[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberflächen von Bauteilen
aus rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Materialien nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine entsprechende Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens nach dem Oberbegriffs des Anspruchs 5.
Verfahren und Vorrichtungen dieser Art werden vorwiegend in der holzverarbeitenden
Industrie verwendet.
[0002] Aus Gründen eines besonderen Geschmackes erhalten beispielsweise Türen aus den eingangs
genannten Materialien besondere Verzierungen wie beispielsweise umlaufenden Nuten
mit vielgestaltigem Profil. Solche Nuten werden mit Hilfe eines Formfräsers eingearbeitet.
Die Oberflächen dieser ausgefrästen Nuten sind immer dann ausgesprochen rauh, wenn
das bearbeitete Material aus Spänen oder Fasern besteht, die in ein Bindemittel eingebunden
sind.
In der Praxis werden solche Nuten von Hand so lange geschliffen, bis die aufrechten
Fasern abgetragen oder umgebügelt wurden. Danach werden die Nuten mit einem Füllstoff
gestrichen. Nach der Aushärtung des Füllstoffes wird so oft nachgeschliffen und nachgestrichen,
bis die Fasern mehr oder weniger abgetragen sind und die Oberfläche dadurch glatt
erscheint.
[0003] Dieses Verfahren erfordert einen hohen körperlichen Einsatz und ist wegen der starken
Staubentwicklung sehr gesundheitsschädlich. Außerdem ist dieses Verfahren wegen des
mehrmaligen Durchlaufes sehr zeitaufwendig und damit sehr teuer.
[0004] Aus der DE 198 10 148 C2 ist nun ein Verfahren zur finalen Oberflächenbehandlung
von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunsstoffplatten oder ähnlichen Bauteilen mit
einer darin eingearbeiteten Struktur und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens bekannt.
Bei diesem Verfahren wird das oberflächennahe Bindemittel der MDF-Platte durch eine
über das Glättwerkzeug eingeleitete Wärmezufuhr aufgeschmolzen und die Faserpartikel
durch die Druckwirkung (3 bis 10 bar) des Glättwerkzeuges in das leicht verflüssigte
Bindemittel eingedrückt. Das Bindemittel geht nach seiner kurzzeitigen und bereichsweisen
Verflüssigung unmittelbar wieder in den festen Zustand über, wobei die Faserpartikel
vollständig eingeschlossen bleiben. Die Vorrichtung zu diesem Verfahren weist dabei
ein Glättwerkzeug auf, das in einer Aufnahmehülse einer Werkzeugmaschine gelagert
ist, das eine Arbeitsfläche mit einer zur bearbeitenden Kontur komplementären Geometrie
aufweist und in das ein Heizelement eingesetzt ist. Das Heizelement ist von einer
Kühlkammer umgeben.
[0005] Die Nachteile dieses Verfahrens liegen in erster Linie im hohen Arbeitsdruck des
Glättwerkzeuges begründet. Dies führt zu einem erhöhten Verschleiß am Glättwerkzeug
und an den Bauteilen, die das Glättwerkzeug tragen und bewegen.
[0006] Das verteuert die Vorrichtung entscheidend. Zum anderen führt der hohe Arbeitsdruck
zu Beschädigungen an der zu bearbeitenden Kontur, in dem sich Wulste an den Kanten
bilden, die eine erhöhte Nacharbeit oder erhebliche Qualitätsmängel mit sich bringen.
Weiterhin ist die Temperaturregelung ungenau und zu träge, was zu Qualitätsunterschieden
im Bereich der Bearbeitungsfläche, insbesondere am Anfang der Bearbeitungslinie, führt.
Nachteilig ist außerdem, daß die Wärme nur über das Glättwerkzeug auf die Oberfläche
übertragen wird und daher zur Gewährleistung einer ausreichenden Wärmeübertragung
nur eine geringe Vorschubgeschwindigkeit gewählt werden kann. Höhere Vorschubgeschwindigkeiten
lassen sich daher nur mit höheren Temperaturen am Glättwerkzeug realisieren, was wieder
aus ökonomischen Gründen nachteilig ist.
