substrat ist es vorteilhaft, die zweite Hauptfläche
des Substrats beim elektrochemischen Ätzung zu beleuchten.
[0016] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels, das in den Figuren
dargestellt ist, näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt einen Schnitt durch ein Substrat, das von einer ersten Hauptfläche ausgehende
Poren aufweist.
- Figur 2
- zeigt den Schnitt durch das Substrat nach Strukturierung einer Maskenschicht zur Definition
von ersten Bereichen und zweiten Bereichen.
- Figur 3
- zeigt den Schnitt durch das Substrat nach Ätzung des Substrates bis zum Boden der
Poren.
- Figur 4
- zeigt den Schnitt durch das Substrat nach Entfernen der Maskenschicht.
- Figur 5
- zeigt eine Aufsicht auf das in Figur 4 dargestellte Werkstück. Der in Figur 4 dargestellte
Schnitt ist in Figur 5 mit IV-IV bezeichnet.
[0017] Ein Substrat 1 aus n-dotiertem, einkristallinem Silizium mit einem spezifischen Widerstand
von 5 Ohm cm ist an einer ersten Hauptfläche 2 mit einer Oberflächentopologie versehen.
Die Oberflächentopologie umfaßt in regelmäßigen Abständen angeordnete Vertiefungen,
die unter Verwendung photolithographischer Prozeßschritte durch eine alkalische Ätzung
hergestellt werden. Alternativ kann die Oberflächentopologie durch lichtinduzierte,
elektrochemische Ätzung gebildet werden.
[0018] Die erste Hauptfläche 2 des Substrats 1 wird mit einem fluoridhaltigen, sauren Elektrolyten
in Kontakt gebracht. Der Elektrolyt weist eine Flußsäurekonzentration von 2 bis 10
Gewichtsprozent, vorzugsweise 5 Gewichtsprozent auf. Dem Elektrolyten kann ein Oxidationsmittel,
zum Beispiel Wasserstoffsuperoxid, zugesetzt werden, um die Entwicklung von Wasserstoffbläschen
auf der ersten Hauptfläche 2 des Substrats 1 zu unterdrücken.
[0019] Das Substrat 1 wird als Anode verschaltet. Zwischen das Substrat 1 und den Elektrolyten
wird eine Spannung von 1,5 bis 5 Volt, vorzugsweise 3 Volt, angelegt. Das Substrat
1 wird von einer zweiten Hauptfläche 3, die der ersten Hauptfläche 2 gegenüberliegt,
her mit Licht beleuchtet, so daß eine Stromdichte von 10 mA pro cm
2 eingestellt wird. Ausgehend von den Vertiefungen werden bei der elektrochemischen
Ätzung Poren 4 erzeugt, die senkrecht zur ersten Hauptfläche 2 verlaufen (siehe Figur
1). Nach einer Ätzzeit von 4,5 Stunden erreichen die Poren 4 eine Tiefe von 300 µm
gemessen von der ersten Hauptfläche 2 in Richtung der Porentiefe und einen Durchmesser
von 2 µm. Der Abstand benachbarter Poren 4 beträgt 4 µm.
[0020] Durch CVD-Abscheidung wird eine Maskenschicht 5 aus Siliziumnitrid in einer Dicke
von 100 nm gebildet. Die Maskenschicht 5 bedeckt sowohl die erste Hauptfläche 2 als
auch die zweite Hauptfläche 3 als auch die Oberfläche der Poren 4.
[0021] Mit Hilfe einer photolithographisch erzeugten Maske (nicht dargestellt) und einer
Plasmaätzung mit CF
4, O
2 wird die Maskenschicht 5 im Bereich der zweiten Hauptfläche 3 strukturiert (siehe
Figur 2). Dadurch werden erste Bereiche 6 und zweite Bereiche 7 definiert. In den
ersten Bereichen 6 wird die zweite Hauptfläche 3 freigelegt. In den zweiten Bereichen
7 ist die zweite Hauptfläche 3 von der Maskenschicht 5 weiterhin bedeckt. Die erste
Hauptfläche 2 und die Oberfläche der Poren 4 ist ebenfalls von der Maskenschicht 5
vollständig bedeckt.
[0022] Durch eine Ätzung mit KOH mit einer Konzentration von 50 Gewichtsprozent wird anschließend
das Substrat 1 mindestens bis zum Boden der Poren 4 geätzt. Die Ätzung des Substrats
1 erfolgt bis in eine Tiefe gemessen von der zweiten Hauptfläche 3 von 350 µm bei
einer Substratdicke von 625 µm. Dadurch wird in den ersten Bereichen 6 im Bereich
des Bodens der Poren 4 die Oberfläche der Maskenschicht 5 freigelegt (siehe Figur
3). Bei der Ätzung mit KOH erfolgt der Ätzangriff entlang kristallographischen Vorzugsrichtungen,
so daß sich am Rand der zweiten Bereiche 7 Randbereiche 71 bilden, die eine Oberfläche
mit <111>-Orientierung aufweisen.
