[0001] Die Erfindung betrifft einen Warenträger, insbesondere einen Kleiderbügel, mit einem
Trägerkörper und einem am Trägerkörper drehbar gelagerten, auszugssicher festgelegten
Aufhängehaken, der einen Schaft mit einem innerhalb des Trägerkörpers angeordneten
Halteabschnitt mit einem rotationsasymmetrischen Querschnitt aufweist.
[0002] Unter dem Betriff "Warenträger" sind alle Tragvorrichtungen zu verstehen, die einen
Trägerkörper zur Aufnahme eines Gegenstandes oder einer Ware aufweisen und die mittels
des Aufhängehakens an eine übergeordnete Tragstruktur, beispielsweise eine Tragstange,
ein Gestell etc. aufgehängt werden können. Beispielhaft soll im folgenden von einem
Kleiderbügel ausgegangen werden, jedoch ist die Erfindung darauf nicht beschränkt.
[0003] Kleiderbügel besitzen in der Regel einen Bügelkörper aus Kunststoff, Holz oder Metall
sowie einen Aufhängehaken aus Metall. Um den Aufhängehaken an einem Bügelkörper aus
Kunststoff festzulegen, kann er einerseits mit dem Kunststoff-Material des Bügelkörpers
umspritzt werden und somit formschlüssig in diesem gehalten sein. Andererseits ist
es auch bekannt, den Aufhängehaken nachträglich in den Bügelkörper einzubringen, was
beispielsweise durch Einschlagen oder Eindrücken geschehen kann, wobei der Aufhängehaken
dann über Rippen oder widerhakenartige Vorsprünge gegen ein Herausziehen aus dem Bügelkörper
gesichert ist.
[0004] Um den Kleiderbügel in automatischen Sortier- und Förderanlagen, wie sie bei der
Bekleidungsindustrie Verwendung finden, zuverlässig einsetzen zu können, soll der
Aufhängehaken drehtest oder zumindest drehsicher am Bügelkörper angebracht sein. Zu
diesem Zweck ist es bekannt, eine Drehsicherung des Aufhängehakens dadurch zu bilden,
daß am Aufhängehaken durch Quetschen seitlich vorstehende Ohren gebildet sind, die
in das Kunststoff-Material eingebettet werden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß Kunden
in Kaufhäusern oder Geschäften häufig unter Aufbringung relativ großer Kräfte versuchen,
den Aufhängehaken in eine um 90° zum Bügelkörper gedrehte Stellung zu bringen, um
die Kleidungsstücke seitlich an einem Kleiderständer oder einem Gestell aufhängen
und somit besser betrachten zu können. Dadurch wird die Drehsicherung zerstört, so
daß der Aufhängehaken frei drehbar ist und in den Sortier- und Förderanlagen der Bekleidungsindustrie
nicht mehr verwendet werden kann.
[0005] Um sowohl den Interessen der Bekleidungsindustrie nach einer sicheren, drehfesten
Halterung des Aufhängehakens als auch den Kundenwünschen nach einer Verstellbarkeit
des Aufhängehakens in gewissen Umfang gerecht zu werden, ist in der DE 93 19 409 U1
ein Kleiderbügel beschrieben, der an seinem unteren Ende einen polygonförmigen Ansatz
aufweist, mit dem er in das Kunststoff-Material des Bügelkörpers eingebettet ist.
Aufgrund des polygonförmigen, rotationsasymmetrischen Ansatzes des Aufhängehakens
ist eine freie Drehbarkeit des Aufhängehakens verhindert. Wenn jedoch eine ausreichend
große Drehkraft auf den Aufhängehaken ausgeübt wird, verformt sich das umgebende Kunststoff-Material
des Bügelkörpers, wodurch der Aufhängehaken verdreht werden kann, bis er in die nächste,
durch die Polygonform bestimmte Drehstellung einrastet. Somit kann der Aufhängehaken
in verschiedene Drehstellungen relativ zum Bügelkörper gebracht werden, wobei er in
jeder Drehstellung sicher gehalten ist und nur unter Aufbringung großer Drehmomente
verstellt werden kann. Wenn die Polygonform mit einer geringen Anzahl an Ecken, beispielsweise
als Viereck, ausgebildet ist, sind die bei der Drehverstellung des Aufhängehakens
auftretenden Spannungen im Bügelkörper sehr groß, so daß die Gefahr besteht, daß der
Bügelkörper bei der Verstellung des Aufhängehakens gesprengt wird. Wenn die Anzahl
der Ecken zur Vermeidung der vorgenannten Probleme entsprechend erhöht wird, tritt
das Problem auf, daß das Kunststoff-Material des Bügelkörpers in der Umgebung des
polygonförmigen Ansatzes des Aufhängehakens bei dessen Verstellung in relativ kurzer
Zeit abgetragen wird, so daß sich eine freie Drehbarkeit des Aufhängehakens einstellt,
wodurch dieser nicht mehr für Förderanlagen tauglich ist. Darüber hinaus ist die Ausbildung
des polygonförmigen Ansatzes am unteren Ende des Aufhängehakens aufwendig, wodurch
die Herstellung des Kleiderbügels teuer ist.
[0006] Aus der DE 296 14 237 U1 ist es bekannt, den am Bügelkörper drehbar gelagerten Aufhängehaken
mit einem unterseitig angeformten Hülsenteil mit Ausnehmungen zu versehen, in die
eine als Feder wirkende Halteklemme eingreift. Auf diese Weise ist eine Rastverbindung
geschaffen, die den Aufhängehaken in bevorzugten Drehstellungen unter Federkraft hält
und die eine Verstellung des Aufhängehakens unter Überwindung der Federkraft zuläßt.
Hiermit ist jedoch der Nachteil verbunden, daß der konstruktive und montagetechnische
Aufwand durch das Anformen des Hülsenteils an den Aufhängehaken und die separate Vorfertigung
der Halteklemme sowie deren nachträgliche Montage sehr hoch ist, wodurch die Herstellung
des Kleiderbügels zeit- und kostenintensiv wird.
[0007] Auch die GB 2 233 888 A zeigt einen Kleiderbügel mit einem Aufhängehaken, an dessen
unterem Ende eine separate Hülse montiert wird, die radial nach außen weisende Vorsprünge
besitzt und mit diesen in entsprechende Ausnehmungen des Bügelkörpers einrasten kann.
