[0001] Die Erfindung betrifft eine Haushalt-Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter,
mindestens zwei Sprüheinrichtungen, einer Umsteuereinrichtung sowie einem beweglichen
Ventilkörper, der von einer Flüssigkeit in Verschlußstellungen zum Verschließen von
Flüssigkeitsauslässen gelenkt werden kann.
[0002] Es ist allgemein bekannt, daß in einem Spülbehälter einer handelsüblichen Haushalt-Geschirrspülmaschine
vorzugsweise in Geschirrkörben angeordnetes Spülgut mit einer von einer Umwälzpumpe
geförderten Flüssigkeit über mindestens zwei Sprüheinrichtungen beaufschlagt wird.
Die Beschickung der beispielsweise beiden Sprüheinrichtungen mit der Flüssigkeit erfolgt
entweder gleichzeitig oder abwechselnd, wobei die zuletzt genannte Methode durch den
auf lediglich eine Sprüheinrichtung wirkenden vollen Druck ein besseres Reinigungsergebnis
liefert und eine geringere Flüssigkeitsmenge und einen geringeren Energieaufwand für
das Umwälzem und Erwärmen der Flüssigkeit benötigt. Zur Durchführung der wechselweisen
Beschickung der Sprüheinrichtungen wird eine Umsteuereinrichtung - üblicherweise als
Wasserweiche bezeichnet - verwendet.
[0003] Aus der EP-OS 0 237 994 ist beispielsweise eine Umsteuereinrichtung für eine Geschirrspülmaschine
bekannt, bei der ein Ventilkörper sich frei beweglich in einem Gehäuse mit zwei Flüssigkeitsauslässen
und einem Flüssigkeitseinlaß befindet und bei Unterbrechung des Betriebs einer zur
Förderung der Flüssigkeit vorgesehenen Umwälzpumpe seine Lage wechselweise zu dem
einen oder dem anderen Flüssigkeitsauslaß ändert, um diesen jeweils zu verschließen.
Dabei nimmt der Ventilkörper eine instabile Ausgangsstellung dann ein, wenn bei abgeschalteter
Umwälzpumpe eine sich vorher gebildete Flüssigkeitssäule aus einer von zwei Ausgangsleitungen
infolge der Schwerkraft in entgegengesetzter Richtung zurückströmt. Um die für die
instabile Ausgangsstellung notwendige Flüssigkeitssäule zu erreichen, ist nachteiligerweise
ein Bypass zu dieser Ausgangsleitung erforderlich, durch den auch bei Einnahme der
Verschlußstellung etwas Flüssigkeit hineingelangen kann. Somit ist diese zu einer
der beiden Sprüheinrichtungen führende Ausgangsleitung niemals vollständig verschlossen.
Darüber hinaus kann der Ventilkörper nach Abschalten der Umwälzpumpe nur während eines
definierten Zeitfensters in die Verschlußstellung eines bestimmten Flüssigkeitsauslaß
und anschließend in die Verschlußstellung des anderen Flüssigkeitsauslasses bewegt
werden. Damit ist zu keinem Zeitpunkt frei wählbar, welche Verschlußstellung eingenommen
bzw. welche Ausgangsleitung verschlossen werden soll.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Haushalt-Geschirrspülmaschine mit
einer einfachen, kostengünstigen und funktionssicheren Umsteuereinrichtung zur Beschickung
mehrerer Sprüheinrichtungen zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Gemäß dem Gegenstand der Erfindung ist die Umsteuereinrichtung derart ausgebildet,
daß der Ventilkörper von einer der Verschlußstellungen bei Betrieb der Umwälzpumpe
in eine stabile Zwischenstellung bei Abschalten der Umwälzpumpe zurückbewegt wird
und von dort bei Wiederaufnahme des Betriebs der Umwälzpumpe in eine der Verschlußstellungen
gelenkt wird.
[0007] Die stabile Zwischenstellung garantiert eine definierte Lage des Ventilkörpers bei
Pumpenstillstand, von der aus bei erneutem Pumpenbetrieb eine der möglichen Verschlußstellungen
wieder eingenommen wird. Da der Ventilkörper durch die Schwerkraft bei ruhender Flüssigkeit
bekanntermaßen absinkt, bewirkt die stabile Zwischenstellung ein Anhalten des Ventilkörpers
und verhindert damit sicher und insbesondere unabhängig vom Vorliegen einer bestimmten
Flüssigkeitssäule und/oder einem Zeitfenster für die Wiederaufnahme des Pumpenbetriebs
das weitere Absinken.
