[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches
1. Solche Befestigungsvorrichtungen werden insbesondere für Frontblenden von Schubladen
eingesetzt, um diese an einer Ausziehführung zu befestigen.
[0002] Aus der DE 79 00 396 U1 ist eine Befestigungsvorrichtung für eine Schublade bekannt,
bei der eine Schubladenfrontplatte mit einem Beschlagteil versehen ist, das zur Befestigung
der Frontplatte an einem Schubkasten dient. Das Beschlagteil besitzt eine Fläche mit
einer vertikalen Riffelung und eine weitere Fläche mit einer horizontalen Riffelung.
Diese Riffelungen wirken mit korrespondierenden Riffelungen an einem an dem Schubkasten
angeordneten Befestigungskörper zusammen. Durch die Riffelungen kann die Frontplatte
nach Festlegung der horizontalen und vertikalen Lage gegenüber dem Schubkasten mittels
eines Exzenterbolzens arretiert werden. Diese Befestigungsvorrichtung ermöglicht zwar
eine variable Befestigung der Frontplatte an dem Schubkasten, besitzt jedoch den Nachteil,
daß die Montage schwierig auszuführen ist, da der Monteur einerseits die Frontplatte
in der gewünschten Position festhalten muß und andererseits die korrekte Ausrichtung
überprüfen muß, um die Frontplatte dann in der gewünschten Position zu arretieren.
[0003] Aus der gattungsbildenden DE 94 07 813 U1 ist eine Befestigungsvorrichtung für einstellbare
Frontblenden für Schubladen bekannt, bei der die Frontblende zumindest in vertikaler
Richtung vorfixiert ist, so daß der Monteur die Höheneinstellung der Frontblende vornehmen
kann, ohne die Frontblende die ganze Zeit festhalten zu müssen. Hierfür ist ein Halteteil
unmittelbar an der Frontblende befestigt, das mit einem Tragteil zusammenwirkt, welches
mit einer Ausziehführung verbunden ist. Das Halteteil und das Tragteil sind jeweils
mit ineinander greifenden horizontal verlaufenden Zähnen versehen, die in der Montagelage
miteinander kämmen. Durch die nachgiebige Ausbildung der Verzahnung am Tragteil läßt
sich die Frontplatte in vertikale Richtung verstellen, wobei die kämmenden Zähne zueinander
versetzt werden. Zur Arretierung der Frontplatte werden die Verzahnungen mittels einer
Exzentervorrichtung aufeinandergepreßt, so daß eine Höhenverstellung nicht mehr möglich
ist.
[0004] Mit der Befestigungsvorrichtung wird dem Monteur zwar eine gewisse Montagehilfe gegeben,
eine Vorfixierung in horizontale Richtung läßt sich mit dieser Befestigungsvorrichtung
jedoch nicht erreichen. Die Ausrichtung der Frontplatte in horizontale Richtung erfolgt
durch eine Verschiebung des Halteteils relativ zu dem Tragteil, soweit dies möglich
ist. Da das Tragteil jedoch auf eine mittlere Position voreingestellt ist, kann eine
horizontale Verschiebung nur durch Aufbringen einer gewissen Vorspannung durch den
Monteur erfolgen. Diese Vorgehensweise ist unkomfortabel, da der Monteur gleichzeitig
die Vorspannung für die horizontale Ausrichtung und die Überprüfung der korrekten
Lage vornehmen muß. Diese Schwierigkeit bei der Montage kann zu fehlerhaften Ausrichtungen
führen, weshalb die bekannte Befestigungsvorrichtung insbesondere für hohe Qualitätsansprüche
bei der Montagegenauigkeit nicht geeignet ist.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigungsvorrichtung mit
einem Befestigungselement und einem Halteteil zu schaffen, bei der eine einfache Ausrichtung
des Halteteils relativ zu dem Befestigungselement in mindestens zwei Richtungen möglich
ist. Dabei soll durch eine entsprechende Vorfixierung die Montage eines Möbelteils,
wie einer Frontblende einer Schublade, erleichtert werden.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einer Befestigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst. Wenn das Halteteil zu dem Befestigungselement derart vorfixiert ist, daß
es sowohl horizontal als auch vertikal in die gewünschte Montageposition verstellt
werden kann, wird der Montagevorgang erheblich vereinfacht. Der Monteur muß lediglich
das Halteteil in die gewünschte Position ausrichten, ohne dabei die Frontplatte oder
ähnliche Bauteile festzuhalten. Die Vorfixierung gibt dem Halteteil dabei die notwendige
Stabilität, um nicht ohne weiteres bewegt werden zu können. Sobald das Halteteil relativ
zu dem Befestigungselement in der gewünschten Position ausgerichtet ist, wird das
Halteteil an dem Befestigungselement arretiert.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verlaufen die erste und zweite
Richtung parallel zu einer Frontplattenebene und das Halteteil kann getrennt in die
erste oder zweite Richtung verstellt werden. Dies ermöglicht beispielsweise eine einfache
Ausrichtung der einzelnen Endkanten einer Schubladenfrontplatte.