Auch hierbei muß somit eine spezielle Hülse vorgesehen werden, wodurch der Herstellungsaufwand
sehr hoch ist, und die Hülse erfordert in dem Bereich des Bügelkörpers, in dem sie
mit diesem in Eingriff steht, eine relativ große Bügelkörperdicke, weshalb gemäß der
GB 2 233 888 A im Bügelkörper ein verstärkter, verbreiteter Aufnahmebereich ausgebildet
ist.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Warenträger und insbesondere einen
Kleiderbügel mit verstellbarem Aufhängehaken zu schaffen, der eine ausreichende Drehsicherung
des Aufhängehakens relativ zum Bügelkörper gewährleistet und in einfacher Weise herstellbar
ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Warenträger gemäß Anspruch 1 gelöst,
wobei der rotationsasymmetrische Querschnitt von einer Umformung des Halteabschnittes
gebildet ist und der rotationsasymmetrische Halteabschnitt zumindest teilweise an
einer Wandung des Trägerkörpers insbesondere unter Vorspannung anliegt.
[0010] Erfindungsgemäß wird der Aufhängehaken, der auszugssicher und drehbar in dem Bügelkörper
gelagert ist, in dem Halteabschnitt seines Schaftes so verformt bzw. umgeformt, daß
er während der Drehbewegung an einer Wandung des Trägerkörpers unter Vorspannung entlanggeführt
wird, wobei die dabei auftretenden Reibungskräfte als bei der Drehbewegung zu überwindenden
Bremskräfte dienen, die so dimensioniert sein können, daß der Aufhängehaken einerseits
bei der Einwirkung von Kräften, wie sie beispielsweise in automatischen Förderanlagen
auftreten, drehsicher gehalten ist, jedoch bei Aufbringung höherer Drehmomente eine
Drehverstellung des Aufhängehakens relativ zum Trägerkörper möglich ist, ohne den
Trägerkörper dabei zu beschädigen. Die Ausgestaltung des rotationsasymmetrischen Halteabschnittes
des Schaftes des Aufhängehakens und der mit diesem in Anlage stehenden Wandung des
Trägerkörpers bewirken in Kombination, daß der Aufhängehaken mit definierter Kraft
gehalten ist und mit definiertem Drehmoment verstellt werden kann, wobei er entweder
stufenlos in beliebiger Drehstellung oder in bevorzugten Positionen, vorzugsweise
in einer Ausrichtung von 90°, 180°, 270° und 360° zum Trägerkörper gehalten ist. Die
Form des rotationsasymmetrischen Halteabschnittes des Aufhängehakens und der Wandung
des Trägerkörpers können so aufeinander abgestimmt sein, daß ein vorbestimmter Drehwiderstand,
d.h. entweder eine leichtgängige oder eine schwergängige Verstellung, definiert erreicht
werden.
[0011] Dabei ist erfindungsgemäß der weitere Vorteil gegeben, daß die Brems- und Haltekräfte
direkt zwischen dem Aufhängehaken und dem Trägerkörper auftreten, ohne daß zusätzliche
Bauteile vorgefertigt oder montiert werden müssen. Darüber hinaus läßt sich die erfindungsgemäße
Ausgestaltung in die bekannten Herstellungsverfahren und -abläufe in einfacher Weise
integrieren, so daß eine insgesamt sehr kostengünstige Herstellung möglich ist.
[0012] Der Aufhängehaken wird üblicherweise aus einem metallenen Runddraht gebogen und besitzt
ein oberes Augen- oder Hakenteil, an dessen unterem Ende sich ein linearer Schaft
anschließt. Der Schaft bildet dabei zugleich die Drehachse des Aufhängehakens.
[0013] In einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der rotationsasymmetrische
Halteabschnitt des Schaftes des Aufhängehakens von zumindest einer radialen Ausbiegung
des Schaftes gebildet ist. Diese wird dadurch erreicht, daß der Schaft an wenigstens
einer Stelle seitlich aus seiner Achse ausgelenkt wird, so daß eine radial seitlich
vorstehende Ausbiegung gebildet ist. Vorzugsweise weist der Schaft auf entgegengesetzten
Seiten jeweils zumindest eine entsprechende Ausbiegung auf, die jeweils mit der Wandung
des Trägerkörpers in Anlage stehen, so daß für den Aufhängehaken eine gute Abstützung
und Ausrichtung auch während der Drehverstellung gegeben ist.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform weist der Schaft eine Ausbiegung mit einem gleichmäßigen
Krümmungsradius auf. Dies gibt die Möglichkeit, den Schaft mit der Ausbiegung in den
Trägerkörper satt einzusetzen oder einzubetten. Bei Drehen des Aufhängehakens verformt
sich der Schaft und/oder der Trägerkörper elastisch. Da die Ausbiegung bei einem großen
Krümmungsradius' nur einen relativ kleinen Verformungsweg bei gleichwohl merklichem
Drehwiderstand mit sich bringt, erfolgt beim Zurückdrehen des Aufhängehakens eine
vollständige Rückstellung.
[0015] Der gekrümmte Schaft kann beispielsweise in eine Bohrung mit anderem Krümmungsradius
eingesetzt und dadurch unter Vorspannung gesetzt werden. Vorzugsweise kann der Schaft
auch in den Trägerkörper eingespritzt sein und erst beim Verdrehen in die andere Position
vorgespannt werden.
[0016] Statt den den Aufhängehaken bildenden Draht vollständig seitlich auszulenken, kann
der Schaft zur Bildung des rotationsasymmetrischen Halteabschnitts auch über einen
Teil seiner Länge axial geschlitzt sein, wobei die dadurch gebildeten Stege des Schaftes
jeweils zu entgegengesetzten Seiten radial nach außen ausgestellt bzw. auf geweitet
werden.
[0017] In einer weiteren möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der rotationsasymmetrische
Halteabschnitt des Aufhängehakens von zumindest einem radial vorstehenden Vorsprung
gebildet ist, der insbesondere durch Quetschung und/oder Stauchung des Aufhängehakens
in an sich bekannter Weise ausgebildet werden kann. Auch hierbei hat es sich bewährt,
statt eines einzelnen Vorsprunges mehrere entsprechende Vorsprünge vorzusehen, die
über den Umfang des Schaft verteilt und vorzugsweise gleich verteilt sind.
[0018] Neben den genannten Ausbiegungen, Aufweitungen und Vorsprüngen kann der rotationsasymmetrische
Halteabschnitt des Aufhängehakens jedoch auch dadurch erreicht werden, daß dessen
Querschnitt zumindest abschnittsweise elliptisch, polygonartig und somit unrund ist.
