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EP 1 087 121 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.11.2004 Patentblatt 2004/46 |
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Anmeldetag: 06.09.2000 |
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Verfahren zur Steuerung der Kraftstoffeinspritzung bei einer direkt einspritzenden
Dieselbrennkraftmaschine
Fuel injection control method for direct injection diesel engine
Méthode de commande d'injection dans un moteur diesel à injection directe
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
22.09.1999 DE 19945375
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.03.2001 Patentblatt 2001/13 |
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Patentinhaber: ADAM OPEL AG |
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65423 Rüsselsheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Braun, Axel, Dipl.-Ing. (TH)
66679 Losheim/Bachem (DE)
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Vertreter: Daniel, Ulrich W.P. et al |
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Adam Opel AG
Patentwesen 80-34 65423 Rüsselsheim 65423 Rüsselsheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 764 777 DE-A- 4 243 541 US-A- 5 954 032
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DE-A- 4 126 204 FR-A- 2 762 358
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung der Kraftstoffeinspritzung bei
einer schnell laufenden direkt einspritzenden Dieselbrennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Ein solches Verfahren ist mit DE 41 26 204 A1 beschrieben. Dieses bekannte Verfahren
hat zum Ziel, das Fahrverhalten der Brennkraftmaschine dann zu verbessern, wenn die
Kraftstoffzufuhr zumindestens zu einem von mehreren Zylindern unterdrückt wird. Eine
solche Unterdrückung der Kraftstoffzufuhr wird nach DE 35 36 207 C2 zu dem Zweck vorgeschlagen,
um die in die verbleibenden Verbrennungsräume einzuspritzende Kraftstoffmenge nicht
zu klein werden zu lassen, da deren Zumessung mit kleiner werdender Menge zunehmend
schwierig wird.
[0003] Bei einer Dieselbrennkraftmaschine, deren Einspritzpumpe nockengetrieben ist, wobei
die Nocken wiederum direkt von der Brennkraftmaschine angetrieben werden, steigt der
Einspritzdruck bei einem gegebenen konkreten Querschnitt der Einspritzdüse nur über
die Last, das heißt über die zugemessene Kraftstoffeinspritzmenge und über die Drehzahl,
das heißt über die Zeit, die zur Einspritzung zur Verfügung steht, an. Um auch bei
kleiner Last, das heißt einer kleinen Einspritzmenge, und bei niedriger Drehzahl,
das heißt bei einer relativ langen Einspritzdauer, einen ausreichend hohen Einspritzdruck
erreichen zu können, wird der Querschnitt der Einspritzdüse möglichst klein ausgelegt.
Einer solchen bekannten Vorgehensweise sind jedoch Grenzen gesetzt, da die minimale
Einspritzdüsengröße durch die maximal mögliche Spritzdauer für die angestrebten maximalen
Leistungswerte der Brennkraftmaschine begrenzt ist. Die Auslegung der Einspritzdüsengröße
erfolgt bei nockengetriebener Einspritzung daher als Kompromiss zwischen Leistung
und Emission, wobei für keine der beiden Zielwerte ein Optimum zu realisieren ist.
[0004] Dieser Nachteil ist zwar bei den bekannten Common-Rail-Einspritzsystemen vermeidbar,
jedoch ist der Wirkungsgrad der Common-Rail-Einspritzung per se einer Verteilereinspritzpumpe
unterlegen, da deren Pumpe ständig gegen den relativ hohen Druck im System arbeiten
muss.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Steuerung
der Kraftstoffeinspritzung bei mehrzylindrigen schnell laufenden direkt einspritzenden
Dieselbrennkraftmaschinen mit von Magnetventilen zylinderselektiv gesteuerten Nocken
getriebenen Einspritzpumpen, wie z. B. einer Verteilereinspritzpumpe, zu schaffen,
bei der ein Abfall des Kraftstoffeinspritzdruckes unter einen vorgegebenen tolerierbaren
Wert auch bei geringer Drehzahl und Last vermieden wird und so auch in diesem Betriebsbereich
durch gute Kraftstoffaufbereitung im Verbrennungsraum ein guter Wirkungsgrad und günstige
Abgaswerte erzielt werden.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1. Die Unteransprüche
haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Gegenstand.
