[0001] Die Erfindung betrifft eine Handspritzpistole für ein Hochdruckreinigungsgerät mit
einem Gehäuse, in welches ein Anschlußstück einer Hochdruckleitung zur Verbindung
mit einem Anschluß im Innern des Gehäuses einsteckbar ist, und mit einem seitlich
in das Gehäuse einschiebbaren U-förmigen Sicherungselement, welches in einer in das
Gehäuse eingeschobenen Fixierstellung mit seinen zwei Schenkeln seitliche Rücksprünge
des Anschlußstückes hintergreift und dadurch das Anschlußstück im Gehäuse gegen ein
Herausziehen sichert, und welches aus dem Gehäuse herausziehbar ist, um das Anschlußstück
zum Herausziehen aus dem Gehäuse freizugeben.
[0002] Derartige Handspritzpistolen sind beispielsweise aus der EP 0 885 661 A2 oder der
DE 27 20 241 A1 bekannt. Durch die Verwendung derartiger U-förmiger Sicherungselemente
kann das Anschlußstück im Anschluß frei verdrehbar aber axial unverschieblich festgelegt
werden, diese Festlegung kann einfach dadurch aufgehoben werden, daß das Sicherungselement
seitlich, also quer zur Längsrichtung des Anschlußstückes, aus dem Gehäuse herausgezogen
wird. In gleicher Weise kann sehr einfach eine axiale Festlegung wiederhergestellt
werden, wobei bei bekannten Anordnungen die Schenkel des U-förmigen Sicherungselementes
normalerweise in seitliche Rücksprünge eingreifen, die durch eine Umfangsnut am Anschlußstück
gebildet werden.
[0003] Obwohl diese Art der Festlegung des Anschlußstückes im Gehäuse einer Handspritzpistole
sehr bequem ist, besteht die Gefahr, daß das U-förmige Sicherungselement beim Herausziehen
aus dem Gehäuse verlorengeht.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Handspritzpistole so auszubilden,
daß diese Gefahr vermieden wird, so daß ohne Beeinträchtigung der Bequemlichkeit bei
der Handhabung sichergestellt ist, daß das Sicherungselement beim Herausziehen und
bei der Freigabe der axialen Festlegung des Anschlußstückes nicht verlorengehen kann.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Handspritzpistole der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Schenkel Sperrglieder tragen, die ein vollständiges Herausziehen
des Sicherungselementes aus dem Gehäuse verhindern. Es ist zwar möglich, das Sicherungselement
in eine Stellung zu verschieben, in der die Schenkel das Anschlußstück nicht mehr
in axialer Richtung festlegen, ein weiteres Herausziehen des Sicherungselementes aus
dem Gehäuse ist dagegen nicht möglich, so daß das Sicherungselement unverlierbar im
Gehäuse gehalten ist.
[0006] Die Sperrglieder können sehr unterschiedlich ausgebildet sein, sie können beispielsweise
ketten- oder bandartige Spannglieder sein, die einerseits mit den Schenkeln und andererseits
mit dem Gehäuse verbunden sind und die Auszugsbewegung beschränken, bei einer bevorzugten
Ausführungsform ist jedoch vorgesehen, daß die Sperrglieder Anschläge sind, die an
Anschlägen des Gehäuses anschlagen, sobald das Sicherungselement aus einer das Anschlußstück
freigebenden Freigabestellung weiter aus dem Gehäuse herausgezogen wird.
[0007] Dabei ist es günstig, wenn die Anschläge quer zur Verschieberichtung des Sicherungselements
im Gehäuse federnd einschiebbar sind. Es ist dadurch möglich, ein Sicherungselement
in das Gehäuse einzuschieben, beispielsweise zu Montagezwecken, dabei werden die Anschläge
federnd eingeschoben und ermöglichen ein Vorbeigleiten an den Anschlägen im Gehäuse,
danach ist es jedoch nicht mehr ohne weiteres möglich, das Sicherungselement wieder
aus dem Gehäuse herauszuziehen.
[0008] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Anschläge am Sicherungselement gebildet
werden durch seitliche Vorsprünge an den Außenseiten der Schenkel, insbesondere können
die seitlichen Vorsprünge am freien Ende der Schenkel angeordnet sein.