[0019] Die auszugssichere Befestigung des Aufhängehakens am Trägerkörper kann in bekannter
Weise auf verschiedene Arten ausgeführt werden. Einerseits ist es möglich, an dem
Aufhängehaken ein Ringgewinde auszubilden, das mit dem Material des Trägerkörpers
derart in Eingriff tritt, daß eine Drehung des Aufhängehakens möglich, eine axiale
Verstellung, d.h. ein Ausziehen, des Hakens jedoch verhindert ist. Alternativ kann
der Aufhängehaken jedoch auch von oben durch den Trägerkörper hindurchgesteckt und
dann an seinem unteren Ende durch Ausbildung eines Kopfes auszugssicher gehalten sein.
[0020] In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der rotationsasymmetrischen
Halteabschnitt des Schaftes des Aufhängehakens in einer Ausnehmung des Trägerkörpers
angeordnet ist, deren Querschnitt größer als der Durchmesser des den Aufhängehaken
bildenden Drahtes oder Stangenmaterials ist, wobei es sich einerseits um eine zylindrische
Ausnehmung mit Kreisquerschnitt handeln kann. Der rotationsasymmetrische Halteabschnitt
des Aufhängehakens liegt an der Innenwandung der Ausnehmung unter voreingestellter
Vorspannung an, so daß über den gesamten Verstellbereich eine gleichmäßige Bremskraft
gegeben ist, wobei der Aufhängehaken stufenlos verstellt werden kann und jede Drehstellung
einnehmen kann.
[0021] Da in der Praxis üblicherweise nur vorbestimmte Drehstellungen des Aufhängehakens,
beispielsweise in der Vertikalebene des Trägerkörpers liegend sowie senkrecht dazu,
gewünscht sind, kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, über die Querschnittsgestaltung
der Ausnehmung die bevorzugten Ausrichtungen des Aufhängehakens vorzugeben. Dies ist
beispielsweise dann gegeben, wenn die Ausnehmung einen Polygon-Querschnitt insbesondere
in Form eines Vierecks aufweist.
[0022] Eine vorbestimmte Festlegung gewünschter Ausrichtungen des Aufhängehakens läßt sich
in Weiterbildung der Erfindung auch dadurch erreichen, daß die Ausnehmung in ihrer
Wandung eine oder mehrere Vertiefungen aufweist, in die der Aufhängehaken mit seinem
rotationsasymmetrischen Halteabschnitt einführbar ist und die eine vorbestimmte Position
des Aufhängehakens definieren. Bei Drehung des Aufhängehakens kann dieser aufgrund
seiner radialen Vorspannung gegenüber der Wandung des Trägerteils in die Vertiefung
einrasten, so daß eine erhöhte Betätigungskraft notwendig ist, um den Aufhängehaken
aus der Rastung mit der Vertiefung zu lösen und in eine neue Drehposition zu verstellen.
[0023] Üblicherweise besteht der Trägerkörper eines Kleiderbügels genannten Aufbaus aus
Kunststoff, jedoch kann er auch aus Metall oder Holz bestehen, um die erfindungsgemäßen
Vorteile zu erreichen. Wenn der Trägerkörper aus Kunststoff besteht, kann das Problem
auftreten, daß bei einer relativ hohen Vorspannung des rotationsasymmetrischen Halteabschnitts
des Aufhängehakens gegen die Wandung des Trägerkörpers nach längerem Gebrauch sich
an diesem ein Materialverschleiß einstellt. Dem kann in Weiterbildung der Erfindung
entgegengewirkt werden, wenn die Wandung der Ausnehmung mit einer Abdeckung versehen
ist, die aus einem härteren Material als der Trägerkörper, beispielsweise aus Metall
besteht. Eine entsprechende Abdeckung kann in konstruktiv einfacher Weise erreicht
werden, wenn in die Ausnehmung eine die Abdeckung bildende rohrförmige Hülse eingesetzt
wird, wobei über die Wahl des Materials der Hülse und über die Wahl deren Wandstärke
die Brems- bzw. Haltekraft eingestellt werden kann, mit der der Aufhängehaken mit
seinem rotationsasymmetrischen Halteabschnitt innenseitig an der Hülse anliegt.
[0024] Eine weitere Anpassung der Feder- bzw. Elastizitätseigenschaften der Wandung der
Ausnehmung läßt sich dadurch erreichen, daß in dem die Ausnehmung begrenzenden Material
des Trägerkörpers, d.h. von der Wandung der Ausnehmung in das Innere des Trägerkörpers
versetzt, eine oder mehrere Aussparungen ausgebildet sind. Die Aussparungen bewirken,
daß die Innenwandung der Ausnehmung sich leichter radial nach außen verformen läßt,
wodurch die für den Aufhängehaken wirksame Brems- bzw. Haltekraft verringert und auf
ein gewünschtes Maß eingestellt werden kann. Über die Größe, die Anzahl und die Lage
der Aussparungen relativ zur Wandung der Ausnehmung lassen sich die Federeigenschaften
der Wandung der Ausnehmung verändern.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Ausnehmung
auf der Oberseite und/oder der Unterseite des Trägerkörpers in einen hervorstehenden
Kragen übergeht und daß der rotationsasymmetrische Halteabschnitt des Aufhängehakens
im Bereich des Kragens an der Wandung der Ausnehmung anliegt. Die Elastizitätseigenschaften
des Kragens hängen einerseits von seiner Kraglänge sowie seiner Dicke in radialer
Richtung ab. Durch entsprechende Auswahl dieser Abmessungen lassen sich die zwischen
dem Aufhängehaken und der Innenwandung der Ausnehmung bzw. des Kragens wirksamen Brems-
und Haltekräfte in gewünschter Weise einstellen. Wenn beispielsweise die radiale Dicke
des Kragens relativ groß ist, sind die Federeigenschaften im wesentlichen durch die
Eigenelastizität des Materials des Trägerkörpers bzw. des Kragens bestimmt. Mit abnehmender
radialer Dicke des Kragens wird dieser für entsprechend gerichtete Belastungen weicher,
wodurch auch die Bremskraft des Aufhängehakens verringert ist.