[0008] Wenn eine Schnappeinrichtung vorgesehen ist, die das Halteteil an dem Befestigungselement
in der vorfixierten Position hält, läßt sich die Befestigungsvorrichtung einfach montieren,
ohne daß Werkzeuge für die Montage notwendig sind.
[0009] Vorzugsweise ist eine Rasteinrichtung vorgesehen, die das Halteteil an der an dem
Befestigungsteil in zumindest einer Richtung vorfixiert. Dies ermöglicht eine stufenweise
Verstellung des Halteteils an dem Befestigungselement, wobei bei der Montage die Rastgeräusche
als Orientierungshilfe dienen können. Die Rasteinrichtung kann beispielsweise aus
mehreren Rippen gebildet sein, zwischen die jeweils eine Spitze eingreift.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist eine Exzentervorrichtung vorgesehen, durch
die das Halteteil an dem Befestigungselement in eine der Richtungen bewegbar gehalten
ist. Die Exzentervorrichtung ermöglicht eine stufenlose Verstellung des Halteteils.
Eine besonders stabile Vorfixierung des Halteteils an dem Befestigungselement wird
erreicht, wenn eine Kombination aus Schnappeinrichtung, Rasteinrichtung und Exzentervorrichtung
vorgesehen ist, so daß die Vorteile dieser Einrichtungen sich ergänzen. Dabei kann
die Exzentervorrichtung das Halteteil vorzugsweise in vertikale Richtung gegenüber
dem Befestigungselement verschieben, da dann mittels Klemmkräften in diese Richtung
eine besonders stabile Vorfixierung erreicht wird und die vertikalen Gewichtskräfte
meist die größte Belastung für die Vorfixierung darstellen.
[0011] Eine einfache und kostengünstig herzustellende Exzentervorrichtung erhält man, wenn
an dem Befestigungselement eine drehbare Scheibe vorgesehen ist, an der ein Zapfen
exzentrisch zur Drehachse angeordnet ist, der in einen Schlitz in dem Halteteil eingreift.
Die Scheibe kann dabei aus Kunststoff bestehen und an einen Metallabschnitt des Befestigungselements
angegossen sein.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Schnappeinrichtung zwei
Seitenflansche an dem Halteteil auf, die an dem Befestigungselement, insbesondere
an einem Kopf des Befestigungselementes angreifen. Wenn die Seitenflansche schräg
nach innen verlaufende Vorsprünge aufweisen, kann durch die Schnappeinrichtung eine
Klemmkraft erzeugt werden, die beispielsweise die Bestandteile der Rasteinrichtung
aufeinanderdrückt. Hierbei kann die Elastizität der Schnappeinrichtung eine gute Vorfixierung
der Rasteinrichtung gewährleisten.
[0013] Eine gute Führung des Halteteils an dem Befestigungselement ergibt sich, wenn das
Halteteil durch die Exzentervorrichtung entlang der Rippen der Rasteinrichtung verschiebbar
ist.
