[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Auskopplung eines Auskoppelstromes aus
einem Laststrom durch einen Verbraucher, insbesondere eine Ablenkspule einer Braunschen
Röhre, mittels eines Auskoppelwiderstands, wobei die Anordnung einen Auskoppelstromspiegel
aufweist, wobei eine Regelgröße in Form der Differenz zweier über zwei Widerständen
abfallenden Spannungen zur Steuerung des Laststroms generiert wird und wobei eine
Referenzstrombank mit einer Stromspiegelschaltung, der eingangsseitig ein Konstantstrom
zugeführt wird, zur Generierung konstanter Ströme vorgesehen ist.
[0002] Eine derartige Anordnung ist aus dem von Philips Semiconductors vertriebenen IC TDA
4866 bekannt. Dieses IC dient dazu, aus dem Strom, der durch eine Ablenkspule einer
Bildröhre fließt, eine Regelgröße zur Steuerung dieses Stroms zu gewinnen. Dazu wird
über einen Auskoppelwiderstand ein Auskoppelstrom gewonnen. Der Auskoppelstrom wird
auf zwei Transistoren gekoppelt, die über Kreuz mit zwei Ausgangstransistoren eines
Auskoppelstromspiegels verkoppelt sind. Die Überkreuzverschaltung dieser Transistoren
dient dazu, die Temperaturabhängigkeit der Schaltung zu verringern. Tatsächlich gelingt
dies jedoch nicht vollständig, so dass immer noch ein Temperaturabhängigkeit der Schaltung
verbleibt. Ferner weist die über Kreuz verschaltete Ausgangsstufe den Nachteil auf,
dass sie zum Schwingen neigt.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung der eingangs genannten Art anzugeben,
welche so gut wie keine Temperaturabhängigkeit mehr aufweist und keine Schwingungstendenz
zeigt.
[0004] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Auskoppelstrom auf die
Emitter wenigstens eines ersten und wenigstens eines zweiten Ausgangstransistors des
Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird,
dass die Referenzstrombank einen ersten Referenzstrom liefert, der zusammen mit dem
Auskoppelstrom auf die Emitter des ersten und des zweiten Ausgangstransistors des
Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird,
dass der Strom durch den Kollektor des ersten Ausgangstransistors des Auskoppelstromspiegels
auf den Eingang eines ersten Stromspiegels gekoppelt wird,
dass der Ausgangsstrom des ersten Stromspiegels auf den Kollektor eines Eingangstransistors
des Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird,
dass ein zweiter Stromspiegel vorgesehen ist, auf dessen Eingang der Strom durch den
Kollektor des zweiten Ausgangstransistor des Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird
und dessen Ausgangsstrom auf einen ersten Widerstand gekoppelt wird,
dass ein dritter Stromspiegel vorgesehen ist, auf dessen Eingang ein zweiter Referenzstrom
aus der Referenzstrombank gekoppelt wird, dessen Ausgangsstrom auf einen zweiten Widerstand
gekoppelt wird,
dass der Eingangstransistor (9) des Auskoppelstromspiegels gleiche Emitterfläche aufweist
wie dessen erster Ausgangstransistor (10),
und dass die Differenz der über dem ersten und dem zweiten Widerstand abfallenden
Spannungen die Regelgröße darstellt.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Anordnung wird ein Laststrom durch einen Verbraucher, bei
dem es sich beispielsweise um die Ablenkspule einer Fernsehbildröhre, einer Monitorbildröhre
oder um die Wicklung eines Motors handeln kann, mittels eines Auskoppelwiderstandes
ausgekoppelt. Dieser ausgekoppelte Strom ist relativ klein verglichen mit dem Strom,
der durch den Verbraucher fließt. Ziel der Anordnung ist es, in Abhängigkeit dieses
Auskoppelstroms, der seinerseits wiederum von dem Laststrom durch den Verbraucher
abhängig ist, eine Regelgröße zu gewinnen, die zur Steuerung des Laststroms geeignet
ist. Wesentlich dabei ist, dass bei der Gewinnung dieser Regelgröße keine zusätzlichen
Fehler eintreten, beispielsweise durch Temperaturabhängigkeiten.
[0006] Dies wird bei der erfindungsgemäßen Anordnung durch folgende Maßnahmen erreicht.