[0026] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Aufhängehaken
in seinem rotationsasymmetrischen Halteabschnitt in einem Teilbereich seines Umfanges
freiliegt, wobei es sich vorzugsweise um den halben Umfang des rotationsasymmetrischen
Halteabschnitts handelt, und in einem anderen Teilbereich seines Umfanges an einer
vorzugsweise elastisch nachgiebigen Wand des Trägerkörpers anliegt. Die elastisch
nachgiebige Wand des Trägerkörpers stellt eine Art Blattfeder dar, deren Federeigenschaften
über die Wandstärke sowie die Ausbildung von einer oder mehreren Durchbrechungen in
gewünschter Weise voreingestellt werden kann. Darüber hinaus kann die Wand über spezielle
Stege am Trägerkörper angeformt sein, wobei die Verformungseigenschaften der Stege
die Gesamt-Elastizität der Wand wesentlich mit beeinflussen und somit eine weitere
Möglichkeit darstellen, die Bremskraft des Aufhängehakens in gewünschter Weise voreinzustellen.
[0027] Um für den Aufhängehaken relativ zur Wand und somit zum Trägerkörper eine vorbestimmte
Position zu definieren, kann die Wand eine Vertiefung aufweisen, in die der Aufhängehaken
mit seinem rotationsasymmetrischen Abschnitt einführbar ist bzw. einrastet.
[0028] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
- Figur 1
- die Festlegung eines Aufhängehakens in einem Trägerkörper im Vertikalschnitt gemäß
einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Figur 2
- den Schnitt II-II in Figur 1,
- Figur 3
- eine Abwandlung der Ausgestaltung gemäß Figur 2,
- Figur 4
- eine Weiterbildung der Ausgestaltung gemäß Figur 2,
- Figur 5
- die Festlegung eines Aufhängehakens in einem Trägerkörper im Vertikalschnitt gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Figur 6
- den Schnitt VI-VI in Figur 5,
- Figur 7
- eine Abwandlung der Ausgestaltung gemäß Figur 6,
- Figur 8
- die Festlegung eines Aufhängehakens in einem Trägerkörper im Vertikalschnitt gemäß
einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Figur 9
- eine Weiterbildung der Ausgestaltung gemäß Figur 5,
- Figur 10
- den Schnitt X-X in Figur 9,
- Figur 11
- die Festlegung eines Aufhängehakens in einem Trägerkörper im Vertikalschnitt gemäß
einem vierten Ausführungsbeispiel,
- Figur 12
- eine Abwandlung der Ausgestaltung gemäß Figur 11,
- Figur 13
- eine ausschnittsweise Seitenansicht eines Kleiderbügels gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel,
- Figur 14
- den Schnitt XIV-XIV in Figur 13,
- Figur 15
- den Schnitt XV-XV in Figur 14,
- Figur 16
- eine Figur 14 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Ausgestaltung,
- Figur 17
- den Schnitt XVII-XVII in Figur 16,
- Figur 18
- eine Figur 14 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Ausgestaltung,
- Figur 19
- den Schnitt XIX-XIX in Figur 18,
- Figur 20
- eine Figur 18 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Ausgestaltung,
- Figur 21
- den Schnitt XXI-XXI in Figur 20,
- Figur 22
- den Kleiderbügel gemäß Figur 20 während der Herstellung bei eingefahrenen Schiebern,
- Figur 23
- den Kleiderbügel gemäß Figur 22 mit herausgezogenen Schiebern,
- Figur 24
- eine alternative Möglichkeit zur Herstellung des Kleiderbügels mit eingefahrenen Schiebern,
- Figur 25
- den Kleiderbügel gemäß Figur 24 mit herausgezogenen Schiebern und Kern,
- Figur 26
- eine ausschnittsweise Seitenansicht eines Kleiderbügel gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel,
- Figur 27
- den Schnitt XXVII-XXVII in Figur 26;
- Figur 28
- den Schnitt XXVIII-XXVIII in Figur 27;
- Figur 29
- eine gegenüber Figur 1 abgewandelte Ausführung im Längsschnitt;
- Figur 30
- eine gegenüber Figur 29 weiterhin modifizierte Ausführung im Längsschnitt;
- Figur 31
- einen Längsschnitt einer Ausführungsform mit eingespritzem Aufhängehaken und
- Figur 32
- einen Querschnitt zu der Darstellung gemäß Figur 31.
[0029] Gemäß dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung
besitzt ein Warenträger 10 insbesondere in Form eines Kleiderbügels einen aus Kunststoff
bestehenden Trägerkörper 11, auf den in nicht dargestellter Weise eine Ware, z.B.
ein Kleidungsstück, aufgehängt werden kann. Der Trägerkörper 11 weist auf seiner Oberseite
eine sich im wesentlichen vertikal nach unten erstreckende Ausnehmung 12 mit einem
Kreisquerschnitt (siehe Figur 2) bildet. An ihrem oberen Einführende besitzt die Ausnehmung
12 eine Querschnittsverengung 12c.
[0030] Ein aus Metalldraht bestehender Aufhängehaken 13 ist in seinem oberen Bereich zu
einem Hakenauge 13b geformt, an das sich am unteren Ende ein im wesentlichen vertikaler
Schaft 13a anschließt, der an seinem unteren Ende ein Ringgewinde 13d trägt. In einem
Halteabschnitt 13c seiner Länge ist der Schaft 13a rotationsasymmetrisch ausgebildet,
indem der Draht S-artig unter Bildung von zwei zu entgegengesetzten Seiten radial
vorstehenden Ausbiegungen 14 verformt ist. Das Maß, um das die Ausbiegungen 14 radial
von der Längs- und Drehachse des Schaftes 13a des Aufhängehakens 13 vorstehen, ist
gleich oder etwas größer als der Radius des kreisförmigen Querschnittes der Ausnehmung
12.
[0031] Der Aufhängehaken 13 ist am Trägerkörper 11 auszugssicher befestigt, indem das Ringgewinde
13d im Bereich des Bodens der Ausnehmung 12 in das Material des Trägerkörpers 11 eingeschlagen
oder eingespritzt ist. Wie Figur 1 zeigt, liegen die Außenflächen der radial vorstehenden
Ausbiegungen 14 an der Innenwandung 12a der Ausnehmung 12 unter Vorspannung an, so
daß an diesen Anlagepunkten eine Reibungskraft auftritt, die bei einer Verdrehung
des Aufhängehakens 13 als Bremskraft wirkt und überwunden werden muß. Da bei diesem
Ausführungsbeispiel die Ausnehmung 12 einen Kreisquerschnitt besitzt, kann der Aufhängehaken
13 in allen beliebigen Winkelpositionen relativ zum Trägerkörper 11 eingestellt werden,
wobei jeweils die gleiche Brems- oder Haltekraft auftritt. Die Größe der oberen Querschnittsverengung
12c der Ausnehmung 12 ist gleich oder etwas größer als der Durchmesser des den Aufhängehaken
13 bildenden Drahtes, so daß der Aufhängehaken 13 bei der Drehbewegung zuverlässig
zentriert und abgestützt ist.