[0008] Durch die stabile Zwischenstellung wird in vorteilhafter Weise der vom Ventilkörper
in die Verschlußstellung zurückzulegende Weg bei erneuter Aktivierung des Pumpenbetriebs
verkürzt.
[0009] Ein Bypass zur Erreichung einer Flüssigkeitssäule gemäß der EP-OS 0 237 994 ist bei
dem erfindungsgemäßen Gegenstand nicht erforderlich. Auch können die Flüssigkeitsauslässe
vollständig und funktionssicher - in vorteilhafter Weise bei Wiedereinschalten des
Pumpenbetriebs von der stabilen Zwischenstellung aus - verschlossen werden, was bei
der Haushalt-Geschirrspülmaschine der EP-OS 0 237 994 nicht der Fall ist.
[0010] Vorteilhafterweise kann gemäß einer Variante der Erfindung der Ventilkörper von der
Zwischenstellung in eine andere Verschlußstellung als die Verschlußstellung, die er
vor der Zwischenstellung eingenommen hat, gelenkt werden. Damit ist ein abwechselndes
Beaufschlagen der Sprüheinrichtungen mit der Flüssigkeit über die jeweils geöffneten
Flüssigkeitsauslässe nur durch Abschalten und Wiedereinschalten des Pumpenbetriebs
einfach und funktionssicher erzielbar.
[0011] Gemäß einer anderen günstigen Variante der Erfindung kann der Ventilkörper von der
Zwischenstellung in dieselbe Verschlußstellung, die er vor der Zwischenstellung eingenommen
hat, gelenkt werden. Damit ist eine gezielte Ansteuerung einer bestimmten Sprüheinrichtung
durch Sperren der anderen Sprüheinrichtung(en) für aufeinanderfolgende Sprühvorgänge
möglich. Vorzugsweise wird dabei der Ventilkörper mittels eines von einer Steuereinrichtung
einstellbaren Stellelements in dieselbe Verschlußstellung gelenkt. Damit kann das
Sperren eines Flüssigkeitsauslasses mechanisch unterstützt und durch die Steuereinrichtung
- beispielsweise elektrisch oder elektronisch - auch von außerhalb des Gehäuses der
Umsteuereinrichtung beeinflußt werden.
[0012] Weiterhin kann auf dem Ventilkörper ein magnetisches Element und außen an dem Gehäuse
der Umsteuereinrichtung ein Reed-Schalter befestigt sein. Dadurch ist die Lage des
Ventilkörpers ― vor allem in den Verschließstellungen - jederzeit sicher und genau
erkennbar.
[0013] Gemäß einer Variante der Ausgestaltung der Erfindung ist eine Lichtschranke zum Erkennen
der Lage des Ventilkörpers außen an dem Gehäuse vorgesehen.
[0014] Eine Alternative der Erfindung insbesondere für hochwertige Haushalt-Geschirrspülmaschinen
sieht vor, daß bei einer drehzahlgesteuerten Umwälzpumpe ein Drehzahlsensor mit einer
elektronischen Steuereinrichtung zum Erkennen der Lage des Ventilkörpers verbunden
ist.
[0015] Es hat sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Umsteuereinrichtung mindestens
einen Haltesteg für den Ventilkörper zur Ausbildung der stabilen Zwischenstellung
aufweist. Dadurch entsteht ein einfacher und kostengünstiger Puffer für die Bewegung
des Ventilkörpers. Vorzugsweise ist dieser Haltesteg zumindest annähernd mittig im
Gehäuseinneren der Umsteuereinrichtung angeordnet.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Haltesteg hakenförmig
ausgebildet. Durch die Hakenform kann der Ventilkörper sich ― insbesondere in der
Gehäusemitte - einbetten und ist somit gegen ein Verrutschen und eine unfreiwillige
Bewegung im ausgeschalteten Zustand der Umwälzpumpe gesichert.
