[0001] Die Erfindung betrifft einen Arbeitsplatz mit höhenverstellbarer Gerätekonsole, wobei
der Arbeitsplatz eine Arbeitsplatte und die Gerätekonsole eine Tragplatte enthält,
die bezüglich der Arbeitsplatte höhenverstellbar ist.
[0002] Bei Arbeitsplätzen mit Bildschirmen und anderen Anzeigegeräten ist es erwünscht,
diese Anzeigegeräte so zu plazieren, dass sie vom Benutzer ermüdungsfrei abgelesen
werden können. Darüber hinaus sollen solche Arbeitsplätze flexibel und ausbaufähig
gestaltet sein, so dass die verschiedensten Geräte entsprechend ihrer Funktion optimal
plaziert werden können. Ein weiteres Bedürfnis besteht darin, die zahlreichen zu diesen
Geräten führenden Kabel geordnet und möglichst unauffällig zu führen. Gerade bei modernen
Kommandopulten von Kraftwerken, Industriebetrieben usw., die in ästhetischer Hinsicht
hohen Ansprüchen genügen, wäre ein Kabelgewirr im Bereich der Gerätekonsolen besonders
störend und könnte zudem ein Sicherheitsrisiko darstellen.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Gerätekonsolen bekannt, welche die ergonomischen Ansprüche
erfüllen. Beispiele solcher Konsolen sind in den Dokumenten CH-A-675 291 und CH-A-687
84 beschrieben. Dabei handelt es sich um stabile Konstruktionen, welche auch für schwere
Geräte, wie Hochleistungsmonitore mit Bildschirmdiagonalen von über 20 Zoll, geeignet
sind. Da heute vermehrt Flachbildschirme eingesetzt werden, welche eine wesentlich
geringere Tiefe und vor allem ein sehr viel geringeres Gewicht aufweisen, sind derart
robuste Konsolen nur noch selten erforderlich. Zudem sind in den genannten Dokumenten
keine Massnahmen zur Kabelführung erwähnt.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Arbeitsplatz vorzuschlagen,
bei dem mit einfachen Mitteln eine höhenverstellbare Gerätekonsole realisiert ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Gerätekonsole derart zu gestalten,
dass sie leicht und elegant aussieht und das Erscheinungsbild des Arbeitsplatzes nicht
stört. Eine dritte Aufgabe der Erfindung besteht darin, Mittel zu zeigen, mit denen
es möglich ist, Kabel für auf die Gerätekonsole zu stellende Geräte sauber zu führen.
[0005] Diese Aufgaben werden durch einen Arbeitsplatz der eingangs genannten Art gelöst,
der dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Rasterplatte fest mit dem Arbeitsplatz verbunden
ist, dass ein die Tragplatte tragender Winkel in wählbaren Höhenlagen mit der Rasterplatte
verbindbar ist und dass Mittel zum Halten von Kabeln mit dem Winkel verbunden sind.
[0006] Die Kombination von Rasterplatte und Winkel erlaubt es, die Tragplatte einfach auf
der gewünschten Höhe mit dem Arbeitsplatz zu verbinden. Durch die mit dem Winkel verbundenen
Mittel zum Halten von Kabeln erhält der Arbeitsplatz nicht nur ein sauberes Aussehen,
sondern es wird auch die Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Ausreissen von Kabeln,
beispielsweise durch vorbeigehende Personen, erhöht.
[0007] Die besonderen Ausführungsarten nach den Ansprüchen 2 bis 4 erlauben es, den Arbeitsplatz
kostengünstig und dennoch optisch ansprechend zu bauen. Durch die Massnahmen nach
den Ansprüchen 5 und 6 wird die Sicherheit des Arbeitsplatzes gegen mechanische Beanspruchung
der Kabel erhöht.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht von unterhalb der Tragplatte eines erfindungsgemässen
Arbeitsplatzes und
- Figur 2
- eine seitliche Schnittansicht eines erfindungsgemässen Arbeitsplatzes.
[0009] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsart des erfindungsgemässen
Arbeitsplatzes von der Geräteseite her gesehen, und zwar von etwas unterhalb der Tragplatte.
In Figur 2 ist die Gerätekonsole und ein angrenzender Bereich des Arbeitsplatzes in
einem teilweise geschnittenen Seitenriss dargestellt. Der Arbeitsplatz ist generell
mit 1 bezeichnet. Er beinhaltet eine Arbeitsplatte 2, auf welcher die am Arbeitsplatz
arbeitende Person ihre Unterlagen ablegen kann. Die Bedienungsseite des Arbeitsplatzes
ist nicht dargestellt und befindet sich rechts von dem in Figur 2 dargestellten Teil.
Unter der Arbeitsplatte 2 befindet sich bei diesem Beispiel eine Art Zwischenboden
3, auf dem die von und zu den Geräten wie Rechnern inklusive Ein- und Ausgabegeräten
führenden Kabel 20 liegen können. Die Arbeitsplatte 2 und der Zwischenboden 3 sind
durch Zwischenwände 4 miteinander verbunden, welche Durchgänge 5 für die Kabel 20
aufweisen. Der Zwischenboden 3 ruht auf einem Unterbau 6, der in Figur 2 nur angedeutet
ist.