[0032] Figur 3 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß den Figuren 1 und 2
und unterscheidet sich von diesen lediglich dadurch, daß die Ausnehmung 12 statt eines
Kreisquerschnittes nunmehr einen Polygonquerschitt in Form eines Quadrates besitzt.
Die Außermittigkeit der Ausbiegungen 14 des Aufhängehakens sind dabei zusammen etwas
kleiner als die Diagonale des Quadratquerschnitts, so daß der Aufhängehaken in den
bevorzugten Drehstellungen, in denen er sich in Richtung einer der Diagonalen erstreckt,
ohne oder mit nur geringer Vorspannung mit der Wandung 12a der Ausnehmung 12 in Anlage
steht, während zur Verstellung des Aufhängehakens ein hohes Drehmoment aufgebracht
werden muß, um die Ausbiegungen 14 und/oder das Material des Trägerkörpers 11 im Bereich
der Seitenwandungen der Ausnehmung 12 elastisch zu verformen. Auf diese Weise ist
der Vorteil gegeben, daß der Aufhängehaken einerseits in seinen bevorzugten Drehstellungen
sicher gehalten ist und nur bei Aufbringung eines hohen Drehmomentes aus diesen verstellt
werden kann, andererseits steht das Kunststoff-Material des Trägerkörpers 11 in den
bevorzugten Gebrauchsstellungen des Aufhängehakens unter einer nur sehr geringen Spannung
infolge des Aufhängehakens, so daß die bei Dauerbelastung auftretenden Veränderungen
der Materialeigenschaften des Kunststoffes, insbesondere der Abbau der Elastizitätseigenschaften,
nicht auftreten.
[0033] Auch Figur 4 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Querschnitts der Ausnehmung
12, wobei hier ebenfalls ein Kreisquerschnitt der Ausnehmung 12 vorgesehen ist, jedoch
auf der Innenwandung 12a über den Umfang verteilt acht radial nach außen weisende
Vertiefungen 12b ausgebildet sind. Die acht Vertiefungen 12b definieren acht verschiedene
Drehstellungen des Aufhängehakens 13, wobei die lichte Weite zwischen gegenüberliegenden
Vertiefungen 12b im wesentlichen gleich der Gesamt-Außermittigkeit der beiden Ausbiegungen
14 ist, so daß der Aufhängehaken 13 auf das Material des Trägerkörpers 11 keine oder
eine nur geringe Vorspannung ausübt, wenn die Ausbiegungen 14 in die Vertiefungen
12b eingreifen. Bei Verdrehung des Aufhängehakens 13 müssen die Ausbiegungen 14 unter
ihrer gleichzeitigen, radial nach innen gerichteten, elastischen Verformung über die
angrenzende Innenwandung 12a der Ausnehmung 12 geführt werden, bis sie in die nächsten
Vertiefungen 12b einrasten. Auch hier ist der Vorteil gegeben, daß das Material des
Trägerkörpers 11 in den normalen Gebrauchsstellungen des Aufhängehakens nicht unter
hoher Vorspannung steht.
[0034] Während bei den bisher gezeigten Ausführungsbeispielen der asymmetrische Halteabschnitt
13c des Schafts 13a des Aufhängehakens 13 von radial vorstehenden Ausbiegungen gebildet
ist, zeigt Figur 5 eine alternative Ausgestaltung, wobei der Halteabschnitt 13c des
Schaftes 13a vier über den Umfang gleichverteilte, radiale Vorsprünge 15 aufweist,
die vorzugsweise durch mechanische Umformung des Schaftquerschnittes gebildet werden.
Die Größe der Vorsprünge ist so dimensioniert, daß der Abstand zwischen den äußeren
Enden gegenüberliegender Vorsprünge etwas größer als die lichte Weite der Ausnehmung
12 ist, so daß die Vorsprünge 15 unter Vorspannung an der Innenwandung 12a der Ausnehmung
12 anliegen. Auch hierbei kann neben einem in Figur 6 dargestellten Kreisquerschnitt
der Ausnehmung 12 auch ein Polygonquerschnitt gemäß Figur 3 oder ein Kreisquerschnitt
mit radialen Vertiefungen gemäß Figur 4 vorgesehen sein, wobei letzteres in einer
speziellen Ausgestaltung in Figur 7 dargestellt ist. Hierbei sind in der Innenwandung
12a der Ausnehmung 12 vier um jeweils 90° versetzte Vertiefungen 12b vorgesehen, die
bevorzugte Soll-Positionen des Aufhängehakens definieren, wie es bereits im Zusammenhang
mit Figur 4 beschrieben wurde.
[0035] Figur 8 zeigt eine weitere Alternative zur Ausgestaltung des rotationsasymmetrischen
Halteabschnitts 13c des Schaftes 13a des Aufhängehakens 13. Hierbei ist der Schaft
in einem Teilbereich seiner Länge mittig geschlitzt und dann gestaucht, wobei im geschlitzten
Bereich die Teilstränge des Schaftes durch die Stauchung radial nach außen ausweichen
und zu entgegengesetzten Seiten weisende Ausbiegungen 14 bilden, wobei deren Funktionsweise
den bereits in den vorgenannten Ausführungsbeispielen beschriebenen Ausbiegungen entspricht.
[0036] Der Trägerkörper kann grundsätzlich aus jedem beliebigen Material, insbesondere Metall
oder Holz gebildet sein, aus Kostengründen besteht er jedoch meist aus Kunststoff
und ist durch Spritzgießen hergestellt. Auch für den Aufhängehaken ist neben einem
Stahldraht auch die Verwendung anderer Materialien, insbesondere faserverstärkter
Kunststoffe denkbar. Wenn der Aufhängehaken aus einem härteren Material als der Trägerkörper
besteht, ist die Gefahr gegeben, daß im Laufe der Betriebszeit an der Innenwandung
der Ausnehmung ein Verschleiß oder Abrieb auftritt, wodurch die Halte- und Bremskräfte
des Aufhängehakens reduziert sind. Dies läßt sich vermeiden, wenn die Innenwandung
der Ausnehmung mit einer Abdeckung und insbesondere einer rohrförmigen Hülse versehen
ist, die aus einem härteren Material als der Trägerkörper 11 besteht.