Der Auskoppelstrom wird nicht nur auf einen Ausgangstransistor des Auskoppelstromspiegels
gekoppelt, sondern auf alle Ausgangstransistoren, die der Auskoppelstromspiegel aufweist.
Der Auskoppelstromspiegel weist wenigstens einen ersten und wenigstens einen zweiten
Ausgangstransistor auf: Mit anderen Worten weist der Auskoppelstromspiegel zwei Kategorien
von Ausgangstransistoren auf, von denen jeweils wenigstens ein Exemplar vorhanden
ist.
[0007] Es ist ferner eine Referenzstrombank vorgesehen, welcher eingangsseitig ein konstanter
Strom zugeführt wird und in welcher eine Stromspiegelschaltung vorgesehen ist. Die
Referenzstrombank liefert einen ersten Referenzstrom, der zusammen mit dem Auskoppelstrom
auf die Emitter des ersten und des zweiten Ausgangstransistors des Auskoppelstromspiegels
gekoppelt wird. Hierin liegt ein wesentlicher Unterschied zu der Schaltung nach dem
Stand der Technik.
[0008] Um sicherzustellen, dass die Spannung über den Basis-Emitter-Strecken des Eingangstransistors
des Auskoppelstromspiegels und der Ausgangstransistoren des Auskoppelstromspiegels
möglichst gering ist bzw. gegen Null strebt, ist vorgesehen, dass der Strom durch
den Kollektor des ersten Ausgangstransistors des Auskoppelstromspiegels auf den Eingang
eines ersten Stromspiegels gekoppelt wird. Der Ausgangsstrom dieses ersten Stromspiegels
wird wiederum auf den Kollektor des Eingangstransistors des Auskoppelstromspiegels
gekoppelt. Damit wird erreicht, dass im Eingangstransistor des Auskoppelstromspiegels
ein Strom gleicher Größe fließt, wie in den Ausgangstransistoren. Dies wiederum hat
zur Folge, dass die Basis-Emitter-Spannung gegen Null strebt. Damit wird erreicht,
dass keine nennenswerte Temperaturabhängigkeit der Schaltung vorhanden ist. Voraussetzung
hierfür ist, dass der oder die Eingangstransistoren des Auskoppelstromspiegels insgesamt
die gleiche Emitterfläche aufweisen wie dessen erster oder erste Eingangstransitor(en).
[0009] Es ist ferner ein zweiter Stromspiegel vorgesehen, auf dessen Eingang der Strom durch
den oder die zweiten Ausgangstransistoren des Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird.
Der Ausgangsstrom dieses zweiten Stromspiegels ist auf einen ersten Widerstand gekoppelt.
[0010] Die Referenzstrombank liefert ferner einen zweiten Referenzstrom, der auf einen dritten
Stromspiegel gekoppelt wird, dessen Ausgangsstrom auf einen zweiten Widerstand gekoppelt
ist.
[0011] Bei dieser Verschaltung liefert die Differenz der über dem ersten und dem zweiten
Widerstand abfallenden Spannung die Regelgröße.
Die Größe des ersten Referenzstroms in Relation zu dem zweiten Referenzstrom ist davon
abhängig, wie viele Ausgangstransistoren der Auskoppelstromspiegel aufweist. Weist
der Auskoppelstromspiegel n Ausgangstransistoren mit gleicher Emitterfläche auf, so
ist der erste Referenzstrom n mal so groß wie der zweite Referenzstrom.
[0012] Im Ergebnis weist die Schaltung eine deutlich reduzierte Temperaturdrift auf da infolge
der gegen Null strebenden Basis-Emitter-Spannung im Auskoppelstromspiegel die Stromverstärkung
der Transistoren nicht eingeht. Ferner weist die Schaltung auch im Megahertz-Bereich
ein stabiles Verhalten in einer Regelschleife auf.
[0013] Wie oben bereits erläutert, können jeweils ein oder mehrere Ausgangstransistoren
der ersten und der zweiten Kategorie im Auskoppelstromspiegel vorgesehen sein. Ferner
können diese Ausgangstransistoren grundsätzlich Emitter verschiedener Flachen aufweisen,
so dass auch unterschiedliche Ströme fließen. Die einfachste und zugleich uneingeschränkt
wirksame Lösung ist jedoch diejenige, die gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung
nach Anspruch 2 vorgesehen ist. Es werden für diese Lösung nur zwei Transistoren gleicher
Emitterfläche benötigt, durch die dann Ströme gleicher Größe fließen.