[0014] Eine einfache Form der Arretierung des Halteteils an dem Befestigungselement wird
durch eine zweite Exzentervorrichtung erreicht, die die Rasteinrichtung aufeinanderdrückt,
so daß Halteteil und Befestigungselement mittels Klemmkräften aneinander gehalten
sind.
[0015] Diese zweite Exzentervorrichtung wird vorzugsweise durch ein entfernbares Bauteil
gebildet, das eine Drehachse und einen versetzt zur Drehachse gebildeten Exzenterabschnitt
aufweist, wobei auf der einen Seite des Exzenterabschnittes zentriert zur Drehachse
integral ein Kopf eines Kreuzschlitzschraubendrehers ausgebildet ist. Dies ermöglicht
die Montage der Befestigungsvorrichtung vollkommen ohne ein Werkzeug, da die Verstellung
der Befestigungsvorrichtung und Arretierung mittels dieses Bauteils erfolgen können.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Explosivansicht eines Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung von schräg oben;
- Figur 2
- eine perspektivische Explosivansicht der Befestigungsvorrichtung nach Figur 1 von
der anderen Seite;
- Figur 3
- eine perspektivische Explosivansicht schräg von oben, und
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht eines Schubkastens mit zwei an der Frontblende montierten
Befestigungsvorrichtungen.
[0017] Eine Befestigungsvorrichtung 1 weist ein Befestigungselement 4, ein Halteteil 5 und
einen Arretierhebel 20 auf. Das Befestigungselement 4 umfaßt einen aus Metall bestehenden
Körper, der mittels nicht dargestellter Befestigungseinrichtungen fest mit einer Schiene
einer Ausziehführung verbindbar ist. An dem Körper aus Metall des Befestigungselementes
4 ist ein Aufsatz aus Kunststoff angegossen, der zumindest teilweise zur Befestigung
einer Frontplatte 3 eines Schubkastens dient.
[0018] Hierfür ist das Halteteil 5 mit dem Befestigungselement 4 verbindbar, das wiederum
mit der Frontplatte 3 verschraubt werden kann. Das Halteteil 5 besitzt zwei Seitenflansche
6, an denen schräg nach innen verlaufende Vorsprünge 7 vorgesehen sind. An den Spitzen
8 der Seitenflansche 6 sind Schlitze 12 ausgebildet. Die Spitzen 8 verlaufen im Endbereich
leicht nach außen, so daß das Halteteil 5 leichter auf das Befestigungselement 4 aufgeschoben
werden kann. Ferner ist eine nach innen verlaufende Schrägfläche 70 vorgesehen. Zur
Befestigung mit der Frontplatte weist das Halteteil 5 eine Platte 14 auf, die mit
Öffnungen 15 zur Durchführung von Schrauben oder ähnlichen versehen sind. Integral
mit der Platte 14 sind Befestigungszapfen ausgebildet, die in die Frontplatte eingreifen
können. Ferner ist an der Platte 14 zwischen den beiden Seitenflanschen 6 eine Fläche
mit mehreren vertikal verlaufenden Rippen 13 vorgesehen.
[0019] Das Befestigungselement 4 weist einen Kopf 9 auf, der mit einer Spitze 11 versehen
ist. Die Spitze 11 ist so ausgebildet, daß sie zwischen zwei Rippen 13 an dem Halteteil
5 eingreifen kann. Im hinteren Bereich des Kopfes 9 sind schräg verlaufende Auflageflächen
10 gebildet, die zu einer vertikalen Ebene senkrecht zu den Seitenflächen des Befestigungselementes
4 etwa dieselbe Neigung aufweisen, wie die Vorsprünge 7 an dem Halteteil 5. Ferner
ist in dem Kopf 9 eine Durchführung 23 vorgesehen, deren vertikale Erstreckung größer
ist als die vertikale Erstreckung einer Öffnung 24 an dem Halteteil 5.