[0017] Eine Variante der Erfindung sieht vor, daß die Gehäusewand am Boden derart unterbrochen
ausgebildet ist, daß ein oder mehrere Wandstücke jeweils einen Haltesteg zur Ausbildung
der mit einer Ausgangslage identischen stabilen Zwischenstellung für den Ventilkörper
bilden. Damit ist sichergestellt, daß sowohl die Flüssigkeit über den Flüssigkeitseinlaß
mit ausreichender Strömungsgeschwindigkeit eindringen als auch der Ventilkörper in
dem einen Fall eine stabile Zwischenstellung vor dem Wiedereinschalten der Umwälzpumpe
und in dem anderen Fall eine stabile Ausgangslage vor dem erstmaligen Einschalten
der Umwälzpumpe einnehmen kann.
[0018] Ferner weist die Umsteuereinrichtung gemäß einer Weiterbildung der Erfindung eine
Gehäusewand in Herzform auf, in dem der Ventilkörper gelenkt wird
- vom Boden der Herzform, an dem sich der Flüssigkeitseinlaß befindet, von einer Ausgangslage
entlang der einen Innenwand in eine erste Verschlußstellung am Dach der Herzform,
an dem sich die Flüssigkeitsauslässe befinden,
- von der ersten Verschlußstellung über die stabile Zwischenstellung in eine zweite
Verschlußstellung,
- von der zweiten Verschlußstellung entlang der anderen Gehäusewand in die Ausgangslage.
Diese Gehäuseform der Umsteuereinrichtung unterstützt besonders eine günstige und
aufwandsarme Bewegung des Ventilkörpers zwischen den verschiedenen Stellungen.
[0019] Die Erfindung wird anhand eines in Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Im einzelnen zeigen
- Fig. 1
- eine Haushalt-Geschirrspülmaschine in einer schematischen Darstellung, und
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung der Umsteuereinrichtung der erfindungsgemäßen Haushalt-Geschirrspülmaschine,
[0020] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Haushalt-Geschirrspülmaschine 1, die einen Spülbehälter
2 zur Aufnahme von Spülgut - üblicherweise verschmutztes Geschirr und Besteck - aufweist,
das beispielsweise in einem Geschirroberkorb 3 und einem Geschirrunterkorb 4 eingeordnet
ist. In dem Spülbehälter 2 sind zumindest zwei Sprüheinrichtungen 5, 6 zum Beaufschlagen
des Spülguts mit einer Flüssigkeit angeordnet. Die Flüssigkeit - üblicherweise als
Spülflotte bezeichnet - kann von einer Umwälzpumpe 7 über eine Flüssigkeitszuleitung
8 zu einem oberen Sprüharm 5 und über eine Flüssigkeitszuleitung 9 zu einem unteren
Sprüharm 6 gefördert werden.
[0021] Üblicherweise wird diese Flüssigkeit zumindest in einem Teilprogrammschritt eines
Spülprogramms der Haushalt-Geschirrspülmaschine 1 durch einen Durchlauferhitzer 10
erwärmt, der mit einem Eingangsstutzen 11 an die Umwälzpumpe 7 und mit Ausgangsstutzen
12, 13 an die Flüssigkeitszuleitungen 8, 9 angeschlossen ist. Die Anzahl der Ausgangsstutzen
entspricht der Anzahl der Sprüheinrichtungen oder gleichzeitig betriebener Gruppen
von Sprüheinrichtungen. Die von der Umwälzpumpe 7 geförderte Flüssigkeit wird demnach
in dem Ausführungsbeispiel zum Eingangsstutzen 11 des Durchlauferhitzers 10 und von
dessen Ausgangsstutzen 12, 13 über die Flüssigkeitszuleitungen 8, 9 zu den Sprüheinrichtungen
5, 6 geleitet.
[0022] Mittels einer an den Durchlauferhitzer 10 angeformten - oder darin angeordneten ―
Umsteuereinrichtung 14 können die Sprüheinrichtungen 5, 6 jeweils abwechselnd nacheinander
und/ oder ständig mit der Flüssigkeit beschickt werden, was durch Öffnen eines Flüssigkeitsauslasses
und durch Verschließen eines anderen Flüssigkeitsauslasses erzielt wird. Die Flüssigkeitsauslässe
der Umsteuereinrichtung 14 gehen im vorliegenden Ausführungsbeispiel direkt in die
Ausgangsstutzen 12, 13 über oder sind mit diesen identisch. Des weiteren weist die
Umsteuereinrichtung 14 einen Flüssigkeitseinlaß auf, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sich an den Eingangsstutzen 11 anschließt oder von diesem gebildet wird. Zum Verschließen
der Flüssigkeitsauslässe kann ein beweglicher Ventilkörper von der Flüssigkeit in
entsprechende Verschlußstellungen gelenkt werden. Gemäß weiterer Varianten kann die
Umsteuereinrichtung 14 in der Haushalt-Geschirrspülmaschine entweder für sich allein
angeordnet oder unmittelbar an die Umwälzpumpe 7 angeschlossen sein.
