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EP 1 087 180 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.04.2004 Patentblatt 2004/15 |
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Anmeldetag: 25.09.2000 |
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Geschlossenes Verbrennungssystem mit Schwankungenminderungsvorrichtung
Enclosed combustion system with vibration reduction device
Appareil de combustion fermé avec dispositif de réduction des vibrations
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
24.09.1999 AT 164199
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.03.2001 Patentblatt 2001/13 |
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Patentinhaber: Vaillant GmbH |
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42859 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Altendorf, Frank
41061 Köln (DE)
- Ernst, Thomas
42857 Remscheid (DE)
- Kupka, Thomas
50672 Köln (DE)
- Schwarzenburg, Frankl
14612 Falkensee (DE)
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Vertreter: Hocker, Thomas |
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Vaillant GmbH
Berghauser Strasse 40 42859 Remscheid 42859 Remscheid (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 730 122 DE-A- 19 850 958
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CH-A- 115 352 US-A- 4 960 378
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein geschlossenes Verbrennungssystem gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Aus der EP 730 122 A1 ist bekannt, wie die Strömungsgeräusche eines offenen Verbrennungssystems
mit Injektorbrenner verstimmt werden können.
[0003] Bei geschlossenen Verbrennungssystemen als Teil von wandhängenden Brennwertgeräten
treten selbsterregte Verbrennungsschwingungen auf.
[0004] Eine selbsterregte Verbrennungsschwingung wird durch eine Resonanzschwingung d.h.
eine stehende Welle in den gas-/luftseitigen und abgasseitigen Strömungswegen hervorgerufen.
Stehende Wellen bewirken in den Strömungswegen ortsfeste alternierende Druckbäuche
oder -knoten. Entlang des Stromfadens wechseln sich positiver Druckbauch, (Druckknoten)
und negativer Druckbauch ab. Durch die stehende Welle kommt es zu einer erheblichen
Lärmentwicklung und unhygienischer Verbrennung.
[0005] Aus der US 4 960 378 A ist bekannt, dass bei geschlossenen Verbrennungssystem selbsterregte
Verbrennungsschwingungen dadurch vermieden werden können, dass Drosseln in den Strömungsweg
eingebaut werden. Diese Drosseln verursachen jedoch einen erhöhten Druckverlust, weshalb
eine größere Gebläseleistung benötigt wird. Das stärkere Gebläse wiederum verursacht
ebenfalls in der Regel erhöhte Geräusche.
[0006] Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden und
ein Verbrennungssystem der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei dem die Ausbildung
einer selbsterregten Verbrennungsschwingung weitgehend unterbunden ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies bei einem Verbrennungssystem der eingangs erwähnten Art
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
[0008] Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ist sichergestellt, daß positiver und negativer
Druckbauch miteinander über die Kurzschlußöffnung verbunden werden und sich daher
ausgleichen können, wodurch die stehende Welle zusammenbricht.
[0009] Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich der Vorteil, daß ein sehr weitgehender
Ausgleich der Druckbäuche erfolgen kann und ein nur relativ geringer Strömungswiderstand
über den Ringspalt gegeben ist.
[0010] Durch die Merkmale des Anspruches 3 ergibt sich der Vorteil einer in konstruktiver
Hinsicht sehr einfachen Lösung. Dabei können die Verprägungen am Flansch des Strömungselementes
oder am Brennerflansch angeordnet sein.
[0011] Eine weitere in konstruktiver Hinsicht sehr einfache Lösung ergibt sich durch die
Merkmale des Anspruches 4, wobei diese Lösung auch für eine Nachrüstung von Verbrennungssystemen
geeignet ist. Dabei kann eine solche Nachrüstung sehr einfach erfolgen.
[0012] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch den Eintrittsbereich eines Flächenbrenners in einem erfindungsgemäßen
Verbrennungssystem und
Fig. 2 eine Ansicht eines Strömungselementes.
[0013] Gleiche Bezugszeichen bedeuten in beiden Figuren gleiche Einzelteile.
[0014] Bei der dargestellten Lösung ist ein ringförmiger Brennerflansch 9 in einer Gas-Luft-Gemischzuleitung
11 angeordnet. In diesem Brennerflansch 9 ist ein Strömungselement 2 gehalten, wobei
es sich bei der dargestellten Ausführungsform um ein Trichterrohr handelt, das den
Einströmquerschnitt in einen Gemischraum 8 eines zylindrischen Flächenbrenners 12
mit seiner Mündung 14 verengt.
