[0001] Die Erfindung betrifft gelenkig miteinander verbundene, im Querschnitt dreieckige
Gitterträger, die sich um eine gelenkige Verbindung der in den Profilspitzen verlaufenden
Obergurte zusammenklappen und in ihre gestreckte oder nahezu gestreckte Stellung verschwenken
und sich in ihrer zusammengeklappten Stellung in eine seitlich nebeneinanderliegende
Lage verbringen lassen, vorzugsweise Ausleger eines selbstmontierenden Turmdrehkrans,
der sich in dessen Transportstellung zieharmonikaartig an diesen anklappen läßt.
[0002] Aus EP 0 132 572 B1 ist beispielsweise ein selbstmontierender Turmdrehkran mit teleskopierbarem
Turm bekannt, an dessen äußeren Ende ein Auslegeranlenkstück angelenkt ist, mit dem
ggf. über ein Auslegermitteltstück ein äußeres Auslegerteil gelenkig verbunden ist.
Ein Abspannseil verläuft von einem Festpunkt auf der den Turm tragenden Drehbühne
über zwei im Bereich der Turmspitze angelenkte Stützen zu einem Festpunkt an der auslegerseitigen
Stütze, an dem zwei weitere Abspannseile befestigt sind, von denen eines zu einem
Festpunkt an dem Auslegeranlenkstück und das andere über mindestens eine weitere Stütze
zu einem Festpunkt an dem äußeren Auslegerteil geführt ist, derart, daß sich der Kran
durch Austeleskopieren des Turms in seine aufgerichtete Betriebsstellung verbringen
läßt.
[0003] Das äußere Auslegerteil oder das Auslegermittelstück, das in der EP 0 132 572 B1
nicht gezeigt ist, aber vorgesehen werden kann, sind derart gelenkig mit dem Auslegeranlenkstück
verbunden, daß sich dieses in der zusammengeklappten Transportstellung seitlich an
das Auslegeranlenkstück anlegen läßt, um die Transporthöhe zu verringern, wenn es
sich bei dem Turmdrehkran beispielsweise um einen Mobilkran handelt, dessen Turm auf
dem Oberwagen schwenkbar gelagert ist.
[0004] Bei derartigen Kränen ergibt sich das Problem, den an das Auslegeranlenkstück, das
in der Transportstellung auf den horizontal liegenden Turm angeklappt ist, angelenkten
Auslegerteil, bei dem es sich um ein Auslegermittelstück oder aber um ein äußeres
Auslegerteil handeln kann, in einfacher Weise derart an das Auslegeranlenkteil anzuklappen,
daß einerseits die Höhe der Transporteinheit in der gewünschten Weise verringert und
andererseits eine einfache Montage beim Aufrichten des Turms und Entfalten des Auslegers
gewährleistet ist.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, gelenkig miteinander verbundene, im Querschnitt
dreieckige Gitterträger der eingangs angegebenen Art zu schaffen, die sich in einfacher
und leicht zu handhabender Weise derart um zwei Achsen verschwenken lassen, daß sie
sich einmal zusammenklappen und in ihre zueinander gestreckte Stellung verschwenken
und zum anderen aus ihrer zusammengeklappten Stellung in eine seitlich aneinanderliegende
Lage verbringen lassen, um die Transporthöhe in der gewünschten Weise zu verringern.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die gelenkige Verbindung ein
um sich kreuzende Achsen verschwenkbares Gelenk, z.B. Kardangelenk ist, und daß mit
einem Gitterträger im Bereich des Gelenks eine Stützkonstruktion verbunden ist, mit
der ein schwenkbar mit dem anderen Gitterträger verbundener Stab in der Weise gelenkig
verbindbar ist, daß im Abstand von dem ersten Gelenk eine zweite gelenkige Verbindung
hergestellt wird, das mit dem ersten Gelenk eine Schwenkachse bildet, die ungefährt
rechtwinkelig zu den Längsträgern der dreiekkigen Profile verläuft.
[0007] Um das zweite Gelenk lassen sich die Gitterträger zwischen ihrer aufeinandergeklappten
und ihrer zueinander gestreckten Stellung verschwenken. In der gestreckten Stellung
sind die Gitterträger durch das die Obergurte verbindende Gelenk und die stumpf aufeinanderstoßenden
Stirnseiten der beiden Untergurte miteinander verbunden. In der zusammengeklappten
Stellung läßt sich die zweite gelenkige Verbindung lösen, so daß sich die Träger um
das erste Gelenk seitlich aneinanderklappen lassen.
