[0001] Die Erfindung betrifft einen Planartransformator mit Hochstromwindungen, einem Mehrschichtaufbau,
dessen Schichten von flachen elektrisch leitenden Windungen und dazwischen angeordneten
Isolierungen gebildet werden, einem von den Windungen umgebenden Magnetkern und einem
Träger für den Mehrschichtaufbau.
[0002] Bei einem derartigen beispielsweise aus der US 5,010,314 bekannten Planartransformator
sind beidseits eines zweigeteilten Trägers aus flachen elektrisch leitenden Windungen
und dazwischen angeordneten Isolierungen gebildete Mehrschichtanordnungen vorgesehen,
in denen die Hochstromwindungen angeordnet sind. Hieraus ergibt sich eine schwierige
Anschlußtechnologie für die Hochstromwindungen im Planartransformator. Außerdem entsteht
ein relativ großer Platzbedarf in der Mehrschichtanordnung (Multilayer).
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Planartransformator der eingangs genannten Art
zu schaffen, bei welchem die elektrische Kontaktierung der Hochstromwindungen vereinfacht
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hochstromwindungen jeweils
voneinander isoliert im Träger mit herausgeführten elektrischen Stromanschlüssen integriert
sind.
[0005] Durch die Integration der Hochstromwindungen im Träger ergibt sich eine erhebliche
Platzersparnis, wobei die mechanische Stabilität der Träger durch die integrierten
Hochstromwindungen verbessert wird. In bevorzugter Weise kann der Träger aus Kunststoff,
beispielsweise durch Kunststoffspritztechnik, hergestellt sein. Der Träger und die
in ihm integrierten Hochstromwindungen besitzen die Form eines rechteckigen und quadratischen
Rahmens mit einem Mittelloch, durch welches ein Teil des Magnetkerns ragt. Der aus
den flachen elektrisch leitenden Windungen und dazwischen angeordneten Isolierungen
gebildete Mehrschichtaufbau (Multilayer) kann an der Oberseite und/oder an der Unterseite
des Trägers angeordnet sein. Die aus dem Träger herausgeführten Anschlüsse der Hochstromwindungen
können in Form von Anschlußlappen ausgebildet sein und sind bevorzugt an einer Rahmenseite
seitlich herausgeführt. An der gegenüberliegenden Rahmenseite des Trägers können weitere
Anschlüsse in Form von Anschlußstiften oder für SMD-Technik zur Kontaktierung der
im Mehrschichtaufbau (Multilayer) vorhandenen Windungen vorgesehen sein. Der Träger
bildet somit einen Anschlußträger für alle Windungen des Planartransformators.
[0006] Die Hochstromwindungen können als Formstücke aus einem elektrisch leitfähigen Material,
z.B. Kupfer, gebildet sein. In bevorzugter Weise sind die Hochstromwindungen als Stanzteile
oder Bügel ausgebildet. Im Träger kann eine Hochstromwindung oder können mehrere Hochstromwindungen
angeordnet sein. Die Anordnung und die seitliche Herausführung der Hochstromstromanschlüsse
erfolgt in bevorzugter Weise symmetrisch zu einer Mittelebene des Trägers, wobei die
Hochstromwindungen im Träger in mehreren Ebenen angeordnet sind.
[0007] Anhand der Figuren wird an Ausführungsbeispielen die Erfindung noch näher erläutert.
[0008] Es zeigt:
Fig. 1: ein Ausführungsbeispiel eines Trägers (Anschlußträgers), in welchem Hochstromwindungen
des Planartransformators integriert sind;
Fig. 2: ein Ausführungsbeispiel für eine Hochstromwindung;
Fig. 3: Bestandteile eines Ausführungsbeispiels eines Planartransistors; und
Fig. 4: Bestandteile eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Planartransformators.
[0009] Bei den dargestellten Ausführungsbeispiele eines Planartransformators in den Fig.
3 und 4 wird ein Träger 1 verwendet, in welchem eine oder mehrere Hochstromwindungen
3 integriert sind. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen sind zwei Hochstromwindungen
3 in den Träger 1 integriert. Die Hochstromwindungen 3 befinden sich in übereinander
angeordneten Ebenen im Träger 1. Dieser besteht aus Kunststoff und ist insbesondere
durch Kunststoffspritztechnik hergestellt. Der Träger 1 hat die Form eines quadratischen
oder rechteckigen Rahmens, wie aus den Figuren zu ersehen ist. Der Träger 1 kann jedoch
auch als kreisrunder Rahmen oder auch eine andere dem Einsatzzweck angepaßte Form
aufweisen. Dieser Form ist die jeweilige Hochstromwindung 3 angepaßt. Die jeweilige
Hochstromwindung besteht aus einem Formteil, das aus einem leitfähigen Material, insbesondere
Kupfer gebildet ist. In bevorzugter Weise handelt es sich um Stanzteile aus Kupfer.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, ist die jeweilige Hochstromwindung als flache Scheibe
ausgebildet.
