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EP 1 085 142 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.03.2001 Patentblatt 2001/12 |
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Anmeldetag: 02.08.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E04F 11/18 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
20.09.1999 DE 19946583
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Anmelder: Reiffers, Helmut |
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54597 Lünebach (DE) |
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Erfinder: |
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- Reiffers, Helmut
54597 Lünebach (DE)
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Vertreter: Serwe, Karl-Heinz, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt,
Südallee 34 54290 Trier 54290 Trier (DE) |
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Lehre zum ortsfernen Herstellen eines Treppengeländers für eine vorgegebene Treppe |
(57) Üblicherweise werden Treppengeländer nach dem Aufmessen vor Ort in der Werkstatt
des Herstellungsbetriebes vorbereitet und dann vor Ort an der vorgegebenen Treppe
aufgebaut. Es wird eine Lehre vorgeschlagen, mit deren Hilfe der Treppenverlauf vor Ort exakt
aufgemessen werden kann und detailgetreu in der Herstellungswerkstatt wieder hergestellt
werden kann, bestehend aus mehreren miteinander verbindbaren Lehrenelementen, die
jeweils auf die Stufenhöhe und die Auftrittsbreite einer Treppenstuf
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Lehre zum ortsfernen Herstellen eines Treppengeländers
für eine vorgegebene Treppe.
[0002] Üblicherweise werden Treppengeländer nach dem Aufmessen vor Ort in der Werkstatt
des Herstellungsbetriebes vorbereitet und dann vor Ort an der vorgegebenen Treppe
aufgebaut. Daher sind vor Ort erhebliche Aufbauarbeiten notwendig, die sehr zeitaufwendig
sind und sehr viel Schmutz verursachen. Dies gilt insbesondere bei Treppengeländern
aus Metall, da in der Regel vor Ort geschweißt werden muss, was nicht nur den Transport
der Werkzeuge und Schweißgeräte notwendig macht, sondern auch umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen,
damit keine Beschädigung der Treppenstufen, Böden od.dgl. mehr erfolgt.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht nunmehr darin, eine Lehre der eingangs genannten
Art vorzuschlagen, mit deren Hilfe der Treppenverlauf vor Ort exakt aufgemessen werden
kann und detailgetreu in der Herstellungswerkstatt wieder hergestellt werden kann,
sodass in der Werkstatt das Treppengeländer vollständig aufgebaut werden kann, sodass
nur noch der Einbau des fertigen Geländers vor Ort zu erfolgen hat.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein auf die Stufenhöhe und die Auftrittsbreite einer
Treppenstufe der Treppe einstellbares Lehrenelement, das mit einem weiteren Lehrenelement
für die darüber- und/oder die darunter liegende Treppenstufe im Winkel verbindbar
ist.
[0005] Vorteilhaft besteht jedes Lehrenelement aus zwei im Wesentlichen rechtwinkligen Elementen,
von denen ein Element zur Einstellung und Festlegung der Stufenhöhe einer Treppenstufe
eine im Wesentlichen in vertikaler Richtung verlaufende Hülse aufweist, in der ein
Zapfen des anderen Elementes teleskopartig verschiebbar und drehbar angeordnet ist
und mit Hilfe einer Feststellvorrichtung in Höhe und im Winkel in einer im Wesentlichen
horizontalen Ebene festlegbar ist.
[0006] Vorteilhaft hat ein Element des Lehrenelementes zur Einstellung und Festlegung der
Auftrittsbreite eine im Wesentlichen in horizontaler Richtung verlaufende Hülse, in
die ein Zapfen eines Lehrenelementes für eine darunter- oder darüberliegende Treppenstufe
teleskopartig einschiebbar und durch eine Feststellvorrichtung festlegbar ist.
[0007] Vorteilhaft sind die horizontale Hülse und der zugeordnete horizontale Zapfen im
Querschnitt mehreckig ausgebildet und ist der Zapfen formschlüssig in der Hülse geführt.
[0008] Die Feststellvorrichtungen sind vorzugsweise als Klemmschrauben ausgebildet, die
in den Hülsen angeordnet sind.
[0009] Vorzugsweise ist mit der horizontalen Hülse ein vertikal nach oben ragendes Führungselement
verbunden.
[0010] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- zwei miteinander verbundene Lehrenelemente in Seitenansicht,
- Fig. 2
- die Lehrenelemente nach Fig. 1 in Draufsicht und
- Fig. 3
- zwei miteinander verbundene Lehrenelemente in Anordnung auf den Stufen einer Treppe.
