[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum mit
einem Anschluss an ein Luftführungssystem, einem Auslasskasten und einem Auslass.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind in vielfältiger Form und Ausführung bekannt und auf
dem Markt. Sie dienen dazu, die von dem Luftführungssystem bspw. mittels eines Ventilators
herbeigeführte Luft, sei es Warmluft oder Kaltluft, in einen Raum einzubringen. Die
Klimatisierung des Raumes soll schnell, andererseits aber zugfrei erfolgen.
[0003] Bspw. aus der DE 87 03 921 U1 ist eine Vorrichtung der o. g. Art bekannt, bei der
ein Anschluss an das Luftführungssysstem in einen rechteckigen Auslasskasten einmündet,
wobei dann die Luft aus radial angeordneten Luftschlitze in den Raum gelangt.
[0004] Eine ähnliche Anordnung wird auch in der DE 87 13 209 U1 gezeigt.
[0005] Speziell für einen Schlitzauslass wird auf die Anordnung mit Anschluss, rechteckigem
Auslasskasten und Schlitzauslass gemäss der DE 43 35 191 A1 verwiesen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Vorrichtungen
zu verbessern, was insbesondere die Luftführung, die Luftreinheit und die Herstellungsweise
anbelangt.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass der Auslasskasten aus einem gekrümmten Schalenbogen
besteht, welcher zwei Seiten und eine Decke des Auslasses bildet, wobei sich gegenüberliegend
zwei Stirnflächen in den Schalenbogen eingesetzt sind.
[0008] Der Vorteil dieser Auslasskästen mit Schalenbogen ist in einer sehr guten Luftführung
zu sehen. Es gibt in einem derartigen Auslasskasten keine toten Ecken, wie bei den
bekannten rechteckigen Kästen, in denen sich der Luftstrom nicht richtig verteilen
kann.
[0009] Ein weiterer grosser Vorteil dieser Schalenbogenkästen ist ihre Stapelbarkeit, zumal
wenn sie geringfügig konisch ausgebildet sind.
[0010] Ein weiterer grosser Vorteil ist darin zu sehen, dass bei diesen Auslasskästen gegenüber
den bekannten Kästen nicht gepunktet werden muss, so dass sie aus den verschiedensten
Materialien, welche auch schon vorbearbeitet sein können, gefertigt werden können.
Bspw. kann verzinktes Stahlblech, Aluminium, Kupfer, Edelstahl oder lackiertes Metall
verwendet werden.
[0011] Der Anschluss kann in eine Öffnung in einer der beiden Stirnflächen eingesetzt sein
oder aber auch an einer gewünschten Stelle in dem Schalenbogen.
[0012] Welcher Auslass mit dem Auslasskasten verbunden wird, ist von untergeordneter Bedeutung.
Es können alle Auslässe in eckiger, runder oder sonstiger Form verwendet werden. Allerdings
ist der Auslasskasten auf die Form des Auslasses angepasst.
[0013] Im letzteren Fall bietet es sich vor allem an, den Anschlusskasten für Schlitzauslässe
zu benutzen. Hierbei kann der Schalenbogen eine beliebige Länge aufweisen, wesentlich
ist allein, dass er zum Raum hin einen Schlitzauslass ausformt. Bspw. kann dies dadurch
geschehen, dass von dem Schalenbogen jeweils beidends ein Deckstreifen nach Innen
abgebogen wird, welche die Öffnung des Schlitzauslasses ausbilden. In diese Öffnung
kann jetzt eine Luftleitlamelle auf beliebige Art und Weise eingesetzt werden. Dabei
können bspw. von den Deckstreifen beidseits Falze ausgebildet werden, die in Gebrauchslage
Lagerplättchen für die Lamelle halten. Derartige Lagerplättchen sind bspw. aus der
DE 87 00 243 U1 oder auch der DE 93 03 875 A1 bekannt. Dabei ist es möglich, aufeinanderfolgende
Lamellen unterschiedlich einzustellen, so dass ein Luftstrahl in eine beliebige Richtung
geleitet wird.
[0014] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in die Öffnung des Auslasskastens
zum Anschluss hin ein Filter eingesetzt.
[0015] Dieser Filter vor der Öffnung des Auslasskastens zum Anschluss hin hat den Vorteil,
dass in bzw. aus einem Raum die Luft gereinigt ein- bzw. abgeführt wird, je nach dem,
ob der Auslasskasten bzw. die Vorrichtung für ein Zu- oder ein Abluftgitter verwendet
wird.
[0016] Bevorzugt ist der Filter taschenförmig ausgestaltet und umschliesst im wesentlichen
die Öffnung, so dass die gesamte Luft in diese Filtertasche und durch den Filtermantel
strömen muss.