[0014] Im Normalfall werden alte Ausgangstransistoren des Auskoppelstromspiegels jeweils
gleiche Transistorflächen aufweisen. Dann sind die Referenzströme gemäß Anspruch 3
zu dimensionieren.
[0015] Zur Kompensation der Basisströme der Transistoren des Auskoppelstromspiegels sind
gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Maßnahmen gemäß Anspruch 4 vorgesehen.
Mittels dieser Maßnahmen wird erreicht, dass die Basisströme vollständig abgeleitet
werden. Dies wird dadurch erreicht, dass in dem Falle, dass der Auskoppelstromspiegel
n Ausgangstransistoren und k Eingangstransistoren aufweist, n+k Kompensationstransistoren
zur Ableitung der Basisströme eingesetzt werden. Ist ferner m die Anzahl der zweiten
Ausgangstransistoren des Auskoppelstromspiegels so werden n+k-m Basissröme auf ein
Versorgungspotential abgeführt. Dazu sind n+k-m Kompensationstransistoren vorgesehen.
Ferner werden m Basisströme durch m Kompensationstransistoren abgeführt, wobei diese
Ströme auf den Eingangsstrom des zweiten Stromspiegels gekoppelt werden und somit
also dem Strom, den die zweiten Ausgangstransistoren des Auskoppelstromspiegels an
diesen zweiten Stromspiegel liefern, überlagert werden. Damit wird erreicht, dass
die Basisstromfehler der Transistoren der zweiten Kategorie des Auskoppelstromfehlers
in dem Eingangsstrom des zweiten Stromspiegels kompensiert werden.
[0016] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung gemäß Anspruch 5 hat den Zweck und Vorteil,
dass durch die Verschaltung der Transistoren gemäß Anspruch 5 ein sicheres Anlaufen
der Schaltung bei Einschalten der Stromversorgung gewährleistet wird. Der zusätzliche
Strom, der durch diese Schaltung in den ersten Stromspiegel eingekoppelt wird, dient
dazu, dass dieser ausgangsseitig einen Strom liefert, der beim Einschalten der Versorgungsspannung
ein einwandfreies Arbeiten der Schaltung gewährleistet. Der Strom ist jedoch so klein,
dass er im Verhältnis zu den Nutzströmen, die in dem Auskoppelstromspiegel und in
dem ersten Stromspiegel fließen, sehr klein ist.
[0017] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der einzigen Figur
der Zeichnung näher erläutert.
[0018] Die Zeichnung zeigt einen Ausschnitt 1 eines Verbrauchers, dessen Schaltungselemente
nur teilweise dargestellt sind. Bei dem Verbraucher handelt es sich um ein Fernsehgerät
oder um einen Computermonitor, welche eine Braunsche Röhre aufweisen. In der Braunschen
Röhre sind Vertikal- und Horizontalablenkspulen vorgesehen, von denen in der Figur
eine Vertikalablenkspule 2 angedeutet ist. Ein Strom Iabl durch diese Vertikalablenkspule
steuert die vertikale Ablenkung innerhalb dieser Röhre. Dieser Laststrom ist zu steuern.
[0019] Zur Steuerung dieses Laststromes ist mittels der erfindungsgemäßen Anordnung eine
Regelgröße zu gewinnen, an die hohe Anforderungen bezüglich Offset, Temperaturabhängigkeit
und Linearität zu stellen sind. Insbesondere soll eine möglichst geringe Temperaturdrift
eintreten.
[0020] In Reihe zu der Vertikalablenkspule 2 ist ein Widerstand 3 vorgesehen, dem ein Auskoppelwiderstand
4 parallelgeschaltet ist, der gleich dimensioniert ist wie der Widerstand 3. Infolge
der gleichen Spannungen, die an den Widerständen 3 und 4 abfallen, fließt durch den
Widerstand 4 ein Strom, der dem Strom durch die Vertikalablenkspule 2 proportional
ist.