[0023] Fig. 2 zeigt in einer Schnittdarstellung die Umsteuereinrichtung 14 der Haushalt-Geschirrspülmaschine
1 von Fig. 1. Die Umsteuereinrichtung 14 weist ein Gehäuse mit einer vorzugsweise
herzförmig ausgebildeten Gehäusewand 14'auf, das unten in der Nähe des Bodens den
Flüssigkeitseinlaß 16 und oben am Dach die beiden Flüssigkeitsauslässe 17, 18 aufweist.
Die Flüssigkeitsauslässe 17, 18 verlaufen im vorliegenden Ausführungsbeispiel parallel
zueinander. Durch den links angeordneten Flüssigkeitsauslaß 17 wird bei Betrieb der
Umwälzpumpe die Flüssigkeit 20 in die Flüssigkeitszuleitung für den oberen Sprüharm
5 gepumpt, während der rechts angeordnete Flüssigkeitsauslaß 18 zur Beförderung der
Flüssigkeit 20 in die Flüssigkeitszuleitung für den unteren Sprüharm 6 vorgesehen
ist.
[0024] Innerhalb des Gehäuses ist ein vorzugsweise kugelförmig ausgebildeter Ventilkörper
15, dessen Dichte größer als die Dichte der Flüssigkeit 20 ist, frei beweglich angeordnet.
Dieser Ventilkörper 15 kann verschiedene Verschlußstellungen B, C zum Verschließen
der Flüssigkeitsauslässe 17, 18 einnehmen, wobei sich die Verschlußstellung B am Flüssigkeitsauslaß
17 sowie die Verschlußstellung C am Flüssigkeitsauslaß 18 befinden. Der Ventilkörper
15 besteht zumindest an seiner Oberfläche aus elastischem Material, um eine noch bessere
Abdichtung des jeweiligen Flüssigkeitsauslasses bei Einnahme der Verschlußstellungen
B, C zu erreichen.
[0025] Die Umwälzpumpe saugt im Betriebszustand die Flüssigkeit 20 - z.B. Wasser - an und
pumpt sie durch den Durchlauferhitzer 10 über den Flüssigkeitseinlaß 16 in das Gehäuse
der Umsteuereinrichtung 14. Am Übergang des Flüssigkeitseinlasses 16 in das Gehäuseinnere
ist die Gehäusewand 14' am Boden unterbrochen ausgebildet, so daß ein oder mehrere
Wandstücke Haltestege 19, 19' zur Ausbildung einer stabilen Ausgangslage A für den
Ventilkörper 15 darstellen. Der Ventilkörper 15 wird bei Betrieb der Umwälzpumpe durch
die Strömung der Flüssigkeit 20 zunächst von der Ausgangslage A entlang der linken
Innenwand in die Verschlußstellung B am Dach der Herzform gelenkt. Der obere Sprüharm
5 ist damit gesperrt und das Wasser wird über den geöffneten Flüssigkeitsauslaß 18
zum unteren Sprüharm 6 und von dort auf das Spülgut befördert. Sobald die Umwälzpumpe
abgeschaltet wird, bewegt sich der Ventilkörper 15 von der Verschlußstellung B in
eine stabile Zwischenstellung D zurück. Diese Zwischenstellung D wird durch einen
vorzugsweise hakenförmig - ähnlich einem in Schräglage angeordneten Hockeyschläger
- ausgebildeten Haltesteg 21 erreicht, der vorzugsweise zumindest annähernd mittig
im Gehäuse angeordnet ist und der dem weiteren Absinken des Ventilkörpers 15 entgegenwirkt.
Von der stabilen Zwischenstellung D, in der der kugelförmige Ventilkörper 15 durch
die Hakenform gegen ein Verrutschen oder eine sonstige unfreiwillige Bewegung sicher
eingebettet ist, wird der Ventilkörper 15 bei Wiederaufnahme des Betriebs der Umwälzpumpe
durch die erneute Strömung der Flüssigkeit 20 in die andere Verschlußstellung C gelenkt.