[0008] Zweckmäßigerweise ist der schwenkbare Stab durch Versteifungsstäbe abgestützt und
um eine Drehachse in der Art an das Auslegerstück anklappbar, daß diese Abstützkonstruktion
in der Transportstellung den Bauraum nicht nach oben hin vergrößert.
[0009] Das erste Gelenk ermöglicht zwar nach dem Lösen der zweiten gelenkigen Verbindung
ein seitliches Aneinanderklappen der Gitterträger, obwohl das erste Gelenk allein
keine stabile Verbindung schafft. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist daher
vorgesehen, daß im Abstand von dem ersten Gelenk eine lösbare gelenkige Verbindung
zwischen den Obergurten vorgesehen ist, um die sich die Gitterträger nach Lösen der
zweiten gelenkigen Verbindung seitlich aneinanderklappen lassen.
[0010] Bei einem selbstmontierenden Turmdrehkran wird der Turm in seine senkrechte Stellung
mit angeklappten Auslegerteilen verschwenkt. Erst aus dieser senkrechten Stellung
heraus werden dann, beispielsweise durch Austeleskopieren eines inneren Turmschusses,
die aneinandergeklappten Auslegerteile aufgefaltet und in ihre zueinander gestreckte
Stellung verbracht. Befinden sich die angeklappten Auslegerteile noch in ihrer angeklappten
senkrechten Stellung zu dem Turm, läßt sich das Auslegermittelstück oder, falls dieses
nicht vorhanden ist, das äußere Auslegerteil um das erste Gelenk und die weitere gelenkige
Verbindung zwischen den Obergurten zu dem Auslegeranlenkstück in eine Stellung verschwenken,
in der die Obergurte parallel zueinander nebeneinander liegen und die Höhen der Profile
der dreieckigen Gitterträger fluchten. In dieser Lage läßt sich sodann die zweite
gelenkige Verbindung herstellen und die weitere gelenkige Verbindung zwischen den
Obergurten lösen, so daß die Gitterträger während des Aufrichtens des Krans zunehmend
in ihre gestreckte Stellung verschwenkt werden können.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines unten drehenden selbstmontierenden Turmdrehkrans im aufgerichteten
Zustand in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Turmdrehkrans nach Fig. 1 in seinem auf einem Kranfahrzeug
zusammengefalteten Transportzustand,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht des zusammengefalteten mobilen Turmdrehkrans nach Fig. 2,
- Fig. 4 bis Fig. 7
- den Turmdrehkran nach den Fig. 1 bis 3 in unterschiedlichen Zuständen während seines
Aufrichtens,
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung des an den Turm angeklappten Auslegeranlenkstücks mit
auf diesen zurückgefalteten und seitlich angeklappten Auslegermittelstück, an den
wiederum das äußere Auslegerteil angeklappt ist,
- Fig. 10
- eine der Fig. 9 entsprechende Darstellung, in der das an das Auslegeranlenkstück angeklappte
Auslegermittelstück in eine Stellung zurückgeschwenkt ist, in der die Höhen der Profile
in einer Ebene liegen und eine gelenkige Hilfsverbindung zwischen den beiden Auslegerteilen
hergestellt ist,
- Fig. 11
- eine perspektivische, der Fig. 10 entsprechende Darstellung und
- Fig. 12
- eine der Fig. 10 entsprechende perspektivische Darstellung einer alternativen Konstruktion.
[0012] Der in Fig. 1 schematisch dargestellte unten drehende Turmdrehkran besteht aus einem
auf dem Boden abgestützten Podest 1, das auch, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich,
durch den Unterwagen eines Mobilkrans ersetzt werden kann, der in seiner Betriebsstellung
durch ausfahrbare Stützen abgestützt ist, und aus einem auf dem Podest oder Unterwagen
1 über eine Drehverbindung 2 gelagerten Oberwagen 3 oder Drehbühne. Mit der Drehbühne
3 ist gelenkig ein unteres Turmteil 4 verbunden, aus dem ein oberes Turmteil 5 durch
Antriebsmittel, beispielsweise einen Flaschenzug, aus- und einteleskopierbar ist.