[0021] Zur Steuerung des Stromes durch die Vertikalablenkspule 2 sind vier in Form einer
Brücke verschaltete Transistoren 5, 6, 7 und 8 vorgesehen, welche in Abhängigkeit
der mittels der erfindungsgemäßen Schaltung zu gewinnenden Regelgröße ansteuerbar
sind. Diese Ansteuerung ist in der Figur nicht näher dargestellt.
[0022] Die Anordnung gemäß der Figur zeigt einen Auskoppelstromspiegel mit einem Eingangstransistor
9, einem ersten Ausgangstransistor 10 und einem zweiten Ausgangstransistor 11. Der
durch den Auskoppelwiderstand 4 fließende Auskoppelstrom wird auf die Emitter der
beiden Ausgangstransistoren 10 und 11 dieses Auskoppelstromspiegels gekoppelt.
[0023] Für die Spannungsversorgung der Anordnung ist eine Spannungsquelle 13 vorgesehen.
Es ist ferner eine Referenzstrombank 12 vorgesehen, innerhalb der eine Stromspiegelschaltung
mit einem Eingangstransistor 14 und drei Ausgangstransistoren 15, 16 und 17 vorgesehen
ist. Auf den Kollektor des Eingangstransistors 14 dieser Stromspiegelschaltung ist
ein mittels einer Stromquelle 18 gewonnener konstanter Strom Io gekoppelt. Der Emitter
des Eingangstransistors 14 ist über einen Widerstand 19 mit Bezugspotential gekoppelt.
[0024] Die beiden Transistoren 15 und 16 des Stromspiegels, welche gleiche Emitterfläche
aufweisen und deren Emitter über Widerstande 20 und 21 jeweils mit Bezugspotential
gekoppelt sind, liefern kollektorseitig einen ersten Referenzstrom 2Io. Dieser erste
Referenzstrom ist zusammen mit dem Auskoppelstrom, der von dem Widerstand 4 geliefert
wird, auf die Emitter des ersten Ausgangstransistors 10 und des zweiten Ausgangstransistors
11 des Auskoppelstromspiegels gekoppelt.
[0025] Die Stromspiegelschaltung in der Referenzstrombank 12 liefert ferner mittels des
dritten Ausgangstransistors 17, dessen Emitter über einen Widerstand 22 mit Bezugspotential
gekoppelt ist, einen zweiten Referenzstrom Io.
[0026] Da der Auskoppelstromspiegel zwei Ansgangstransistoren 10 und 11 aufweist, ist der
erste Referenzstrom 2Io doppelt so groß gewählt wie der zweite Referenzstrom Io. Allgemein
beträgt der erste Referenzstrom bei n Ausgangstransistoren des Auskoppelstromspiegels
das n-fache des zweiten Referenzstroms.
[0027] Um sicherzustellen, dass die in der Figur eingetragene Spannung dUbe, die die Basis-Emitter-Spannung
zwischen dem Eingangstransistor 9 und den Ausgangstransistoren 10 und 11 des Auskoppelstromspiegels
darstellt, möglichst gering ist bzw. gegen Null strebt, wird der Kollektorstrom des
ersten Ausgangstransistors 10 des Auskoppelstromspiegels auf einen Eingang einer ersten
Stromspiegelschaltung 23 gekoppelt. Der Ausgangsstrom dieser ersten Stromspiegelschaltung
23 ist auf den Kollektor des Eingangstransistors 9 des Auskoppelstromspiegels gekoppelt.
Damit ist sichergestellt, dass in den beiden Ausgangstransistoren 10 und 11 einerseits
und in dem Eingangstransistor 9 des Auskoppelstromspiegels andererseits jeweils der
gleiche Strom fließt. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Spannung dUbe gegen Null
strebt und somit die temperaturabhängigen Stromverstärkungen der Transistoren keine
Rolle mehr spielen, so dass die Temperaturdrift der Transistoren für die Gewinnung
der Regelgröße so gut wie keine Rolle mehr spielt.
[0028] Die erste Stromspiegelschaltung 23 ist in Form eines Wilson-Stromspiegels aufgebaut,
der eingangsseitig einen Transistor 24 aufweist, dessen Kollektor den Eingang der
Schaltung darstellt und dessen Emitter mit dem Versorgungspotential gekoppelt ist.
Die Basis des Transistors 24 ist einerseits mit der Basis eines weiteren Transistors
25 sowie mit dem Emitter eines Transistors 26 gekoppelt. Der Transistor 25 ist emitterseitig
mit Bezugspotential und kollektorseitig mit dem Emitter des Transistors 26 gekoppelt.