Damit ist der untere Sprüharm 6 gesperrt und das Wasser wird über den geöffneten Flüssigkeitsauslaß
17 zum oberen Sprüharm 5 und von dort auf das Spülgut befördert.
[0026] Beim nächsten Pumpenstillstand bewegt sich der Ventilkörper 15 in Folge der Schwerkraft
von der Verschlußstellung C entlang der rechten Innenwand des Gehäuses 14' zur Ausgangslage
A zurück, die in diesem Fall auch eine stabile Zwischenstellung für das erneute Lenken
des Ventilkörpers 15 in die andere Verschlußstellung B bei Wiederaufnahme des Pumpenbetriebs
darstellt. Durch die oben beschriebene erfindungsgemäße Ausgestaltung der Umsteuereinrichtung
14 unter Verwendung insbesondere der stabilen Zwischenstellung D, A erfolgt das abwechselnde
Beaufschlagen der Sprüheinrichtungen mit der Flüssigkeit lediglich durch Einschalten
und Abschalten des Pumpenbetriebs. Gemäß einer vorteilhaften Variante können die Abdichtstellen
für die Flüssigkeitsauslässe weiter nach oben verlegt werden, so daß sich stutzenartige
Ausbuchtungen am Dach der Herzform ergeben. Diese gewährleisten einen noch besseren
Sitz des Ventilkörpers 15 in den Verschlußstellungen B, C auch bei stärkeren Strömungen
des Wassers.
[0027] In vorteilhafter Weise kann die Bewegung des Ventilkörpers mittels eines von einer
Steuereinrichtung 22 ― beispielsweise einem Aktuator - einstellbaren Stellelements
23 - beispielsweise eines Aktuatorkopfes - von der rechten Innenwand des Gehäuses
aus derart beeinflußt werden, daß dieser von der Verschlußstellung C wieder in die
stabile Zwischenstellung D bei Abschalten des Pumpenbetriebs und von dort erneut in
dieselbe Verschlußstellung C bei Wiedereinschalten des Pumpenbetriebs gelenkt wird.
Ein Aktuator ist ein Antriebsmittel, bei dem durch einen elektrisch gespeisten Thermistor
eine Masse ― z.B. eine Wachsmasse ― erwärmt wird und durch die dabei erfolgte Volumensvergrößerung
ein Kolben, der den aus dem Aktuator herausragenden Aktuatorkopf aufweist, verstellt
wird. Damit wird durch das Stellelement 23 das Absinken des Ventilkörpers 15 in die
Ausgangsstellung A verhindert, was eine erneute - d.h. gezielt aufeinanderfolgende
- Beschickung des oberen Sprüharms über den geöffneten Flüssigkeitsauslaß 17 zur Folge
hat.
[0028] Gemäß einer anderen vorteilhaften Variante ist auf dem Ventilkörper 15 ein magnetisches
Element 24 ― siehe Verschlußstellung B - befestigt, das durch einen außen an der Gehäusewand
14' der Umsteuereinrichtung 14 angebrachten Reed-Schalter 25 die genaue Lage des Ventilkörpers
15 erkennen läßt. Dadurch kann gezielt auf die Bewegung des Ventilkörpers 15 in die
eine oder andere Verschlußstellung steuernd eingewirkt werden, um die Entscheidung
zum Beschicken des oberen Sprüharms 5 oder des unteren Sprüharms 6 zu beeinflussen.
Eine andere Variante benutzt eine außen an der Gehäusewand angebrachte Lichtschranke
als Detektionsmittel für die genaue Ventilkörperlage.
[0029] Für den Fall, daß eine drehzahlgesteuerte Umwälzpumpe verwendet wird, besteht vorzugsweise
eine Verbindung zwischen einem Drehzahlsensor und einer elektronischen Steuereinrichtung
zur genauen Lageerkennung. Dabei wird der Umstand ausgenutzt, daß nach Pumpenstillstand
anhand der ermittelten Drehzahl entweder vom Drehzahlsensor ein runder Lauf der Pumpe
auf Grund der Beschickung des unteren Sprüharms mit einer geringeren Flüssigkeitsmenge
oder ein unrunder Lauf der Pumpe wegen der Beschickung des oberen Sprüharms mit einer
größeren Flüssigkeitsmenge erkannt und über ein entsprechendes Steuersignal der elektronischen
Steuereinrichtung gemeldet wird. Aus der Mitteilung des unrunden Laufs bzw. des runden
Laufs der Pumpe ist die Lage des Ventilkörpers 15 in der Verschlußstellung C bzw.