[0010] Die gesamthaft mit 7 bezeichnete Gerätekonsole ist an der Seite des Arbeitsplatzes
1 angeordnet, die der erwähnten Bedienungsseite gegenüber liegt. Die Gerätekonsole
7 weist eine Tragplatte 8 auf, die zur Aufnahme von insbesondere Anzeigegeräten wie
Bildschirmen bestimmt ist. Die Tragplatte 8 kann eine oder mehrere Öffnungen 9 zur
Durchführung von Kabeln 20 aufweisen. Jede Tragplatte 8 wird von mindestens einem,
vorzugsweise von zwei Winkeln 12 getragen. Die Winkel 12 sind aus einem Zuschnitt
aus flachem Metall, vorzugsweise Edelstahl, durch Abkanten hergestellt. Benachbart
zu einer im wesentlichen vertikalen Seitenwand besitzt der Winkel 12 oben einen horizontalen
Schenkel 13, auf dem die Tragplatte 8 befestigt ist. Dazu sind im Schenkel 13 Löcher
14 für Schrauben vorgesehen. An der unteren Seite der im wesentlichen vertikalen Seitenwand
des Winkels 12 befindet sich ein Kabelkanal 15, der durch U-förmiges Abkanten einstückig
mit dem Winkel hergestellt ist. Ein Kabelbinder kann durch ein am Kabelkanal vorgesehenes
Loch 16 geführt werden, um die Kabel im Kanal festzuhalten.
[0011] Zur Befestigung des Winkels in einer wählbaren Höhenlage bezüglich der Arbeitsplatte
2 ist eine Rasterplatte 10 vorgesehen, die an der Zwischenwand 4 befestigt, beispielsweise
angeschraubt ist. Die Rasterplatte 10 weist eine Reihe von Befestigungsöffnungen 11
für den Winkel 12 auf, die in Figur 2 als runde Bohrungen dargestellt sind. Der Winkel
hat mindestens zwei Bohrungen 17, deren Abstand zum Rastermass der Befestigungsöffnungen
11 der Rasterplatte 10 passt. So kann der Winkel 12 mittels (nicht dargestellter)
Schrauben und Muttern in einer wählbaren Höhenlage am Arbeitsplatz befestigt werden.
[0012] Alternativ zur Befestigung des Winkels 12 an der Rasterplatte 10 mittels Schrauben
und Muttern können die Befestigungsöffnungen 11 beispielsweise schlüssellochartig
ausgebildet sein und am Winkel können Bolzen mit einem Kopf angeordnet sein, die in
diese schlüssellochartigen Befestigungsöffnungen eingehängt werden.
[0013] Neben der Rasterplatte 10 kann noch ein Kabelhalter 18 angeordnet sein, wie dies
in Figur 1 zu sehen ist.
[0014] Jeweils zwischen zwei Winkeln 12 ist eine Abdeckplatte 19 eingehängt, die den Raum
zwischen der Arbeitsplatte 2 und dem Zwischenboden 3 verdeckt. Die Rasterplatte 10
ragt nach unten über den Zwischenboden 3 hinaus und schliesst dadurch den Spalt zwischen
zwei Abdeckplatten 19, durch den sie von aussen sichtbar ist, bündig mit den Abdeckplatten
optisch ab.
[0015] Arbeitsplätze der hier beschriebenen Art eignen sich besonders gut für Kommandozentralen,
beispielsweise in Kraftwerken. Sie können die verschiedensten Geräte auf nebeneinander
angeordneten Gerätekonsolen aufnehmen, wobei jede Gerätekonsole auf einer optimalen
Höhe angeordnet ist. Die Kabel der Geräte sind durch die beschriebenen Winkel optimal
und nahezu unsichtbar aufgenommen. Damit dies auch bei den seitlich äussersten Konsolen
der Fall ist, sind zwei Arten von Winkeln 12 vorgesehen, die sich dadurch unterscheiden,
dass der Kabelkanal 15 nach links ragt, wie man dies in Figur 1 sieht, oder nach rechts,
wie in Figur 2. So können bei den seitlich äussersten Gerätekonsolen eines Kommandopultes
Winkel gewählt werden, welche die Kabel optimal verdecken.
1. Arbeitsplatz mit höhenverstellbarer Gerätekonsole, wobei der Arbeitsplatz (1) eine
Arbeitsplatte (2) und die Gerätekonsole (7) eine Tragplatte (8) enthält, die bezüglich
der Arbeitsplatte höhenverstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rasterplatte
(10) fest mit dem Arbeitsplatz verbunden ist, dass ein die Tragplatte (8) tragender
Winkel (12) in wählbaren Höhenlagen mit der Rasterplatte (10) verbindbar ist und dass
Mittel (15) zum Halten von Kabeln (20) mit dem Winkel (12) verbunden sind.
2. Arbeitsplatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (15) zum Halten
von Kabeln (20) einstückig mit dem Winkel (12) ausgebildet sind.
3. Arbeitsplatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel (15) zum Halten von Kabeln (20) einen U-förmigen Querschnitt aufweisen.
4. Arbeitsplatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Winkel (12) durch Abkanten aus einem flachen Zuschnitt, beispielsweise aus Metall,
insbesondere aus Edelstahl, hergestellt ist.
5. Arbeitsplatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
neben der Rasterplatte (10) ein Kabelhalter (18) angeordnet ist, der mehrere, etwa
rechtwinklig von der Rasterplatte (10) wegweisende, hakenartige Vorsprünge aufweist.
6. Arbeitsplatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Tragplatte (8) im Bereich des von der Arbeitsplatte (2) abgewandten Endes des
Winkels (12) eine Öffnung (9) zur Durchführung von Kabeln (20) aufweist.