[0023] Durch Entfernen der Maskenschicht 5 mit 50 Gewichtsprozent HF entsteht ein perforiertes
Werkstück, das in den ersten Bereichen 6 durchgehende Poren 4 aufweist (siehe Figur
4). Dem ersten Bereich 6 benachbart sind die zweiten Bereiche 7, in denen die Poren
das Substrat 1 nicht durchqueren. Die zweiten Bereiche 7 geben dem perforierten Werkstück
Stabilität.
[0024] In unterschiedlichen Bereichen des perforierten Werkstücks weisen die ersten Bereiche
6 unterschiedliche Formen auf (siehe Aufsicht in Figur 5). Die ersten Bereiche 6 können
großflächig, zum Beispiel rechteckig oder quadratisch, mit einer Vielzahl von Poren,
länglich mit einer Reihe Poren oder quadratisch mit nur einer Pore gestaltet sein.
Der erste Bereich 6 ist dabei bedingt durch die Ätzung mit KOH zur Freilegung der
Böden der Poren 4 im ersten Bereich 6 von dem Randbereich 71 eines der zweiten Bereiche
7 umgeben. Die geometrische Form der zweiten Bereiche 7 wird entsprechend den Anforderungen
an die Stabilität gewählt. Sie entspricht insbesondere Stegen, einem Gitter, einzelnen
Fenstern, einem Ritzrahmen oder Identifizierungsmerkmalen.
[0025] Die Maskenschicht 5 kann alternativ durch thermische Oxidation aus SiO
2 gebildet werden.
1. Perforiertes Werkstück,
- bei dem ein Substrat (1) aus Silizium, das einen ersten Bereich (6) und einen zweiten
Bereich (7) aufweist, vorgesehen ist,
- bei dem in dem ersten Bereich (6) Poren (4) vorgesehen sind, die das Substrat (1)
von einer ersten Hauptfläche (2) zu einer zweiten Hauptfläche (3) durchqueren,
- bei dem in dem zweiten Bereich (7) Poren vorgesehen sind, die sich ausgehend von
der ersten Hauptfläche (2) in das Substrat (1) hinein erstrecken, das Substrat (1)
jedoch nicht durchqueren.
2. Werkstück nach Anspruch 1,
bei dem der zweite Bereich (7) im Bereich der zweiten Hauptfläche (3) einen Randbereich
(71) mit einer Oberfläche mit <111>-Orientierung aufweist.
3. Werkstück nach Anspruch 1 oder 2,
- bei dem die Tiefe der Poren (4) im ersten Bereich (6) und im zweiten Bereich (7)
im wesentlichen gleich ist,
- bei dem das Substrat (1) in dem zweiten Bereich (7) in Richtung der Porentiefe dicker
ist als in dem ersten Bereich (6).
4. Verfahren zur Herstellung eines perforierten Werkstücks,
- bei dem in einer ersten Hauptfläche (2) eines Substrats (1) aus Silizium durch elektrochemisches
Ätzen Poren (4) erzeugt werden, deren Tiefe geringer als die Dicke des Substrats (1)
ist,
- bei dem die erste Hauptfläche (2), die Oberfläche der Poren (4) und eine der ersten
Hauptfläche (2) gegenüberliegende zweite Hauptfläche (3) mit einer Maskenschicht (5)
versehen wird,
- bei dem die Maskenschicht (5) im Bereich der zweiten Hauptfläche (3) so strukturiert
wird, daß die zweite Hauptfläche (3) in einem ersten Bereich (6) freigelegt wird,
- bei dem unter Verwendung der strukturierten Maskenschicht als Ätzmaske das Substrat
(1) mindestens bis zum Boden der Poren (4) geätzt wird,
- bei dem die Maskenschicht (5) entfernt wird, so daß die im ersten Bereich (6) angeordneten
Poren (4) das Substrat (1) von der ersten Hauptfläche (2) zur zweiten Hauptfläche
(3) durchqueren.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
bei dem die Maskenschicht (5) aus Si3N4 gebildet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
bei dem das Ätzen des Substrats (1) mit KOH erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
bei dem die elektrochemische Ätzung in einem fluoridhaltigen, sauren Elektrolyten
erfolgt, wobei das Substrat als Anode einer Elektrolysierzelle verschaltet ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
- bei dem ein fluroidhaltiger, saurer Elektrolyt verwendet wird mit einer Konzentration
zwischen 2 Gewichtsprozent Flußsäure und 10 Gewichtsprozent Flußsäure,
- bei dem beim elektrochemischen Ätzen eine Spannung zwischen 1,5 Volt und 3 Volt
angelegt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
bei dem die zweite Hauptfläche (3) des Substrats (1) beim elektrochemischen Ätzen
zur Einstellung der Stromdichte im Substrat (1) beleuchtet wird.
1. Perforated workpiece,
- in which a substrate (1) composed of silicon is provided, and has a first area (6)
and a second area (7),
- in which pores (4) are provided in the first area (6) and pass through the substrate
(1) from a first main surface (2) to a second main surface (3),
- in which pores are provided in the second area (7) and, starting from the first
main surface (2), extend into the substrate (1) but do not pass through the substrate
(1).