[0020] Das Befestigungselement ist hinter dem Kopf 9 mit einer Exzentervorrichtung versehen,
die eine Scheibe 18 mit einer kreuzförmigen Aussparung, eine Scheibe 16 und einen
Zapfen 17 aufweist. Zwischen der Scheibe 16 und der Scheibe 18 ist ein Metallabschnitt
des Befestigungselementes 4 vorgesehen, so daß die Scheiben 16 und 18 drehbar an dem
Befestigungselement 4 gehalten sind. Sowohl der Zapfen 17 als auch die kreuzförmige
Aussparung in der Scheibe 18 sind versetzt zur Drehachse angeordnet. Durch eine Drehung
der integral miteinander ausgebildeten Scheiben 16 und 18 wird somit der Zapfen 17
entlang einer Kreisbahn bewegt.
[0021] Die Befestigungsvorrichtung 1 weist ferner einen Arretierhebel 20 auf, der an einer
Drehachse einen exzentrischen Abschnitt 21 aufweist. Benachbart zu dem exzentrischen
Abschnitt 21 ist integral der Kopf eines Kreuzschlitzschraubendrehers ausgebildet,
so daß der Arretierhebel 20 zur Montage, insbesondere zur Verstellung der Scheibe
18 der Exzentervorrichtung eingesetzt werden kann. Der Durchmesser der Achse und des
exzentrischen Abschnittes 21 sind so gewählt, daß sie durch die Durchführung 23 und
eine Öffnung 24 in dem Halteteil 5 einführbar sind.
[0022] Zur Montage der Befestigungsvorrichtung wird das Halteteil 5 vor oder nach der Verbindung
mit einer Schubladenfrontplatte auf das Befestigungselement 4 aufgeklipst, wobei die
beiden Seitenflansche 6 um den Kopf 9 herum geführt werden. Dabei schnappen die Seitenflansche
6 nach innen, damit die Vorsprünge 7 an den Flächen 10 anliegen und die Schrägflächen
70 auf den Scheiben 16 und 18 aufsitzen. Durch die schräge Ausrichtung der Vorsprünge
7 und der Flächen 10 und die Bestrebung der Seitenflansche 6, sich noch etwas weiter
nach innen zu bewegen, wird eine elastische Klemmkraft zwischen der Spitze 11 und
den Rippen 13 aufgebracht, die zur Vorfixierung des Halteteils in horizontale Richtung
dient. In diese Position greift der Zapfen 17 an der Scheibe 16 in den Schlitz 12
des Halteteils ein. Für eine horizontale Verstellung des Halteteils 5 relativ zu dem
Befestigungselement 4 muß daher das Halteteil 5 entlang der Rippen 13 verschoben werden,
wobei die Klemmkraft überwunden werden muß. Wenn das Halteteil 5 nur in vertikaler
Richtung versetzt werden soll, kann durch den Kopf des Kreuzschlitzschraubendrehers
19 an dem Arretierhebel 20 die Scheibe 18 mit der kreuzförmigen Aussparung gedreht
werden. Hierdurch dreht sich die Scheibe 16 mit dem Zapfen 17, der sich in dem Schlitz
12 bewegt. Durch die in Horizontalrichtung längliche Ausbildung des Schlitzes 12 kann
sich der Zapfen 17 zwar in horizontaler Richtung frei bewegen, in vertikale Richtung
stößt er jedoch gegen die gabelförmigen Enden an den Seitenflanschen 6. Hierdurch
wird das Halteteil 5 in Vertikalrichtung verschoben, wobei die Rillen 13 und die Spitze
11 zur exakten Führung des Halteteils 5 dienen.