[0007] Gemäß der Erfindung wird bei Erkennen eines Kraftstoffeinspritzdruckes unterhalb
einer vorgegebenen Schwelle infolge geringer werdender Drehzahl und/oder Last der
Brennkraftmaschine die Ansteuerzeit des Einspritzventils zumindest eines Zylinders
auf Null gesetzt. Gleichzeitig wird in an sich bekannter Weise die Ansteuerzeit der
anderen Einspritzventile so angehoben, dass deren Kraftstoffeinspritzmenge um ein
Maß anwächst, welches ein gleichbleibendes Drehmoment der Brennkraftmaschine sichert.
Diese an den arbeitenden Zylindern einzuspritzende Kraftstoffeinspritzmenge ist nun
ausreichend, einen für die Kraftstoffaufbereitung im Verbrennungsraum ausreichend
hohen Einspritzdruck aufzubauen.
[0008] Somit kann bei Teillast der Brennkraftmaschine die Einspritzmasse pro arbeitenden
Zylinder angehoben werden, womit sich nicht nur der Einspritzdruck gravierend erhöht,
sondern auch der innere Wirkungsgrad der Brennkraftmaschine in diesem Betriebsbereich
verbessert wird.
[0009] Durch den erhöhten Einspritzdruck und der damit verbundenen Verkürzung des Zündverzuges
wird die Abgasemission deutlich verbessert. Die Einspritzdüsengröße kann nahezu optimal
ausgewählt werden, wobei der Kompromiss zwischen optimaler Leistung und geringer Emission
entschärft ist.
[0010] Die Erfindung ist relativ einfach allein durch Veränderung der Software der Motorsteuerung
realisierbar. Durch die Erfassung von Motordrehzahl bzw. Einspritzpumpendrehzahl,
Kraftstofftemperatur, Kühlmitteltemperatur bzw. Öltemperatur und Luftmasse sowie über
die Stellung des Fahrpedals (z. B. bei einem Kraftfahrzeugantrieb), aktuellem Motormoment
und Fahrdynamik (das heißt Pedalweg in Abhängigkeit von der Zeit) können insbesondere
bei gering dynamischen bzw. bei stationären Betriebszuständen der Brennkraftmaschine
kennfeldabhängig die Anzahl der erforderlichen Einspritzungen pro Zylinder appliziert
werden.
[0011] Die möglichen Applizierungsarten für Motoren mit vier oder mehr Zylindern auch hinsichtlich
einer gleichmäßigen Auslastung aller Zylinder geht aus dem angeführten Stand der Technik
hervor.
[0012] Zur Aufrechterhaltung des aktuellen Motor-Last-Drehzahlzustandes wird die durch das
Aussetzen einer Einspritzung benötigte erhöhte Einspritzmasse der darauffolgenden
Einspritzung mittels Kennfeldern appliziert, auf welche die Motorsteuerung zurückgreift.
[0013] Es hat sich herausgestellt, dass bei Erreichen eines Kraftstoff-Einspritzdruckes
von 500 bar an den arbeitenden Zylindern eine Zylinderabschaltung und damit ein Anheben
des Einspritzdruckes für die weiterhin arbeitenden Zylinder vorteilhaft ist.
[0014] Es entspricht der Erfindung, wenn zur Minimierung der Ladungswechselverluste die
Ein- und Auslassventile der nicht eingespritzten Zylinder im Zünd-OT durch die elektronische
Motorsteuerung abgeschaltet werden.