Ökonomisch nachteilig ist auch, daß das Heizelement und der Kühlkreislauf in dem Glättwerkzeug
integriert sind. Das verlangt einen hohen Platzbedarf und führt zu einer großbauenden
und komplizierten Vorrichtung. Dadurch wird auch der Installations- und Wartungsaufwand
erheblich erhöht.
[0007] Es besteht daher die Aufgabe ein gattungsgemäßes Verfahren und eine entsprechende
Vorrichtung zu entwickeln, die bei einer einfachen Bauweise des Glättwerkzeuges eine
hohe Qualität der bearbeiteten Oberflächen ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 und vorrichtungsseitig durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 5 gelöst.
Zweckdienliche Ausgestaltungen zum Verfahren und zur Vorrichtung ergeben sich aus
den Ansprüchen 2 bis 4 bzw. 6 bis 11.
Mit der Erfindung werden die genannten Nachteile des Standes der Technik beseitigt.
[0009] Der besondere Vorteil des neuen Verfahrens und der neuen Vorrichtung liegt in der
Gewährleistung einer hohen und gleichmäßigen Qualität der geglätteten Oberflächen.
Auf Grund der nur geringen Drücke, die auf dem Glättwerkzeug liegen, treten keine
Profil- oder Kantenverformungen an der Oberfläche auf. Das Glättwerkzeug ist federnd
gelagert, wodurch Beschädigungen an der Oberfläche vermieden werden, wenn Unebenheiten
an der Oberfläche auftreten. Bei Einsatz eines pneumatischen Kolben-Zylinder-Systems
als Druckeinheit wird der Druck während der Bearbeitung geregelt, es lassen sich verschiedene
Drücke vorwählen und die Einspannung des Glättwerkzeuges wird vereinfacht.
Die Qualitätsverbesserung wird auch durch die Drehbewegung des Glättwerkzeuges ermöglicht,
weil dadurch das flüssige Bindemittel leichter und sauberer verrieben werden kann.
Das Verfahren ist effektiv, weil die Drehbewegung des Glättwerkzeuges und die optimale
Wärmeübertragung auf das Bearbeitungsmaterial sehr hohe Vorschubgeschwindigkeiten
am Glättwerkzeug zulassen. Das ist in der Hauptsache darauf zurückzuführen, daß nicht
nur der Kontaktbereich des Glättwerkzeuges, sondern auch das Umfeld, insbesondere
der Bereich vor dem Glättwerkzeug erwärmt wird. Außerdem wird die hohe Glättqualität
mit nur einem Bearbeitungsgang realisiert, was insbesondere gegenüber dem gebräuchlichen
mehrmaligen manuellen Schleifen und dem mehrmaligen maschinellen Farbgeben eine erhebliche
Zeiteinsparung bedeutet.
Die hohe Qualität der geglätten Oberflächen ist auch auf eine optimale Temperaturregelung
zurückzuführen. Es hat sich gezeigt, daß die berührungslose Temperaturmessung in Verbindung
mit der besonders geschwärzten Oberfläche des Glättwerkzeuges äußerst genaue Temperaturwerte
liefert, die als Grundlage für die Beeinflussung der Temperatur am Bearbeitungsmaterial
dienen. Die entsprechende Steuer- und Regeleinheit kann äußerst genau arbeiten, weil
zur Regelung der erforderlichen Temperatur mehrerer Parameter zur Verfügung stehen.
So kann die Temperatur durch die Temperatur des Warmluftstromes, der Wärme- und Kaltluftmenge
und des Mischungsverhältnisses beider Luftströme, aber auch durch die Höhe der Vorschubgeschwindigkeit
und der Umfangsgeschwindigkeit des Glättwerkzeuges variiert werden.
