(19)
(11) EP 1 085 274 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.03.2001  Patentblatt  2001/12

(21) Anmeldenummer: 00118718.6

(22) Anmeldetag:  30.08.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F24F 13/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 16.09.1999 DE 19944458
26.10.1999 DE 19951401

(71) Anmelder: SCHAKO METALLWARENFABRIK FERDINAND SCHAD KG
78600 Kolbingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Müller, Gottfried
    78600 Kolbingen (DE)

(74) Vertreter: Weiss, Peter, Dr. 
Zeppelinstrasse 4
78234 Engen
78234 Engen (DE)

   


(54) Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum


(57) Bei einer Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum mit einem Anschluss (1, 1.1) an ein Luftführungssystem, einem Auslasskasten (4, 4.1) und einen Auslass (18) soll der Auslasskasten (4, 4.1) aus einem gekrümmten Schalenbogen (6. 6.1) bestehen, welcher zwei Seiten (7, 8 bzw. 7.1, 8.1) und eine Decke (9) des Auslasses (18) bildet, wobei sich gegenüberliegend zwei Stirnflächen (2, 5) in den Schalenbogen (6, 6.1) eingesetzt sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum mit einem Anschluss an ein Luftführungssystem, einem Auslasskasten und einem Auslass.

[0002] Derartige Vorrichtungen sind in vielfältiger Form und Ausführung bekannt und auf dem Markt. Sie dienen dazu, die von dem Luftführungssystem bspw. mittels eines Ventilators herbeigeführte Luft, sei es Warmluft oder Kaltluft, in einen Raum einzubringen. Die Klimatisierung des Raumes soll schnell, andererseits aber zugfrei erfolgen.

[0003] Bspw. aus der DE 87 03 921 U1 ist eine Vorrichtung der o. g. Art bekannt, bei der ein Anschluss an das Luftführungssysstem in einen rechteckigen Auslasskasten einmündet, wobei dann die Luft aus radial angeordneten Luftschlitze in den Raum gelangt.

[0004] Eine ähnliche Anordnung wird auch in der DE 87 13 209 U1 gezeigt.

[0005] Speziell für einen Schlitzauslass wird auf die Anordnung mit Anschluss, rechteckigem Auslasskasten und Schlitzauslass gemäss der DE 43 35 191 A1 verwiesen.

[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Vorrichtungen zu verbessern, was insbesondere die Luftführung, die Luftreinheit und die Herstellungsweise anbelangt.

[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass der Auslasskasten aus einem gekrümmten Schalenbogen besteht, welcher zwei Seiten und eine Decke des Auslasses bildet, wobei sich gegenüberliegend zwei Stirnflächen in den Schalenbogen eingesetzt sind.

[0008] Der Vorteil dieser Auslasskästen mit Schalenbogen ist in einer sehr guten Luftführung zu sehen. Es gibt in einem derartigen Auslasskasten keine toten Ecken, wie bei den bekannten rechteckigen Kästen, in denen sich der Luftstrom nicht richtig verteilen kann.

[0009] Ein weiterer grosser Vorteil dieser Schalenbogenkästen ist ihre Stapelbarkeit, zumal wenn sie geringfügig konisch ausgebildet sind.

[0010] Ein weiterer grosser Vorteil ist darin zu sehen, dass bei diesen Auslasskästen gegenüber den bekannten Kästen nicht gepunktet werden muss, so dass sie aus den verschiedensten Materialien, welche auch schon vorbearbeitet sein können, gefertigt werden können. Bspw. kann verzinktes Stahlblech, Aluminium, Kupfer, Edelstahl oder lackiertes Metall verwendet werden.

[0011] Der Anschluss kann in eine Öffnung in einer der beiden Stirnflächen eingesetzt sein oder aber auch an einer gewünschten Stelle in dem Schalenbogen.

[0012] Welcher Auslass mit dem Auslasskasten verbunden wird, ist von untergeordneter Bedeutung. Es können alle Auslässe in eckiger, runder oder sonstiger Form verwendet werden. Allerdings ist der Auslasskasten auf die Form des Auslasses angepasst.