[0037] Zusätzlich oder alternativ zu der Einstellung der Elastizitätseigenschaften und somit
der Bremskräfte mittels einer Hülse lassen sich diese auch durch die Formgebung der
Ausnehmung einstellen. Ein Ausführungsbeispiel dafür ist in den Figuren 9 und 10 dargestellt.
Hierbei ist wieder beispielhaft von einer Ausnehmung mit einem Kreisquerschnitt ausgegangen,
jedoch sind in gleicher Weise auch andere Querschnittsformen denkbar.
[0038] Im Material des Trägerkörpers 11 sind konzentrisch zur Ausnehmung 12 Aussparungen
17 vorgesehen, die sich jeweils über einen Teilumfang der Ausnehmung 12 erstrecken
und miteinander nicht in Verbindung stehen. Zwischen jeder Aussparung 17 und der Ausnehmung
12 ist somit eine Wand 11a gebildet, deren eine Oberfläche einen Teilabschnitt der
Innenwandung 12a der Ausnehmung 12 bildet. In Abhängigkeit von der Größe der Aussparung
17 und ihrem Abstand von der Ausnehmung 12, d.h. der Dicke der Wand 11a lassen sich
die Elastizitätseigenschaften der Wand 11a in vorbestimmter Weise verändern, wodurch
sich die infolge der Anlage der Ausbiegungen 14 bzw. Vorsprünge 15 des Aufhängehakens
13 an der Innenwandung 12a der Ausnehmung 12 einstellenden Bremskräfte in vorbestimmter
Weise einstellen lassen.
[0039] Figur 11 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das sich von den vorgenannten Ausführungsbeispielen
im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß auf der Oberseite des Trägerkörpers 11
ein eine Verlängerung der Ausnehmung 12 bildender, hervorstehender Kragen 18 angeformt
ist, der insbesondere als umlaufender Ring ausgestaltet ist. Die radial vorstehenden
Ausbiegungen oder wie im dargestellten Fall die radial vorstehenden Vorsprünge 15
des Aufhängehakens liegen im Bereich des Kragens 18 an der Innenwandung 12a der Ausnehmung
12 unter Vorspannung an, wobei die dabei auftretenden Halte- und Bremskräfte unter
anderem auch durch die Verformungseigenschaften des Kragens 18 bestimmt sind. Über
die frei auskragende Höhe des Kragens 18 und über dessen Wandstärke lassen sich die
Elastizitätseigenschaften des Kragens verändern und in gewünschter Weise einstellen.
[0040] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 12 unterscheidet sich von dem gemäß Figur 11
lediglich dadurch, daß hier ein entsprechender Kragen 19 an der Unterseite des Trägerkörpers
11 ausgebildet ist und sich die Ausnehmung 12 durch den gesamten Trägerkörper 11 erstreckt.
Der Aufhängehaken 13 ist auszugssicher am Trägerkörper 11 montiert, indem er die Ausnehmung
vollständig durchgreift und an seinem unteren Ende zu einer Schlaufe 13e geformt ist,
deren Abmessungen größer als der Durchmesser der Ausnehmung 12 ist. Auch hierbei liegen
die Vorsprünge 15 innenseitig am Kragen 19 an, mit dessen Dimensionierung sich die
Brems- und Haltekräfte variieren lassen.
[0041] Die Figuren 13 bis 15 zeigen eine weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei
hier ein Aufhängehaken 13 genannten Aufbaus vorhanden ist, der an seinem unteren Ende
ein Ringgewinde 13d aufweist, mit dem er im Material des Trägerkörpers 11 drehbar,
jedoch auszugsfest gelagert ist. In seinem Schaftbereich 13a weist der Aufhängehaken
13 zwei auf diametral entgegengesetzten Seiten vorstehende Vorsprünge 15 auf, die
durch Querschnittsumformung ausgebildet sind.
[0042] Auf der einen seitlichen Oberfläche des Trägerkörpers 11 ist eine Aussparung 24 gebildet,
die bis zu dem im Trägerkörper eingebetteten Aufhängehaken 13 reicht, so daß dieser
im Bereich der Vorsprünge 15 durch die Aussparung 24 über die Hälfte seines Umfangs
freiliegt. Auf der der Aussparung 24 abgewandten Seite des Aufhängehakens 13 liegt
dieser in einer Vertiefung 21 der Seitenwand 20 des Trägerkörpers 11. Wenn der Aufhängehaken
gedreht wird, drückt der mit der Wand 20 in Anlage kommende Vorsprung 15 die Wand
20 unter elastischer Verformung nach außen, so daß die Elastizitätseigenschaften der
Wand und deren Material die beim Drehen des Aufhängehakens 13 zu überwindenden Brems-
und Haltekräfte bestimmt.
[0043] Die Figuren 16 und 17 zeigen eine Weiterbildung des Ausführungsbeispiels gemäß den
Figuren 13 bis 15 und unterscheiden sich von diesen lediglich dadurch, daß in der
Wand 20 unmittelbar im Bereich der Vorsprünge 15 des Aufhängehakens 13 eine Durchbrechung
22 vorgesehen ist, in die ein Vorsprung 15 bei Drehung des Aufhängehakens um 90° einschnappen
kann, so daß der Aufhängehaken einerseits in dieser quer zum Trägerkörper 11 ausgerichteten
Stellung gehalten ist und andererseits auf das Material des Trägerkörpers in dieser
Stellung keine oder nur eine sehr geringe Vorspannkraft ausübt, womit die oben bereits
genannten Vorteile verbunden sind.
[0044] Während die die Brems- und Rückhaltekräfte bestimmende, elastisch verformbare Wand
20 des Trägerkörpers 11 bei den vorgenannten Ausführungsbeispielen etwa die halbe
Breite des Trägerkörpers 11 ausmacht, zeigen die Figuren 18 und 19 eine Ausgestaltung,
bei der auf der der Aussparung 24 abgewandten Oberfläche der Wand 20 ebenfalls eine
Aussparung 25 ausgebildet ist, um die Wandstärke der Wand 20 zu verringern und dadurch
deren Elastizitätseigenschaften und die daraus beruhenden Brems- und Haltekräfte des
Aufhängehakens in gewünschter Weise einzustellen. Während die Figuren 18 und 19 eine
kontinuierliche Wand 20 zeigen, kann auch hierbei in der Wand 20 in Höhe der Vorsprünge
15 des Aufhängehakens 13 eine Durchbrechung 22 vorgesehen sein, in die ein Vorsprung
15 bei Drehung des Aufhängehakens 13 in quer ausgerichteter Stellung eingreifen kann,
wie es in den Figuren 20 und 21 dargestellt ist.