Der Turm 4, 5 läßt sich zwischen seiner auf der Drehbühne 3 liegenden Transportstellung
und seiner aus Fig. 1 ersichtlichen aufgerichteten Stellung verschwenken, wobei diese
Verschwenkung üblicherweise durch einen Montageflaschenzug erfolgt. In der aufgerichteten
Stellung wird der Turm 4, 5 mit der Drehbühne 3 verriegelt, beispielsweise durch obere
und untere Abstützstreben 6, 7 und eine fußseitige Verbindung. Mit einem Festpunkt
8 auf der Drehbühne 3 ist ein Zugelement 9 verbunden, das zu einem Festpunkt 10 einer
rückwärtigen Stütze 11 verläuft, die im Bereich der Turmspitze im Gelenk 12 mit dem
Auslegeranlenkteil 13 verbunden ist. Im Gelenk 12 ist eine weitere Stütze 14 angelenkt,
von deren äußeren Festpunkt 15 ein Zugelement zu dem Festpunkt 10 der Rückenstütze
11 verläuft, das beispielsweise aus zwei durch das Gelenk 16 verbundene Abspannstäbe
17, 18 bestehen kann. Von dem Festpunkt 15 verläuft ein Zugelement 20, das aus einem
Seil oder einem teleskopierbaren Stab bestehen kann, zu dem Festpunkt 21 im Endbereich
des Auslegeranlenkstücks 13. Von dem Festpunkt 15 verläuft weiterhin eine Abspannung
zu dem Festpunkt 23 an dem äußeren Auslegerteil 24, wobei die Abspannung aus faltbar
miteinander verbundenen Stäben 25, 26 oder Seilen 27, 28 bestehen kann.
[0013] Die rückwärtige Abspannung 9 kann ebenfalls aus einem Seil oder aber aus gelenkig
und/oder teleskopierbar miteinander verbundenen Stäben 30, 31, 32 bestehen.
[0014] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, läßt sich das mit dem Auslegermittelstück 33
verbundene Auslegerstück 24 auch über die Montagewinde 34 wippen, deren Seil 35 in
der dargestellten Weise über Rollen zu dem Festpunkt 36 an dem Auslegermittelstück
33 verläuft.
[0015] Der aus Fig. 1 ersichtliche Turmdrehkran läßt sich durch Aufrichten des Turms 4,
5 und anschließendem Austeleskopieren des äußeren Turmteils 5 in seine Betriebsstellung
verbringen.
[0016] Aus Fig. 2 ist der in Fig. 1 schematisch dargestellte Turmdrehkran als Mobilkran
in seiner Transportstellung dargestellt. Der Unterwagen 1 des Mobilkrans besteht aus
dem Fahrgestell, das mit ausfahrbaren Stützen 40 versehen ist. In der aus den Fig.
2 und 3 ersichtlichen Transportstellung ist das Auslegeranlenkstück 35 an den einteleskopierten
Turm 4, 5 angeklappt. Das auf das Auslegeranlenkstück 35 zurückgefaltete Auslegermittelstück
33 ist seitlich an das Auslegeranlenkstück 35 angeklappt, um dadurch die Transporthöhe
des Mobilkrans in der Transportstellung zu verringern. An das Auslegermittelstück
33 ist um ein im Bereich der Basisgurte liegendes Quergelenk das äußere Auslegerteil
24 angeklappt.
[0017] Aus den Fig. 4 bis 7 ist der Turmdrehkran in verschiedenen Zuständen während seines
Aufrichtens ersichtlich.
[0018] Fig. 4 zeigt den um einen Winkel von etwa 60 Grad zu der Drehbühne verschwenkten
Turm, an den die zick-zack-artig zusammengefalteten Auslegerteile an den Turm angeklappt
sind. Das Auslegermittelstück ist noch seitlich an das Auslegeranlenkstück 13 zur
Verringerung der Transporthöhe angelegt. Die hintere Abspannung 9 ist noch ohne Spannung,
wobei teilweise noch die die Abspannung bildenden Gestänge abgewinkelt aufeinander
liegen.