[0013] Im letzteren Fall bietet es sich vor allem an, den Anschlusskasten für Schlitzauslässe zu benutzen. Hierbei kann der Schalenbogen eine beliebige Länge aufweisen, wesentlich ist allein, dass er zum Raum hin einen Schlitzauslass ausformt. Bspw. kann dies dadurch geschehen, dass von dem Schalenbogen jeweils beidends ein Deckstreifen nach Innen abgebogen wird, welche die Öffnung des Schlitzauslasses ausbilden. In diese Öffnung kann jetzt eine Luftleitlamelle auf beliebige Art und Weise eingesetzt werden. Dabei können bspw. von den Deckstreifen beidseits Falze ausgebildet werden, die in Gebrauchslage Lagerplättchen für die Lamelle halten. Derartige Lagerplättchen sind bspw. aus der DE 87 00 243 U1 oder auch der DE 93 03 875 A1 bekannt. Dabei ist es möglich, aufeinanderfolgende Lamellen unterschiedlich einzustellen, so dass ein Luftstrahl in eine beliebige Richtung geleitet wird.

[0014] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in die Öffnung des Auslasskastens zum Anschluss hin ein Filter eingesetzt.

[0015] Dieser Filter vor der Öffnung des Auslasskastens zum Anschluss hin hat den Vorteil, dass in bzw. aus einem Raum die Luft gereinigt ein- bzw. abgeführt wird, je nach dem, ob der Auslasskasten bzw. die Vorrichtung für ein Zu- oder ein Abluftgitter verwendet wird.

[0016] Bevorzugt ist der Filter taschenförmig ausgestaltet und umschliesst im wesentlichen die Öffnung, so dass die gesamte Luft in diese Filtertasche und durch den Filtermantel strömen muss.

[0017] Bevorzugt erstreckt sich dieser Filter von der Öffnung bis tief in den Anschlusskasten, ggf. sogar bis an eine gegenüberliegende Innenwand. Das bedeutet, dass eine wesentliche Verbesserung betreffend die Luftverteilung in dem Anschlusskasten stattfindet. Die Filterwandung wirkt dabei quasi als Gleichrichter, so dass die Luft gleichmässig über den gesamten Innenraum des Auslasskastens verteilt wird. Damit wird auch die Ausbringung der Luft aus einem Auslass vergleichmässigt und verbessert.

[0018] Bevorzugt ist der Filter konisch, kegelstumpf- oder kegelartig ausgebildet, wodurch ebenfalls die Vergleichmässigung der Luft verbessert wird.

[0019] Der Filter kann auf einfache Art und Weise aus der Öffnung oder auch nach Entfernen eines Auslassgitters aus dem Auslasskasten entnommen und gereinigt werden. Er gewährleistet eine dauerhafte, saubere Zuluftführung bzw., wenn Abluft gefiltert wird, dass aus entsprechenden Anlagen keine unnötigen Schadstoffe ungefiltert nach aussen gelangen.

[0020] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

Figur 1 eine teilweise aufgebrochen dargestellte Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum;

Figur 2 eine Rückansicht der Vorrichtung gemäss Figur 1;

Figur 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäss Figur 1;

Figur 4 ein Ausschnitt aus einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum entsprechend Figur 1;

Figur 5 einen Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum;

Figur 6 eine teilweise aufgebrochen dargestellte Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum.



[0021] Gemäss den Figuren 1 bis 3 weist eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum einen stutzenförmigen Anschluss 1 an ein nicht näher gezeigtes Luftführungssystem auf. Dieser Anschluss 1 ist in eine Öffnung 3 einer Stirnfläche 2 eines Auslasskasten 4 eingesetzt. Gegenüber der Stirnfläche 2 befindet sich eine weitere Stirnfläche 5.

[0022] Beide Stirnflächen 2 und 5 sitzen in einem Schalenbogen 6, der zwei Seiten 7 und 8 und eine gekrümmte Decke 9 des Auslasskastens 4 ausbildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Schalenbogen 6 nach aussen jeweils an seinen Enden abgekantet, so dass Randstreifen 10 und 11 gebildet werden, an denen ein beliebiger Auslass festgelegt werden kann. Auch die Stirnflächen 2 und 5 können abgekantete Randstreifen 12 bzw. 13 aufweisen.

[0023] Gemäss Figur 4 kann in den Anschluss 1 eine Lochblechdrossel 14 eingesetzt sein, welche bspw. über Nieten 15 und eine entsprechende Halterung 16 drehbar festgelegt ist, so dass eine Verstellung möglich ist, sofern dies gewünscht wird.

[0024] Während in dem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss den Figuren 1 bis 4 der Anschluss 1 in die Öffnung 3 der Stirnfläche 2 eingesetzt ist, weist bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Figur 5 der Schalenbogen 6.1 in einer Seite 7.1 eine Öffnung 17 auf, in welche der Anschluss 1.1 eingesetzt ist. In diesem Anschluss 1.1 ist bereits die Lochblechdrossel 14 angeordnet.