[0010] Der rahmenförmige Träger 1 und die in ihm integrierten Hochstromwindungen besitzen
ein Mittelloch 4, durch welches im zusammengebauten Zustand ein Mittelbutzen eines
Magnetkerns 6 ragt. Der in das Mittelloch 4 ragende Teil des Magnetkerns 6 wird von
den Hochstromwindungen 3 umfaßt.
[0011] Anschlüsse 5 in Form von Anschlußlappen sind einstückig an jede Hochstromwindung
3 angeformt. Diese Anschlüsse ragen seitlich aus dem Träger 1. In bevorzugter Weise
ragen die Anschlüsse 5 seitlich aus einem Rahmenteil des Trägers 1 heraus. Die jeweiligen
Anschlüsse 5 verlaufen parallel zueinander. Bei der Anordnung mehrerer Hochstromwindungen
im Träger 1 besitzen diese eine bezüglich einer Mittelebene spiegelbildliche Anordnung
der herausgeführten Anschlüsse 5, wie es insbesondere aus der Fig. 1 zu ersehen ist.
Die Hochstromwindungen können gegeneinander durch Isolierbeschichtung, beispielsweise
Lackierung isoliert sein.
[0012] Am gegenüberliegenden Rahmenteil des Trägers 1 befinden sich Anschlußstifte 2. Diese
dienen zum Anschluß von Windungen in einem Mehrschichtaufbau 7. Der jeweilige Mehrschichtaufbau
kann als Standard-Multilayer ausgebildet sein und, wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist,
an der Oberseite und der Unterseite des Trägers 1 angeordnet werden. Der jeweilige
Mehrschichtaufbau 7 enthält Windungen in Form von Kupferscheiben oder Kupferkaschierungen
auf Kunststoffunterlagen oder anderweitig ausgebildeten ebenen und flachen Leitern,
welche gegeneinander durch Isolierschichten isoliert sind. Es können auch mehrere
Mehrschichtaufbauten 7 (Standard-Mulitlayer) in gestapelter Anordnung zum Einsatz
kommen, wie es im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 gezeigt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist der Stapel der Standard-Mulitlayer auf der Oberseite des Trägers 1 angeordnet.
[0013] Die Anschlußstifte 2 dienen zur Aufnahme und zum Anschluß eines Mehrschichtaufbaus
(Multilayers) oder weiterer Windungsteile. Die Anschlußstücke 2 ragen sowohl an der
Oberseite als auch an der Unterseite aus dem Träger heraus. An der Unterseite des
Trägers kann der Anschluß an die Mutterplatine über die Anschlußstifte 2 stattfinden.
Dies erfolgt mit den gleichen Stiften wie die Kontaktierung mit den Windungsteilen
des Mehrschichtaufbaus 7.
[0014] Hieraus resultiert eine erhebliche Vereinfachung des Mehrschichtaufbaus (Multilayer)
sowie eine starke Verringerung der Gesamtdicke des Mehrschichtaufbaus. Da Durchkontaktierungen
oder Parallelschaltungen nicht mehr erforderlich sind, verringert sich die Gefahr
der Bildung von heißen Stellen (hot spots).
1. Planartransformator mit Hochstromwindungen, einem Mehrschichtaufbau, dessen Schichten
von flachen elektrisch leitenden Windungen und dazwischen angeordneten Isolierungen
gebildet werden, einem von den Windungen umgebenen Magnetkern und einem Träger für
den Mehrschichtaufbau,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochstromwindungen (3) jeweils voneinander isoliert in den Träger (1) mit
herausgeführten elektrischen Stromanschlüssen (5) integriert sind.
2. Planartransformator nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochstromwindungen (3) als flache Formstücke aus einem elektrisch leitfähigen
Material gebildet sind.
3. Planartransformator nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochstromwindungen (3) als Stanzteile ausgebildet sind.
4. Planartransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochstromwindungen (3) aus Kupfer bestehen.
5. Planartransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochstromwindungen (3) bügelförmig ausgebildet sind.
6. Planartransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochstromwindungen (3) in unterschiedlichen Ebenen im Träger (1) angeordnet
sind.
7. Planartransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) die Form eines rechteckigen, quadratischen oder kreisrunden Rahmens
hat, wobei die Anschlüsse (5) der Hochstromwindungen (3) an einer Rahmenseite herausgeführt
sind.
8. Planartransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem Mittelloch (4) des Trägers (1) ein von den Windungen umgebener Teil
des Magnetkerns (6) angeordnet ist.
9. Planartransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochstromwindungen durch eine isolierende Beschichtung gegeneinander isoliert
sind.
10. Planartransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) aus Kunststoff besteht.
11. Planartransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß am Träger (1) weitere Anschlußstifte (2) vorgesehen sind.
12. Planartransformator nach Anspruch 7 und 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Anschlußstifte (2) an der Rahmenseite vorgesehen sind, welcher der
die Anschlüsse (5) der Hochstromwindungen (3) aufweisenden Rahmenseite entgegengesetzt
liegt.
13. Planartransformator nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußstifte (2) durch den Träger (1) hindurchragen.