[0001] Die Erfindung betrifft eine schaltbare elektrische Unterputzeinrichtung, wie Steckdose,
Dimmer oder dergleichen.
[0002] Unterputz-Steckdosen mit Schalter sind nach DIN 49440 bekannt. Als nachteilig ist
jedoch anzusehen, daß bei diesen vorbekannten schaltbaren Unterputzsteckdosen das
Einsetzen in einen herkömmlichen wandseitigen Topf nicht möglich ist, da die Steckdosenaußenabmessungen,
wie Durchmesser und Abdeckungshöhe, durch die integrierten Schalter vergrößert sind.
Auch die Verwendung von Mehrfachkombinationen sind mit diesen vorbekannten UP-Dosen
nicht möglich.
[0003] Demgemäß besteht ein Bedürfnis nach Schaffung einer schaltbaren elektrischen Unterputzeinrichtung,
wie Steckdose, Dimmer oder dergl., die für alle gängigen Unterputzsteckdosenprogramme
verwendet werden kann.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
Bevorzugte Merkmale, die die Erfindung vorteilhaft weiterbilden, sind den nachgeordneten
Ansprüchen zu entnehmen.
[0005] Erfindungsgemäß ist demgemäß ein flachbauendes Schaltermodul zur Unterbrechung des
L-Leiters vorgesehen, dessen Größe in Draufsicht kleiner ist als die horizontale Querschnittsfläche
des Steckdosensockels und das rückseitig an dem Steckdosensockel befestigbar und bei
in herkömmlichen wandseitigen Töpfen eingebauter Einrichtung von außen betätigbar
ist. Durch die Ausbildung als kleinbauendes kompaktes Schaltermodul wird es erstmals
möglich, daß schaltbare Unterputzsteckdosen und Dimmer in allen UP-Dosenprogrammen
ohne weiteres verwendet werden können.
[0006] Bei Ausbildung der elektrischen Unterputzeinrichtung als schaltbare Unterputzsteckdose
ist die Abdeckung einstückig mit einem Steckdosentopf gebildet, und als Unterputzeinrichtungssockel
ist der Steckdosensockel anzusehen. Wenn in der folgenden Beschreibung von Steckdosentopf
nebst Abdeckung und von Steckdosensockel die Rede ist, gelten die Ausführungen in
gleicher Weise für eine Dimmerabdeckung und für den Unterputzdimmersockel mit der
darin enthaltenen Dimmerschaltung.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das Schaltermodul einen
elektrisch leitenden Steckanschluß auf, der mit einer steckdosensockelseitigen Anschlußbuchse,
vorzugsweise der L-Anschlußbuchse, verbindbar ist, wobei der Steckanschluß bevorzugt
in eine rückseitig an dem Unterputzeinrichtungssockel vorgesehene Anschlußbuchse leitend
einsetzbar ist. Hierdurch laßt sich vorteilhaft eine außerordentlich kompakte Verbindung
zwischen dem Sockel und dem Schaltermodul durch einfaches Einstecken erreichen, was
die Herstellung und Montage sowie auch die Nachrüstung von Unterputzsteckdosen und
Dimmer mit derartigen Schaltermodulen erleichtert.
[0008] Um die Schaltfunktion auszuüben, weist das Schaltermodul weiterhin für den L-Leiter
einen Anschluß auf, der über einen Schalter mit dem Steckanschluß elektrisch verbunden
ist. Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist dieser Schalter
an dem Schaltermodul angebracht oder in dem Schaltermodul integriert und mittels eines
Betätigungsorgans im Bereich der Steckdosentopf-Abdeckung schaltbar.
[0009] Der Schalter des Schaltermoduls kann alternativ entweder aus einem Druckschalter
oder einem Drehschalter bestehen, wobei der Druckschalter bevorzugt am/im Schaltermodul
integriert und über eine Betätigungsstange mittels des Betätigungsorgans schaltbar
ist. Bei Ausbildung des Schalters als Drehschalter ist dieser bevorzugt am Schaltermodul
angebracht oder in diesem integriert und mit dem Betätigungsorgan über eine Drehwelle
schaltbar. Hierdurch läßt sich in beiden Fällen eine außerordentlich kompakte Lösung
realisieren, die die Baugröße einer herkömmlichen Unterputzeinrichtung nur unwesentlich
und in einer die Einbausituation nicht beeinträchtigenden Weise vergrößert. Für den
Fall einer Nachrüstung einer vorhandenen Unterputzsteckdose bzw. eines Dimmers ist
es nur erforderlich, die Abdeckung auszutauschen, das Schaltermodul rückseitig einzustecken
und nach Aufsetzen der Abdeckung das Betätigungsorgan auf der Betätigungsstange bzw.
der Drehwelle zu befestigen.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist dabei das Betätigungsorgan
als Dreh- oder Druckknopf ausgebildet und formschlüssig aufsteckbar bzw. aufrastbar.