[0045] Die Figuren 22 und 23 zeigen eine Möglichkeit der Herstellung eines Kleiderbügels
gemäß den Figuren 20 und 21. Hierbei ist der Aufhängehaken 13 in eine nicht dargestellten
Spritzguß-Form eingelegt und zusätzlich zu der den Trägerkörper 11 abformenden Form
sind zwei seitliche Schieber 26 und 27 vorgesehen. Der Schieber 26 weist auf seiner
dem Aufhängehaken 13 zugewandten Fläche eine dem halben Querschnitt des Aufhängehakens
einschließlich der entsprechenden Anteile der Vorsprünge 15 entsprechende Vertiefung
26a auf und formt während des Spritzgießens die Aussparung 24 auf der Vorderseite
des Trägerkörpers 11 aus. Auf der entgegengesetzten Seite ist ein Schieber 27 vorgesehen,
der an seiner Stirnfläche einen Vorsprung 27a zum Ausformen der Durchbrechung 22 der
Wand 20 trägt. Je nach dem, wieweit der Schieber 27 in die den Trägerkörper 11 abformende
Form eingeschoben wird, läßt sich eine mehr oder minder tiefe Aussparung 25 auf der
der Aussparung 24 abgewandten Seite der Wand 20 ausbilden. Nachdem die Schieber 26
und 27 aus der Form zurückgezogen wurden (Figur 23) ist der Trägerkörper mit den beidseitigen
Aussparungen 24 und 25 und dem im Bereich der Vorsprünge über den halben Umfang freiliegenden
Aufhängehaken ausgebildet.
[0046] Die Figuren 22 und 23 zeigen ein Herstellungsverfahren, bei dem der Aufhängehaken
mit dem Material des Trägerkörpers umspritzt wird. Alternativ ist es jedoch auch möglich,
den Aufhängehaken nachträglich zu montieren. Das entsprechende Verfahren ist in den
Figuren 24 und 25 angedeutet. Es unterscheidet sich von dem anhand der Figuren 22
und 23 erläuterten Verfahren lediglich dadurch, daß statt des Aufhängehakens ein entsprechend
ausgebildeter Kern 28 in der Form liegt, so daß in dem fertig gespritzten Trägerkörper
eine Aufnahme für den Aufhängehaken vorgesehen ist, in der dieser nachträglich montiert
werden kann. Bei dem in den Figuren 24 und 25 dargestellten Ausführungsbeispiel läßt
sich der Aufhängehaken durch den Trägerkörper 11 vollständig hindurchstecken, so daß
er dann an seinem unteren Ende unter Bildung einer Auszugssicherung umgeformt wird.
[0047] Die Figuren 26 bis 28 zeigen einen Kleiderbügel mit einem Aufhängehaken 13, der an
seinem unteren Ende ein Ringgewinde 13d zur Festlegung in dem Material des Trägerkörpers
11 sowie in seinem vertikalen Schaft 13a zwei auf entgegengesetzten Seiten vorstehende
Vorsprünge 15 besitzt. Der Aufhängehaken 13 ist so in den Trägerkörper 11 eingebettet,
daß er in Längsrichtung des Schaftabschnittes 13a gesehen abwechselnd auf der Vorder-
und der Hinterseite mit seinem halben Querschnitt freiliegt. Auf diese Weise sind
auf der Vorderseite des Trägerkörpers übereinander auf Abstand angeordnete Querbänder
28a, 28b, 28c und 28d des Materials des Trägerkörpers 11 ausgebildet, die mit dem
Aufhängehaken 13 im Schaftabschnitt 13a in Anlage stehen, während der Aufhängehaken
in den mit den Querbändern 28a bis 28d in Anlage stehenden Bereichen auf der anderen
Seite des Trägerkörpers freiliegt. Auf der Rückseite des Trägerkörpers sind in den
Bereichen des Aufhängehakens 13, in denen dieser auf der Vorderseite freiliegt, entsprechende
Querbänder 29a, 29b, 29c, 29d und 29e ausgebildet. Der Aufhängehaken ist somit wechselseitig
von der Vorderseite und der Rückseite gehalten. Das Querband 29b liegt im Bereich
der Vorsprünge 15 des Schaftabschnittes 13a des Aufhängehakens 13 und weist auf seiner
dem Aufhängehaken abgewandten Seite eine Aussparung 25 auf, wodurch das Querband 29b
relativ dünn und elastisch ausgebildet ist. Die Tiefe der Aussparung 25 bestimmt in
oben bereits erläuterter Weise die Verformungseigenschaften des Querbandes 29b und
somit der durch dieses auf den Aufhängehaken wirkenden Brems- und Haltekräfte.
[0048] Die Übergangsbereiche 23 zwischen dem Querband 29b und dem Tragkörper 11 bestimmen
neben der Dicke der Querwand 29b deren Elastizitätseigenschaften wesentlich. Es ist
somit möglich, das Querband 29b aber auch die in den vorgenannten Ausführungsbeispielen
erläuterte Wand 20 über stegartige Anschlußbereiche 23 an den Tragkörper 11 anzuformen,
wobei je nach Ausgestaltung der Stege und insbesondere deren Dicke sich die Federeigenschaften
in gewünschter Weise einstellen lassen.
[0049] Figur 29 zeigt eine Ausführungstorm ähnlich derjenigen gemäß Figur 1 mit dem Unterschied,
daß zwischen dem die Drehachse des Aufhängehakens 13 definierenden Ringgewinde 13d
und dem den Schaft 13a führenden Bereich 30 nur eine Ausbiegung 14 am Schaft vorgesehen
ist, die innerhalb der Ausnehmung 12 angeordnet ist. Die Ausbiegung weist ferner einen
wesentlich größeren Krümmungsradius auf, ist also weniger stark aus der Drehachse
herausgebogen.
[0050] Figur 30 zeigt eine Variante, bei der der Schaft 13a neben der Ausbiegung 14 mit
Ausprägungen bzw. Vorsprüngen 15 im geführten oberen Bereich des Schaftes 13a - ähnlich
Figur 11 - versehen ist.