Der Basis des Transistors 26 wird das Eingangssignal zugeführt. Der Kollektor des
Transistors 26 liefert das Ausgangssignal, welches auf den Kollektor des Eingangstransistors
9 des Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird.
[0029] Es sind ferner eine zweite Stromspiegelschaltung 27 sowie eine dritte Stromspiegelschaltung
28 vorgesehen.
[0030] Die zweite Stromspiegelschaltung 27 und die dritte Strompiegelschaltung 28 weisen
intern Transistoren 29, 30 und 31 bzw. 32, 33 und 34 auf und sind entsprechend dem
ersten Stromspiegel als Wilson-Stromspiegel verschaltet.
[0031] Dem Eingang des zweiten Stromspiegels 27, also dem Kollektor von dessen Transistor
29 und der Basis von dessen Transistor 31, wird derjenige Strom zugeführt, der durch
den Kollektor des zweiten Ausgangstransistor 11 des Auskoppelstromspiegels fließt.
Ausgangsseitig liefert der Kollektor des Transistors 31 des zweiten Stromspiegels
27 einen Strom, der auf einen ersten Widerstand 35 gekoppelt ist. Der erste Widerstand
35 ist mit seinem anderen Anschluß auf Bezugspotential gekoppelt.
[0032] Der von der Referenzstrombank 12 gelieferte zweite Referenzstrom Io ist auf den Eingang
des dritten Stromspiegels 28, also auf den Kollektor von dessen Transistor 32 und
die Basis von dessen Transistor 34 gekoppelt. Der dritte Stromspiegel 28 bzw. der
Kollektor von dessen Transistor 34 liefert ausgangsseitig einen Strom, der auf einen
zweiten Widerstand 36 gekoppelt ist, welcher ebenfalls mit dem anderen Anschluß auf
Bezugspotential gekoppelt ist.
[0033] Die Differenz der über den beiden Widerständen 35 und 36 abfallenden Spannung, welche
in der Figur mit dUr gekennzeichnet ist, stellt die Regelgröße dar.
[0034] Die Schaltung weist ferner Kompensationstransistoren 37, 38 und 39 auf, welche dazu
dienen, die Basisströme der Transistoren 9, 10 und 11 des Auskoppelstromspiegels zu
kompensieren. Ihre Anzahl entspricht der Gesamtanzahl der Transistoren des Auskoppelstromspiegels.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur weist der Auskoppelstromspiegel drei Transistoren
auf, so dass drei Auskoppeltransistoren 37, 38 und 39 vorgesehen sind. Zwei drittel
der Basisströme werden mittels der Transistoren 37 und 38, welche emitterseitig mit
den Basen der Basen der Transistoren 9, 10 und 11 gekoppelt sind, über deren Kollektoren
auf das Versorgungspotential abgeführt. Die Basen aller Auskoppeltransistoren 37,
38 und 39 sind mit dem Kollektor des Eingangstransistors 9 des Auskoppelstromspiegels
gekoppelt.
[0035] Um den Basisstrom des zweiten Ausgangstransistors 11 des Auskoppelstromspiegels zu
kompensieren, ist der Kollektor des dritten Auskoppeltransistors 39 mit dem Kollektor
des zweiten Ausgangstransistors 11 des Auskoppelstromspiegels gekoppelt, so dass in
dem Eingangssignal, das dem zweiten Stromspiegel 27 zugeführt wird, der Basisstrom
des zweiten Ausgangstransistors 11 des Auskoppelstromspiegels kompensiert wird.
[0036] Um ein sicheres Anlaufen der Schaltung bei Einschaltung der Versorgungsspannung zu
gewährleisten, ist ein weiterer Transistor 40 vorgesehen, der emitterseitig mit den
Basen der Transistoren 14 bis 17 des Stromspiegels der Referenzstrombank gekoppelt
ist und der eingangsseitig mit dem Kollektor des Transistors 14 der Stromspiegelschaltung
in der Referenzstrombank 12 gekoppelt ist. Der durch den Kollektor des Transistors
40 fließende Strom ist auf den Emitter eines Transistors 41 gekoppelt, der kollektorseitig
mit dem Versorgungspotential gekoppelt ist und dessen Basisstrom auf den Eingang des
ersten Stromspiegels 23 gekoppelt ist. Er überlagert sich also dort mit dem Strom
durch den ersten Ausgangstransistor 10 des Auskoppelstromspiegels. Dies spielt jedoch
im Normalbetrieb eine untergeordnete Rolle, da dieser Strom um mehrere Größenordnungen
kleiner ist als der durch den Transistor 10 fließende Strom. Es wird durch diesen
Strom jedoch erreicht, dass die Schaltung sicher anläuft, d.h. insbesondere, dass
nach Einschalten der Versorgungsspannung der erste Stromspiegel 23 einen Strom liefert.