[0011] Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann zudem vorgesehen
sein, daß die Betätigungsstange bzw. die Drehwelle mit einer Beleuchtungseinrichtung
versehen ist, durch die beispielsweise die Schalterstellung nach außen signalisierbar
ist. Als einfache Lösung bietet sich dabei eine lichtleitende Betätlgungsstange bzw.
Drehwelle mit Diodenlichteinleitung an.
[0012] Durch die Erfindung läßt sich vorteilhaft eine schaltbare Unterputzsteckdose verfügbar
machen, die sich besonders für den Betrieb von Netzteilen eignet. Vorteilhaft lassen
sich mit der erfindungsgemäßen schaltbaren Unterputz-Steckdose Netzteile nach Verwendung
vom Netz trennen, um einem Stromverbrauch im Leerlauf, einer Erwärmung und einem Überladen
von Akkus zu begegnen.
[0013] Durch die erfindungsgemäße schaltbare Unterputzsteckdose wird vorteilhaft das Ziehen
von Netzsteckern überflüssig und dies trägt zu einer Erhöhung der Ordnung am Arbeitsplatz
vorteilhaft bei. In gleicher Weise kann die erfindungsgemäße schaltbare Unterputz-Steckdose
auch vorteilhaft, ggfs. mit Funktionsanzeige, in anderen Bereichen, wie bei Küchenmaschinen,
Bad-, Elektroartikel usw., integrierbar in vorhandene UP-Programme ohne Änderung verwendet
werden.
[0014] Das Schaltermodul besitzt einen L-Anschluß, beispielsweise über eine Schraubklemme
und kann in einfacher Weise nach Befestigen des L-Schaltdrahtes am Modul an den Steckdosensockel
angesteckt werden. Der Schalter ist vorteilhaft auf einer Leiterplatte im Modul angeordnet
oder seitlich an diesem vorgesehen und wird durch Druck- oder Drehbewegung mit einer
durch die Abdeckung der Steckdose und am Tragring vorbei herausgeführten Schaltstange/bzw.
-welle betätigt, um ihn von der Oberfläche der Abdeckung her zu betätigen. Die Welle/Stange
kann zusätzlich die Beleuchtung durch eine Funktionsanzeige beinhalten, und der Schalter
kann vorzugsweise für 16 A und ca. 250 V ausgelegt sein.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer schaltbaren Unterputz-Steckdose
gemäß der Erfindung;
- Figur 2
- eine Seitenansicht auf die Steckdose gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine Explosionsansicht der in Fig. 2 gezeigten Steckdose;
- Figur 4
- eine Unteransicht der Unterputzsteckdose gemäß Figur 1 mit eingestecktem Schaltermodul;
- Figur 4a
- eine Unteransicht der Unterputzsteckdose gemäß Figur 1 ohne Schaltermodul;
- Figur 5
- eine Seitenansicht des Schaltermoduls gemäß Fig. 4; und
- Figur 6
- eine elektrische Verdrahtungsdarstellung für den Anschluß der schaltbaren Unterputz-Steckdose
gemäß Fig. 1.
[0016] In Figur 1 ist in Draufsicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen schaltbaren
Unterputzsteckdose 10 dargestellt. Von der Unterputzsteckdose 10 ist eine annähernd
quadratische Abdeckung 11 dargestellt, die einstückig mit einem Steckdosentopf 12
gebildet ist. Der Steckdosentopf 12 ist gemäß DIN 49440 ausgestaltet und besitzt Buchsenöffnungen
13 und 14, Ausnehmungen 15 und 16 für metallische Nullleiter 17 und 18 eines Steckdosensockels
19, (siehe Fig. 3), seitliche Führungseinformungen 20 und 21 sowie eine mittige Schraubbefestigung
22 zur Befestigung des Steckdosentopfes 12 an dem Steckdosensockel 19. Auf der Abdeckung
11 ist weiterhin ein Drehbetätigungsorgan 23 mit einem Leuchtfenster 24 zu sehen,
wobei das Betätigungsorgan 23, wie aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich, auf einer
Drehwelle 25 befestigt ist.