[0017] Bevorzugt erstreckt sich dieser Filter von der Öffnung bis tief in den Anschlusskasten,
ggf. sogar bis an eine gegenüberliegende Innenwand. Das bedeutet, dass eine wesentliche
Verbesserung betreffend die Luftverteilung in dem Anschlusskasten stattfindet. Die
Filterwandung wirkt dabei quasi als Gleichrichter, so dass die Luft gleichmässig über
den gesamten Innenraum des Auslasskastens verteilt wird. Damit wird auch die Ausbringung
der Luft aus einem Auslass vergleichmässigt und verbessert.
[0018] Bevorzugt ist der Filter konisch, kegelstumpf- oder kegelartig ausgebildet, wodurch
ebenfalls die Vergleichmässigung der Luft verbessert wird.
[0019] Der Filter kann auf einfache Art und Weise aus der Öffnung oder auch nach Entfernen
eines Auslassgitters aus dem Auslasskasten entnommen und gereinigt werden. Er gewährleistet
eine dauerhafte, saubere Zuluftführung bzw., wenn Abluft gefiltert wird, dass aus
entsprechenden Anlagen keine unnötigen Schadstoffe ungefiltert nach aussen gelangen.
[0020] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
Figur 1 eine teilweise aufgebrochen dargestellte Seitenansicht einer erfindungsgemässen
Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum;
Figur 2 eine Rückansicht der Vorrichtung gemäss Figur 1;
Figur 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäss Figur 1;
Figur 4 ein Ausschnitt aus einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum
Einbringen von Luft in einen Raum entsprechend Figur 1;
Figur 5 einen Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
zum Einbringen von Luft in einen Raum;
Figur 6 eine teilweise aufgebrochen dargestellte Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum.
[0021] Gemäss den Figuren 1 bis 3 weist eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Einbringen
von Luft in einen Raum einen stutzenförmigen Anschluss 1 an ein nicht näher gezeigtes
Luftführungssystem auf. Dieser Anschluss 1 ist in eine Öffnung 3 einer Stirnfläche
2 eines Auslasskasten 4 eingesetzt. Gegenüber der Stirnfläche 2 befindet sich eine
weitere Stirnfläche 5.
[0022] Beide Stirnflächen 2 und 5 sitzen in einem Schalenbogen 6, der zwei Seiten 7 und
8 und eine gekrümmte Decke 9 des Auslasskastens 4 ausbildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Schalenbogen 6 nach aussen jeweils an seinen Enden abgekantet, so dass Randstreifen
10 und 11 gebildet werden, an denen ein beliebiger Auslass festgelegt werden kann.
Auch die Stirnflächen 2 und 5 können abgekantete Randstreifen 12 bzw. 13 aufweisen.
[0023] Gemäss Figur 4 kann in den Anschluss 1 eine Lochblechdrossel 14 eingesetzt sein,
welche bspw. über Nieten 15 und eine entsprechende Halterung 16 drehbar festgelegt
ist, so dass eine Verstellung möglich ist, sofern dies gewünscht wird.
[0024] Während in dem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss den
Figuren 1 bis 4 der Anschluss 1 in die Öffnung 3 der Stirnfläche 2 eingesetzt ist,
weist bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Figur 5 der Schalenbogen 6.1 in einer Seite
7.1 eine Öffnung 17 auf, in welche der Anschluss 1.1 eingesetzt ist. In diesem Anschluss
1.1 ist bereits die Lochblechdrossel 14 angeordnet.
[0025] Bei dem Schalenbogen 6.1 sind die Seiten 7.1 und 8.1 wesentlich ausgeprägter ausgebildet
und erstrecken sich über eine erhebliche Länge, so dass sich diese Vorrichtung vor
allem für einen Schlitzauslass 18 eignet. Zur Ausbildung dieses Schlitzauslasses 18
bzw. einer entsprechenden Öffnung 19 sind von den Seiten 7.1 und 8.1 jeweils Deckstreifen
20 und 21 nach innen abgekantet, deren Enden 22 und 23 zusätzlich nach innen umgeschlagen
sind. Auf diese Weise werden beidseits der Öffnung 19 Falze 24 und 25 ausgebildet,
in die Lagerplättchen 26 zur drehbaren Lagerung einer Luftlenklamelle 27 eingesetzt
werden können. Diese Luftlenklamelle 27 weist eine Drehachse 28 auf.