[0011] Nach den Figuren 1 bis 3 besteht ein Lehrenelement 1,1' aus zwei rechtwinkligen Elementen,
von denen das eine Element eine im Wesentlichen horizontal verlaufende Hülse 2 und
einen vertikal verlaufenden Zapfen 3 hat, während das andere Element eine im Wesentlichen
in vertikaler Richtung verlaufende Hülse 4 und einen in horizontaler Richtung verlaufenden
Zapfen 5 hat. Der vertikal verlaufende Zapfen 3 ist in der vertikal verlaufenden Hülse
4 teleskopartig verschiebbar und drehbar angeordnet und kann mit Hilfe einer Klemmschraube
6 der Hülse 4 in Höhe und im Winkel festgestellt werden. Wie insbesondere die Fig.
3 zeigt, kann somit das Lehrenelement 1 auf die Höhe einer Treppenstufe sowie auf
den Winkel der Treppenstufe in Bezug zu der darüber oder darunter angeordneten Treppenstufe
eingestellt werden.
[0012] Weiterhin sind die horizontal verlaufenden Zapfen 5 in der horizontal verlaufenden
Hülse 2 teleskopartig verschiebbar und mit Hilfe von Klemmschrauben 6 der Hülse 2
festlegbar angeordnet. Der horizontal verlaufende Zapfen 5 und die horizontal verlaufende
Hülse 2 sind im Querschnitt rechteckig ausgebildet, wobei der Zapfen 5 formschlüssig
in der Hülse 2 geführt ist und somit gegen Verdrehen gesichert ist.
[0013] Wie die Figuren weiter zeigen, ist mit der Hülse 2 ein nach oben ragendes Führungselement
7 verbindbar. Dieses Führungselement 7 kann beim Aufbau des Treppengeländers in der
Werkstatt zur Führung des unteren Geländergurtes, der horizontalen Gurte Verwendung
finden.
[0014] Durch die vorgeschlagene Lehre ist es möglich, den Verlauf einer Treppe einschließlich
ihrer Steigung und ihrer Krümmung exakt aufzunehmen. Anschließend kann die so den
Treppenverlauf wiedergebende Lehre aus den einzelnen Lehrenelementen in die Werkstatt
transportiert werden und dort anhand der Lehre das Treppengeländer einbaufertig hergestellt
werden. Am Einbauort sind dann nur noch ganz wenige Arbeiten notwendig.
1. Lehre zum ortsfernen Herstellen eines Treppengeländers für eine vorgegebene Treppe,
gekennzeichnet durch ein auf die Stufenhöhe und die Auftrittsbreite einer Treppenstufe
der Treppe einstellbares Lehrenelement (2 bis 5), das mit einem weiteren Lehrenelement
für die darüber- und/oder darunterliegende Treppenstufe im Winkel verbindbar ist.
2. Lehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Lehrenelement (2 bis 5)
aus zwei im Wesentlichen rechtwinkligen Elementen (2, 3 und 4,5) besteht, von denen
ein Element zur Einstellung und Festlegung der Stufenhöhe einer Treppenstufe eine
im Wesentlichen in vertikaler Richtung verlaufende Hülse (4) aufweist, in der ein
Zapfen (3) des anderen Elementes teleskopartig verschiebbar und drehbar angeordnet
und mit Hilfe einer Feststellvorrichtung (6) in Höhe und im Winkel in einer im Wesentlichen
horizontalen Ebene festlegbar ist.
3. Lehre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Element des Lehrenelementes
zur Einstellung und Festlegung der Auftrittsbreite eine im Wesentlichen in horizontaler
Richtung verlaufende Hülse (2) hat, in die ein Zapfen (5) eines Lehrelementes für
eine darüberliegende Treppenstufe teleskopartig einschiebbar und durch eine Feststellvorrichtung
(6) festlegbar ist.
4. Lehre nach einem der Ansprüche 2 und 3, dass die horizontale Hülse (2) und der zugeordnete
horizontale Zapfen (5) im Querschnitt mehreckig ausgebildet sind und der Zapfen formschlüssig
in der Hülse geführt ist.
5. Lehre nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellvorrichtungen
als Klemmschrauben (6) ausgebildet sind, die in den Hülsen (2,4) angeordnet sind.
6. Lehre nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit der horizontalen
Hülse (2) ein vertikal nach oben ragendes Führungslement (7) verbunden ist.