[0009] Es ist dabei vorteilhaft, wenn die Schenkel federnd gegeneinander drückbar sind,
so daß dadurch die Anschläge federnd gegeneinander drückbar und damit in ihrem Abstand
verringerbar sind.
[0010] Die Anschläge am Gehäuse können gebildet werden durch die eine Einschiebeöffnung
für das Sicherungselement umgebende Wand des Gehäuses.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Anschläge am Gehäuse
gebildet werden durch seitliche Vorsprünge in einem sich an eine Einschiebeöffnung
für das Sicherungselement anschließenden Aufnahmeschacht für das Sicherungselement.
[0012] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Vorsprünge in Einschieberichtung Aufgleitflächen
für die Anschläge des Sicherungselementes aufweisen. Dies erleichtert das erstmalige
Einschieben eines Sicherungselementes in das Gehäuse, durch die Aufgleitflächen werden
die Anschläge federnd gegeneinander gebogen.
[0013] In Ausschieberichtung werden diese Vorsprünge jedoch stufig ausgebildet, um das vollständige
Herausziehen des Sicherungselementes zu verhindern.
[0014] Es ist vorteilhaft, wenn die Abstände der Vorsprünge der Breite des Sicherungselementes
entsprechen, die das Sicherungselement im Abstand zu seinen Anschlägen aufweist. Dadurch
wird das Sicherungselement zwischen diesen Vorsprüngen geführt, sobald die Anschläge
am freien Ende der Schenkel nach dem Einschieben des Sicherungselementes an diesen
Vorsprüngen vorbeigeglitten sind.
[0015] Es kann weiterhin vorgesehen sein, daß am Gehäuse Rastvorsprünge angeordnet sind,
die die Anschläge des Sicherungselementes in der Fixierstellung hintergreifen. Dadurch
ergibt sich eine Festlegung des Sicherungselementes in der Fixierstellung, diese Festlegung
ist jedoch nicht dauerhaft, sondern gegen eine bestimmte Widerstandskraft kann das
Sicherungselement wieder aus der Fixierstellung herausgezogen werden.
[0016] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Rastvorsprünge beiderseitig Aufgleitflächen für
die Anschläge des Sicherungselementes aufweisen, dies erleichtert in beiden Richtungen
das Aufgleiten der Anschläge an den Restvorsprüngen.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Schenkel des Sicherungselementes
in der Fixierstellung in Vertiefungen eintauchen, die eine Annäherung der freien Enden
der Schenkel begrenzen. Dadurch wird auch das Einschieben der Anschläge beim Verrasten
der Fixierstellung erschwert, dadurch läßt sich die Rückhaltekraft einstellen, mit
der das Sicherungselement in der Fixierstellung gehalten wird.
[0018] Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Längsschnittansicht einer Handspritzpistole mit einem eingesteckten Anschlußstück
und mit einem Sicherungselement zur axialen Festlegung des Anschlußstückes in der
Handspritzpistole;
- Figur 2:
- eine Schnittansicht längs Linie 2-2 in Figur 1 mit dem Sicherungselement in der Fixierstellung
und
- Figur 3:
- eine Ansicht ähnlich Figur 2 mit dem Sicherungselement in der Freigabestellung.
[0019] Die in Figur 1 dargestellte Handspritzpistole 1 umfaßt ein Gehäuse 2, welches aus
zwei Halbschalen 3, 4 gebildet wird, die im wesentlichen spiegelbildlich aufgebaut
sind und auf geeignete Weise miteinander verbunden werden können, beispielsweise durch
eine Vernietung, Verschweißung, Verschraubung, etc.
[0020] Im Inneren des Gehäuses 2 befindet sich eine das Gehäuse 2 durchsetzende Leitung
5, in welche ein Schließventil eingeschaltet sein kann, das aus dem Gehäuse 2 hervorsteht
und von außen her bedient werden kann.
[0021] Die Leitung 5 steht einerseits mit einem zu einer Abgabestelle führenden Strahlrohr
7 in Verbindung und zum anderen mit einer die Handspritzpistole 1 mit dem Druckauslaß
einer in der Zeichnung nicht dargestellten Pumpe eines Hochdruckreinigungsgerätes
verbindenden Hochdruckleitung 8, die in einem Anschlußstück 9 endet. Dieses Anschlußstück
9 wird in einen hülsenförmigen Anschluß 10 der Leitung 5 in Längsrichtung eingeschoben,
wobei durch geeignete, in der Zeichnung nicht dargestellte Dichtmittel eine Abdichtung
des Anschlußstückes 9 gegenüber dem Anschluß 10 erfolgt.