2. Workpiece according to Claim 1,
in which the second area (7) has an edge area (71) with a surface with <111> orientation
in the area of the second main surface (3).
3. Workpiece according to Claim 1 or 2,
- in which the depth of the pores (4) is essentially the same in the first area (6)
and in the second area (7),
- in which the substrate (1) is thicker in the direction of the pore depth in the
second area (7) than in the first area (6).
4. Method for producing a perforated workpiece,
- in which pores (4) whose depth is less than the thickness of the substrate (1) are
produced by electrochemical etching in a first main surface (2) of a substrate (1)
composed of silicon,
- in which the first main surface (2), the surface of the pores (4) and a second main
surface (3) which is opposite the first main surface (2) are provided with a mask
layer (5),
- in which the mask layer (5) is structured in the area of the second main surface
(3) such that the second main surface (3) is exposed in a first area (6),
- in which the substrate (1) is etched at least as far as the base of the pores (4),
using the structured mask layer as etching mask, and
- in which the mask layer (5) is removed, so that the pores (4) which are arranged
in the first area (6) pass through the substrate (1) from the first main surface (2)
to the second main surface (3).
5. Method according to Claim 4,
in which the mask layer (5) is formed from Si3N4.
6. Method according to Claim 4 or 5,
in which the etching of the substrate (1) is carried out using KOH.
7. Method according to one of Claims 4 to 6,
in which the electrochemical etching is carried out in an acidic electrolyte containing
fluoride, with the substrate being connected as an anode of an electrolysis cell.
8. Method according to Claim 7,
- in which an acidic electrolyte containing fluoride is used, with a concentration
of between 2% by weight of hydrofluoric acid and 10% by weight of hydrofluoric acid,
and
- in which a voltage of between 1.5 volts and 3 volts is applied during electrochemical
etching.
9. Method according to one of Claims 4 to 8, in which the second main surface (3) of
the substrate (1) is illuminated during the electrochemical etching in order to adjust
the current density in the substrate (1).
1. Pièce perforée
- dans laquelle il est prévu un substrat (1) en silicium qui a une première partie
(6) et une deuxième partie (7),
- dans laquelle il est prévu dans la première partie (6) des pores (4) qui traversent
le substrat (1) d'une première surface (2) principale à une deuxième surface (3) principale,
- dans laquelle il est prévu dans la deuxième partie (7) des pores qui s'étendent
à partir de la première surface (3) principale dans le substrat (1), mais qui ne traversent
pas le substrat (1) de part en part.
2. Pièce suivant la revendication 1, dans laquelle la deuxième partie (7) a, dans la
zone de la deuxième surface (3) principale, une zone (71) marginale ayant une surface
à orientation <111>.
3. Pièce perforée suivant la revendication 1 ou 2,
- dans laquelle la profondeur des pores (4) dans la première partie (6) et dans la
deuxième partie (7) est sensiblement la même,
- dans laquelle le substrat (1) est plus épais suivant la direction de la profondeur
des pores dans la deuxième partie (7) que dans la première partie (6).
4. Procédé de production d'une pièce perforée,
- dans lequel on produit, dans une première surface (2) principale de substrat (1)
en silicium, par attaque électrochimique, des pores (4) dont la profondeur est plus
petite que l'épaisseur du substrat (1),
- dans lequel on munit la première surface (2) principale, la surface des pores (4)
et une deuxième surface (3) principale opposée à la première surface (2) principale
d'une couche (5) de masquage,
- dans lequel on structure la couche (5) de masquage dans la zone de la deuxième surface
(3) principale, de façon à dénuder la deuxième surface (3) dans une première partie
(6),
- dans lequel, en utilisant la couche structurée de masquage comme masque d'attaque,
on attaque le substrat (1) au moins jusqu'au fond des pores (2),
- dans lequel on élimine la couche (5) de masquage de sorte que les pores (4) disposés
dans la première partie (6) traversent le substrat (1) de la première surface (2)
principale à la deuxième surface (3) principale.
5. Procédé suivant la revendication 4, dans lequel la couche (5) de masquage est en Si3N4.
6. Procédé suivant la revendication 4 ou 5, dans lequel on effectue l'attaque de substrat
(1) par de la KOH.
7. Procédé suivant l'une des revendications 4 à 6, dans lequel on effectue l'attaque
électrochimique dans un électrolyte actif contenant du fluorure, le substrat étant
monté en anode d'une cellule d'électrolyse.
8. Procédé suivant la revendication 7,
- dans lequel on utilise un électrolyte acide contenant du fluorure en une concentration
comprise entre 2 % en poids d'acide fluorhydrique et 10 % en poids d'acide fluorhydrique,
- dans lequel on applique, lors de l'attaque électrochimique, une tension comprise
entre 1,5 V et 3 V.
9. Procédé suivant l'une des revendications 4 à 8,
dans lequel on éclaire la deuxième surface (3) principale du substrat (1) lors
de l'attaque électrochimique pour régler la densité de courant dans le substrat (1).