[0010] Von Vorteil ist auch, daß durch die externe Wärmeversorgung das eigentliche Glättwerkzeug
sehr klein ausgeführt werden kann, was Herstellungskosten spart und den Einsatzbereich
solcher Glättwerkzeuge auch auf Miniaturwerkzeuge ausdehnt. Auch wird es dadurch möglich,
die Leitungen und Aggregate für die Warmluft- und die Kaltluftversorgung und den Wärmesensor
in eine gesonderte Haltevorrichtung zusammenzufassen, um diese Haltevorrichtung auch
an die verschiedensten Bearbeitungseinheiten anzupassen. Durch die getrennte Ausführung
von Haltevorrichtung für die Temperaturaggregate und die eigentliche Werkzeugeinheit
wird auch der Aufwand für die Wartung, für die Reparatur und für die Einrichtung verringert.
[0011] Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
Dazu zeigt
- Figur 1 den schematischen Aufbau einer Vorrichtung zum Thermoreibglätten und
- Figur 2 den schematischen Aufbau einer Vorrichtung zum Thermoreibglätten mit pneumatischen
Kolben-Zylinder-System.
[0012] Gemäß Figur 1 besteht die Vorrichtung zum Thermoreibglätten von MFD-Materialien aus
einer Werkzeugeinheit 1 mit einem Glättwerkzeug 2, einem externen Heißluftkanal 3,
einem externen Kaltluftkanal 4, einem optischen Wärmesensor 5 und einer nicht dargestellten
Steuer- und Regeleinheit für die Temperatur.
Die Werkzeugeinheit 1 ist einerseits in eine Werkzeugaufnahme 6 einer Bearbeitungseinheit
eingespannt, wobei der Antrieb der Bearbeitungseinheit eine Drehbewegung und eine
X-Y-Z-Verschiebung der Werkzeugaufnahme 6 realisiert. Die Werkzeugeinheit 1 ist rotationssymetrisch
ausgeführt und besteht aus einer in der Werkzeugaufnahme 6 eingespannten Welle 7 und
einem Halteteil 8 für das Glättwerkzeug 2. Dabei ist die Welle 7 mit einem Profilteil
ausgerüstet und mit diesem Profilteil axial verschiebbar in eine entsprechende Profilbohrung
9 im Halteteil 8 eingesetzt. Damit ist die Welle 7 und das Halteteil 8 drehfest miteinander
verbunden. In der Profilbohrung 9 des Halteteiles 8 ist eine Metallfeder als Druckeinheit
10 eingesetzt, die die Welle 7 und das Halteteil 8 voneinander beabstanden. Andererseits
der Profilbohrung 9 befindet sich im Halteteil 8 eine Aufnahmeöffnung 11 für das Glättwerkzeug
2, in der das Glättwerkzeug 2 lösbar aber starr verankert ist. Das Glättwerkzeug 2
hat eine Arbeitsfläche mit einer zur glättenden Kontur äquivalenten Geometrie und
entspricht so einer Kopie des Fräskopfes, mit dem die zu glättende Oberfläche hergestellt
wurde.
Der Warmluftkanal 3 ist mit einem Heizelement 12 und mit einer Warmluftdüse 13 ausgerüstet
und der Kaltluftkanal 4 besitzt eine entsprechende Kaltluftdüse 14, wobei die Warmluftdüse
13 und die Kaltluftdüse 14 seitlich und getrennt voneinander auf das Glättwerkzeug
2 gerichtet sind. Dabei sind der Warmluftkanal 3 und der Kaltluftkanal 4 so an der
Bearbeitungseinheit angebracht, daß sie sich mit der X-Y-Z-Verschiebungen der Werkzeugaufnahme
6 mitbewegen. Der Warmluftkanal 3 und der Kaltluftkanal 4 sind an einer nicht dargestellten
Druckluftversorgungseinheit angeschlossen, wobei die Warm- bzw. Kaltluftmenge und
die Temperatur der Warmluft durch eine Temperaturregeleinheit gesteuert wird, die
ebenfalls nicht dargestellt ist. Diese Temperaturregeleinheit ist funktionell mit
dem optischen Wärmesensor 5 verbunden, der baulich mit dem Warmluftkanal 3 und dem
Kaltluftkanal 4 in einer gemeinsamen Haltevorrichtung 15 angebracht ist und der die
Temperatur des Glättwerkzeuges berührungslos erfaßt und zur Auswertung an die Temperaturregeleinheit
weitergibt.