[0019] In der aus Fig. 5 ersichtlichen Stellung ist der Turm vollständig aufgerichtet und
mit der Drehbühne verriegelt. Die hintere Abspannung 9 befindet sich im gestreckten
Zustand, so daß durch weiteres Austeleskopieren des inneren Turmstücks 5 aus dem äußeren
Turmstück 4 über die Abspannung 9 eine den Ausleger entfaltende Spannung ausgeübt
wird. In der aus Fig. 5 ersichtlichen Stellung ist das Auslegermittelstück 33 relativ
zu dem Auslegeranlenkstück 13 um eine zu den beiden Auslegerteilen parallele Achse
in eine Stellung gedreht worden, in der die Höhen der Profile bzw. die Mittelebenen
der Auslegerteile miteinander fluchten. Nach Lösen des oberen Gelenks zwischen dem
Auslegeranlenkstück 13 und dem Auslegermittelstück 33, das eine Drehung der beiden
Auslegerteile um eine zu diesen parallelen Achse gestattet, wird in der aus Fig. 6
ersichtlichen Weise das Auslegermittelstück 33 relativ zu dem Auslegeranlenkstück
13 abgesenkt. Dieses Absenken geschieht in bekannter Weise über das Montageteil 35
mit Hilfe der Montagewinde 34.
[0020] Fig. 7 zeigt die zunehmende Entfaltung der Abspannungen bei weiterem Austeleskopieren
des inneren Turmstücks 5.
[0021] Fig. 8 zeigt den Zustand nach weiterem Austeleskopieren des inneren Turmstücks.
[0022] Anhand der Fig. 9 bis 11 wird nun die gelenkige Verbindung zwischen dem Auslegeranlenkteil
und dem Auslegermittelteil näher erläutert.
[0023] In dem aus Fig. 10 ersichtlichen Zustand, der dem Montagezustand nach Fig. 5 entspricht,
sind das Auslegeranlenkteil 13 und das Auslegermittelteil 33 durch zwei Gelenke miteinander
verbunden, nämlich einmal durch ein um zwei Achsen verschwenkbares Gelenk, dessen
eine Gelenkachse 50 parallel zu den Obergurten 51, 52 der das Auslegeranlenkstück
13 und das Auslegermittelstück 33 bildenden Gitterträger verläuft, und zum anderen
durch eine gelenkige Verbindung, deren Schwenkachse durch die strichpunktierte Linie
53 angedeutet und die zweite Gelenkachse des Gelenks 67 ist. Die gelenkige Verbindung
mit der Schwenkachse 53 besteht einmal aus dem Gelenk 54, die durch eine Lagergabel
55 gebildet ist, die durch die Gestänge 56, 57, 58 gehalten wird, und aus der schwenkbar
mit dem Basisholm 60 im Gelenk 61 um einen zu diesem parallele Achse schwenkbar gelagerten
Stab 62, der an seinem Ende ein Gelenkauge trägt, das in der Lagergabel 55 verbolzbar
ist. Zum anderen ist das nur durch die Laschen 63, 64 dargestellte Gelenk als Kardangelenk
67 ausgebildet, so daß dieses eine Schwenkung sowohl um die Achse 53 als auch um die
Achse 50 ermöglicht, die rechtwinkelig zueinander verlaufen.
[0024] In der aus Fig. 10 ersichtlichen Stellung ist eine Schwenkung um die Schwenkachse
50 des Kardangelenks 67 durch das Gelenk 54 blockiert, so daß nur eine Schwenkung
um die Achse 53 möglich ist.
[0025] Der Stab 62 ist durch einen schräg verlaufenden Stab 65, der zusätzlich durch den
Stab 66 mit dem Stab 62 unter Bildung eines A-Bocks verbunden ist, ausgesteift. Die
den Querstab 66 überragenden Schenkel der Stäbe 62, 65 sind gelenkig mit dem Basisholm
60 verbunden, so daß der Stab 62 um die zu dem Basisholm 60 parallele Achse 61 verschwenkbar
ist.
[0026] Der die Lagergabel 55 tragende Stab 56 ist in der aus Fig. 11 ersichtlichen Weise
durch die mit diesem verschweißten Stäbe 57, 58 ausgesteift.
[0027] Wie aus Fig. 11 ersichtlich ist, ist im Abstand von dem Kardangelenk 67 zwischen
den Obergurten 51, 52 eine zweite gelenkige Verbindung 68 vorgesehen, die lösbar ist,
um eine Verschwenkung der beiden Auslegerteile nur um die durch die Gelenke 54, 67
definierte Schwenkachse 53 zu ermöglichen.