[0017] Mit 26 ist ein flachbauendes Schaltermodul bezeichnet, das in der Unteransicht gemäß
Fig. 4 eine kleinere Flächengröße hat, als der horizontale Querschnitt des Steckdosensockels
19. Figur 4a zeigt zum Vergleich eine Unteransicht der Unterputzsteckdose 10 ohne
das Schaltermodul 26. Wie weiterhin aus den Figuren 2 bis 4 ersichtlich, ist seitlich
an dem Steckdosenmodul 26 ein Drehschalter 27 befestigt, an den die Drehwelle 25 angreift.
[0018] Der Schaltermodul 26 besitzt weiterhin eine Anschlußklemme 28 zum Anschluß eines
L-Leiters und einen elektrisch leitenden Steckanschluß 29 für die leitende Befestigung
nach Einstecken in die für den L-Anschluß vorgesehene nicht dargestellte rückseitige
Buchse des Steckdosensockels 19. Der Steckanschluß 29 ist über den Schalter 27 mit
der Anschlußbuchse 28 elektrisch verbunden.
[0019] Wie sich weiter im Zusammenhang mit Figur 2 und 3 ergibt, ragt die Drehwelle 25 durch
den Tragring 30 und eine Bohrung 31 in der Abdeckung 11.
[0020] Fig. 6 zeigt schematisch die Anschlußschaltung für die Unterputzsteckdose 10.
[0021] Zum Einschalten der Unterputz-Steckdose 10 ist es erforderlich, den Drehschalter
23 zusammen mit der Drehwelle 25 so weit zu drehen, bis im Schalter 27 die Schaltbewegung
ausgeführt ist. Das Leuchtfenster 24 ist dann aktiviert, wenn die Unterputzsteckdose
eingeschaltet ist.
1. Elektrische Unterputz-Einrichtung wie Steckdose, Dimmer oder dergleichen, mit einer
Abdeckung (11), einem Unterputz-Einrichtungssockel (19) und mit einem rückseitig an
diesem befestigbaren flachbauenden Schaltermodul (26) zur Unterbrechung (27) eines
anzuschließenden L-Leiters, wobei die Größe des Schaltermoduls (26) in Draufsicht
kleiner als die horizontale Querschnittsfläche des Unterputz-Einrichtungssockels (19)
ist, und wobei das Schaltermodul (26) bei eingebauter Unterputz-Einrichtung von außen
betätigbar ist.
2. Unterputz-Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltermodul
(26) einen elektrisch leitenden Steckanschluß (29) aufweist, der mit einer einrichtungssockelseitigen
Anschlußbuchse, vorzugsweise der L-Anschlußbuchse, verbindbar ist.
3. Unterputz-Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckanschluß
(29) in eine rückseitige, in dem Einrichtungssockel (19) vorgesehene Anschlußbuchse
leitend einsetzbar ist.
4. Unterputz-Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltermodul (26) für den L-Leiter einen Anschluß (28) aufweist, der über
einen Schalter (27) mit dem Steckanschluß (29) elektrisch verbunden ist.
5. Unterputz-Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltermodul (26) einen Schalter (27) aufweist, der mittels eines Betätigungsorgans
(23) im Bereich der Abdeckung (11) schaltbar ist.
6. Unterputz-Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (27)
aus einem Druckschalter besteht.
7. Unterputz-Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckschalter
am/im Schaltermodul (26) über eine Betätigungsstange (25) mittels des Betätigungsorgans
schaltbar ist.
8. Unterputz-Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter aus
einem Drehschalter (27) besteht.
9. Unterputz-Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschalter
(27) am/im Schaltermodul (26) integriert und mit dem Betätigungsorgan (23) über eine
Drehwelle (25) schaltbar ist.
10. Unterputz-Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungsorgan (23) als Dreh- oder Druckknopf ausgebildet ist.
11. Unterputz-Einrichtung nach Anspruch 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange
bzw. die Drehwelle (25) mit einer Beleuchtungseinrichtung versehen ist.
12. Unterputz-Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan
(23) eine Beleuchtung aufweist.