[0023] Wenn das Halteteil 5 relativ zu dem Befestigungselement 4 arretiert werden soll,
wird der Arretierhebel 20 durch die ovale Öffnungen 24 an den beiden Seitenflanschen
6 und die ovale Öffnung 23 an dem Kopf 9 eingeschoben. Die ovale Form der Öffnungen
23 und 24 ist notwendig, da die Drehachse des Arretierhebels 20 einen exzentrischen
Abschnitt 21 aufweist, so daß die Drehachse und der exzentrische Abschnitt 21 in Draufsicht
eine länglich ovale Form besitzen. Die Öffnung 23 besitzt in Vertikalrichtung eine
größere Länge als die Öffnung 24, da das Halteteil 5 durch die Exzentervorrichtung
in vertikale Richtung in unterschiedlichen Positionen an dem Befestigungselement 4
arretiert werden kann. Wenn der exzentrische Abschnitt 21 in die Öffnung 23 eingeführt
ist, wird der Arretierhebel 20 um 90° gedreht, so daß das Halteteil 5 mittels der
Öffnungen 24 in den Seitenflanschen 6 an dem Kopf 9 des Befestigungselementes 4 festgespannt
wird. Dabei wird die Spitze 11 fest zwischen zwei Rippen 13 gedrückt. In dieser Position
ist das Halteteil 5 fest an dem Befestigungselement 4 durch Klemmkräfte arretiert.
[0024] Wie in Figur 4 gezeigt ist, sind zwei Befestigungsvorrichtungen an einem Schubkasten
angebracht, um eine Frontplatte 3 an dem Schubkasten 2 zu befestigen. Eine Befestigungsvorrichtung
ist dabei an einer Schiene einer Ausziehführung befestigt, wobei um die Schiene und
die Befestigungsvorrichtung eine Seitenwand 22 gestülpt ist. In der Seitenwand 22
ist lediglich eine Öffnung zur Verstellung der Frontplatte 3 vorgesehen, die in dem
Bereich der Scheibe 18 der Exzentervorrichtung liegt. Zur Verstellung der Position
der Frontplatte 3 relativ zu der Schublade 2 wird der Arretierhebel 20 gedreht und
kann darm aus den Öffnungen 23 und 24 entfernt werden. Sofern eine Höhenverstellung
erforderlich ist, wird über den Kopf 19 des Arretierhebels 20 die Scheibe 18 mit der
kreuzförmigen Ausnehmung gedreht, so daß der Zapfen 17 über den Schlitz 12 und das
Halteteil 5 die Frontplatte 3 anhebt oder absenkt. Für eine horizontale Verstellung
genügt die Bewegung der Frontplatte 3 nach rechts oder links, bis die Spitze 11 zwischen
zwei benachbarten Rippen 13 einrastet.
[0025] Nach der Ausrichtung der Frontplatte 3 wird der Arretierhebel 20 wieder in die Öffnungen
23 und 24 eingeführt und um 90° gedreht, so daß die Frontplatte 3 sicher an dem Schubkasten
2 gehalten ist.
[0026] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Spitze 11 zweiteilig ausgebildet,
so daß der obere Teil der Spitze und der untere Teil der Spitze zwischen unterschiedliche
Rippen 13 eingreifen können. Dies ermöglicht auch eine Drehung des Halteteils 5 relativ
zu dem Befestigungselement 4, was auch für andere Anwendungsbereiche als den Schubladenbereich
relevant ist.
[0027] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird zur Vorfixierung eine Kombination aus
Schnappeinrichtung, Exzentervorrichtung und Rasteinrichtung verwendet. Es ist auch
möglich, statt der Exzentervorrichtung zwei Rasteinrichtungen vorzusehen oder statt
der Rasteinrichtung zwei Exzentervorrichtungen vorzusehen, um eine einfache Verstellung
der Frontplatte in horizontaler und vertikaler Richtung zu ermöglichen.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform ist auf das Befestigungselement 4 ein Aufsatz aufgesteckt,
um Schubkästen mit höheren Seitenwände zu realisieren. Die Frontplatte ist dann sowohl
an dem Befestigungselement 4 als auch an dem Aufsatz jeweils über ein entsprechendes
Halteteil 5 befestigt. An dem Aufsatz ist eine ähnlich wie die oben beschriebene ausgebildete
Exzentervorrichtung vorgesehen, die jedoch die Frontplatte nicht in vertikale Richtung
verstellen kann, sondern nur in eine im wesentlichen horizontale Richtung. Hierfür
ist ein Teil der Exzentervorrichtung in horizontale Richtung bewegbar gelagert und
kann durch Drehung der Exzentervorrichtung verstellt werden. Es ist auch möglich statt
der Exzentervorrichtung eine Rast- oder Klemmvorrichtung vorzusehen. Die Frontplatte
kann dadurch auch in ihrer Neigung relativ zu einer vertikalen Ebene verstellt werden.