B von der elektronischen Steuereinrichtung genau und sicher auf elegante Weise feststellbar,
ohne daß es mechanischer oder elektromechanischer Mittel bedarf.
1. Haushalt-Geschirrspülmaschine mit
- einem Spülbehälter (2) zur Aufnahme von Spülgut und mindestens zwei Sprüheinrichtungen
(5, 6) zum Beaufschlagen des Spülguts mit von einer Umwälzpumpe (7) geförderter Flüssigkeit
(20),
- einer Umsteuereinrichtung (14) mit einem Flüssigkeitseinlaß (16) und jeweils an
eine Sprüheinrichtung (5, 6) angeschlossenen Flüssigkeitsauslässen (17, 18), sowie
- einem beweglichen Ventilkörper (15), der von der Flüssigkeit (20) in Verschlußstellungen
(B, C) zum Verschließen der Flüssigkeitsauslässe (17, 18) gelenkt werden kann,
gekennzeichnet,
durch eine Umsteuereinrichtung (14), die derart ausgebildet ist, daß der Ventilkörper
(15) von einer der Verschlußstellungen (B, C) bei Betrieb der Umwälzpumpe (7) in eine
stabile Zwischenstellung (D, A) bei Abschalten der Umwälzpumpe (7) zurückbewegt wird
und von dort bei Wiederaufnahme des Betriebs der Umwälzpumpe (7) in eine der Verschlußstellungen
(C, B) gelenkt wird.
2. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper
(15) von der Zwischenstellung (D, A) in eine andere Verschlußstellung (C, B) als die
Verschlußstellung (B, C), die er vor der Zwischenstellung (D, A) eingenommen hat,
gelenkt wird.
3. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper
(15) von der Zwischenstellung (D) in dieselbe Verschlußstellung (C), die er vor der
Zwischenstellung (D) eingenommen hat, gelenkt wird.
4. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper
(15) mittels eines von einer Steuereinrichtung (22) einstellbaren Stellelements (23)
in dieselbe Verschlußstellung (C) gelenkt wird.
5. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Ventilkörper (15) ein magnetisches Element (24) und außen an dem Gehäuse
der Umsteuereinrichtung (14) ein Reed-Schalter (25) zum Erkennen der Lage des Ventilkörpers
(15) befestigt sind.
6. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß außen an dem Gehäuse der Umsteuereinrichtung (14) eine Lichtschranke zum Erkennen
der Lage des Ventilkörpers (15) vorgesehen ist.
7. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer drehzahlgesteuerten Umwälzpumpe (7) ein Drehzahlsensor mit einer elektronischen
Steuereinrichtung zum Erkennen der Lage des Ventilkörpers (15) verbunden ist.
8. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umsteuereinrichtung (14) mindestens einen Haltesteg (21, 19, 19') für den
Ventilkörper (15) zur Ausbildung der stabilen Zwischenstellung (D, A) aufweist.
9. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltesteg
(21) zumindest annähernd mittig im Gehäuseinneren der Umsteuereinrichtung (14) angeordnet
ist.
10. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Haltesteg (21) hakenförmig ausgebildet ist.
11. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusewand
(14') am Boden derart unterbrochen ausgebildet ist, daß ein oder mehrere Wandstücke
jeweils einen Haltesteg (19, 19') zur Ausbildung der mit einer Ausgangslage (A) identischen
stabilen Zwischenstellung für den Ventilkörper (15) bilden.
12. Haushalt-Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umsteuereinrichtung (14) eine Gehäusewand (14') in Herzform aufweist, in dem
der Ventilkörper (15) gelenkt wird
- vom Boden der Herzform, an dem sich der Flüssigkeitseinlaß (16) befindet, von einer
Ausgangslage (A) entlang der einen Innenwand in eine erste Verschlußstellung (B) am
Dach der Herzform, an dem sich die Flüssigkeitsauslässe (17, 18) befinden,
- von der ersten Verschlußstellung (B) über die stabile Zwischenstellung (D) in eine
zweite Verschlußstellung (C),
- von der zweiten Verschlußstellung (C) entlang der anderen Gehäusewand in die Ausgangslage(A).