[0037] In dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur weist der Auskoppelstromspiegel zwei Ausgangstransistoren
10 und 11 auf. Es könnte grundsätzlich auch eine andere Anzahl von Ausgangstransistoren
vorgesehen sein. Wesentlich ist jedoch, dass Transistoren eines ersten Typs, zu dem
in dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur der Transistor 10 zählt, immer auf den
Eingang des ersten Stromspiegels gekoppelt sind und dass Transistoren eines zweiten
Typs, zu dem in dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur der Ausgangstransistor 11
zählt, auf den Eingang des zweiten Stromspielgels 24 gekoppelt sind. Entsprechend
der Anzahl und der Flächen der vorgesehenen Ausgangstransistoren der beiden Typen
sind der erste und zweite Referenzstrom so zu wählen und sind die Größen der Widerstande
35 und 36 so einzustellen, dass diejenigen in den Widerständen 35 und 36 fließenden
Ströme, die von dem Auskoppelstrom unabhängig sind, jeweils gleich groß sind.
[0038] In dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figur weisen die Transistoren 10 und 11 gleiche
Flächen auf, so dass die durch die Kollektoren fließenden Ströme Ix gleich groß sind.
Der Strom Ix beträgt Io ± dem Auskoppelstrom, der durch den Widerstand 4 fließt. Dies
wird unter anderem durch die oben bereits erläuterte Rückkopplung des Stromes Ix über
den ersten Stromspiegel 23 auf den Eingangstransistor 9 des Auskoppelstromspiegels
erreicht. Da der Strom Ix nur noch diese Abhängigkeit aufweist, fließt auch ein über
den zweiten Stromspiegel 27 auf den ersten Widerstand 35 gekoppelter Strom, der nur
noch diese Abhängigkeit aufweist. Durch den zweiten Widerstand 36 fließt ein Strom,
der seinerseits nur noch von dem Strom Io abhängig ist Somit ist erreicht worden,
dass die Differenz der über den Widerständen 35 und 36 abfallenden Spannungen nur
noch von dem Auskoppelstrom abhängig ist. Dies ist genau das Ziel, da auf diese Weise
Temperaturabhängigkeiten ausgeschaltet worden sind.
[0039] In Abhängigkeit dieser Differenzspannung dUr kann, beispielsweise mittels Operationsverstärkern,
die in der Figur nicht näher dargestellt sind, ein Ansteuersignal für die Transistoren
5, 6 und 7, 8 des Verbrauchers 1 gewonnen werden, so dass mittels dieser Transistoren
der Laststrom durch den Verbraucher 2 steuerbar ist.