1. Befestigungsvorrichtung, insbesondere für Frontblenden (3) von Schubladen (2), mit
einem Befestigungselement (4), das an einer Schiene einer Ausziehführung befestigbar
ist, und einem Halteteil (5), das mit einer Frontblende (3) verbindbar ist oder integral
mit dieser gebildet ist, wobei das Halteteil (5) zu dem Befestigungselement (4) derart
vorfixiert ist, daß eine Verstellung des Halteteils (5) relativ zu dem Befestigungselement
(4) in eine erste horizontale oder vertikale Richtung möglich ist und das Halteteil
(5) relativ zu dem Befestigungselement (4) durch die Vorfixierung in einer ursprünglichen
oder in einer verstellten Position gehalten ist und in der jeweiligen Position arretierbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (5) relativ zu dem Befestigungselement (4) in eine zweite Richtung
senkrecht zur ersten Richtung vorfixiert und verstellbar gehalten ist.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite Richtung parallel zu einer Frontplattenebene verlaufen und das
Halteteil (5) zu dem Befestigungselement (4) getrennt in die erste oder zweite Richtung
verstellbar ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schnappeinrichtung (6, 7, 10) vorgesehen ist, die das Halteteil (5) an dem Befestigungselement
(4) in der vorfixierten Position hält.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rasteinrichtung (9, 13) vorgesehen ist, die das Halteteil (5) an dem Befestigungsteil
(4) in zumindest einer Richtung vorfixiert.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Halteteil (5) mehrere Rippen (13) vorgesehen sind, und zwischen zwei Rippen
(13) eine Spitze (11) des Befestigungselementes (4) eingreift.
6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Exzentervorrichtung (12, 16, 17) vorgesehen ist, mittels der das Halteteil (5)
bewegbar an dem Befestigungselement (4) gehalten ist.
7. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Exzentervorrichtung (12, 16, 17) das Halteteil (5) in vertikaler Richtung
gegenüber dem Befestigungselement (4) verschiebbar ist.
8. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Befestigungselement (4) eine drehbare Scheibe (16) vorgesehen ist, an der
ein Zapfen (17) exzentrisch zur Drehachse angeordnet ist, der in einen Schlitz (12)
in dem Halteteil (4) eingreift.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnappereinrichtung zwei am Halteteil (5) gebildete Seitenflansche (6) aufweist,
die das Befestigungselement (4) teilweise umgreifen.
10. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenflanschen (6) zueinander verlaufende Vorsprünge (7) gebildet sind, die
einen Kopf (9) des Befestigungselementes (4) teilweise umgreifen.
11. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (7) und die gegenüberliegenden Flächen (10) an dem Kopf (9) zu einer
vertikalen Ebene senkrecht zur Flanschebene geneigt verlaufen, derart, daß bei einem
Einschnappen der Seitenflansche (6) um den Kopf (9) die an dem Halteteil (5) gebildeten
Rippen (13) mit einer Vorspannung an der Spitze (11) des Befestigungselementes (4)
anliegen.
12. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (5) durch die Exzentervorrichtung entlang der Rippen (13) an dem Befestigungselement
(4) verschiebbar ist.
13. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (5) an dem Befestigungselement (4) mittels einer zweiten Exzentervorrichtung
(20, 21, 23) arretierbar ist.
14. Exzentervorrichtung, insbesondere für eine Befestigungsvorrichtung, nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, mit einer Drehachse und einem zur Drehachse versetzten Exzenterabschnitt
(21), dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Seite des Exzenterabschnittes (21) zentriert zur Drehachse integral ein
Kopf (19) eines Kreuzschlitzschraubendrehers ausgebildet ist.