[0051] Figuren 31 und 32 zeigen eine Ausführungsform, bei der der Aufhängehaken 13 in den
Trägerkörper 11, der durch Spritzgießen hergestellt ist, mit eingespritzt ist. Der
Schaft 13a wiest in diesem Fall wiederum eine Ausbiegung 14 mit großem Krümmungsradius
auf. Die Drehachse des Aufhängehakens wird von dem Ringgewinde 13d und dem Bereich
30 mit einem fluchtenden Abschnitt des Schaftes 13a gebildet. Beim Verdrehen des Aufhängehakens
13 verformt sich die Wandung 31 (Figur 30) des Trägerkörpers 11. Dies geschieht aufgrund
des großen Krümmungsradius der Ausbiegung 14 mit einem geringen Verformungsweg, der
noch im elastischen Bereich liegt. Je nach Dimensionierung verformt sich auch der
Schaft 13a im Bereich der Ausbiegung 14 elastisch.
[0052] Der Drehwiderstand wird nicht nur durch den Krümmungsradius der Ausbiegung, sondern
auch durch den Schaftdurchmesser bzw. Querschnitt sowie die Oberflächenbeschaffenheit
des Schaftes 13a bestimmt. Praktische Versuche haben gezeigt, daß beispielsweise bei
einer Ausbiegung von 2mm und einem Trägerkörper aus Polystyrol mehrere zehn Hakenumdrehungen
bei einem Drehwiderstand zwischen 1 und 1,3 N/m vorgenommen werden können, ohne daß
der Trägerkörper bricht. In der Praxis ist die Anzahl der Drehbewegungen wesentlich
geringer.
1. Warenträger, insbesondere Kleiderbügel, mit einem Trägerkörper (11) und einem am Trägerkörper
(11) drehbar gelagerten, auszugssicher festgelegten Aufhängehaken (13), der einen
Schaft (13a) mit einem innerhalb des Trägerkörpers (11) angeordneten Halteabschnitt
(13c) mit rotationsasymmetrischem Querschnitt aufweist, wobei der rotationsasymmetrische
Querschnitt von einer Umformung des Halteabschnittes (13c) gebildet ist und der rotationsasymmetrische
Halteabschnitt (13c) zumindest teilweise an einer Wandung (12a; 20) des Trägerkörpers
(11) anliegt.
2. Warenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der rotationsasymmetrische
Halteabschnitt (13c) an der Wandung (12a; 20) des Trägerkörpers (11) unter Vorspannung
anliegt.
3. Warenträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Drehung des Aufhängehakens
(13) unterschiedliche Vorspannungen zwischen dem Halteabschnitt (13c) und der Wandung
(12a; 20) auftreten.
4. Warenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der rotationsasymmetrische
Halteabschnitt (13c) des Aufhängehakens (13) von zumindest einer radialen Ausbiegung
(14) des Schaftes (13a) gebildet ist.
5. Warenträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteabschnitt (13c)
auf entgegengesetzten Seiten jeweils mindestens eine Ausbiegung (14) aufweist.
6. Warenträger nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft eine Ausbiegung
mit gleichmäßigem Krümmungsradius aufweist.
7. Warenträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (13a) mit der
Ausbiegung in den Trägerkörper (11) satt eingesetzt oder eingebettet ist und die Ausbiegung
und/oder der Trägerkörper (11) bei Drehen des Aufhängehakens elastisch verformbar
ist.
8. Warenträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (13a) mit der
Ausbiegung in den Trägerkörper (11) eingespritzt ist.
9. Warenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der rotationsasymmetrische
Halteabschnitt (13c) in Längsrichtung geschlitzt und radial aufgeweitet ist.
10. Warenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der rotationsasymmetrische
Halteabschnitt (13c) des Schaftes (13a) des Aufhängehakens (13) von zumindest einem
radial vorstehenden Vorsprung (15) gebildet ist.
11. Warenträger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Vorsprünge (15)
über den Umfang des Halteabschnittes (13c) verteilt angeordnet sind.
12. Warenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet,
daß der rotationsasymmetrische Halteabschnitt (13c) des Aufhängehakens (13) in einer
Ausnehmung (12) des Trägerkörpers (11) angeordnet ist.
13. Warenträger nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Ausnehmung
(12) größer als der Durchmesser des den Aufhängehaken (13) bildenden Drahtes oder
Stangenmaterials ist.
14. Warenträger nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (12)
einen Kreisquerschnitt besitzt.
15. Warenträger nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (12)
einen Polygon-Querschnitt besitzt.
16. Warenträger nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung
(12) in ihrer Wandung (12a) zumindest eine Vertiefung (12b) aufweist, in die der Aufhängehaken
(13) mit seinem rotationsasymmetrischen Halteabschnitt (13c) einführbar ist und die
eine vorbestimmte Position des Aufhängehakens (13) definiert.
17. Warenträger nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
die Ausnehmung (12) begrenzten Material des Trägerskörpers (11) eine oder mehrere
Aussparungen (17) ausgebildet sind, die die Federeigenschaften der Wandung (12a) der
Ausnehmung (12) mitbestimmen.
18. Warenträger nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung
(12) auf der Oberseite und/oder der Unterseite des Trägerkörpers in einen vorstehenden
Kragen (18,19) übergeht und daß der rotationsasymmetrische Abschnitt (13c) des Aufhängehakens
(13) im Bereich des Kragens (18,19) an der Wandung (12a) der Ausnehmung (12) anliegt.
19. Warenträger nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufhängehaken
(13) in seinem rotationsasymmetrischen Halteabschnitt (13c) in einem Teilbereich seines
Umfanges freiliegt und in einem anderen Teilbereich seines Umfangs an einer Wand (20)
des Trägerkörpers (11) anliegt.
20. Warenträger nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (20) elastisch
nachgiebig ist.
21. Warenträger nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufhängehaken (13) in
dem rotationsasymmetrischen Halteabschnitt (13c) über seinen halben Umfang freiliegt.
22. Warenträger nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand
(20) eine Vertiefung (21) aufweist, in die der Aufhängehaken (13) mit seinem rotationsasymmetrischen
Abschnitt (13c) einführbar ist.
23. Warenträger nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (21) eine
vorbestimmte Position des Aufhängehakens (13) definiert.
24. Warenträger nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand
(20) zumindest eine Durchbrechung (22) aufweist.
25. Warenträger nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand
(20) über Stege an dem Trägerkörper (11) angeformt ist.