1. Verfahren zur Steuerung der Kraftstoffeinspritzung bei einer mehrzylindrigen schnell
laufenden direkt einspritzenden Dieselbrennkraftmaschine mit zumindest einer von Magnetventilen
zylinderselektiv gesteuerten Nocken getriebenen Einspritzpumpe, bei der die Ansteuerzeit
des jeweiligen Magnetventils die Kraftstoffzumessung bestimmt, wobei eine Abschaltung
wenigstens eines Zylinders derart erfolgt, dass die entsprechende Ansteuerzeit bei
einer vorgegebenen Schwelle auf Null gesetzt wird, und dass nach Nullsetzen der Ansteuerzeit
für wenigstens einen Zylinder die Ansteuerzeit für die übrigen Zylinder derart erhöht
wird, dass das von der Dieselbrennkraftmaschine abgegebenen Drehmoment konstant bleibt,
dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Schwelle bestimmt wird von einem mit der aktuellen Kraftstoffeinspritzmenge
pro Zylinder noch erzielbaren zulässigen minimalen Kraftstoffeinspritzdruck.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der noch erzielbare zulässige minimale Kraftstoffeinspritzdruck bestimmt wird durch
Drehzahl und Last der Dieselbrennkraftmaschine und die sich dabei einstellende Abgas-Emission,
wobei mit zurückgehender Drehzahl und/oder Last und der dabei zurückgehenden Kraftstoffeinspritzmenge
und des dadurch gleichzeitig zurückgehenden Einspritzdruckes sowie der damit verbundenen
unvollkommenen Kraftstoffaufbereitung im Brennraum und der sich damit einstellenden
verschlechternden Abgasemission die Abschaltung zumindest eines Zylinders ausgelöst
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zylinderabschaltung vor Absinken des Kraftstoffeinspritzdruckes an den arbeitenden
Zylindern unter einen zulässigen Wert von 500 bar erfolgt.
1. Method for the control of fuel injection in a multicylinder, high-speed, direct-injection
diesel internal combustion engine with at least one injection pump driven by cams
controlled by solenoid valves so as to select cylinders, in which the trigger time
of the respective solenoid valve determines the apportionment of fuel, wherein shut-off
of at least one cylinder takes place in such a way that the corresponding trigger
time at a predetermined threshold is set to zero, and that after setting the trigger
time for at least one cylinder to zero the trigger time for the other cylinders is
increased in such a way that the torque delivered by the diesel internal combustion
engine remains constant, characterised in that the predetermined threshold is determined by a minimum permitted fuel injection pressure
still obtainable with the current fuel injection quantity per cylinder.
2. Method according to claim 1, characterised in that the minimum permitted fuel injection pressure still obtainable is determined by the
speed and load of the diesel engine and the exhaust emission occurring in the process,
wherein with decreasing speed and/or load and the fuel injection quantity decreasing
in the process and the injection pressure decreasing at the same time as a result
as well as the associated incomplete fuel processing in the combustion chamber and
the deteriorating exhaust emission occurring with it, shut-off of at least one cylinder
is triggered.
3. Method according to claims 1 and 2, characterised in that shut-off of cylinders takes place before the fuel injection pressure at the working
cylinders drops below a permitted value of 500 bars.
1. Procédé de commande d'injection de carburant dans un moteur Diesel à combustion interne
à injection directe, à plusieurs cylindres, à vitesse de rotation élevée avec au moins
une pompe d'injection entraînée par des cames commandées par des électrovalves de
manière sélective par cylindre, où la durée de commande de l'électrovalve respective
détermine le dosage du carburant, un arrêt de l'injection dans au moins un cylindre
étant effectué de telle sorte, que la durée de commande correspondante soit mise à
zéro pour une valeur de seuil prédéterminée, et qu'après la mise à zéro de la durée
de commande pour au moins un cylindre, la durée de commande pour les autres cylindres
soit augmentée de telle sorte, que le couple de rotation fourni par le moteur Diesel
à combustion interne reste constant, caractérisé en ce que la valeur de seuil prédéterminée est définie par une pression d'injection de carburant
minimale admissible pouvant encore être atteinte avec la quantité actuelle de carburant
injectée par cylindre.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression d'injection de carburant minimale admissible pouvant encore être atteinte
est déterminée par la vitesse de rotation et la charge du moteur Diesel à combustion
interne et par l'émission de gaz d'échappement en résultant, l'arrêt de l'injection
dans au moins un cylindre étant déclenché par la réduction de la vitesse de rotation
et/ou de la charge et de la quantité de carburant injecté par cycle alors moins importante
et par la pression d'injection se réduisant donc simultanément en conséquence ainsi
que par la préparation imparfaite du carburant dans la chambre de combustion qui s'ensuit
et par l'émission de gaz d'échappement dégradée qui s'établit ainsi.
3. Procédé selon la revendication 1 et 2, caractérisé en ce que l'arrêt de l'injection dans un cylindre est effectué avant la baisse de la pression
d'injection de carburant au niveau des cylindres en fonctionnement en dessous d'une
valeur admissible de 500 bars.