[0026] Gemäss Figur 6 kann in den Auslasskasten 4 ein Filter 30 eingesetzt werden, der bevorzugt
die Öffnung 3 umschliesst. Dieser Filter 30 ist sack- oder taschenförmig ausgestaltet
und bevorzugt ein geschlossenes Gebilde. Er ragt bis tief in den Anschlusskasten 4
ein und ist querschnittlich in etwa kegelstumpf- bis kegelförmig ausgestaltet.
| Positionszahlenliste |
| 1 |
Anschluss |
34 |
|
67 |
|
| 2 |
Stirnfläche |
35 |
|
68 |
|
| 3 |
Öffnung |
36 |
|
69 |
|
| 4 |
Auslasskasten |
37 |
|
70 |
|
| 5 |
Stirnfläche |
38 |
|
71 |
|
| 6 |
Schalenbogen |
39 |
|
72 |
|
| 7 |
Seiten |
40 |
|
73 |
|
| 8 |
Seiten |
41 |
|
74 |
|
| 9 |
Decke |
42 |
|
75 |
|
| 10 |
Randstreifen |
43 |
|
76 |
|
| 11 |
Randstreifen |
44 |
|
77 |
|
| 12 |
Randstreifen |
45 |
|
78 |
|
| 13 |
Randstreifen |
46 |
|
79 |
|
| 14 |
Lochblechdrossel |
47 |
|
|
|
| 15 |
Niet |
48 |
|
|
|
| 16 |
Halterung |
49 |
|
1.1 |
Anschluss |
| 17 |
Öffnung |
50 |
|
4.1 |
Auslasskasten |
| 18 |
Schlitzauslass |
51 |
|
6.1 |
Schalenbogen |
| 19 |
Öffnung |
52 |
|
7.1 |
Seiten |
| 20 |
Deckstreifen |
53 |
|
8.1 |
Seiten |
| 21 |
Deckstreifen |
54 |
|
|
|
| 22 |
Ende |
55 |
|
|
|
| 23 |
Ende |
56 |
|
|
|
| 24 |
Falz |
57 |
|
|
|
| 25 |
Falz |
58 |
|
|
|
| 26 |
Lagerplättchen |
59 |
|
|
|
| 27 |
Luftlenklamelle |
60 |
|
|
|
| 28 |
Drehachse |
61 |
|
|
|
| 29 |
|
62 |
|
|
|
| 30 |
Filter |
63 |
|
|
|
| 31 |
|
64 |
|
|
|
| 32 |
|
65 |
|
|
|
| 33 |
|
66 |
|
|
|
1. Vorrichtung zum Einbringen von Luft in einen Raum mit einem Anschluss (1, 1.1) an
ein Luftführungssystem, einem Auslasskasten (4, 4.1) und einem Auslass (Schlitzauslass
18),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auslasskasten (4, 4.1) aus einem gekrümmten Schalenbogen (6. 6.1) besteht,
welcher zwei Seiten (7, 8 bzw. 7.1, 8.1) und eine Decke (9) des Auslasses (Schlitzauslass
18) bildet, wobei sich gegenüberliegend zwei Stirnflächen (2, 5) in den Schalenbogen
(6, 6.1) eingesetzt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss (1) an das
Luftführungssystem in eine Öffnung (3) in einer Stirnfläche (2) eingesetzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss (1.1) an das
Luftführungssystem in eine Öffnung (17) in einer der durch den Schalenbogen (6.1)
gebildeten Seiten (7.1) eingesetzt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Anschluss
(1, 1.1) eine ggf. verstellbare Lochblechdrossel (14) eingesetzt ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
in einer von dem Auslasskasten (4.1) gebildeten Öffnung (17) ein Schlitzauslass (18)
ausgeformt ist.
6. Vorrichung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass einends des Schalenbogens
(6.1) jeweils ein Deckstreifen (20, 21) nach innen abgebogen ist, welche beide die
Öffnung (19) des Schlitzauslasses (18) ausbilden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Öffnung (19) zumindest
eine Luftlenklamelle (27) eingesetzt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden (22, 23,)
der Deckstreifen (20, 21) nach innen umgeschlagen sind und so jeweils einen Falz (24,
25) ausbilden, in denen ein Lagerplättchen (26) für die Lamelle/n (27) einsetzbar
ist.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
in eine Öffnung (3) des Auslasskastens (4) zum Anschluss (1) hin ein Filter (30) eingeseztt
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Filter (30) von
der Öffnung (3) bis tief in den Anschlusskasten (4), ggf. sogar bis an eine gegenüberliegende
Innenwand erstreckt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter (30)
taschenförmig ausgestaltet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter (30) die Öffnung
(3) umschliesst.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter (30) konisch,
kegelstumpf- oder kegelartig in dem Auslasskasten (4) ausläuft.