[0022] Zur axialen Festlegung des in den Anschluß 10 eingeschobenen Anschlußstückes 9 ist
am Gehäuse 2 an einer Seite seitlich eine Einführöffnung 11 vorgesehen, an die sich
ein Einführschacht 12 anschließt, diese Einführöffnung 11 und der sich anschließende
Einführschacht 12 nehmen ein U-förmiges Sicherungselement 13 mit zwei parallelen Schenkeln
14, 15 und einem sie verbindenden Steg 16 auf, welches derart in den Einführschacht
12 einschiebbar ist, daß die beiden Schenkel 14 und 15 das Anschlußstück 9 zwischen
sich aufnehmend in eine Umfangsnut 17 des Anschlußstückes 9 eintauchen und dadurch
das Anschlußstück 9 in axialer Richtung gegenüber dem Gehäuse 2 festlegen.
[0023] Das U-förmige Sicherungselement 13 ist aus einem elastischen Kunststoff ausgebildet
und trägt an den freien Enden der Schenkel 14, 15 nach außen abstehende Vorsprünge
18, 19, die durch elastisches Zusammenbiegen der Schenkel 14, 15 einander angenähert
werden können.
[0024] Im Einführschacht 12 schließen sich unmittelbar an die Einführöffnung 11 zwei in
das Innere des Schachtes ragende Vorsprünge 20 an, die auf ihrer der Einführöffnung
11 zugewandten Seite eine zum Inneren des Einführschachtes 12 ansteigende Aufgleitfläche
21 und auf ihrer der Einführöffnung 11 abgewandten Seite eine Stufe 22 aufweisen.
Am Ende des Einführschachtes 12 befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten desselben
zwei in das Innere des Einführschachtes 12 ragende Rastvorsprünge 23, 24, die beidseitig
mit Aufgleitflächen 25 versehen sind.
[0025] Den Rastvorsprüngen 23 und 24 gegenüber liegen in das Innere des Einführschachtes
12 ragende Wandelemente 26, die zwischen sich und der Wand des Einführschachtes 12
Einsteckkanäle 27, 28 für die freien Enden der Schenkel 14 und 15 und die daran angeordneten
Vorsprünge 18 und 19 ausbilden.
[0026] Wenn das Anschlußstück 9 vollständig in den Anschluß 10 eingesteckt ist, befindet
sich die Umfangsnut 17 genau im Bereich des Einführschachtes 12 des Gehäuses 2, und
durch Einschieben des Sicherungselementes 13 in den Einführschacht 12 kann das Anschlußstück
9 in axialer Richtung in dieser Lage festgelegt werden. Beim Einschieben des Sicherungselementes
13 in den Einführschacht 12 gleiten die Vorsprünge 18 und 19 auf den Aufgleitflächen
21 der Vorsprünge auf, und dadurch werden die Schenkel 14 und 15 mit den daran angeordneten
Vorsprüngen 18 und 19 elastisch aufeinander zubewegt, so daß die Vorsprünge 18 und
19 an den Vorsprüngen 20 vorbeigleiten können. Beim weiteren Einschieben treten die
Schenkel 14 und 15 in die Umfangsnut 17 ein und tauchen schließlich in die Einsteckkanäle
27 und 28 ein, wobei die Stufen 18 und 19 an den Rastvorsprüngen 23 und 24 elastisch
vorbeigleiten und diese hintergreifen. Durch die Wandelemente 26 wird die Verformung
der Schenkel 14, 15 beschränkt, so daß dadurch sichergestellt werden kann, daß zum
Vorbeischieben der Vorsprünge 18 und 19 an den Rastvorsprüngen 23 und 24 eine gewisse
Kraft aufgewendet werden muß, durch die das Sicherungselement 13 in der vollständig
eingeschobenen Lage gehalten wird.