1. Anordnung zur Auskopplung eines Auskoppelstromes aus einem Laststrom durch einen Verbraucher
(2), insbesondere eine Ablenkspule einer Braunschen Röhre, mittels eines Auskoppelwiderstands
(4), wobei die Anordnung einen Auskoppelstromspiegel (9,10,11) aufweist, wobei eine
Regelgröße in Form der Differenz zweier über zwei Widerständen (35,36) abfallenden
Spannungen zur Steuerung des Laststroms generiert wird und wobei eine Referenzstrombank
(12) mit einer Stromspiegelschaltung, der eingangsseitig ein Konstantstrom zugeführt
wird, zur Generierung konstanter Ströme vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auskoppelstrom auf die Emitter wenigstens eines ersten (10) und wenigstens
eines zweiten (11) Ausgangstransistors des Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird,
dass die Referenzstrombank (12) einen ersten Referenzstrom liefert, der zusammen mit
dem Auskoppelstrom auf die Emitter des ersten (10) und des zweiten (11) Ausgangstransistors
des Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird,
dass der Strom durch den Kollektor des ersten Ausgangstransistors (10) des Auskoppelstromspiegels
auf den Eingang eines ersten Stromspiegels (23) gekoppelt wird,
dass der Ausgangsstrom des ersten Stromspiegels (23) auf den Kollektor wenigstens
eines Eingangstransistors (9) des Auskoppelstromspiegels gekoppelt wird,
dass ein zweiter Stromspiegel (27) vorgesehen ist, auf dessen Eingang der Strom durch
den Kollektor des zweiten Ausgangstransistor (11) des Auskoppelstromspiegels gekoppelt
wird und dessen Ausgangsstrom auf einen ersten Widerstand (35) gekoppelt wird,
dass ein dritter Stromspiegel (28) vorgesehen ist, auf dessen Eingang ein zweiter
Referenzstrom aus der Referenzstrombank (12) gekoppelt wird, dessen Ausgangsstrom
auf einen zweiten Widerstand (36) gekoppelt wird,
dass der Eingangstransistor (9) des Auskoppelstromspiegels die gleiche Emitterfläche
aufweist wie dessen erster Ausgangstransistor (10),
und dass die Differenz der über dem ersten (35) und dem zweiten (36) Widerstand abfallenden
Spannungen die Regelgröße darstellt.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Emitter des ersten (10) und des zweiten (11) Ausgangstransistors des Auskoppelstromspiegels
gleicher Größe aufweisen, so dass die durch diese beiden Transistoren (10,11) fließenden
Ströme gleiche Größe aufweisen.
3. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten (10) und zweiten (11) Ausgangstransistoren des Auskoppelstromspiegels
jeweils gleiche Emitterflächen aufweisen und dass der erste Referenzstrom das n-fache
des zweiten Referenzstroms beträgt, worin n die Zahl der Ausgangstransistoren (10,11)
des Auskoppelstromspiegels ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Transistroen des Auskoppelstromspiegels jweils gleiche Emitterflöäche aufweisen,
dass zwischen Kollektor und Basis des Eingangstransistors (9) des Auskoppelstromspiegels
n+k Kompensations-Transistoren (37,38,39) zur Kompensation der Basisströme der Transistoren
(9,10,11) des Auskoppelstromspiegels geschaltet sind, worin n die Zahl der Ausgangstransistoren
(10,11) des Auskoppelstromspiegels ist und k die Zahl dessen Eingangstransistoren
ist,
dass alle n+k Kompensations-Transistoren (37,38,39) mit ihren Basen auf den Kollektor
des Eingangstransistors (9) des Auskoppelstromspiegels gekoppelt sind,
dass n+k-m Basisströme der Transistoren (9,10,11) des Auskoppelstromspiegels mittels
n+k-m dieser Kompensations-Transistoren (37,38) über deren Kollektoren auf ein Versorgungspotential
abgeführt werden, worin m die Anzahl der zweiten Ausgangstransistoren (11) des Auskoppelstromspiegels
ist,
und dass m Basisströme der Transistoren (9,10,11) des Auskoppelstromspiegels mittels
m dieser Kompensations-Transistoren (39), deren Kollektoren auf den Eingang des zweiten
Stromspiegels (27) gekoppelt sind, dem Eingangsstrom des zweiten Stromspiegels (27)
überlagert werden.
5. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Kollektor und Basis des Eingangstransistors (14) des Stromspiegels der
Referenzstrombank ein Transistor (40) zur Auskopplung der Basisströme der Transistoren
(14,15,16,17) des Stromspiegels der Referenzstrombank (12) vorgesehen ist, der basisseitig
mit dem Kollektor des Eingangstransistors (14) der Stromspiegelschaltung der Referenzstrombank
(12) und emitterseitig mit der Basis dieses Transistors (14) verbunden ist und der
diese Basisströme über einen weiteren Transistor (41) dem Eingangsstrom des ersten
Stromspiegels (23) überlagert.
6. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auskoppelstromspiegel einen als Transistordiode verschalteten Eingangstransistor
(9) aufweist.
7. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste (23), der zweite (27) und der dritte (28) Stromspiegel als Wilson-Stromspiegel
aufgebaut sind.
8. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Laststrom ein durch eine Vertikalablenkspule einer Bildröhre fließender Strom
ist.