[0015] Der Gemischraum 8 ist dabei durch ein zylindrisches Verteilblech 5 begrenzt, das
im Bereich seiner Mantelfläche mit Ausströmöffnungen versehen ist und mittels eines
dichten Bodens 7 stimseitig dicht abgeschlossen ist. Dabei ist das Verteilblech 5
mit Spiel vom mit Ausströmöffnungen versehenen Brennermantel 4 umgeben, der stirnseitig
durch einen Boden 6 dicht abgeschlossen ist.
[0016] Wie insbesondere aus der Fig. 2 zu ersehen ist, weist der flanschartige Rand 13 des
Strömungselementes 2 über deren Umfang verteilt angeordnete Abstandhalter in Form
von Verprägungen 3 auf, mit denen das Strömungselement 2 an dem Brennerflansch 9 anliegt.
Dabei ist das Strömungselement 2 mit einem Schweißpunkt 10 in seiner Lage im Brennerflansch
9 gesichert.
[0017] Dadurch bildet sich eine Kurzschlußöffnung 1 in Form eines Ringspaltes 1 zwischen
dem Strömungselement 2 und dem Brennerflansch 9 aus. Diese Kurzschlußöffnung 1 ermöglicht
eine Verbindung zwischen Anström- und der Abströmseite des Strömungselementes 2, das
auch als Drossel ausgebildet sein könnte.
[0018] Bildet sich eine selbsterregte Verbrennungsschwingung im Brenner aus, so kommt es
zur Ausbildung von Druckbäuchen und Druckknoten. Da sich positive und negative Druckbäuche
über die Kurzschlußöffnung 1 ausgleichen können, bricht eine sich ausbildende selbsterregte
Verbrennungsschwingung aufgrund des Ausgleichs der negativen und positiven Druckbäuche
zusammen.
1. Geschlossenes Verbrennungssystem bei dem im Eintrittsbereich eines Flächenbrenners
axiale Strömungselemente (2), z.B. Drosselscheiben oder trichterartige Rohre, eingesetzt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine parallel zum Strömungselement (2) verlaufende und dieses umgehende
Kurzschlußöffnung (1) vorgesehen ist.
2. Verbrennungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzschlußöffnung (1) durch einen das Strömungselement (2) umgebenden Ringspalt
gebildet ist.
3. Verbrennungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Strömungselement (2) mit einem Flansch (13) versehen ist, der an über dessen
Umfang verteilt angeordnete Abstandhalter, die vorzugsweise durch Verprägungen (3)
gebildet sind, an einem Brennerflansch (9) abgestützt ist.
4. Verbrennungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzschlußöffnung (1) durch mindestens eine Bohrung gebildet ist, die einen Flansch
(13) des Strömungselementes (2) durchsetzt.
1. A closed combustion system in which axial flow elements (2), such as throttle plates
or funnel-shaped tubes, are provided in the entry area of a plate-type burner, characterised in that at least one short-cut opening (1) is provided which extends parallel to the flow
element (2) and by-passes the latter.
2. A combustion system as claimed in Claim 1 characterised in that the short-cut opening (1) is formed by an annular slot surrounding the flow element
(2).
3. A combustion system as claimed in Claims 1 or 2 characterised in that the flow element (2) is provided with a flange (13) which is supported against a
burner flange (9) by spacing elements distributed over the circumference of the said
flange 13, such spacing elements being preferably formed by embossed elevations (3).
4. A combustion system as claimed in Claim 1 characterised in that the short-cut opening (1) is formed by at least one bore extending through a flange
(13) of the flow element (2).
1. Système de combustion fermé avec, dans l'entrée d'un brûleur en nappe, des pièces
d'écoulement axiales (2), p.ex. des chicanes ou tubes coniques, caractérisé par le fait qu'il est prévu au moins un passage direct (1) parallèle à la pièce d'écoulement (2)
qu'il évite.
2. Système de combustion suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le passage direct (1) est formé par une fente annulaire autour de la pièce d'écoulement
(2).
3. Système de combustion suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que la pièce d'écoulement (2) est munie d'un rebord (13) qui s'appuie, par des écarteurs
disposés sur son pourtour et formés de préférence par des bosses (3), sur un rebord
(9) du brûleur.
4. Système de combustion suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le passage direct (1) est formé par au moins un trou qui traverse un rebord (13)
de la pièce d'écoulement (2).