[0027] Gegen diese Kraft kann das Sicherungselement jedoch aus dieser Fixierstellung herausgezogen
werden in eine Freigabestellung, bei der die Schenkel 14, 15 aus der Umfangsnut 17
herausgezogen sind, bei welchen aber die Vorsprünge 18 und 19 der Schenkel 14 und
15 an den Stufen 22 der Vorsprünge 20 anschlagen und somit ein vollständiges Herausziehen
des Sicherungselementes 13 aus dem Einführschacht 12 verhindern. Das Sicherungselement
13 ist dadurch unverlierbar am Gehäuse gehalten und kann beliebig zwischen der Fixierstellung
und der Freigabestellung hin- und hergeschoben werden.
[0028] Soll das Sicherungselement 13 vollständig aus dem Gehäuse entfernt werden, so ist
dies dadurch möglich, daß die Schenkel 14, 15 elastisch gegeneinander gebogen werden,
so daß die Vorsprünge 18 und 19 an den Vorsprüngen 20 vorbeigeführt werden können.
1. Handspritzpistole (1) für ein Hochdruckreinigungsgerät mit einem Gehäuse (2), in welches
ein Anschlußstück (9) einer Hochdruckleitung (8) zur Verbindung mit einem Anschluß
(10) im Innern des Gehäuses (2) einsteckbar ist, und mit einem seitlich in das Gehäuse
(2) einschiebbaren U-förmigen Sicherungselement (13), welches in einer in das Gehäuse
(2) eingeschobenen Fixierstellung mit seinen zwei Schenkeln (14, 15) seitliche Rücksprünge
des Anschlußstückes (9) hintergreift und dadurch das Anschlußstück (9) im Gehäuse
(2) gegen ein Herausziehen sichert, und welches aus dem Gehäuse (2) herausziehbar
ist, um das Anschlußstück (9) zum Herausziehen aus dem Gehäuse (2) freizugeben, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schenkel (14, 15) Sperrglieder (18, 19) tragen, die ein vollständiges
Herausziehen des Sicherungselementes (13) aus dem Gehäuse (2) verhindern.
2. Einspritzpistole nach Anspruch 1, d durch gekennzeichnet, daß die Sperrglieder Anschläge
(18, 19) sind, die an Anschlägen (22) des Gehäuses (2) anschlagen, sobald das Sicherungselement
(13) aus einer das Anschlußstück (9) freigebenden Freigabestellung weiter aus dem
Gehäuse (2) herausgezogen wird.
3. Handspritzpistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (18,
19) quer zur Verschieberichtung des Sicherungselementes (13) im Gehäuse (2) federnd
einschiebbar sind.
4. Handspritzpistole nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschläge am Sicherungselement (13) gebildet werden durch seitliche Vorsprünge
(18, 19) an den Außenseiten der Schenkel (14, 15).
5. Handspritzpistole nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Vorsprünge
(18, 19) am freien Ende der Schenkel (14, 15) angeordnet sind.
6. Handspritzpistole nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schenkel (14, 15) federnd gegeneinander drückbar sind.
7. Handspritzpistole nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschläge am Gehäuse (2) gebildet werden durch die eine Einschiebeöffnung
(11) für das Sicherungselement (13) umgebende Wand des Gehäuses (2).
8. Handspritzpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschläge am Gehäuse gebildet werden durch seitliche Vorsprünge (20) in einem sich
an eine Einschiebeöffnung (11) für das Sicherungselement (13) anschließenden Aufnahmeschacht
(12) für das Sicherungselement (13).
9. Handspritzpistole nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (20)
in Einschieberichtung Aufgleitflächen (21) für die Anschläge (18, 19) des Sicherungselements
(13) aufweisen.
10. Handspritzpistole nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (20)
in Ausschieberichtung stufig ausgebildet sind.
11. Handspritzpistole nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstände der Vorsprünge (20) der Breite des Sicherungselements (13) entsprechen, die
das Sicherungselement (13) im Abstand zu seinen Anschlägen (18, 19) aufweist.
12. Handspritzpistole nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß im
Gehäuse (2) Rastvorsprünge (23, 24) angeordnet sind, die die Anschläge (18, 19) des
Sicherungselements (13)in der Fixierstellung hintergreifen.
13. Randspritzpistole nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastvorsprünge
(23, 24) beiderseitig Aufgleitflächen (25) für die Anschläge (18, 19) des Sicherungselements
(13) aufweisen.
14. Handspritzpistole nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schenkel (14, 15) des Sicherungselementes (13) in der Fixierstellung in Vertiefungen
(27, 28) eintauchen, die eine Annäherung der freien Enden der Schenkel (14, 15) begrenzen.