Für eine optimale Temperaturerfassung ist der Wärmesensor 5 in besonderer Weise unter
einem Winkel von 40 bis 50° und mit einem vorbestimmten Abstand auf das Glättwerkzeug
2 gerichtet. Wesentlich für eine optimale Temperaturerfassung ist auch eine besondere
Oberflächengestaltung des Glättwerkzeuges 2. So ist die Oberfläche mit einer hitzebeständigen
und verschleißfesten Farbe geschwärzt. Vorzugsweise wird eine schwarze Einbrennlackfarbe
mit einer Hitzebeständigkeit bis 650° verwendet, die auch in Sprayform erhältlich
und damit leicht zu verarbeiten ist.
[0013] Mit dem Verfahren werden rauhe, nur grob vorbearbeitete MDF-Materialien mit einer
darin eingearbeiteten Struktur mittels eines rotierenden und erhitzten Glättwerkzeuges
unter geringem Druck sowie voreingestellter, permanent geregelter Temperatur und Vorschubsgeschwindigkeit
thermisch bearbeitet. Dabei wird das Glättwerkzeug, welches eine zu der Form der zu
bearbeitenden Kontur komplementäre Geometrie aufweist, zunächst auf eine Temperatur
von etwa 230° C erwärmt und anschließend unter einer Drehbwegung mit einer vorbestimmten
Umdrehungszahl in Kontakt mit der vorbearbeiteten und zu glättenden Oberfläche gebracht.
Dabei wird das Glättwerkzeug 2 allein durch die Kraft der Druckfeder 10 in der Art
vorgespannt, daß über die gesamte Bearbeitungslinie ein ständiger Kontakt des Glättwerkzeuges
2 mit der Oberfläche gewährleistet ist. Ein darüber hinausgehender Druck ist nicht
erforderlich. Mit dem Kontakt des Glättwerkzeuges 2 mit der Oberfläche kommt es zu
einem Wärmeübergang vom Glättwerkzeug 2 auf die Oberfläche der MDF-Platte, wodurch
das in der MDF-Platte befindliche Bindemittel zum Schmelzen gebracht wird. Dieser
Erwärmprozeß des Bindemittels wird dadurch verbessert, daß die geregelte Warmluft
am Glättwerkzeug 2 vorbei direkt auf die MDF-Platte gestrahlt wird. Außerdem erweitert
sich dadurch die Erwärmzone an der MDF-Platte über den direkten Kontaktbereich des
Glättwerkzeuges 2 hinaus, wodurch höhere Vorschubgeschwindigkeiten am Glättwerkzeug
möglich sind. Unter diesen Bedingungen wird nun das Glättwerkzeug 2 mit seiner Drehbewegung
und einer vorbestimmten Geschwindigkeit an der vorgesehenen Bearbeitungslinie vorgeschoben
und dabei ständig die Temperatur des Glättwerkzeuges 2 erfaßt und die Meßwerte der
Temperaturregeleinheit zugeführt. Hier wird die aktuelle Isttemperatur mit der vorbestimmten
Solltemperatur verglichen und bei einer Abweichung entsprechende Regelung der Erwärmungsbedingungen
vorgenommen. Dabei kann die Temperatur des Warmluftstromes verändert werden, das Mischungsverhältnis
von Warmluftstrom zu Kaltluftstrom verändert werden, ausschließlich mit einem Kaltluftstrom
geblasen werden oder die Vorschubgeschwindigkeit und die Umfangsgeschwindigkeit des
Glättwerkzeuges 2 angepaßt werden. Unter diesen gleichmäßigen Bedingungen richten
sich zunächst die einzelnen Fasern aus dem leicht verflüssigten Bindemittel auf und
werden nachfolgend durch das drehende Glättwerkzeug 2 wieder in das weiche Bindemittel
eingerieben, wo sie nach der Erstarrung des Bindemittels vollständig eingeschlossen
bleiben.