[0028] In der aus den Fig. 2 und 3 ersichtlichen Transportstellung und der aus Fig. 4 ersichtlichen
Montagestellung ist das Auslegermittelteil 33 auf das Auslegeranlenkteil 13 zurückgeklappt
und seitlich abgeklappt.
[0029] Nachdem der Turm in die aus Fig. 5 ersichtliche senkrechte Stellung aufgerichtet
worden ist, werden die Auslegerstücke 13, 33 in der aus den Fig. 5 und 10 ersichtlichen
Weise ausgerichtet, daß sich die Höhen oder Mittelebenen der die Auslegerstücke bildenen
Gitterträger in einer gemeinsamen Ebene liegen, in der der Stab 62 mit seiner Lageröse
in der Gabel 55 des Gelenks 54 durch einen Gelenkbolzen verriegelt werden kann. In
dieser Stellung wird sodann das Gelenk 68 gelöst, so daß das Auslegermittelstück in
der aus den Fig. 7 und 8 ersichtlichen Weise relativ zu dem Auslegeranlenkstück 13
um die Achse 53 verschwenkt werden kann.
[0030] Aus Fig. 12 ist eine Variante der aus Fig. 11 ersichtlichen gelenkigen Verbindung
des Auslegermittelteils 33 mit dem Auslegeranlenkteil 13 ersichtlich. In Abweichung
von der aus Fig. 11 ersichtlichen Ausgestaltung sind die Stäbe 56, 58 durch einen
Stab 70 ausgesteift, der mit dem Obergurt 51 des Auslegeranlenkteils verbunden ist.
[0031] Der aus den Stegen 62, 75, 76 bestehende Dreiecksverbund ist in der dargestellten
Weise in den Gelenken 71 und 72 gelagert, die im Bereich des Untergurtträgers 60 und
des Obergurtträgers 52 des Auslegermittelteils gebildet sind und eine schräg verlaufende
Gelenkachse 73 definieren. Das Gelenk 72 ist etwas oberhalb des oberen Gurtträgers
angeordnet, um die Umklappbarkeit zu verbessern.
[0032] Die äußeren Enden der Stäbe 56 und 62, die gelenkig miteinander verbunden sind, sind
nach außen geneigt, um die Schwenkachse weiter nach außen verlagern zu können.
1. Gelenkig miteinander verbundene, im Querschnitt dreieckige Gitterträger (13, 33),
die sich um eine gelenkige Verbindung der in den Profilspitzen verlaufenden Obergurte
(51, 52) zusammenklappen und in ihre gestreckte oder nahezu gestreckte Stellung verschwenken
und sich in ihrer zusammengeklappten Stellung in eine seitlich nebeneinander liegende
Lage verbringen lassen, vorzugsweise Ausleger eines selbstmontierenden Turmdrehkrans,
der sich in dessen Transportstellung zieharmonikaartig an diesen anklappen läßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gelenkige Verbindung ein um sich kreuzende Achsen (50, 53) verschwenkbares
Gelenk, z.B. Kardangelenk (67) ist, und daß mit einem Gitterträger (13, 33) im Bereich
des Gelenks eine Stützkonstruktion (56-58) verbunden ist, mit der ein schwenkbar mit
dem anderen Gitterträger verbundener Stab (62) in der Weise gelenkig verbindbar ist,
daß im Abstand von dem ersten Gelenk (67) eine zweite gelenkige Verbindung (55) hergestellt
wird, die in der Nähe des ersten Gelenks (67) eine Schwenkachse (53) bildet, die ungefähr
rechtwinkelig zu den Längsträgern der dreieckigen Profile (13, 33) in der Art verläuft,
daß die übereinanderliegenden Gitterträger (13, 33) über diese Schwenkachse in eine
gestreckte Lage aufeinandergeklappt werden können.
2. Gitterträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Stab (62)
durch Versteifungsstäbe abgestützt und um eine Drehachse in der Art an das Auslegerteil
(33) anklappbar ist, daß diese Abstützkonstruktion in der Transportstellung (Fig.
9) den Bauraum nach oben hin nicht vergrößert.
3. Gitterträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand von dem
ersten Gelenk (67) eine lösbare gelenkige Verbindung (68) zwischen den Obergurten
(51, 54) vorgesehen ist, um die sich die Gitterträger (13, 33)nach Lösen der zweiten
gelenkigen Verbindung (55) seitlich aneinanderklappen lassen.