[0025] Bei dem Schalenbogen 6.1 sind die Seiten 7.1 und 8.1 wesentlich ausgeprägter ausgebildet und erstrecken sich über eine erhebliche Länge, so dass sich diese Vorrichtung vor allem für einen Schlitzauslass 18 eignet. Zur Ausbildung dieses Schlitzauslasses 18 bzw. einer entsprechenden Öffnung 19 sind von den Seiten 7.1 und 8.1 jeweils Deckstreifen 20 und 21 nach innen abgekantet, deren Enden 22 und 23 zusätzlich nach innen umgeschlagen sind. Auf diese Weise werden beidseits der Öffnung 19 Falze 24 und 25 ausgebildet, in die Lagerplättchen 26 zur drehbaren Lagerung einer Luftlenklamelle 27 eingesetzt werden können. Diese Luftlenklamelle 27 weist eine Drehachse 28 auf.

[0026] Gemäss Figur 6 kann in den Auslasskasten 4 ein Filter 30 eingesetzt werden, der bevorzugt die Öffnung 3 umschliesst. Dieser Filter 30 ist sack- oder taschenförmig ausgestaltet und bevorzugt ein geschlossenes Gebilde. Er ragt bis tief in den Anschlusskasten 4 ein und ist querschnittlich in etwa kegelstumpf- bis kegelförmig ausgestaltet.
Positionszahlenliste
1 Anschluss 34 67  
2 Stirnfläche 35   68  
3 Öffnung 36   69  
4 Auslasskasten 37   70  
5 Stirnfläche 38   71  
6 Schalenbogen 39   72  
7 Seiten 40   73  
8 Seiten 41   74  
9 Decke 42   75  
10 Randstreifen 43   76  
11 Randstreifen 44   77  
12 Randstreifen 45   78  
13 Randstreifen 46   79  
14 Lochblechdrossel 47      
15 Niet 48      
16 Halterung 49   1.1 Anschluss
17 Öffnung 50   4.1 Auslasskasten
18 Schlitzauslass 51   6.1 Schalenbogen
19 Öffnung 52   7.1 Seiten
20 Deckstreifen 53   8.1 Seiten
21 Deckstreifen 54      
22 Ende 55      
23 Ende 56      
24 Falz 57      
25 Falz 58      
26 Lagerplättchen 59      
27 Luftlenklamelle 60      
28 Drehachse 61      
29   62      
30 Filter 63      
31   64      
32   65      
33   66      



Ansprüche

1. Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum mit einem Anschluss (1, 1.1) an ein Luftführungssystem, einem Auslasskasten (4, 4.1) und einem Auslass (Schlitzauslass 18),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auslasskasten (4, 4.1) aus einem gekrümmten Schalenbogen (6. 6.1) besteht, welcher zwei Seiten (7, 8 bzw. 7.1, 8.1) und eine Decke (9) des Auslasses (Schlitzauslass 18) bildet, wobei sich gegenüberliegend zwei Stirnflächen (2, 5) in den Schalenbogen (6, 6.1) eingesetzt sind.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss (1) an das Luftführungssystem in eine Öffnung (3) in einer Stirnfläche (2) eingesetzt ist.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss (1.1) an das Luftführungssystem in eine Öffnung (17) in einer der durch den Schalenbogen (6.1) gebildeten Seiten (7.1) eingesetzt ist.
 
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Anschluss (1, 1.1) eine ggf. verstellbare Lochblechdrossel (14) eingesetzt ist.
 
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einer von dem Auslasskasten (4.1) gebildeten Öffnung (17) ein Schlitzauslass (18) ausgeformt ist.
 
6. Vorrichung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass einends des Schalenbogens (6.1) jeweils ein Deckstreifen (20, 21) nach innen abgebogen ist, welche beide die Öffnung (19) des Schlitzauslasses (18) ausbilden.
 
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Öffnung (19) zumindest eine Luftlenklamelle (27) eingesetzt ist.
 
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden (22, 23,) der Deckstreifen (20, 21) nach innen umgeschlagen sind und so jeweils einen Falz (24, 25) ausbilden, in denen ein Lagerplättchen (26) für die Lamelle/n (27) einsetzbar ist.
 
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in eine Öffnung (3) des Auslasskastens (4) zum Anschluss (1) hin ein Filter (30) eingeseztt ist.
 
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Filter (30) von der Öffnung (3) bis tief in den Anschlusskasten (4), ggf. sogar bis an eine gegenüberliegende Innenwand erstreckt.
 
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter (30) taschenförmig ausgestaltet ist.
 
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter (30) die Öffnung (3) umschliesst.
 
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter (30) konisch, kegelstumpf- oder kegelartig in dem Auslasskasten (4) ausläuft.
 




Zeichnung