Aufstellung der Bezugszeichen
[0014]
- 1
- Werkzeugeinheit
- 2
- Glättwerkzeug
- 3
- Warmluftkanal
- 4
- Kaltluftkanal
- 5
- optischer Wärmesonsor
- 6
- Werkzeugaufnahme
- 7
- Antriebswelle
- 8
- Halteteil
- 9
- Profilbohrung
- 10
- Druckeinheit
- 11
- Aufnahmeöffnung
- 12
- Heizelement
- 13
- Warmluftdüse
- 14
- Kaltluftdüse
- 15
- Haltevorrichtung
1. Verfahren zum Thermoreibglätten der Oberflächen von Produkten aus MDF-Materialien,
Kunststoff oder dgl., bei dem die vorbearbeitete Oberfläche bis zur Schmelztemperatur
eines im Bearbeitungsmaterials befindlichen Bindemittels erwärmt und diese Temperatur
in Abhängigkeit von der Temperatur des Glättwerkzeuges (2) konstant gehalten wird
und dabei die Fasern im Bearbeitungsmaterial niedergehalten und mit dem weichen Bindemittel
verrieben wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Niederhaltung der Fasern und die Verreibung mit dem Bindemittels durch ein drehendes
Glättwerkzeug (2) erfolgt,
- die Oberfläche des Bearbeitungsmaterials durch einen indirekten Wärmeübergang vom
erwärmten Glättwerkzeug (2), direkt durch einen externen Warmluftstrom und direkt
durch die Reibung zwischen dem sich bewegenden Glättwerkzeug und dem Bearbeitungsmaterial
erwärmt wird und
- die Temperatur am drehenden Glättwerkzeug (2) berührungslos gemessen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (2) und das Bearbeitungsmaterial vom gleichen Warmluftstrom
erwärmt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Temperatur am Bearbeitungsmaterial durch eine Temperaturregelung
des Warmluftstromes oder durch eine Zuschaltung des Kaltluftstromes beeinflußt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Temperatur am Bearbeitungsmaterial durch eine Regelung der
Vorschubgeschwindigkeit und/oder der Umfangsgeschwindigkeit beeinflußt wird.
5. Vorrichtung zum Thermoreibglätten der Oberflächen von Produkten aus MDF-Marialien,
Kunststoff oder dgl., mit einem Glättwerkzeug (2), das in einer Werkzeugaufnahme (6)
einer Bearbeitungseinheit gelagert ist und das eine auf die zu bearbeitende Oberflächenstruktur
abgestimmte Arbeitsfläche besitzt und von einer regelbaren Heizungsanlage erwärmbar
ist und die Heizungsanlage mit einem die Temperatur des Glättwerkzeuges (2) ermittelnden
Temperaturmeßfühler ausgerüstet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- das Glättwerkzeug (2) über eine Antriebswelle (7) drehbar mit der Werkzeugaufnahme
(6) verbunden ist und
- die Heizungsanlage für das Glättwerkzeug (2) aus einem Warmluftkanal (3) mit einer
Warmluftdüse (12) und einem Kaltluftkanal (4) mit einer Kaltluftdüse (13) besteht
und die Warmluftdüse (12) und die Kaltluftdüse (13) seitlich und getrennt voneinander
auf das Glättwerkzeug (2) gerichtet sind und
- der Temperaturmeßfühler aus einem berührungslos arbeitenden Wärmesensor (5) besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (8) gegenüber der Bearbeitungseinheit axial beweglich gelagert
und von der Kraft einer Druckeinheit (10) belastet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinheit (10) eine Metallfeder oder ein regelbares, pneumatisches Kolben-Zylinder-System
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmesensor (5) unter einem Winkel von 40-50° auf das Glättwerkzeug (2) gerichtet
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Warmluftkanal (3), der Kaltluftkanal (4) und der Wärmesensor (5) in einer
Haltevorrichtung (15) erfaßt sind, die an der Werkzeugaufnahme (6) der Bearbeitungseinheit
befestigt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Glättwerkzeug (2) mit einer feuerfesten und lichtabsorbierenden Schutzschicht
überzogen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der geregelte Warmluftstrahl einen Strahldurchmesser besitzt, der über die Abmessungen
des Glättwerkzeuges (2) hinausgeht.